Leserstimmen zu
Die Blausteinkriege 1 - Das Erbe von Berun

T. S. Orgel

Die Blausteinkriege (1)

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Mit dem ersten Band der „Blausteinkriege“ – „Das Erbe von Berun“ verlässt das Autorengespann T.S. Orgel die tolkienschen Figurengefilde, in denen sie mit ihren letzten drei Büchern über die Orks und die Zwerge unterwegs waren. Das Duo bricht auf in eine neue Welt und die ist so facettenreich wie spannend. Das Kaiserreich Berun ist ein Land, das im politischen Niedergang begriffen ist. Es gibt reichlich Intrigen und Ränke, mit denen die Feinde des neuen Kaisers versuchen, an die Macht zu kommen. Es geht um Macht, es geht um Religion und es geht um Magie und den wertvollen Rohstoff Blaustein, der das magische Talent mancher Menschen fördert. Das Setting, das T.S. Orgel entwirft, ist nicht neu in der Fantasy, aber hier ungemein vielschichtig und wird all jene begeistern, die die epische Fantasy lieben. Schnell ist man in der Geschichte und gebannt von den sich überschlagenden Ereignissen in den verschiedenen Handlungssträngen. Die Story fesselt aufgrund ihrer Komplexität, aber auch aufgrund ihrer guten Figuren. T.S. Orgel hat spannende Charaktere gezeichnet, die alle ihre Abgründe, Fehler, ihre Ecken und Kanten haben. Das macht sie interessant und sorgt dafür, dass man ihnen folgen will. „Das Erbe von Berun“ wird so zum echten Pageturner, bei dem man sich nach der letzten Seite schon auf die nächsten Bände freut.

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Nach dem Tod des Kaisers von Berun geht das Land seinem Untergang entgegen, denn der Thronfolger ist schwach und unfähig. In den Vasallenstaaten gibt es Abspaltungstendenzen, es kommt zu Aufständen, Nachbarstaaten versuchen die Umstände auszunutzen. Das Schicksal mehrerer Menschen verbindet sich mit dem Geschehen: Die Diebin Sara tritt, nachdem sie der Mutter des Kaisers unbeabsichtigt einen Gefallen erwies, in deren Dienst und damit mitten ins Geschehen. Der Schwertkämpfer Marten muss auf Grund seines lasterhaften Lebenswandels Berun verlassen und verdingt sich als Kriegsknecht. Messer, ein Auftragsmörder, erhält die Aufgabe verschiedene Personen, die mit dem Kaiserhaus in Verbindung stehen, zu töten – das sind nur drei der Charaktere, die die Handlung tragen und aus deren Perspektiven erzählt wird. Dem Leser bleibt lange unklar, wie die Charaktere miteinander verbunden sind, ja, wohin überhaupt die Geschichte führen soll. Das finde ich persönlich nicht weiter schlimm, denn die einzelnen Geschichten sind interessant und spannend erzählt und nach und nach erschließen sich zumindest Gemeinsamkeiten bzw. Verknüpfungen. Die Frage nach dem großen Ganzen der Geschichte stellte sich mir nur am Rande und wird sich wohl erst mit dem letzten Band endgültig erschließen. Dennoch gibt es auch hier schon einige Aha-Erlebnisse, z. B. wenn persönliche Hintergründe aufgedeckt werden. Überrascht wird der Leser zudem immer wieder durch unerwartete Wendungen, Entwicklungen und Verbindungen. Die Charaktere finde ich durchweg gut gelungen, die Charakterisierung ist nicht immer tiefgehend, dafür aber pointiert ausgefallen, keiner wirkt blass oder eindimensional, es gibt nahezu keine reine Schwarz-Weiß-Zeichnung, Protagonisten wie Antagonisten besitzen fast alle gute und schlechte Charakterzüge. Die Welt, die die Gebrüder Orgel entwickelt haben, gefällt mir gut, es ist eine Fantasywelt, jedoch sind die Fantasyelemente, zumindest bisher, dezent gesetzt. Einige Menschen haben „Talente“, besondere Eigenschaften (z. B. Beherrschen des Elementes Wasser), die durch Blaustein verstärkt werden können und in Berun als widernatürlich angesehen werden. Gut gefällt mir auch die dahinter stehende Mythologie/Religion, ebenfalls sehr gelungen ist die Tierwelt, von deren Vertretern wir hoffentlich in den Folgebände weitere kennenlernen werden. Der Roman wartet mit einer Karte und einem Personenverzeichnis auf, beides sehr nützlich. Schön wäre noch ein Glossar gewesen, es gibt einige Worte, die einer (früheren) Erklärung bedurft hätten (z. B. Metis oder Vibel). „Das Erbe von Berun“ ist der erste Teil einer Trilogie und in meinen Augen sehr vielversprechend. Ich bin sehr gespannt auf die weiteren Teile und die Entwicklungen, die Berun und die Charaktere durchlaufen werden. Von mir gibt es volle Punktzahl und eine Leseempfehlung.

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Anfangs kam ich mir zwar etwas überrollt vor durch die neue Welt, die vielen neuen, eigenständigen Bezeichnungen und ungewöhnlichen Namen der Figuren - aber es hat mich sofort vollkommen in die Handlung hineingezogen. Und ich hab mich sofort "zu Hause" gefühlt! Die Charaktere stehen hier sehr präsent im Mittelpunkt und man lernt sie auch erstmal ausführlich kennen, wobei die Handlung immer mehr Form annimmt und einen immer tiefer in die Machtkämpfe und Intrigen rund um die Königreiche hineingezogen wird. - Sara, das mittellose Straßenkind, deren Talent sie für ganz besondere Aufgaben qualifiziert - Henrey Thoren, der Puppenspieler, der im Hintergrund die Fäden zieht - und Marten, der unbesonnene Schwertkämpfer, dessen Schicksal eine drastische Wendung nimmt Zuerst weiß man überhaupt nicht, wie alles zusammenhängt und ich konnte gar nicht mehr aufhören, weil auch die Vorgeschichten sich so spannend gelesen haben. Die Autoren bauen hier viele kleine Details zum Hintergrund der Welt und auch zu den Eigenarten jeder der Figuren ein, die ein sehr lebendiges Bild entstehen lassen. Dabei lassen sie aber auch Nebencharakteren ihren Raum, ohne dass es unübersichtlich wird. Der rote Faden führt durch schäbige Tavernen und lebensgefährliche Sümpfe bis hinein in die Hochburg des Kaisers aus Berun und weit über die Grenzen des Landes hinaus. Gerade die Charaktere haben es mir hier angetan, die alle etwas spezielles, verruchtes oder geheimnisvolles an sich haben, was mich gar nicht mehr losgelassen hat. Dabei kommen sie hier ohne rührselige Liebesgeschichten aus; aber keine Sorge, einige Funken sprühen schon und ich bin sehr gespannt, wie sich das entwickeln wird! Überhaupt werden einige sich neu orientieren müssen und dabei, wie meist, einen steinigen Weg hinter sich lassen. Vor allem, wie sich die hinterhältigen Machenschaften und Ränke offenbaren, öffnet einem auch durch die auktoriale Schreibweise mehr und mehr den Blick auf das große Ganze, dem sich das Land und ihre Herrscher und Fürsten schon bald stellen müssen. So kleine Scharmützel geben schon einen Vorgeschmack und ich hoffe auf noch viele große und kleine Schlachten! Fazit Ein großartiger Auftakt zu einer verwegenen und wunderbar erzählten Geschichte, die sich hauptsächlich um das Schicksal der Charaktere - und deren Zusammenhänge mit dem Schicksal des Reiches Berun dreht. Dabei mit gutem Tempo und flüssig erzählt, um immer tiefer in die Geheimnisse des Blausteins einzutauchen und den Verrätern der Krone auf die Spur zu kommen.

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Inhalt Nach dem Tod des Kaisers steht das Kaiserreich Berun kurz vor dem Untergang, denn der Erbe des Kaisers hat nichts außer ein ausgelassenes Leben im Sinn. Durch diese Schwächung von innen heraus ist Berun ein begehrtes Land für Mächte von außerhalb. Aber auch innerhalb des Landes brodelt es. Drei Menschen, sind mit dem Schicksal von Berun unwiderruflich verbunden. Können sie das Kaiserreich retten? Eigene Meinung Nachdem ich so viel Gutes über dieses Buch gelesen habe, musste ich mich letztendlich selber davon überzeugen. Von den beiden Autoren hatte ich bis dato noch nichts gelesen, aber ich denke, dass hier in der nächsten Zeit noch weitere Bücher einziehen werden. Direkt zu Beginn gerät man in eine spannende (und auch blutige) Szene, die einen kleinen Vorgeschmack auf den Rest des Buches gibt. Bereits nach wenigen Seiten konnten die Autoren mich mitreißen und es fiel schwer mit dem lesen aufzuhören. Anfangs waren die vielen Charaktere zwar etwas verwirrend, aber nach und nach habe ich mich dran gewöhnt und konnte die einzelnen dann auch voneinander unterscheiden. Was das lesen nicht ganz so leicht macht sind die vielen kurzen Kapitel und somit das ständige Springen zwischen einzelnen Handlungssträngen. Auch sollte gesagt sein, dass dieses Buch nichts für Leser mit einem schwachen Magen ist, da es durchaus sehr blutig zur Sache geht. Die Charaktere sind gut durchdacht und jeder hat so seine Eigenheiten, die man mögen kann oder eben nicht. „Leider“ sind es auch sehr viele, allerdings hilft hier das Namensregister am Ende des Buches. Ohne dieses wäre ich wohl vollkommen verloren gewesen. Aber irgendwann brauchte ich dann nicht mehr bzw. nur noch selten nach hinten zu blättern. Einige Charaktere mochte ich direkt von Anfang an, mit anderen musste ich erst warm werden und bei wiederum einigen konnte ich einfach keine Sympathie finden, was von den Autoren aber wohl auch eher nicht gewollt war. Man konnte nicht immer direkt feststellen wer auf wessen Seite stand, was mir persönlich aber sehr gut gefallen hat, denn so kann man seine ganz eigenen Vermutungen anstellen. Die Thematik der Blausteine fand ich sehr interessant und vor allem gut durchdacht. Für mich gab es keinerlei Logikfehler und alles hat gepasst. Auch so an sich konnte ich für mich in dem ganzen politischen System keinerlei Unlogik feststellen, was dem Buch auf jeden Fall einen dicken Pluspunkt bringt. Der Schreibstil der Autoren ist einfach genial. Alles liest sich sehr flüssig und durch kleine Details hat man immer ein gutes Bild vor Augen. Dass die Geschichte von zwei Autoren geschrieben wurde merkt man überhaupt nicht. Hier merkt man, dass es sich wirklich um Profis handelt die sich schon lange kennen (sind ja auch Brüder ;)). Das Cover ist relativ typisch für High Fantasy und sehr ansprechend gestaltet. Auf jeden Fall springt es direkt ins Auge und macht neugierig um was es geht. Fazit Ein toller Auftakt zu einem neuen Epos. Ich bin schon sehr auf Teil 2 gespannt, welcher im Oktober bei Heyne erscheinen wird. Alles ist passend, von den Details der Umgebung, über die Charaktere bis hin zum Blaustein und dem politischem System. Einfach genial! Empfehlung Freunde von High Fantasy kommen hier auf jeden Fall auf ihre Kosten.

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Inhalt: Einst war es der Nabel der Welt, doch nun steht es vor dem Niedergang: das Kaiserreich Berun, gegründet auf die Schlagkraft seiner Heere und den unerbittlichen Kampf gegen die Magie des Blausteins. Als Beruns Macht schwindet, kreuzen sich die Pfade dreier Menschen – ein Mädchen, ein Schwertkämpfer und ein Spion. Keiner von ihnen ahnt, wie unauflöslich ihr Schicksal mit der Zukunft von Berun verwoben ist Meine Meinung: Der Auftakt Reihe hat mir gut gefallen, war aber nicht ganz so beeindruckend wie ich es mir aufgrund der vielen guten Rezensionen vorgestellt habe. Das Konzept der Geschichte fand ich super, die Welt gut durchdacht, die Idee mit den Blausteinen gefällt mir auch. Aber so richtig überzeugen konnte es mich trotzdem nicht. Ich hatte einfach nicht, wie sonst bei einem guten Buch, das Bedürfnis weiterzulesen. Nun zu ein paar positiven Punkten: Die Legenden und Mythen im Buch fand ich wirklich sehr gut umgesetzt. Da haben die Autoren sich wirklich etwas sehr tolles und originelles ausgedacht. Die Handlung gefiel mir soweit auch. Es gab oft vorhersehbare Momente, in denen man ahnt wie es weiter geht und dann wird man doch noch mal überrascht. Nur bei den Figuren und Völkern hapert es leider ein wenig, und damit komme ich zu einem Kritikpunkt. Es waren sehr viele und sehr ausführlich beschriebene, wodurch es einem schnell zu unübersichtlich wurde. Von Zeit zu Zeit fiel es immer schwerer, sich in die Personen hineinzuversetzen. Grundsätzlich habe ich den ersten Band der Blausteinkriege gerne gelesen, auch wenn die Handlung des öfteren leichte Schwächen offenbart, aber ob ich den zweiten Band lesen werde, da bin ich mir noch unsicher. Ich vergebe drei Sterne.

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Der Kaiser ist tot. Lang lebe der Kaiser. So oder so ähnlich könnte man die Ausgangssituation der fantastischen Trilogie Die Blausteinkriege vom Autorenduo T. S. Orgel beschreiben. Das Kaiserreich ist riesig, erstreckt sich über weite Teile der bekannten Welt und hat die absolute Machtstellung innerhalb der einzelnen Länder von Tertys. Doch der Löwe von Berun, so wie der Kaiser allgemein genannt worden ist, ist verstorben und sein Erbe entpuppt sich als absolut unfähigen Herrscher, welcher außer Vergnügungen nichts im Sinn hat und das einstige Großreich Berun an den Rand des Untergangs regiert. Das durch eine enttäuschende Führung geschwächte Berun ruft die Kontrahenten auf den Plan, sowohl im eigenen Staat als auch in den angrenzenden Ländern. So stehen Machtspielchen und Intrigen zum alltäglichen Geschäft dieser Fantasywelt. Immer tiefer darin verwickelt werden die drei Protagonisten, welche unterschiedlicher nicht sein könnten. Sara, ein junges Straßenmädchen entwickelt sich durch fähige Krieger stetig weiter während der sogenannte Puppenspieler seine Fäden zieht und ein Meister seines Fachs ist. Zuletzt hätten wir Marten, welcher als Schwertmann in Diensten des Kaisers stand, sich aber von einem Fettnäpfchen zum anderen hangelt. Trotz der großen Unterschiede der Protagonisten wird im Verlaufe der Geschichte deutlich, dass ihre Schicksale eng miteinander verwoben sind. Es warten große Herausforderungen auf die Charaktere in einer Welt voller Gewalt, Macht und Magie. Trotz der Tatsache, dass dieses Buch zwei unterschiedliche Autoren geschrieben haben, kann der sehr gelungene Schreibstil überzeugen. Der Leser kann nicht unterscheiden, welcher Abschnitt von welchem Autoren geschrieben worden ist, die Unterschiede, sofern diese überhaupt feststellbar sind, sind marginal, sodass man jederzeit das Gefühl hat, dass das Buch aus der Feder eines einzelnen Autoren stammt. Dies spricht definitiv für die sehr gute Zusammenarbeit des Autorenduos. Der Schreibstil ist absolut gelungen, da er nicht nur flüssig sondern auch sehr bildlich ist, wodurch man ein ganz klares Bild der Handlung und der skizzierten Charaktere erhält. So gelingt es dem Autorenduo T. S. Orgel, mich von Anfang an für diese Geschichte zu begeistern. Die Handlung ist von vorne bis hinten sehr schön geplottet, wodurch eine sich kontinuierlich aufbauende Spannung entfalten kann, welche zwischendurch leider etwas abflacht aber zum Finale wieder kräftig anzieht. Ungeachtet der komplex gestalteten Handlung und den vielen plausiblen Intrigen und Machenschaften des Hofstaates und der Anreinerstaaten liegt der Fokus nichtsdestotrotz auf der Charakterentwicklung. T. S. Orgel haben hier absolut autentische Personen entworfen, welche allesamt eine enorme Entwicklung erleben. Besonders die sehr starken weiblichen Charaktere (Sara und die Kaiserin Mutter) fallen positiv ins Gewicht. Die Protagonisten sind nicht nur stark, sondern ticken allesamt unterschiedlich und erzeugen auf ihre ganz eigene Art Sympathien, wodurch man diese ins Herz schließt und mit ihnen in den verschiedensten Herausforderungen und Lebenslagen mitfiebert. Daher ist Die Blausteinkriege 1 – Das Erbe von Berun ist ein packender Auftaktroman, welcher zwar etwas die magischen Elemente (vor allem die Blausteine, welche mir etwas gefehlt haben) unterschlägt und zwischenzeitlich etwas langatmig wird aber alles in allem mit einer sehr durchdachten Story und fantastischen Charakteren von sich überzeugen kann und mich definitiv neugierig auf die Fortsetzung gemacht hat. Fazit zu Die Blausteinkriege 1 – Das Erbe von Berun Sehr durchdachter und komplexer Weltenentwurf, welcher für jeden Fan von High Fantasy Literatur ein echter Lesegenuss sein dürfte. Klare Leseempfehlung für den Auftaktroman der Blausteinkriege Trilogie.

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Ein Kaiserreich, das im Untergang begriffen ist. Das ist jetzt so gesehen nichts Neues. Umso gespannter kann man darauf sein, was T. S. Orgel mit "Die Blausteinkriege 1: Das Erbe von Berun" daraus macht. Hinter dem Namen versteckt sich das Bruderpaar Thomas und Stephan Orgel. Sie sind jeweils als Grafikdesigner, Werbetexter und Verlagskaufmann tätig. Doch als Schriftsteller haben sie mit ihrem Debütroman "Orks vs. Zwerge" für Aufsehenerregen gesorgt und wurden auch mit dem Deutschen Phantastik-Preis ausgezeichnet. Einst war das Kaiserreich von Berun groß und mächtig. Doch seit dem der alte Kaiser gestorben ist, befindet es sich im Niedergang. Denn der neue Herrscher, der Sohn, hat bei weitem nicht das Format seines Vaters. Er ist vergnügungssüchtig und schert sich einen Deut um die wachsenden Bedrohungen, denen sich sein Reich ausgesetzt sieht. Dabei braucht es dringend eine starke Hand, um die Existenz des Landes weiter zu gewähren. Dabei werden drei Menschen in das Schicksal verwickelt. Das Mädchen Sara, ein Straßenmädchen, der verwöhnte Sohn und Mitglied der Wache Marten. Und der Meisterspion des Kaiserreiches, den alle nur den Puppenspieler nennen. Schon bald befinden sie sich in einer schier unübersichtlichen Lage, bei der nicht klar ist, wer zu welcher Seite gehört. Es ist im Prinzip klassische Fantasy, die T. S. Orgel hier zu Papier bringt. Die Story birgt daher nur wenige Aspekte, die einen wirklich überraschen. Eine davon ist Messer, ein Assassine, der im Auftrag des neuen Kaisers unterwegs ist, um alle Bastardkinder des alten Kaisers aufzuspüren und umzubringen. Er ist eine faszinierende Figur, weil er seinen Job präzise durchführt, obwohl ihm die Arbeit keinen wirklichen Spaß zu machen scheint. Leider taucht er viel zu selten in dem Roman auf. Wesentlich häufiger ist hingegen Sara vertreten. Von allen drei Hauptfiguren ist sie diejenige, die einem am wahrscheinlichsten ans Herz wächst. Sie ist zwar ein typisches Straßenmädchen, das unter außergewöhnlichen Umständen in die Welt des Adels gerät. Aber die Charakterisierung stimmt. Denn sie vergisst nie ihre Herkunft. Sie hat sie immer im Hinterkopf. Und ihre Motive sind deutlich nachvollziehbarer, als die der anderen Charaktere. Denn das ist ein Problem dieses Romans. Dass man mit den anderen Handlungsträgern nicht wirklich warm wird. Die Ursachen dafür sind allerdings immer unterschiedlich. Da ist zum einen der Schwertkämpfer Marten. Ein Großkopf, der zwar durchaus über Fähigkeiten verfügt. Aber auch gleichzeitig viel zu sehr von diesen überzeugt ist. Und deshalb gerät er wiederholt in Situationen, in denen unter Beweis gestellt wird, dass er kein Teamplayer ist, sondern vielmehr ein verkappter Egoist. Leider wird über weite Teile des Romans keine Besserung bemerkbar, weshalb man am liebsten auf ihn verzichten könnte. Und der Puppenspieler? Bleibt zu undurchsichtig. Man weiß nie, was seine Pläne sind geschweige denn, wie er sie umsetzen will. Hier hätte etwas mehr Transparenz gut getan. Gleichzeitig muss man aber auch bemängeln, dass die Story sehr lange braucht, bis sie Fahrt aufnimmt. Die Hälfte des Romans vergeht, ehe das erste Mal so etwas wie Spannung auftaucht. Und das ist viel zu spät, um noch überzeugen zu können. Denn man wird dann bereits den Band zugeklappt haben. Ebenso kann auch die Welt nicht überzeugen, in der die Handlung spielt. Es wird viel angedeutet, aber man hat nie wirklich das Gefühl, dass diese Realität lebendig wirkt. Im Gegenteil: Sie ist genauso langweilig, wie ein Großteil der Handlung. Und aus diesem Grund wird der Band "Nur Für Fans" empfohlen.

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Um das alte Kaiserreich Berun scheint sich die Schlinge zuzuziehen. Einst stark und mächtig mit einem schlagkräftigen Heer, so scheint es dem jetzigen Kaiser kaum möglich es zusammenzuhalten. Gefahr droht von allen Seiten und auch im Herzen des Reiches wird mehr als nur eine Intrige gesponnen. In allen Ecken scheint es Machtkämpfe und Ränkespiele zu geben und die einst nachdrücklich bekämpfte Magie des Blausteins tritt immer wieder zu Tage. Verfluchte nutzen den Blaustein, um die Macht ihrer Gabe um ein Vielfaches zu steigern. Wertvoll und gefährlich, mag der seltene Stein der Faktor sein, der letztlich über den Fortbestand des Reiches entscheidet. Doch auch ganz unterschiedliche Menschen scheinen fest mit der Zukunft Beruns verbunden zu sein, so unbedeutend sie zunächst auch erscheinen mögen. Sara, das Straßenmädchen, Marten, der adlige Schwertkämpfer und der ebenfalls mit einer Gabe verfluchte Lebrec spielen eine weitaus größere Rolle, als sie jemals für möglich gehalten haben. Tom und Stephan Orgel haben mit ihrem neuen Roman ein gewaltiges Werk erschaffen. Sie lassen eine großartige Welt auferstehen und entführen den Leser mitten in einen dichten Sumpf aus Intrigen, politischen Ränkespielen und Magie. Verschiedene Handlungsstränge werden nach und nach immer weiter verknüpft und haben mich mit jeder Seite mitfiebern lassen. Die Beschreibungen sind sehr eindrücklich und ich konnte mir manches schon fast zu gut vorstellen. Auch die Charaktere sind vielschichtig und entwickeln sich im Laufe der Geschichte weiter. So zum Beispiel Sara, die lernt eigene Entscheidungen zu treffen und für sie einzustehen. Sie war mir auf Anhieb sympathisch und gerade zu Beginn habe ich besonders ihre Passagen sehr genossen. Faszinierend ist es, wie es den Autoren gelingt, jeder ihrer Figuren ein eigenes Leben zu geben, das authentisch ist und niemals nur irgendwelche Klischees bedient. Sehr gelungen finde ich auch Meister Messer, der sicher kein Sympathieträger ist, aber mich dennoch mit seiner Effizienz und Ausdrucksweise begeistern kann. Insgesamt ein sprachgewaltiges, komplexes Werk mit tollen Charakteren, das ich nur schwer aus der Hand legen konnte. High Fantasy vom Feinsten, die ich jedem Freund dieses Genres uneingeschränkt und liebend gerne weiterempfehle. Ich freue mich schon sehr auf den nächsten Band.

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