Leserstimmen zu
So bitter die Rache

Eric Berg

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Figuren und Aufbau Der Krimi wird auf unterschiedlichen Zeitebenen erzählt: Einmal rückblickend auf das Jahr 2010 und einmal aus der Gegenwart (2016). So erfährt der Leser beispielsweise auch die Hintergründe der Bewohner von Heiligendamm. Die vielen verschiedenen Handlungsstränge haben es mir ein bisschen erschwert, Zugang zu den einzelnen Figuren zu finden. Plot und Stil Die Idee, einen Mord zu präsentieren, die Leser spekulieren zu lassen wer die Toten sind - das hat mir hingegen sehr gut gefallen. Das Buch ist spannend geschrieben, lässt dem Leser viel Raum für eigene Spekulationen - einen Stern Abzug gibt es von mir jedoch wegen einiger weniger Längen. Trotz aller Rätseleien war das Ende für mich übrigens nicht vorhersehbar. Das Buch liest sich gut: Man versteht die Zusammenhänge, ohne dass zu viel verraten wird. Auch stilistisch fand ich es äußerst ansprechend. Fazit Intelligent konstruiert, wirklich lesenswert. Außerdem bedanke ich mich auch beim Bloggerportal, für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars.

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Ich hatte mich auf dieses Rezensionsexemplar sehr gefreut, denn der Klappentext hat mich außerordentlich neugierig gemacht. Jeden Tag habe ich eine Stunde in das Hörbuch reingehört. Der Schreibstil der Autorin war flüssig und souverän. Man fand sich zwischen den Zeitsprüngen und den unterschiedlichen Erzählsträngen sehr gut zurecht. Jedoch verlief die Handlung meiner Meinung nach mehr als schleppend. Und ich muss leider sagen, dass mich dieses Buch überhaupt nicht fesseln konnte. Selbst nach der Hälfte des Buches fand ich mich noch nicht so richtig rein.

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„So bitter die Rache“ von Eric Berg war die erste Geschichte, die ich von ihm gehört habe. Auch mit Vera Teltz, als Sprecherin, habe ich nun das erste Mal Kontakt gehabt und ich mochte es. Ja, nur mochte, denn es gibt Dinge die im Kopf bleiben und es mir nun doch etwas schwermachen. Wir befinden uns in Heiligendamm. Da ich erste vor etwa zwei Jahren selbst dort war, konnte ich mir vieles gut vorstellen und wusste, um welche Orte es ging. Die Wohnsiedlung Vineta wir hier in zwei Zeitstreifen beleuchtet. Zum einen im Jahr 2010 und dann 6 Jahre später. Ellen ist mit ihrem Sohn zurück nach Deutschland gekehrt und zieht in ein Haus, in welchem vor sechs Jahren ein schrecklicher Mord passiert ist und zwar an drei Personen. Die Leute sind etwas seltsam und so ist sie ganz froh, dass sich ihr Sohn mit dem behinderten jungen Mann Ruben, ganz gut versteht. Doch wird es mit der Zeit immer seltsamer und auch die Frage nach den Vorkommnissen in ihrem Haus, die nun sechs Jahre zurückliegen, interessieren sie. Und so erfahren wir, wer 2010 noch in Vineta gelebt hat, wie die Leute zueinanderstanden und wie Vineta noch im Glanz erstrahlte. Mir hat die Geschichte echt gut gefallen, auch Vera Teltz fand ich als Sprecherin zum einen ansprechend und zum anderen wirklich passend. Aber ich mache mir doch so meine Gedanken. Eigentlich bin ich ein Mensch, der voll dafür ist, dass wir Menschen mit Behinderung ganz normal behandeln sollten, aber irgendwie hatte ich mit dem Hörbuch dann doch an manchen Ecken und Enden so meine Bauchschmerzen, weil ich eben nicht weiß, wie andere darauf reagieren. Denn Ruben sagt zwar immer, dass er ein „lieber Junge“ ist, doch hat er schon so manche Idee, die vielleicht nicht jeder gut findet. Auch Ausländer werden thematisiert, aber definitiv nicht auf negative Art und Weise, aber dennoch hat Eric Berg hier wirklich eine Gradwanderung hingelegt. Was darf man, was darf man nicht? Die Charaktere haben eine wirklich gute Ausarbeitung. Jeder hat seine eigenen Macken und eben eine vollständige Persönlichkeit. Sie treffen hart aufeinander und so rutscht das Gefüge in Vineta immer wieder hin und her. Das hat mir sehr gut gefallen. Auch von der Art Dinge zu beschreiben, Leute handeln zu lassen und mit kleinen versteckten Hinweisen zu arbeiten, konnte Berg bei mir voll und ganz landen, denn ich wollte wissen, wer denn da damals was gemacht hatte und warum denn alles so undurchsichtig scheint. Vera Teltz hat das ganze sprachlich und stimmlich wirklich gut abgerundet, indem sie den Leuten eine eigene Weise zu reden gegeben hat. Gerade Ruben hat sie gut getroffen, hat mir hin und wieder einen tiefen Stich versetzt und noch heute habe ich im Alltag „lustig… das ist lustig“ von ihr im Kopf, was mir manchmal noch ein sehr ungutes Gefühl über den Rücken schickt.

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Erstmal zum Cover: ich finde das Cover sehr hübsch gemacht mit dem weg und hinten mit dem Häusern sehr hübsch kann ich sagen. Zu der geschichte/charaktere: zu der geschichte fand ich gut geschrieben auch der Schreibstil war gut man kam da gut rein und konnte auch recht gut lesen. Die charaktere die in dem Buch vorkommen wurden sehr gut beschrieben ich konnte sie mir in meiner Traumwelt vormachen das sie vor mir stehen würden. Insgesamt fand ich das Buch gut, nur mir hat so ein gewissen Punkt gefällt das klick bei mir gemacht hätte , das ich dem Buch volle 4 Sterne gekommen hätte somit kriegt das Buch von mir 3,5 Sterne. Wurde mir vom Bloggerportal als Rezensionsexemplar überlassen, Dankeschön

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Mord auf der Ostsee-Insel Poel

Von: michael lausberg aus doveren

26.06.2018

Eric Walz, der unter dem Pseudonym Eric Berg schreibt, ist der Autor mehrere erfolgreicher Krimis. Die Handlung spielt an verschiedenen Orten an der Ostseeküste. Das Nebelhaus erschien 2013 und hatte auf Anhieb großen Erfolg und landete auf den Spiegel-Bestseller-Listen auf Platz 6. Das Küstengrab wurde im September 2014 veröffentlicht. Diesmal wird ein Mord auf der Ostsee-Insel Poel verübt. Auch auf den Spiegel-Bestseller-Listen konnte sich Das Küstengrab mehrere Wochen auf Platz 10 behaupten. Die Schattenbucht erschien 2016 Bergs und landete auf den Spiegel-Bestseller-Listen und belegte diesmal Platz 5. Als Schauplatz diente diesmal das malerische Prerow im Darß in Vorpommern Rügen. Auf zwei Zeitebenen erzählt Eric Berg die Geschichte eines Verbrechens in einer abgelegenen Nobelsiedlung an der Ostsee. Dieses heißt Vineta-Anlage und wurde von Gernot Kessel begründet, der dort lebt, und andere Häuser an Familien verkaufte, die dort in einer Gemeinschaft Ruhe und Schutz finden sollen. 2010 werden drei dort lebende Menschen umgebracht. In das Haus, wo die Morde passiert sind, ziehen Ellen Holst mit ihrem Sohn Tristan, ohne von den Schrecken der Vergangenheit zu wissen. Als einfach Gegenstände aus dem Haus verschwinden und es einige andere Parallelen zu den Morden damals auftauchen, fühlen sich die Familie Holst bedroht. Da die Siedlung abgelegen liegt und bewacht wird, macht sie ihre Nachbarn dafür verantwortlich. Dies führt zu zunehmenden Nachbarsstreitigkeiten, deren persönliche Bindungen untereinander offener zur Sprache kommen. Neben diesen spielt noch der albanische Gärtner Malush eine wichtige Rolle in dem undurchsichtigen Spiel. Durch mehrere erzählte Zeitebenen und die dadurch gezielt gestreuten Informationen wird Spannung langsam aufgebaut. Der Schauplatz ist abgeschnitten von der Außenwelt. Es ist ein geschlossener Personenkreis um eine Tragödie versammelt und die Lösung von Geheimnissen ist das Ziel des Romans. Die Schönheiten der Ostsee werden mythisch verklärt dargestellt, was den atmosphärischen Spannungsfaktor noch erhöht. Psychologisch geschickt wird das Spiel mit den Zeitebenen betrieben, was vorher etwas undurchsichtig wird, sich aber nachher wie ein Puzzle zusammen. Der Roman knüpft in der Aufmachung und Spannung an seine bisherigen an, er könnte sich ebenfalls zu einem Bestseller entwickeln.

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Meine Zusammenfassung: Ellen ist gerade mit ihrem Sohn Tristan in die kleine Siedlung Vineta in Heiligendamm an der Ostsee gezogen um dort nach der Trennung von ihrem Mann, einem Diplomaten, ein neues Leben in ihrer alten Heimat Deutschland zu beginnen. Da sie schon viele Umzüge durchlebt hat, ist es mittlerweile ein leichtes für sie, die Kisten schnell auszupacken und sich ebenfalls schnell einzurichten. Auch ihr Sohn kennt es nicht anders, so hat er doch mit seinen vierzehn Jahren ebenfalls schon einige Umzüge miterlebt. Die ruhige Gegend scheint genau das richtige für die beiden zu sein, nach dem ewigen Leben als Diplomatenfamilie, in der es ständig um Treffen mit irgendwelchen anderen Diplomaten ging, Dinnerpartys, Sektempfang, etc.. Tristan freundet sich sehr schnell mit einem jungen Mann an, Ruben, der wohl etwas zurückgeblieben und geistig in der Verfassung eines zehnjährigen ist. Irgendwas an diesem jungen Mann beunruhigt Ellen jedoch, sodass sie nicht ganz warm mit ihm oder auch mit dem Gedanken wird, dass ihr Sohn mit ihm befreundet ist. Vermutlich liegt es auch daran, was vor circa sechs Jahren in dem Haus passiert ist, wo sie nun mit ihrem Sohn lebt. Hier wurden damals drei Menschen auf brutale Art und Weise ermordet. Hauptverdächtiger war der damalige Besitzer dieses Hauses, in dem Ellen ihr neues Glück findet wollte. War es die richtige Entscheidung in ein Haus zu ziehen, welches so eine Vergangenheit hat? Ein wenig Unbehagen bleibt. Besonders dann, wenn Ellen mit der Zeit immer mehr von dem erfährt, was damals geschehen ist und auch heute Dinge passieren, die nicht zu erklären sind … So verschwindet plötzlich der Schürhaken vom Kamin und als sie Ruben darauf anspricht, ob er was gesehen hat oder mit Tristan vielleicht damit gespielt hat, dreht er völlig durch. Er redet wirres Zeug, das auch damals schon Dinge plötzlich verschwunden seien und es wohl wieder von vorne losgeht. Ellen weiß nicht was sie tun soll und auch ihre Nachbarn sind ihr keine große Hilfe, eben so wenig wie der gerichtliche Betreuer, Sven, der vom Jugendamt als Vormund für Ruben bestellt ist, aber kein Wort darüber verliert, was genau mit Ruben los ist und was damals wirklich passiert ist. Kann Ellen ihm wirklich vertrauen? Schließlich entwickelt sich zwischen den beiden gerade eine Art Beziehung doch irgendwie wird ihr Gefühl was Sven betrifft immer mulmiger und auch die weiteren Geschehnisse tragen nicht zu ihrem Wohlbefinden bei … Meine Meinung: So bitter die Rache hat mich von Anfang an gepackt. Ich muss zugeben, ich bin ein begeisterter Fan von Eric Berg als Autor und auch seine anderen Werke haben mir sehr gut gefallen. Er hat einfach einen wunderbaren und entspannten Schreibstil, der die Spannung immer aufrecht hält. Auch viel Charme und immer wieder Witz fließen dabei mit ein. Ich mag es, wenn man die einzelnen Protagonisten immer besser kennenlernt und einzelne Handlungsstränge immer mehr zu verstehen beginnt. Auch das Zusammenspiel von Gegenwart und Vergangenheit, bei dem sich erst das Gesamtbild am Ende ergibt, ist einfach großartig. Mir gefällt es so gut, dass man die Bücher und diesem Fall eben dieses Spezielle, einfach lesen kann und in die Welt des Buches abtaucht. Ohne es zu merken, hat man 100 Seiten gelesen, es sind zwei Stunden vergangen und man kann trotzdem nicht aufhören, selbst wenn der Auflauf schon längst aus dem Ofen hätte rausgenommen werden müssen, ein Kapitel geht noch. Wie nahtlos die Handelsstränge, Vergangenheit und Gegenwart, ineinander übergehen ist einfach klasse und lässt die gesamte Geschichte einfach dahinfließen. So etwas hinzubekommen ist nicht leicht, aber wenn es dann funktioniert, kommt so ein Werk dabei raus. Das macht einfach Spaß und unterhält einen von der ersten bis zur letzten Seite - zumindest kann ich da von mir sprechen. Ich freue mich schon darauf, bald wieder ein neues spannendes Werk von einem großartigen deutschen Autor zu lesen und hoffe, dass ich nicht zu lange warten muss. Mein Fazit: Ein Muss für Kriminalroman-Fans. Eric Berg hat sich mal wieder selbst übertroffen, großartig. 5 von 5 Sternen.

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Wer hier einen harten, actionreichen Thriller erwartet, wird enttäuscht werden. Es ist eher eine recht verzwickte Geschichte rund um eine kleine Community, die von einem einzelnen Mann erschaffen wurde. Er hat sich seine eigene kleine Welt bzw. Familie geschaffen, ohne dass dies den anderen Personen bewusst war. Die Familien leben in ihren Häusern in einem gesicherten Areal und fühlen sich dabei sicher und anscheinend auch wohl. Diese Familien wollen die heile Welt leben und achten genau darauf, dass nichts nach außen dringt. Doch dann ziehen neue Hausbesitzer ein und das Unheil nimmt seinen Lauf. Mit jedem Vorfall bröckelt die Fassade mehr und es zeigen sich die dunklen Seiten der Familien. Jeder hat sein Geheimnis, jeder hat schmerzhafte Erfahrungen gemacht und nicht jeder ist frei von Schuld. Neben den Hausbesitzern und den gut behüteten Personen gibt es noch einen albanischen Jungen, der mit seiner Schwester versucht in Deutschland zu überleben. Doch auch ihnen geschieht böses und er muss sich entscheiden, was er tun soll. Eric Berg hat eine interessante Geschichte geschaffen, die erst zum Schluss ihr Geheimnis offenbart und so manchen überraschen wird. Das Tempo ist recht langsam und manchmal fand ich es auch etwas langatmig. Trotzdem wollte ich gern wissen, wer nun Rache an wen ausgeübt hat. Spannende und kluge Geschichte, die etwas mehr Tempo gebraucht hätte, aber trotzdem hörenswert ist.

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Broschiert: 416 Seiten Verlag: Limes Verlag (19. März 2018) Sprache: Deutsch ISBN-10: 3809026603 ISBN-13: 978-3809026600 Größe und/oder Gewicht: 14,2 x 4 x 21,6 cm PREIS: 15,00 Euro Ich hatte den Autor zum ersten Mal als Autor eines historischen Romans kennen gelernt. Hier schrieb er als Eric Walz (Die Glasmalerin) - aber auch im Genre Krimi fühlt er sich wohl, das habe ich jetzt schon mehrfach festgestellt. So ist auch sein aktueller Krimi für mich wieder extrem spannend gewesen und kurzweilig zu lesen. Elen Holst und ihr Sohn kehren nach Deutschland zurück, sie waren Jahre im Ausland. In Heiligendamm wollten sie zur Ruhe kommen ... Ihr neues Zuhause aber hat eine grausige Geschichte, wie Elen bald erfahren muss. Eigentlich ist sie nicht abergläubisch, dann aber passiert das ein oder andere und sie macht sich doch Gedanken, ob das alles mit rechten Dingen zugehen kann. Die Vergangenheit wird wieder aufgerollt ... Ich finde den Stil Eric Bergs sehr gelungen, ich mag, wie er in eine Geschichte einsteigt, gleich mit Spannung und diese hält bis zum Schluss - ja immer noch weiter ausbaut. Er schreibt authentisch und lässt seine Geschichte und deren Figuren vor dem geistigen Auge des Lesers lebendig werden. Das Buch liest sich flüssig und relativ leicht - man versteht die Zusammenhänge, dennoch ist man stets irgendwie im Dunkeln - gut gemacht - bis zum Schluss fesselnd.

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