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T. S. Orgel: Die Blausteinkriege 1 - Das Erbe von Berun (Die Blausteinkriege) (1)

Die Blausteinkriege 1 - Das Erbe von Berun Blick ins Buch

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Paperback, Klappenbroschur ISBN: 978-3-453-31688-1

Erschienen:  12.10.2015
Dieser Titel ist lieferbar.

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Ein echter Pageturner

Von: Melanie Frommholz Datum : 21.08.2017

www.booksection.de

Mit dem ersten Band der „Blausteinkriege“ – „Das Erbe von Berun“ verlässt das Autorengespann T.S. Orgel die tolkienschen Figurengefilde, in denen sie mit ihren letzten drei Büchern über die Orks und die Zwerge unterwegs waren. Das Duo bricht auf in eine neue Welt und die ist so facettenreich wie spannend. Das Kaiserreich Berun ist ein Land, das im politischen Niedergang begriffen ist. Es gibt reichlich Intrigen und Ränke, mit denen die Feinde des neuen Kaisers versuchen, an die Macht zu kommen. Es geht um Macht, es geht um Religion und es geht um Magie und den wertvollen Rohstoff Blaustein, der das magische Talent mancher Menschen fördert. Das Setting, das T.S. Orgel entwirft, ist nicht neu in der Fantasy, aber hier ungemein vielschichtig und wird all jene begeistern, die die epische Fantasy lieben. Schnell ist man in der Geschichte und gebannt von den sich überschlagenden Ereignissen in den verschiedenen Handlungssträngen. Die Story fesselt aufgrund ihrer Komplexität, aber auch aufgrund ihrer guten Figuren. T.S. Orgel hat spannende Charaktere gezeichnet, die alle ihre Abgründe, Fehler, ihre Ecken und Kanten haben. Das macht sie interessant und sorgt dafür, dass man ihnen folgen will. „Das Erbe von Berun“ wird so zum echten Pageturner, bei dem man sich nach der letzten Seite schon auf die nächsten Bände freut.

Überzeugender Trilogieauftakt

Von: PMelittaM aus Köln Datum : 28.10.2016

Nach dem Tod des Kaisers von Berun geht das Land seinem Untergang entgegen, denn der Thronfolger ist schwach und unfähig. In den Vasallenstaaten gibt es Abspaltungstendenzen, es kommt zu Aufständen, Nachbarstaaten versuchen die Umstände auszunutzen.

Das Schicksal mehrerer Menschen verbindet sich mit dem Geschehen: Die Diebin Sara tritt, nachdem sie der Mutter des Kaisers unbeabsichtigt einen Gefallen erwies, in deren Dienst und damit mitten ins Geschehen. Der Schwertkämpfer Marten muss auf Grund seines lasterhaften Lebenswandels Berun verlassen und verdingt sich als Kriegsknecht. Messer, ein Auftragsmörder, erhält die Aufgabe verschiedene Personen, die mit dem Kaiserhaus in Verbindung stehen, zu töten – das sind nur drei der Charaktere, die die Handlung tragen und aus deren Perspektiven erzählt wird. Dem Leser bleibt lange unklar, wie die Charaktere miteinander verbunden sind, ja, wohin überhaupt die Geschichte führen soll.

Das finde ich persönlich nicht weiter schlimm, denn die einzelnen Geschichten sind interessant und spannend erzählt und nach und nach erschließen sich zumindest Gemeinsamkeiten bzw. Verknüpfungen. Die Frage nach dem großen Ganzen der Geschichte stellte sich mir nur am Rande und wird sich wohl erst mit dem letzten Band endgültig erschließen. Dennoch gibt es auch hier schon einige Aha-Erlebnisse, z. B. wenn persönliche Hintergründe aufgedeckt werden. Überrascht wird der Leser zudem immer wieder durch unerwartete Wendungen, Entwicklungen und Verbindungen.

Die Charaktere finde ich durchweg gut gelungen, die Charakterisierung ist nicht immer tiefgehend, dafür aber pointiert ausgefallen, keiner wirkt blass oder eindimensional, es gibt nahezu keine reine Schwarz-Weiß-Zeichnung, Protagonisten wie Antagonisten besitzen fast alle gute und schlechte Charakterzüge.

Die Welt, die die Gebrüder Orgel entwickelt haben, gefällt mir gut, es ist eine Fantasywelt, jedoch sind die Fantasyelemente, zumindest bisher, dezent gesetzt. Einige Menschen haben „Talente“, besondere Eigenschaften (z. B. Beherrschen des Elementes Wasser), die durch Blaustein verstärkt werden können und in Berun als widernatürlich angesehen werden. Gut gefällt mir auch die dahinter stehende Mythologie/Religion, ebenfalls sehr gelungen ist die Tierwelt, von deren Vertretern wir hoffentlich in den Folgebände weitere kennenlernen werden.

Der Roman wartet mit einer Karte und einem Personenverzeichnis auf, beides sehr nützlich. Schön wäre noch ein Glossar gewesen, es gibt einige Worte, die einer (früheren) Erklärung bedurft hätten (z. B. Metis oder Vibel).

„Das Erbe von Berun“ ist der erste Teil einer Trilogie und in meinen Augen sehr vielversprechend. Ich bin sehr gespannt auf die weiteren Teile und die Entwicklungen, die Berun und die Charaktere durchlaufen werden. Von mir gibt es volle Punktzahl und eine Leseempfehlung.

Großartiger Auftakt eines spannenden High Fantasy Abenteuers!

Von: Aleshanee von Weltenwanderer Datum : 15.09.2016

blog4aleshanee.blogspot.de/

Anfangs kam ich mir zwar etwas überrollt vor durch die neue Welt, die vielen neuen, eigenständigen Bezeichnungen und ungewöhnlichen Namen der Figuren - aber es hat mich sofort vollkommen in die Handlung hineingezogen. Und ich hab mich sofort "zu Hause" gefühlt!

Die Charaktere stehen hier sehr präsent im Mittelpunkt und man lernt sie auch erstmal ausführlich kennen, wobei die Handlung immer mehr Form annimmt und einen immer tiefer in die Machtkämpfe und Intrigen rund um die Königreiche hineingezogen wird.

- Sara, das mittellose Straßenkind, deren Talent sie für ganz besondere Aufgaben qualifiziert
- Henrey Thoren, der Puppenspieler, der im Hintergrund die Fäden zieht
- und Marten, der unbesonnene Schwertkämpfer, dessen Schicksal eine drastische Wendung nimmt


Zuerst weiß man überhaupt nicht, wie alles zusammenhängt und ich konnte gar nicht mehr aufhören, weil auch die Vorgeschichten sich so spannend gelesen haben. Die Autoren bauen hier viele kleine Details zum Hintergrund der Welt und auch zu den Eigenarten jeder der Figuren ein, die ein sehr lebendiges Bild entstehen lassen. Dabei lassen sie aber auch Nebencharakteren ihren Raum, ohne dass es unübersichtlich wird. Der rote Faden führt durch schäbige Tavernen und lebensgefährliche Sümpfe bis hinein in die Hochburg des Kaisers aus Berun und weit über die Grenzen des Landes hinaus.

Gerade die Charaktere haben es mir hier angetan, die alle etwas spezielles, verruchtes oder geheimnisvolles an sich haben, was mich gar nicht mehr losgelassen hat. Dabei kommen sie hier ohne rührselige Liebesgeschichten aus; aber keine Sorge, einige Funken sprühen schon und ich bin sehr gespannt, wie sich das entwickeln wird! Überhaupt werden einige sich neu orientieren müssen und dabei, wie meist, einen steinigen Weg hinter sich lassen.
Vor allem, wie sich die hinterhältigen Machenschaften und Ränke offenbaren, öffnet einem auch durch die auktoriale Schreibweise mehr und mehr den Blick auf das große Ganze, dem sich das Land und ihre Herrscher und Fürsten schon bald stellen müssen. So kleine Scharmützel geben schon einen Vorgeschmack und ich hoffe auf noch viele große und kleine Schlachten!

Fazit

Ein großartiger Auftakt zu einer verwegenen und wunderbar erzählten Geschichte, die sich hauptsächlich um das Schicksal der Charaktere - und deren Zusammenhänge mit dem Schicksal des Reiches Berun dreht. Dabei mit gutem Tempo und flüssig erzählt, um immer tiefer in die Geheimnisse des Blausteins einzutauchen und den Verrätern der Krone auf die Spur zu kommen.

High Fantasy vom feinsten!

Von: Anjas Bücherblog Datum : 04.09.2016

anjas-buecherblog.blogspot.de

Inhalt

Nach dem Tod des Kaisers steht das Kaiserreich Berun kurz vor dem Untergang, denn der Erbe des Kaisers hat nichts außer ein ausgelassenes Leben im Sinn. Durch diese Schwächung von innen heraus ist Berun ein begehrtes Land für Mächte von außerhalb. Aber auch innerhalb des Landes brodelt es. Drei Menschen, sind mit dem Schicksal von Berun unwiderruflich verbunden. Können sie das Kaiserreich retten?


Eigene Meinung

Nachdem ich so viel Gutes über dieses Buch gelesen habe, musste ich mich letztendlich selber davon überzeugen. Von den beiden Autoren hatte ich bis dato noch nichts gelesen, aber ich denke, dass hier in der nächsten Zeit noch weitere Bücher einziehen werden.

Direkt zu Beginn gerät man in eine spannende (und auch blutige) Szene, die einen kleinen Vorgeschmack auf den Rest des Buches gibt.
Bereits nach wenigen Seiten konnten die Autoren mich mitreißen und es fiel schwer mit dem lesen aufzuhören. Anfangs waren die vielen Charaktere zwar etwas verwirrend, aber nach und nach habe ich mich dran gewöhnt und konnte die einzelnen dann auch voneinander unterscheiden.
Was das lesen nicht ganz so leicht macht sind die vielen kurzen Kapitel und somit das ständige Springen zwischen einzelnen Handlungssträngen.
Auch sollte gesagt sein, dass dieses Buch nichts für Leser mit einem schwachen Magen ist, da es durchaus sehr blutig zur Sache geht.

Die Charaktere sind gut durchdacht und jeder hat so seine Eigenheiten, die man mögen kann oder eben nicht. „Leider“ sind es auch sehr viele, allerdings hilft hier das Namensregister am Ende des Buches. Ohne dieses wäre ich wohl vollkommen verloren gewesen. Aber irgendwann brauchte ich dann nicht mehr bzw. nur noch selten nach hinten zu blättern.
Einige Charaktere mochte ich direkt von Anfang an, mit anderen musste ich erst warm werden und bei wiederum einigen konnte ich einfach keine Sympathie finden, was von den Autoren aber wohl auch eher nicht gewollt war. Man konnte nicht immer direkt feststellen wer auf wessen Seite stand, was mir persönlich aber sehr gut gefallen hat, denn so kann man seine ganz eigenen Vermutungen anstellen.

Die Thematik der Blausteine fand ich sehr interessant und vor allem gut durchdacht. Für mich gab es keinerlei Logikfehler und alles hat gepasst.
Auch so an sich konnte ich für mich in dem ganzen politischen System keinerlei Unlogik feststellen, was dem Buch auf jeden Fall einen dicken Pluspunkt bringt.

Der Schreibstil der Autoren ist einfach genial. Alles liest sich sehr flüssig und durch kleine Details hat man immer ein gutes Bild vor Augen. Dass die Geschichte von zwei Autoren geschrieben wurde merkt man überhaupt nicht. Hier merkt man, dass es sich wirklich um Profis handelt die sich schon lange kennen (sind ja auch Brüder ;)).

Das Cover ist relativ typisch für High Fantasy und sehr ansprechend gestaltet. Auf jeden Fall springt es direkt ins Auge und macht neugierig um was es geht.


Fazit

Ein toller Auftakt zu einem neuen Epos. Ich bin schon sehr auf Teil 2 gespannt, welcher im Oktober bei Heyne erscheinen wird. Alles ist passend, von den Details der Umgebung, über die Charaktere bis hin zum Blaustein und dem politischem System. Einfach genial!


Empfehlung

Freunde von High Fantasy kommen hier auf jeden Fall auf ihre Kosten.

Solide, mit Luft nach oben

Von: Katrin Boles Datum : 02.07.2016

daydreams-of-books.jimdo.com/

Inhalt:

Einst war es der Nabel der Welt, doch nun steht es vor dem Niedergang: das Kaiserreich Berun, gegründet auf die Schlagkraft seiner Heere und den unerbittlichen Kampf gegen die Magie des Blausteins. Als Beruns Macht schwindet, kreuzen sich die Pfade dreier Menschen – ein Mädchen, ein Schwertkämpfer und ein Spion. Keiner von ihnen ahnt, wie unauflöslich ihr Schicksal mit der Zukunft von Berun verwoben ist

Meine Meinung:

Der Auftakt Reihe hat mir gut gefallen, war aber nicht ganz so beeindruckend wie ich es mir aufgrund der vielen guten Rezensionen vorgestellt habe. Das Konzept der Geschichte fand ich super, die Welt gut durchdacht, die Idee mit den Blausteinen gefällt mir auch. Aber so richtig überzeugen konnte es mich trotzdem nicht. Ich hatte einfach nicht, wie sonst bei einem guten Buch, das Bedürfnis weiterzulesen.
Nun zu ein paar positiven Punkten:
Die Legenden und Mythen im Buch fand ich wirklich sehr gut umgesetzt. Da haben die Autoren sich wirklich etwas sehr tolles und originelles ausgedacht.
Die Handlung gefiel mir soweit auch. Es gab oft vorhersehbare Momente, in denen man ahnt wie es weiter geht und dann wird man doch noch mal überrascht.
Nur bei den Figuren und Völkern hapert es leider ein wenig, und damit komme ich zu einem Kritikpunkt. Es waren sehr viele und sehr ausführlich beschriebene, wodurch es einem schnell zu unübersichtlich wurde.
Von Zeit zu Zeit fiel es immer schwerer, sich in die Personen hineinzuversetzen.
Grundsätzlich habe ich den ersten Band der Blausteinkriege gerne gelesen, auch wenn die Handlung des öfteren leichte Schwächen offenbart, aber ob ich den zweiten Band lesen werde, da bin ich mir noch unsicher. Ich vergebe drei Sterne.

Sehr durchdachter und komplexer Weltenentwurf

Von: Philip @ Book Walk Datum : 25.06.2016

www.book-walk.de

Der Kaiser ist tot. Lang lebe der Kaiser. So oder so ähnlich könnte man die Ausgangssituation der fantastischen Trilogie Die Blausteinkriege vom Autorenduo T. S. Orgel beschreiben. Das Kaiserreich ist riesig, erstreckt sich über weite Teile der bekannten Welt und hat die absolute Machtstellung innerhalb der einzelnen Länder von Tertys. Doch der Löwe von Berun, so wie der Kaiser allgemein genannt worden ist, ist verstorben und sein Erbe entpuppt sich als absolut unfähigen Herrscher, welcher außer Vergnügungen nichts im Sinn hat und das einstige Großreich Berun an den Rand des Untergangs regiert. Das durch eine enttäuschende Führung geschwächte Berun ruft die Kontrahenten auf den Plan, sowohl im eigenen Staat als auch in den angrenzenden Ländern. So stehen Machtspielchen und Intrigen zum alltäglichen Geschäft dieser Fantasywelt.

Immer tiefer darin verwickelt werden die drei Protagonisten, welche unterschiedlicher nicht sein könnten. Sara, ein junges Straßenmädchen entwickelt sich durch fähige Krieger stetig weiter während der sogenannte Puppenspieler seine Fäden zieht und ein Meister seines Fachs ist. Zuletzt hätten wir Marten, welcher als Schwertmann in Diensten des Kaisers stand, sich aber von einem Fettnäpfchen zum anderen hangelt. Trotz der großen Unterschiede der Protagonisten wird im Verlaufe der Geschichte deutlich, dass ihre Schicksale eng miteinander verwoben sind. Es warten große Herausforderungen auf die Charaktere in einer Welt voller Gewalt, Macht und Magie.

Trotz der Tatsache, dass dieses Buch zwei unterschiedliche Autoren geschrieben haben, kann der sehr gelungene Schreibstil überzeugen. Der Leser kann nicht unterscheiden, welcher Abschnitt von welchem Autoren geschrieben worden ist, die Unterschiede, sofern diese überhaupt feststellbar sind, sind marginal, sodass man jederzeit das Gefühl hat, dass das Buch aus der Feder eines einzelnen Autoren stammt. Dies spricht definitiv für die sehr gute Zusammenarbeit des Autorenduos. Der Schreibstil ist absolut gelungen, da er nicht nur flüssig sondern auch sehr bildlich ist, wodurch man ein ganz klares Bild der Handlung und der skizzierten Charaktere erhält. So gelingt es dem Autorenduo T. S. Orgel, mich von Anfang an für diese Geschichte zu begeistern. Die Handlung ist von vorne bis hinten sehr schön geplottet, wodurch eine sich kontinuierlich aufbauende Spannung entfalten kann, welche zwischendurch leider etwas abflacht aber zum Finale wieder kräftig anzieht.

Ungeachtet der komplex gestalteten Handlung und den vielen plausiblen Intrigen und Machenschaften des Hofstaates und der Anreinerstaaten liegt der Fokus nichtsdestotrotz auf der Charakterentwicklung. T. S. Orgel haben hier absolut autentische Personen entworfen, welche allesamt eine enorme Entwicklung erleben.

Besonders die sehr starken weiblichen Charaktere (Sara und die Kaiserin Mutter) fallen positiv ins Gewicht. Die Protagonisten sind nicht nur stark, sondern ticken allesamt unterschiedlich und erzeugen auf ihre ganz eigene Art Sympathien, wodurch man diese ins Herz schließt und mit ihnen in den verschiedensten Herausforderungen und Lebenslagen mitfiebert.

Daher ist Die Blausteinkriege 1 – Das Erbe von Berun ist ein packender Auftaktroman, welcher zwar etwas die magischen Elemente (vor allem die Blausteine, welche mir etwas gefehlt haben) unterschlägt und zwischenzeitlich etwas langatmig wird aber alles in allem mit einer sehr durchdachten Story und fantastischen Charakteren von sich überzeugen kann und mich definitiv neugierig auf die Fortsetzung gemacht hat.

Fazit zu Die Blausteinkriege 1 – Das Erbe von Berun
Sehr durchdachter und komplexer Weltenentwurf, welcher für jeden Fan von High Fantasy Literatur ein echter Lesegenuss sein dürfte. Klare Leseempfehlung für den Auftaktroman der Blausteinkriege Trilogie.

Die Blausteinkriege 1 - Das Erbe von Berun, vorsicht Spoiler

Von: Splashbooks Datum : 02.05.2016

www.splashbooks.de

Ein Kaiserreich, das im Untergang begriffen ist. Das ist jetzt so gesehen nichts Neues. Umso gespannter kann man darauf sein, was T. S. Orgel mit "Die Blausteinkriege 1: Das Erbe von Berun" daraus macht.

Hinter dem Namen versteckt sich das Bruderpaar Thomas und Stephan Orgel. Sie sind jeweils als Grafikdesigner, Werbetexter und Verlagskaufmann tätig. Doch als Schriftsteller haben sie mit ihrem Debütroman "Orks vs. Zwerge" für Aufsehenerregen gesorgt und wurden auch mit dem Deutschen Phantastik-Preis ausgezeichnet.

Einst war das Kaiserreich von Berun groß und mächtig. Doch seit dem der alte Kaiser gestorben ist, befindet es sich im Niedergang. Denn der neue Herrscher, der Sohn, hat bei weitem nicht das Format seines Vaters. Er ist vergnügungssüchtig und schert sich einen Deut um die wachsenden Bedrohungen, denen sich sein Reich ausgesetzt sieht. Dabei braucht es dringend eine starke Hand, um die Existenz des Landes weiter zu gewähren.

Dabei werden drei Menschen in das Schicksal verwickelt. Das Mädchen Sara, ein Straßenmädchen, der verwöhnte Sohn und Mitglied der Wache Marten. Und der Meisterspion des Kaiserreiches, den alle nur den Puppenspieler nennen. Schon bald befinden sie sich in einer schier unübersichtlichen Lage, bei der nicht klar ist, wer zu welcher Seite gehört.

Es ist im Prinzip klassische Fantasy, die T. S. Orgel hier zu Papier bringt. Die Story birgt daher nur wenige Aspekte, die einen wirklich überraschen. Eine davon ist Messer, ein Assassine, der im Auftrag des neuen Kaisers unterwegs ist, um alle Bastardkinder des alten Kaisers aufzuspüren und umzubringen. Er ist eine faszinierende Figur, weil er seinen Job präzise durchführt, obwohl ihm die Arbeit keinen wirklichen Spaß zu machen scheint. Leider taucht er viel zu selten in dem Roman auf.

Wesentlich häufiger ist hingegen Sara vertreten. Von allen drei Hauptfiguren ist sie diejenige, die einem am wahrscheinlichsten ans Herz wächst. Sie ist zwar ein typisches Straßenmädchen, das unter außergewöhnlichen Umständen in die Welt des Adels gerät. Aber die Charakterisierung stimmt. Denn sie vergisst nie ihre Herkunft. Sie hat sie immer im Hinterkopf. Und ihre Motive sind deutlich nachvollziehbarer, als die der anderen Charaktere.

Denn das ist ein Problem dieses Romans. Dass man mit den anderen Handlungsträgern nicht wirklich warm wird. Die Ursachen dafür sind allerdings immer unterschiedlich.

Da ist zum einen der Schwertkämpfer Marten. Ein Großkopf, der zwar durchaus über Fähigkeiten verfügt. Aber auch gleichzeitig viel zu sehr von diesen überzeugt ist. Und deshalb gerät er wiederholt in Situationen, in denen unter Beweis gestellt wird, dass er kein Teamplayer ist, sondern vielmehr ein verkappter Egoist. Leider wird über weite Teile des Romans keine Besserung bemerkbar, weshalb man am liebsten auf ihn verzichten könnte.

Und der Puppenspieler? Bleibt zu undurchsichtig. Man weiß nie, was seine Pläne sind geschweige denn, wie er sie umsetzen will. Hier hätte etwas mehr Transparenz gut getan.

Gleichzeitig muss man aber auch bemängeln, dass die Story sehr lange braucht, bis sie Fahrt aufnimmt. Die Hälfte des Romans vergeht, ehe das erste Mal so etwas wie Spannung auftaucht. Und das ist viel zu spät, um noch überzeugen zu können. Denn man wird dann bereits den Band zugeklappt haben.

Ebenso kann auch die Welt nicht überzeugen, in der die Handlung spielt. Es wird viel angedeutet, aber man hat nie wirklich das Gefühl, dass diese Realität lebendig wirkt. Im Gegenteil: Sie ist genauso langweilig, wie ein Großteil der Handlung.

Und aus diesem Grund wird der Band "Nur Für Fans" empfohlen.

Grandiose High-Fantasy

Von: Jashrin Datum : 05.04.2016

nichtohnebuch.blogspot.de/

Um das alte Kaiserreich Berun scheint sich die Schlinge zuzuziehen. Einst stark und mächtig mit einem schlagkräftigen Heer, so scheint es dem jetzigen Kaiser kaum möglich es zusammenzuhalten. Gefahr droht von allen Seiten und auch im Herzen des Reiches wird mehr als nur eine Intrige gesponnen. In allen Ecken scheint es Machtkämpfe und Ränkespiele zu geben und die einst nachdrücklich bekämpfte Magie des Blausteins tritt immer wieder zu Tage.

Verfluchte nutzen den Blaustein, um die Macht ihrer Gabe um ein Vielfaches zu steigern. Wertvoll und gefährlich, mag der seltene Stein der Faktor sein, der letztlich über den Fortbestand des Reiches entscheidet. Doch auch ganz unterschiedliche Menschen scheinen fest mit der Zukunft Beruns verbunden zu sein, so unbedeutend sie zunächst auch erscheinen mögen. Sara, das Straßenmädchen, Marten, der adlige Schwertkämpfer und der ebenfalls mit einer Gabe verfluchte Lebrec spielen eine weitaus größere Rolle, als sie jemals für möglich gehalten haben.

Tom und Stephan Orgel haben mit ihrem neuen Roman ein gewaltiges Werk erschaffen. Sie lassen eine großartige Welt auferstehen und entführen den Leser mitten in einen dichten Sumpf aus Intrigen, politischen Ränkespielen und Magie. Verschiedene Handlungsstränge werden nach und nach immer weiter verknüpft und haben mich mit jeder Seite mitfiebern lassen.

Die Beschreibungen sind sehr eindrücklich und ich konnte mir manches schon fast zu gut vorstellen. Auch die Charaktere sind vielschichtig und entwickeln sich im Laufe der Geschichte weiter. So zum Beispiel Sara, die lernt eigene Entscheidungen zu treffen und für sie einzustehen. Sie war mir auf Anhieb sympathisch und gerade zu Beginn habe ich besonders ihre Passagen sehr genossen. Faszinierend ist es, wie es den Autoren gelingt, jeder ihrer Figuren ein eigenes Leben zu geben, das authentisch ist und niemals nur irgendwelche Klischees bedient. Sehr gelungen finde ich auch Meister Messer, der sicher kein Sympathieträger ist, aber mich dennoch mit seiner Effizienz und Ausdrucksweise begeistern kann.

Insgesamt ein sprachgewaltiges, komplexes Werk mit tollen Charakteren, das ich nur schwer aus der Hand legen konnte. High Fantasy vom Feinsten, die ich jedem Freund dieses Genres uneingeschränkt und liebend gerne weiterempfehle. Ich freue mich schon sehr auf den nächsten Band.

Die Blausteinkriege 1 - Das Erbe von Berun von T.S. Orgel [Rezension]

Von: Martina Schütt Datum : 04.04.2016

leserattenhoehle.blogspot.de/


Orks und Zwerge sind für alle ein Begriff, vor allem seit dem „Herr der Ringe“ verfilmt wurde. Die Trilogie „Orks vs. Zwerge“ hat auch die Brüder Tom und Stephan Orgel bekannt gemacht. Nun habe sie mit „Die Blausteinkriege“ eine neue Fantasy-Reihe herausgebracht.

Inhalt:
Magie ist ein gefährliches Spiel …
Einst war es der Nabel der Welt, doch nun steht es vor dem Niedergang: das Kaiserreich Berun, gegründet auf die Schlagkraft seiner Heere und den unerbittlichen Kampf gegen die Magie des Blausteins. Als Beruns Macht schwindet, kreuzen sich die Pfade dreier Menschen – ein Mädchen, ein Schwertkämpfer und ein Spion. Keiner von ihnen ahnt, wie unauflöslich ihr Schicksal mit der Zukunft von Berun verwoben ist.
Das Zeitalter der Blausteinkriege ist angebrochen …

Mit „Das Erbe von Berun“ liegt der Auftaktband der neuen Reihe vor. Dabei muss ich mich als Leserin erst einmal in einer neuen Welt orientieren. Gerade der Anfang zog mich schon richtig in seinen Bann. Jedoch muss man beim Lesen vorsichtig sein, an welche Charaktere man sich gewöhnt, da nicht so ganz klar ist, wer die eigentlichen Hauptpersonen des Buches sind. Es laufen mehrere Handlungsstränge parallel, bei denen nicht offensichtlich ist, wie sie zusammengehören oder zusammenhängen.
Die Welt von Berun und seinen Nachbarländern ist faszinierend. Magie, hier im Buch auch Talent genannt, und politische Intrigen spielen einen große Rolle. Das macht die Verwicklungen interessant und das Agieren so mancher Person auch undurchsichtig.
Im ersten Anschein ist die Welt einfach. Es herrscht der Kaiser von Berun, über Berun und weitere unterworfene Reiche wie Macouban und andere Gebiete. Dabei wurden allen unterworfenen Gebieten die Gesetze und Regeln von Berun übergestülpt.
Aber wie es immer in eroberten Gebieten ist, ist die Befolgung der Gesetze nur dem äußeren Anschein nach gegeben. Insgeheim werden die alten Götter noch immer angebetet und die Benutzung von Blaustein offiziell verboten. Blaustein hat die Eigenschaft magische Fähigkeiten zu verstärken, so dass die magischen Fähigkeiten sofort und problemlos anwendbar sind. Welche magischen Fähigkeiten jemand hat, unterscheidet sich von Person zu Person.
Die Geschichte der Blausteinkriege spielt nun zu einer Zeit, in der der Kaiser schwach ist und die besetzten Gebiete beginnen sich aufzulehnen.
Erzählt wird die Geschichte aus verschiedenen Perspektiven. Dieser Perspektivwechsel vollzieht sich immer kapitelweise. Das hat mich am Anfang immer wieder aus dem Lesefluss gerissen. Bei jedem neuen Kapitel musste ich mich zunächst erst einmal wieder orientieren, bei welcher Person und welchem Ort ich nun wieder bin. Mit der Zeit legte sich das.
Als Hauptpersonen sehe ich Sara - ein Straßenkind - und Marten, den zweiten Sohn eines Adelshauses.
Beide Figuren agieren und entwickeln sich gänzlich unabhängig voneinander. Wann und ob sich die Wege kreuzen, bleibt abzuwarten. Beim Lesen musste ich für mich aber feststellen, dass ich beide nicht sehr sympatisch fand.
Sara, die auf der einen Seite sehr scharfsinnig ist und komplexe logische Schlüsse zieht, muss als Strassenkind überleben und sich durchkämpfen. Doch sobald sie unter Thorens Schutz steht, dem Berater der Kaisermutter, wirkt sie oft wie ein kleines Mädchen, das wohlbehütet noch nichts von der rauen Wirklichkeit erlebt hat.
Marten dagegen ist als zweitgeborener Adeliger ein Tunichgut und Lebemann, der weder sich noch das Leben ernst nimmt und sich nur um sein Vergnügen kümmert. Doch damit fällt er vollends auf die Nase und muss ein Weg einschlagen, der seiner bisherigen Lebensart widerspricht. Wie er sich dabei schlägt, können wir in der Geschichte verfolgen und auch dabei immer wieder feststellen, wie die Autoren uns Leser mit Wendungen überraschen.
Die Welt mit seiner eigenen Geschichte, den dort herschenden Religionen, Mythen und Kulturen ist sehr gut umgesetzt, wenn sie auch in einigen Teilen oberflächlich und blass bleiben.
Insgesamt hat mir das Lesen sehr viel Spaß bereitet, die Ideen sind zum Teil neu und die Geschichte, auch wenn einiges vorhersehbar wirkt, birgt immer wieder Überrschungen.
Ein Fantasy-Auftakt, aus dem mehr hätte gemacht werden können, der sich aber doch zu lesen lohnt. Einige Fragen blieben offen und ich bin schon sehr gespannt, wie die Geschichte weitergeht und freue mich schon auf Band 2, der voraussichtlich im Herbst 2016 erscheint.

Die Blausteinkriege Bd. 1

Von: Mella83 Datum : 20.03.2016

lus-buchgefluester.blogspot.de

Paperback, Klappenbroschur
ISBN: 978-3-453-31688-1
Erschienen: 12.10.2015
Verlag: Heyne
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Inhaltsangabe (Quelle Heyne Verlag): Einst war es der Nabel der Welt, doch nun steht es vor dem Niedergang: das Kaiserreich Berun, gegründet auf die Schlagkraft seiner Heere und den unerbittlichen Kampf gegen die Magie des Blausteins. Als Beruns Macht schwindet, kreuzen sich die Pfade dreier Menschen – ein Mädchen, ein Schwertkämpfer und ein Spion. Keiner von ihnen ahnt, wie unauflöslich ihr Schicksal mit der Zukunft von Berun verwoben ist.

Das Zeitalter der Blausteinkriege ist angebrochen …

Meine Einschätzung: Ja, ja ich weiß, dass ist der Klappentext, den man auch auf dem Buch lesen kann und so wirklich viel her gibt er nicht. Doch leider wusste ich wirklich nicht, wie ich einen tollen Klappentext schreiben sollte ohne zuviel von der Handlung selbst zu verraten, denn diese ist doch komplexer und verwobener als ich zunächst annahm.

In erster Linie aber zog das wirklich, wie ich finde, schöne Cover meinen Blick auf sich und brachte mich erst dazu mir diesen Auftakt zur neuen Reihe von T.S. Orgel genauer unter die Lupe zu nehmen. Passend zum Titel der Reihe war das Cover in verschiedenen Blautönen gehalten und wirklich ein richtiger Blickfänger, dass dann auch noch der Klappentext so vielversprechend klang entschied es! Ich musste das Buch einfach lesen, nichts desto trotz zögerte ich noch etwas nachdem das Buch den Weg zu mir gefunden hatte. Denn mal ehrlich es ist immer ein Risiko einen Roman von einem Autor oder Autorenduo zu lesen, das man bis dato gar nicht kannt, aaaaber ich wurde positiv überrascht und habe das Buch regelrecht verschlungen und konnte nicht genug von Sara, dem Puppenspieler oder Marten bekommen.

Der Schreibstil des Duos war für mich neu und trotzdem sehr angenehm leicht zu lesen und wirklich fesselnd. Ab einem gewissen Punkt konnte ich das Buch gar nicht mehr aus der Hand, denn ich musste einfach wissen, wie es weitergeht! Auch die Atmosphäre gelang den Autoren richtig gut und ihre Welt war fremd und doch seltsam vertraut - macht das Sinn? *lach*

Die Handlung war spannend und sehr interessant, auch wenn in meinen Augen noch nicht ganz klar ist, WAS genau denn nun Blaustein ist, so ist es doch spannend und wird temporeich erzählt. Geschickt verweben die beiden Autoren die Einzelschicksale miteinander, nur um sie etwas später im weiteren Verlauf der Handlung wieder voneinander zu trennen. Und auch hier warten sie mit einigen Überraschungen auf oder mit Wendungen, die ich so nicht erwartet hätte bzw. teilweise ahnte - ich bin regelrecht gezwungen Bd. 2 zu lesen und ich täte dies am liebsten gleich!!!

Was die Charaktere angeht muss ich sagen, dass ich da so meine kleineren Schwierigkeiten hatte sie auseinander zu halten. Einige Namen klangen sich doch schon sehr ähnlich, dieses Problem schien ich besonders mit den Nebencharakteren zu tun, bei den Hauptcharakteren weniger.
Hier ist auch bei den Hauptcharakteren, was eher selten ist in einem Auftaktband, dass man eine deutliche Entwicklung (gerade bei Marten und Sara) erkennen konnte. Da ich Danil sehr mochte hoffe ich nach wie vor, dass wir ihn wiedersehen werden. Die Veränderungen an ihnen waren nicht signifikant, aber doch klar erkennbar. Es waren keine großen Entwicklungen, aber nichts desto weniger waren es Entwicklungen - ich rede Blödsinn, nicht? *grins*

Alles in allem ein wirklich schöner und mehr als gelungener Auftakt zu einer neuen Fantasyreihe, der definitiv Lust auf mehr macht.

Mein Fazit: 5 Sterne - ein Schmankerl für Fantasy Fans!

Das Erbe von Berun: Die Blausteinkriege 1

Von: Buchdrache Datum : 13.03.2016

buchdrache.blogspot.de/

Sie werden als die Fantasy-Sensation des Jahres gefeiert: Bereits mit „Orks vs. Zwerge“ betrat das Autorenduo Tom und Stephan Orgel die deutsche Phantastik-Bühne. Nun machen sie mit den Blausteinkriegen, dem Auftakt ihrer neuen Reihe, erneut auf sich aufmerksam.

Einst war Berun ein mächtiges Kaiserreich. Die „Löwen von Berun“ nennt man seine Kaiser, die mit ihrem schlagkräftigen Heer eine Eroberung nach der anderen verzeichnen können. Magie, gewirkt durch die sogenannten Blausteine, betrachten die Beruner als verachtenswert, den Glauben an die Götter haben sie untersagt. Das schafft natürlich auch Feinde. Als sich der neue Kaiser nicht zuletzt durch Intrigen in den eigenen Reihen als schwach erweist, wittern sie ihre Chance und setzen zum Gegenschlag an.

Leider hält die „Sensation“ nicht ganz, was sie verspricht. Die ersten Kapitel stellen einen interessanten Einstieg in die Handlung und in die Welt dar und machen neugierig auf das, was die Orgel-Brüder erschufen. Das Magiesystem wirkt interessant und kreativ, Potenzial für Konflikte ist da. Allein schon der religiöse Aspekt eröffnet dabei allerhand Möglichkeiten. Das eindeutig weltlich veranlagte Berun hat den Glauben an die alten Götter abgeschafft und das Wirken von Magie als abnormal eingestuft. Freilich stößt das vor allem unter den eroberten Völkern auf Widerwillen, die dadurch durch den Usurpator ihre eigene Kultur bedroht sehen.

Leider bleibt der Roman hinter seinen Möglichkeiten zurück. Nicht zuletzt die namensgebenden Blausteine kommen dabei zu kurz. Magie spielt nur eine nebengeordnete Rolle, sodass der Leser lediglich einen oberflächlichen Eindruck von ihrer Wirkungsweise und ihren Möglichkeiten erfährt.

Nach einem anfänglich interessanten Einstieg flacht die Handlung ab und dümpelt gemächlich vor sich hin. Erst gegen Ende hin steigert sich die Spannung wieder. Die Handlung wird jedoch mit einem interessanten Cliffhanger abgeschlossen, der durchaus neugierig auf den Folgeband macht sowie Hoffnung erzeugt, dass sich Teil 2 als spannender erweist.

Peinlicherweise lassen sich auch einige formale Fehler ausmachen. So wechselt in den ersten Kapiteln die Anrede des sonst üblichen „Ihr“ auf das „Sie“, ohne dass ein tieferer Sinn darin erkenntlich wird. An anderer Stelle werden Wälder südlich der Stadt Tiburone erwähnt, obwohl auf der Karte ersichtlich wird, dass da nur Meer ist.

Die Blausteinkriege sind leichte, nicht gerade anspruchsvolle Kost. Wer nicht allzu viel von diesem Roman erwartet, wird abends beim Einschlafen gute Unterhaltung finden. Ansonsten hat er wenig verpasst. Es bleibt abzuwarten, wie sich die Folgebände zeigen.

Ich danke Heyne für das Rezensionsexemplar

Ein Buch wie ein Theaterstück

Von: Stehlblüten Datum : 06.03.2016

www.stehlblueten.de

Die Geschichte überzeugte schon ab Seite 1 mit Spannung, die einen zum Weiterlesen zwingt (an dieser Stelle auch eine Entschuldigung an Philip, da ich etwas durch das Buch gerast bin :D). Doch nicht nur der Einstieg ist perfekt gewählt, auch die verschiedenen Perspektivwechsel. Jedes Kapitel bildet einen Rahmen und schürt die Neugier, zu erfahren, wie es mit der jeweiligen Figur weitergeht.

Der Schreibstil hat mir sehr gut gefallen. Nicht zu detailliert und doch so, dass man alles genau vor Augen hat. Besonders in den Kampfszenen merkte man einfach, dass die Worte genau richtig gewählt waren. Oft genug zerstören zu lange Konstruktionen jegliche Anspannung, zu kurze können wieder für Verwirrung sorgen. Hier jedoch hatte man alles bildlich vor Augen. Interessant war hier auch der Perspektivwechsel, da man die Kriegsszenen so völlig anders wahrnehmen konnte. Ein im Kämpfen ungeschultes Mädchen betrachtet das Szenario natürlich völlig anders als ein erwachsener, kampferfahrener Mann, der vorm Töten nicht zurückscheut. Darüber hinaus gab es etliche Stellen, die ich mit einem Post-it versehen habe, weil sie mir so gut gefielen. Neben der Geschichte regen also auch die Aussagen und Gedanken der Protagonisten zum Nachdenken an.

Stellenweise lässt die Spannung etwas nach und das Erzähltempo wird deutlich langsamer. Jedoch nicht so, dass sich die Geschichte gezogen hätte. Denn diese Zeit wird genutzt, um dem Leser die Charaktere vertrauter zu machen. Und die sind der Wahnsinn! Ich hatte anfangs Angst, die ganzen unterschiedlichen Figuren durcheinander zu bringen, denn es sind wirklich einige. Das war jedoch gar nicht der Fall, da sie alle so unterschiedlich und so vielseitig gestaltet sind, dass man sie eigentlich gar nicht verwechseln kann. Was die Charaktere angeht, hat Die Blausteinkriege eigentlich wirklich einen Preis verdient. Die Geschichte wird aus verschiedenen Perspektiven erzählt, jede für sich einzigartig. Jeder Charakter hat eine eigene Geschichte, über manche erfährt man mehr, über manche weniger, aber sie alle machen einfach neugierig. Ich bin jetzt noch hibbelig, weil ich über manche Charaktere einfach mehr wissen muss. Und dann werde ich hängen gelassen und muss mich auf Band 2 gedulden, um zu erfahren, wie es mit ihnen weitergeht – Folter!

Außerdem punktet das Buch mit großartigen weiblichen Figuren. Vielleicht muss man nicht extra darauf hinweisen, mir ist es aber irgendwie doch noch wichtig. Meine Favoriten waren hier auf jeden Fall Sara, die so viel stärker ist als man zu Beginn des Buches glaubt, und Ann Revin, die Kaisersmutter – quasi Cersei Lannister, nur in weise.

Neugierig wie ich bin habe ich nach dem Lesen noch in der LovelyBooks-Leserunde zu den Blausteinkriegen gestöbert. Tom hat dort einen Link zu einer Pinterest-Pinnwand gepostet, auf der man sich die Besetzung der Figuren nach Tom und Stephans Vorstellung ansehen kann. Ich hab es mir extra erst nach Beenden des Buchs angeschaut, da ich mir lieber erst selbst ein Bild von den Figuren mache, aber manche Charaktere stimmten sogar mit meiner Vorstellung überein. Auf jeden Fall fand ich die Idee klasse!

Ich merke gerade, dass ich verdammt viel über die Charaktere des Buchs geschrieben habe, aber das spiegelt meiner Meinung nach den Leseeindruck ganz gut wider. Wie bei einem Theaterstück machen hier – zumindest für mich – eindeutig die Figuren die Geschichte aus. Wie bereits gesagt wird einfach sehr viel Zeit auf sie verwendet. Jedoch nimmt das Buch, besonders gegen Ende hin, wieder stark an Fahrt auf. Die Figuren des Stücks sind scheinbar vorgestellt und die eigentliche, große Handlung kann beginnen. Ich bin demnach sehr gespannt auf Band 2, da ich zum einen noch einiges erwarte und mich zum anderen einfach darauf freue, die Charaktere wiederzutreffen.

Fazit

Für Fantasy-Fans auf jeden Fall eine Leseempfehlung. Der erste Teil der Saga lässt noch Raum nach oben offen, es handelt sich eben um einen Auftakt. Alleine die gut ausgearbeiteten Charaktere (ja, ich erwähne sie schon wieder) machen das Buch aber schon zu einem Genuss!

Solider Serienauftakt mit Luft nach oben

Von: Sandra Marquardt Datum : 07.02.2016

rainbows-in-paradise.blogspot.de/

Der Auftakt dieser neuen Buchreihe hat mir gut gefallen, war jetzt aber nicht ganz so beeindruckend wie ich es mir erhofft habe. Das Konzept der Geschichte fand ich klasse, da habe ich eigentlich auch nichts zu bemängeln. Die Idee mit den Blausteinen gefällt mir und auch die Welt Tertys ist interessant aufgebaut worden, wobei ich es ein klein wenig schade finde, dass nicht alle im Buch erwähnten Ortschaften auf der farbigen Karte vorne im Buch zu finden sind. Gut ist natürlich, dass es im Anhang ein Personenverzeichnis gibt, da in diesem 600 Seiten-Wälzer ziemlich viele Figuren vorkommen. Auf Berun wurde eingehend während der Geschichte eingegangen, allerdings kam es mir so vor, als kämen die Kolnorer und die Metis viel zu kurz. Gerade bei diesen beiden Völkern hätte ich mir etwas mehr Tiefgang gewünscht. Die raubeinigen Kolnorer fand ich ziemlich cool und ich hätte mir gewünscht auch ein wenig mehr über das Land zu lesen in dem sie leben. Die Metis fand ich irgendwie noch weniger greifbar. Gerade von diesem exotischen Volk hätte ich mir doch etwas mehr Informationen gewünscht. Sie waren zwar da, aber beim Lesen hat eben diese gewisse Faszination gefehlt und die Figuren kamen meiner Meinung nach auch ein wenig lasch rüber.
Wo ich gerade bei den Figuren bin, musste ich beim Lesen auch feststellen, dass ich irgendwie keine richtige Lieblingsfigur habe. Mit den drei Hauptfiguren Sara, Danil und Marten konnte ich leider nicht allzu viel anfangen. Ich fand auch keinen von ihnen richtig sympathisch. Vor allem bei Sara hat es mich genervt, dass sie ständig gerettet werden musste. Da habe ich am Ende bei ihr kaum noch mitgefiebert. Es hätte mich auch nicht gestört, wenn die Autoren sie aus der Geschichte rausgenommen hätten. Der Einzige, der für mich noch interessant war, war der Puppenspieler sowie einige andere Nebenfiguren, vor allem die Szenen mit Lebrec fand ich spannend.
Auch die Idee mit den Talenten gefiel mir, aber gerade bei Sara fand ich es nicht ganz so gut umgesetzt. Als sie ihr Talent das erste Mal benutzt hat, habe ich es beim Lesen irgendwie gar nicht so richtig wahrgenommen. Das fiel mir erst bei der nächsten Gelegenheit auf und war leicht verwirrend für mich.
Die Legenden und Mythen im Buch fand ich klasse umgesetzt. Die habe ich sehr gerne gelesen und finde, dass die Autoren in dieser Hinsicht gute Arbeit geleistet haben.
Die Handlung gefiel mir soweit auch. Es gab ständig diese vorhersehbaren Momente, in denen man ahnt wie es weiter geht und dann wird man doch noch mal überrascht und hat einen Aha!-Moment. Das fand ich äußerst angenehm beim Lesen.
Allgemein finde ich es toll, was die beiden Autoren sich hier haben einfallen lassen. Es gibt Ideen im Buch, die noch relativ unverbraucht wirken und auch die Umsetzung finde ich gelungen, nur bei den Figuren und Völkern hapert es leider ein wenig. Vielleicht liegt es auch daran, dass schon alles in den ersten Band gequetscht wurde. Ich lasse mich mal vom zweiten Band überraschen wie die Handlung weiter gehen wird.
Die 600 Seiten liest man erstaunlich schnell weg, da diese auch nicht allzu textlastig sind und die Autoren einen sehr angenehmen Schreibstil haben. Der Cliffhanger am Ende ist auch gut gewählt. Der Ausgang am Ende des Bandes macht zwar neugierig wie es weitergeht, hat aber nicht so einen fiesen Cliffhanger wie man es z. B. von den Kings & Fools-Romanen her kennt.

Reinlesen lohnt sich auf alle Fälle. T.S. Orgel haben hier eine tolle Welt aufgebaut, die zum Schmöckern einlädt und schicken ihre Figuren auf spannende Abenteuer. Der erste Band hat durchaus seine Schwächen, glänzt aber mit einer tollen Handlung und überraschenden Momenten.

Der Anfang eines epischen Abenteuers, der das Herz eines jeden Fantasy- Fans höher schlagen lässt!

Von: Bücherwesen Datum : 04.02.2016

www.buecherwesen.de/2016/02/die-blausteinkriege-1-das-erbe-von.html

Inhalt:

Das Kaiserreich Berun war einst der Nabel der Welt, doch es seht kurz vor dem Untergang und nur drei Menschen können dies verhindern. Jedoch wissen diese drei nichts davon wie sehr ihr Schicksal mit dem Untergang von Berun verknüpft ist. Ein Schwertmann, ein Mädchen und ein Spion. Was haben diese drei mit der Zukunft eines auf der Schlagkraft seiner Heere und dem unerbittlichen Kampf gegen die Magie des Blausteins, erbauten Reichs zu tun.

Meine Meinung:

Die Blausteinkriege sind definitiv das was mein Fantasyherz zum schlagen bringt.
Zwar kommt nicht viel offensichtliche Magie zum tragen, doch verströmt das Buch eine ganz besondere Magie.
Wie die meisten Fantasygeschichten spielt sich auch hier wieder alles in einer Welt ab, die sehr an das Mittelalter erinnert und auch spielen wieder sehr viele neue Ausdrücke eine Rolle, die ich vorher noch nirgends gelesen habe.
Die Art des Buches, erinnert mich sehr an "Die Brücke der Gezeiten" oder auch die Bücher von Joe Abercrombie, wobei die Autoren hier nicht so viele Kraftausdrücke benutzen.
Die Geschichte wird aus den Sichten von vielen verschiedenen Charakteren beschrieben, was zumindest im ersten Teil nur erahnen lässt inwiefern sich die Stränge später kreuzen oder sogar verbinden.
Ein Strang wird von Marten, einem Schwertmann des Kaisers erzählt, der sich meiner Meinung nach einfach mit den falschen Leuten einlässt und auch selber nicht gerade ein unbeschriebenes Blatt ist.
Er schafft es immer wieder sich Ärger einzuhandeln, da er es auch nicht schafft von den Mädchen zu lassen, besonders wenn sie dem Adel angehören.
Eine andere Sicht, die wir lesen dürfen ist die von Sara, eine sogenannte Metis.
Metis sind dunkelhäutige Menschen, die im Macouban leben. Sara hatte auch nicht viel Glück in ihrem Leben, doch sie besitzt eine Gabe. Wobei es nicht Gabe sondern Talent genannt wird. Sie kann sich unsichtbar machen und einige Leute, machen sich dieses Talent zu nutzen. So auch ihr Herr Feyst Dreiauge, der sie auf dubiose Aufträge hinausschickt.
Nur mit einem Geschichtsstrang kann ich noch nicht besonders viel anfangen. Lebrec ist der
Charakter, von dem man als erstes liest, doch er geht in der Geschichte unter und ich kann nicht erfassen welchem Zweck er dient. Soll er ein Spion sein, der im Macouban unterwegs ist?
Man trifft auf viele eigenartige Charaktere, doch einer ist mir besonders ins Auge gefallen. Alle nennen ihn Messer und ich konnte mir von Anfang an denke was seine Aufgabe ist. Er überbringt "Botschaften", doch die Menschen überleben diese nicht.
Er ist ein sehr unsympathischer Kerl und seine Auftragsmorde tun das übrige dazu, dass er mir auch niemals sympathisch werden wird.
Im ersten Teil erfährt man einiges über die Charaktere und auch über Berun selbst.
Es werden einige Intrigen angezettelt und auch die erste große Schlacht darf man miterleben.
Das Macouban empfand ich auch als sehr interessantes Land, das ich von der Mentalität mit Afrika vergleichen würde.
Auch wenn es in der Geschichte noch nicht sehr magisch wurde, hat mich die Magie der ganzen Geschichte verzaubert und ich hoffe auf baldige Fortsetzung.

Fazit:
Der Anfang eines epischen Abenteuers, der das Herz eines jeden Fantasy- Fans höher schlagen lässt!

Sehr gelungener Auftakt der Blausteinkriege-Trilogie

Von: Karin Wenz-Langhans aus Limbach Datum : 03.02.2016

Der alte Kaiser von Berun ist tot – sein Sohn und Thronnachfolger kümmert sich lieber um seine Vergnügungen als um die Regierungsgeschäfte. Das bleibt den Nachbarländern nicht verborgen und Beruns südlich gelegenes Protektorat Macouban steht ihm Verdacht, Verrat zu planen. Allein die Kaiserinmutter und ihr Vertrauter Henrey Thoren, auch als „Puppenspieler“ bekannt, versuchen, das drohende Auseinanderbrechen von Beruns Macht zu verhindern. Dabei kreuzen sich ihre Wege mit denen der jungen Straßendiebin Sara und dem Schwertmann Marten.

Bereits ab der ersten Seite konnte mich die besondere und dichte Atmosphäre des Buches in seinen Bann ziehen. Den Autoren gelingt es meisterhaft, Szenen und Charaktere so zu beschreiben, dass man das Gefühl hat, mittendrin zu sein. Es werden mehrere spannende Handlungsstränge parallel geknüpft, bei denen ich lange keine Ahnung hatte, wie sie zusammenhängen könnten.
Den Leser erwarten einige überraschende Wendungen und oftmals, wenn ich dachte, jetzt weiß ich, um was es geht, wurde ich eines Besseren belehrt.

Die Autoren legen die Fakten über die Buchwelt nicht einfach auf den Tisch, sondern sie schälen sich nach und nach aus der Handlung heraus. Einige Punkte bleiben am Ende des Buches noch vage, aber wir haben ja noch zwei Bände vor uns.

Die Charaktere sind neben der spannenden Handlung ein weiterer Pluspunkt des Buches. Es wird zwar einiges an Figuren aufgefahren, aber dennoch gelang es mir gut, den Überblick zu behalten, auch dank des Personenverzeichnisses am Ende des Buches. Die Charaktere sind alles andere als eindimensional und durchschaubar und ich bin sehr gespannt, welche Rolle der Eine oder Andere noch in den nächsten beiden Bänden spielen wird. Nicht nur bei den Figuren fällt es schwer, sie in Gut und Böse einzuordnen, auch ihre Ziele, die sie verfolgen, können nicht so einfach beurteilt werden – faszinierend sind sie allemal.

Das Buch endet zwar nicht mit einem ausgesprochenen Cliffhanger, aber dennoch warte ich mit Spannung auf den zweiten Teil und hoffe, dass wir nicht zu lange warten müssen.

Auftakt zu den Blausteinkriegen!

Von: EvaMaria Datum : 22.01.2016

https://buecherfansite.wordpress.com

Schwierig, schwierig dieses Buch.
Ich habe mich riesig auf den Auftakt dieser Trilogie gefreut, weil ich finde der Klappentext klingt sehr interessant und vielversprechend.
Zusätzlich hat mich das Cover auch sehr angesprochen, weil es sehr schön ist, mit der Burg und in einem tollen blau gehalten.
Es wird die Geschichte von Marten, Sara und Henrey Thoren erzählt. Die drei befinden sich in Berun ein Land, dass von einem neuen Kaiser regiert wird, der allerdings nicht sehr stark und vergisst die Grenzen des Landes zu festigen und somit die Feinde dazu verlockt sich gegen ihn zu verbünden.
Jede der drei Hauptpersonen hat eine Aufgabe zu “erledigen”, Henrey ist ein Spion der Kaiserinmutter, Marten ein Schwertmann und Sara, ein junges Mädchen, das sich nicht unterkriegen lässt.
Durch die Rebellion die sich entwickelt, ist das ganze Reich bedroht, dieses Buch ist aber nur der erste Teil und somit endet das Buch offen…

Ich muss leider sagen, der Auftakt ist für mich sehr anstrengend gewesen, weil in jedem Kapitel kommen andere Personen vor, jedes Kapitel wechselt den Ort und ich musste sehr oft zurückblättern um zu schauen, wer diese Person nochmals gewesen war.
Was mir aber sehr gut gefallen hat, ist das es den Autoren gelungen ist, alles sehr genau zu beschreiben, egal, ob es jetzt zB Sara, die sich nicht unterkriegen lässt oder auch die Orte, wirklich eine tolle Sache.
Ich hatte oft, das Gefühl in Berum zu sein, so genau haben die beiden Autoren alles beschrieben.

top

Von: http://sunshineladytest.de Datum : 18.01.2016

sunshineladytest.de/

Sara ist eine der Hauptpersonen,ich konnte mich gut in sie hineinversetzen weil sie eine junge Frau ist und was Frauen ja immer mitreisst,wenn jemand anders ist.

Und sie ist durch ihr Aussehen direkt zu erkennen und kann sich unsichtbar machen und das ganze ohne Blaustein zu nutzen.

Was sie natürlich besonders macht.

So muss sie immer wieder kämpfen.

Der 2te Hauptprotagonist ist Marten und von adeliger Abstammung,was ja eigentlich toll am Anfang wirkt,aber man merkt schnell,das er ein hartes Los gezogen hat.

Denn er ist nur 2t geborener Sohn,was im adeligen Hause natürlich mit sich bringt,das er immer nur 2te Wahl und im Schatten steht,ob er will oder nicht.

Grade weil sein Bruder dem Orden beigetretten ist und somit jetzt der Chef der Familie ist.

Marten wird in dem Buch von einem sehr guten Freund verratten,was zur Verbannung führt und er muss dann arbeiten gehen weit weg.

Super fand ich das am Anfang des Buches ein Namensregister eingefügt ist,denn bei so einem dicken Buch,kann man anfangs schon einmal durcheinander kommen,so kann man dann hingehen und nochmal nachblättern.

Sollte man den Faden verloren haben;)

Das Cover ist einfach total wundervoll und für mich der absoulute Hingucker muss man sagen.

Auch ist eine Reisekarte vorhanden,sodass man sehr gut durchblicken kann in dem Buch,wenn mal wieder Orte genannt werden.

Fand ich bei der Herr der RInge damals nämlich grausam,soviel verschiedene Orte und man wusste nie genau wie weit was entfernt war.

Einzig und alleine die politischen Aspekte des Königshauses die die Wenden dieses Buches mit sich bringen,haben mich leicht gestört.

Aber das ist vermutlich einfach schlichtweg eine Geschmackssache.

Die vielen Wendungen des Buches und auch die Entwicklung von Marten dem ehemaligen Spieler und Trinker der eigentlich mehr sein sollte als dies nämlich ein ehrenvoller adeliger gefiel mir sehr gut.

Fantasy Bereiche sind in dem Buch nicht wie erwartet so in Hülle und Fülle vorhanden.

Auch wenn ich mehr Fantasy als Roman erwartet hatte,konnte mich dennoch dieses Buch voll überzeugen.

Die Geschichten waren einfach toll und überzeugend und mit der weiblichen Protagonistin war ich direkt warm und mochte sie von Anfang an.Kämpferisch wie sie ist und immer wieder den Kopf hebt,statt sich unterkriegen zu lassen.

Auch sehr viele blutige Szenen sind detaiert beschrieben,aber auch das ist Teil des Buches.

Also ich würde es immer wieder lesen und von mir eine ganz klare Leseempfehlung.

Anfangs ein wenig zäh, danach wird es spannend bis zum Ende!

Von: Sarah Rawrpunx Datum : 16.01.2016

rawrpunx.blogspot.co.at

Das Kaiserreich Berun hat schon bessere Zeiten erlebt, der junge Kaiser kümmert sich nicht anständig um sein Erbe und im Hintergrund zieht daher die Kaiserinmutter die Fäden. Sie versucht alles zusammenzuhalten, doch weiß sie nicht wer Freund oder Feind ist, denn viele warten nur auf eine Möglichkeit um sich die Macht zu sichern. Machtspiele und Intrigen stehen an der Tagesordnung und mittendrin, ohne sich dessen überhaupt bewusst zu sein, befinden sich ein magiebegabtes Straßenmädchen, ein Schwertkämpfer der sich ständig in irgendwelche Schlamassel bringt und ein Spion. Eigentlich werden magiebegabte, die den Umgang mit den sogenannten Blausteinen beherrschen gejagt und aus dem Reich verbannt, doch wenn man sein Reich schützen will, muss man alles in Betracht ziehen.

Die Blausteinkriege ist das erste Buch das ich vom Autorenduo gelesen habe, ich kenne ihre bekannte Orks vs Zwerg Reihe nicht, bin aber nun neugierig geworden. In letzter Zeit verschlägt es mich immer mehr zur High Fantasy Sparte und deswegen wollte ich auch unbedingt Blausteinkriege lesen.

Der Anfang verlief ein wenig zäh, bis man richtig in der Geschichte ankam und sich die Namen bzw das Reich richtig vorstellen konnte, doch dann ging es rasant und spannend weiter. Den Weltenaufbau fand ich interessant und zur besseren Übersicht befindet sich noch ein Glossar im Anhang. Das hilft die erste Zeit auch ungemein.

Das Autorenduo hat wirklich ein Händchen für vielschichtige Charaktere, denn wenn man denkt, man hat einen Protagonisten überrissen, kann man Seiten später mit einer Überraschung rechnen. perfekte und aalglatte Charaktere sind langweilig, nur mit realitätsnahen Figuren erschafft man Sympathie (oder auch das Gegenteil bei einigen Figuren). Der Schreibstil ist bildhaft, beschreibungswütig und lässt über kurz oder lang ein wunderbares Kopfkino entstehen.

Abschließend kann ich sagen: Fantasy vom Feinsten und gute Unterhaltung mit allem was dazu gehört. Intrigen, Verschwörungen, wilde Theorien und Machtspielchen, dazu ein interessantes Setting und ein komplexer Plot. Ich freue mich schon auf den zweiten Band! Für den Auftakt gibt es von mir gute 4/5 Rawr's.

Ein fast perfekter Auftakt in einer komplexen und detailreichen Welt

Von: Nadja Bookworm Datum : 13.01.2016

bookwormdreamers.blogspot.de/

Erste Sätze
Lebrec kauerte hinter dem Stamm des Waldriesen und wartete auf den Tod. Der Regen prasselte auf die fleischigen, dunkelgrünen Blätter des Dickichts, das den gewaltigen Baum umgab.


Klappentext
Magie ist ein gefährliches Spiel …
Einst war es der Nabel der Welt, doch nun steht es vor dem Niedergang: das Kaiserreich Berun, gegründet auf die Schlagkraft seiner Heere und den unerbittlichen Kampf gegen die Magie des Blausteins. Als Beruns Macht schwindet, kreuzen sich die Pfade dreier Menschen – ein Mädchen, ein Schwertkämpfer und ein Spion. Keiner von ihnen ahnt, wie unauflöslich ihr Schicksal mit der Zukunft von Berun verwoben ist.
Das Zeitalter der Blausteinkriege ist angebrochen…


Meine Meinung
Das Buch ist aus Sicht eines auktorialen Erzählers geschrieben und berichtet aus der Sicht vieler verschiedener Personen.
Eine dieser Personen ist Sara, eine junge Frau, die aufgrund ihres Aussehens, das sie als Metis ausweist, in Berun außergewöhnlich ist. Doch nicht nur das macht sie besonders, sondern auch das Talent, das sie besitzt, denn sie kann sich unsichtbar machen, ohne Blaustein zu benutzen. Sie ist stark, selbstbewusst und kämpft um ihr Überleben und ihre Unschuld.
Eine andere Person ist Marten, ein Adliger, der als Zweitgeborener immer im Schatten seines Bruders steht, der dem Orden beigetreten ist und nun Familienoberhaupt ist. Er ist ein Trunkenbold, spielt gerne und ist auf dem Weg nur ein Schwertmeister zu werden. Marten ist auf der Suche nach seiner Aufgabe und seinem Platz in seinem Leben.
Alle Charaktere des Buches sind gut und detailreich ausgearbeitet, sie entwickeln sich weiter und ich konnte mich gut in sie hineinversetzen. Ihre Handlungen und Gedanken waren nachvollziehbar.

Die Geschichte an sich ist dramatisch, spannend und actionreich. Ab und an ist sie auch emotional. Die Welt, die die Autoren geschaffen haben, ist unglaublich komplex und detailreich. Allerdings hat die Wahl der Perspektive und der Schreibstil eine gewisse Distanz zu den Charakteren geschaffen, dass ich mich nicht hundertprozentig in sie hineinfühlen konnte. Der Schreibstil der Autoren ist angenehm und flüssig zu lesen. Es gibt überraschende Wendungen und Entwicklungen. Das Buch konnte mich von Beginn an fesseln und mitreißen.


Bewertung
Ein fast perfekter Auftakt einer Reihe in einer komplexen und detailreichen Welt, der aber eine gewisse Distanz zu den Charakteren schafft, daher gibt es von mir

4,5 von 5 Würmchen

Ein sehr guter Auftakt einer Fantasyreihe mit beeindruckend geschaffener Welt!

Von: Manja Datum : 08.01.2016

www.manjasbuchregal.de

Meine Meinung
Berun ist ein Reich das alt ist und sehr groß. Bisher konnte man sich dort immer auf sein Heer verlassen. Doch seit der neue Kaiser an der Macht ist wird das Heer kaum beachtet. Er kümmert sich eher mehr um sich selbst. Für die Fürsten und Städte die um Berun liegen ist das die Chance sich gegen den Kaiser zu stellen.
Während dieser Machtkämpfe laufen sich ein Spion, ein Mädchen und ein Schwertkämpfer über den Weg. Dass die Schicksale der 3 mit dem von Berun eng verwoben sind ahnt zu dem Zeitpunkt noch niemand …

Der Fantasyroman „Die Blausteinkriege 1 - Das Erbe von Berun“ stammt von T.S. Orgel. Hinter diesem Autorennamen verbergen sich die Brüder Tom und Stephan Orgel. Dieser Roman ist der Auftakt einer Reihe und ich war wirklich mehr als gespannt auf die Geschichte zwischen den Buchdeckeln.

Es gibt zahlreiche Charaktere im Buch, die mir alle soweit gefallen haben. Was ich toll fand sie sind sehr facettenreich und tiefgründig und zum Teil zudem sehr undurchsichtig. Einige der Charaktere sind sympathisch, andere wiederum konnte ich nicht so leiden.
Die Protagonisten sind sehr unterschiedlich. Marten ist ein Mann der den Genuss sehr mag. Er denkt sehr oft über alles nach und gerät so oftmals in recht brenzliche Situationen.
Sara hingegen hat bereits viel durchgemacht. Ihr Leben war bisher sehr entbehrungsreich und sie wurde bisher immer verachtet und hat immer für einen bekannten Verbrecher gearbeitet.
Henry ist ein Puppenspieler. Er ist eher undurchsichtig und hat so einige Geheimnisse. Er ist eher darauf auf Berun zu schützen und arbeitet daher für die Mutter des Kaisers.
Die Autoren stellen hier wirklich immer neue Charaktere vor, man muss sich schon sehr konzentrieren um da nicht durcheinander zu kommen.

Der Schreibstil der Autoren ist flüssig und lässt sich soweit gut lesen. Man kommt doch gut durch die Seiten und ich war doch ziemlich gefangen in der Geschichte.
Es gibt hier viele verschiedene Perspektiven. Immer wieder wechselt die Sichtweise und so wird die Handlung doch sehr komplex und vielseitig.
Die Handlung an sich ist sehr fantasiereich. Es gibt hier Spannung aber durchaus auch humorvolle Passagen im Buch. Die Autoren beschreiben ihre Szenen sehr bildhaft und die geschaffene Welt hat mich hier wirklich beeindruckt.
Die Stimmung ist doch auch ziemlich bedrückend und man kann sich sehr gut ins Geschehen einfinden. Das Autorenduo hat es hier geschafft eine gute Mischung zu finden zwischen Geschichte und Beschreibung. Langeweile kommt hier keine auf.

Das Ende ist doch ziemlich offen gehalten. Es bleiben viele Dinge unbeantwortet, die Spannung ist auf dem Höhepunkt angekommen. Man darf also gespannt sein wie die Handlungsstränge im zweiten Band weitergeführt werden, was wohl weiter passieren wird.

Fazit
Zusammenfassend gesagt ist „Die Blausteinkriege 1 - Das Erbe von Berun“ von T.S. Orgel ein sehr guter Auftakt einer Fantasyreihe mit beeindruckend geschaffener Welt.
Die vielen sehr facettenreich gestalteten Charaktere, der flüssig lesbare gut zu lesender Stil und eine Handlung, die humorvolle Passagen beinhaltet aber auch ausreichend Spannung bietet, haben mich hier wirklich sehr gut unterhalten.
Durchaus lesenswert!

Toller Einstieg. So stellt man sich Fantasy vor

Von: Lilian Datum : 04.01.2016

lilianlovesbooks.blogspot.de/

"Was meinst du - hat den dein Bruder geschickt?", raunte Danil. "Den missratenen Sohn nach Hause holen?" "Schön wär`s. Das hieße ja, es will mich jemand lebendig."

Nach dem Tod des "Löwen von Berun" regiert nun sein Sohn. Allerdings eher schlecht als Recht so das es im Land immer mehr Aufständische gibt die dem luxusverwöhnten jungen Kaiser die Gefolgschaft aufkündigen. Tatsächich laufen alle wichtigen Entscheidungen im Reich fast nur noch über die Kaisererinmutter Anne Revin, die sich mit ihren Getreuen immer mehr einem nahenden Krieg entgegen sieht.

Höfische intrigen. Macht und Ränkelspiele bestimmen grundlegend das Leben der beiden Hauptcharaktere im Buch. Zum einen das von Sara, einer Metis. Die nicht nur aufgrund ihrer Hautfarbe unter Anfeindungen zu leiden hat, sondern auch wegen ihrer Gabe die sie zu einer sehr wichtigen Figur im Buch macht. Ihr Schicksal führt sie an den Hof des Kaisers und ihr Schicksal wendet sich zumindest für kurze Zeit zum guten. Unter den Fittichen der Kaiserinmutter wird sie jedoch schnell mit in alles hineingezogen.

Marten, ein junger adeliger wird durch einen Verrat seines angeblich besten Freundes auf ein Schiff weitab von Berun verfrachtet. Im fernen Macouban soll er seinen Dienst leisten und nie wieder zurückkehren. Marten bleibt keine Wahl und er muss sich fügen, auch wenn er an allem unschuldig ist.

Während diese beiden deren Schicksale immer enger mit dem Beruns verknüpft wird, planen die Aufständischen den Wiederstand und Sara sowohl auch Marten werden unwillkürlich in den bevorstehenden Krieg hineingezogen.

Der Schreibstil: leicht zu lesen und die Beschreibungen der Schauplätze ist wirklich sehr detailiert. Die der Kampfhandlungen auch. Gegen Buchende wurde es dann ein wenig langatmiger, so das mir einige Szenen ein wenig zu lang vorkamen. Aber schlimm wars nicht, kostet aber einen Stern.

Was für ein Auftakt. Bevor man sich versieht ist man schon in der fantastischen Welt Beruns gefangen und will nicht mehr zu Lesen aufhören. Gefallen hat mir das es dabei nicht so übermäßig magisch zuging. Hier standen zunächst einmal die Charaktere im Vordergrund über die man beim Lesen viel erfahren konnte und das Buchende lässt viel aufregendes für den zweiten Band erhoffen.
Wer auf epische Fantasy steht kann hier beherzt zugreifen. Vielleicht sind es für den einen oder anderen etwas zuviel Charaktere die er kennenlernt aber am Buchende ist ein Personenverzeichniss das Klarheit schafft.


Die Blausteinkriege 1 - Das Erbe von Berun erhält 4 von 5 Sternen

Ein Roman, der sich wahrlich lohnt!

Von: Sofia Ma Datum : 01.01.2016

sofiasworldofbooks.blogspot.de/

Aufmachung:

Mir gefällt die Gestaltung dieses Buches wirklich sehr gut. Nicht nur das Cover ist wunderschön (blaue Cover sind allgemein immer schön. Ich habe noch nie ein nicht-schönes blaues Cover gesehen glaube ich), auch die Gestaltung der Klappe. Vorne ist nämlich eine Karte eingezeichnet, und zwar nicht einfach nur eine Karte, sondern eine wirklich schöne Karte. Generell finde ich Karten in Fantasy-Büchern ja immer schön, weil man sich dann so einfach leichter vorstellen kann, wo die Protagonisten gerade sind und wo sie noch hinmüssen und so weiter. Aber diese Karte hier ist noch schöner als alle anderen Karten, weil die hier nicht wie viele andere einfach nur schwarz-weiß ist, sondern bunt. Und das finde ich sehr schön, einfach weil das schon ein qualitativen Unterschied macht und das Preis-Leistungs-Verhältnis so auch anhebt.
Kurz gesagt finde ich die Aufmachung dieses Buches also wirklich schön.

Meine Meinung:

Also, man wird bereits am Anfang schon in die Geschichte geworfen, und wie man am ersten Satz unschwer erkennen kann, ist der Spannungsbogen auch direkt sehr weit oben. Man lernt sofort die ersten Figuren kennen, die bereits ums Leben kämpfen, allerdings kann man sich überhaupt noch nicht vorstellen, wer denn jetzt gut oder böse ist, oder wohin das Ganze führt. Was dann natürlich auch der Grund für die bereits zu Anfang sehr hohe Spannung ist.
Im Laufe der Handlung lernt man die Charaktere selbstverständlich noch ein bisschen besser kennen. Man merkt, dass keiner wirklich einseitig gut oder böse ist. Sie alle haben verschiedene Seiten an sich, die man als Leser gleichermaßen gutheißt oder missbilligt.
Dadurch sind die Figuren schwer in irgendeine Schublade zu stecken. Außerdem bewirkt dieser Facettenreichtum, dass jeder einzelne einem noch mehr ans Herz weckt, auch wenn man sich bis zum Schluss nicht sicher ist, wem man jetzt wirklich trauen kann und wer nur ein Spielchen spielt.
Und gerade diese Sympathie gepaart mit dem Misstrauen gegenüber den Figuren macht die ohnehin schon spannende Geschichte noch spannender, sodass man, selbst wenn es schon spät in der Nacht ist und man am nächsten Tag eigentlich früh aufstehen muss (ähm, ja.. also eigentlich Standard... xD), das Buch nur mit enormer Willensstärke aus der Hand legen kann. Selbst die längeren Kapitel halten einen nicht vom Weiterlesen ab.
Und obwohl das Misstrauen da ist, hat man erhebliche Schwierigkeiten damit, die Handlungen der Figuren zu durchschauen. Ich war jedes Mal überrascht, wenn die Charaktere überhaupt nicht so agiert haben, wie ich es erwartet hätte. Das macht Die Blausteinkriege sehr unvorhersehbar und führt zu einigen wirklich interessanten Plottwists. Die dann wahrscheinlich auch ein Grund waren, weshalb ich teilweise bis in die tiefe Nacht lesen musste.
Genauso umhauend war demnach auch das Ende und ich musste erst einmal ein bisschen Pause machen, bevor ich das Buch wirklich auf Seite legen konnte. Aber der Cliffhanger macht einen natürlich nicht nur seelisch fertig, sondern auch neugierig auf den Folgeband, der hoffentlich bald erscheint.
Ich liebe ja High-Fantasy-Bücher, in deren neue Welten man ohne große Mühe eintauchen kann, aber dafür nur umso schwerer wieder hinausfindet, und Die Blausteinkriege ist definitiv so ein Buch, dessen Hintergrundidee mir so auch noch nicht untergekommen ist.

Fazit:

Ein absolut toller Auftakt zu einer hoffentlich noch tolleren Reihe. Spannung, Plot und Charaktere überzeugen zweifellos und der Cliffhanger macht neugierig auf den zweiten Band.
5/5 Lesehasen.

Ein spannender Auftakt der Reihe

Von: Victoria Townsend Datum : 19.12.2015

reading-a-little-dream.blogspot.de/

Meine Meinung

Gestaltung: Das Buch sprach mich sofort an. Mit dem mächtigen blau schimmerndem Gebäude und dem Heer im Vordergrund wirkt es beeindruckend und kriegerisch und passt somit super zum Inhalt des Buches. Auch der blau leuchtende Titel ist sehr schön. Besonders toll fand ich, dass vorne im Buch auch eine Karte der Umgebung war.

Inhalt: Die Idee mit der Magie der Blausteine und das Reich Berun, das jetzt von vielen Seiten bedroht scheint und dem bald der Krieg droht, fand ich sehr spannend. Ich habe in letzter Zeit wenig Bücher über Schlachten gelesen und somit war dieses Buch eine willkommene Abwechslung. Der Einstieg fiel mir etwas schwer, da meine vorherigen Bücher doch ganz anders waren. Die Autoren haben eine sehr komplexe Welt erschaffen mit vielen komplizierten Ortsbezeichnungen, wodurch ich trotz der Karte anfangs ein paar Orientierungsprobleme hatte. Im Verlauf habe ich mich dann daran gewöhnt und fand mich auch so einigermaßen zurecht.

Schreibstil: Die Autoren haben einen sehr spannenden Schreibstil und wissen, wie man die Leser an das Buch fesselt. Durch die vielen Ideen gibt es auch mehr als einen Handlungsstrang, was manchmal etwas verwirrend sein kann. Am Anfang hatte ich das Gefühl, dass einfach nur von verschiedenen Geschehnissen berichtet wird, die nicht wirklich viel miteinander zu tun haben. Doch im Verlauf des Buches wurden dann verschiedene Handlungsstränge verknüpft und weiter ausgebaut, manche auch weiterhin offen gelassen, was den Leser sehr neugierig macht. Die Kapitel folgen immer unterschiedlichen Figuren und deren Handlungen. Ich war des öfteren sehr verwirrt, da ich manchmal nicht genau wusste bei wem ich jetzt war. Das fand ich dann erst auf der zweiten Seite des Kapitels heraus, wo der Name einer mir bekannten Person genannt wurde. Es wäre vielleicht besser gewesen, wenn sie das an den Anfang jedes Kapitels geschrieben hätten. Ich hatte zu Beginn auch etwas Bedenken was die Schlachten anging, da sie in manchen Büchern einfach zu langatmig beschrieben wurden, doch auch diese Teile ließen sich flüssig lesen und waren sehr spannend und an manchen Stellen auch etwas blutig.

Charaktere: Jeder Charakter des Buches hat seine ganz persönliche Art. Manche waren einem sofort sympathisch andere eben nicht. Sie waren alle sehr vielschichtig, wodurch man bei einigen nicht genau wusste auf welcher Seite sie eigentlich stehen. Auch gab es sehr viele unterschiedliche Charaktere von denen ich mir nicht alle Namen merken konnte, was wieder zu ein paar Verwirrungen führte. Leider habe ich das Namensregister hinten im Buch erst fast zum Schluss bemerkt. Es hätte mir sicher beim Verständnis geholfen, wenn ich es früher gesehen hätte. Aber na gut, letztendlich habe ich mich doch irgendwie durch gefunden und konnte eine gute Bindung zu den Charakteren aufbauen. Besonders Marten, der Schwertmann, und Sara, das Straßenmädchen, waren mir gleich sehr sympathisch. Mit dem "Puppenspieler" musste ich mich erst anfreunden, bin dann aber auch mit ihm sehr gut klar gekommen.


Fazit

Trotz der anfänglichen Verwirrungen hat das Buch den Leser einfach mitgerissen und nie an Spannung verloren. Die verschiedenen Handlungsstränge verknüpften sich im Verlauf der Geschichte immer mehr miteinander und machten es sehr interessant zu lesen. Die noch offen gelassenen Geheimnisse und der herannahende Kriege machen sehr gespannt auf die nächsten Bände. Ich freue mich schon darauf zu erfahren, wie es weiter geht.

Fantastisch

Von: Carmen Datum : 13.12.2015

spiegelseelen.blogspot.de/

Neben „ Orks vs. Zwerge „ ist dies nun die zweite Reihe die ich von den Autoren Tom und Stephan Orgel lese und ich dachte tatsächlich das eine Steigerung nicht möglich wäre. Irrtum !
Warum?
Nun in einer früheren Rezension habe ich ihre Art des Schreibens mit dem von Joe Abercrombie verglichen dessen Bücher ich sehr mag und tatsächlich geht es noch ein bisschen besser. Ihr schreibstil hat sich nicht verändert, sondern es ist die Art wie sie die Geschichte um den Leser spinnen und er es nicht merkt wie er ganz langsam aber unaufhörlich in die Fänge der Macht gerät. Die Geschichte ist so realistisch geschrieben, das man mitten im Geschehen ist und automatisch auf Wachposten geht um seine Lieblingscharaktere zu schützen und ihr gegebenenfalls zu helfen. Dann blickt man auf und merkt das man ja zu hause im realen Leben ist.
Wer aber denkt das dies wieder eine Zwergengeschichte wird so muss ich den jenigen enttäuschen.
Was ich damit sagen möchte ist das die Geschichte einen WoW Effekt hat !

Wenn das Schicksal andere Pläne hat...

Von: Susanne Glahn (Solara300 / Solaria) Datum : 12.12.2015

fantastikbooks.blogspot.de/

Kurzbeschreibung
Das Kaiserreich Berun steht kurz vor dem Untergang.
Seine große Blütezeit und Macht begründet auf der Effizienz und Schlagkraft seiner Heere.

Der alte Kaiser Harand ad Berun, auch der Löwe von Berun genannt, ist tot, sein Reich zerfällt und die Fürstentümer die durch seine äußerst schlagkräftigen Heere einst bezwungen wurden, begehren auf.
Sein Sohn der neue Kaiser, liebt es eher Feste zu feiern als seine Grenzen zu sichern. So kommt es das seine Feinde im südlichen Macouban eine Rebellion in Gang setzen die einen Krieg herauf beschwört der alles zu zerstören droht...




Cover
Das Cover ist fantastisch, ein absolutes Highlight und besticht durch seine vielen Details. Die eindrucksvolle Burg schimmert in einem blauweißen Farbton und zieht den Blick sofort auf sich. Düstere Wolken über der Burg und ein großes Heer davor, gerüstet für eine Belagerung und die farbliche Abstimmung machen das Cover zu einem absoluten Hingucker.



Schreibstil
Das Autorenduo T. S. Orgel hat einen fantastischen Schreibstil der mich schnell mitgerissen und in seinen Bann gezogen hat.
Die Geschichte ist voller Energie, spannend und actionreich so dass man schnell im Geschehen drin ist.
Es gibt verschiedene Perspektivwechsel die einen guten Überblick über die Geschehnisse geben. Sie sind gespickt mit sehr vielen Details, sodass man alles wie im Film bildhaft vor Augen hat, das sorgt für großartiges Kopfkino.



Meinung
Wenn das Schicksal andere Pläne hat...

Dann sind wir in Berun angekommen.
Was mir sofort aufgefallen ist als ich das Buch aufgeschlagen habe und mir sehr gut gefällt, ist die schöne Landkarte. So kann man sich sehr gut einen Überblick darüber verschaffen wo die Reisen der einzelnen Charaktere hingehen.

Es gibt auch ein Personenverzeichnis das ich leider erst relativ spät gesehen habe, da es sich auf den letzten Seiten befindet. Ich finde es sehr hilfreich, da es sehr viele Charaktere gibt, so kann man immer noch einmal kurz nachschlagen, wenn man wegen eines Charakters unsicher ist.

Die Welt die die Autoren erschaffen haben ist sehr komplex, düster, manchmal unheimlich und gruselig, so bin ich sehr froh dass es diese speziellen Spinnen bei uns nicht gibt. ;)

Das Kaiserreich Berun ist bedroht und das nicht nur von außen. Der neue Kaiser kümmert sich nicht sehr um den Erhalt seines Reiches, da er mehr daran interessiert ist mit rauschenden Festen zu glänzen.
So kommt es das viele Intrigen gesponnen werden die das Reich von innen genauso bedrohen wie die Feinde von außen.

Da kommen unsere Hauptcharaktere ins Spiel. Sara hatte es nicht leicht gehabt in ihrem jungen Leben. Doch sie weiß sich zu wehren und lässt sich nicht einfach unterkriegen, oder verbiegen. So landete sie bei Feyst Dreiauge, der außer ihr noch viele andere Kinder für sich arbeiten lässt. Sie haben keine Wahl, denn wer nicht spurt….

Bis sie auf den Puppenspieler Henrey Thoren trifft, ein Spion der Mutter des neuen Kaisers, der im Hintergrund sehr viele Fäden zieht. Er ist sehr effizient und gnadenlos, sehr vielschichtig und schwer zu durschauen, er ist keiner den man ernsthaft gegen sich haben möchte. Sie sollte ihn in eine Falle locken, doch sie warnt ihn und er befreit sie aus Feysts Klauen.

Dann ist da noch Marten ad Sussetz, ein Schwertmann des Kaisers, ein Spieler und Frauenheld, der sich durch seine leichtsinnigen Eskapaden und falsche Entscheidungen sein Leben ruiniert. So kommt es dass es das es ihn, statt zuhause Karriere zu machen, zwangsweise ins unwirtliche Macouban verschlägt.
Meister Messer zum Beispiel ist ein Charakter den man nicht wirklich mag, den man wegen seiner Effizienz aber irgendwie bewundert. Er ist ein Killer der, wenn er einen Auftrag angenommen hat, ihn zu hundert Prozent ausführt. Er hat ein Talent den Menschen jeglichen Schmerz zu nehmen, bevor diese bemerken was mit ihnen passiert ist es zu spät.

Es gibt sehr viele Charaktere die alle unterschiedlich angelegt sind, sehr facettenreich, teilweise mit den ungewöhnlichsten Eigenschaften. Sie verändern sich, entwickeln sich im Laufe der Geschichte weiter und das nicht immer zum Guten.
Es dreht sich viel um den Blaustein der äußerst selten und doch sehr begeehrt ist. Viele Menschen in Berun haben magische Fähigkeiten die durch den Blaustein verstärkt und gefördert werden. Doch wurde die Magie in Berun fast ausgerottet.

Die Geschichte ist sehr komplex und baut sich langsam auf. Es passiert einiges unvorhergesehenes mit dem man so nicht gerechnet hätte, einige Fäden laufen zusammen und es gibt einige überraschende Wendungen die zusätzlich für Spannung und Action sorgen. Man fiebert und hofft mit den Protagonisten mit und ist völlig in der Geschichte gefangen und fliegt nur so durch die Seiten.
Die tollen Dialoge und der besondere Humor sorgen zusätzlich für ein großes Lesevergnügen.

Es gibt natürlich viele offene Fragen, die mich mit Spannung auf die Fortsetzung warten lassen...


Fazit
Ein fantastischer Auftakt einer High Fantasy Trilogie die mich völlig begeistert und in seinen Bann gezogen hat. Intrigen, Spannung, Action und Humor vom Feinsten.

Absolute Leseempfehlung!!!

5 von 5 Sternen

Der Krieg beginnt

Von: Nenatie Datum : 06.12.2015

nenatie.blogspot.de

Inhalt
Berun ist ein altes großes Reich, das sich bis jetzt immer auf sein Heer verlassen konnte. Doch der neue Kaiser beachtet sein Heer kaum und kümmert sich mehr um sich selbst. Das sehen die umliegenden Städte und Fürsten als Chance um sich gegen den Kaiser zu stellen.
Mitten in den Wirren der Machtkämpfe kreuzen sich die Wege eines Spions, eines Mädchens und eines Schwertkämpfers. Und die Schicksale aller drei sind mit der Zukunft von Berun verwoben.

Meinung
Fantasy mit Mord und Totschlang und ohne Liebesgeschichte? Da bin ich doch sofort dabei!

Der Einstieg in das Buch ist gleich super spannend, im Prolog erfährt man als Leser ein bisschen was über die Art von Magie die es in der Welt gibt, die Neugier wird geweckt und man will unbedingt wissen was los ist.
Dann ist man in Berun und begleitet die unterschiedlichsten Charaktere auf ihrem Weg, zuerst ist nicht ganz klar wie die Charaktere zusammenpassen, dann verknüpfen sich ihre Wege aber auf wirklich interessante weiße.
Die Geschichte ist sehr komplex, es gibt viele Parteien die alle ihre eigenen, nicht immer klaren, Ziele verfolgen. Viele Intrigen und kleinere und größere Kriege sind Programm. Es gibt viele agierende Charaktere die in der Geschichte ihren Platz finden, zu besserer Übersicht gibt es am Ende ein Personenverzeichnis, das ist teilweise sehr hilfreich.
Die Magie die es im Buch gibt fand ich sehr interessant, es gibt sogenannte Begabte die mit der Hilfe von Blaustein sehr starke Fähigkeiten haben, einige können das auch ohne Blaustein. In Berun selbst ist Magie aber verboten und die Begabten werden gejagt und gefürchtet.

Die Charaktere haben mir gut gefallen, die meisten sind wirklich vielschichtig und teilweise noch undurchschaubar. Es wurde oft hin und her gewechselt, dadurch konnte ich leider keine so wirklich Bindung zu den Charakteren aufbauen, immer wenn ich mich wieder an die aktuelle Situation gewohnt hatte wurde auch schon wieder der Charakter gewechselt. Dadurch steigt zwar die Spannung sehr, weil man einfach wissen will wie es nun mit dem Charakter weiter geht, ich persönlich mag aber zu viele Wechsel nicht. Nicht von jedem Charakter wird das Schicksal noch in Band 1 geklärt, für Band 2 und 3 bleiben also noch viele unbeantwortete Fragen.

Der Schreibstil ist flüssig zu lesen. Die Autoren schaffen es die Welt bildlich darzustellen ohne zu viel auszuschmücken und zuviele detailierte Beschreibungen.
Die Schlachten sind dafür sehr bildhaft und teilweise brutal, man braucht schon stärkere Nerven dafür. Aber es gibt große Schlachten und es kündigt sich ein sehr großer Krieg an.

Ein guter Einstieg in die Trilogie der Lust auf mehr macht. Für Fans von komplexen Fantasy-Geschichten ein Muss!
Und wer Game of Thrones mag wird sicher auch die Blausteinkriege mögen!

Alles in allem ein wirklich gelungenes Fantasybuch mit gut durchdachter Story.

Von: Büchersüchtiges Herz³ Datum : 03.12.2015

buechersuechtiges-herz.blogspot.de/

INHALT:
Das Kaiserreich Berun ist bekannt für seine Größe und Stärke. Die umliegenden Reiche verschwören sich gegen Berun und es droht zu fallen. Das Schicksal von Berun wird von einem Straßenmädchen, einem Meisterspion und einem Schwertmann bestimmt. Was können sie zur Rettung beitragen? Und was hat es eigentlich mit der magischen Wirkung der Blausteine auf sich?

MEINUNG:
Das Cover ist wirklich gelungen. Die imposante Festung und das herannahende Heer lassen einiges von der Geschichte erwarten. Ich hatte erst ein paar Mal hin und her überlegt, doch letzendlich hatte ich das Buch immer wieder in der Hand und es verfolgte mich quasi, sodass ich es endlich lesen wollte.
Der Einstieg in die Geschichte verlief reibungslos. Dadurch, dass es mehrere Hauptfiguren in der Geschichte gibt, wurde auch gleich zu Beginn aus verschiedenen Blickwinklen erzählt.
Das stellte aber kein Problem dar, denn die Autoren schafften es trotzdem übersichtlich und klar zu schreiben.
Im Laufe des Buches kamen allerdings noch einige Nebenpersonen hinzu. Um hier den Überblick zu behalten, wurde ein Personenverzeichnis am Ende des Buches erschaffen, das immer wieder Hilfestellung gab.
Der Schreibstil ist keine Herausforderung, wie man sie manchmal bei Highend-Fantasy vorgesetzt bekommt. Die Autoren schreiben flüssig und leicht verständlich. Dennoch bedarf es der vollen Konzentration, um der Handlung der Geschichte gut folgen zu können, da es immer verstickter wurde, umso weiter das Buch fortschritt.
Die Protagonisten sind allesamt sympathisch und gut beschrieben, allerdings entwickelte ich auch keine besondere Bindung zu jemandem und hatte keinen Favoriten.
Das Buch hat eine sehr packende Story und es kamen keine Längen auf. Die Beschreibung von den Kampfszenen war sehr gut und packend beschrieben. Eine große ausführliche Schlacht, wie man sie bei so einem Buch erwarten würde, blieb jedoch aus. Trotzdem baute sich im Verlauf der Geschichte immer mehr Spannung auf, die auch bis zum Schluss anhielt.
Das Ende ist eindeutig und überbringt die Botschaft: "Es wird weitergehen."
Alles in allem ein wirklich gelungenes Fantasybuch mit gut durchdachter Story. Trotzdem fehlte mir das gewisse Etwas.

FAZIT:
Mein erster Fantasyroman von T.S. Orgel, der mich gut unterhalten hat und den ich ruhigen Gewissens allen Fantasyfans empfehlen kann!

Rockt sein Herz mit 4 von 5 Punkten!

Gelungener Start

Von: thebookpassion Datum : 03.12.2015

thebookpassion.blogspot.de/

Berun ist ein großes und mächtiges Kaiserreich, doch wo es Macht und Reichtum gibt herrscht Neid und Gier und so streben die Nachtbarländer von Berun nach dessen Macht. Es gibt kaum einen besseren Zeitpunkt, denn der neue Kaiser von Berun ist eitel und schwach. Während Berun unerbittlichen gegen die Magie des Blausteins kämpft und nur im Verborgenen eigensetzt wird, setzten die Feinde des Reiches den Blaustein offen ein. In dieser schweren Zeit sind drei Menschen mit der Zukunft des Reiches unwiderruflich verbunden. Zum einen das Mädchen Sara, der Schwertkämpfer Marten und der Spion Henrey.

Der Roman „Blausteinkriege“ fängt zunächst sehr klassisch an, da die Feinde des Kaiserreichs Berun nach der Macht des Reiches streben und die Ära des Kaiserreichs beenden möchten. Mittlerweile reagiert der Sohn des verstorbenen Kaisers, dieser kann absolut nicht in die Fußstapfen seines Vater treten, da er vor allem eine schwäche für Prunk und Luxus hat und wie so oft findet die Politik eher im verborgenen statt. Den Autorin gelingt es die politischen Ränke, Intrigen, Hass, Aberglaube und Diskriminierung gekonnt zu einer wirklich tollen Geschichte zu verbinden, sodass ich den Roman einfach nicht mehr aus der Hand legen wollte.
Zudem schafft es das Autoren Duo klassische Elemente mit neuen und interessanten Ideen zu verbinden. So gibt es in dieser Welt begabte Menschen, die ein bestimmtes magisches Talent besitzen. So können sie sich z.B. vor den Blicken andere verbergen, andere Menschen töten, ohne dass diese schmerzen empfinden oder sie können sogar das Wasser beherrschen. Durch Einnahme von Blaustein können die Begabten ihr Talent für kurze Zeit verstärken. Der Blaustein ist also praktisch eine Droge für Begabte. Blaustein ist jedoch sehr selten und es wird immer weniger von der kostbaren Substanz gefunden, sodass er sehr begehrt ist, da Blaustein einfach Macht bedeutet und einen Vorteil gegenüber seinen Gegnern bedeutet. Jedoch weist das Kaiserreichs Berun eine wirklich große Doppelmoral, bezüglich der Begabten, auf, denn die Begabten sind innerhalb des Kaiserreiches sehr verrufen und werden von der Kirche gejagt und vom Volk verstoßen und diskriminiert, dennoch scheut sich Berun nicht, die Talente für eigene Pläne einzusetzen und zu gebrauchen.

Durch die verschiedenen Perspektiven der Protagonisten, die sich stellenweise wirklich temporeich abwechseln, erhält der Roman eine angenehme Dynamik. Zudem steigt man sofort in das Geschehen ein und ist schon im ersten Kapitel mitten in einer gefährlichen Verfolgungsjagd. Des Weiteren trumpft das Autoren Duo mit humorvollen und sehr witzigen Textpassagen auf, sodass ich das ein oder andere Mal herzhaft lachen musste. Trotz der humorvollen Textpassagen schaffen sie es jedoch auch, eine dunkle und bedrückende Atmosphäre aufzubauen. Der Schreibstil lässt sich als wunderbar bildhaft, locker und leicht beschreiben und es wurden auf zu fremdartige Wörter verzichtet, sodass es keine Stolpersteine gibt. Obendrein gelingt es dem Duo die perfekte Mischung aus Beschreibung und Handlung zu finden, sodass es einfach nie langweilig wird und man dennoch genügend Informationen über die Umgebung etc. erhält.

In dem Roman habe ich sage und schreibe ca. 65 Figuren kennengelernt, dies ist wirklich eine beachtliche Zahl, dennoch habe ich nie den Überblick verloren, da die Autoren neue Figuren in einem angemessenen Tempo vorstellen und nie zu viele verschiedenen Namen auf mich eingeprasselt sind. Manche Figuren wahren mir wirklich sympathische, andere eher nicht so und wiederum andere konnte ich einfach nicht einschätzen, da ich den genauen Plan, den die Person verfolgt nicht genau erkennen konnte, dies hat mir vor allem Raum gelassen um eigene Vermutungen anzustellen.
Die Protagonisten könnten unterschiedlicher nicht sein, denn Marten ist ein wirklicher Lebemann und liebt den Genus. Er denkt oft zu spät über mögliche Situationen nach, sodass er oft in brenzliche Situationen gerät. Sara hingegen hat ein sehr entbehrungsreiches Leben, da sie aufgrund ihres Talents von der Bevölkerung verstoßen und verachtet wird und so muss sich für einen bekannten Verbrecher arbeiten, um nicht zu verhungern. Henrey, oder auch der Puppenspieler, ist eine sehr undurchsichtige Person und er hegt viele Geheimnisse. Er unterstützt die Mutter des Kaisers und ihm ist so ziemlich jedes Mittel recht, um Informationen zu erhalten und Berun zu schützen.

Alles in allem konnte mich der Auftaktband wirklich begeistern und ich hoffe, dass die Vorsetzung nicht allzu lange auf sich warten lässt. Vor allem die witzigen uns spritzigen Dialoge haben es mir angetan.

gelungener Auftakt zu einer spannenden Reihe

Von: Meggie Datum : 02.12.2015

Erst wollte ich nicht… wirklich. Das Buch hörte sich zwar interessant an, aber aufgrund der Höhe meines SuBs wollte ich wirklich nicht. Bis ich das Autorenduo auf der Buchmesse in Frankfurt persönlich getroffen habe. Beide waren so natürlich, so ehrlich und so witzig. Und sehr charmant, gerade weil sie ja einige Fragen über sich ergehen lassen mussten. Trotzdem blieben sie professionell, gaben interessante Antworten und hatten mich damit für sich und natürlich ihr neuestes Werk „Die Blausteinkriege - Das Erbe von Berun“ eingenommen.

Und dann wollte ich. Und wie ich wollte! Und ich bereue nichts. Der 608 Seiten starke Fantasy-Auftakt zu der neuen Trilogie von Tom und Stephan Orgel ist im wahrsten Sinne des Wortes fantastisch. Ich komme nicht umhin, hier einen kleinen Vergleich zu George R.R. Martin zu ziehen. Denn T.S. Orgel haben es geschafft, mich für einen Fantasy-Roman zu begeistern, der erstens in einer anderen Welt spielt und zweitens mit wenig Fantasy auskommt, aber trotzdem reinste Phantasie ist.

Es gibt zwar die sog. Blausteine, denen eine gewisse Wirkung nachgewiesen wird. Wer sie kaut oder als Pulver schluckt, der weckt sein Talent. Dies ist unterschiedlich. Der eine kann Wasser beherrschen, die andere wird unsichtbar, der dritte kann durch Metalle gehen usw. Hört sich im ersten Moment sehr nach X-Men an, geht aber dann doch in eine andere Richtung. Dieses sparsame Einsetzen von Fantasy-Elementen hat mich dann letztendlich überzeugt und so war ich froh, jede freie Minute mit Lesen dieses Buches verbringen zu können.

Die Brüder haben einen sehr fesselnden Schreibstil und ich konnte wirklich keinen Unterschied in den einzelnen Kapitel feststellen. So war nicht ersichtlich, dass sich zwei Autoren an diesem Buch verweilt haben. Die Ergänzung der beiden war in meinen Augen einfach perfekt.

Ich will das Buch nicht ganz in den blauen Himmel loben (Achtung: Wortspiel!), gab es doch einige Stellen, die sich etwas gezogen haben. Gerade zum Schluss gab es einige Szenen, die etwas „weniger“ hätten sein dürfen. Dafür gab es aber auch wieder Dinge, wo etwas „Mehr“ gut getan hätte.

Die Kapitel sind abwechselnd aus Sicht von Sara und Marten geschrieben. Zwischendurch gibt es mal Einwürfe von einem Boten namens Messer, der eher ungewöhnliche Botengänge erledigt und einem jungen Mann namens Lebrec, der auf der Flucht ist. Warum, kriegt man nur häppchenweise zu lesen und letztendlich weiß man es dann doch nicht so genau. Aber dies birgt auch einen gewissen Reiz, denn nun will ich natürlich auch den nächsten Band lesen, auf den ich hoffentlich nicht allzu lang warten muss.

Die Charaktere sind sehr sympathisch. Allen voran hat mir Marten sehr gut gefallen. Er nimmt kein Blatt vor den Mund, weiß aber, wann er diesen zu halten hat, um sich nicht selbst unnötigen Gefahren auszusetzen - zumindest meistens. Und Sara macht eine komplette Verwandlung durch. Wie leicht sie sich allerdings allem anpassen kann, fand ich bemerkenswert. Aber auch sie zieht Vorteile aus dem, was sich für ergibt.

Am Ende bleiben einige Dinge unbeantwortet - logischerweise. Die Spannung ist auf dem Höhepunkt und ich bin gespannt, wie der Handlungsbogen weiter gespannt wird. Aber ich denke, dass ich hier keine Sorgen machen muss. Wenn die Autoren weiterhin das Niveau halten, wird einem eine interessante und vor allem ausgereifte Reihe vorliegen.

Auch auf das Cover möchte ich kurz eingehen. Es ist - natürlich - blau, sehr blau. Und damit hat es eine gewisse Sogwirkung, gerade bei mir. Es ist wunderschön und passt sehr gut zu der Geschichte rund um die magischen Blausteine, die Charaktere mit schwerem Werdegang und dem geheimnisvollen Erde von Berun.

Fazit:
Ein gelungener Auftakt mit klitzekleinen Längen und interessanten Protagonisten.

Erster Teil etwas zäh, danach geht es ordentlich zur Sache

Von: Hörnchens Büchernest Datum : 01.12.2015

hoernchensbuechernest.blogspot.de/

Inhalt:
Einst war es der Nabel der Welt, doch nun steht es vor dem Niedergang: das Kaiserreich Berun, gegründet auf die Schlagkraft seiner Heere und den unerbittlichen Kampf gegen die Magie des Blausteins. Als Beruns Macht schwindet, kreuzen sich die Pfade dreier Menschen – ein Mädchen, ein Schwertkämpfer und ein Spion. Keiner von ihnen ahnt, wie unauflöslich ihr Schicksal mit der Zukunft von Berun verwoben ist.

Meinung:
Das einstmals so stolze und mächtige Kaiserreich Berun scheint dem Untergang geweiht. In diesem Reich, wo Talentierte, die mit der Magie des Blausteins umgehen können, gejagt und aus dem Reich verbannt werden, braut sich eine schreckliche Intrige gegen den Thron zusammen. In diesen dunklen Stunden kreuzen sich die Wege von Sara, einem Straßenmädchen mit großem Talent, Henrey Thoren dem mysteriösen Vertrauten der Königin und Marten ad Sussetz, Schwertmann des Kaisers. Ihr Schicksal ist tief mit der Zukunft Beruns verschlungen.

Das Buch ist mir vor allen Dingen aufgrund seines tollen Covers ins Auge gefallen. Zudem sprach mich auch der Klappentext sehr an, da mich die Komplexität ein wenig an Game of Thrones erinnert hat. Leider kann das Buch nicht ganz dem Vergleich mit echten High-Fantasy Klassikern standhalten. Gerade die erste Hälfte des Buches war mir ein wenig zäh. Zudem konnte ich zu den meisten Charakteren keinen Bezug aufbauen. Die Einzige mit der ich warm geworden bin ist Sara. Dies könnte vielleicht daran liegen, dass man nicht wirklich weiß wem man trauen kann und wer zu den Bösen gehört.

Der Schreibstil ist sehr bildhaft. Gerade die Szenen in der Natur sind toll beschrieben und ich fühlte mich immer mittendrin.
Klasse ist auch das Glossar am Ende des Buches. Denn die Namen der Protagonisten sind etwas gewöhnungsbedürftig und fremdartig. Wunderschön ist neben dem Cover auch die Karte im Inneren des Buches.

Wie oben bereits erwähnt, fand ich die erste Hälfte als eher langgezogen. Zwar gibt es viele Handlungsstränge und auch die Geschichte ist sehr komplex, jedoch fehlte mir die Spannung. Im letzten Drittel wurde ich dann jedoch entschädigt. Die Intrigen, die sich während des ganzen Buches andeuten, greifen am Ende ineinander über und auch die Lage der Protagonisten spitzt sich zu.

Was mir ein wenig gefehlt hat ist, dass die Fantasyelemente wie der Blaustein und die verschiedenen Talente zwar angerissen, jedoch nicht großartig weiter ausgeführt werden.
Am Rande der Geschichte wird auch eine kleine Liebesgeschichte eingebaut. Ich fand es sehr passend, dass diese nur eine Nebenrolle einnimmt, da alles andere nicht zum Setting des Buches gepasst hätte.

Fazit:
Der erste Band der Blausteinkriege bietet eine komplexe Geschichte mit diversen Handlungssträngen. Wer High-Fantasy liebt wird hier auf seine Kosten kommen. Ich hätte mir gewünscht, dass die Fantasyelemente mehr erläutert worden wären. Zudem fand ich den ersten Teil der Geschichte ein wenig zäh. Von mir gibt es sehr gute 3 von 5 Hörnchen.

Sehr guter klassischer High Fantasy

Von: Annabel Datum : 28.11.2015

a-bookdemon.blogspot.com

Verschiedene Schicksale, die durch kuriose Zufälle miteinander verwoben werden, Intrigen, Verschwörungen und eine große Aufgabe, die am Ende alle Fäden miteinander verknüpft. Eigentlich nichts Neues. Vor allem nicht, wenn es um guten alten High Fantasy geht. Und trotzdem haben die beiden Autoren Tom und Stephan Orgel etwas ganz Besonderes aus ihrem immerhin 600-Seiten Schinken gemacht. Sie lassen eine neue Welt aufleben, in der man abends bei Kerzenschein am besten versinken kann.
Für jeden Geschmack wird etwas geboten. Es gibt die lustigen, nicht wirklich ernstzunehmenden Charaktere, die liebenswürdigen und die bösartigen. Demzufolge gibt es viele von ihnen mit vielen, vielen Namen. Die wichtigsten merkt man sich zum Glück automatisch und nur selten muss man mal hinten im Personenverzeichnis nachschauen, um sich wieder ins Gedächtnis rufen zu können, wer da nun gerade spricht. Erstaunlich ist auch, dass keine der Hauptfiguren zu kurz kommt. Ganz im Gegenteil. Selbst über diverse Nebencharaktere habe ich so viele Hintergrundinfos nach und nach bekommen, dass ich nicht ein einziges Mal das Gefühl hatte, zu schlecht über jemanden informiert zu sein. Jede der Figuren führt ein so individuelles Leben, dass ich auch nie jemanden mit einem anderen im Kopf vertauscht habe, oder nicht gleich mitbekommen habe, um wen es in dem aktuellen Kapitel geht.
Außerdem gibt es im Vergleich zu vielen anderen High Fantasy Romanen keine langen und einschläfernden Politikgespräche, die man dann doch hin und wieder lieber überfliegt, sondern actionreiche und spannende Szenen, die immer wieder Schwung in den Verlauf der Geschichte bringen, wenn sie mal etwas abflaut.
Und wie es auch typisch für Bücher aus dieser Sparte ist, wird alles beschrieben. Wie bereits erwähnt, erfährt man sehr viel über die Charaktere, aber auch über diverse Länder, historische Ereignisse, Tierarten... Eben alles, was für diesen Roman neu erfunden wurde. Man könnte meinen, dass man sich irgendwann an all diesen neue Beschreibungen sattgelesen hat, allerdings lernen auch die Charaktere diese Welt teilweise erst neu kennen. Dadurch hatte ich nicht das Gefühl, dass die Autoren etwas nur für den Leser beschrieben haben, sondern die Figur selbst gerade etwas neues entdeckt und ich als Leserin davon einfach Zeugin werden durfte.
Der Schreibstil der Autoren ist trotz einiger Schnörkel sehr flüssig und ich habe nie den Roten Faden verloren. Ich hätte mir lediglich etwas mehr Individualität gewünscht, was die Wortwahl anging. Denn gerade Ausdrücke, wie „hochaufgeschossen“ oder „spöttisches Lächeln“ habe ich für meinen Geschmack etwas zu gehäuft im Buch vorgefunden.

Fazit:
Sehr guter klassischer High Fantasy, der aus der Masse sticht, obwohl er viele der typischen Klischees dieses Genre betreffend erfüllt.

Buchtipp

Von: Kerstin Scheuer Datum : 22.11.2015

www.kerstin-scheuer.de

Hinter dem Autoren-Pseudonym „T.S. Orgel“ verbergt sich die Brüder Tom und Stephan Orgel, die sich bereits mit ihrer „Orks vs. Zwerge“-Trilogie eine große Fangemeinde innerhalb der Fantasy-Szene aufgebaut haben. Für den ersten Band dieser Reihe waren sie für den Jury-Preis „Seraph“ der Phantastischen Akademie nominiert und erhielten den Deutschen Phantastik Preis für das beste Romandebüt.

Mit „Die Blausteinkriege. Das Erbe von Berun“ legen sie nun den ersten Band einer neuen Romanreihe vor.

Worum geht es?

Das Kaiserreich von Berun war einst Mittelpunkt der Welt und dominierte auf Grund der Schlagkraft seiner Armee die Geschicke der Welt. Nun aber braut sich etwas zusammen. Die angrenzenden Länder scheinen sich gegen Berun zu verschwören – und sie haben eine mächtige Waffe auf ihrer Seite: die Macht des Blausteins. Da kreuzen sich die Wege eines Mädchens, eines jungen Schwertkämpfers und eines Spions auf schicksalhafte Weise. Niemand von ihnen ahnt, wie sehr ihre eigene Zukunft mit der Beruns verwoben ist.

Warum habe ich es gelesen?

Der Heyne Verlag machte mich auf „Die Blausteinkriege. Das Erbe von Berun“ aufmerksam. Zusammen mit einem Brief erhielt ich eine längere Leseprobe des Buchs, die mich mit ihrer spannenden Handlung schon nach wenigen Seiten fesseln konnte. Sie versprach eine sehr kurzweilige und actionreiche Unterhaltung, bei der man gut abschalten kann.

Wie war mein erster Eindruck?

Bereits auf den ersten Seiten von „Die Blausteinkriege. Der Erbe von Berun“ geht es ziemlich zur Sache. Man erlebt blutige Schwertkämpfe, rasante Verfolgungsjagden, rätselhafte Magie und einige Intrigen. Auch wenn ich natürlich eine Weile brauchte, bis ich mich in der Fantasywelt tatsächlich zu Recht fand, und wusst, nach welchen Regeln sie funktioniert, war ich dankbar des sehr lebendigen Erzählstils und der actionreichen Handlung doch praktisch von der ersten Seite in der Geschichte gefangen.

Schön fand ich auch die Karte auf dem Vorblatt sowie das Personenregister. Beides verspricht eine epische Handlung, was mich sehr freut.

Wie fand ich…

…die Charaktere?

T.S. Orgel erschaffen eine Welt mit einer Fülle an unterschiedlichsten Charakteren. Anders als bei ihrer ersten Reihe „Orks vs. Zwerge“ gibt es hier jedoch nahezu keine phantastischen Wesen. Alle Hauptcharaktere sind Menschen, die jedoch teilweise über besondere „Talente“ und magische Begabungen verfügen. Gerade in den Reihen der Armeen trifft man natürlich auf jede Menge grobschlächtige Männer, die gerne auf handfeste Weise Tatsachen schaffen. Aber es gibt auch feinsinnigere Gestalten, welche die Kunst der Diplomatie und der Intrigen beherrschen.

Die Frauenfiguren, die erst gegen Ende des Buchs in einer nennenswerten Anzahl auftreten, waren mir meist zu eindimensional dargestellt. Viele werden allein nach ihrem Sexappeal beurteilt, was aber wohl auch daran liegt, das weite Teile der Geschichte aus unterschiedlichen männlichen Perspektiven geschrieben wurden. Aber auch unter ihnen findet man zumindest zwei oder drei starke, mutige und schlagfertige Frauen, die mir gut gefielen.

…die Handlung?

Obwohl es bereits auf den ersten Seiten sehr spannend ist, entwickelt sich die eigentliche Komplexität dieser Romanreihe erst mit der Zeit. In den einzelnen Kapiteln werden nach und nach verschiedene Personen und Handlungsorte vorgestellt, aus denen sich so langsam ein vollständiges Bild ergibt. Mir gefiel diese Vorgehensweise vor allem deshalb, weil man als Leser so nicht bereits zu Beginn mit einem zu komplexen Setting überfordert wird.

Besonders spannend wird „Die Blausteinkriege. Das Erbe von Berun“ dadurch, dass jedes Kapitel für sich bereits sehr lebendig, fesselnd und mit viel Action geschrieben ist. Gleichzeitig wird langsam auch ein größerer Zusammenhang mit einer fast schon epischen Handlung entwickelt, der zusätzliche Facetten und einen weiteren Spannungsbogen bringt.

…die Sprache?

Blausteinkriege„Die Blausteinkriege. Das Erbe von Berun“ ist ein leicht und flüssig zu lesender Fantasyroman. T.S. Orgel schreiben in einer sehr lebendigen und anschaulichen Sprache mit viel wörtlicher Rede. Der Erzählstil wirkt so sehr natürlich.

Besonders gut gefiel mir, dass ich an keiner Stelle des immerhin 600 Seiten starken Buchs erkennen konnte, dass hier zwei verschiedene Autoren am Werk waren. Tom und Stephan Orgel schaffen es, sich ihrer Erzählweise so anzugleichen, dass sich „Die Blausteinkriege. Das Erbe von Berun“ tatsächlich wie aus einem Guss liest.

…den Schluss?

Es ist schon einige Wochen her, dass ich das Buch gelesen habe. An den Schluss kann ich, um ehrlich zu sein, im Detail gar nicht mehr erinnern. Das lässt darauf schließen, dass er nicht besonders außergewöhnlich und ohne besondere Überraschungsmomente war. Ich weiß aber noch, dass eine Schlachte geschlagen wurde und sich ein noch viel größerer Krieg andeutete. Insgesamt ließ das Ende einige Fragen offen und machte neugierig auf den zweiten Teil.

…das Buch insgesamt?

Mit „Die Blausteinkriege. Das Erbe von Berun“ ist T.S. Orgel ein spannender, unterhaltsamer und flüssig zu lesender Auftakt zu einem neuen Fantasy-Epos gelungen. Das Buch überzeugt durch eine actionreiche Handlung mit blutigen Schwertkämpfen und einer Menge Intrige sowie einem leichten, lebendigen Erzählstil. Auch für weibliche Leserinnen bieten zwei, drei starke und mutige Frauenfiguren Identifikationsmöglichkeiten. Besonders schön ist, dass jedes Kapitel für sich durch eine actionreiche Handlung spannende Unterhaltung bietet und gleichzeitig langsam ein weitaus größerer Spannungsbogen aufgebaut wird, der auch mit dem Schluss des Buchs noch nicht ganz aufgelöst wird. So blieb ich neugierig auf den zweiten Teil zurück.

„Die Blausteinkriege. Der Erbe von Berun“ bietet spannende Unterhaltung mit vielen blutigen Schlachten und Intrigen. Der lebendige Erzählstil und actionreiche Handlung fesselten mich praktisch von der ersten Seite an und ließen mich nur so durch das Buch fliegen. Ich werde die Serie auf jeden Fall weiterverfolgen und bin nun zudem auch neugierig auf „Orks vs. Zwerge“, die erste Fantasytrilogie der Orgel-Brüder.

Toller Auftakt einer neuen High Fantasy Reihe, die überzeugen konnte!

Von: Katharina Datum : 18.11.2015

booksline.net

Magie ist ein gefährliches Spiel …

Einst war es der Nabel der Welt, doch nun steht es vor dem Niedergang: das Kaiserreich Berun, gegründet auf die Schlagkraft seiner Heere und den unerbittlichen Kampf gegen die Magie des Blausteins. Als Beruns Macht schwindet, kreuzen sich die Pfade dreier Menschen – ein Mädchen, ein Schwertkämpfer und ein Spion. Keiner von ihnen ahnt, wie unauflöslich ihr Schicksal mit der Zukunft von Berun verwoben ist.

Das Zeitalter der Blausteinkriege ist angebrochen …

Meine Meinung:
Den Brüdern Tom und Stephan Orgel ist mit ihrem Buch "Die Blausteinkriege 1" ein genialer Auftakt zu ihrer neuen High Fantasy Reihe gelungen.

Von vornherein war ich vom Cover und dem Klappentext begeistert, auch wenn ich mit diesen "Blausteinen" zunächst noch nichts anzufangen wusste. Doch bereits der Prolog hat mich dermaßen gefesselt, dass ich dieses Buch nicht mehr aus den Händen legen konnte!


Der Schreibstil ist angenehm flüssig und wunderbar bildlich, sodass ich die Geschichte direkt vor Augen hatte. Ich hab mich oft gefühlt, als wäre ich mittendrin in der Geschichte.

Vorsicht, es ist nichts für schwache Nerven, denn "unschöne" Szenen/Kriegsszenen werden ebenfalls detailliert beschrieben.

Das besondere an diesem Buch sind die wundervollen Charaktere. Sie sind so vielschichtig, dass ich beim Kennenlernen des einen oder anderen Charakters als Leser einige Überraschungen erlebt habe.
Sie entwickeln sich im Laufe der Geschichte weiter, verändern sich und werden zum Beispiel in Saras Fall deutlich reifer und mutiger! Sara ist mein liebster Charakter und ich bin sehr gespannt, wie es mit ihr im zweiten Band weitergeht.

Die vielen Intrigen, Herrscher und Pläneschmieder waren manchmal ein wenig kompliziert zu verstehen, wer nun für wen oder gegen wen kämpft beziehungsweise sollte es ein wenig verworren sein, damit man mit Sicherheit überrascht wird ;-) Es wurden viele Fragen aufgeworfen, die am Ende noch nicht alle beantwortet wurden, umso neugieriger bin ich auf das nächste Buch, schade, dass es nun so ewig dauert, bis zur Erscheinung!

Fazit:

Ich bin begeistert von der Geschichte, der geschaffenen Welt, den Charakteren, den Intrigen...einfach von allem und kann das Buch nur jedem empfehlen!

Das ist erst der Anfang

Von: Rabin Datum : 16.11.2015

https://moorlicht.wordpress.com/

Worum geht es?

Um den seltenen Blaustein.
Um Hoheitsgebiete und Machtstreitigkeiten.

Soweit die vordergründigen Ziele. Neben denen, die noch sämtlich ungeahnt unter der Oberfläche schlummern mögen.

Die beiden Autoren lassen einen buchstäblich im Dunkeln tappen, was Ziele und Hintergründe angeht. Was ich zwar schon von vielen Büchern gewohnt bin - aber bis jetzt noch niemals so konsequent bis zur letzten Seite durchgezogen wie bei den Blausteinkriegen.

Gerade einmal zwei Personen, von denen ich <strong>annehme</strong> zu wissen, wo sie stehen:
Thoren und Sara.

Sämtliche weitere Protagonisten sind während der ganzen Ereignisse im freien Fall und bis zum Ende habe ich keinen Schimmer, auf wessen Seite sie letzendlich landen werden.

Mehrere Male schleicht sich beim Lesen der Verdacht an, daß die Person etwas Unerwartetes tun wird. Aber immer erst im buchstäblich letzten Moment, wenn schon in Erwartung des <strong>sicheren Schwerthiebes</strong> der Kopf eingezogen wird.

Nichts, aber auch gar nichts ist so, wie es den ersten Anschein hat. Im Gegenteil braucht es an vielen Stellen einige Geduld und ein langsames Herantasten. Kaum einer der Protagonisten hält seinen ersten Eindruck aufrecht.

Ist der augenscheinlich leichtsinnige Trinker wirklich genau das?
Was ist mit dem gnadenlos von sich überzeugten Ritter und dessen gut gehüteten Geheimnissen?

Die <strong>Versuchung zu vorschnellen Urteilen</strong> ist da und am Besten zu meiden. Zu 99 % erliegt man doch einer Täuschung und kann von Neuem versuchen, sich einen Weg durch das <strong>politische Dickicht</strong> bahnen.

Die Schlachten stehen an 2. Stelle, reichlich ungewöhnlich für ein Fantasy-Buch. Überhaupt bleiben hier die 'allgemein üblichen' Fantasy-Elemente weitestgehend außen vor. Zuerst kommen die verborgenen Intrigen mit ihren Ränkespielen und damit leider auch öfter einmal längere Durststrecken. Die Zusammenhänge entziehen sich hartnäckig meinem Zugriff, ganz gleich wie sehr ich um einen Blick hinter die augentscheinlichen Gegebenheiten bemühe. Hier wäre viel Geduld beim Lesen angeraten.

Exakt in dem Moment, wenn eine Person ein Stück weit greifbar scheint, zieht die Geschichte sie einem unter den Fingern weg. Möglicherweise ein sehr beabsichtigter und geschickter Schachzug der Autoren.

Das große Showdown ist die Schlacht an der Grenzfeste. Und selbst als der Ausgang endlich klar vor einem liegt, ist immer noch alles offen.

Ich habe den einzelnen Gegnern, Verbündeten samt Parteien zugesehen, wie sie ihre Stellungen eingenommen haben.

Wer neben den Machthabern von Berun die weiteren Fäden zieht, bleibt im Dunkel der Geschichte.

Nur der kommende Krieg ist gewiß.
Alles Andere ist offen.

<strong>Fazit:</strong> Sehr viel politisches Glatteis. Komplexe Handlungsabläufe, die sich nicht 'mal eben so' greifen lassen. Das Lesen stellt einen vor ziemliche Herausforderungen. Ich gehe davon aus, dass mich Band 2 und 3 ähnlich fordern werden.

Wenn die blaue Macht in Deinem Innern erwacht und Imperien zu fallen beginnen…

Von: Jil Aimée Bayer Datum : 16.11.2015

www.jilys-blog.com/

Auf den Inhalt des Beginns der ‚Blausteinkriege‘ möchte ich gar nicht so sehr eingehen, denn der knappe Klappentext selbst lässt schon vieles an Geschehen erahnen, dass in dieser Romanreihe an Brisanz und Wichtigkeit gewinnen wird. Daher werde ich Euch einfach mal nur sagen, was mich an der Geschichte und ihrer Ausarbeitung so überzeugt hat.
Der Auftakt des neuen Fantasy-Epos der Orgelbrüder glänzt in seiner detaillierten Ausarbeitung und wunderbaren Komplexität. Der Roman überzeugt durch fein gezeichnete, plastisch wirkende Bilder um die Welt(en) des Blausteins und deren Macht, die sich beim Lesen visualisieren.
Das in Blautönen gehaltene Cover mit seinem Schloss und den Heerscharen, die passend zum Titel schon die Idee des Buches vermitteln, mutet in einem matten und samtigen Touch zu großem Lesevergnügen an.
Ein großer Bonus in diesem dicken Wälzer von knapp 600 fantastischen Seiten, der das Ganze vervollkommnet, ist die Landkarte samt Glossar, die einem die Gänze dieses einzigartig gelungenen Epos verdeutlichen und einem jederzeit die Möglichkeit der Nachvollziehbarkeit und des Erkundens dieses Abenteuers ermöglichen.
Die Autoren selbst sind sehr herzlich und lesernah. Ich hatte im Rahmen der #FBM2015 kurz die Möglichkeit mit dem Autorenduo ins Gespräch zu kommen und konnte so vieles über ihren Arbeitsalltag und ihr Schreiben erfahren. Sehr charmant, informativ und liebenswert. Mit ihrem aktuellen Roman ‚Die Blausteinkriege I.‘ schafften sie es, mich vor allem durch ihre kontrastreiche und visuelle Sprache sowie das Schaffen echter und fantastischer, herausfordernder Figuren zu überzeugen. Ebenso vielfältig sind auch die Charaktere. Es gibt welche, die liebevoll und hart zugleich anmuten. Dann sind da auch die charakterlich hässlichen, dafür aber umso ehrlicheren und greifbarer wirkende Figuren. Es sind Charaktere, die erst um die Sympathie der Leser kämpfen müssen und jene, die sich darum nicht scheren. Das macht sie haptisch und echt und liefert dem Roman auch in seiner an sich fantastischen Grundlage authentische Strukturen. Ein weiterer Vorteil dabei sind auch die kapitelweisen Perspektivenwechsel, die einen den Fortgang der Geschichte aus den Augen der ca. fünf Hauptpersonen erfahren lassen. Welche das sind, gilt es für Euch durch das Lesen selbst zu ergründen. An dieser Stelle meinerseits ein kleiner Kritikpunkt. Ich persönlich hätte die recht kurzen Kapitel an manchen Stellen gerne etwas ausgeweiteter gesehen, bzw. generell eine gleichbleibendere Kapitellänge begrüßt. Aber das ist nur ein kleiner Kritikpunkt, der der Kraft und Aussage des Romans keinen Abbruch tut.
Es hat mich eine Weile gedauert, dieses Epos in seiner Fülle zu verschlingen. Ich wollte ihm einfach die Zeit geben, derer es bedarf, um seinen Zauber und sein Abenteuer vollends entfalten zu können. Und genau das ist dieses Buch: voller Zauber, Abenteuer und dem Spiel um die Macht. Ein Spiel dessen Fäden durch einen Puppenspieler im Hintergrund gezogen werden, während jeder Bereich, jede Schicht dieser Welt seine Kämpfer bekommt. Kämpfer in einem Kampf um die Oberhand und einer Verflechtung vieler Einzelschicksale, die – ob sie es wollen oder nicht – unwiderruflich miteinander in Verbindung stehen. In Verbindung in einem Kampf um Erhalt und Zerfall. Um Widerstand und Sieg. Um das Bekunden, dass sich zu manchen Zeiten Religion, Herrschaft und Dekadenz vor der Vernunft verbeugen (sollten). Imperien fallen, doch der Hochmut kommt bekanntlich vor dem Fall. Es ist ein Epos über den Zerfall von einst so festen Strukturen einer Gesellschaft, und den Chancen und Risiken, die daraus erwachsen. Es stehen sich Welten von Herrschern gegenüber, die ein jeder für sich, die zerstörerische Macht des Blausteines beanspruchen und zugleich verfluchen. Schicksale werden verworfen und neu gebildet. Einstige Helden zerbrechen an ihren Taten und neue steigen empor. Allem aber liegt ein unerschütterliches Wissen zugrunde, das viele einfach nicht wahrhaben wollen: Magie hat immer ihren Preis und das Spiel mit ihr ist stets gefährlich.

Ob die Wenigen, die sich dieser Tatsache bewusst sind, das Schicksal der Welt zum Guten wenden können, bleibt Euch durch Lesen dieses Auftaktes selbst zu erfahren. Es lohnt sich. Es ist ein Abtauchen aus unserer Welt in das Unbekannte und dennoch fallen einem Parallelen zum Geschick unserer eigenen Welt auf. Lasst Euch begeistern und erlebt die ‚Blausteinkriege‘ selbst.

Eure Jil Aimée

Bei den Reisenden, ich will mehr!

Von: Booknaerrisch Datum : 13.11.2015

booknaerrisch.blogspot.de/

der Autor:

Hinter dem Pseudonym T. S. Orgel stehen die beiden Brüder Tom und Stephan Orgel. In einem anderen Leben sind sie als Grafikdesigner und Werbetexter beziehungsweise Verlagskaufmann beschäftigt, doch wenn beide zur Feder greifen, geht es in phantastische Welten. Nach einer Reihe von Kurzgeschichten und elektronischen Veröffentlichungen erschien 2012 ihr erster gemeinsamer Roman Orks vs. Zwerge, für den sie im Oktober 2013 den Deutschen Phantastik Preis für das beste deutschsprachige Debüt erhielten.


Klappentext:

Magie ist ein gefährliches Spiel …

Einst war es der Nabel der Welt, doch nun steht es vor dem Niedergang: das Kaiserreich Berun, gegründet auf die Schlagkraft seiner Heere und den unerbittlichen Kampf gegen die Magie des Blausteins. Als Beruns Macht schwindet, kreuzen sich die Pfade dreier Menschen – ein Mädchen, ein Schwertkämpfer und ein Spion. Keiner von ihnen ahnt, wie unauflöslich ihr Schicksal mit der Zukunft von Berun verwoben ist.

Das Zeitalter der Blausteinkriege ist angebrochen …


Zitate:

"Wenn man den Seeleuten glaubte, hatte man die beste Chance, in Veycari eine Jungfrau zu finden, wenn man sich unter Hühnern und Enten umsah. Sehr jungen Hühnern und Enten." Seite 59

"Und langsam, Schlag für Schlag, wurde Marten zum ersten Mal wirklich klar, dass er sich mit jedem Zug von seinem bisherigen Leben entfernte. Ihm wurde schlecht." Seite 139

"Schmerz und Tod sind unsere Last. Wir tragen sie mit Dankbarkeit, denn die Wege der Reisenden sind unergründlich. Er weinte, vielleicht lachte er auch. Es machte keinen Unterschied. Seite 261


Charaktere:

Im von ihrer Heimat entfernten Berun lebt Sara. Sie hat wahrlich kein leichtes Leben, denn von den Einwohnern wird sie aufgrund ihrer dunklen Hautfarbe verachtet, außerdem gilt sie als verflucht. Sie ist gezwungen ihrem "Ziehvater" Feyst zu dienen, der schrecklich und jähzornig nicht nur sie, sondern sowohl andere Kinder als auch seine eigenen Söhne zu seinen unlauteren Zwecken einsetzt. Trotz ihrem harten Leben versucht sie sich selbst treu zu bleiben. Sie ist mutig, hat ein gutes Herz und manchmal bringt ihre vorlaute Klappe ihr leider Probleme ein.

Marten ist, wie sein Freund Danil, der geborene Schürzenjäger und Lebemann, der auch mal sein Leben riskiert, indem er sich an Schwestern von Edelmänner ranmacht ;) Er trinkt gerne und treibt sich regelmäßig in freizügigen, einschlägigen Etablissements rum. In seiner Familie ist er nicht besonders hoch angesehen, da er nicht zum Ordensritter wurde. Doch wie das Leben so spielt, hat er ausgerechnet bei Feyst Spielschulden, was ihn in eine dumme Zwickmühle bringt. Ehe er sich versieht, ist er dem Gutwillen anderer ausgeliefert und befindet sich bereits mitten im Spiel...

Henrey der Puppenspieler ist ein fairer aber dennoch gefährlicher Mann. Auch wenn zu Beginn der Geschichte nicht so recht klar ist, wen er darstellt und was seine Rolle ist, merkt man doch gleich, dass er sich zu einem gefährlichen Gegner entwickeln kann. Seine oberste Prämisse ist es, seine Ziele zu verfolgen, hierbei stellt er sich als durchtrieben und clever heraus. Der Puppenspieler ist definitiv kein Mann, den man gegen sich wissen möchte.


Meinung:

Wer ab und zu bei mir vorbeischaut, weiß, dass ich in der Regel meine Rezensionen mit einer kurzen Zusammenfassung der ersten Seiten beginne. Heute werde ich mal eine Ausnahme machen und dies mit den Charakterbeschreibungen verweben. Warum? "Das Erbe von Berun" ist einfach zu komplex, zu umfassend und hat zu viele Charaktere, um dem in einer Zusammenfassung gerecht zu werden. Da wüsste man ja gar nicht, wo man anfangen und aufhören soll :D Im Umkehrschluss bedeutet das aber auch, dass das Buch nichts für Zwischendurch ist. Ein Lesen auf mehrere Wochen ist auf Grund der Komplexität des Buches eher nicht zu empfehlen. Aber dafür ist auch die Neugier, die beim Lesen entsteht, zu groß ;)

Und wer jetzt denkt "Oha, höre ich da eine gewisse Begeisterung heraus?", dem kann ich nur sagen: "DEFINITIV"!
Von Anfang an werden wir Zeuge einer umwerfenden Welt. Pflanzen, Tiere (nein, ich möchte keiner Ralld-Spinne oder ihrem Netz begegnen), Landschaften, Gebäude... Der Fantasie der Autoren scheinen keine Grenzen gesetzt zu sein. Der Leser kann dies alles und noch mehr geradezu vor Augen sehen. Obwohl manche vielleicht, gerade bei den blutigen Szenen, eventuell darauf verzichten könnten. Wobei... Vielleicht lieber nicht ;)
Aber überzeugt euch selbst!

Der Schreibstil ist überaus fantasie- und detailreich, was uns immer tiefer in das Geschehen hineintauchen lässt. Er umfasst sowohl raue Umgangsformen, blutige Kämpfe als auch einen schön gesponnenen Faden, der die drei Schicksale von Sara, Marten und Henrey langsam aber unwiderruflich miteinander verbindet.

Dazu kommen die ständigen Perspektivenwechsel, die nach und nach alle Protagonisten (sowie den ein oder anderen Antagonisten) zum Leben erwecken. Wobei mir persönlich die etwas schrägeren so richtig gut gefallen haben!
Durch das kreierte Setting voller Geheimnisse, Mythen, Aberglauben, Magie, Politik und Intrigen, kann man gar nicht anders, als durchgehend mit den Charakteren mitzufiebern, zu leiden und zu lachen, wenn sich bei ihnen wieder eine Wendung auftut.

Spannung, Abenteuer, Humor... Hier kommt kein Freund der hohen Fantasy zu kurz! Alles in allem bleibt mir eigentlich nur zu sagen: "ein gigantischer Auftakt!! Aber wo bleibt bitte Band 2 nur???" ;)


Vielen herzlichen Dank an Heyne für dieses Rezensionsexemplar!