Leserstimmen zu
Böse Lügen

Sharon Bolton

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Sprachlos!

Von: Caröchen

20.07.2017

Inhalt Zum dritten Mal verschwindet auf den Falklandinseln ein kleiner Junge. Catrin hat vor drei Jahren ihre zwei Söhne bei einem Unfall verloren und gerät nun selber in Verdacht. was hat die zurückgezogen lebende Frau zu verheimlichen? Warum beobachtet sie nachts das Haus ihrer ehemals besten Freundin? Eigene Meinung Gerade habe ich das Buch aus der Hand gelegt und schon muss ich die Rezension schreiben. Ich bin entsetzt! Entsetzt, dass mich dieses Buch auf dem letzten Drittel noch so sehr packen konnte. Es hat mich mitgezogen - wie in einer Achterbahn fuhr ich langsam auf den Gipfel zu, um dann brutal abzustürzen. Wie kann sich jemand so etwas ausdenken und noch dazu so geschickt und gut einfädeln? Ich bin hin und weg! Der Anfang der Geschichte war etwas schleppend, doch wenn man erst einmal drin ist, kann man gar nicht mehr aufhören. Der Wendepunkt kam kurz bevor wir auch endlich Rachels Sicht der Dinge zu lesen bekommen. Die Geschichte dann noch ein mal von ihr erzählt zu bekommen, hat mich unheimlich begeistert und die gesamte Handlung mächtig nach vorne gebracht. Die drei Hauptcharaktere, ihre gemeinsame Vergangenheit und eine Insel von der man so einfach nicht fliehen kann haben einfach ein perfektes Thriller-Umfeld geschaffen und es wurde Gott sei Dank auch ausgeschöpft. Fazit Viel mehr möchte ich auch nicht verraten außer, dass ich unglaublich begeistert bin und fassungslos darüber, dass die Autorin mir letztendlich die Sprache verschlagen hat. Nie hätte ich gedacht, dass ich dem Buch 5/5 Sterne geben würde. Lest dieses Buch... es wird euch den Mund vor Staunen und Entsetzen offen stehen lassen.

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Ein Mikrokosmos am Ende der Welt

Von: Blümchen aus Dresden

17.01.2016

Sharon Bolton hat sich diesmal einen interessanten Schauplatz für ihren Thriller herausgesucht: die Falkland-Inseln. Das zu Großbritannien gehörende Gebiet 400 km östlich von Feuerland an der Südspitze von Südamerika ist ein kaum beachtetes Fleckchen Erde - umso mehr reizt dieses Buch, da es einen auf unbekanntes Terrain mitnimmt. Kaum 3.000 Einwohner haben die Falklands - im Grunde ist es also nur ein Dorf. Und wenn in einem solchen 'Dorf', wo jeder jeden kennt, in schöner Regelmäßigkeit Kinder verloren gehen, dann birgt das viel Raum für Zwietracht, Misstrauen und nicht zuletzt Hysterie. Sharon Bolton erzählt glaubhaft von einem tragischen Unfall, der die Leben mehrerer Menschen komplett verändert und letztlich auch der Schlüssel zu den mysteriösen Ereignissen auf den Inseln ist. Catrin Quinns Söhne stürzten in einem Auto von den Klippen - weil Catrins beste Freundin nicht aufpasste. Die eine lebt mit Trauer, die andere mit Schuld - beide gehen daran fast zugrunde. Die Story und die Abgeschiedenheit der Falklandinseln lassen das Buch insgesamt sehr melancholisch wirken. Aber man hört beim Lesen fast die tosende Brandung und steht quasi atemlos mit am Strand als Catrin über 100 gestrandete Wale töten muss, um ihr Leiden zu beenden. Ein 'Wohlfühlkrimi' mit hübscher Landschaft ist es also beileibe nicht. Aber eine mit vielen Wendungen gespickte Studie über Menschen, denen scheinbar alles genommen wurde und die ihre ganz eigenen Arten entwickeln, mit dieser Situation umzugehen. An der ein oder anderen Stelle hätte man die Handlung vielleicht etwas straffen können' da bin ich mitunter ein wenig 'hängengeblieben', daher 1 Stern Abzug. Ein besonderer Clou ist, dass man tatsächlich erst in den allerletzten Zügen des Buches erfährt, wie alles zusammenhängt. Ich hatte schon fast gedacht, die Anfangsgeschichte wird überhaupt nicht zu Ende erzählt. Aber dann fällt es einem wie ein Schleier von den Augen'. Faszinierend konzipiert!

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