Leserstimmen zu
Totenrausch

Bernhard Aichner

Die Totenfrau-Trilogie (3)

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Ich habe mich sehr auf den dritten Teil der Reihe um Brünhilde Blum gefreut! Schon in den ersten beiden Bänden konnte Bernhard Aichner voll überzeugen! Blum konnte mit ihren Kindern fliehen und ist nach längerer Reise über Norwegen nun in Hamburg gelandet. Sie kommt an mit nix, nur dem was sie am Leib hat und ihren Kindern. Auf der verzweifelten Suche nach Hilfe landet sie bei einer Prostituierten die sie für einige Tage bei sich aufnimmt und ihr den Tip gibt, sich an die Kiezgröße Egon Schiele zu wenden. Schiele ist bereit ihr zu helfen, allerdings besitzt sie keine finanziellen Mittel um ihn zu bezahlen und so bietet sie ihre Dienste an. Leichtfertig - nur die neuen Pässe vor Augen - bietet sie an jemanden in seinem Auftrag zu töten. Für Schiele ist das ein sehr verlockendes Angebot und er willigt nur zu gerne ein und verhilft Blum nicht nur zu neuen Namen und Pässen, er lässt sie auch bei sich in einer Zweitwohnung leben und versorgt sie mit allem Nötigen. Blum war kurz davor nicht mehr daran zu glauben, dass Schiele ihr Angebot wirklich annimmt, da ist der Zeitpunkt gekommen - sein Vater droht wegen der Aussage eines Steuerberaters in den Bau zu wandern, Blum soll eben jene Person vor der Verhandlung aus der Welt schaffen. Für Blum beginnt ein Kampf mit ihrem Gewissen, ihren Ängsten und nicht zuletzt mit sich selbst. Ich glaube ich spoilere nicht zuviel, wenn ich an dieser Stelle verrate, dass sie ihn nicht ermorden konnte und Schiele ihr daraufhin eine Liste mit 4 weiteren Namen gibt die sie auszulöschen hat. Sozusagen eine letzte Chance um zu beweisen, dass sie zu ihrem Wort steht. Der erste Name davon ist der einzige Freund den sie in Hamburg bisher gefunden hat .... Ein Wahnsinnsbuch, ich bin wirklich atemlos durch die Seiten geflogen. Bernhard Aichner lässt dem Leser keine Zeit zum Durchatmen, der kurze knackige Schreibstil der ihn ausmacht, erfährt im Finale der Trilogie seinen absoluten Höhepunkt. Als Blum Fan stört man sich schon längst nicht mehr am seltsam ersscheinenden Satzbau und inhaliert begierig jeden weiteren Satz. Ich habe von der ersten bis zur letzten Seite mitgefiebert und mich so oft gefragt, warum Blum so ein unnötiges Risiko eingeht aber so ist Blum eben und das macht sie aus. Bernhard Aichner hat eine wirklich sympathische Protagonistin mit Ecken und Kanten geschaffen und Wolfram Koch schafft es wie kein anderer diese Stimmung zu transportieren! Er passt total zu der Reihe und heizt die Spannung zusätzlich an. Ganz klare Empfehlung von mir - aber bitte fangt vorn an und lest die ganze Reihe - man kann zwar auch nur einen Band lesen aber es würde soviel von der Story um Blum wegnehmen, das wäre wirklich schade! Blutig, tödlich und nix für schwache Nerven. Absoluter Geheimtip!

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Mit Totenrausch beendet Bernd Aichner seine „Totenfrau-Trilogie“ Chronologische Reihenfolge : Totenfrau, Totenhaus und dann Totenrausch. In meinen Augen ist es unabdingbar diese Trilogie der Reihenfolge nach zu lesen. Hier und da kann man durchaus auch quer einsteigen, aber bei dieser Serie ist das in meinen Augen einfach nicht möglich. Ich habe für mich die ersten Bände als Hörbuch genossen und mich zum Abschluss an das selber lesen gewagt . Bernd Aichner hat schon einen sehr besonderen Schreibstil den man mögen muss. Nicht nur seine Hauptfigur ist sehr speziell auch die Art und Weise wie er schreibt ist anders. Im Laufe des Buches wechseln sich immer wieder kurze Erzählstränge mit einigen Seiten Dialog ab. Am Anfang hat mich das ein wenig irritiert, es war mir bei den Hörbüchern irgendwie nicht ganz so bewusst geworden, das so viele Dialoge das Geschehen tragen… Als ich es dann aber so direkt schriftlich vor Augen hatte war es ein klein wenig gewöhnungsbedürftig. Allerdings ist mir schnell bewusst geworden, dass dieser Stil mich dichter an die Geschichte gebracht hat. Ich habe mich irgendwie näher dran gefühlt. Der Autor hat mit seiner Trilogie eine sehr spezielle Geschichte entwickelt. Ganz gleich ob man sie nun mag oder nicht, es ist auf alle Fälle kein „Nullachtfuffzehn“ Thriller. Dazu ist die Figur der Brünhilde Blum schon zu speziell… Totenrausch wurde in den Medien als furioser Abschluss angepriesen, dem kann ich für mich jetzt nicht so uneingeschränkt zustimmen. War Band eins natürlich noch gänzlich überraschend, und mit der Einführung der Protagonistin in ihrer ganzen Art sehr gelungen, so gab es für mich in diesem Bereich im letzten Band keine besondere Entwicklung zu bemerken. In diesem Teil ist Blum mit ihren beiden Kindern auf der Flucht, eine kleine norwegische Insel bietet ihnen Schutz, allerdings möchten die beiden Mädchen doch wieder nach Hause…sie möchten mit anderen Kindern in ihrer Sprache reden und spielen… So macht sich Blum erneut auf den Weg. Die drei landen in Hamburg und Blum sucht beim Kiezkönig Schiel Hilfe. Für neue Pässe und ein unbeschwertes Leben bietet Blum an einen weiteren Mord zu begehen. Mir persönlich folgt dann leider etwas zu viel Hin und Her und die Geschichte driftet einfach zu sehr ab…Der Spannungsbogen wird zwar auf der einen Seite nach oben getrieben, aber mir wurde es dann einfach zu durchsichtig, als das ich mitgefiebert hätte. Grundsätzlich hat mich das Buch unterhalten, der ungewöhnliche Schreibstil hat schon was für sich, aber die volle Begeisterung wie bei Band eins konnte sich diesmal nicht mehr einfinden. Dennoch würde ich denken, das man es lesen sollte, wenn man die ersten beiden Bände gelesen hat. Auch machen sich alle drei Bände wirklich gut nebeneinander im Regal. Die Optik der Cover ist stimmig, dies ist leider nicht immer so. Eine Kleinigkeit zu meckern habe ich dann aber doch noch. Auch wenn das jetzt nichts mit dem eigentlichen Lesevergnügen zu tun hat finde es wichtig zu erwähnen.Das Buch kommt mit 472 Seiten daher, aber warum sind so viele Seiten einfach leer? Man hätte oft das nächste Kapitel gleich anschliessen können, aber nein, da wird dann mal eben eine ganze Seite leer gelassen. Ich weiss nicht warum dies so gewählt wurde, mich hat es leider etwas gestört.

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Versprechen muss man halten. Auf der Flucht vor Interpol schlägt sich die Mörderin Brünhilde Blum mit ihren beiden Töchtern nach Hamburg durch. Alles wird gut. Es war der einzige Weg. Brünhilde Blum ist eine liebevolle Mutter zweier Töchter, erfolgreich in ihrem Beruf als Bestatterin, freundlich und ausgeglichen Die Tat einer Psychopathin, schrieben sie. Und lagen doch so falsch damit. Weil niemand wusste, wer diese Männer wirklich gewesen waren, was sie getan hatten. Sie musste sich unbedingt eine neue Identität zulegen und irgendwo abtauchen, einen Neuanfang wagen. Der Schreibstil ist spannend. Seine Sätze sind kurz und knapp. Wer die ersten beiden Krimis nicht kennt, kann den dritten Teil aber auch getrost als einzigen lesen. Das Buch ist unter ISBN 978-3442756377 und ist für 19,99 € zu erwerben. Erschienen ist es am 9. Januar 2017 im btb Verlag. Es hat 480 Seiten voller Spannung.

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Klappentext Die Frau, die in das Büro eines Hamburger Zuhälters stürmt, ist verzweifelt. »Ich brauche Pässe für mich und meine zwei Kinder«, sagt sie. Und: »Wenn du mir hilfst, werde ich jemanden für dich töten.« Es wäre nicht das erste Mal ... Brünhilde Blum. International gesuchte Mörderin. Liebevolle Mutter zweier Töchter. Seit Monaten auf der Flucht. In Hamburg will sie zur Ruhe kommen, einen Neuanfang wagen, und fast, so scheint es, gelingt es ihr auch. Ausgestattet mit einer neuen Identität und etwas Geld wohnt sie mit ihren Töchtern in einem wunderschönen Fischerhäuschen an der Elbe und arbeitet als Aushilfe in einem Bestattungsinstitut. Alles ist gut. Bis zu dem Tag, an dem sie für ihr neues Leben bezahlen muss – denn der Mann, dem sie das neue Glück zu verdanken hat, fordert ein, was sie ihm versprochen hat. Sie soll für ihn jemanden töten. Das Problem dabei ist nur, dass es sich um einen Menschen handelt, der ihr sehr ans Herz gewachsen ist ... Meine Meinung Ich war am Anfang ein bisschen skeptisch was das Buch angeht, denn der zweite Band hat mir leider gar nicht gefallen. Blum findet einen Weg und einen Ort, wo sie mit ihren beiden Kindern bleiben kann, wo sie Ihnen Geborgenheit bieten kann. Sie vertraut darauf, dass alles gut wird und dass sie und Ihre beiden Töchter endlich glücklich werden können. Sie schafft es neue Pässe für sich und ihre Kinder zu besorgen, doch zu welchem Preis? Bald merkt sie, dass sie auf einer Zeitbombe sitzt, eine Zeitbombe die „Schiele“ heißt. Er will das Blum jemanden für ihn tötet! Doch kann sie wirklich nochmal jemanden töten? Und wenn Nein, was passiert dann mit ihr? Was passiert mit ihren Kindern? Das Buch war wirklich von Anfang bis Ende spannend, immer wieder dachte ich "Oh mein Gott" bitte lass das nicht passieren. Ich konnte das Buch nicht aus der Hand legen und bin wirklich froh, dass ich diesem Buch eine Chance geben habe, denn es ist ein würdiger Abschluss dieser Trilogie. Der Schreibstil von Bernhard Aichner ist mal etwas anderes, er ist melancholisch, total packend und spannend. Falls ihr die Bücher noch nicht kennt, dann kann ich sie euch nur wärmstens empfehlen. 😊

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Blum liebt ihre Kinder! Sie macht absolut alles um ihnen ein gutes Leben zu ermöglichen! Wie weit wird sie gehen? Das atemberaubende und hochdramatische Finale der Krimi Reihe rund um die Bestatterin Blum. Cover: Das Cover ist absolut schön und für mich auch das beste der Reihe. Bernhard Aichner blieb seinen Stil treu und die Reihe ist nicht nur inhaltlich einzigartig sonder auch äußerlich. Abgesehen von dem heute rezensierten letzten Band haben alle 3 Bände "Eye-Catcher-Potenzial". Top! Nichts auszusetzen an dieser Stelle. Schreibstil: Kurz - pregnant und inhaltsstark! Bernhard Aichner der Meister der kurzen Sätze die dennoch eine solche Atmosspähre generieren das es einfach nur zu sagen gibt "Hut ab". Ich bin tatsächlich begeistert. Band 3 war im Vergleich zu den Vorgängern auch hier wieder der beste Teil. Für mich steht fest - man braucht keine ewigen langen Sätze man braucht nur ein Gespür für die Worte und dann kann jeder Satz eine tolle Wirkung entfalten. Meinung: Was soll man sagen, außer die hohen Erwartungen mit denen man definitiv an dieses Buch herantritt, erfüllt werden. Das war euch zu wenig? Ok dann nochmal etwas länger - ihr bekommt - Manipulation, Mord, Ängste, Freude, Liebe, Humor und brillante Wortspiele frei Haus und all das gipfelt sich immer weiter zu einem fulminanten Ende einer großartigen Reihe. Die einzige Kritik die ich wirklich habe ist der Anfang des Buches den fand ich nicht ganz so perfekt, aber als dann der "Motor" warm gelaufen war und die Story so richtig an Fahrt aufnahm konnte man sich quasi nicht mehr trennen von dem Buch. Mir bleibt an dieser Stelle nichts mehr zu sagen außer, ich brauche definitiv mehr Bücher dieser Qualität und freue mich schon auf das nächste Aichner Werk. Cover: 1 von 1 Stern Schreibstil: 1 von 1 Stern Protagonisten: 1 von 1 Stern Thematik/Umsetzung: 1,8 von 2 Sternen

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Nach Band 1 (Totenfrau) und Band 2 (Totenhaus) habe ich nun von Berhard Aichners Totenfrau-Trilogie Band 3 gelesen, der den Abschluss bildet. "Totenrausch" erzählt von einer Frau, die in das Büro eines Hamburger Zuhälters stürmt. Sie ist total verzweifelt. Angeblich braucht sie Pässe für ihre Kinder und sich. Wenn man ihr helfen würde, würde sie töten, sie sagt, das sei nicht das erste Mal. Brünhilde Blum ist eine Mörderin. Sie wird international gesucht. Gleichzeitig ist sie aber auch die Mutter von zwei Töchtern. Schon monatelang befindet sie sich auf der Flucht. Nun hat sie vor, in Hamburg einen Neuanfang zu wagen. Es scheint, mit einer neuen Identität zu funktionieren - erst einmal .... An der Elbe findet sie Unterschlupf - ist als Aushilfe in einem Bestattungsinstitut tätig. Dann aber holt sie ihr altes Leben wieder ein ... Sie soll wieder töten. Aber, kann sie diesen Menschen - gerade diesen - töten ??? Mehr möchte ich garnicht verraten, um nicht zuviel der Spannung vorwegzunehmen. Aichner hält auch in diesem Teil wieder an seinem ganz eigenen Stil fest, schreibt bildhaft und authentisch. Separat lesen lassen sich die drei Teile - so finde ich - nicht so gut, ich empfehle, sie der Reihe nach zu lesen, damit man sich gut eindenken kann. Ein Buch baut auf dem anderen auf. Die Kapitel sind überschaubar, das gefällt mir, man kann sie gut lesen - flüssig lesen und vor allem extrem spannend. Es ist schwer, das Buch aus der Hand zu legen. Leseprobe: ======== Kurz vor Mitternacht wird es besser. Die Gedanken verschwimmen, da sind nur noch Blum und das Handy in ihrer Hand. Das Foto, das sie von ihm gemacht hat. Nur eine Leiche auf einem teuren Holzboden, nur das Mittel zum Zweck. Der tote Richter. Blum drückt auf Senden. Erledigt, schreibt sie. Ich sitze in der Pony-Alm und warte auf dich. Ich gehe zur Polizei, wenn du nicht kommst. Dann winkt sie dem Barmann. Ein Mal noch soll er das Glas vollmachen. Bevor Schiele kommt. Die Handlung ist dicht - sein Satzbau ist ein recht überschaubarer. Er schreibt in kurzen Sätzen, daran musste ich mich erst gewöhnen, aber es ist gut so, wie er schreibt, das ist Aichner, daran kann man sich gewöhnen ... Die Dialoge sind authentisch und lebendig und ebenso die Charaktere - gut und böse -, die der Autor sehr tiefgründig beschreibt und bildhaft hervorhebt. Mich hat die gesamte Geschichte überzeugt. Sie ist ein extrem gelungener Abschluss der Trilogie, glaubwürdig und auch irgendwie schade, dass es nun zu Ende ist. Bin gespannt, was der Autor seinen Lesern als nächstes bietet.

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Alles wird gut … so beginnt Bernhard Aichner den finalen Teil der Blum Trilogie. Kaum zu glauben bei dem Klappentext, kaum zu glauben, wenn man die Vorgeschichte kennt. Sollte Brünhilde Blum tatsächlich endlich zur Ruhe kommen und ein ganz normales Leben mit ihren Töchtern und vielleicht einem neuen Partner an ihrer Seite führen können? Denn genau so sieht es erstmal nicht aus. Die erste Überschrift wirkt tröstlich, aber Bernhard Aichner macht es seiner Blum erwartungsgemäß nicht gerade leicht. Einiges ist anders, Bernhard Aichner hat sich weiter entwickelt. Seine Sätze sind komplexer geworden und eindringlicher denn je. Ich mag es sehr, wie er mit wenigen Worten viel erzählt. Und mir Blum nahe bringt. Ich mochte sie von Anfang an, war fasziniert von der Frau, die so straight ihren Weg geht. Die beeindruckende Persönlichkeit von Blum ist einzigartig, bisher ist mir noch keine Frau wie sie weder in der Realität noch in einem Buch begegnet. Und sie hat nichts von ihrer Faszination verloren. Wenn es sein muss, ist sie so eiskalt, dass einem Angst und Bange wird und dann wieder so warmherzig, wenn es um ihre Kinder geht. Das kann ich nur bewundern. Und dieser „letzte“ Weg ist gespickt mit so viel Unvorhersehbarem, was den Spannungsbogen natürlich fast unerträglich hoch hält. Die Dialoge sind wie auch zuvor außergewöhnlich. Sie haben ihren eigenen Raum und sind gerade in ihrer Einfachheit und Authentizität genial. Denn genau so redet man miteinander. Und „Füllsätze“ gibt es keine! Ich mag diesen Purismus von Bernhard Aichner immer mehr. Der Wiedererkennungswort ist extrem hoch und das fängt schon bei der Aufmachung von „Totenrausch“ an. Wenn man es in die Hand nimmt, weiß man, das ist ein Aichner. Alle Geschichten haben irgendwann ein Ende. Dennoch finde ich es schade, mich jetzt von Blum verabschieden zu müssen. Aber das Ende ist so wie es sein sollte. Nicht wie ich es erwartet habe. Aber es ist gut so, wie es ist. Und Blum bekommt einen Ehrenplatz in meinem Bücherschrank! Fazit: Bernhard Aichner gibt noch mal alles im letzten Teil der Blum-Trilogie. Spannend, puristisch und auf eine ganz besondere Art emotional.

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Alles wird gut … so beginnt Bernhard Aichner den finalen Teil der Blum Trilogie. Kaum zu glauben bei dem Klappentext, kaum zu glauben, wenn man die Vorgeschichte kennt. Sollte Brünhilde Blum tatsächlich endlich zur Ruhe kommen und ein ganz normales Leben mit ihren Töchtern und vielleicht einem neuen Partner an ihrer Seite führen können? Denn genau so sieht es erstmal nicht aus. Die erste Überschrift wirkt tröstlich, aber Bernhard Aichner macht es seiner Blum erwartungsgemäß nicht gerade leicht. Einiges ist anders, Bernhard Aichner hat sich weiter entwickelt. Seine Sätze sind komplexer geworden und eindringlicher denn je. Ich mag es sehr, wie er mit wenigen Worten viel erzählt. Und mir Blum nahe bringt. Ich mochte sie von Anfang an, war fasziniert von der Frau, die so straight ihren Weg geht. Die beeindruckende Persönlichkeit von Blum ist einzigartig, bisher ist mir noch keine Frau wie sie weder in der Realität noch in einem Buch begegnet. Und sie hat nichts von ihrer Faszination verloren. Wenn es sein muss, ist sie so eiskalt, dass einem Angst und Bange wird und dann wieder so warmherzig, wenn es um ihre Kinder geht. Das kann ich nur bewundern. Und dieser „letzte“ Weg ist gespickt mit so viel Unvorhersehbarem, was den Spannungsbogen natürlich fast unerträglich hoch hält. Die Dialoge sind wie auch zuvor außergewöhnlich. Sie haben ihren eigenen Raum und sind gerade in ihrer Einfachheit und Authentizität genial. Denn genau so redet man miteinander. Und „Füllsätze“ gibt es keine! Ich mag diesen Purismus von Bernhard Aichner immer mehr. Der Wiedererkennungswort ist extrem hoch und das fängt schon bei der Aufmachung von „Totenrausch“ an. Wenn man es in die Hand nimmt, weiß man, das ist ein Aichner. Alle Geschichten haben irgendwann ein Ende. Dennoch finde ich es schade, mich jetzt von Blum verabschieden zu müssen. Aber das Ende ist so wie es sein sollte. Nicht wie ich es erwartet habe. Aber es ist gut so, wie es ist. Und Blum bekommt einen Ehrenplatz in meinem Bücherschrank! Fazit: Bernhard Aichner gibt noch mal alles im letzten Teil der Blum-Trilogie. Spannend, puristisch und auf eine ganz besondere Art emotional.

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