Leserstimmen zu
Winter Family

Clifford Jackman

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Der Klappentext von ‚Winter Family‘ hat mich sofort in seinen Bann gezogen, obwohl die Worte Bürgerkrieg und Söldnertruppe nicht unbedingt in meinen Leseinteressen vorkommen. Trotzdem stellte ich mir sofort einen blutigen Western im Stile von Tarantino oder Red Dead Redemption vor und war Feuer und Flamme. Außerdem gehören viele Bücher aus dem Heyne Hardcore Verlag zu meinen Lieblingen. Und ‚Winter Family‘ wird dem Hardcore Stempel eindeutig gerecht. Während der insgesamt sehr interessanten Geschichte steht eines im Vordergrund – rohe Gewalt. Hier wird nicht zimperlich miteinander umgegangen und auch kein Blatt vor den Mund genommen. Der Autor schreibt in recht kurzen, einfachen und pragmatischen Sätzen und beschönigt nichts. Anfangs hatte ich in den recht groß beschriebenen Kriegszenen Probleme die vielen Menschen zuzuordnen. Wer gehörte zu welcher Seite usw. Das hat anfangs zu ein paar Wirrungen geführt, so dass ich mich etwas mehr konzentrieren musste, um am Ball zu bleiben. Viele Personen, die einem im Buch begegnen, verlassen einen schnell wieder. Allerdings bleiben auch die wichtigen Protagonisten recht blass und konnten für mich nur bedingt an Tiefe gewinnen. Sehr interessant fand ich jedoch den Aspekt, dass die Geschichte über eine recht lange Zeitspanne hinweg spielt. Das Buch ist sicherlich nichts für empfindliche Gemüter, wer aber generell ein Fan von Büchern aus dem Hause Heyne Hardcore ist, das Setting des Bürgerkriegs und stimmungsvolle Landschaften mag, der sollte sich das Buch unbedingt anschauen!

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Dieses Cover hatte mich sofort in seinen Bann gezogen. Irgendwie sehr einfach gehalten, aber doch auch irgendwie außergewöhnlich. Und als ich dann noch entdeckt hatte, dass es sich um einen Heyne Hardcore Roman handelt, wusste ich, ....dieses Buch muss ich haben. Der Autor Clifford Jackman beschreibt in seinem Debütroman, die dunkle Seite Amerikas. Er widmet sich nämlich dem Bürgerkrieg. Ob es sich nu um einen Western handelt oder um einen Biografieähnluchen Roman.... ich weiß ich nicht. Vielleicht beides! Schon auf den ersten Seiten fühlt man sich in die Zeiten des Wilden Westens zurück versetzt. Eine Zeit, die wir aus dem Fernsehen kennen. Sei es durch Serien wie Bonanza, oder Filme wie High Noon. Sofort fühlt man sich mitten im Geschehen. Man spürt förmlich den Staub im Gesicht und hört die Pferde schrauben. Man erwähnt die schwingende Saloontüre und hört das Quietschen des Schaukelstuhls auf der Veranda. So ein typisches Westernfeeling eben. Aber dann wären da auch noch die fast biografieähnlichen Passagen. Ich konnte sie nicht wirklich zuordnen. Für die Entwicklung der Story waren sie zu nüchtern und in dieser ausschweifenden Form auch unnötig. Anfangs waren mir auch viel zu viele Personen aktiv, was mich etwas verwirrt hat. Klar, es handelt sich um die "Family", aber dieses zeigt sich erst nach und nach. - Fazit - Wer gerne Western liest, wird sich in diesem Buch bestimmt sehr wohl fühlen. Ich bin jedoch etwas zwiegespalten. Für mich ist dieses Buch "weder Fisch noch Fleisch".

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So spannend der Ansatz eines apokalyptischen Western in Clifford Jackmans 'Winter Family' auch sein mag, gelingt es ihm leider nicht, seinen Figuren wirklich nahe zu kommen und ihnen Leben einzuhauchen, so dass insbesondere die vermeintliche Hauptfigur des Augustus Winter ärgerlich blass bleibt, während die sich über Dekaden ziehende Geschichte sich mehr wie ein Episodenroman denn wie eine zusammenhängende Geschichte liest.

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Georgia 1864: Amerika blutet im Bürgerkrieg. Sergeant Quentin Ross schart eine Gruppe hemmungsloser Gewalttäter um sich. Unter ihnen ist einer, der selbst Ross Angst macht: Der unscheinbare Farmerjunge Augustus Winter entpuppt sich als monolithischer Todesengel und wird zum neuen Anführer der Bande, die fortan unter dem Namen Winter Family eine blutige Spur durch Amerika zieht. Zunächst als Söldnergarde angeheuert, wird die Winter Family nach dem Bürgerkrieg von gewissenlosen Politikern für deren eigene Zwecke eingesetzt. Doch niemand kann die Winter Family kontrollieren ... (Quelle: Amazon) Im amerikanischen Bürgerkrieg finden eine Horde Psychopathen zueinander und zieht gemeinsam los um zu morden, zu stehlen und ihren krankhaften Phantasien ihren Lauf zu lassen. Doch auch nach dem Krieg hört die Bande nicht auf. Sie erledigen jede Menge Drecksarbeit, für jeden der ihnen genug dafür zahlt. Und auch in der Politik von Chicago mischen sie kräftig mit. Doch kann sie niemand unter Kontrolle halten und so mancher hat es am Ende bereut, sich auf die Gruppe eingelassen zu haben. Seit Tagen überlege ich mir, wie ich dieses Buch bewerten soll. Und ehrlich gesagt, weiß ich es immer noch nicht wirklich. Teilweise bekommt der Leser hier eine spannende und sehr interessante Geschichte aus einer sehr chaotischen Zeit zu lesen, aber andererseits gibt es auch viele langweilige und verwirrende Passagen. Irgendwie fehlt einfach der rote Faden. Den Schreibstil fand ich angenehm zu lesen, auch war er sehr bildhaft. Auch wenn das hier nicht immer von Vorteil war. Der geschichtliche Hintergrund gefiel mir auch sehr gut, aber leider blieben die Charaktere sehr blass. Selbst die Hauptfigur Augustus Winter sprach mich weder positiv noch negativ an. Man fiebert nicht mit ihnen und sie waren mir einfach vollkommen egal. Die Geschichte zog sich stellenweise schrecklich in die Länge. Am Liebsten würde ich 2,5 Sterne vergeben, aber da das nicht geht, habe ich mich jetzt entschlossen doch 2 von 5 Sternen zu geben, denn ich hatte wesentlich mehr erwartet und war nach dem Lesen doch recht enttäuscht. Eine Leseempfehlung werde ich nicht geben. Dazu ist das Buch zu speziell. © Beate Senft

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Clifford Jackman Winter Family (Heyne Hardcore) Georgia 1864: Amerika blutet im Bürgerkrieg. Sergeant Quentin Ross schart eine Gruppe hemmungsloser Gewalttäter um sich. Unter ihnen ist einer, der selbst Ross Angst macht: Der unscheinbare Farmerjunge Augustas Winter entpuppt sich als monolithischer Todesengel und wird zum neuen Anführer der Bande, die fortan unter dem Namen Winter Family eine blutige Spur durch Amerika zieht. Zunächst als Söldnergarde angeheuert, wird die Winter Family nach dem Bürgerkrieg von gewissenlosen Politikern für deren eigene Zwecke eingesetzt. Doch niemand kann die Winter Family kontrollieren... Clifford Jackman, geboren 1980 in Deep River, Ontario, studierte Jura und arbeitet heute als selbstständiger Anwalt. Der Fan von Stephen King und Cormac McCarthy beschäftigt sich intensiv mit den Schattenseiten unserer Zivilisation, sein Romandebüt Winter Family bezeichnet Jackman als »apokalyptischen Western«. Gemeinsam mit seiner Frau und seinem Sohn lebt er heute in Guelph,Kanada. © Heyne Hardcore & Clifford Jackman Meinung zur Veröffentlichung: In dem Debütroman Winter Family von Clifford Jackman befinden wir uns im amerikanischen Süden im Jahr 1864. Hier versammelt der aus einer angesehenen Chicagoer Familie stammende Sergeant Quentin Ross eine Gruppe skrupelloser Verbrecher um sich. Einer sticht hier jedoch trotz seiner oberflächlich ruhigen Art durch seine gnadenlose Gewaltbereitschaft heraus: Augustas Winter. Schon bald ist er der Anführer und zieht mit seiner Gang, der berüchtigten Winter Family, als freischaffende Söldnergruppe durchs Land, um ohne jegliche Ideologie dem zu Diensten zu stehen, der das nötige Bargeld besitzt. Doch ein Verrat reibt die Gruppe auf, lediglich ihr Anführer kann entkommen… Clifford Jackman präsentiert mit seinem Erstling Winter Family einen, wie er ihn nennt, apokalyptischen Western. Spannend und roh erweist sich der Autor als literarisches Pendant zu den Filmen eines Sam Peckinpah. In seinem Roman zeichnet er in bildhafter Sprache ein blutiges Bild des Amerikas im 19. Jahrhundert. Allerdings hätte ich eine feiner nuancierte Skizzierung seiner Figuren gewünscht, die hier oftmals etwas oberflächlich gezeichnet wirken. Dadurch verkommt der Roman an einigen Stellen zu einer etwas ziellosen Aneinanderreihung brutaler Episoden, die in dieser form dann selbstzweckhaft wirken. Winter Family (Originaltitel: “The Winter Family”, 2015) erscheint in einer Übersetzung von Robert Brack als Paperback mit schön gestalteter Klappenbroschur (Fotos und Landkarten auf der Umschlaginnenseite) bei Heyne Hardcore (512 Seiten, €14,99). Zusätzlich ist auch das eBook erhältlich. Winter Family ist ein düsterer Trip, der einen pessimistischen Blick auf die brutalen Ursprünge der US-amerikanischen Politik und ihre im Hintergrund manipulativ agierenden Strippenzieher wirft. Ein hartes, faszinierendes, aber stilistisch nicht immer ausgewogenes Buch! SPECIAL zu »Winter Family« von Clifford Jackman Der amerikanische Bürgerkrieg gilt als eines der dunkelsten Kapitel der US-Geschichte. Er währte von 1861 bis 1865 und kostete über 700.000 Menschenleben. Obwohl es vordergründig um die Sklavenfrage ging, gründete der Krieg vor allem in dem wirtschaftlichen Gefälle zwischen dem industriellen Norden und dem ländlichen Süden. Diese Tragödie ist nicht zuletzt ein zivilisatorisches Scheitern: Politik und Industrie regieren den Menschen, die Werte von Freiheit und Moral verwischen in unserer Welt der modernen kapitalistischen Gesellschaften mehr und mehr. Hiervon legt der Bürgerkrieg ein erschütterndes erstes Zeugnis ab. Darum verwundert es nicht, dass Clifford Jackman sein Romandebüt Winter Family, in dem er den blutigen Weg einer Outlaw-Bande schildert, als apokalyptischen Western versteht, als literarisches Äquivalent der Visionen Quentin Tarantinos oder der Coen Brothers. In meiner Jugend habe ich mich für Western nicht groß begeistern können – und Sie sicher auch nicht, wenn man bedenkt, wie wenige Westernfilme und -romane es gibt. In letzter Zeit scheint der Western jedoch eine gesteigerte Aufmerksamkeit zu erfahren. Dazu habe ich folgende Theorie: Mein Interesse an Western wurde durch Cormac McCarthys Die Abendröte im Westen geweckt. In diesem Roman schließt sich ein namenloser Junge einer wilden Bande von Söldnern an, die Indianer massakriert, um das Kopfgeld für deren Skalps zu kassieren. Die Söldner werden von einer finsteren Gestalt begleitet, einem großen, dicken und haarlosen Mann mit scheinbar übernatürlichen Kräften, der als »der Richter« bekannt ist. Der belesene, gebildete Richter hängt einer komplexen Philosophie an, die sinnlose Gewalt feiert. Er und die übrigen Antihelden aus Die Abendröte im Westen machen aus ihrer Verachtung für die Moral der »zivilisierten Gesellschaft« keinen Hehl und behaupten, einem alternativen Lebensentwurf zu folgen. Die Abendröte im Westen ist ein gutes Beispiel für das, was ich als »apokalyptischen Western« bezeichnen möchte. Die Bösewichter sind nicht unzivilisiert (weder die Indianer noch die Gesetzlosen), sondern antizivilisiert. Sie haben sich bewusst gegen eine hoch entwickelte Gesellschaft entschieden. Im apokalyptischen Western geht es nicht um eine Welt ohne Gesetze, sondern um die Dichotomie zwischen Zivilisation und Wildnis. Es ist der Kampf zweier gleichstarker Kräfte sowohl um Macht als auch um Moral. Der Leser (oder Zuschauer) erhält den Eindruck, dass die im Entstehen begriffene Zivilisation diesen Kampf verlieren und zerstört werden könnte. Und, mehr noch, dass sie es womöglich gar nicht verdient hat zu gewinnen. In Die Abendröte im Westen wird dieses Misstrauen gegenüber der Zivilisation beispielsweise durch das Kopfgeld symbolisiert, das die Regierungsbehörden auf Indianerskalps aussetzen. Solche Elemente (gepaart mit einem hohen Maß an Gewaltdarstellungen) verleihen diesen Werken eine, wie ich finde, apokalyptische oder postapokalyptische Anmutung. Ich meine, auch der moderne Leser hegt ähnliche Vorbehalte gegen Technologie und Fortschritt. Wir zerstören unseren Planeten, eine Entwicklung, die trotz bester Absichten und neuester Erkenntnisse in allen Wissenschaftsdisziplinen scheinbar unaufhaltsam ist. Warum schreitet diese Zerstörung umso schneller voran, je reicher, freier und gebildeter wir sind? Warum weiß jeder, was zu tun ist, aber niemand tut es? Wie kann so etwas wie die Ölpest im Golf von Mexiko geschehen? Manchmal kommt mir unsere Gesellschaft wie eine Kutsche vor, deren Pferde durchgegangen sind und die direkt auf einen Abgrund zusteuert. Kein Genre verkörpert den Kampf zwischen Natur und Zivilisation (oder die Differenzen zwischen der modernen westlichen Zivilisation und den Zivilisationen, auf die die Europäer in der »Neuen Welt« stießen) deutlicher als der Western. Der Western gestattet uns die Frage, was wir tun würden, wenn wir die Uhr zurückdrehen könnten. Würden wir uns noch einmal für unseren modernen Lebensstil mit Krankenversicherung und Kultur, aber auch mit dem vielen Müll, dem Fast Food, der Internetpornografie, den Atomwaffen und dem religiösen Fanatismus entscheiden? Oder würden wir darauf verzichten? Die postapokalyptische Fiktion zeigt uns die potenziellen Gräuel einer zusammenbrechenden Zivilisation. Der apokalyptische Western untersucht die Ursprünge einer solchen Entwicklung und stellt die Frage, ob wir den Stein überhaupt ins Rollen bringen sollen. Er deutet an, dass alle unsere Bemühungen sinnlos waren und wir am Ende wieder dort landen, wo wir angefangen haben. Und dass uns nichts bleibt außer dem Lachen des Richters – der nach all der Zeit immer noch auf uns wartet. Clifford Jackman Aus dem Amerikanischen von Kristof Kurz Christian Funke

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