Leserstimmen zu
Das Mädchen im blauen Mantel

Monica Hesse

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Gerade, wenn es draußen kalt und grau ist, greife ich oft zu Büchern, die in einer düsteren Zeit spielen. In diesem Fall handelt es sich um ein Jugendbuch ab 12, welches in der Zeit des Holocaust in den Niederlanden spielt. Für diese Altersgruppe fand ich es wirklich sehr angemessen. Aber selbst Erwachsene können dieses Buch getrost lesen und dabei noch ein paar Fakten sammeln. Obwohl es sich hierbei um eine fiktive Geschichte handelt, fließen viele wahre Ereignisse mit hinein. Am Ende des Buches geht die Autorin darauf auch noch einmal näher ein. Hanneke Bakker findet Dinge. Und das zu Zeiten der Besatzung während des 2.Weltkriegs. Damit riskiert sie nicht nur Tag für Tag ihr Leben, sondern versorgt auch ihre Eltern. Sie ist schlagfertig und weiß, wie sie brenzligen Situation schnell wieder entkommen kann. Bei Auslieferung der Ware vom Schwarzmarkt, bittet Sie eine Ihrer Kunden, Frau Janssen, um einen Gefallen. Sie soll ein Mädchen suchen. Eine Jüdin. Aber Hanneke findet Dinge und keine Menschen. Oder? Ich mochte Hanneke sehr und im Laufe der Geschichte vollzieht sie eine starke Entwicklung. Anfangs hadert sie damit, den "Auftrag" von Frau Janssen anzunehmen. Aber das Verschwinden ist so skuril, dass sie mit der Suche beginnt und dabei auch Menschen der Widerstandbewegung begegnet. Aber sie muss sich auch mit ihren ganz eigenen Schuldgefühlen auseinandersetzen. Monika Hesse beschreibt mit klaren Sätzen und Worten die Zeit des Holocaust in den Niederlanden. Dabei wird einem nicht nur eine Geschichte voller Widerstand und Verzweiflung serviert - man erhält eine ganze Menge Infos. Zum Beispiel über die Hollandsche Schouwburg, welches als Sammelstelle für Juden galt - sowie über die Widerstandsfotografen. Während des Buchs bediente ich mich dem www und googelte einige Plätze nach. Dies vermittelte ein überaus detailgetreues Bild. Aber nicht nur die Orte und Gebäude, sondern auch etliche Nebencharaktere waren wahnsinnig gut beschrieben. Die Auflösung des Plots war sehr gut dargestellt. Nie hätte ich mit solchen Wendungen gerechnet. Das hat mich sehr überrascht. Das Buch sollte man unbedingt lesen. Und ich möchte noch einmal betonen, dass man nicht davor zurückschrecken sollte, dass es als Jugendbuch deklariert ist. Es kann und sollte durchaus auch von Erwachsenen gelesen werden. Meine Erwartungen wurden alle vollends erfüllt. Ein wichtiges Buch - gerade für Jugendliche. Somit eine klare uneingeschränkte Kaufempfehlung! Lasst diese Zeit niemals in Vergessenheit geraten.

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Habe ich eigentlich einmal erwähnt, wie sehr mich Literatur interessiert, die Inhalte aus dem ersten oder zweiten Weltkrieg auffasst? Nein? Dann sage ich es jetzt: Ich liebe solche Geschichten! Heute habe ich wieder eine für euch: Das Mädchen im blauen Mantel von Monica Hesse. Worum es darin geht? Das erfahrt ihr jetzt! Amsterdam ist von den Nazis besetzt. Hanneke verbringt ihre Tage damit, Schwarzmarktgüter zu beschaffen, ihre Abende damit, ihren besorgten Eltern genau das zu verheimlichen, und jede wache Minute damit, um ihren Freund zu trauern, der an der Front gefallen ist. Ihre illegalen Geschäfte betrachtet sie als kleinen Akt der Rebellion. Aber eines Tages erhält sie einen sehr ungewöhnlichen Auftrag. Eine ihrer Kundinnen bittet sie, ein Mädchen zu finden. Ein jüdisches Mädchen, das aus dem Geheimversteck in ihrem Haus verschwunden ist. Auf der Suche nach diesem Mädchen gerät Hanneke in ein Netz aus Lügen, Rätseln und Geheimnissen. eb988e4cfb1729bb1fe46cbc6c1d8cad Likes Die Geschichte. | Eine tolle Geschichte, die mal andere Seiten aufzieht. Wir sind hier nicht in Deutschland, sondern in den Niederlanden, einem von den Nazi’s besetzen Gebiet. Wir haben hier also eine interessante „ausländische“ Sicht der Dinge, die einfach neuen Wind in das sehr heikle, aber auch sehr „ausgedehnte“ Thema bringt. Die Protagonistin. | Hanneke hat mich irgendwie an Katniss Everdeen (Die Tribute von Panem) erinnert und gerade das hat sie so sympathisch gemacht. @Monika Hesse: Kann ich sie haben? Die Message. | »Ich wollte den Sekundenbruchteil darstellen, in dem wir Entscheidungen von moralischer Aufrichtigkeit oder von Feigheit treffen und zu Helden oder Verbrechern werden.« Das ist das Statement der Autorin zu ihrem eigenen Werk und diese Message hat sie eigentlich sehr gut rüber gebracht. Die Entscheidungen, die wir aus dem Bauch heraus treffen, definieren uns als Menschen und nicht unsere gut durchdachten Worte, die wir nach mehrfachem Abwägen herausbringen. Schreibstil. | Toller Schreibstil, einfach zu lesen und hineinzufinden. Es hat mir wirklich sehr viel Spaß gemacht, in diese Geschichte einzutauchen. eb988e4cfb1729bb1fe46cbc6c1d8cad Dislikes Historische Abweichungen. | Dezente historische Abweichungen zugunsten der Story. Aber das ist nicht so schlimm und dürfte dem Ottonormalleser auch gar nicht auffallen. eb988e4cfb1729bb1fe46cbc6c1d8cad Ein wunderschönes Buch, das ein dunkles Kapitel der deutschen Geschichte wieder aufleben lässt und das auf eine Art und Weise, die eher ungewöhnlich ist. Aber dieser Roman zeigt uns, dass es eigentlich nur Sekunden braucht, um zu Helden oder Schuldigen zu werden. Ich vergebe verdiente 5 Sterne.

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Es ist kein Geheimnis - Romane über den Zweiten Weltkrieg und den Holocaust stehen ganz oben auf meiner Leseliste. Einfach weil mich die Thematik seit meiner Kindheit beschäftigt und nicht loslässt, aber auch weil ich es wichtig finde, Geschichten über Menschen zu lesen, die sich in einer Zeit des Grauens ihre Menschlichkeit bewahrten. So ein Mensch ist auch Hanneke, die Protagonistin in Monica Hesses Jugendroman Das Mädchen im blauen Mantel. Auf den ersten Blick jedoch ist Hanneke vor allem eine Überlebenskünstlerin, die die Lebensmittelknappheit unter der deutschen Besatzung Amsterdams nutzt, um mit Schwarzmarktgeschäften Geld zu verdienen und das Leben für sich und ihre Eltern halbwegs angenehm zu gestalten. Ich würde sagen - Hanneke ist anfangs weder ein besonders sympathischer noch ein unsympathischer Mensch. Sie ist einfach cleverer als die meisten Menschen und gleichzeitig fast schon etwas gleichgültig, was den Krieg betrifft. Sie wirkt, als würde sie Tag für Tag einfach funktionieren, was man spätestens dann versteht, als sich herausstellt, dass Hannekes große Liebe Bas als Soldat an der Front umkam. Es ist ein Erlebnis, das Hanneke einerseits lähmt, sie andererseits aber auch nach vorne blicken lässt. Hanneke steht außerdem sinnbildlich für alle Menschen, die damals "weggeschaut", sich nicht dem Widerstand gegen die Nazis angeschlossen, nichts gegen die Deportationen ihrer jüdischen Nachbarn und Freunde unternommen haben. Denn sie blendet das Leid der Menschen schlicht aus, um sich und ihre Familie relativ unbeschadet durch den Krieg zu bringen. Sie will nicht sehen, was sich direkt vor ihrer Nase wirklich abspielt. Das ändert sich, als Hanneke überraschend einen sehr ungewöhnlichen Auftrag erhält - sie soll ein verschwundenes jüdisches Mädchen finden, das bei einer ihrer Kundinnen untergetaucht war. Anfangs sträubt sich Hanneke noch gegen diesen in ihren Augen absurden und aussichtslosen Auftrag, kann sich der Verzweiflung der alten Dame, die sich große Sorgen um das verschwundene Mädchen macht, aber schon bald nicht mehr entziehen. Halbherzig und widerwillig erklärt sich Hanneke also bereit, das Mädchen zu suchen und setzt damit einen Prozess in Gang, den ihrer eigenen Charakterentwicklung. Denn je tiefer Hanneke gräbt, je näher sie dabei dem antifaschistischen Widerstand Amsterdams kommt - desto mehr steigert sie sich in die Suche nach der vermissten Mirjam hinein. Man spürt schnell, dass Mirjam für Hanneke zum Sinnbild für all die deportierten, vermissten, ermordeten Menschen wird, denen sie nicht helfen kann. Hanneke ist bald schon regelrecht besessen davon, Mirjam zu finden, wobei mich ihre eigene Verzweiflung tief beeindruckt hat. Das Verschwinden von Mirjam und der Auftrag, sie zu finden, öffnen Hanneke die Augen. Zeigen ihr, was sie bislang nicht sehen wollte, und zeigen ihr auch, dass sie als aktiver Teil des Widerstands etwas dagegen tun kann. Monica Hesse skizziert mit der Charakterentwicklung ihrer jungen Protagonistin ein mögliches "Was-wäre-wenn"-Szenario, einen möglichen Weg hinaus aus der Gleichgültigkeit und hinein in den aktiven Widerstand. Es war einerseits irgendwie befriedigend und wohltuend, andererseits aber auch schmerzhaft, Hanneke dabei zu beobachten, wie sie den ganzen Schrecken des Nazi-Regimes begreift. Die Art, wie Monica Hesse die Geschichte von Hanneke und dem jüdischen Mädchen Mirjam erzählt, ist außerdem sehr klug gewählt und überzeugend umgesetzt. Der Roman liest sich wie ein Krimi - Hanneke übernimmt die Rolle des Detektivs, geht auf Spurensuche und setzt Puzzleteile zu einem großen Ganzen zusammen. Eingebettet in das sehr authentische Setting des von den Deutschen besetzten Amsterdams und vor dem Hintergrund der Deportation und Ermordung niederländischer Juden, entsteht so eine zum Nägelkauen spannende, unheimlich atmosphärische und wahnsinnig emotionale Geschichte. Man kann und will das Buch kaum aus der Hand legen, denn es ist so berührend und dabei so wahr... Mein Fazit: Eine packende Spurensuche, der verzweifelte Wettlauf gegen die Zeit und die Übermacht der Nazis, eine Geschichte, die unter die Haut geht. Monica Hesses Das Mädchen im blauen Mantel ist ein Pageturner, der fesselt, berührt und nicht mehr loslässt. Für mich eine große, sensationell erzählte Geschichte, die man wirklich gelesen haben sollte!

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1943, Amsterdam ist schon von den Deutschen besetzt. Hanneke riskiert jeden Tag ihr Leben, in dem sie auf dem Schwarzmarkt Güter beschafft, die man kaum noch bekommt. Abends versucht sie genau das vor ihren Eltern zu verheimlichen und trauert immer noch um ihren Freund, der vor 2 Jahren an der Front gefallen ist. Aber eines Tages hat eine Kundin für sie einen sehr ungewöhnlichen Auftrag. Sie soll ein jüdisches Mädchen finden, das aus ihrem Geheimversteck verschwunden ist. Finde selber heraus, welche Entdeckungen Hanneke macht und ob sie das Mädchen wiederfindet. Eine unglaubliche Geschichte, die mich sehr berührt hat. Vielen Dank an dieser Stelle an den cbj Verlag, der mir dieses Buch als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat. Ich habe mich sehr gefreut! Fangen zunächst mit der Handlung der Geschichte an. Am Anfang wird man sehr gut in die Geschichte eingeführt und bekommt einen generellen Einblick in die damalige Zeit, so dass man sich die Situation sehr gut vorstellen kann. Aber auch die Haupthandlung beginnt relativ schnell und nimmt direkt Fahrt auf, so dass es an keiner Stelle langweilig wird. Ich fand es sehr spannend dem Mädchen auf ihren Spuren zu folgen und so die Zeit besser kennen zu lernen. Meiner Meinung vermittelt dieses Buch einen sehr guten Eindruck in das damalige Leben. Wie bereits erwähnt, ist die Handlung durchweg spannend. Die Entwicklung und das Ende der Geschichte hatte ich so nicht erwartet und bin immer noch erstaunt darüber, was für ein Meisterwerk die Autorin hier erschaffen hat. Die Charaktere in diesem Buch fand ich auch sehr spannend. Hanneke ist ein sehr ungewöhnlicher aber auch beeindruckender Charakter, die sich mindestens genauso beeindruckend weiterentwickelt. Aber auch alle anderen Charaktere sind mit viel Liebe zum Detail entstanden. Hier wird deutlich, wie intensiv sich die Autorin mit der Kultur der Niederlande, aber auch mit deren Geschichte im zweiten Weltkrieg auseinander gesetzt hat. Den Schreibstil der Autorin fand ich ebenfalls sehr beeindruckend, da sie es schafft den Leser emotional zu berühren und in das Buch miteinzubeziehen, ohne dabei zu große Emotionen zu wecken. Der Leser hat trotzdem einen relativ objektiven Blickwinkel auf die Handlung. Auch ich hatte teilweise Tränen in den Augen und war so in der Geschichte gefangen, dass ich das Buch kaum noch aus der Hand legen konnte, war aber am Ende des Buches nicht am Boden zerstört oder komplett fertig. Obwohl es ein sehr emotionales Thema ist, schafft es die Autorin den Leser immer wieder aufzufangen. Alles in allem kann ich das Buch nur jedem empfehlen, der sich gerne mit dem zweiten Weltkrieg auseinander setzen möchte. Es wird zwar "nur" ein Einblick in ein einzelnes Schicksal gegeben, welches zwar frei erfunden, aber der Zeit nachempfunden ist, aber trotzdem finde ich es sehr informativ und vor allem großartig gestaltet.

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Inhalt Amsterdam ist von den Nazis besetzt. Hanneke verbringt ihre Tage damit, Schwarzmarktgüter zu beschaffen, ihre Abende damit, ihren besorgten Eltern genau das zu verheimlichen, und jede wache Minute damit, um ihren Freund zu trauern, der an der Front gefallen ist. Ihre illegalen Geschäfte betrachtet sie als kleinen Akt der Rebellion. Aber eines Tages erhält sie einen sehr ungewöhnlichen Auftrag. Eine ihrer Kundinnen bittet sie, ein Mädchen zu finden. Ein jüdisches Mädchen, das aus dem Geheimversteck in ihrem Haus verschwunden ist. Auf der Suche nach diesem Mädchen gerät Hanneke in ein Netz aus Lügen, Rätseln und Geheimnissen. (Verlag) Meinung Hier möchte ich mich gleich beim Bloggerportal und dem Cbj-Verlag bedanken, die mir das Buch als Rezensionsexemplar zugeschickt haben. Handlung Innerhalb von nur drei Tagen habe ich dieses Buch verschlungen und es konnte mich so sehr überzeugen, dass es zu einem meiner neuen Favoriten wurde. Gleich die ersten Seiten konnten mich verzaubern und nicht nur die Charaktere, oder der Schreibstil sondern vor allem auch die Zeit und der Ort machten das Buch unglaublich spannend. Das historische Jugendbuch spielt in Amsterdam während der Zeit des NS und da ich mich momentan sehr für dieses Thema interessiere, hat mich das Buch gleich noch mehr angesprochen. Es kamen viele unerwartete Wendungen, die Charaktere sind mir alle ans Herz gewachsen und zum Ende hin kamen mir sogar Tränen. Der Roman ist realistisch, emotional, spannend und sogar etwas "Krimihaft", da man die ganze Zeit ein bisschen miträtseln konnte. Schlussendlich war ich einfach nur sprachlos und kann es jedem, egal in welchem Alter, empfehlen! 5/5 ♥ Spannung Auch was die Spannung betrifft, hat diese Geschichte bei mir voll ins Schwarze getroffen. Jede Seite hatte etwas Aufregendes oder Bewegendes und ich musste mich, vor allem abends sehr zusammenreißen, damit ich das Buch endlich aus der Hand legen konnte. Die "realistischen" Ereignisse der nationalsozialistischen Periode machten alles natürlich umso spannender und ich musste andauernd mitleiden, fühlen oder bangen. 5/5 ♥ Schreibstil Der Schreibstil von Monica Hesse war anfangs etwas ungewohnt, da sie zu Beginn mit kürzeren Sätzen und mehreren Zeitsprüngen zu tun hatten. Aber gerade das machte ihren Schreibstil auch besonders. Außerdem finde ich, dass sie Gedanken unglaublich gut beschrieben hat und auch die Rückblicke aus Hannekes Leben, die sie immer wieder mitteilte, sehr spannend waren. 4,5/5 ♥ Cover und Gestaltung Das Cover passt auf jeden Fall sehr gut zu der Geschichte, da eine der "Hauptszenen" genau an einem ähnlichen Ort stattfindet. Es ist eher einfach gehalten, was aber wiederum dem Inhalt entspricht. Die Farben (Rot und Blau) sind passend zur Zeit gewählt und sind sehr gut aufeinander abgestimmt. 4/5 ♥ Charaktere Die Charaktere waren in diesem Buch wieder wahnsinnig interessant. Hanneke ist auf keinen Fall die typische Protagonistin, egal ob Fantasyheldin oder beliebtes Beautygirl. Sie ist eine einfache 18-Jährige junge Frau, die täglich illegal arbeitet, um ihrer Familie das Leben zu erleichtern. Der Verlust ihres Freundes, von dem sie glaubt, dass es ihre Schuld sei, belastet sie stark und täglich muss sie an diesen denken. Überleben bedeutet für sie alles, aber nach und nach lernt sie auch ihren Kopf für andere hinzuhalten. Auch die anderen Charaktere haben eine sehr unterschiedliche und ansprechende Persönlichkeit, die jedes Stück des Buches besonders machen. Von den Nebenpersonen ist mir Mina mit ihrer offenen und liebenswerten Art am meisten ans Herz gewachsen, die heimlich jüdische Kinder und Babys gerettet hat und das mit ihren jungen 15 Jahren! Sie spiegelt das Leben der wahren Helden im Nationalsozialismus wieder, wie das der  Elisabeth Abegg und vielen anderen. 4,5/5 ♥ Zitate >>Wahrscheinlich können wir unsere Gefühle nicht mit Gewalt unterdrücken, können böse Taten nicht mit guten Taten wettmachen und glauben, davon wieder ganz zu genesen. << >>-Mir wäre es wichtig, dass jemand verstünde dass wir Fehler gemacht, Narben davongetragen und unser Möglichstes  gegeben haben in diesem Krieg. Wir waren in Dinge verwickelt, die viel größer waren als wir. Wir wussten es nicht. Wir wollten das nicht. Es war nicht unsere Schuld. << Fazit Monica Hesse wollte mit ihrem Buch einen Verrat und Verlust im Nationalsozialismus darstellen, was ihr mehr als gut gelungen ist. Sowohl die Spannung und Handlung, als auch der Schreibstil und die Charaktere konnten mich überzeugen und das Buch hat die 5 von 5 Sterne wirklich verdient! Vielen Dank an den Verlag nochmals für die tolle Lektüre, die ich nun zu meinen Lieblingsbüchern zählen kann!

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Eine spannende, schockierende und tragische Geschichte. Der Klappentext gibt dabei schon einiges Preis, aber hinter diesen kurzen Sätze steckt mehr. Ich war erstmal skeptisch, gegenüber diesem Buch, doch schnell habe ich meine skepsis abgelegt. In dem Buch geht es ums Kampf ums Überleben und verdeutlicht, das damals geschehen war, als die Nazis in den Niederlanden war. Jeder kennt bestimmt die Geschichten von damals, sei es aus der Schulzeit oder von den Großeltern. Auch in den Niederlanden wurden Juden gejagt und es hat mich zutiefst erschreckt, zu was die Menschen fähig waren. Nun verschwindet ein junges Mädchen und wird gesucht. Als Leser ist man hautnah dabei und auch mitten im Kriegsgeschehen. Man merkt aber auch sofort, das es in diesem Buch auch um Hoffnung und nächstenliebe geht. Dabei sind historische Faktern sehr informativ mit eingebaut. Viele Emotionen sind dabei. Hanneke war dabei die Protagonistin des Buchs. Ich musste mit ihr warm werden, den sie war ziemlich naiv. Doch im Laufe der Geschichte entwickelt sie sich und verändert sich zusehenst. Sie selbst gibt sich die Schuld an dem Tod ihres Freundes. Durch diese Schuld gewinnt sie mehr Mut und macht sich auf die Suche nach dem Mädchen mit dem blauen Mantel. Sie möchte damit auch wiedergutmachung leisten. Dadurch das ihr Freund verstarb, möchte sie nun das Leben des Mädchens retten. Man liest auch noch vieles, was man schon kennt. Wie die Menschen erschossen wurden oder andere gräueltaten. Dabei wird die Suche immer gefährlicher für Hanneke. Viele Menschen haben Angst und haben ihre Emotionen nicht im Griff. Der Schreibstil der Autorin Monica Hesse ist modern und flüssig zu lesen. Dabei kommt es zu einigen überraschungen, verwicklungen und neue Spuren. Das macht die Reise von Hanneke und damit die Suche spannender. Vorallem da sie dem Tod förmlich ins Auge blickt. Durch ihre veränderung, wurde sie mir auch symphatisch und ich habe immer mit ihr mitgefiebert. Es ist eine spannende Lektüre, über die Verantwortung anderen gegenüber.

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"Das Mädchen im blauen Mantel" erzählt eine schockierende Geschichte, die mir sehr nahe ging. Der Klappentext verrät schon eine ganze Menge, dennoch passiert noch so vieles mehr, was sich nicht mit wenigen Worten beschreiben lässt. Mir war bewusst, dass auch in den Niederlanden Juden verfolgt wurden und es entsetzt mich zutiefst herauszufinden, zu welchen Gräueltaten Menschen fähig sind. Nachdem ich im letzten Jahr Ausschwitz besucht habe ging las ich das Buch mit noch mehr Emotionen. Letztendlich geht es in "Das Mädchen im blauen Mantel" um den Kampf ums Überleben und der Verdeutlichung dessen, dass sich viele Menschen gegen die Machtübernahme der Deutschen auflehnen. Manchmal sind es Studentengruppen im Untergrund, manchmal sind es einfache Familien, die Menschen bei sich aufnehmen, um sie zu verstecken. Manchmal sind es deine Nachbarn die dich verraten und dich auffliegen lassen. Dir ist bewusst, dass du dein Leben verwirkst, wenn du andere zu schützen versuchst und dennoch sind es einige, die sich dennoch dazu entscheiden. Nun verschwindet aber ein junges Mädchen und wird gesucht, dabei bleibt kein Stein auf dem anderen und als Leserin bin ich mitten im Kriegsgeschehen und dennoch lebt das Buch auch von Hoffnung, denn die Menschen, die sich um andere sorgen gab es tatsächlich. Es war gefährlich und dennoch kommt Nächstenliebe ins Spiel und nimmt einen großen Teil des Buches ein. Mir hat dies sehr zugesagt, denn es deckt das Böse zum kleinen Teil zu und zeigt auf, dass es vielen eben nicht egal war, was in ihrer Stadt geschieht. Warum verschwinden Menschen und was geschieht in den sogenannten Arbeitslagern? Der Autorin gelingt es historische Fakten in ein abenteuerliches Buch zu verwandeln, um dabei auch Emotionen wie Wut und Trauer hochkochen zu lassen, wobei natürlich auch wie schon erwähnt auch Nächstenliebe einen großen Teil der Story einnimmt, denn viele Menschen (vor allem Kinder / Säuglinge) können auch gerettet werden. Dies kann aber auch nur dann geschehen, wenn andere dazu bereit sind sich aufzuopfern und sich selbst in Gefahrenzonen zu begeben. Hanneke, die Protagonistin im Jugendbuch ist anfangs sehr blauäugig und wirkt naiv. Sie muss sich selbst verändern und das geschieht allmählich. Sie selbst fühlt sich schuldig am Tod ihres Freundes Bas und diese Trauer gibt ihr den Mut sich auf die Suche nach dem Mädchen im blauen Mantel zu begeben. Es ist scheinbar eine Wiedergutmachung. Ein Leben gegeben und ein anderes zu retten versuchen? Was letztendlich utopisch klingt, gibt dem Roman dennoch ein klein wenig Wärme unter all dem Schrecken der vergangenen Zeit, denn für ein Mädchen nimmt dies eine positive Wende, was alleine durch einen Verrat zu verantworten ist. Ich möchte "Das Mädchen im blauen Mantel" gerne eine Leseempfehlung aussprechen, da ich die historischen Fakten gelungen dargestellt fand und einem Kinder - und Jugendbuch absolut angemessen. Es ist wichtig, dass wir vergangenes nicht zudecken, sondern auch ganz offen damit umgehen. Leider ist es eine wahre Geschichte, verpackt in eine Story, die zwar hier und da absolut fiktiv wirkt, aber eben auch viele Wahrheiten beinhaltet. Ich möchte, dass sich meine Kinder damit auseinandersetzen und ebenso wie ich mit Wut und Trauer reagieren. ★★★★★

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Hannecke Bakker ist jung, pfiffig, eigentlich in Trauer, nur dass dazu wenig Zeit bleibt. Der junge Mann, der ihr Herz schneller schlagen ließ, ist unter den 2000 Soldaten gewesen, die versucht haben, die Grenze der Niederlande gegen die herannahenden deutschen Truppen im zweiten Weltkrieg zu verteidigen. Auch schon eine Weile her, das Land steht geordnet unter Besatzung, erste Bedrängungen gegen die Juden im Land sind nun schon länger öffentlich zu sehen. Bezugsscheine regeln das Leben. Hannecke ist eine jener, die durch ihre Verbindungen im Schwarzmarkt vieles besorgen kann, was sonst nicht mehr an der Tagesordnung steht. Ihre junge, frische und klare Art hat ihr bisher immer dazu verholfen, die Kontrollen zu überstehen. Also, man kann sagen, Hannecke und damit ihre Eltern kommen ganz gut zurecht. Wenn da nicht Frau Janssen von nebenan eine schwierige Bitte an Hannecke hätte. Keine besonderen Waren soll sie herbeischaffen, sondern ein Kind, ein Mädchen. Jüdin. Deren Eltern und Onkel „nebenbei“ von den Deutschen erschossen wurde. Ein Mädchen, dass Frau Janssen in einem geheimen Raum hinter ihrer Speisekammer versteckt hatte und das nun einfach nicht mehr auffindbar ist. „Ich bezeichne mich lieber als „Finderin“. Ich suche und finde Sachen“. Und auch was die Suche dieses Mädchens angeht, wird sich Hannecke nicht auf Dauer entziehen, auch wenn sie zunächst erschrickt und ablehnt. Eine Suche im besetzten Amsterdam, die Hannecke in Verbindung bringen wird zum sich gerade entwickelnden Widerstand im Land, vor allem zu jener Besonderheit in den Niederlanden der „Widerstandsfotografen“. Tiefer und tiefer dringt sie hinein in diese „Welt hinter der Fassade“, in der Menschen in besonderen Straßenbahnen und alten Theatern zusammengetrieben werden, teils einfach vor Ort noch erschossen werden und die Suche Schritt für Schritt gefährlicher auch für Hannecke wird. Vor allem, da nicht alle, denen Sie begegnet, ihre Emotionen im Griff haben und man sehr darauf achten muss, wem man überhaupt was sagt. Eine Geschichte, die Hesse in einfacher, aber stilsicherer Sprache sehr lebendig erzählt und die nicht gradlinig auf eine Happy End zusteuert, sondern so manche Verwicklungen, Vertauschungen und neue Spuren mit sich bringt, welche die junge „Finderin“ vor schwierige Aufgaben stellt. Samt der, dem Tod ins Anblick zu sehen und Ohnmacht zu erleben. Dass dies alles sich an einer Kleinigkeit entzündet hat. Ein verletztes Gefühl, eine Information am falschen Ohr, das bringt eine emotional besonders dramatische Wendung zum Ende des Buches ans Licht. Und darin zeigt sich auf, dass es gar nicht die großen Fanatiker oder verqueren Idealisten eines Systems sind, die ein Geschehen wie den Holocaust alleine durchgeführt haben, sondern dass vor allem der „kleine Verrat“, die Nickeligkeiten, das unbedachte Wort und, ja auch, dass „es sich zu lange Schönreden“ im Lauf der Zeit den Absichten der Fanatiker bestens in die Hand spielte. Eine anregende, gerade für Jugendliche wichtige Lektüre über die Verantwortung anderen gegenüber und was es ausrichten kann, immer nur das eigene, „kleine“ Gefühl des Moments für das Wichtigste der Welt zu halten.

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