Leserstimmen zu
Die letzten vier Tage des Paddy Buckley

Jeremy Massey

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Paperback
€ 14,99 [D] inkl. MwSt. | € 15,50 [A] | CHF 21,90* (* empf. VK-Preis)

Die letzten vier Tage des Paddy Buckley folgt dem Bestatter Paddy, der auf Grund zweier Verkettungen unglücklicher Umstände jetzt in Gefahr ist und womöglich bald selbst bestattet werden muss. Die Prämisse des Buches klang großartig, weshalb ich es beim Verlag als Rezensionsexemplar anfragte und auch bekam, allerdings hörte es damit für mich mit großartigen Dingen in Bezug auf dieses Buch schon auf. Zu einen ist da die Tatsache, dass sich Paddy für jemanden, der "Bestatter mit Leib und Seele" ist, ziemlich unprofessionell verhält, was sich dann auch böse an ihm "rächt". Das macht die Figur, für mich, einfach komplett unglaubwürdig. Zu anderen war da das bleibende Gefühl, dass das Buch einfach zu viel wollte: -> Sowohl der Handlungsstrang mit der toten Witwe als auch der überfahrene Gangsterbruder hätten alleine ausgereicht. -> Der Humor hat leider auf mich gar nicht gewirkt und kam flach und gezwungen daher. -> Am seltsamsten war dann noch der Anklang von magischem Realismus, den das Buch zwischenzeitlich zu Tage bringt und der für mich einfach das Bisschen zu viel war, welches dafür sorgte, dass ich versucht war das Buch abzubrechen. Mein Fazit: Nicht meins. An dieser Stelle nochmal herzlichen Dank an den carl's books Verlag, der mir das Buch im Austausch gegen meine ehrliche Meinung zur Verfügung gestellt hat.

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Die letzten vier Tage des Paddy Buckley von Jeremy Massey - der Tod und sein Hirte - Paddy Buckley, seines Zeichens Bestatter und Angestellter des Bestattungsinstituts Gallagher, hat es geschafft. Endgültig. Eingeäschert und bestattet befindet er sich an einem Ort des wunderbaren Friedens und Verstehens. Von diesem Ort der Stille aus erhält der Leser Einblick in „Die letzten vier Tage des Paddy Buckley“. Paddy höchst selbst berichtet von der Zeit, als seine ganz persönliche Apokalypse über ihn hineinbrach und wie es zu all dem Unheil kam. Er sinniert über seine Arbeit als Bestatter, seinen verständnisvollen Chef Frank Gallagher und seine weiteren Arbeitskollegen. Darunter auch Eamonn Gallagher, den Sohn des Chefs, dem er einst aus einer misslichen Lage half und der ihm auf ewig zu Dank verpflichtet ist. So wie auch Christy, mit dem er sich ebenfalls sehr gut versteht. Zwei Jahre zuvor, als Paddys schwangere Frau Eva an einem Aneurysma stirbt, bricht für Paddy eine Welt zusammen. Völlig verzweifelt und desillusioniert arbeitet er von nun an sieben Tage die Woche und kann nach zwei Jahren der unentwegten Selbstkasteiung letztendlich gar nicht mehr schlafen. Das Schicksal nimmt seinen Lauf, als er die Bestattung für Miss Lucy Wrights verstorbenen Ehemann Michael organisieren soll. Das Vorbereitungsgespräch, sowie die Trauerbewältigung der frisch gebackenen Witwe laufen nämlich etwas anders ab, als es für gewöhnlich üblich wäre und so hat Paddy alsbald einen weiteren Leichnam zu bestatten. Als er sich dann zu allem Unglück auch noch in Brigid, die Tochter von Michael und Lucy Wright verliebt, stolpert Paddy von einer misslichen Lage in die nächste. Mitten hinein in sein eigenes, nicht ganz unverschuldetes Verderben. Die Ereignisse überschlagen sich endgültig, als Paddy in seinem Toyota Camry eines Abends völlig gedankenverloren und ohne Licht von der Arbeit nach Hause fährt. Er nimmt den Bruder des gefährlichsten Verbrechers ganz Irlands auf die Haube und tötet ihn. Als ihm das schreckensbleich bewusst wird, verlässt Paddy von Panik ergriffen fluchtartig den Unfallort. Von hier an rutscht der eigentlich doch grundehrliche und sympathische Paddy immer weiter hinab in seinen ganz persönlichen, dunkelschwarzen Abgrund und beginnt einen riesengroßen Haufen Scheiße anzurühren. Er verstrickt sich immer mehr in Lügen und kommt aus seinem eigens erschaffenen Dilemma nicht mehr heraus. Paddy hat aber auch außerkörperliche Erfahrungen, die ihn den Dingen recht entspannt entgegenschauen lässt. So gelingt es ihm, das jeweilige Geschehen aus einer gewissen Distanz zu beobachten und in gewisser Weise für diesen Moment unangreifbar zu sein. Mit einer unfassbaren Ruhe und Arglosigkeit zieht Paddy weiter durchs Leben und harrt der Dinge die da kommen. Als er letztlich jedoch nicht mehr Herr der Lage wird, ist er auf die Hilfe seiner Arbeitskollegen angewiesen, die er eigentlich aus dem ganzen Schlamassel raushalten wollte. Er lädt große Schuld auf seine Schultern und führt den Tod aus dem er selbst Profit schlägt quasi immer an der Hand. Und dann kommt es im Bestattungsinstitut zu einem mächtigen Showdown mit weiteren Toten und Verletzten. Der, in der Ich-Form verfasste Plot „Die letzten vier Tage des Paddy Buckley“ spielt im Oktober des Jahres 2014 in Dublin. Es ist der erste Roman des irischen Roman- und Drehbuchautors Jeremy Massey, der mit seiner Frau und seinen drei Kindern mittlerweile in Australien lebt. Er selbst hat jahrelang im familieneigenen Bestattungsunternehmen gearbeitet und ist somit vom Fach. Massey hat für sein Debüt einen eher zeitlosen Erzählstil gewählt. Das herbstliche Wetter, seine Tristesse und Melancholie spiegeln sich in dessen Texten wieder, werden vom Autor aber durch gekonnt eingeschobene besondere Momente und hoffnungsschwangere Lichtblicke erhellt. So trist und skurril sich die Erzählung auch aufnimmt, so warmherzig, lebendig und humorvoll wird sie auch vorgetragen. Trotz dem, dass der Plot immer bizarrere Formen annimmt, bleibt er stets realistisch. Er nimmt sich dabei aber schon fast ein wenig zu makaber aus, als dass er noch als lustig durchgehen könnte. Jeremys‘ Humor ist definitiv von rabenschwarzer Natur. Der Plot hat jedoch auch etwas poetisches, etwas nachdenkliches, dass einen innehalten und seinen Gedanken nachhängen lässt. Massey bringt mit „Die letzten vier Tage des Paddy Buckley“ ein sehr empathisches und intelligentes Werk zum Ausdruck, das von einem schaurigen, leicht psychotischen, bisweilen gar ekelerregenden Unterton, unterschwelliger Spannung, einer bedrohlichen Dramaturgie und den sympathisch gezeichneten, lebensnahen Charakteren geleitet wird. „Die letzten vier Tage des Paddy Buckley“ ist erfrischend anders und doch wohlbekannt und hier und da mit makabren bis morbiden Nuancen gewürzt, die den Leser das eine Mal schmunzeln, das andere Mal erschaudern lässt. Meine Wertung: 86/100 Link zur Buchseite des Verlags: https://www.randomhouse.de/Paperback/Die-letzten-vier-Tage-des-Paddy-Buckley/Jeremy-Massey/carls-books/e481133.rhd DEUTSCHE ERSTAUSGABE Aus dem Englischen von Herbert Fell Originaltitel: The Last Four Days of Paddy Buckley Originalverlag: Riverhead, New York 2015 Paperback, Klappenbroschur, 272 Seiten, 13,5 x 21,5 cm ISBN: 978-3-570-58555-9 € 14,99 [D] | € 15,50 [A] | CHF 20,50* (* empfohlener Verkaufspreis) Verlag: carl's books Erschienen: 19.09.2016 More Hard Stuff @ www.lackoflies.com

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Zusammenfassung Paddy Buckley ist mit Leib und Seele Bestatter. Als eine attraktive Witwe seine Zuwendung braucht, gibt er sie ihr – doch sie stirbt auf dem Höhepunkt seines körperlichen Trostes. Geschockt von diesem Erlebnis, überfährt er auf dem Heimweg einen Fußgänger. Der Tote ist der Bruder des gefährlichsten Gangsters von ganz Irland, Vincent Cullen. Jetzt hat er eine tote Witwe und einen toten Gangster am Hals, für die er obendrein auch noch die Beerdigung auszurichten hat! Er muss also höllisch aufpassen, sich nicht zu verraten. Denn Cullen hat geschworen, den Tod seines Bruders zu rächen. Eine rasante Verfolgungsjagd durch Dublin beginnt. Zum Glück ist Paddy einfallsreich und kann sich auf seine Freunde verlassen … Ein höchst amüsantes Betrugsmanöver und ein ausgebufftes Verwechslungsspiel um einen Leichnam vollenden diesen köstlichen, makabren und warmherzigen Roman. Cover Das Cover ist recht einfach gehalten, jedoch sagt es mit seinen zwei Farben schon viel aus: man sieht einen Sarg, der im Buch eine wesentliche Rolle spielt. Sonias Meinung Da sich der Klappentext sehr amüsant angehört hat, wollte ich das Buch gerne lesen und war auch sehr gespannt auf die Geschichte. Die Story nimmt ziemlich schnell Fahrt auf und der Bestatter Paddy Buckley steckt in ziemlichen Schwierigkeiten; anstatt mit der Ehefrau eines eben verstorbenen Mannes die Beerdigung zu besprechen landet er mit dieser im Bett - wo sie plötzlich tot zusammenbricht. Um das ganze noch etwas lustiger zu machen, steht plötzlich die überaus attraktive Tochter vor der Türe - der Paddy Buchley nun den Tod beider Elternteile vermitteln muss. Und weil das noch nicht genug Pech für den armen Protagonisten ist, trägt er wenige Tage später schuld am Tod eines gefährlichen Gangsters - und prompt wird prompt mit dessen Beerdigung beauftragt. Man merkt schnell, wie viel Humor in der Geschichte steckt und man kann über die für Paddy Buckley sehr ungemütlichen Schicksalsschläge ziemlich lachen; von Anfang an ist schließlich klar, wie es für ihn enden wird. Dennoch ist es sehr lustig zu lesen, wie der Protagonist versucht, sich zu retten. Nachdem aber vor allem am Anfang der Geschichte viel passiert ist, hat mich das spätere Geschehen etwas gelangweilt; es kam einfach nichts Neues mehr und der Witz war irgendwann verschwunden. Auch die kleine Liebesgeschichte konnte mich nicht ganz überzeugen. Wofür ich den Autor aber loben muss, ist der Schreibstil. Da Jeremy Massey sowohl im Bestattungsgeschäft als auch als Drehbuchautor tätig war, konnte er einerseits viel Hintergrundwissen zu den Beerdigungen einbringen, wodurch die Rolle des Paddy Buckley sehr realistisch war, anderseits hat er es mit dem Fachwissen nicht übertrieben, sondern eine gute Mischung gefunden. Mein Fazit: nach dem schönen Anfang mit viel Witz verliert die Geschichte im Mittelteil an Tempo und die Handlung konnte mich später auch nicht mehr ganz überzeugen. Ich vergebe 2,5 Sterne.

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Dieser Roman ist nichts für schwache Nerven, nichtsdestotrotz bin ich total begeistert von diesem Buch und ich konnte es kaum mehr aus den Händen legen, so spannend und fesselnd ist es. Schon der Klappentext klingt sehr interessant und auch das Buchcover ist besonders und auffallend. Es ist ganz in schwarz-weiß gehalten und man kann darauf einen Sarg erkennen. So passt das Cover perfekt zum Inhalt des Buches. Der Roman ist das Erstlingswerk des Iren Jeremy Massey, der aus einer Bestatterfamilie stammt und auch selbst in diesem Beruf gearbeitet hat. Das merkt man in diesem Roman auch, denn man bekommt einen oft sehr detailreichen Einblick in diese Berufssparte, was nichts für schwache Nerven ist… Paddy Buckley, der Protagonist dieses Buches, ist Bestatter und ein wahnsinniger Pechvogel. Denn was ihm innerhalb von nur vier Tagen geschieht, ist einfach unfassbar. Als er eines Tages wieder einmal in das Haus einer Witwe gerufen wird, um mit ihr die Details der Beerdigung ihres Mannes zu besprechen, endet dieses Gespräch mit einem amourösen Abenteuer, während dem die Witwe stirbt. Paddy versucht dieses „Problem“ zu vertuschen, was ihm auch anscheinend gelingt, doch nur kurze Zeit später fährt er auf dem Heimweg versehentlich einen Mann um, der dabei verstirbt. Und bei diesem Mann handelt es sich auch noch um einen berühmt-berüchtigten Gangster aus Dublin. Nun hat Paddy noch mehr zu vertuschen. Aber ob ihm dies gelingt? Wird ihm der Bruder des getöteten Gangsters auf die Spur kommen? Mehr wird an dieser Stelle aber nicht verraten… Der Schreibstil des Autors ist sehr gut, Spannung wird gleich zu Beginn des Buches aufgebaut. Der Roman liest sich flüssig und zieht einen sofort in den Bann. Ich hatte das Buch in zwei Tagen ausgelesen, da ich es kaum mehr aus den Händen legen konnte. Sehr gut fand ich, dass die einzelnen Kapitel jeweils mit Datum und Uhrzeit versehen waren. So findet man sich bestens im Buch zurecht. Auch die Personen wurden sehr gut und ausführlich beschrieben. Mit Paddy, der Hauptfigur hat man Mitleid, auch wenn wegen ihm zwei Menschen ums Leben kommen, wenn auch unter sehr seltsamen Umständen. Und vor allem beim ersten Fall kann Paddy ja eigentlich nichts dafür. Er ist einfach ein sehr großer Pechvogel. Mir hat das Buch sehr gut gefallen, aber wie bereits gesagt, ist es nichts für schwache Nerven. So werden beispielsweise die Aufgaben eines Bestatters detailreich beschrieben. Das möchte wahrscheinlich nicht jeder lesen. Der Roman ist manchmal skurril und die Geschehnisse sind einfach unglaublich, aber gerade das macht das Buch so lesenswert und absolut kurzweilig. Deswegen vergebe ich volle Punktzahl: fünf Sternchen. Ich bin schon auf weitere Werke dieses Autors gespannt und hoffe, dass es nicht bei dem Erstlingswerk bleiben wird.

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„Literaturwerkstatt- kreativ“ rezensiert „Die letzten vier Tage des Paddy Buckley“ von Jeremy Massey In dem Buch geht es um den Protagonisten Paddy Buckley. Seine Frau Eva ist vor zwei Jahren plötzlich verstorben, seit dem leidet er unter chronischen Schlafstörungen und arbeitet nun jeden Tag. Er arbeitet beim renommierten Bestattungsunternehmen von Frank Gallagher in Dublin. Schon Paddy`s toter Vater hat dort gearbeitet und seinem Sohn sämtliche Finesse des Handwerks beigebracht. Paddy ist ein absolut professioneller Bestatter bis zu dem Tag an dem er die Witwe Lucy Wright kennenlernt. Sie hat gerade ihren Ehemann verloren und Paddy soll die Beerdigung organisieren. Die Witwe aber wünscht eine ganz besondere Zuwendung von Paddy und dieser wird schwach. Fatal ist nur, dass die Witwe genau beim Höhepunkt stirbt. Paddy`s große Befürchtung ist nun, das bei der Obduktion heraus kommt, dass sie kurz vor ihrem Ende noch Sex hatte, Sex mit ihm. Paddy versucht nun mit allen Mitteln die Situation zu retten. Dabei kommt es aber zu einer Kette von unglücklichen Ereignissen, sodass er nachts total erschöpft hinter dem Steuer seines Wagens sitzt und durch eine Unaufmerksamkeit einen Fußgänger überfährt. Dieser Toter ist aber ausgerechnet Donald Cullen, dessen Bruder der gefährliche Vincent Cullen ist, der große Boss der Dubliner Unterwelt, vor dem jeder zittert. Von schierer Panik begeht Paddy nun Fahrerflucht. In der Hoffnung von keinem gesehen worden zu sein, geht er wie gewöhnlich am nächsten Morgen zur Arbeit. Aber ausgerechnet das Gallagher – Beerdigungsinstitut bekommt den Auftrag Donald Cullen zu beerdigen. Und als fähigster Mitarbeiter – sozusagen als bestes Pferd im Stall – muss natürlich Paddy zu Vincent Cullen fahren und die Beerdigung mit ihm besprechen. Paddy weiß, dass er keinen Fehler machen darf, denn Vincent Cullen wird den Tod seines Bruders rächen wollen. Fazit: Das schwarz- weiße Cover mit der großen schwarzen Sargoptik in der Mitte, hatte so eine Sogwirkung auf mich, dass ich den Klappentext auf jeden Fall lesen musste. Und danach war alles klar; Paddy Buckley wollte ich näher kennenlernen. Und ich wurde nicht enttäuscht. Jeremy Massey ist ein herrlicher Debütroman im Stile eines irischen Geschichtenerzählers gelungen. Der Autor hat einen sehr schönen, einfühlsamen und ruhigen Schreibstil, dadurch konnte ich mir Paddy Buckly in den verschiedensten Szenen sehr gut vorstellen. Die einzelnen Kapitel des Romans fallen recht kurz aus, der Autor schafft es jedoch immer schnell auf den Punkt zu kommen, ohne in lange Gedankengänge abzuschweifen. Der irisch schwarze Humor, – einfach wunderbar. Ich habe oft herzhaft lachen müssen. Und ich musste beim Lesen auch oft an „Murphys Gesetz“ denken: „Anything that can go wrong will go wrong.“ Mir hat das Buch ausgesprochen gut gefallen und ich kann es jedem ans Herz legen der Bestatter, Särge, irischen Humor und skurrile Protagonisten mag !!!

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Meine Meinung: Zuerst einmal möchte ich mich beim Bloggerportal und bei carl´s books für dieses Rezensionsexemplar bedanken. In dem Buch geht es um den Bestatter Paddy Buckley. Seine Frau ist vor paar Jahren gestorben und so weiß er auch oft wie sich manche Kunden von ihnen fühlen, die selbst gerade jemanden verloren haben. Er ist fast immer total professionell, doch trotzdem wird er bei Lucy, welche vor kurzem ihren Ehemann verloren hat, ganz schwach. Dabei passiert etwas, was nicht hätte passieren dürfen. Doch es kommt schlimmer, denn nicht nur ihr Ehemann ist tot sondern auch sie. Und das ganze nur wegen Paddy. Nicht nur das, denn ihm passieren weitere Missgeschicke und so viel Pech wie Paddy hat, hat selten jemand. Denn man hat das Gefühl, dass das Pech ihn wirklich auf Schritt und Tritt verfolgt. Als Leser unterhalten einen, diese ganzen Missgeschicke. Auch wenn zum Beispiel Mord keine lustige Angelegenheit ist, muss man oft schmunzeln, weil wirklich alles mit sehr viel Humor beschrieben wird. Paddy ist ein unglaublich toller Protagonist. Er passt einfach perfekt zum Buch. Er ist sehr gerissen und nimmt es sogar mit dem gefährlichsten Gangster der Stadt auf. Das Buch ist sehr flüssig geschrieben und man kommt sehr schnell voran, wenn man das Buch gut findet. Fazit: Mir hat das Buch eigentlich recht gut gefallen. Trotzdem glaube ich, dass das Buch nicht für jeden was ist, weil man einfach denselben Humor (oder zumindest einen sehr ähnlichen) haben muss wie der Autor, sonst wird einem das Buch nicht gefallen. Anonsten kann ich jedem mit viel Humor, dieses Buch wirklich ans Herz legen.

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Allgemeines Titel: Die letzten vier Tage des Paddy Buckley Autor: Jeremy Massey Verlag: carl's books ISBN: 978-3-570-58555-9 Seiten: 265 Preis: 14,99€ Buch kaufen Klappentext "Paddy Buckley ist Bestatter - und zwar mit Leib und Seele. Als eine attraktive Witwe intensive Zuwendung braucht, gibt er sie ihr. Doch er hätte nicht damit gerechnet, dass sie seinen körperlichen Trost nicht überlebt. Zu allem Überfluss läuft ihm auf dem Heimweg noch ein Mann ins Auto - es ist der Bruder des gefährlichsten Gangsters von Dublin, und auch er ist auf der Stelle tot. Es wird eng für Paddy, denn nun hat er eine tote Witwe und einen toten Gangster am Hals - deren Beerdigungen er auch noch ausrichten muss ..." Cover Das Cover fand ich wirklich schön. Man kann an den Formen schon einen Sarg erkennen, der ja automatisch zum Beruf eines Bestatters gehört und sich damit direkt mit Paddy Buckley verbindet. Es ist schlicht in schwarz-weiß gehalten, was ich sehr ansprechend fand. Schreibstil Den Schreibstil fand ich etwas gewöhnungsbedürftig. An manchen Stellen wirkte es sehr langgezogen und auch fand manchmal im Kapitel selber ein Perspektivenwechsel statt, was ziemlich verwirrt hat. Manchen Stellen haben mich an die Pflichtlektüren in der Schule erinnert. Langatmig, durch eine sehr detaillierte Beschreibung. Charaktere Paddy Buckley war auf jeden Fall ein sympathischer und humorvoller Protagonist. Aber Massey hat es durch diesen irischen/britischen/schwarzen Humor geschafft, dass man sogar die Gangster von Dublin, die nun eher ziemlich gefährlich sein sollten, sympathisch wirken zu lassen. Meinung Es war ein netten Buch für zwischendurch. An einigen Stellen lies es sich aber schwer lesen. Einige Passagen waren mir einfach zu langatmig beschrieben, mit Details, die für die Story nicht relevant waren. Den Anfang fand ich ziemlich verstörend. Der Vorfall mit der trauernden Witwe hat mich zwar etwas schockiert, aber der humorvolle Schreibstil hat die Situation so absurd gemacht, dass man nur dabei lachen konnte. Dieser schwarze Humor hat sich wie ein roter Faden durch den Roman gezogen. Paddy scheint nur so von einer Panne in die nächste zu rutschen und doch gelingt es ihm immer wieder auf geschickte Art und Weise den brenzligen Situationen zu entkommen. Er macht gute Mine zum bösen Spiel, selbst als er die Beerdigung der Menschen ausgestaltet, für deren Tod er selber verantwortlich ist. Da die Kapitel immer mal zwischen den Perspektiven der verschiedenen Personen wechseln, bekommt man zu jedem einen kurzen Einblick. Allerdings sind die Charaktere trotzdem nur oberflächlich erzählt. Es fehlt ihnen etwas an Tiefe. Die Story hat durchweg eine gewissen Grundspannung, die sich jedoch nie besonders stark aufbaut, sondern immer unterschwellig 'mitschwimmt', was das Ganze auf der einen Seite interessant wirken lässt, auf der anderen wirkt es auch wieder etwas langweilig. Selbst als der Höhepunkt gekommen ist, fliegt er nur so vorbei und starke Spannung wollte nicht aufkommen. Besonders hat mir aber die Verbindung zwischen den Freunden gefallen, die tatsächlich die ganze Zeit füreinander da waren, selbst wenn es darum ging, einen berüchtigten Gangster auszutricksen. Fazit Ein nettes Buch mit teilweise spannenden Passagen. Seinen besonderen Charme bekommt es allerdings erst durch den Erzählstil, der besonders vom irischen Humor geprägt ist und die eigentlich tragische Geschichte ziemlich absurd erscheinen lässt. Nur leider an manchen Stellen zu flach erzählt. ★ ★ ★ / ★ ★ ★ ★ ★ Vielen Dank an das Bloggerportal, für die Zusendung des Rezensionsexemplares.

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Paddy Buckley arbeitet seit einer Ewigkeit in Dublin als Bestatter für Frank Gallagher. Schon sein Vater war dort als Tischler beschäftigt und hat sich bis zu seinem Tod um die Särge gekümmert. Als Kind ging Paddy deshalb bei Gallagher ein und aus. Ihm ist fast nichts mehr fremd, und er hat mehr Tote gesehen, als er zählen kann. Doch Jeremy Massey schüttelt in seinem ersten Roman Die letzten vier Tage des Paddy Buckley das Leben des Mannes so gründlich durch, dass innerhalb weniger Tage nichts mehr so ist, wie es einmal war. Paddy Buckley ist gern Bestatter und hat seinen Job all die Jahre gewissenhaft und empathisch erledigt. Der Tod ist sein Geschäft, aber vor einigen Jahren ist er ihm zu nahe gekommen: Seine schwangere Frau Eva starb an einem Hirnschlag, während sie im Supermarkt an der Kasse anstand. Den Schock hat er nur schwer verarbeitet, aber er lebt sein Leben weiter. Am 13. Oktober 2014 um 9.40 Uhr fängt Paddys Leben jedoch an, zu Staub zu zerfallen. Das Verrückte daran: Es ist, als würde er sich selbst beim Rasen in einem Sportwagen beobachten, immer in der Gewissheit, dass die nächste Mauer das Letzte ist, was er lebend sehen würde. Aber nichts kann diesen rasenden Sportwagen aufhalten. Es beginnt damit, dass Paddy von Gallagher zu einer Witwe geschickt wird, deren Mann vor wenigen Stunden gestorben ist. Die beiden besprechen die Details der Bestattung und kommen sich dabei deutlich näher, als es üblich ist. Ganz offensichtlich findet die Witwe Trost in der sehr intimen Zweisamkeit. Doch als die beiden zum Höhepunkt kommen, bricht die Frau tot auf Paddy zusammen. Was eigentlich eine Katastrophe ist, soll schon in der darauffolgenden Nacht zum kleinsten Problem des Bestatters werden. Schon in der folgenden Nacht, in der er einen Toten aus dem örtlichen Altenheim für Arme holen soll und dann auch noch in strömendem Regen einen Reifen wechseln muss, geht das Desaster weiter. Er ist in seinem Privatwagen todmüde auf dem Weg nach Hause, als sich drei Dinge praktisch gleichzeitig ereignen: Paddy bemerkt, dass er ohne Licht fährt, nestelt an seinem Autoradio herum und sieht, dass eine Gestalt, die sich gegen den Regen eine Zeitung über den Kopf hält, kurz vor ihm über die Straße geht. Viel zu kurz vor ihm. Sekundenbruchteile später prallt ein Mensch mit Paddys Wagen zusammen, fliegt meterhoch durch die Luft und bleibt tot liegen. Paddy ist unter normalen Umständen ein moralisch ziemlich aufrechter Mensch, aber nach einem Blick in die Brieftasche des Fremden wirft der Bestatter alle ethischen Grundsätze über Bord und entschließt sich zur Fahrerflucht: Er hat den Bruder des gefährlichsten Gangsters von Dublin getötet. Ehrlichkeit wäre jetzt das sichere Todesurteil. Doch es kommt noch dicker: Der völlig verängstigte Paddy wird von seinem ahnungslosen Chef damit beauftragt, sich um die Bestattung dieses Toten zu kümmern. Seine Gefühle beim ersten Besuch des trauernden Gangsterbosses sind so ähnlich, als würde man seinen Kopf in das weit geöffnete Maul eines hungrigen Löwen stecken. Jeremy Massey gelingt es, seine Story so aufzubauen, dass auch die absurdesten Szenen absolut nachvollziehbar sind und gar nicht so unwahrscheinlich wirken, wie es der Plot nahelegt. Seine plastische Sprache lässt den Leser wie einen stummen Zuschauer neben Paddy stehen und ihn dabei beobachten, wie sich die Abwärtsspirale immer schneller dreht. Die letzten vier Tage des Paddy Buckley ist ein Roman, der trotz des Grusels eine heitere und hoffnungsvolle Seite hat. Und die Hoffnung stirbt ja bekanntlich zuletzt.

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