Leserstimmen zu
Slow

Winfried Hille

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Das Slow Movement scheint eine Art neuer Trend oder gesellschaftlicher Gegenbewegung zu sein. Höher, schneller, weiter ist das Credo unserer Zeit. Gier und Kurzlebigkeit die Folgen. Das Slow Movement ist der Gegenpol. Langsamkeit, Bedachtsamkeit, Zeitwohlstand. Und darüber schreibt Winfried Hille. Er beschreibt seinen eigenen Weg, zeigt Möglichkeiten auf wie man im Alltag aus dem sich immer schneller drehenden Karussell aussteigen kann. Viele Gedanken sind anregend, inspirierend, faszinierend. Und doch hätte ich mir mehr Bodenständigkeit gewünscht. Denn slow - mein Herzensthema - muss nicht abgehoben, ätherisch, sein. Slow kann ganz lebenspraktisch und erdverbunden sein.

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Die Ausgangssituation Winfried Hille erläutert, dass das Leben heutzutage verdammt schnell geworden ist. Es gibt keine Zeit mehr für Muße, alles ist eng getaktet, wir funktionieren oft nur noch und haben gar keine Gelegenheit mehr, unsere Bedürfnisse wahrzunehmen, geschweige denn, sie zu erfüllen. Zeit wird heute ökonomisch verstanden. Es gilt nur, möglichst viel in möglichst kurzer Zeit zu schaffen. Das führt dazu, dass wir nur noch gehetzt sind und uns dabei immer mehr von uns selbst entfremden. Wir haben alle Möglichkeiten und wollen sie auch alle nutzen. Dennoch bleibt das Gefühl, etwas Wesentliches zu verpassen. Ein Teufelskreis. Was bedeutet nun Slow? Die Ziele des Slow-Gedanken sind: Mal wieder Zeit zu verschwenden, mehr Langsamkeit im Leben zu erlauben. Weg mit dem Ökonomie-Gedanken! Der Autor empfiehlt, mal wieder bewußt zu faulenzen, mal wieder wie Kinder die Zeit zu vertrödeln. Eine unerhörte Vorstellung! Aber so hilfreich für die Seele. Und ein guter Weg um ein bißchen Slow ins Leben zu bringen. Im Buch wird schön beschrieben, warum sich Zeit so unterschiedlich anfühlt. Wieso verging die Zeit in der Kindheit so langsam, warum vergeht sie heute so schnell? Dabei werden viele schlaue Leute und Bücher zitiert. Ich habe wieder eine Vorstellung davon, was meine Zeit beschleunigt und was sie verlängert. Soviel sei schon mal verraten: Wir empfinden den Fortgang der Zeit als langsamer, wenn wir ein ein abwechslungsreiches und emotional bewegtes Leben haben. Wie man das mit viel Freude hinbekommt, erläutert Hille in dem Buch. Genauso beschreibt er auch, welche Dinge wir alle tun, die dazu führen, dass wir gestresst sind.: Alles erledigen zu wollen, Perfektionismus, etc. Klingt erst mal simpel, aber so, wie er es darstellt, ist es gut nachvollziehbar und bietet einige Aha-Erlebnisse. Hille beschreibt die Lebensform Slow als „Akt der Verweigerung“, da der Slow-Gedanke letztlich das Gegenteil von dem ist, was so gemeinhin von uns erwartet wird. Oder auch, von dem, was wir selbst von uns erwarten. Das gilt es erst mal so anzunehmen und sich mit dem Gedanken vertraut zu machen, dass es oft auch unsere Entscheidung ist, uns stressen zu lassen. Werkzeuge für das entschleunigte Leben Im Buch werden verschiedene Methoden oder Wege dargestellt, die man für sich versuchen kann, um zu entschleunigen. Manche passen für mich besser, andere weniger. Aber so ist sicher für jeden etwas dabei. Man findet verschiedene Anstösse zu Fragen, die man sich stellen kann, wenn man sein Leben verlangsamen möchte. Weitere Kapitel finden sich zu Themen wie Langeweile, Gehen, Liebe & Partnerschaft, Arbeiten und Reisen. Sie alle stellen den Lebensentwurf Slow noch mal in den jeweiligen Kontext und führen dazu, einen neuen Umgang mit der Zeit noch einmal konkreter durchdenken zu können. Zum Buch Für mich war das Buch ein echter Gewinn, weil es mir noch mal viele Aspekte verdeutlicht hat, die das heutige Tempo im Alltag ausmachen. Und auch die konkreten Möglichkeiten, dem zu begegnen, fand ich sehr anschaulich. Dabei ist der Text wirklich unterhaltsam und verständlich geschrieben. Ich mußte mir das Buch nicht „erarbeiten“, so wie das manchmal bei anderen Titeln der Fall ist. Also, wenn Du an dem Thema Interesse hast, dann solltest Du es lesen!

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Winfried Hille hat keine Zeit. Der Gründer von bewusster leben und Publizist von Vegetarisch glücklich kennt das, was man im Volksmund ein „Leben im Hamsterrad“ nennt. Bevor er seinen Alltag neu gestaltete und sein Leben entschleunigte, war der studierte Germanist und Pädagoge viele Jahre leitend in der Verlagsbranche tätig. Die neue Maxime seines Handelns: Slow, ein kluges Plädoyer für mehr Langsamkeit im täglichen Dasein, ein Aufruf zum Widerstand und zugleich ein Antibuch. Geschrieben als wohltuendes Pendant gegen die üblichen Ratgeberlektüren des 21. Jahrhunderts, die ihre Sinnhaftigkeit im Optimieren von Zeit verstehen. Aber selten darin, wie wir diese qualitativ erleben und empfinden. Kein Wunder also, dass der Autor bereits in der Einleitung den Finger in die Wunde der (meisten) Leser legt. Frei nach dem Motto: Eigentlich „haben Sie gar keine Zeit, sich auf dieses Buch einzulassen“, stimmt’s? Über die Kunst, nichts zu tun Wer sich dennoch auf Slow einlässt, der wird belohnt. Hille zeigt anhand zahlreicher historischer Beispiele, dass die Menschen schon immer eine Beschleunigung ihrer Zeit erfahren haben. Das Paradoxe ist nur: Der moderne Homo sapiens hat mehr technische Hilfsmittel denn je, die ihm den Alltag erleichtern sollten. Dennoch tragen Spülmaschine, Mikrowelle und Co. nicht dazu bei, dass wir uns weniger gehetzt fühlen. Im Gegenteil. Aber woran liegt das? Und vor allem: Was kann jeder Einzelne dagegen tun? Fest steht, dass Optionsvielfalt und Beschleunigungsdruck zugenommen haben. Multitasking oder Selbstoptimierung sind nur zwei Zauberwörter, an denen wir unser Denken und Handeln heute ausrichten, ja gar ausrichten müssen. Denn wer sich der Muße hingibt, einfach nur aus dem Fenster blickt oder im Schneckentempo Müßiggang betreibt, gilt in unserer modernen Gesellschaft schnell als Faulenzer. Eine Sünde, die beim erschöpften Ich im schlimmsten Fall Schuldgefühle auslöst. Wir behandeln die Zeit wie ein ökonomisches Gut, das es so effektiv wie möglich einzusetzen gilt. Immer mehr im gleichen Zeitraum erledigen, immer schneller, immer gedankenloser singen wir ein Loblied auf das Fast-Life. Dumm nur, wenn wir am Ende feststellen, dass wir gelebt wurden. Dass wir dem Leben zugesehen und es nicht selbst aktiv gestaltet haben. Denn schon bei Michael Endes Momo lassen sich die Figuren um ihre Zeit betrügen, vergessen, im Hier und Jetzt zu leben und entsprechend Widerstand zu leisten. Slow als Akt der Verweigerung Genau für diesen Widerstand in allen Lebensbereichen macht sich Hille allerdings stark. Wir verbringen etwa sechs Jahre unseres Lebens im Internet. Im Urlaub haken wir getrieben die Liste von Sehenswürdigkeiten ab, blicken öfter aufs Smartphone anstatt in die Landschaft. Für unsere Kinder spielen wir Entertainer und Beschäftigungstherapeut, anstatt den Nachwuchs als Vorbild zu nehmen: Einfach mal trödeln, bummeln bzw. verträumt in die Gegend schauen kommt uns überhaupt nicht in den Sinn. Wir rennen durch Jahr und Tag. Aus diesem Grund sind selbst die Grenzen zwischen Arbeit und Freizeit längst verschwommen. Wir können nicht mehr abschalten, nicht mal beim Sport, beim Essen oder in der Liebe. Kein Wunder also, dass die Zeit ab einem gewissen Alter gefühlt immer schneller vergeht. Ein Teufelskreislauf, der zur Frust, Depressionen und Burnout führen kann und zu dem beängstigenden Gefühl, ständig etwas zu verpassen. Dafür haben amerikanische Wissenschaftler sogar einen Begriff erfunden: Fomo – Fear of Missing out. Slow Stopper für Geist und Seele In kurzen, wohldosierten Kapiteln gibt Slow Handlungsempfehlungen für eine neue „Windstille der Seele“, darunter kleine Rituale für den Alltag. Und die können so einfach und doch so schwer sein, etwa den Computer oder das Smartphone an einigen Abenden der Woche auszuschalten, langsamer zu arbeiten oder sich in der Kunst von Slow Travel und Slow Walking zu üben. „Und: dass wir uns dafür entscheiden, unsere Zeit souverän zu nutzen und sie nicht von anderen benutzen zu lassen. Dass wir aufhören zu funktionieren. […] Wir müssen im digitalen Zeitalter wieder ganz neu lernen, geistig offline zu gehen.“ Fazit: Locker-leichte Lektüre mit authentischem Tiefgang und Gespür fürs Wesentliche zu einem existentiellen Lebensthema, das der Autor spürbar selbst durchlebt und durchdacht hat.

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Winfried Hille kennt den Stress der Wirtschaft aus eigener Erfahrung. Doch nach einiger Zeit wechselte er vom Management in den Journalismus. Im Verlag Hille Medien erscheinen die Zeitschriften „bewusster-leben“ und „vegetarisch glücklich“. Bereits in der Ausgabe 3/2015 von „bewusster leben“ wurde das Konzept SLOW vorgestellt (siehe Homepage: www.bewusster-leben.de). Winfried Hille schreibt: „Slow meint: Immer wenn wir bestimmte Zeiten einfach nur für uns, für die reine Verschwendung beanspruchen […], erlangen wir ein Stück unserer menschlichen Würde zurück.“ (S. 58). Von solchen Sätzen, die einfach nur mit dem Wort „Slow“ beginnen, kommen einige im Buch vor, wie z. B.: „Slow heißt deshalb auch, dass wir damit anfangen, unser eigenes Leben zu leben.“ (S. 63). Doch es geht hierbei nicht um eine Philosophie des Egoismus. Es geht schlicht darum, dass uns bei allem Ökonomischen oder allem Ehrgeiz nichts bleibt, wenn die Gesundheit dafür geopfert wird. Winfried Hille sieht die Forderung nach Langsamkeit als Ziel einer neuen Bewegung, die er mit der Öko-Bewegung vergleicht. Diese richtet sich gegen die Kombination aus Ökonomisierung und Digitalisierung. So schreibt er: „Wir müssen im digitalen Zeitalter wieder ganz neu lernen, geistig offline zu gehen.“ (S. 47). Dabei geht es gar nicht einmal um die digitale Welt an sich, sondern um die Beschleunigung, die sie bewirkt. Es geht keinesfalls um den Ausstieg, sondern darum, sich im Rahmen des Alltags und der Arbeit neue „des zu-sich-selbst-Findens“ zu entdecken. Erst wenn man die Ökonomie hinter der Beschleunigung entdeckt, findet man heraus, worum es eigentlich geht: „Die Mast der Schweine, die Eignung des Käses stehen genauso unter einem Beschleunigungsdruck wie die Kinder in der Schule oder die Entwicklungsabteilungen der Autofirmen.“ (S. 21). Interessant ist, dass bei dem Widerstand gegen diese Gestalt der Ökonomisierung kein Klassenkampf hilft, sondern nur, dass wir das für uns selbst beherzigen, was das Motto „Slow“ für jede und jeden Einzelne bedeutet. Wo die oder der Einzelne damit anfängt, ist eigentlich egal, denn eigene Schritte gegen den Zeitdruck im eigenen Leben sollten reichen. Ich finde, dass man die Lektüre mit dem Schluss des Buches anfangen sollte. Hier ist eine Liste mit konkreten Vorschlägen zur Verhaltensänderung: „Slow-Rituale für ihren Alltag.“ (S.186/187). Man nehme einfach nur die Vorschläge heraus, die uns sowieso liegen und gestalte sie bewusst. Mir würde z. B. Punkt 7 liegen: „Kommen sie zu Terminen immer ein paar Minuten zu früh. So bekommen Sie gar nicht das Gefühl, im Stress zu sein.“ (S. 187) Winfried Hille greift am Anfang nicht zufällig das Buch „Momo“ von Michael Ende auf. Dessen Philosophie gegen das „Zeitsparen“ wird im Buch „Slow“ einfach in die Tat umgesetzt, wie es in der letzten Zeit auch von Tim Bendzko gesungen wird: „Ich bin doch keine Maschine; ich bin ein Mensch aus Fleisch und Blut“. Das Buch SLOW sollte man einfach mal zwischendurch zur Hand nehmen, ganz im Sinn von Frère Roger aus Taizé, sinngemäß zitiert: „Es genügt, wenn jeder das in die Tat umsetzt, was er vom Glauben verstanden hat.“

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"Wir sind gestresst, arbeiten viel zu viel, und alles um uns herum dreht sich immer schneller. Multitasking und immerzu online sind die Gebote der Stunde. Unser Alltag gleicht der rasanten Schnittfolge eines Actionfilms...“ Da stellt sich die Frage, wann haben wir eigentlich einmal Zeit zum Luftholen, zum bewussten Innehalten? Bei der täglichen Hetze bleiben leider immer mehr Menschen auf der Strecke: Leistungsabfall, Burnout und Depression sind nur einige der Folgen. Mit SlowLiving hat der Autor Winfried Hille einen ganzheitlichen Ansatz zur Entschleunigung und Langsamkeit geschaffen, eine Fürsprache für Rückbesinnung auf das Wesentliche und die Wiedererlangung unserer menschlichen Würde. In seinem Buch berichtet der Autor von eigenen Erfahrungen und Beobachtungen und liefert vielfältige Beispiel aus der Slow-Praxis, dabei gibt er zahlreiche Impulse, wie man sein Leben mit dem „Prinzip Langsamkeit“ wieder neu ausrichten kann. Mann kann schon sagen, das Buch ist ein Plädoyer und ein Wegweiser, ein Wegweiser zu Achtsamkeit und Konzentration auf das Wesentliche. Sehr überzeugend stellt der Autor sein Konzept vor und lädt den Leser dabei zu einem bewussten und positiven Neustart ein. Dabei gibt er zahlreiche Beispiele und geht Schritt für Schritt die wesentlichen Lebensbereiche durch. Sehr schön finde ich dabei seine Herangehensweise, dabei zeigt er den jeweiligen Gewinn für den Leser in der jeweiligen Situation auf. Mich hat das Konzept des Autoren sehr überzeugt, vieles hat mich dabei nachdenklich gemacht und zum Umdenken gebracht. Meine Empfehlung für dieses Buch ist es sich Zeit zu lassen, Zeit zum Nachdenken und sich Notizen zu machen, dann wird dieses Buch zu einer wertvollen Hilfe werden.

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Slow – Die Entscheidung für ein entschleunigtes Leben. Ein Werk voller Weisheit und mit Liebe verfasst. Winfried Hille zeigt in zehn Kapiteln auf, wie man mit einfachen aber effektiven Mitteln, sein Leben wieder in Ruhe und mit Genuß, leben kann. Durch zahlreiche Übungen und Tipps wie, sich einfach nur einmal auf einen Stuhl zu setzen nichts zu tun und sich Bewusst langzuweilen, wird dem Leser aufgezeigt, wie einfach es ist, einmal Zeit zu „verschwenden“. Ergänzt wird das Buch mit Zitaten und Weisheiten, aber auch mit kurzen Geschichten, aus dem Altag des Verfassers selbst. Wobei das ein oder andere mal, auch der Humor nicht zu kurz kommt. Slow Loving, Slow Food und Slow Travel, sind dabei nur drei Beispiele des Slow Living – Konzepts. Ein Werk für alle, die aus ihrem hektischen Leben entfliehen und einfach nur mal Faul sein wollen!

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Das wünschen wir uns alle: produktiv zu sein, den Alltag gut in den Griff zu bekommen – und trotzdem noch genug Zeit zu finden, um Freundschaften zu pflegen, Sport zu treiben, Hobbys nachzugehen und sich auszuruhen. Winfried Hille will zeigen, wie es geht. Mit vielen schönen Zitaten aus Literatur und Wissenschaft zum Thema Zeit erklärt er zuerst das ambivalente Wesen der Zeit. Sie ist eben nicht nur eine wissenschaftlich festgelegte Konstante sondern auch eine psychologisch erlebbare, veränderliche Größe. Dann geht er Kapitel für Kapitel alle Lebensbereiche durch und gibt Beispiele, wie man in diesem Zusammenhang Zeit gewinnt. Praktische Übungsvorschläge runden die Themenbereiche ab. Hille geht es vor allem ums Loslassen und ums achtsame Wahrnehmen unserer Gegenwart. Die Qualität des bewusst erlebten Jetzt gibt uns erst die Möglichkeit, die Zeit zu dehnen und positiv zu erleben und zu erinnern. Wer wird sich für dieses schöne Buch Zeit nehmen? Wird der von Terminen gejagte Manager sich auf dieses Slow Book einlassen? Es ist zu hoffen. Wenn Sie jemanden kennen, der es nötig hätte, schenken Sie es ihm. Zusammen mit dem an dieser Stelle schon früher besprochenen Buches „Not Sorry“ gewinnt man wertvolle Anregungen für ein selbst bestimmtes und damit zufriedeneres Leben. Werden Sie sich Ihrer persönlichen Zeit bewusst und nutzen Sie sie für sich!

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Zeit - das ist ein Wort, welches ich in den letzten Tagen sehr oft gebraucht habe. Insbesondere im folgenden Zusammenhang: "Ich habe keine Zeit". Doch was genau heißt eigentlich "Zeit haben"? Zeit ist ein bedeutsames und gehaltvolles Wort und wird oft missverstanden. Zeit haben, sich Zeit nehmen, einfach Zeit für sich haben ... es gibt viele Aspekte, die man im Zusammenhang mit der Zeit untersuchen kann. In meinem Fall war es das "nicht Zeit haben". Ich kam mir gehetzt vor, eilte immer von einem Termin zum nächsten, mein gesamter Tag - jede Stunde, jede Minute sogar jede Sekunde! - schien für mich durchgetaktet zu sein; doch die Taktung kam noch nicht einmal immer von mir selbst! Vielmehr wurde ich oftmals von anderen verplant! Man hat mir meine Zeit in gewisser Weise geraubt. Doch was kann ich dagegen tun? Wie kann ich damit umgehen? Und wie schaffe ich es, dass ich wieder etwas mehr Zeit in mein Leben bringe und diese auch sinnvoll nutze? Das Buch von Winfried Hille hat mir einen sehr guten Ansatz gezeigt, denn zunächst einmal führt er auf, was Zeit eigentlich ist und wer oder durch was und diese oftmals geraubt wird! Denn tatsächlich haben wir jeden Tag immer dieselbe Anzahl von Stunden, Minuten und Sekunden zur Verfügung, um sie auch für uns zu und unsere Vorhaben zu nutzen. Doch genau da liegt die Krux: Zeit nutzen! Wenn wir die Zeit einfach so verstreichen lassen, dann ist es für uns "verplemperte" Zeit - nicht genutzte Zeit! Immerhin hätten wir doch "so vieles erledigen können". Und genau das ist das Problem in unserer heutigen Zeit: wir bekommen vorgelebt und teilweise sogar vordiktiert, dass wir unsere Zeit sinnvoll nutzen sollen, um diese effizient einzusetzen. Heute, im Zeitalter der digitalen Welt und der Social Media ist jeder immer überall und auch immer überall erreichbar und vernetzt. Wie schön waren doch die Zeiten ohne Handy? Ohne dieses Gefühl ständig dabei sein zu müssen und erreichbar sein zu müssen? Heute geht man nicht mehr ohne aus dem Haus. Ständig huscht der Blick zum Smartphone, man könnte ja was "verpassen". Dabei findet das Leben genau JETZT statt und zwar vor mir oder in mir und nicht nur in meinem Handy oder im Internet. Winfried Hille zeigt uns Mittel und Wege, wie wir es schaffen, unsere Zeit auch tatsächlich für das zu nutzen un, für das es auch tatsächlich gebraucht wird: für uns selbst! Einmal Zeit für mich bitte! Einmal mit mir selbst allein sein, mit mir selbst warten und die Zeit tatsächlich mal einfach mit Nichtstun verbringen, mir mal selbst wieder klar werden, was wirklich zählt: nämlich ich selbst! Dolce Far Niente ! Das süße Nichtstun! Nur, weil ich meine Zeit nicht damit verbringe, mehrere Dinge auf einmal zu tun und - während ich diese tue - bereits an zehn weitere Dinge zu denken, die ich jetzt noch tun könnte oder gleich tun werde, also alles durchplane, heißt es nicht, dass diese Zeit vertan ist! Im Gegenteil, komme zurück ins Hier und Jetzt, erlebe den Moment, genieße ihn und lausche darauf, was du jetzt brauchst. Vielleicht möchtest du mal nicht immer für alle und jeden erreichbar sein, vielleicht möchtest du einfach mal für dich selbst sein. Alles ausschalten, keinem Radio oder Fernseher lauschen, keine Nachrichten lesen oder schreiben und einfach nur mal alles weglegen. Vielleicht auch kein Buch lesen, sondern nur im Moment verweilen, auf der Couch liegen und das wars. Denn auch diese Zeit ist eine gute Zeit und niemals vertan, denn in eben dieser Zeit hast du dich wieder auf das besonnen, was für dich wichtig ist und das bist DU! Mich hat dieses Buch nicht nur zum Nachdenken angeregt, sondern auch zum Innehalten und horchen. Ja, auch ich habe während den ersten Seiten meine Gedanken schweifen lassen. Meist kamen solche Gedanken wie "Ich muss noch" oder "daran muss ich denken" ... und irgendwann hat mich dann der Text wirklich gefasst und ich habe ihn erfasst und tatsächlich wahrgenommen und auch umgesetzt. Ich habe nicht weniger Zeit als an anderen Tagen, die Zeitspanne ist immer dieselbe, es kommt nur darauf an, wie ich sie wahrnehme. Auch eine Wartezeit inmitten einer Menschenschlange an der Kasse kann ich nutzen und einfach mal mich selbst warten, anstatt mich aufzuregen und mich stressen zu lassen. Mit vielen kleinen Geschichten und "Slow-Stopps" zeigt Winfried Hille auf, wie sehr wir doch schon an dieses beschleunigte Leben angeschlossen sind und dass es nicht viel kostet, uns aus eben diesem wieder zu befreien. Es kostet meist nur einen Knopfdruck, einfach alle Geräte auszuschalten und sich mal nicht von allem unter (Zeit-)Druck setzen zu lassen, sondern nur ich selbst zu sein. Ihr seht also, wir alle können unsere Zeit nutzen und einteilen, wie wir es möchten. Wir alle haben die Kraft dazu! Und vielleicht habe ich euch mit meinem Text auch zum Nachdenken und Neustrukturieren angeregt ... und vielleicht legt auch ihr jetzt einfach das Handy weg, macht den Fernseher aus und das Radio auch und legt euch genüsslich auf die Couch, genießt eure Tasse Kaffee und tut einfach mal ... nichts. Im Übrigen: sicherlich habt ihr auch gemerkt, dass es in diesem Text ebenfalls um die Achtsamkeit geht! Das Thema beschäftigt mich nach wie vor und ist überall zu finden ;) Und ja, jetzt werde ich mich auch mit meiner Tasse Kaffee zurückziehen!

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