Leserstimmen zu
DEMUT

Mats Olsson

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Zu Beginn war ich erschrocken 700 Seiten, und ließ mich dann überraschen ob man diese Seiten auch gut gefüllt hat. Nur leider musste ich feststellen das es auch 500 Seiten getan hätten, denn viel Passagen wurden derart in die länge gezogen das ich diese einfach nur überflogen habe weil sie nicht von geringster Bedeutung waren. Das ist aber auch das einzige was ich an diesem Buch zu bemängeln habe. Der Schreibstil den man hier geboten bekommt ist echt super und sehr gut lesbar, und es wird immer im wechsel erzählt. Aus der Sicht von Harry Svensson und dem Mörder. Was mir sehr gut gefallen hat. Es ist ein bis auf die Ausschweifungen ein sehr Spannungsgeladenes Buch und man ist gefesselt , aber auch manche Passagen wo man ein schmunzeln im Gesicht hat. Einfach Klasse Abwechslung. Das Ende war so nicht zu erwarten, was ich hier natürlich nicht verraten werde. Aber alles in allem kann ich sagen ein gelungenes Buch, zwar kein Thriller wie ich finde sondern eher ein Krimi. Es gibt von mir 4 von 5 Sterne.

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Mats Olsson ist ein erfahrener Journalist und kann schreiben und so ist sein Detektivroman eine gut lesbare, spannende Geschichte. Im Zentrum des Geschehens steht Harry Svensson, ein ehemaliger Journalist mittleren Alters, der noch gelegentlich einer freien Arbeit nachgeht und mit einer Tätigkeit in der Gastronomie liebäugelt. Harry Svensson stolpert buchstäblich über den toten Körper einer Frau in einem Hotel. Neben ihr liegt schnarchend der alternde Bluesmusiker Håkan Sandell. Der Fall interessiert ihn. Vor allem nachdem ein paar Monate später ein ähnlicher Mord in Göteborg passiert. Harry hat diese Frau schon einmal getroffen. Und so wird er in die Jagd nach einem Serienkiller gezogen. Harrys Zwiespalt: Er will der Polizei helfen, aber zugleich will er nicht verraten, dass er harten Sex und Sadomasochismus mag. Es ist klar, dass der Mörder auch ein Sadist ist. Ist es nun ein Thriller oder ein Roman, der sich mit SM-Praktiken beschäftigt? Fifty shades of grey lässt grüßen. Mats Olsson schreibt eine flinke, lockere Sprache mit knackigen Dialogen. Sein Stil ist charmant und ein wenig gesprächig. Das passt gut zu diesem Zusammenhang. Darüber hinaus hat er eine große Liebe zum Detail, die die Darstellungen zwar besonders unterhaltsam macht, aber auch in die Länge zieht. Mir scheint in Harry Svensson steckt auch eine gehörige Portion Mats Olsson. Auch wenn es um Meinungen über alles von Musik und Journalismus zu Grillrezepten und die Landschaften geht, wir bekommen durch alles ein wahres und klares Bild von dem, was Mats Olsson denkt. Das Buch hat einige Längen und für meinen Geschmack etwas zu viele Zufälle. Mir scheint, dass die Story zu wenig durchkonstruiert ist, und auch die Charaktere bleiben etwas blass. Trotz dieser Schwächen ist DEMUT ein bemerkenswerter und lesenswerter Debutroman von Mats Olsson, aber ganz an die Spitze hat er sich noch nicht geschrieben. Aber das Buch bietet eine gute Unterhaltung. Wenn es denn eine Serie wird, hat Mats Olsson noch Zeit es besser zu machen.

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Klappentext: Das hatte er sich anders vorgestellt: Harry Svensson, Exreporter einer Stockholmer Zeitung und angehender Kneipenwirt, hat sich in Malmö mit einer Weinhändlerin verabredet - doch aus der gemeinsamen Nacht wird nichts. Ulrika Palmgren überlegt es sich im letzten Moment anders und setzt ihn vor die Tür. Statt speziellen Sex gibt es ein lädiertes Ego und eine gebrochene Nase. Als er notdürftig verarztet in sein Hotel zurückkehrt, entdeckt er im Nachbarzimmer, dessen Tür lediglich angelehnt ist, den bekannten Blues-Sänger Tommy Sandell, der seinen Rausch ausschläft - neben ihm die Leiche einer Frau. Die Ermittlungen der Polizei in dem Mordfall wollen nicht so recht vorankommen. Nur eins ist sicher: der Musiker war es nicht. Svensson betreibt derweil seine eigenen Recherchen. Als es wenig später in Göteborg zu einem ähnlichen Fall kommt, ist Harry Svensson sich sicher, dass man es mit einem Serienmörder zu tun hat ... ( Quelle: Btb Verlag ) Kurze Zusammenfassung: Harry Svensson will sich in Malmö eigentlich nur über Weine informieren .... und vielleicht eine aufregende Nacht mit einer Weinhändlerin verbringen. Doch aus beiden Vorhaben wird nichts, weder erfährt er ausreichend Fesselndes über Wein noch erlebt er eine fesselnde Nacht mit der Weinhändlerin, dafür stolpert er unversehens in einen Serienmord. Im Nachbarzimmer seines Hotels findet er eine tote Frau, im Bett mit einem bekannten Musiker. Das dieser Todesfall ein Serienmord war, wird ihm klar als wenig später eine Bekannte von ihm auf die gleiche Weise zu Tode kommt. Alle Zeichen stehen für Morde aus der SM-Szene und für Serienmord. In der SM-Szene kennt sich Harry gut aus, nicht zuletzt da er sebst entsprechende Neigungen hat. Serienmord kann er auch gut bearbeiten, in seiner Laufbahn als Journalist hat er Spurensuche und Recherche als Beruf ausgeübt .... also steht einem Sprung in dieses Abenteuer nichts im Wege. Zu ihm gesellen sich auch noch die Kommisarin Eva Mansson, eine Frau mit ganz eigener Schlagkraft ;) und der pensionierten Journalisten Arne Jönsson. Gemeinsam machen sie sich daran die sogenannten Spanking Morde aufzuklären. Fazit: Ja. Hmmmm ..... anders, neu, interessant ... ein Debüt. Einerseits fand ich die Schreibe ziemlich cool, die Bildbeschreibungen kühl nordisch und die Figuren wirklich interessant. Aber zwischendrin hatte ich beim Lesen immer wieder den Gedanken: "Wie ist der denn drauf?". Als Ermittler ist Harry Svensson so ganz anders. Echt cool und richtig SM. Ebenso sind die Geschehen und Kulissen: echt cool und ziemlich SM. Nein, natürlich gleitet es nicht in einen Softporno ab, aber die SM-Szene und Trigger für bestimmte Reize begleiten die Geschichte von Anfang bis Ende. Da ich mit diesem Metier bisher nicht viel zu tun hatte, war ich hin und wieder doch sehr erstaunt und überrascht und wusste nicht immer genau, ob ich hier wirklich mehr lesen will. Als ich dann so richtig eingelesen war konnte ich das Buch auch nicht mehr weglegen, obwohl es in der Mitte schon recht lang war. Trotzdem fand ich die Geschichte gut und die Ermittler auf jeden Fall lesenswert. Da das Ende sich so liest, als würde Mats Olsson mit einer Ermittlerreihe starten, finde ich dieses Buch als Start gelungen und als Debütroman überzeugend. Ich bin gespannt was sich aus Harry Svensson und seinen Neigungen noch entwickeln wird.

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Cool Jazz

Von: wal.li

05.03.2017

Er hat gekündigt, seine Neugier ist allerdings ungebrochen. Der Journalist Harry Svensson kann also gar nicht anders als Nachforschungen anzustellen. Eher zufällig gerät er in eine Affäre um den ehemals bekannten Musiker Tommy Sandell. Svensson ist derjenige, der Sandell besoffen schnarchend in dessen Hotelbett findet. Neben dem Sänger liegt eine tote Frau. Wohl ein Horrorszenario für jeden, der einiges an Vorstellungskraft hat. Sandell wird zunächst ins Krankenhaus gebracht. Er hat einen Filmriss und kann sich nicht erinnern wie die Frau in sein Bett gekommen sein könnte und erst recht nicht erinnert er sich daran, wieso sie tot ist. Wirklich unheimlich wird es für Svensson als eine entfernte Bekannte von ihm selbst auf ähnliche Weise umkommt. Die Ereignisse kann der Reporter nicht aus seinem Gedächtnis streichen. Zum einen hat ihm die Berichterstattung einiges an Ruhm und Verdienst eingebracht, zum anderen will er wissen, wer hinter den Taten steckt. Es lässt ihn nicht los, es nagt an ihm. Vage vermutet er, er könnte etwas mit dem Mörder gemeinsam haben. Ein unangenehmer Gedanke, der in immer tiefer graben lässt. Die Polizei scheint dabei weniger an der Aufklärung der Mordfälle gelegen zu sein, zu vielen wichtigeren Dingen wird der Vorrang gegeben. Eher kühl wirkt der Tonfall dieses Debütwerkes, wie Cool Jazz eben. Zu dieser Musik meint man Harry Svensson durch die Straßen schlurfen zu sehen, in eher regnerischem und düsteren Wetter. Zwar umfasst die Handlung den Zeitraum von über einem Jahr und somit auch Frühling und Sommer, doch diese Zeiten hinterlassen einen eher diffusen Eindruck von ein paar schönen Wochen auf dem Land, wo Svensson mit einem Freund ein Lokal betreibt. Intensiver sind die Spuren, die Herbst und Winter hinterlassen, die Zeit der Morde, des Verfolgens der Spuren, die verschwommen erscheinen und mit der Zeit und der freundlichen Hilfe des pensionierten Reporters Arne immer deutlicher werden. Mit dem Journalisten im Unruhestand Harry Svensson hat Mars Olsson eine Detektivfigur geschaffen, an die man sich erst einmal gewöhnen muss. Ist das gelungen, bietet sich ein interessanter Fall in einer Szene, die vielleicht nicht mehr so unbekannt aber doch fremd ist. Das Ende scheint da mehr wie ein Innehalten, ein Durchatmen einer Geschichte, die noch nicht fertig erzählt ist. Für einen Reihenbeginn durchaus nichts Ungewöhnliches. Für ein Wiederlesen mit Harry und Arne kann man also schon mal die richtige Musik bereitlegen.

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Ein etwas anderer Krimi!

Von: Karin - Mona aus Peine

16.02.2017

Der Klappentext verspricht eine spannende Lektüre, die in Schweden spielt. Am Anfang habe ich mich gefragt was "Spanking" ist, aber man kam sehr schnell dahinter. Und ein Journalist, der auf eigene Faust Ermittlungen anstellt, ist mal etwas anderes. Harry Svensson findet neben einem ehemaligen prominenten Musiker eine tote Frauenleiche, die Striemen von Schlägen auf ihrem Hintern hat. Was hat es damit auf sich? Hat der Musiker die Frau ermordet? Harry wittert eine gute Story. Aber die Ermittlungen führen zu nichts, bis wieder eine Frauenleiche, mit Striemen auf dem Hintern, neben einem vielversprechenden aufstrebenden Politiker gefunden wird. Das weckt Harry Svensson Neugier auf ein Neues und er fängt an als Hobbydetektiv zu ermitteln und stößt dabei auf ähnlich gelagerte Fälle, wo die Frauen Schläge auf den Hintern bekommen haben. Was hat es also damit auf sich? Der Einstieg in die Geschichte ist etwas langatmig und auch manche Stränge der Erzählungen hätte man kürzer fassen können. Der Hauptprotagonist ist etwas schräg, aber er kommt sehr sympathisch herüber. Der Schreibstil ist für ein Erstlingswerk flüssig und lässt sich gut lesen und hat Potenzial, den Protagonisten Harry Svensson noch weiter auszubauen.

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