Leserstimmen zu
Unterleuten

Juli Zeh

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Unter Leuten - kein gutes Buch

Von: kwilli aus Dresden

01.02.2018

Ich habe das Buch zuende gelesen, ausgeborgt. Kaufen würde ich es mir keinesfalls. - etwa die Hälfte der handelnden Personen hat nach meiner Meinung einen an der Waffel und ist weder früher, noch heute typisch für die Dorfbevölkerung. - Es ist in vielen Passagen zu langatmig geschrieben, was auch andere schon gemerkt und bemängelt habe. Eingedampft auf die Hälfte - bei Streichung alles unnötigen Beiwerkes- hätte es auch getan. Warum zum Beispiel muss man einen Autotyp genau benannt oder einen anderen Gegenstand genau beschrieben bekommen? Alles nutzloses Beiwerk. - Manche Episode dürfte auch mit dem Nichtwissen der Autorin über die DDR zu erklären sein, z.B. dass einem, nur damit er in eine LPG eintritt, ein Feuer gelegt worden ist. Hat die Autorin nicht erfahren können, dass manche Bauern ihre Hunde auf die Agitatoren aus der Stadt gehetzt haben? Ich selber habe in den 60er Jahren auch auf dem Dorf gelebt und bemerkt, dass es 3 bis 4 Jahre nach der Vollgenossenschaflichkeit auf dem Land eher die Grundstimmung gab: "Diese Genossenschaft hätten wir schon früher gründen sollen" - Auch die vielen Unglücks- und Todesfälle in wenigen Jahrzehnten sind unglaubhaft. Da hat sich Frau Zeh wohl zu sehr von Wunschträumen leiten lassen. Wenn Frau Zeh einmal sehen möchte, wie gute Literatur aussehen kann, dann sollte sie sich mal ein Werk von Landolf Scherzer durchlesen. Auch alles spannend, aber real und nicht abgehoben und ohne Spinnereien.

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