Leserstimmen zu
Skin - Das Lied der Kendra

Ilka Tampke

Die Skin-Reihe (1)

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eBook
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Handlung: Mir gefällt die Idee der Geschichte sehr gut, vor allem weil es etwas was nicht in jedem Buch ist zu finden ist. Allerdings ist es anfangs schwierig einzusteigen durch die vielen verschiedenen Namen, welche sich recht ähnlich sind. Wenn man sich dann mal durch die Namen gewühlt hat dann kann man gut mit der Geschichte mitgehen. Ailia gefällt mir sehr gut da sie sich in der gesamten Story entwickelt und älter wird, damit natürlich auch reifer. Als junges Mädchen ist es klar das man nicht genau weiß welche Gefühle da stimmen und welche nicht. Ich finde das wurde gut geschildert und es war in keiner Sekunde lästig oder typisch klischeehaft. Auch die Nebencharaktere sind schön ausgearbeitet und besonders Kochmutter gefällt mir sehr gut. Sie ist ein sehr friedvoller und familiärer Mensch weswegen sie mir von Anfang an sympathisch war. Klar muss es in jedem Buch eine oder mehrere berührende Momente geben, diese waren zwar von der Handlung her vorhanden, leider haben sie mich nicht berührt und das obwohl ich nah am Wasser gebaut bin. Für mich war der Spannungsbogen zwar vorhanden allerdings nicht gut ausgearbeitet, weswegen dieses „ich muss unbedingt wissen wie es weiter geht“ – Gefühl ausgeblieben ist. Schreibstil: Für dieses Buch perfekt geeignet, klar muss man sich erst wie bei jedem neuen Autoren den man nicht kennt erst einmal rein finden aber dann ist er sehr angenehm. Ich finde er passt sehr gut in die Zeit in der, das Buch spielt. Leider haben diese eigentlich gefühlvollen und romantischen Szenen mich überhaupt nicht erreicht. Mir gefallen auch die Anfangssprüche vor jedem Kapitel sehr gut, sie leiten in das kommende Geschehen ein und bleiben auch hängen. Besonders gut gefällt mir dieses, „Es gibt gute Erntejahre und schlechte. Weder dürfen wir uns an unsere Freude festklammern noch an unserem Leid verzweifeln.“ Gesamteindruck: An sich eine gute Idee für eine schöne Geschichte welche auch dieses Kastensystem sehr gut zeigt, wer keine Haut hat ist eigentlich nichts wert. Hierdurch sieht man gut wie schwierig es sein kann als „Ausgestoßener“. Für mich hat die Geschichte einen guten Anfang und ein sehr offenes Ende gelassen, was an sich nicht schlecht ist, so kann natürlich ein zweiter Teil kommen. Allerdings glaube ich nicht dass ich diesen lesen werde. Trotzdem denke ich dass noch Luft nach oben ist und sich Ailia noch weiter entwickeln kann, genauso wie die Nebencharaktere. Die Aufmachung des Covers passt perfekt zur Geschichte und dem Hauptcharakter. Alles in allem eine gute Geschichte wenn man einmal drin ist. Deswegen gibt es von mir 3,0 von 5,0 Sternen

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Tampke schafft es in Skin eine wunderbare Welt zu erschaffen, die den Leser gefangen hält. Es gibt viele spannende Wendungen und es ist ein guter Mix aus historische Begebenheit (Orte und Geschehnisse der römischen Invasion orientieren sich an der Historie) und Fantasy den man geboten bekommt. Die Figur Ailia ist für mich rundum perfekt – ich kann mich sofort in sie hineinfühlen und war während des ganzen Buches auf ihre Entscheidungen und ihre Entwicklung gespannt. Was ich hier einfach gut finde ist, dass Tampke seiner Protagonistin Fehler (zum Teil echt schwerwiegende) und Eigennutz zugesteht! Endlich mal eine Romanfigur die nicht vor Perfektion und übermenschlichen Kräften strotzt. Toll und erfrischend wie ich finde. Auch die restlichen Figuren sind eckig und haben ihre Fehler. Ich bin definitiv gespannt auf die Fortsetzung!!!

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Inhalt: Niemand weiß, woher sie kommt. Niemand weiß, zu wem sie gehört. Und doch ist sie ihrer aller Rettung. Eine Tierhaut zu tragen bedeutet für den Stamm der Caer Cad alles: Sie steht für den Glauben der Menschen, für ihre Vorfahren, für ihr Land. Nur die vierzehnjährige Waise Ailia hat niemanden, der ihr eine Haut hätte vererben können, und ist damit eine Außenseiterin – bis sie durch eine geheimnisvolle Begegnung auf den Weg geführt wird, der ihr seit jeher vorherbestimmt ist. Sie soll zur Kendra werden, zur größten Wissenshüterin des alten Glaubens. Für Ailia beginnt eine Reise in eine ihr unbekannte Welt, wo sie nicht nur ihrer großen Liebe begegnet, sondern ihr Land auch vor einer großen Gefahr retten muss … (Quelle: randomhouse.de) Meine Meinung: Das Cover ist wunderschön und das Buch einfach grandios geschrieben. Von Anfang an hat es mich einfach nur gefesselt. Ilka Tampke schreibt flüssig und locker. Man kann sich super in die Geschichte von Ailia hinein versetzen. Auch wenn es sich um ein anderes Zeitalter handelt ist die Geschichte einfach nur spannend. Ich konnte das Buch kaum aus den Händen legen und hätte es am Liebsten sofort verschlungen, leider war die letzte Zeit etwas stressig und so musste ich bis zu meinem Urlaub jetzt warten. Doch in den letzten 2 Tagen habe ich das komplette Buch gelesen. Ich habe es eingeatmet so spannend und emotional war es geschrieben. Das Ende kam plötzlich und anders als erwartet. Doch so kann man immerhin auf eine Fortsetzung hoffen. Das Gesamtpaket dieses Buches passt einfach wie die Faust aufs Auge und ich kann es euch nur empfehlen. Wieder ein sehr gelungenes Buch. Mein Fazit: Ein hervorragendes Buch welches man gelesen haben sollte. Somit vergebe ich 5 von 5 Punkten.

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Das Cover ist durch diesen kräftigen ein wirklicher Hingucker im Bücherregal und alleine deshalb musste ich den Klappentext einfach lesen, da das Cover einfach neugierig macht. Der Schreibstil der Autorin gefällt mir außerordentlich gut, er ist verständlich, flüssig und fesselnd - alles was man bei einem wirklich guten Buch benötigt. Die Geschichte an sich entwickelt sich für meinen Geschmack genau passend, es wird nicht direkt losgelegt, sondern der Leser wird in kleinen Schritten immer mehr in die Geschichte hinein geschickt - indem man die Hauptfiguren und dessen Lebensstil kennenlernen kann. Die Hauptfigur Ailia ist eine sehr sympathische Person, die aber leider im laufe der Geschichte recht naive und egoistische Entscheidungen trifft, aber wenn ich ehrlich bin, ich kann das komplett nachvollziehen, da sie in ihrem Leben nicht viel Lebenserfahrung sammeln konnte und die Kochmutter sie sehr behütet hat. Hätte sie nun immer richtig und perfekt gehandelt, wäre Ailia für mich nicht authentisch gewesen, daher finde ich es von der Autorin bemerkenswert, dass sie sich so viele Gedanken gemacht hat um dem Charakter soviel Wiedererkennungswert zu schenken. Dies gilt übrigens für sämtliche Charaktere in diesem Buch. Man merkt jedem Charakter seine größte Stärke und auch Schwäche an. Die Geschichte entwickelt sich in kleinen Schritten und macht am Ende doch eine für mich zu schnelle Entwicklung, so das es schnell den Eindruck erweckt, dass das Buch bald zu Ende ist und man schnell ein Ende finden muss, das fand ich sehr schade und hat auch etwas in meiner Bewertung dadurch eingebüßt. Das Ende an sich fand ich zwar nicht toll, aber eigentlich passt es perfekt zu der Geschichte - ich bin hier also im Zwiespalt wie ich es finden soll. Ich fand das Buch einfach nur :authentisch, fesselnd und total dramatisch - ich habe es auch innerhalb von 4 Tagen durchgelesen, da ich nicht aufhören konnte es zu lesen. Potential für einen zweiten Teil hätte das Buch, konnte im Internet aber leider nichts finden, würde es aber sofort kaufen, wenn es später wirklich einen geben sollte. Ich vergebe trotz zwei Kritikpunkten trotzdem 5 Sternchen, da ich finde, dass das Buch grandios ist und ich es auch sofort Weiterempfehlen würde.

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Ich war sehr froh, nur den Grundgedanken des Buches zu kennen oder die Inhaltsbeschreibung wieder vergessen zu haben, denn diese ist wahrlich viel zu vornehmend, liest man sie sich im Nachhinein noch einmal durch. So wird das Buch nur noch vorhersehbarer. An sich ist die Idee wirklich schön, vor allem da es vor einer längst vergangenen Zeit spielt, aber genau dies verlor sich immer wieder in der Geschichte, denn durch die Sprache fühlte man sich sehr in die Neuzeit versetzt, weshalb manche Handlungen recht befremdlich wirkten. An sich konnte man sich schnell in die Hauptperson, Ailia, hineinversetzen, doch hierbei war es nicht so, dass es mit der Zeit stärker wurde oder gleich blieb, sondern sich eher verlor, denn die Handlung reicht mit ihren Erlebnissen über vier Jahre und nicht nur drei und in eben jenen Jahren macht Ailia ein zu kleine Wandlung - ebenso sämtliche andere Personen-, obwohl sie sich noch mitten in ihrer Entwicklung befindet. Das ist ein bisschen schade, denn so wird etwas unglaubhaft. Was ebenfalls unglaubhaft ist, ist die Tatsache, dass sie nicht schwanger wird, so oft wie sie mit jemanden schlief - und das ohne Hemmungen mit zwei verschiedenen Jungen, dabei hatte sie nicht einmal direkte Gedanken daran verschwendet, fand ich. Aber das ist nur etwas Kleines am Rande. Wie ich sagte, macht Ailia keine große Wandlung durch und so wurde die ganze Geschichte nicht so tiefgründig, zumal sie anfangs recht langsam erzählt wird und dann auf einmal alles schnell abhandeln möchte. So bekommen die meisten Charaktere keine besondere Tiefe, auch wenn sie schöne Umrisse hatte. Ailia war hingegen teilweise nervig, so wenig wie sie an sich glaubte und immer wieder die gleichen Gedanken und Probleme über all diese Jahre hatte, so als wäre fast nichts passiert. Man konnte auch schon zu Beginn schnell Schlüsse zur nächsten Handlung ziehen und ich kann mich an keine Szene erinnern, die nicht vorhersehbar war. Trotzdem ließ es sich sehr schnell lesen und war etwas leicht anderes für zwischendurch. Nur war die eine Szene mit dem Fisch verstörend. (Wer das Buch gelesen hat, weiß was ich meine.) Warum?! So genau wurde es nun auch nicht aufgeklärt, weshalb es auf diesem Wege passieren musste. Es war wirklich eine sehr seltsame Szene und genau diese wurde einfach nicht richtig aufgeklärt, wohingegen der Rest so vorhersehbar war. Um ehrlich zu sein, mochte ich das Ende dann wiederum wirklich sehr, denn so ist es nur selten. Vielleicht würde ich einen Folgeband lesen, gäbe es einen.

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Ilsa Tampke ist mit "Skin. Das Lied der Kendra" ein ungewöhnlicher, eindringlicher Debütroman gelungen, der eine fantasievolle Geschichte von Mystik und Magie erzählt, diese aber verwurzelt in einem Abschnitt unserer ganz realen Weltgeschichte: das Buch spielt zur Zeit der Eroberung Britanniens durch das römische Reich, also in der Späten Eisenzeit. Die Autorin verwebt das eine ganz natürlich und nahtlos mit dem anderen. Orte, die tatsächlich existiert haben, und Ereignisse, die historisch belegt sind, bilden eine solide Grundlage, auf deren Basis sich eine dichte Mythologie abseits der Klischees entfaltet. "Haut" bedeutet für die Menschen Albions alles: Familie, Daseinsberechtigung, Ehre. Damit ist aber nicht die tatsächliche Haut oder Hautfarbe gemeint, sondern die Zugehörigkeit zu einem bestimmten Totemtier; zum Beispiel gibt es die Haut des Rehs oder die Haut des Hundes. Diese Zugehörigkeit wird mit traditionellen Gesängen von der Mutter an die Tochter weitergegeben, und wenn das aus irgendeinem Grund nicht geschehen ist, gilt das Kind als "hautlos" und "nur halb geboren". Die meisten Hautlosen fristen eine von Hunger, Krankheit und Armut geprägte Existenz, denn man verweigert ihnen jegliche Rechte. Ailia, die Heldin des Buches, wurde als Baby ausgesetzt und ist daher eine Hautlose. Ihr Glück im Unglück: sie wurde von der Frau, die sie fand, aufgenommen, darf in der Küche arbeiten und sogar der Stammeskönigin aufwarten. Was sie sich am meisten wünscht, darf sie jedoch nicht - ihre Wissbegierde ist unersättlich, aber das Gesetzt der Haut verbietet ihr das Lernen. Ailias Intelligenz und Wissensdurst haben mich schon nach wenigen Seiten für sie eingenommen. Sie erschien mir wie eine starke junge Heldin, die am Anfang einer großen Reise steht: sie muss ihren eigenen Wert entdecken und zugleich einen Weg finden, einer Bestimmung zu folgen, die den Gesetzen ihrer Welt zu widersprechen scheint. Allerdings hat sie ihre eigene Wertlosigkeit so verinnerlicht, dass sie immer wieder vor ihrem eigenen Mut erschrickt. Lange Zeit folgt auf jeden zögerlichen Schritt vorwärts stets ein Schritt zurück. Das hat mich beim Lesen manchmal richtig frustriert! Sogar nachdem klar wird, dass die Mütter selbst (die Göttinnen dieser Welt) Ailia eine eine wichtige Rolle bei der Rettung Albions zugedacht haben, kann sie sich nicht vollständig freisagen von den Gesetzen der Haut. Dennoch handelt sie trotz aller Selbstzweifel manchmal egoistisch, und auch das hat mich beim Lesen immer wieder aufseufzen lassen. Sie versäumt es zum Beispiel, einem Schwerkranken lebensnotwendige Medikamente zu bringen, um sich stattdessen mit einem jungen Mann zu treffen, und später im Buch verbringt sie mit ihm eine Liebesnacht, obwohl sie weiß, dass ein von ihr geliebter Mensch gerade mit dem Tode ringt und jede Minute sterben könnte... Apropos Liebesnacht: Ailia ist am Anfang der Geschichte zwar erst 14, aber in ihrer Kultur bereits eine erwachsene Frau und sexuell aktiv. Manche der Sexszenen haben zwar viel mit Lust, aber nur wenig mit Liebe zu tun, denn es gibt zwei Männer, die sie begehrt, aber nur für einen davon hat sie wahre Gefühle. Diese sind stark und ehrlich, und ich fand sie eigentlich sehr berührend, aber sie halten Ailia nicht davon ab, auch Sex mit dem anderen zu haben... Ich muss zugeben, das hat die emotionale Wirkung der Liebesgeschichte für mich deutlich geschmälert! (Auch auf die Sexszene mit einem Fisch hätte ich gut verzichten können.) Ilka Tampke hat mit Ailia eine Heldin erschaffen, die gute und schlechte Eigenschaften verbindet, auch mal Fehler macht, nicht immer sympathisch ist und gelegentlich katastrophal scheitert. Gerade das macht sie interessant, aber als Hauptfigur auch schwierig. Die anderen Charaktere lassen sich ebenfalls nicht so einfach in die Schubladen "gut" oder "böse" stecken, was mir an sich gut gefiel. Ein Blick ins Geschichtsbuch verrät schon viel darüber, wie das erste Kapitel von Ailias Reise ausgehen wird. Dennoch fand ich den Roman hochspannend und konnte (oder wollte) mich seinem Sog nicht entziehen. Vieles ist für moderne Menschen befremdlich oder sogar abstoßend, so wird zum Beispiel direkt am Anfang ein kleines Mädchen als Opfergabe gevierteilt - aber dieser Blick in eine uns völlig fremde Zeit ist auch sehr faszinierend. Der Schreibstil hat mir sehr gut gefallen, er ist bildlich und atmosphärisch und vermittelt wunderbar die einzigartige Mythologie dieser Welt. Fazit: In meinen Augen bringt Ilka Tampke frischen Wind in die Fantasy, und das mit einer Geschichte, die vor fast 2.000 Jahren in unserer realen Welt spielt. Eine komplexe Mythologie, eine zwiespältige junge Heldin, ein lebendiger Schreibstil... Zusammen ergibt das eine spannende, zutiefst originelle Mischung, die mich nicht mehr losgelassen hat - obwohl es mir die Protagonistin nicht immer leicht machte und auch die Liebesgeschichte mich nicht vollends überzeugen konnte.

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