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Leserstimmen (24)

Jeremy Massey: Die letzten vier Tage des Paddy Buckley

Die letzten vier Tage des Paddy Buckley Blick ins Buch

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€ 14,99 [D] inkl. MwSt.
€ 15,50 [A] | CHF 21,50*
(* empf. VK-Preis)

Paperback, Klappenbroschur ISBN: 978-3-570-58555-9

Erschienen:  19.09.2016
Dieser Titel ist lieferbar.

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Wenn der Bestatter selbst bald ins Gras beißen könnte.

Von: Alex' Bücherschnack Datum : 02.05.2018

https://www.youtube.com/channel/UC839XEQczSv3ohEgnlKkL8Q

Die letzten vier Tage des Paddy Buckley folgt dem Bestatter Paddy, der auf Grund zweier Verkettungen unglücklicher Umstände jetzt in Gefahr ist und womöglich bald selbst bestattet werden muss.

Die Prämisse des Buches klang großartig, weshalb ich es beim Verlag als Rezensionsexemplar anfragte und auch bekam, allerdings hörte es damit für mich mit großartigen Dingen in Bezug auf dieses Buch schon auf.
Zu einen ist da die Tatsache, dass sich Paddy für jemanden, der "Bestatter mit Leib und Seele" ist, ziemlich unprofessionell verhält, was sich dann auch böse an ihm "rächt". Das macht die Figur, für mich, einfach komplett unglaubwürdig.
Zu anderen war da das bleibende Gefühl, dass das Buch einfach zu viel wollte:
-> Sowohl der Handlungsstrang mit der toten Witwe als auch der überfahrene Gangsterbruder hätten alleine ausgereicht.
-> Der Humor hat leider auf mich gar nicht gewirkt und kam flach und gezwungen daher.
-> Am seltsamsten war dann noch der Anklang von magischem Realismus, den das Buch zwischenzeitlich zu Tage bringt und der für mich einfach das Bisschen zu viel war, welches dafür sorgte, dass ich versucht war das Buch abzubrechen.
Mein Fazit: Nicht meins.

An dieser Stelle nochmal herzlichen Dank an den carl's books Verlag, der mir das Buch im Austausch gegen meine ehrliche Meinung zur Verfügung gestellt hat.

- der Tod und sein Hirte -

Von: LACK OF LIES Datum : 08.02.2018

www.lackoflies.com

Die letzten vier Tage des Paddy Buckley von Jeremy Massey

- der Tod und sein Hirte -

Paddy Buckley, seines Zeichens Bestatter und Angestellter des Bestattungsinstituts Gallagher, hat es geschafft. Endgültig. Eingeäschert und bestattet befindet er sich an einem Ort des wunderbaren Friedens und Verstehens. Von diesem Ort der Stille aus erhält der Leser Einblick in „Die letzten vier Tage des Paddy Buckley“. Paddy höchst selbst berichtet von der Zeit, als seine ganz persönliche Apokalypse über ihn hineinbrach und wie es zu all dem Unheil kam. Er sinniert über seine Arbeit als Bestatter, seinen verständnisvollen Chef Frank Gallagher und seine weiteren Arbeitskollegen. Darunter auch Eamonn Gallagher, den Sohn des Chefs, dem er einst aus einer misslichen Lage half und der ihm auf ewig zu Dank verpflichtet ist. So wie auch Christy, mit dem er sich ebenfalls sehr gut versteht. Zwei Jahre zuvor, als Paddys schwangere Frau Eva an einem Aneurysma stirbt, bricht für Paddy eine Welt zusammen. Völlig verzweifelt und desillusioniert arbeitet er von nun an sieben Tage die Woche und kann nach zwei Jahren der unentwegten Selbstkasteiung letztendlich gar nicht mehr schlafen. Das Schicksal nimmt seinen Lauf, als er die Bestattung für Miss Lucy Wrights verstorbenen Ehemann Michael organisieren soll. Das Vorbereitungsgespräch, sowie die Trauerbewältigung der frisch gebackenen Witwe laufen nämlich etwas anders ab, als es für gewöhnlich üblich wäre und so hat Paddy alsbald einen weiteren Leichnam zu bestatten. Als er sich dann zu allem Unglück auch noch in Brigid, die Tochter von Michael und Lucy Wright verliebt, stolpert Paddy von einer misslichen Lage in die nächste. Mitten hinein in sein eigenes, nicht ganz unverschuldetes Verderben.

Die Ereignisse überschlagen sich endgültig, als Paddy in seinem Toyota Camry eines Abends völlig gedankenverloren und ohne Licht von der Arbeit nach Hause fährt. Er nimmt den Bruder des gefährlichsten Verbrechers ganz Irlands auf die Haube und tötet ihn. Als ihm das schreckensbleich bewusst wird, verlässt Paddy von Panik ergriffen fluchtartig den Unfallort. Von hier an rutscht der eigentlich doch grundehrliche und sympathische Paddy immer weiter hinab in seinen ganz persönlichen, dunkelschwarzen Abgrund und beginnt einen riesengroßen Haufen Scheiße anzurühren. Er verstrickt sich immer mehr in Lügen und kommt aus seinem eigens erschaffenen Dilemma nicht mehr heraus. Paddy hat aber auch außerkörperliche Erfahrungen, die ihn den Dingen recht entspannt entgegenschauen lässt. So gelingt es ihm, das jeweilige Geschehen aus einer gewissen Distanz zu beobachten und in gewisser Weise für diesen Moment unangreifbar zu sein. Mit einer unfassbaren Ruhe und Arglosigkeit zieht Paddy weiter durchs Leben und harrt der Dinge die da kommen. Als er letztlich jedoch nicht mehr Herr der Lage wird, ist er auf die Hilfe seiner Arbeitskollegen angewiesen, die er eigentlich aus dem ganzen Schlamassel raushalten wollte. Er lädt große Schuld auf seine Schultern und führt den Tod aus dem er selbst Profit schlägt quasi immer an der Hand. Und dann kommt es im Bestattungsinstitut zu einem mächtigen Showdown mit weiteren Toten und Verletzten.

Der, in der Ich-Form verfasste Plot „Die letzten vier Tage des Paddy Buckley“ spielt im Oktober des Jahres 2014 in Dublin. Es ist der erste Roman des irischen Roman- und Drehbuchautors Jeremy Massey, der mit seiner Frau und seinen drei Kindern mittlerweile in Australien lebt. Er selbst hat jahrelang im familieneigenen Bestattungsunternehmen gearbeitet und ist somit vom Fach. Massey hat für sein Debüt einen eher zeitlosen Erzählstil gewählt. Das herbstliche Wetter, seine Tristesse und Melancholie spiegeln sich in dessen Texten wieder, werden vom Autor aber durch gekonnt eingeschobene besondere Momente und hoffnungsschwangere Lichtblicke erhellt. So trist und skurril sich die Erzählung auch aufnimmt, so warmherzig, lebendig und humorvoll wird sie auch vorgetragen. Trotz dem, dass der Plot immer bizarrere Formen annimmt, bleibt er stets realistisch. Er nimmt sich dabei aber schon fast ein wenig zu makaber aus, als dass er noch als lustig durchgehen könnte. Jeremys‘ Humor ist definitiv von rabenschwarzer Natur. Der Plot hat jedoch auch etwas poetisches, etwas nachdenkliches, dass einen innehalten und seinen Gedanken nachhängen lässt. Massey bringt mit „Die letzten vier Tage des Paddy Buckley“ ein sehr empathisches und intelligentes Werk zum Ausdruck, das von einem schaurigen, leicht psychotischen, bisweilen gar ekelerregenden Unterton, unterschwelliger Spannung, einer bedrohlichen Dramaturgie und den sympathisch gezeichneten, lebensnahen Charakteren geleitet wird. „Die letzten vier Tage des Paddy Buckley“ ist erfrischend anders und doch wohlbekannt und hier und da mit makabren bis morbiden Nuancen gewürzt, die den Leser das eine Mal schmunzeln, das andere Mal erschaudern lässt.

Meine Wertung: 86/100

Link zur Buchseite des Verlags:
https://www.randomhouse.de/Paperback/Die-letzten-vier-Tage-des-Paddy-Buckley/Jeremy-Massey/carls-books/e481133.rhd

DEUTSCHE ERSTAUSGABE
Aus dem Englischen von Herbert Fell
Originaltitel: The Last Four Days of Paddy Buckley
Originalverlag: Riverhead, New York 2015
Paperback, Klappenbroschur, 272 Seiten, 13,5 x 21,5 cm
ISBN: 978-3-570-58555-9
€ 14,99 [D] | € 15,50 [A] | CHF 20,50* (* empfohlener Verkaufspreis)
Verlag: carl's books
Erschienen: 19.09.2016

More Hard Stuff @ www.lackoflies.com

Am Anfang viel Humor, konnte mich aber nicht ganz überzeugen

Von: Sonia von Buecher_Bewertungen1 Datum : 11.08.2017

buecherbewertungen1.blogspot.de

Zusammenfassung
Paddy Buckley ist mit Leib und Seele Bestatter. Als eine attraktive Witwe seine Zuwendung braucht, gibt er sie ihr – doch sie stirbt auf dem Höhepunkt seines körperlichen Trostes. Geschockt von diesem Erlebnis, überfährt er auf dem Heimweg einen Fußgänger. Der Tote ist der Bruder des gefährlichsten Gangsters von ganz Irland, Vincent Cullen. Jetzt hat er eine tote Witwe und einen toten Gangster am Hals, für die er obendrein auch noch die Beerdigung auszurichten hat! Er muss also höllisch aufpassen, sich nicht zu verraten. Denn Cullen hat geschworen, den Tod seines Bruders zu rächen. Eine rasante Verfolgungsjagd durch Dublin beginnt. Zum Glück ist Paddy einfallsreich und kann sich auf seine Freunde verlassen … Ein höchst amüsantes Betrugsmanöver und ein ausgebufftes Verwechslungsspiel um einen Leichnam vollenden diesen köstlichen, makabren und warmherzigen Roman.

Cover
Das Cover ist recht einfach gehalten, jedoch sagt es mit seinen zwei Farben schon viel aus:
man sieht einen Sarg, der im Buch eine wesentliche Rolle spielt.

Sonias Meinung
Da sich der Klappentext sehr amüsant angehört hat, wollte ich das Buch gerne lesen und war auch sehr gespannt auf die Geschichte.
Die Story nimmt ziemlich schnell Fahrt auf und der Bestatter Paddy Buckley steckt in ziemlichen Schwierigkeiten; anstatt mit der Ehefrau eines eben verstorbenen Mannes die Beerdigung zu besprechen landet er mit dieser im Bett - wo sie plötzlich tot zusammenbricht.
Um das ganze noch etwas lustiger zu machen, steht plötzlich die überaus attraktive Tochter vor der Türe - der Paddy Buchley nun den Tod beider Elternteile vermitteln muss.
Und weil das noch nicht genug Pech für den armen Protagonisten ist, trägt er wenige Tage später schuld am Tod eines gefährlichen Gangsters - und prompt wird prompt mit dessen Beerdigung beauftragt.

Man merkt schnell, wie viel Humor in der Geschichte steckt und man kann über die für Paddy Buckley sehr ungemütlichen Schicksalsschläge ziemlich lachen; von Anfang an ist schließlich klar, wie es für ihn enden wird.
Dennoch ist es sehr lustig zu lesen, wie der Protagonist versucht, sich zu retten.
Nachdem aber vor allem am Anfang der Geschichte viel passiert ist, hat mich das spätere Geschehen etwas gelangweilt; es kam einfach nichts Neues mehr und der Witz war irgendwann verschwunden. Auch die kleine Liebesgeschichte konnte mich nicht ganz überzeugen.

Wofür ich den Autor aber loben muss, ist der Schreibstil. Da Jeremy Massey sowohl im Bestattungsgeschäft als auch als Drehbuchautor tätig war, konnte er einerseits viel Hintergrundwissen zu den Beerdigungen einbringen, wodurch die Rolle des Paddy Buckley sehr realistisch war, anderseits hat er es mit dem Fachwissen nicht übertrieben, sondern eine gute Mischung gefunden.

Mein Fazit: nach dem schönen Anfang mit viel Witz verliert die Geschichte im Mittelteil an Tempo und die Handlung konnte mich später auch nicht mehr ganz überzeugen.
Ich vergebe 2,5 Sterne.

Die letzten vier Tage des Paddy Buckley

Von: Merendina Datum : 12.07.2017

www.merendinabloggt.wordpress.com

Dieser Roman ist nichts für schwache Nerven, nichtsdestotrotz bin ich total begeistert von diesem Buch und ich konnte es kaum mehr aus den Händen legen, so spannend und fesselnd ist es.

Schon der Klappentext klingt sehr interessant und auch das Buchcover ist besonders und auffallend. Es ist ganz in schwarz-weiß gehalten und man kann darauf einen Sarg erkennen.

So passt das Cover perfekt zum Inhalt des Buches. Der Roman ist das Erstlingswerk des Iren Jeremy Massey, der aus einer Bestatterfamilie stammt und auch selbst in diesem Beruf gearbeitet hat. Das merkt man in diesem Roman auch, denn man bekommt einen oft sehr detailreichen Einblick in diese Berufssparte, was nichts für schwache Nerven ist…

Paddy Buckley, der Protagonist dieses Buches, ist Bestatter und ein wahnsinniger Pechvogel. Denn was ihm innerhalb von nur vier Tagen geschieht, ist einfach unfassbar. Als er eines Tages wieder einmal in das Haus einer Witwe gerufen wird, um mit ihr die Details der Beerdigung ihres Mannes zu besprechen, endet dieses Gespräch mit einem amourösen Abenteuer, während dem die Witwe stirbt. Paddy versucht dieses „Problem“ zu vertuschen, was ihm auch anscheinend gelingt, doch nur kurze Zeit später fährt er auf dem Heimweg versehentlich einen Mann um, der dabei verstirbt. Und bei diesem Mann handelt es sich auch noch um einen berühmt-berüchtigten Gangster aus Dublin. Nun hat Paddy noch mehr zu vertuschen. Aber ob ihm dies gelingt? Wird ihm der Bruder des getöteten Gangsters auf die Spur kommen? Mehr wird an dieser Stelle aber nicht verraten…

Der Schreibstil des Autors ist sehr gut, Spannung wird gleich zu Beginn des Buches aufgebaut. Der Roman liest sich flüssig und zieht einen sofort in den Bann. Ich hatte das Buch in zwei Tagen ausgelesen, da ich es kaum mehr aus den Händen legen konnte. Sehr gut fand ich, dass die einzelnen Kapitel jeweils mit Datum und Uhrzeit versehen waren. So findet man sich bestens im Buch zurecht. Auch die Personen wurden sehr gut und ausführlich beschrieben. Mit Paddy, der Hauptfigur hat man Mitleid, auch wenn wegen ihm zwei Menschen ums Leben kommen, wenn auch unter sehr seltsamen Umständen. Und vor allem beim ersten Fall kann Paddy ja eigentlich nichts dafür. Er ist einfach ein sehr großer Pechvogel.

Mir hat das Buch sehr gut gefallen, aber wie bereits gesagt, ist es nichts für schwache Nerven. So werden beispielsweise die Aufgaben eines Bestatters detailreich beschrieben. Das möchte wahrscheinlich nicht jeder lesen.

Der Roman ist manchmal skurril und die Geschehnisse sind einfach unglaublich, aber gerade das macht das Buch so lesenswert und absolut kurzweilig. Deswegen vergebe ich volle Punktzahl: fünf Sternchen. Ich bin schon auf weitere Werke dieses Autors gespannt und hoffe, dass es nicht bei dem Erstlingswerk bleiben wird.

Bestatter, Särge und irischer Humor !!!

Von: Literaturwerkstatt-kreativ / Blog Datum : 23.04.2017

www.literaturwerkstattkreativblog.wordpress.com

„Literaturwerkstatt- kreativ“ rezensiert
„Die letzten vier Tage des Paddy Buckley“ von Jeremy Massey

In dem Buch geht es um den Protagonisten Paddy Buckley. Seine Frau Eva ist vor zwei Jahren plötzlich verstorben, seit dem leidet er unter chronischen Schlafstörungen und arbeitet nun jeden Tag. Er arbeitet beim renommierten Bestattungsunternehmen von Frank Gallagher in Dublin. Schon Paddy`s toter Vater hat dort gearbeitet und seinem Sohn sämtliche Finesse des Handwerks beigebracht. Paddy ist ein absolut professioneller Bestatter bis zu dem Tag an dem er die Witwe Lucy Wright kennenlernt. Sie hat gerade ihren Ehemann verloren und Paddy soll die Beerdigung organisieren. Die Witwe aber wünscht eine ganz besondere Zuwendung von Paddy und dieser wird schwach. Fatal ist nur, dass die Witwe genau beim Höhepunkt stirbt. Paddy`s große Befürchtung ist nun, das bei der Obduktion heraus kommt, dass sie kurz vor ihrem Ende noch Sex hatte, Sex mit ihm.
Paddy versucht nun mit allen Mitteln die Situation zu retten. Dabei kommt es aber zu einer Kette von unglücklichen Ereignissen, sodass er nachts total erschöpft hinter dem Steuer seines Wagens sitzt und durch eine Unaufmerksamkeit einen Fußgänger überfährt. Dieser Toter ist aber ausgerechnet Donald Cullen, dessen Bruder der gefährliche Vincent Cullen ist, der große Boss der Dubliner Unterwelt, vor dem jeder zittert. Von schierer Panik begeht Paddy nun Fahrerflucht. In der Hoffnung von keinem gesehen worden zu sein, geht er wie gewöhnlich am nächsten Morgen zur Arbeit. Aber ausgerechnet das Gallagher – Beerdigungsinstitut bekommt den Auftrag Donald Cullen zu beerdigen. Und als fähigster Mitarbeiter – sozusagen als bestes Pferd im Stall – muss natürlich Paddy zu Vincent Cullen fahren und die Beerdigung mit ihm besprechen. Paddy weiß, dass er keinen Fehler machen darf, denn Vincent Cullen wird den Tod seines Bruders rächen wollen.

Fazit:
Das schwarz- weiße Cover mit der großen schwarzen Sargoptik in der Mitte, hatte so eine Sogwirkung auf mich, dass ich den Klappentext auf jeden Fall lesen musste. Und danach war alles klar; Paddy Buckley wollte ich näher kennenlernen. Und ich wurde nicht enttäuscht. Jeremy Massey ist ein herrlicher Debütroman im Stile eines irischen Geschichtenerzählers gelungen.
Der Autor hat einen sehr schönen, einfühlsamen und ruhigen Schreibstil, dadurch konnte ich mir Paddy Buckly in den verschiedensten Szenen sehr gut vorstellen. Die einzelnen Kapitel des Romans fallen recht kurz aus, der Autor schafft es jedoch immer schnell auf den Punkt zu kommen, ohne in lange Gedankengänge abzuschweifen. Der irisch schwarze Humor, – einfach wunderbar. Ich habe oft herzhaft lachen müssen.
Und ich musste beim Lesen auch oft an „Murphys Gesetz“ denken:
„Anything that can go wrong will go wrong.“

Mir hat das Buch ausgesprochen gut gefallen und ich kann es jedem ans Herz legen der Bestatter, Särge, irischen Humor und skurrile Protagonisten mag !!!

Ein Buch mit sehr viel Humor

Von: Books.are.home Datum : 23.03.2017

booksarehomee.blogspot.co.at/

Meine Meinung:
Zuerst einmal möchte ich mich beim Bloggerportal und bei carl´s books für dieses Rezensionsexemplar bedanken.

In dem Buch geht es um den Bestatter Paddy Buckley. Seine Frau ist vor paar Jahren gestorben und so weiß er auch oft wie sich manche Kunden von ihnen fühlen, die selbst gerade jemanden verloren haben. Er ist fast immer total professionell, doch trotzdem wird er bei Lucy, welche vor kurzem ihren Ehemann verloren hat, ganz schwach. Dabei passiert etwas, was nicht hätte passieren dürfen. Doch es kommt schlimmer, denn nicht nur ihr Ehemann ist tot sondern auch sie. Und das ganze nur wegen Paddy. Nicht nur das, denn ihm passieren weitere Missgeschicke und so viel Pech wie Paddy hat, hat selten jemand. Denn man hat das Gefühl, dass das Pech ihn wirklich auf Schritt und Tritt verfolgt.
Als Leser unterhalten einen, diese ganzen Missgeschicke. Auch wenn zum Beispiel Mord keine lustige Angelegenheit ist, muss man oft schmunzeln, weil wirklich alles mit sehr viel Humor beschrieben wird.

Paddy ist ein unglaublich toller Protagonist. Er passt einfach perfekt zum Buch. Er ist sehr gerissen und nimmt es sogar mit dem gefährlichsten Gangster der Stadt auf.

Das Buch ist sehr flüssig geschrieben und man kommt sehr schnell voran, wenn man das Buch gut findet.

Fazit:
Mir hat das Buch eigentlich recht gut gefallen. Trotzdem glaube ich, dass das Buch nicht für jeden was ist, weil man einfach denselben Humor (oder zumindest einen sehr ähnlichen) haben muss wie der Autor, sonst wird einem das Buch nicht gefallen. Anonsten kann ich jedem mit viel Humor, dieses Buch wirklich ans Herz legen.

Irischer Humor mit kleinen Schwachstellen

Von: catching.wordsss Datum : 21.03.2017

catching-wordsss.blogspot.de/

Allgemeines

Titel: Die letzten vier Tage des Paddy Buckley
Autor: Jeremy Massey
Verlag: carl's books
ISBN: 978-3-570-58555-9
Seiten: 265
Preis: 14,99€

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Klappentext

"Paddy Buckley ist Bestatter - und zwar mit Leib und Seele. Als eine attraktive Witwe intensive Zuwendung braucht, gibt er sie ihr. Doch er hätte nicht damit gerechnet, dass sie seinen körperlichen Trost nicht überlebt. Zu allem Überfluss läuft ihm auf dem Heimweg noch ein Mann ins Auto - es ist der Bruder des gefährlichsten Gangsters von Dublin, und auch er ist auf der Stelle tot. Es wird eng für Paddy, denn nun hat er eine tote Witwe und einen toten Gangster am Hals - deren Beerdigungen er auch noch ausrichten muss ..."

Cover

Das Cover fand ich wirklich schön. Man kann an den Formen schon einen Sarg erkennen, der ja automatisch zum Beruf eines Bestatters gehört und sich damit direkt mit Paddy Buckley verbindet. Es ist schlicht in schwarz-weiß gehalten, was ich sehr ansprechend fand.

Schreibstil

Den Schreibstil fand ich etwas gewöhnungsbedürftig.
An manchen Stellen wirkte es sehr langgezogen und auch fand manchmal im Kapitel selber ein Perspektivenwechsel statt, was ziemlich verwirrt hat. Manchen Stellen haben mich an die Pflichtlektüren in der Schule erinnert. Langatmig, durch eine sehr detaillierte Beschreibung.

Charaktere

Paddy Buckley war auf jeden Fall ein sympathischer und humorvoller Protagonist.
Aber Massey hat es durch diesen irischen/britischen/schwarzen Humor geschafft, dass man sogar die Gangster von Dublin, die nun eher ziemlich gefährlich sein sollten, sympathisch wirken zu lassen.

Meinung

Es war ein netten Buch für zwischendurch.
An einigen Stellen lies es sich aber schwer lesen. Einige Passagen waren mir einfach zu langatmig beschrieben, mit Details, die für die Story nicht relevant waren.

Den Anfang fand ich ziemlich verstörend. Der Vorfall mit der trauernden Witwe hat mich zwar etwas schockiert, aber der humorvolle Schreibstil hat die Situation so absurd gemacht, dass man nur dabei lachen konnte.

Dieser schwarze Humor hat sich wie ein roter Faden durch den Roman gezogen. Paddy scheint nur so von einer Panne in die nächste zu rutschen und doch gelingt es ihm immer wieder auf geschickte Art und Weise den brenzligen Situationen zu entkommen.
Er macht gute Mine zum bösen Spiel, selbst als er die Beerdigung der Menschen ausgestaltet, für deren Tod er selber verantwortlich ist.

Da die Kapitel immer mal zwischen den Perspektiven der verschiedenen Personen wechseln, bekommt man zu jedem einen kurzen Einblick. Allerdings sind die Charaktere trotzdem nur oberflächlich erzählt. Es fehlt ihnen etwas an Tiefe.

Die Story hat durchweg eine gewissen Grundspannung, die sich jedoch nie besonders stark aufbaut, sondern immer unterschwellig 'mitschwimmt', was das Ganze auf der einen Seite interessant wirken lässt, auf der anderen wirkt es auch wieder etwas langweilig. Selbst als der Höhepunkt gekommen ist, fliegt er nur so vorbei und starke Spannung wollte nicht aufkommen.

Besonders hat mir aber die Verbindung zwischen den Freunden gefallen, die tatsächlich die ganze Zeit füreinander da waren, selbst wenn es darum ging, einen berüchtigten Gangster auszutricksen.

Fazit

Ein nettes Buch mit teilweise spannenden Passagen.
Seinen besonderen Charme bekommt es allerdings erst durch den Erzählstil, der besonders vom irischen Humor geprägt ist und die eigentlich tragische Geschichte ziemlich absurd erscheinen lässt.
Nur leider an manchen Stellen zu flach erzählt.

★ ★ ★ / ★ ★ ★ ★ ★

Vielen Dank an das Bloggerportal, für die Zusendung des Rezensionsexemplares.

Über einen Bestatter, dem der Tod auf die Pelle rückt

Von: Inas Bücherkiste Datum : 21.01.2017

inasbuecherkiste.blogspot.de

Paddy Buckley arbeitet seit einer Ewigkeit in Dublin als Bestatter für Frank Gallagher. Schon sein Vater war dort als Tischler beschäftigt und hat sich bis zu seinem Tod um die Särge gekümmert. Als Kind ging Paddy deshalb bei Gallagher ein und aus. Ihm ist fast nichts mehr fremd, und er hat mehr Tote gesehen, als er zählen kann. Doch Jeremy Massey schüttelt in seinem ersten Roman Die letzten vier Tage des Paddy Buckley das Leben des Mannes so gründlich durch, dass innerhalb weniger Tage nichts mehr so ist, wie es einmal war.

Paddy Buckley ist gern Bestatter und hat seinen Job all die Jahre gewissenhaft und empathisch erledigt. Der Tod ist sein Geschäft, aber vor einigen Jahren ist er ihm zu nahe gekommen: Seine schwangere Frau Eva starb an einem Hirnschlag, während sie im Supermarkt an der Kasse anstand. Den Schock hat er nur schwer verarbeitet, aber er lebt sein Leben weiter.
Am 13. Oktober 2014 um 9.40 Uhr fängt Paddys Leben jedoch an, zu Staub zu zerfallen. Das Verrückte daran: Es ist, als würde er sich selbst beim Rasen in einem Sportwagen beobachten, immer in der Gewissheit, dass die nächste Mauer das Letzte ist, was er lebend sehen würde. Aber nichts kann diesen rasenden Sportwagen aufhalten.
Es beginnt damit, dass Paddy von Gallagher zu einer Witwe geschickt wird, deren Mann vor wenigen Stunden gestorben ist. Die beiden besprechen die Details der Bestattung und kommen sich dabei deutlich näher, als es üblich ist. Ganz offensichtlich findet die Witwe Trost in der sehr intimen Zweisamkeit. Doch als die beiden zum Höhepunkt kommen, bricht die Frau tot auf Paddy zusammen. Was eigentlich eine Katastrophe ist, soll schon in der darauffolgenden Nacht zum kleinsten Problem des Bestatters werden.

Schon in der folgenden Nacht, in der er einen Toten aus dem örtlichen Altenheim für Arme holen soll und dann auch noch in strömendem Regen einen Reifen wechseln muss, geht das Desaster weiter. Er ist in seinem Privatwagen todmüde auf dem Weg nach Hause, als sich drei Dinge praktisch gleichzeitig ereignen: Paddy bemerkt, dass er ohne Licht fährt, nestelt an seinem Autoradio herum und sieht, dass eine Gestalt, die sich gegen den Regen eine Zeitung über den Kopf hält, kurz vor ihm über die Straße geht. Viel zu kurz vor ihm. Sekundenbruchteile später prallt ein Mensch mit Paddys Wagen zusammen, fliegt meterhoch durch die Luft und bleibt tot liegen. Paddy ist unter normalen Umständen ein moralisch ziemlich aufrechter Mensch, aber nach einem Blick in die Brieftasche des Fremden wirft der Bestatter alle ethischen Grundsätze über Bord und entschließt sich zur Fahrerflucht: Er hat den Bruder des gefährlichsten Gangsters von Dublin getötet. Ehrlichkeit wäre jetzt das sichere Todesurteil. Doch es kommt noch dicker: Der völlig verängstigte Paddy wird von seinem ahnungslosen Chef damit beauftragt, sich um die Bestattung dieses Toten zu kümmern. Seine Gefühle beim ersten Besuch des trauernden Gangsterbosses sind so ähnlich, als würde man seinen Kopf in das weit geöffnete Maul eines hungrigen Löwen stecken.

Jeremy Massey gelingt es, seine Story so aufzubauen, dass auch die absurdesten Szenen absolut nachvollziehbar sind und gar nicht so unwahrscheinlich wirken, wie es der Plot nahelegt. Seine plastische Sprache lässt den Leser wie einen stummen Zuschauer neben Paddy stehen und ihn dabei beobachten, wie sich die Abwärtsspirale immer schneller dreht. Die letzten vier Tage des Paddy Buckley ist ein Roman, der trotz des Grusels eine heitere und hoffnungsvolle Seite hat. Und die Hoffnung stirbt ja bekanntlich zuletzt.

Ein bisschen makaber, sooo lustig

Von: get lucky Datum : 11.01.2017

friendly-hearts.blogspot.de/

Richtig lieb gewonnen habe ich in den letzten Tagen auch Paddy Buckley - zergeht der goldige Name nicht einfach auf der Zunge ?!!
Wie der Titel schon sagt, bleiben Paddy Buckley nur vier letzte Tage, puhhh!
Das Schicksal meint es nicht gut mit dem so sympathischen Bestatter Paddy. Einer attraktiven Witwe lässt er bei weitem mehr Zuneigung zukommen, als im Job je vorgesehen, doch zu allem Überfluss stirbt sie auf dem Höhepunkt seines körperlichen(!) Trostes. Noch geschockt von diesem Geschehen überfährt er auf seinem Nachhauseweg einen Fußgänger, wie sich herausstellt handelt es sich um den Bruder des gefährlichsten Gangsters von ganz Irland.
Nach seiner Fahrerflucht hat Paddy alle Hände voll zu tun, denn obendrein hat er für diese beiden noch die Beerdigung zu organisieren und auszurichten.
Die "letzten vier Tage" beginnen, die Verfolgungsjagd beginnt, zum Glück hat Paddy Freunde und eine gute Portion Einfallsreichtum.

Ja, so ganz ohne ist das Thema nicht,
ein bisschen makaber, (seht ihr ja schon an der "sarg-erinnernden" Aufmachung des Covers),
sehr spannend, sooo lustig, sehr unterhaltsam und wirklich fesselnd, so dass ich es wirklich fast in einem Rutsch durchgelesen habe.
Irischer Humor, Schauplatz Dublin und ein so liebenswürdiger Täter, dem ich persönlich gar nicht böse sein konnte, und für den ich ständig mitgefiebert habe.

Ob er´s geschafft hat???? Das will an dieser Stelle nicht verraten sein,da müsst ihr selber lesen!

Krimi aus einer ganz anderen Perspektive

Von: die Selbermacherin Datum : 06.01.2017

selbermacherin.blogspot.de

Paddy Buckley's Leben gerät völlig aus den Fugen. War sein Leben als Bestatter doch immer so geruhsam, auch wenn er sich seit dem Tod seiner Frau nur noch in die Arbeit stürzt. Alles ändert sich als Paddy gegen seine eigene Überzeugung handelt. Eine frischgebackene Witwe wünscht sich besondere Zuwendung und Paddy wird schwach. Dumm nur, dass eben diese Witwe beim Höhepunkt das Zeitliche segnet. Als wäre das noch nicht genug überfährt Paddy auch noch den Bruder des gefürchtetsten Gangsterboss von ganz Dublin. Nun wird es wirklich knapp für Paddy...!

"Die letzten 4 Tage des Paddy Buckles"habe ich in einem Rutsch durchgelesen. Es ist aber auch wirklich unterhaltsam und spannend geschrieben. Immer wieder musst ich mir ein lautes Lachen verkneifen, aber ich lese ja gerne abends/nachts und da wollte ich niemand wecken.
Paddy lenkt sich seit dem Tod seiner Frau mit Arbeit ab. Er ist immer erreichbar und übernimmt alle Jobs die in seinem Beerdigungsinstitut so anfallen.Dabei ist er immer sehr professionell. Tja hätte er das doch nur beibehalten...!
Andererseits wär ja dann nix aus diesem Roman geworden.
Das Buch liest sich flüssig uns stimmig.
Die Spannung steigt kontinuierlich und lässt einen die Zeit vergessen.
Nur eines hat mir persönlich nicht so gefallen. Zum Ende wurde es teilweise doch ganz schön brutal. Nicht übermäßig oder zur Geschichte unrealistisch, aber für mich zartes Pflänzchen war es schon ein bisschen viel.
Aber die Idee und die sonstige Ausführung der Geschichte fand ich echt klasse!

Die letzten vier Tage des Paddy Buckley

Von: lea-books Datum : 14.12.2016

lea-books.blogspot.de

Inhalt:

Das Buch handelt von einem Bestatter, dessen Frau verstorben ist. Mit dem Gedanken sich nie wieder verlieben zu können, trifft er auf Lucy, die kurz darauf allerdings durch ein Herz versagen stirbt. Noch dazu kommt, das Paddy den Bruder des gefährlichsten Gangsters Dublins überfahren hatte und seit dem auf der Flucht ist...

Lustig und makaber

Von: Nicole Just Datum : 13.12.2016

nahrungsfuersgehirn.blogspot.de/

Hallöchen und einen schönen Abend wünsche ich euch,
heute habe ich euch ein ganz wunderbares Buch für euch. Es kommt aus dem Carl's Books Verlag und mich konnte es vollkommen für sich einnehmen. :)
Inhalt:

Paddy Buckley ist mit Leib und Seele Bestatter. Als eine attraktive Witwe seine Zuwendung braucht, gibt er sie ihr – doch sie stirbt auf dem Höhepunkt seines körperlichen Trostes. Geschockt von diesem Erlebnis, überfährt er auf dem Heimweg einen Fußgänger. Der Tote ist der Bruder des gefährlichsten Gangsters von ganz Irland, Vincent Cullen. Jetzt hat er eine tote Witwe und einen toten Gangster am Hals, für die er obendrein auch noch die Beerdigung auszurichten hat! Er muss also höllisch aufpassen, sich nicht zu verraten. Denn Cullen hat geschworen, den Tod seines Bruders zu rächen. Eine rasante Verfolgungsjagd durch Dublin beginnt. Zum Glück ist Paddy einfallsreich und kann sich auf seine Freunde verlassen … Ein höchst amüsantes Betrugsmanöver und ein ausgebufftes Verwechslungsspiel um einen Leichnam vollenden diesen köstlichen, makabren und warmherzigen Roman.

Meine Meinung:

Mir hat das Buch unglaublich gut gefallen. Es war lustig, makaber und sehr liebenswürdig. Wann bekommt man schon mal so eine Mischung?! :D Es war auch nie zu viel von einem, die Charaktere waren einnehmend und glaubwürdig und in manchen Fällen eben auch abstoßend, wie sie eben sein sollten. Ich habe mit Paddy mitgefiebert und sehr gehofft, das er davon kommt. Ob er das nun geschafft hat, das verrate ich jetzt nicht. Lest es bitte selbst. Es lohnt sich wirklich.

⭐⭐⭐⭐⭐ von 5 möglichen ⭐ bekommt das Buch, auch weil ich wirklich den Humor genossen habe.

Die letzten vier Tage des Paddy Buckley

Von: Nicole Plath Datum : 11.12.2016

www.nicole-plath.de

Der Bestatter Paddy Buckley ahnt nicht, dass sich alles verändern wird, als er mit einer Witwe über die Beerdigung ihres Mannes spricht. Diese Witwe sucht und findet auch körperlichen Trost bei Paddy, doch während des Höhepunktes verabschiedet auch sie sich von dieser Welt. Noch unter Schock stehend, überfahrt Paddy auf dem Nachhauseweg einen Mann. Es ist ausgerechnet der Bruder des Dubliner Unterweltbosses Cullen.

Autor Jeremy Massey lässt seine Hauptfigur immer wieder durch glückliche Zufälle oder durch Paddys Einfallsreichtum seinen Verfolgern entkommen. Das Buch bietet eine gewisse „Grundspannung“ ohne besondere Höhen oder Tiefen. Dem Leser entlockt es auch den ein oder anderen Schmunzler.

Hier darf auch kein Thriller oder Krimi erwartet werden. Man verfolgt einfach Paddy bei seinen Versuchen, den Kopf aus der immer enger werdenden Schlinge zu befreien. Eine leichte und amüsante Lektüre für zwischendurch ist eine passende Umschreibung.

Leider konnte mich das Buch nicht so fesseln, wie ich es nach dem Lesen des Klappentextes erwartet hatte. Die komischen Momente gab es zwar, aber nichts, was ich als „makaber“ bezeichnen könnte. Das mag aber daran liegen, dass ich in letzter Zeit einige Thriller gelesen habe und mir so diese „harmlosen“ makaberen Szenen gar nicht aufgefallen sind.

Was aber der Handlung an sich keinen Abbruch tut. Die Geschichte ist schön herausgearbeitet, und Paddys Talent, von einem Fettnäpfchen ins nächste zu treten, gut beschrieben. Paddy ist ein sympatischer Charakter, und man folgt ihm gerne durch das Buch. Sein innerer Kampf auf der Suche nach der Lösung aller Probleme ist ebenfalls gut dargestellt.

Ich danke dem Bloggerportal und dem carl`s books-Verlag für die Zusendung dieses Rezensionsexemplares.

60er Jahre Feeling!

Von: buecherecke Datum : 01.12.2016

buecherecke8.blogspot.de

Inhalt:
Tara Jupp führt ein relativ normales Leben in der englischen Provinz, bis sich im Sommer 1962 plötzlich alles ändert: In ihrem Heimatdorf findet die Hochzeit des Jahres statt, halb London reist für die Trauung an und ist hingerissen von Tara, die in der Kirche das Solo singt. Um als Sängerin »Cherry Merrywell« groß rauszukommen, geht Tara nach London – und landet mitten in den Swinging Sixties! Zwischen heißen Klamotten, wilden Partys und den angesagtesten Künstlern des Jahrzehnts verliert sie ihre Unschuld und ihr Herz ...

Meine Meinung:
Dieses Buch wollte ich unbedingt lesen, da es in den 60ern UND in London spielt. Und in diesem Und ich wurde nicht enttäuscht, da die Atmosphäre dieser Zeit das ganze Buch über gehalten wird und dem Leser einen schönen Einblick gibt. Über das Cover kann ich nur sagen, dass die Schrift zwar nicht schön gestaltet, der Rest jedoch ganz okey ist. Tara Jupp, die Hauptprotagonistin fand ich von Anfang an interessant, da sie in einer riesigen Familie mit vielen verschiedenen Charakteren lebt und ihre Mutter bei der Geburt eines ihrer Geschwister ums Leben gekommen ist. Auch ihre große Schwester, die die Schönheit ihrer Mutter geerbt hat und alte Herrenhäuser liebt, war mir echt sympathisch. Ich mochte eigentlich so ziemlich alle der Charaktere, unter anderem Clover, bei der sie in London lebt, Fotograf Rigby, Lucys Mann Raoul und Musikproduzent Billy. Da in der Ich-Perspektive geschrieben ist, kann man sich besser in das Geschehen vertiefen, wie ich finde. Die Handlung des Buches baut sich über Jahre hinweg auf, sodass der Leser auch Einblicke in die Kindheit und die Freundschaft zwischen Tara, Lucy und dem tollpatschigen Einzelkind Mathilda bekommt, die später noch eine große Rolle spielen wird. Eva Rice schreibt in leichten, fluffigen Worten, sodass die Seiten einem oft nur so durch die Finger gleiten. Der Roman befasst sich mit einigen interessanten Themen, die ich euch jetzt jedoch nicht verraten werde, da das die ganze Spannung wegnehmen würde und es nicht mehr so ein schönes Leseerlebnis wäre. Meiner Meinung nach hat sich das Buch an manchen Stellen mit seinen guten 600 Seiten dann doch etwas gezogen und das Ende war für mich nicht ganz überzeugend.

Mein Fazit:
Die unentdeckten Talente der Miss Merrywell ist ein süßer Roman mit Vintage-Feeling, den ich Interessenten der 60er Jahre und auch der Musik in dieser Zeit empfehlen kann.


Vielen Dank an den blanvalet Verlag für das Rezensionsexemplar!


Die unentdeckten Talente der Miss Merrywell bekommt von mir 4/5 Sterne!

Die letzen vier Tage des Paddy Buckley

Von: Stock of Books Datum : 22.11.2016

stockofbooks.blogspot.de/

Paddy Buckley ist einer der besten Bestatter der Stadt: gewissenhaft, diskret, professionell - und zweifacher Mörder.

Nach dem Tod seiner Frau ist jeder Tag im Leben vom Paddy Buckley der Gleiche. Wenn er überhaupt geschlafen hat, steht er morgens auf, fährt zur Firma, sammelt Dublins Tote ein, fährt nach Hause und legt sich wieder ins Bett. Selbst mitten in der Nacht ist er erreichbar. So denkt er auch, dass dieser Tag einer wie Jeder wird. Doch als er einer besonders eleganten und hübschen Witwe gegenüber steht, wirft er alles über Bord - seinen Codex, seine Moral und seine Bedenken. Was mit einer Trost spendenden Umarmung beginnt, endet in seinem Höhepunkt - und in ihrem Tod.

Als ihm dann auch noch der Bruder von Vincent Cullen, dem gefürchtetsten Verbrecher Dublins, vor die Stoßstange läuft und er ihn ins Jenseits befördert, denkt er es könnte nicht mehr schlimmer werden. Doch als er dann auch noch den Auftrag für die Beerdigung des Verbrecherbruders erhält und einer seiner Mitarbeiter sich vor Vincent Cullen verplappert, weiss er: Seine Tage sind gezählt. Denn Cullen hat schon Rache geschworen... und seine Augen und Ohren sind überall.

»In jeder Branche gehen täglich furchtbare Dinge daneben, Dinge die so schlimm sind, dass sie ein Geschäft ruinieren können, aber öfter, als man denkt, kriegt es jemand hin, das Furchtbare zu verheimlichen, was oft das Klügste ist.«

Ich hatte mir von dem Buch eine Geschichte erhofft, bei der à la Eoin Colfer ("Der Tod ist ein bleibender Schaden") der besondere Irische Humor durchkommt und die komischen Begebenheiten und Zufälle nur so wie Regen fallen würden. Leider hat dies der Autor nicht umsetzen können, es wirkte eher als hätte er gemerkt, dass der Leser aufgrund der Buchbeschreibung solche Ereignisse erwartet und sich dann gefragt hat was einem Bestatter wohl alles passieren könnte - Leider in die "lustige" Richtung nicht sehr viel. Er hat zwar hin und wieder mal mit den "Klassikern" gespielt (Im Sarg eingeschlossen), aber richtig Innovatives und eine Konstante war nicht da. Daher wurde es auch an einigen Stellen sehr langatmig.

Generell konnte mich das Buch leider erst zum Ende hin fesseln, weshalb ich für die ersten 200 Seiten auch verhältnismäßig lang gebraucht habe. Dafür war das Ende aber echt gut und toll gemacht! Mit Paddy Buckley zeichnet Massey einen Charakter der mir zwischenzeitlich fast schon zu langweilig war und der - trotz der Ich-Perspektive - irgendwie mehr als Vermittler der Geschichte, als als handelnder Charakter rüberkam. Komischerweise mochte ich das Buch trotzdem, irgendwie sind mir die Protagonisten ans Herz gewachsen und ich möchte mehr. Wieso kann ich nicht begründen, aber es ist so ein unterschwelliges Gefühl.

Trotzdem muss ich das Buch auch anhand der schlechten Punkte bewerten, die es wieder ein wenig herunter ziehen. Gefallen hat mir auch, dass Jeremy Massey sein Wissen über das Bestattergewerbe immer mal wieder einfließen lässt, damit aber nicht übertreibt, wodurch das Buch seinen Roman-Charakter beibehält.

tief schwarzer Debütroman, der einen oft schmunzeln lässt

Von: Books Inside Datum : 16.11.2016

https://www.facebook.com/Books-Inside-207662076265142/

Meine Meinung:

Was hat mich zuerst angesprochen?
Ich glaube diesmal war es nicht das Cover alleine, sondern das Cover zusammen mit dem Titel, welches in kombination sehr interessant wirkte und sofort meine Aufmerksamkeit auf sich gezogen hat. Es hat eine gewisse Ironie und fordert heraus, was mich direkt angesprochen hat!
Danach der Klappentext, der absolut vielversprechend war.
Und meine Erwartungen wurden keineswegs enttäuscht!
Mit einem sehr bildhaften und flüssigem Schreibstil, der nicht überlagert oder künstlich in die Länge gezogen wird, entführt uns Jeremy Massey nach Irland und erzählt uns Paddy Buckley´s völlig verworrene Story.
Eine absolut einmalige und spannende Geschichte mit viel schwarzem Humor, Witz und Charme.
Aber auch die ernsthaftigkeit bleibt nicht auf der Strecke.
Wie vertuscht man etwas, was absolut verwerflich ist und wie geht man dem Bruder eines Toten aus dem Weg bzw versucht ihn zu blenden, der der gefährlichste Mann ist, den du kennst?
Und nein, Paddy hat die Kekse nicht gegessen, was der Sache ansich aber keinen Abbruch tut.


Mein Fazit:

Jeremy Massey hat mit " Die letzten vier Tage des Paddy Buckley" einen tollen Debütroman hingelegt!
Schwarzer Humor trifft auf Spannung und Action und beanspruch einige male die Lachmuskeln.
Eine einmalige Story, wie ich sie so noch nicht erlebt habe.
Ich freue mich schon auf das nächstes Werk, an dem der Autor zur Zeit schreibt.

Irische "Exit"-Methoden!

Von: Diana Wieser Datum : 16.11.2016

schreiblust-leselust.de

Paddy Buckley arbeitet als Bestatter in Dublin. An einem schicksalsschweren Oktobertag befördert er – unfreiwillig – zwei ganz und gar untote Menschen ins Erdreich. Zuerst vögelt er eine attraktive, trauernde Witwe bis zum Herzinfarkt., dann übersieht er einen Passanten und überfährt ihn. Zu dumm, dass es sich hierbei um Dolan Cullen handelt, den Bruder des gefürchtesten Unterweltgangsters von ganz Irland, der auf blutige Rache sinnt. Beide Vorfälle versucht Paddy zu vertuschen. Doch ausgerechnet seine Firma soll die Beerdigungen ausrichten. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis die Wahrheit ans Tageslicht kommt. Paddys Tage auf Erden scheinen gezählt…

Es braucht schon eines irischen Autors, der die Thematik mit einem Hauch grüner Inselmelancholie versieht, dazu ein paar esoterische Weisheiten einbaut – wie den offenen „Kanal 24“, in welchen sich Paddy bei Bedarf innerlich zurückzieht – und ein druidisch anmutendes Fabelwesen in den Plot schickt. Jenes Dublin, dass uns Jeremy Massey auf 265 Seiten präsentiert, findet sich in keinem Reiseführer. Es ist das Leben der einfachen Leute, die eigene Überlebensstrategien entwickeln. Guiness, Ehrenkodex, Sportwetten, der Traum vom großen Glück, irische Künstler und Literaten – sie alle finden hier einen Platz.

Der Humor ist erstaunlich subtil. Dass der Autor derart unaufgeregt über wahnwitzige Begebenheiten schreiben kann, liegt sicherlich in der Tatsache begründet, dass Jeremy Massey selbst aus einer Bestatterfamilie stammt und jahrelang in der Branche gearbeitet hat. Seinem täglichen Umgang mit dem Tod ist es zu verdanken, dass wir Leser eine einerseits abgeklärte, andererseits durchaus feinfühlige Sicht auf das Thema erhalten. So, als würden wir als allwissende Erzähler objektiv über der Szenerie schweben, in einem ganz eigenen Kanal 24.

Er schreibt von Gesichtern, die wegbrechen. Von kritischen Punkten bei Beerdigungen, an denen die emotionale Balance zu kippen droht. Wir erfahren, durch welchen Trick sich Tote leichter einkleiden und konservieren lassen. Auch groteske Vorfälle „hinter den Kulissen“ beschreibt Massey so locker, als würden diese täglich passieren. Stichwort: vertauschte Leichen!

Die letzten vier Tage des Paddy Buckley lesen sich wie ein literarischer Countdown, der eine ganz eigene Dynamik ausstrahlt. Das Leben als launiges Roulette, das nach dem Ende weiterhin die Finger im Spiel der übrig gebliebenen Protagonisten behält. Eine außergewöhnliche Story – made in Irland!

Einfach WOW!

Von: Ruby Datum : 03.11.2016

tintengewisper.blogspot.de/

Cover

Dieses unheimlich motivierende Cover in ansprechender Sargoptik hat es mir irgendwie angetan. Vielleicht weil ich gerne schräge Bücher lese und die Titel da meist schon die Vorreiter sind. Vielleicht auch weil es trotz schwarz und weiß irgendwie komplett aus der Reihe tanzt. Und was soll ich sagen. Dann kam der Klappentext und ich wusste, ich muss es haben. Die Geschichte versprach einfach zu viel, als das ich es unbeachtet lassen könnte. 



Handlung

Paddy ist Bestatter. Und ein ziemlich guter, da war er sich sicher. Immerhin hat er den Beruf von seinem Vater geerbt. Er kennt alle Regeln und hält sich daran. Bis auf diese eine Mal. Das ihm so ausgerechnet beim "Trösten" der Witwe selbige verstirbt lastet schon schwer auf seinem Gewissen. Und es zuzugeben stand nicht zur Debatte. Es gab einen Ruf zu verlieren. Eine Lösung musste also her.
Blöd nur das Paddy mit seinen Gedanken so sehr abwesend ist, das er ausgerechnet den Bruder des gefürchtetsten Verbrechers Irland auf seinen Kühler nimmt.  Er ist sofort Tod.
Paddy verschwindet schnellstmöglich vom Tatort. Niemand schien ihn gesehen zu haben. Denn wenn, dann würde Vincent ihn ziemlich schnell und ziemlich qualvoll in eine hölzerne Kiste stecken.
Doch dann bekommt ausgerechnet er den Auftrag Donald zubegraben . . .


Charaktere

Paddy muss man mögen. Gut, er hat an einem Tag zwei Menschen in den Himmel gebracht und damit vielleicht ein bisschen sein Geschäft angekurbelt, aber schlussendlich waren das Unfälle. Versehen.
Man kann ihm das irgendwie nicht so sehr verübeln. So merkwürdig das auch klingen mag. Zudem drückte ich ihm wirklich die ganze Zeit die Daumen, das er seinen Kopf noch aus der immer enger werdenden Schlinge ziehen kann. Denn Leichen, das wissen wir ja, hinterlassen zumeist eine ganze Reihe von Problemen. 
Besonders wenn man dafür bezahlt wird, sie auch noch selber unter die Erde zu bringen.
Doch auch der Gangsterboss war irgendwie nicht so, wie man sich das vorstellt. Klar er war auch etwas einschüchternd, kam mir aber - so merkwürdig das nun klingt - nicht wie der schlechteste Mensch vor.
Dazu die anderen Nebencharas wie Geno - den man einfach hassen muss, die Bestatterkollegen und Co. Alle fügten das Bild perfekt zusammen. 



Schreibstil

Schon wer den Klappentext liest, wird wohl kaum um ein Schmunzeln herum kommen. Und genauso verhält es sich mit dem Rest des Buches. Skurrile Geschichten, Momente und schwarzer Humor gehen mit einer ungeahnten Spannung Hand in Hand. Denn obwohl man sehr wohl den "Mörder" kennt, tut das dem ganzen keinen Abbruch.
Geschrieben ist das Buch großteils aus Paddys Sicht und zeigt seine einfach sympathische Art und Weise, die es dem Leser reichlich schwer macht auf seine baldige Festnahme zu hoffen. Aber auch andere große und kleine Nebencharaktere bekommen ihren Moment und zeigen sich auch hier durchaus überraschender, als man erwartet hatte.
Dabei ist das Buch locker von der Hand geschrieben. Ohne lange Schachtelsätze. Einfach gut zu lesen und spannend bis zur letzten Seite.


Meinung

Dieses Buch ist wirklich mal etwas ganze anderes. Humorvoll, etwas skurril und spannend wie ein Krimi. Mich hatte es ja schon von der Leseprobe an um den Finger gewickelt. *lacht*
Paddy tat dabei einen ziemlich großen Teil dazu bei, das ich es einfach lesen wollte. Ein Bestatter, der versehentlich zum Mörder wird. Gibt es eine bessere Idee für ein Buch? Ja, zumindest wenn man wie es der Autor tat, noch Spannung und schwarzen Humor mit in die Geschichte einwebt. Denn das der Gangster alles daran setzt den Mörder zu finden ist sicherlich klar. Allerdings ist Paddy auch nicht auf den Kopf gefallen. Und Freunde hat er zum Glück auch.
Und so erlebt ihr in diesem Buch neben diversen humorvollen Anekdoten über verschwundene Leichen, falsche Tote und diverse Sargvarianten ein Katz und Mausspiel dessen Ende nicht abzusehen ist.
Das einzige was etwas seltsam war, waren die kurzen außerkörperlichen Szenen. Aber damit konnte ich nun wirklich gut leben. 


Gelungenes Erstlingswerk

Von: Frauke Gerdes Datum : 26.10.2016

tattoosandbooksandfood.blogspot.de/p/books.html?m=0

Jeremy Massey
Die letzten vier Tage des Paddy Buckley
Carl's Books
272 Seiten
14,99€
Hier kaufen

Zum Inhalt

Paddy Buckley ist mit Leib und Seele Bestatter. Als eine attraktive Witwe seine Zuwendung braucht, gibt er sie ihr – doch sie stirbt auf dem Höhepunkt seines körperlichen Trostes. Geschockt von diesem Erlebnis, überfährt er auf dem Heimweg einen Fußgänger. Der Tote ist der Bruder des gefährlichsten Gangsters von ganz Irland, Vincent Cullen. Jetzt hat er eine tote Witwe und einen toten Gangster am Hals, für die er obendrein auch noch die Beerdigung auszurichten hat! Er muss also höllisch aufpassen, sich nicht zu verraten. Denn Cullen hat geschworen, den Tod seines Bruders zu rächen. Eine rasante Verfolgungsjagd durch Dublin beginnt. Zum Glück ist Paddy einfallsreich und kann sich auf seine Freunde verlassen … Ein höchst amüsantes Betrugsmanöver und ein ausgebufftes Verwechslungsspiel um einen Leichnam vollenden diesen köstlichen, makabren und warmherzigen Roman.

Zum Autor (Quelle Randomhouse)

Jeremy Massey ist gebürtiger Ire und Drehbuchautor. Er stammt aus einer Familie, die seit drei Generationen ein Bestattungsunternehmen in Dublin betreibt, bei dem er auch viele Jahre gearbeitet hat. Er lebte in London und Los Angeles, bevor er mit Frau und drei Kindern nach Australien zog. Zur Zeit schreibt er an seinem zweiten Roman.

Zur Leseprobe

Leseprobe "Die letzten vier Tage des Paddy Buckley"

Zum Cover

Das Cover an sich ist schon eine passende Einstimmung. Es erinnert stark an einen Sarg. Die dunklen Farben passen zur Stimmung. Das Cover ist gleichzeitig minimalistisch und absolut passend gewählt.

Meine Meinung

Das Buch ist sehr schnell und flüssig gelesen. Mit diesem Roman ist Jeremy Massey ein großartiges Erstlingswerk gelungen. Er versteht es, dem Leser mit einer guten Portion englischem Humor die Geschichte nahe zu bringen.
Das Buch ist lustig, mit Selbstironie und Sarkasmus geschrieben. Die Story ist einmalig und fesselnd, mit Ernsthaftigkeit und Witz zu gleich.
Eine klare Empfehlung für Fans des britischen Lifestyles und englischem Humor.

Unterhaltsame Geschichte um einen Bestatter

Von: Victoriaskrams Datum : 22.10.2016

https://victoriaskrams.wordpress.com

Wie der Titel bereits vermuten lässt, geht es um Paddy Buckley. Paddy Buckley ist 42 Jahre alt, Bestatter und zwar mit Leib und Seele. Vor zwei Jahren hat er seine Frau und ungeborene Tochter verloren und stürzt sich seitdem in die Arbeit.
Als er mal wieder zu dem Haus einer Witwe gerufen wird, verläuft zunächst alles ganz normal. Doch zum ersten Mal fühlt Paddy sich zu einer Kundin hingezogen, was selbstverständlich ein absolutes No-Go ist. Als er dann gemeinsam mit der Witwe nach oben geht um einen Anzug für ihren verstorbenen Mann herauszusuchen, passiert es und die beiden kommen sich näher. Und diese Nähe ist es, die die Witwe zu ihrem Mann befördert. Völlig überfordert mit dieser Situation versucht er alles, damit es wie ein plötzlicher Herztod aussieht und niemand seinen Fehltritt erfährt. Passender Weise kommt auch kurz darauf die Tochter des Ehepaares nach Hause und Paddy unterrichtet sie von dem Tod ihrer Mutter. Zurück im Bestattungsinstitut drehen sich seine Gedanken nur noch darum, dass niemand herausfinden darf, was er mit der Witwe gemacht hat.
So geht Paddy abends noch auf einen Drink in seine angestammte Kneipe und fährt später völlig übermüdet und ohne Licht nach Hause. Während er nach einem geeignete Radiosender sucht, knallt es plötzlich und Teddy überfährt in der Dunkelheit einen Menschen. Natürlich steigt er direkt aus und muss feststellen, dass der Mann tot ist. Er kontrolliert die Brieftasche des Toten und erfährt, dass er Donall Cullen überfahren hat, den Bruder des gefährlichsten Gangster in Dublin. Paddy gerät in Panik, reißt seine Nummernschilder ab und flüchtet vom Tatort. Ab diesem Moment ist Paddy klar, dass er zwei riesige Probleme hat.
Getoppt wird das Ganze dann noch dadurch, dass er zu der Beerdigung der Witwe auch noch die Beerdigung von Cullen ausrichten muss. Paddys letzte Tage haben begonnen…

Mein Fazit:

Ein Bestatter, der in solch verfängliche Situation gerät, verspricht eine humorvolle Geschichte. Das Buch fing auch erstmal leicht und witzig an, aber für mein Empfinden, konnte das Buch leider diesen Stil nicht beibehalten. Was nicht heißen soll, dass das Buch schlecht war. Es hat nur meine Erwartungen nicht erfüllt. Die letzte Hälfte dreht sich nur noch darum, dass Paddy versucht vor Cullen zu fliehen und mit Witz und Humor hat das ganze auch nichts mehr zu tun. Eigentlich müsste das Buch auch total hektisch oder überstürzt wirken, denn die gesamte Geschichte spielt sich wirklich in vier Tagen ab. Allerdings hat Jeremy Massey einen tollen Schreibstil, der null Hektik aufkommen lässt und irgendwie auch total gut zu dem Beruf eines Bestatter passt. Ruhig, entspannt und nicht hektisch eben. Ich hoffe, man versteht was ich meine��

Mitten im Leben vom Tod umfangen...

Von: Elke Heid-Paulus Datum : 19.10.2016

www.lovelybooks.de/mitglied/Havers/rezensionen/

Spätestens seit Bernhard Aichners Totenfrau-Trilogie mit der Bestatterin Blum wissen die Leser, dass es nur des entsprechenden Autors bedarf, um selbst diesem Gewerbe in der literarischen Verarbeitung Spannung und skurrile Momente abzuringen.

So auch in dem ersten Roman des Iren Jeremy Massey „Die letzten vier Tage des Paddy Buckley“. Tod, dieses Thema zieht sich wie ein roter Faden durch Paddys Leben. Kein Wunder, arbeitet er doch mit Hingabe als Bestatter. Aber nicht nur sein berufliches Leben wird dadurch bestimmt, auch im Privaten folgt ihm der Tod auf Schritt und Tritt. Nicht nur, dass seine Eltern bereits gestorben sind, auch seine schwangere Frau hat er vor zwei Jahren durch eine heimtückische Krankheit verloren. Aber glücklicherweise kann er auf zahlreiche Freunde zurückgreifen, die als Ersatzfamilie fungieren und auf die er sich immer und überall verlassen kann. Und das ist auch gut so, denn durch einen unglückseligen Zufall gerät Paddy ins Visier eines Gangsters, der ihm nach dem Leben trachtet.

Dabei fängt alles so gut an: eine frischgebackene, attraktive Witwe sucht Trost und körperliche Zuwendung bei Paddy, stirbt aber unglücklicherweise auf dem Höhepunkt in dessen Armen. Total verstört setzt er sich hinter das Steuer und überfährt in einem Moment der Unaufmerksamkeit einen Fußgänger. Völlig außer sich identifiziert er das Opfer als Donal Cullen, den Bruder eines gefährlichen Kriminellen, springt daraufhin in sein Auto und verlässt unerkannt und mit quietschenden Reifen den Unfallort. So weit, so schlecht, denn am nächsten Tag steht Vincent Cullen, Boss der Dubliner Unterwelt samt Anhang vor ihm und beauftragt ihn mit der Ausrichtung der Trauerfeierlichkeiten für seinen Bruder, nämlich Paddys Unfallopfer…

Jeremy Massey ist mit „Die letzten vier Tage des Paddy Buckley“ ein erstaunliches Debüt gelungen. Obwohl sein Stil eher der schlichten Ecke zuzuordnen ist, wirkt er doch nie plump und auf billige Effekte bedacht. Ein irischer Geschichtenerzähler, der uns an den letzten vier Tagen Paddys teilhaben lässt, schnörkellos und auf den Punkt gebracht, immer um die beiden Themen Leben und Tod kreisend. Eine sympathische Hauptfigur, freundlich und hilfsbereit, die sich unbeabsichtigt immer tiefer in Schwierigkeiten bringt. Warmherzig und mit einer ordentlichen Portion irischem Schalk erzählt.

Irischer Humor vom Feinsten

Von: Oma Inge Datum : 09.10.2016

iwoal.blogspot.de/

Inhalt:
Der Bestatter Paddy Buckley liebt seinen Beruf. Bei einer attraktiven Witwe kommt es während der Besprechung der Beerdigung des Mannes zum Sex. Beim Höhepunkt stirbt die Frau und auf dem Heimweg ist Paddy so unkonzentriert, dass er einen Fußgänger überfährt. Da der Mann sofort tot ist flüchtet Paddy vom Unfallort auch weil er weiß, dass er den Brüder eines Gansterbosses auf dem Gewissen hat. Zu allem Überfluss muss Paddy die Beerdigungen ausrichten. Und es kommt wie es kommen muss - der Gansterboss ist ihm auf den Fersen.

Mein Leseeindruck:
Eigentlich sagt der Titel "die vier letzten Tage des Paddy Buckley" schon alles und das Buch beginnt auch mit Ende von Paddy Buckley. Eigentlich ein sympathischer Mann - schon sein Vater war Bestatter und für ihn gab es keinen anderen Berufswunsch. Dann stirbt seine hochschwangere Frau und das wirft ihn aus der Bahn. Trost findet er bei der Witwe eines Verstorbenen für die er die Beerdigung ihres Mannes plant. Und dann, mitten beim Sex, stirbt die Frau - wie makaber ist das denn!
Nächste Leiche: der Bruder eines Gansterbosses der ihm auf dem Heimweg vors Auto läuft und sofort tot ist. Aus Angst vor der Rache des Gansters flüchtet Paddy vom Unfallort und Flucht bestimmt seine letzten Tage.
Aber vorher muss er noch die Doppelbeerdigung, an der er nicht ganz unschuldig ist, mit der Tochter der Verstorbenen besprechen. Die junge Frau ist ihm sofort sympathisch und ............
Ich will hier nicht zu viel von der Handlung verraten denn das Buch muss man einfach gelesen haben! Es ist nicht nur eine spannende Gangstergeschichte sondern auch eine Liebesgeschichte. Die Protagonisten sind normale Menschen aber etwas irisch schräg, wie die ganze Handlung.
Wenn das irischer Humor ist möchte ich mehr davon.
Das Coverbild in schwarz/weiß mit einem Sarg passt perfekt zur Handlung.

Fazit:
Ein Roman, der nicht nur alleine wegen des irischen Humors lesenswert ist. Es ist auch eine spannende Geschichte mit viel Herz.


Ein extrem facettenreicher Roman

Von: Miss Norge aus Hessen Datum : 30.09.2016

missnorges.blogspot.de/

Als ich den Klappentext las, musste ich schon etwas grinsen, denn mir ist der arme Paddy gleich ans Herz gewachsen, trotz seiner "Morde", die er ja verursacht hat. Aber irgendwie kann man es ihm nicht so übel nehmen, wie anderen Verbrechern, denn er kümmert sich liebevoll und mit Hingabe um die Hinterbliebenen der Toten.
Man merkt das der Autor, Jeremy Massey, in einer Bestatterfamilie aufgewachsen ist und beim Lesen kann er extremst gut die Vorgänge und alles beschreiben, was mit den Toten passiert und wie mit ihnen umgegangen wird. Diese Teile werden nicht ins lächerliche gezogen, sondern beweisen, das es würde- und pietätvoll zugeht.
Neben den originellen und humorigen Situationen kommen aber auch die liebevollen und mit Sehnsucht gespickten Seiten des Paddy Buckley´s nicht zu kurz. Er denkt immer oft mit Liebe an seine zu früh verstorbene Frau Eva zurück, er lässt sich von Gefühlen übermannen als Lucy beim Akt zu Tode kommt und dann bändelt er sehr gefühlvoll mit Lucy´s Tochter Bridgid an. Neben dieser gefühlvollen Seiten, hat Paddy dann aber zeitgleich auch damit zu kämpfen, das er so lange wie möglich die Fassade aufrecht erhalten will, bis ihm vielleicht doch noch der Gangsterboss auf die Spur kommt? Trotz seiner Fehltritte schließt man diesen Mann sofort ins Herz, weil er doch irgendwie da herein geschlittert ist, zwar nicht unschuldig, aber irgendwie trottelig.
Die Iren haben schon einen makaberen Humor und dieser kommt hier im Roman sehr gut zum Ausdruck.
Wer wissen will, was nach seinen letzten vier Tagen mit Paddy Buckley passiert, der sollte diesen, etwas "schrägen" Roman lesen.