Leserstimmen zu
Die Mörderinsel

Eric Berg

Doro Kagel (2)

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Eine junge Frau wird ermordet, der mutmaßliche Täter, der aus demselben Dorf stammt, freigesprochen. Doch nach dem Freispruch Holger Simonsmeyers ist nichts wie vorher für seine Familie. Offene und unterschwellige Anfeindungen, Attacken auf die Kinder und eine Hetzjagd im Internet. Als ein zweites Mädchen im Wald ermordet wird, schlägt die Stimmung endgültig in blanken Hass um. So steht die Journalistin Doro Kagel schließlich vor einem Brandruine. Diesmal ist sie nicht nur wegen einem Artikel hier, denn sie hat Bettina Simonsmeyers Hilferuf ignoriert. Als Doro Kagel beginnt nachzuforschen, deckt sie ein Geflecht von Lügen auf. Das gesamte Dorf scheint in die Vorfälle verwickelt zu sein. Eric Berg gelingt mit „Die Mörderinsel“ ein packender Krimi, der auf dem beschaulichen Usedom spielt. Konträr zur ruhigen Landschaft steht das Chaos, das in dem kleinen Dorf losbricht. Berg schildert eindringlich, wie aus subtilem Misstrauen ein offener Rachefeldzug wird, wie sich Leute gegenseitig hochschaukeln und schließlich Dinge passieren, die keiner mehr einfangen kann. „Die Mörderinsel“ ist nach „Das Nebelhaus“ der zweite Fall für Doro Kagel. Spannend und in positiver Weise verwirrend, weil der Leser bis zuletzt im Dunkeln tappt, wer hinter den Morden und Anschlägen steckt. Ein tolles Buch und ein Muss für Krimifans!

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Als der Hotelbesitzer Holger Simonsmeyer freigesprochen wird, ist der Usedomer Ort Trenthin ist in hellem Aufruhr. Viel zu gerne glauben die Einwohner, dass er es war, der die junge Susann Illing ermordet hat. Als kurz darauf eine weitere junge Frau tot aufgefunden wird, ist allen klar, wer der Täter nur sein kann. Also nimmt man die Sache nun selbst in die Hand: Das Haus von Simonsmeyer geht in Flammen auf. Leider gibt es dabei mehrere Tote. Die Gerichtsjournalistin Doro Kagel ist entsetzt über diesen Akt der Selbstjustiz. Sie hatte ausführlich über den Prozess berichtet und auch ein langes Interview mit der Frau des Angeklagten geführt. Doch als Bettina kurz vor dem Brand noch einmal bei ihr anrief, hatte sie sie abgewimmelt – ein Fehler? Jetzt versucht Doro, hinter die Gründe der Katastrophe zu kommen. Und dabei stößt sie auf so manches Geheimnis, das bei dem Prozess nicht zur Sprache kam... Sehr geschickt baut Eric Berg in seinem neuen Thriller “Die Mörderinsel” eine Storyline auf, die er in zwei Zeitebenen erzählt. Er kombiniert die Ereignisse vom Frühsommer, als Holger Siemensmeyer aus der Untersuchungshaft entlassen wird, mit denen vom vorherigen Herbst, als die Ich-Erzählerin, die Journalistin Doro Kagel sich des Falls annimmt. Ganz langsam entblättert er dabei so einige gut gehütete Geheimnisse, die hinter den braven bürgerlichen Fassaden der Inselbewohner schlummern. Und er streift so manch aktuelles Thema, wie die Reichsbürgerbewegung, Nachbarschaftswachen oder die bis heute kaum thematisierte Homophobie im Leistungssport. Auch wenn das Finale nicht ganz meinen Erwartungen entsprochen hat, ist “Die Mörderinsel” ein fesselnder Thriller, ganz wunderbar gelesen von Vera Teltz.

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Auch den anderen Krimi Die Mörderinsel --- Eric Berg --- kann ich euch wärmstens empfehlen ! Frühsommer: Der Hotelbesitzer Holger Simonsmeyer, angeklagt des Mordes an einer jungen Frau aus seinem Heimatdorf Trenthin, wird freigesprochen. Er und seine Familie hoffen, damit sei nun endlich alles überstanden. Doch im Dorf herrscht Misstrauen, nur wenige glauben an die Unschuld des Hoteliers. Dann wird erneut ein junges Mädchen ermordet aufgefunden … Spätsommer: Schockiert steht die Journalistin Doro Kagel vor den Ruinen eines ausgebrannten Hauses in Trenthin. Vor Monaten hatte Bettina Simonsmeyer sie inständig gebeten, ebenso ausführlich über den Freispruch ihres Mannes zu berichten wie zuvor über den Mordprozess. Doro hatte abgelehnt. Nun hat die Familie einen schrecklichen Blutzoll bezahlt. Von Schuldgefühlen geplagt beginnt Doro, den Fall neu aufzurollen … Dies war nicht mein erster Roman des Autors und ich hatte also schon die gute Hoffnung, nicht enttäuscht zu werden. Ich wurde nicht !!! Anfangs musste ich mich etwas auf die verschiedenen Zeitebenen konzentrieren, aber dann ist man auch schon mitten drin und mag es nicht mehr aus der Hand legen. Die Gerichtsreporterin hat alle Hände voll zu tun, mit zwei Morden, einem Brandanschlag und unzähligen Personen, die Rätsel aufgeben. Das Ende war für mich absolut unvorhersehbar, aber genau so soll es ja sein! ✰✰✰✰✰

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Von Anfang an hat mich dieser Krimi, der auf Usedom spielt, in seinen Bann gezogen. Erzählt wird aus verschiedenen Perspektiven und über verschiedene Zeiten. Die Figuren in diesem Krimi sind sehr gut ausgearbeitet, sehr vielschichtig und nicht immer sympathisch. Fast jeder der Protagonisten hat irgendeine Art von Schuld auf sich geladen. Ermittlerin in diesem Krimi ist die Gerichtsreporterin Doro Kagel, die einen alten Fall neu aufrollt. Dieser Krimi ist so spannend und fesselnd geschrieben, dass ich ihn sehr schnell gelesen hatte. Familiengeheimnisse und das Misstrauen der Dorfbewohner bieten sehr viel Potential, das Eric Berg voll ausschöpft. Meine absolute Leseempfehlung. Ich bin schon auf den nächsten Band dieser Reihe gespannt.

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Krimis sind in meinem Regal ein eher unterrepräsentiertes Genre. Aber nicht, weil ich sie nicht gerne lese. Im Gegenteil: Ein perfekter Krimi muss mich vollkommen gefangen nehmen und vielschichtig sein – so wie Die Mörderinsel. Als ich auf der Webseite des Randomhouse Bloggerportal das stimmungsvolle Cover des Kriminalromans Die Mörderinsel sah, war mein Interesse geweckt. Einen Blick auf den Klappentext später war klar: Diesen Krimi muss ich lesen. Und ich verrate nicht zu viel, wenn ich sage, dass es sich gelohnt hat. Die Mörderinsel ist ein spannender und vielschichtiger Krimi In Die Mörderinsel geht es um die Journalistin Doro Kagel, über den Mordfall der jungen Susann Illing berichtet. Kurz nach dem Freispruch des Haupttatverdächtigen Holger Simonsmeyer kommt eine weitere junge Frau gewaltsam ums Leben – und wenig später Holger Simonsmeyer samt Familie ebenfalls. Der Fall ist verworren und voller unbeantworteter Fragen: Ist Holger Simonsmeyer wirklich der Mörder von Susann? Ist er auch für den zweiten Mord verantwortlich? Und wer hat das Haus der Familie Simonsmeyer in Brand gesteckt? Diesen Fragen geht Doro Kagel auf die Spur. Die Ermittlerin Doro Kagel ist eine interessante Figur Es muss nicht immer der hartgesottene Kommissar sein, der die verzwickten Fälle löst. Die Falllösung einer Journalistin zu übertragen fand ich extrem spannend. Besonders, da Doro Kagel sich selbstironisch als „Miss Kagel“ bezeichnet und von der Idee, Hintergrundrecherchen für den ermittelnden Kommissar zu tätigen nur mäßig begeistert ist. Dass sie dennoch einwilligt, liegt an ihrem schlechten Gewissen wegen der Berichterstattung während des Prozesses. Dass sie keine Ermittlerin ist, tut dem Krimi keinen Abbruch. Im Gegenteil, es bringt frischen Wind in die Geschichte, da Doro eine andere Herangehensweise hat, als der Kommissar im Krimi. Was mir an Die Mörderinsel am besten gefallen hat, ist der Plot. Er ist vielschichtig, komplex und wird aus diversen Perspektiven sowie in unterschiedlichen Zeitsträngen erzählt. Dadurch kommt schnell einiges an Spannung auf, vor allem, da einige der Perspektivwechsel mit fiesen Cliffhangern enden und den Leser neugierig auf die neuen Informationen zurücklassen. Dennoch tauchen in jedem Kapitel neue Erkenntnisse auf, Intrigen und weitere Hinweise kommen Stück für Stück ans Licht. Leider war ich bis zum Schluss nicht in der Lage, die drei Fälle aufzudecken. Zwar war ich mir bei der Brandstiftung relativ sicher, auf dem richtigen Weg zu sein, lag im Endeffekt aber mehr als daneben. Trotz spannendem Plot gibt es kleinere Schwächen Was mich an Die Mörderinsel ein wenig gestört hat, ist das Ende. Es kommt gefühlt recht plötzlich auf den letzten Seiten, wirkt ein wenig zu sehr konstruiert und lässt einige Fragen ungeklärt. Zwar ist die Auflösung rückblickend logisch, lässt sich aber nur schwer aus dem Handlungsverlauf des Romans motivieren. Mir haben hier einige versteckte Hinweise gefehlt, die die Auflösung besser mit der Handlung verknüpfen. Dennoch kam ich beim Lesen von Die Mörderinsel voll auf meine Kosten: Ich wurde an der Nase herumgeführt und konnte nach Herzenslust rätseln. Doro Kagel ist eine angenehme Protagonistin und das Buch lässt sich sehr angenehm lesen. Ich danke dem Limes Verlag und dem Randomhouse Bloggerportal herzlich für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplars von Die Mörderinsel.

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Die Mörderinsel - Eric Berg Eine super spannende Geschichte aus der Kategorie deutscher Insel-Krimi! Es war mein erstes Hörbuch und ich bin absolut begeistert. So verworren die Geschichte auch ist, die Sprecherin versteht es, verständlich zu lesen. Sie stellt die Charaktere gut dar und liest mit Herzblut. Die Story beginnt mit einem Mord und dem schlechten Gewissen einer Reporterin nicht genauer hingesehen zu haben. Sie begibt sich also zurück an den Ort des Verbrechens. Ohne zu ahnen, was sie erwartet. Die Kapitel springen von der Gegenwart in die Vergangenheit, doch werden stets bezeichnet, so dass man beim Zuhören nicht durcheinander kommt. Es gibt unzählige Charaktere, die in irgendeiner Weise zusammengehören. Typisch Dorfgemeinschaft. Man ist ständig hin und hergerissen zwischen „Aha“ und „Oh“, jede Vermutung wird bald wieder zerschlagen. So bleibt man immer am Ball. Es bleibt stets spannend und ich konnte kaum ausschalten. Ich wollte immer wissen was als nächstes passiert. Ein sehr gelungener Krimi, den ich absolut weiterempfehlen möchte! ⭐️⭐️⭐️⭐️

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Ein großartige Buch !

Von: Rubicon aus Ebersbach

11.04.2020

„Die Mörderinsel“ von Eric Berg ist ein vielschichtiger, sehr anspruchsvoller und immer wieder überraschender Krimi, den man nicht mehr aus der Hand legen möchte. Der Leser wird in verschiedenen Zeitebenen in die spannende Geschichte hinein gezogen. Zwei ermordete junge Frauen, ein Brandanschlag, ein Dorf voller Misstrauen und unausgesprochener Geheimnisse. In kleinen Schritten werden diese Geheimnisse aus verschiedenen Perspektiven entschlüsselt. Dabei entsteht die fesselnde Spannung durch die hervorragend gezeichneten Charaktere und deren Konflikten untereinander. Bettina Simonsmeyer, von der Unschuld ihres Mannes Holger überzeugt, die verzweifelt versucht das Leben der Familie wieder in geregelte Bahnen zu lenken und schließlich selbst an seiner Unschuld zweifeln muss. Ben-Luca Waldeck, Sohn der örtlichen Bestatterfamilie und Cousin des ersten Mordopfers Susan Illing, der hin und her gerissen ist zwischen der Loyalität zu seiner Familie und seinem besten Freund Finn Simonsmeyer. Die zerbrochene Familie Illing, allen voran Talulah Illing, die jüngere Schwester der ermordeten Susan, die der Autor wunderbar verstörend beschreibt und deren Leben durch den Tod der allseits beliebten Schwester eine überraschende Wende nimmt. Der Bestatter Alexander Waldeck, der beste Freund von Holger Simonsmeyer, der nach dem Freispruch nach Antworten sucht und in ständigem Konflikt zu seiner Frau Eva steht, die fest von Holgers Schuld überzeugt eine Bürgerwehr ins Leben ruft, und hartnäckig ihr Ziel verfolgt den Mörder ihrer Nichte Susan los zu werden. Die Gerichtsreporterin Doro Kagel wird in ihrem neuen Fall stark gefordert. Zwei Morde und ein Brandanschlag...wie hängt alles zusammen. Gelingt es ihr durch Befragungen der Dorfgemeinschaft und Entschlüsselung der japanischen Verse, die Susan Illing in ihren Tagebüchern hinterlassen hat das Geheimnis zu lüften ? Der Kreis der Verdächtigen ist groß und wie ich es von einem guten Krimi erwarte wird man am Ende doch überrascht von der Auflösung der dramatischen Geschehnisse, die sich auf der idyllischen Insel Usedom abgespielt haben.... Von mir gibt es dafür 5 Sterne. Absolute Leseempfehlung!

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Nach 10-monatiger Haft wird der Usedomer Hotelier Holger Simonsmeyer aus Mangel an Beweisen des Mordes an einer jungen Frau freigesprochen. Für seine Ehefrau Bettina und den 17-jährigen Sohn Finn ist dieses Urteil eine reine Formsache – sie hatten nie einen Zweifel der Unschuld ihres Familienoberhauptes. In ihrem Wohnort dagegen herrscht Misstrauen – etliche sehen in Holger Simonsmeyer den Mörder von Susann Illing, der nun zu Unrecht wieder auf freiem Fuß ist. Es bildet sich eine Bürgerwehr, die sich zunächst die Aufgabe stellt, junge Frauen zu beschützen. Die Gruppe findet jedoch immer mehr Anhänger und macht der Hoteliersfamilie das Leben zunehmend schwer. Als eine weitere Jugendliche ermordet aufgefunden wird, steht für die meisten der Täter fest. Bei einem Brandanschlag auf das Wohnhaus der Simonsmeyers sterben schließlich vier Menschen. Die Journalistin Doro Kagel, die seinerzeit detailliert über die Ereignisse rund um den Mord an Susann Illing und die Festnahme des Hotelbesitzers berichtet hatte, weigert sich im Frühsommer, der Bitte von Bettina Simonsmeyer nachzukommen, genauso ausführlich über dessen Freilassung zu berichten. Als sie jedoch im September vor der Brandruine steht, bekommt sie Schuldgefühle und beginnt, erneut zu recherchieren. Resümee: Eric Berg beschreibt, wie das Misstrauen in dem kleinen Ort Trenthin, in dem die Hoteliersfamilie lebt und arbeitet, zu Aktionen führt, die eine immer stärkere Eigendynamik erhalten und sich schließlich zu einer tödlichen Hetzkampagne steigern. Dies ist zwar keine neue, aber immer noch aktuelle und interessante Thematik. Jedoch ist der Handlungsfluss unglaublich zäh, das Geschehen nimmt nicht richtig Fahrt auf, wird immer wieder „gebremst“. Cliffhanger an den Kapitelenden ließen bei mir ebenso wenig Spannung aufkommen, wie der Countdown jeweils zu Beginn der einzelnen Passagen: „Noch … Tage bis zum zweiten Mord“ respektive „Noch … Tage bis zum Bandanschlag“. Woran liegt das? Meines Erachtens in erster Linie daran, dass mehrere Familien eine zentrale Rolle spielen, wobei wiederum nicht nur jedes einzelne Mitglied mit seinen Problemen und Eigenheiten gleichermaßen im Fokus steht, sondern auch die innerfamiliären Beziehungen beleuchtet werden. Entsprechendes gilt für die agierenden Einzelpersonen, incl. Doro Kagel. Außerdem wird die Gegenwartshandlung laufend unterbrochen, um unter der Überschrift „Einige Monate / Wochen später“ über die Recherchen der Journalistin zu schreiben. Dieser Zeitsprung ist manchmal verwirrend, weil er droht, mit dem aktuellen Handlungsstrang zu verschwimmen. Dem Leser wird durch diese Anlage des Romans einfach zuviel zugemutet: Er ist oft kurz davor, den Überblick zu verlieren, kann Ereignisse nicht angemessen gewichten und dadurch nur schwer bis gar nicht Zusammenhänge herstellen. Das hat zur Folge, dass man sich selbst kaum eine Meinung von Schuld oder Unschuld des Holger Simonsmeyer (oder anderer Akteure) bilden kann. Es kristallisiert sich niemand als besonders (un-)verdächtig heraus. Fazit: Von den Vorgängerwerken des Autors war ich absolut begeistert: Das Küstengrab (Rezension vom 26. Jan. 2015) Das Nebelhaus – Doro Kagel 1 (Rezension vom 11. Febr. 2015) Die Schattenbucht (Rezension vom 24.März 2016) So bitter die Rache (Rezension vom 11. April 2018) Aber dieses Buch hat mich sehr enttäuscht.

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