Leserstimmen zu
Schwarz steht mir einfach nicht

Anja Lauckner

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Hardcover
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"Es werden die intensivsten und glücklichsten Jahre ihres Lebens ..." (Klappentext) Ich finde es immer traurig, wenn Menschen erst im Zuge einer (unheilbaren) Krankheit erkennen, dass das Leben sehr schnell vorbei sein kann und dann erst versuchen, jeden Tag doch noch zu genießen und nur noch glückliche Momente erleben wollen. Als ob man das Leben herausfordert. Kai war anders. Kai hat seine Anja geliebt. Er hat ihr immer wieder mit kleinen Aufmerksamkeiten gezeigt, wie er für sie empfindet, dass er sie liebt(e) - von Anfang an. "Und umgekehrt? Habe ich ihn geliebt? Wenn ich ehrlich bin: Nein, ich glaube nicht. Ich habe ihn sehr gemocht, aber Liebe war es nicht." (S. 32) Als ich das las, war ich das erste Mal traurig - für Kai. Ich habe mich anfangs oft gefragt, ob man so wirklich eine gute Beziehung führen kann. Manchmal Mal fand ich Anja deswegen unsympathisch. Aber durfte ich das? Durfte ich mir ein Urteil über einen Menschen erlauben, den ich gar nicht kenne? Von dem ich jetzt gerade die ersten Zeilen lese? Nein. Ich habe also nochmals durchgeatmet, mich gesammelt, all meine Vorurteile beiseite geschoben und nochmals angefangen. Ohne Vorurteile. Ohne negative Gedanken. Anja Lauckner erzählt auf eine schöne und dennoch tieftraurige Weise von der letzten Zeit aus Kais Leben. Wie jede Familie mussten auch sie Rückschläge im Bezug auf die Krankheit hinnehmen und sie musste erkennen, dass ihr Mann, der das Leben liebte, dennoch nur ein Mensch mit begrenzter Kraft ist. "»[...] Ihr Mann lässt niemanden mehr an sich ran, [...] Er sagt, dass er nicht mehr will.« Mir rutschte das Herz in die Hose." (S. 88) In solchen Momenten habe ich nur immer gedacht: Gut, dass noch der kleine Nils da ist. Wie die beiden ihn an die Krankheit seines Papas herangeführt haben, fand ich gut. Es ist nicht jedermanns Ding, aber es war der Weg, den sie für richtig hielten. Mehrmals brach mir während des Lesens fast das Herz.. "»Anja, ich komme irgendwie klar damit, dass ich krank bin. Auch damit, dass ich sterben muss. Aber was ich nicht schaffe, ist, den Gedanken zu ertragen, dass ich euch hier zurücklassen muss. [...]«" (S. 133) Dennoch fand ich es super, dass sie nicht nur ihre eigene Sicht der Dinge schildert, sondern ebenfalls aufzeigt, wie der Kranke in solchen Momenten denkt. Die Reaktionen von Nils finden ebenso ihren Platz im Buch - egal ob positiv oder negativ. Auch der Ort, den sich Kai für seine letzten Tage ausgewählt hat, rief in mir eine gewisse Bewunderung hervor. Ich weiß, wie schwierig eine solche Entscheidung ist, denn auch ich habe bereits einen geliebten Menschen an den Krebs verloren und die letzten Tage intensiv mit ihm verbracht. Wir haben uns auch nach dem Wunsch der Sterbenden gerichtet - auch wenn es in diesem Fall ein anderer war. An vielen Stellen konnte ich mit Anja mitleiden, habe ihre Kraft bewundert und hätte sie manchmal gerne in den Arm genommen. Meine anfängliche Skepsis ihr gegenüber, war am Ende absolut verflogen. Ich stellte sogar eine Gemeinsamkeit fest: "Noch immer bekomme ich die Sache mit dem Tod nicht richtig zu fassen. Dass jemand einfach aufhört zu atmen. Weg ist, tot ist. Das ist und bleibt etwas Rätselhaftes." (S. 250) ©2017

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Anja ist Ende 20, Kai Anfang 30 und ihr kleiner Sohn Nils 4 Jahre. Eigentlich könnte man meinen, dass man noch sein ganzes Leben vor sich hat. Nicht so diese Familie. Kai bekommt plötzlich enorme Schluckbeschwerden, so dass ein Termin beim Hausarzt ausgemacht wird. Die ernüchternde Diagnose: Ein riesiger Tumor im Magen. Es ist der Beginn von vielen Operationen, Chemobehandlungen, Arzt- und Krankenhausbesuchen. Die Familie kämpft, jeder für sich auf seine Art und Weise und doch verlieren sie den Kampf. „Schwarz steht mir einfach nicht“ ist ein sehr erschütterndes und gleichzeitig auch Mut machendes Buch. So steht die Autorin auch dazu, dass Kai nicht die Liebe ihres Lebens war. Sie mochte ihn, gar keine Frage. Die wahre Liebe zu ihm hat sie aber erst in den letzten zwei Jahren des gemeinsamen Lebens erfahren. Anja beschreibt auch ganz klar das Wechselbad ihrer Gefühle. Trauer, Freude, Wut, Hoffnung und Enttäuschung sind ganz normal und menschlich, auch oder gerade dann, wenn ein Angehöriger sterbenskrank ist. Dafür muss man sich nicht schämen, denn es gibt einen Punkt, an dem die Belastungsgrenze für alle erreicht ist. Oftmals wurde sie von ihrem Umfeld nicht verstanden, wenn sie auch noch das Leben lebte, bevor Kai starb und auch nach seinem Tod. Eigentlich erwarten alle, dass man ein Jahr trauern sollte und dann wie auf Knopfdruck sich wieder zusammenreisst und am Leben teilnimmt. Anja jedoch hat schon getrauert, zusammen mit Kai, als er noch am Leben war. Und auch heute trauert sie noch in vielen Situationen, nur nicht so offensichtlich. Ein Schicksalsschlag kann auch eine Chance sein. Die Chance auf eine tiefe Erfahrung, einer tiefer Liebe und das Erleben von Glück. Auch wenn der Weg steinig und hart ist, das Ende traurig, so kann man doch als Hinterbliebener von den positiven Erfahrungen zehren um das „Danach“ zu meistern. Diese Botschaft wird von Anja ganz eindeutig übermittelt. Es ist eine Geschichte über die Liebe und den Tod. Fazit Dieses Buch kann ich wirklich jedem ans Herz legen. Es ist absolut ehrlich und authentisch geschrieben, es macht Mut und zieht einen nicht runter. Natürlich fühlt man mit und denkt auch noch lange an das Geschriebene zurück, doch es strahlt auch sehr viel Positives aus.

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Ich habe mich in dem Buch wiedergefunden. Auch ich habe meinen Mann an Krebs verloren. Die Launen des Mannes, der Nestbau, als es ihm besser ging...., das Versorgen der Familie, wenn er nicht mehr da ist.... Auch die Reaktionen der Umwelt und ihre Lebenseinstellung nach der Tod ihres Mannes.... Auch ich führe seit dem Tod meines Mannes ein anderes Leben, womit einige nicht zurechtkommen. Ich habe mich von einigen Verwandten verabschiedet. Sie haben uns während der Krankheit und mich und meinen Sohn nach dem Tod nicht unterstützt. All die oberflächlichen Menschen gehören meiner Vergangenheit an. Heute umgebe ich mich nur noch mit Menschen, die mir guttun.

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Mich hat dieses Buch sehr berührt. Anja Lauckner schreibt offen, schonungslos und ohne sprachliche Schnörkel über ihr Leben mit ihrem krebskranken Mann Kai. Es ist ein Buch über das Sterben eines geliebten Menschen aber vor allem auch ein Buch über die persönliche Weiterentwicklung und das Weiterleben nach dem Verlust. Freunde gehen, neue Freunde kommen. Man reift als Mensch und lernt sich aus neuen Perspektiven kennen. Anja Lauckner ist diesen Weg gegangen und macht mit ihrem Buch anderen Mut, den eigenen Weg zu gehen. Es ist in schweren Zeiten wie in banalen Situationen im Leben - es gibt keinen Weg außer dem eigenen. Anja Lauckner beschreibt, wie sie ihren eigenen Weg gefunden, angenommen hat und weitergegangen ist. Hierüber kann man nicht werten – jeder sollte den Weg im Leben gehen, der für ihn richtig ist. Falsche Freunde gibt es genug und warum muss eine trauernde Frau sich einigeln und schwarze Kleidung tragen? Schwarz steht Anja Lauckner einfach nicht!

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... über das ich nach dem Auslesen noch tagelang nachgedacht habe. Das zeigt, wie sehr es mich beschäftigt hat. Am meisten bewundere ich, wie ehrlich die Autorin ist. Mutig! Und notwendig, denn es ist ihre eigene Geschichte. Zugegeben, es ist harte Kost, kein romantischer Kaffee-Kekse-Sonntagsschmöker. Gerade zu Beginn hat mich der Inhalt sehr mitgenommen. Im Laufe des Buches verlor sich das. Frau Lauckner hat mir ein wenig meine Angst genommen. Mich hat sehr berührt, welche Entwicklung Frau Lauckner gemacht hat. Sie wirkt sehr weise. Also: Ein wundervolles Buch, das mich sehr aufgewühlt hat und zum Nachdenken anregt.

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Das Buch ist, wie ich finde, nicht übermäßig emotional geschrieben. Dennoch musste ich hin und wieder eine Träne vergießen. Denn diese Objektivität macht es unglaublich authentisch und ich habe jedes der geschriebenen Wörter geglaubt. Vielen Dank für dieses Buch und den Einblick in eine so schwere Zeit.

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Das Buch hat mich sehr berührt. Es ist sehr gut geschrieben, man fühlt mit der Familie, speziell mit Frau Lauckner, mit. Ich glaube, niemand, der noch nicht in so einer Situation war, kann sich vorstellen, was der Betroffene und die Angehörigen durchmachen. Vielleicht hilft es jemanden, der mit der Gewissheit leben muss, dass sein naher Angehöriger bald stirbt. Ich bewundere die Autorin für die Kraft, dieses Buch zu schreiben.

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