Leserstimmen zu
In ewiger Schuld

Harlan Coben

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Zum Inhalt: Maya, ehemalige Militärpilotin, zweifelt an ihrem Verstand, als sie auf ihrer Nanny-Cam sieht, wie ihre kleine Tochter mit ihrem Vater spielt. Doch Mayas Ehemann Joe wurde kürzlich ermordet. Sie beschließt daraufhin, den genauen Vorfällen, die zum Tod ihres Mannes geführt haben, auf den Grund zu gehen. Doch dazu muss sie sich nicht nur ihrer eigenen Vergangenheit stellen, sondern auch in der von Joes schwerreicher Familie recherchieren … Meine Meinung: Wie bereits die anderen Bücher, die ich von diesem Autor gelesen habe, beginnt die Geschichte zunächst recht unspektakulär, was sich jedoch schnell ändert. So gibt es immer wieder Stellen im Buch, die eine ganz alltägliche Situation schildern, aber dann irgendwie „aus dem Ruder laufen“. Coben schafft es, die Spannung durch immer wieder neue Fährten zu steigern. Immer, wenn ich als Leser dachte, ein wenig durchatmen zu können, kam die nächste Überraschung. Obwohl das Setting dieses Mal doch sehr „amerikanisch“ daherkommt, trifft der Autor mit den beschriebenen Problemfeldern im Kern m.E. den Nerv der Zeit. Zwei Stellen aus dem Buch möchte ich noch zitieren. Da wäre zum einen folgende, in der sich wohl viele Leser wiedererkennen: … dann öffnete sie ihre „Kabel-Schublade“. Wie die meisten Menschen, die sie kannte, warf Maya nie ein Netzgerät weg. Die Schublade war übervoll … Und dann habe ich mich an dieser Stelle gefreut: … Er setzte sich in einen Sessel in der Ecke, zog den neuen Roman von Anna Quindlen aus der Tasche und fing an zu lesen. … Denn auch bei mir liegt ein Buch von Anna Quindlen und wartet darauf gelesen zu werden. Fazit: ein, wie ich finde, typisches Harlan-Coben-Buch: spannend, atmosphärisch dicht, unblutig und mit einem unerwarteten Ende

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Nachdem die Kampfpilotin Maya aufgrund eines umstrittenen Einsatzes aus dem Militärdienst entlassen worden ist, geht sie in ihrer neuen Rolle als Ehefrau und Mutter auf. Bis zu dem Tag, an dem ihr Mann Joe brutal ermordet wird und sie den gemeinsamen Traum von einer glücklichen Familie begraben muss. Von nun an ist Maya auf sich allein gestellt. Entsprechend groß ist deshalb ihr Schock, als sie auf der im Haus befindlichen Nanny-Cam ihren vermeintlich toten Ehemann mit der gemeinsamen Tochter Lily spielen sieht. Völlig verwirrt, versucht sie, dem unerklärlichen Vorfall auf den Grund zu gehen und stößt dabei auf düstere Geheimnisse aus der Vergangenheit, die Joes Familie mit allen Mitteln vor ihr zu verbergen versucht. ""In ewiger Schuld" ist ein wendungsreicher Thriller, der geschickt mit den Wahrnehmungen seiner Hauptfigur, der erfahrenen Kampfpilotin Maya, spielt. Denn diese hat während ihres Einsatzes in Kriegsgebieten viel erlebt und wird regelmäßig von immer wieder auftauchenden Albträumen und Flashbacks heimgesucht. Allerdings ist sie durch ihre beruflichen Erlebnisse nicht nur labil, sondern auch eine erfahrene Kämpfernatur. Und dieser Teil von ihr zwingt sie, dem Unmöglichen nachzugehen. Ein kräftezehrendes Zusammenspiel, aus dem der Thriller seine Spannung zieht und damit nicht nur Maya, sondern auch den Hörer immer wieder vor neue Herausforderungen stellt. Harlan Coben versteht es, einen undurchsichtigen Plot zu ersinnen und ihn mit dramatischen Vorfällen und zwielichtigen Figuren anzureichern. Ohne große Vorreden ist der Hörer von Beginn an mitten im Geschehen und wird von den Ereignissen regelrecht mitgerissen. Und obwohl er lange Zeit nicht weiß, was wirklich geschehen ist, stellt er immer wieder neue Vermutungen an. Eine spannende Angelegenheit, vor allem weil die Handlung selbst rasant vonstattengeht und mit jeder neu auf der Bildfläche erscheinenden Figur, die Entwicklung der dramatischen Ereignisse eine neue Richtung einschlägt. Das Ganze wird aus der Sicht von Maya erzählt und wirkt durch den intensiven Einblick in ihre Gedanken und ihr Tun besonders intensiv. Fazit: Mit "In ewiger Schuld" hat Harlan Coben erneut einen spannenden und ereignisreichen Thriller geschrieben, der seine Hörer durchgängig an das Geschehen fesselt und erst ganz zum Schluss eine verblüffende Auflösung offenbart. Von Detlef Bierstedt mit viel Ausdruck und Empathie gelesen, präsentiert sich dieser Thriller als ein nervenaufreibender Hörgenuss.

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