Leserstimmen zu
Die Katzen von Montmartre

Tessa Korber

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Ein richtiger Krimi ist es nun wirklich nicht, was Korber da geschrieben hat. Es gibt zwar eine menschliche Leiche, mit welcher die Katzen allerdings nichts zu tun haben und welche sie auch nicht kümmert, denn die verführerische Grisette wurde entführt und muss wiedergefunden werden. Dabei muss man in Kauf nehmen, dass es sich zum großen teil um sehr gebildete Katzen handelt, welche sich in der Welt- und Kunstgeschichte bestens auskennen. Der Fokus liegt darauf, das (idealisierte?) Leben auf dem Montmartre zu zeigen und ist eine leichte Unterhaltung. Fazit Kein richtiger Krimi, eher eine Beschreibung des Lebens auf dem Montmartre.

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Autor: Tessa Korber Verlag: btb ISBN: 978-3-442-71444-5 Erschienen: 2016 Preis: 9,99 € Seiten: 252 Zitat: "Meine Aufgabe ist eine andere." [S. 11, Z.13] Inhalt: Eine tote, junge Frau auf dem Friedhof und eine hübsche Katze die von heute auf morgen verschwindet. Ein ganzes Rudel Katzen das in der Nähe von Montmartre lebt. Die Probleme der Menschen stören sie wirklich nicht, aber als eine der Ihren verschwindet müssen sie auf einen Pfoten ermitteln. Meine Meinung: Das war mein erstes Buch der Autorin. Durch eine andere Rezension bin ich auf die Geschichte aufmerksam geworden. Ich muss sagen das Buch hat mir sehr gut gefallen. Zwar war es am Anfang anstrengend die ganzen unterschiedlichen Sichtweisen zu unterscheiden. Aber nach ein paar Seiten hatte sich auch das Problem erledigt. es war spannend diese verschiedenen Charakter kennenzulernen: Suzanne, Matisse, Bonnard, Grisette, Dégas, Pablo und Miro. Dazu die ganzen Zweibeiner, die das ein oder andere Kapitel haben. Hier in dieser Geschichte gibt es zwei Fälle aufzuklären. Den Tod der jungen Madleine und das Verschwinden von Grisette. Beides hängt irgendwie zusammen und doch nicht. Mit viel Spaß und Neugier bin ich diesen Tieren auf den Seiten gefolgt um heraus zu finden wer hinter den Vorfällen steckt. Bei der Sache mit Grisette hat sich die Person selbst verraten. Doch was den Tod Madleines anging war ich am Ende sehr überrascht. Wen ich wirklich gern mochte war Bonnard. Der Friedhofskater. Das Tier was alles mitbekommt ohne zu viel zu sagen. Geheimnisse durch zuhören erfährt. So einen Kater möchte ich auch bei mir am Fußende liegen haben. In meinen Augen haben Katzen sowieso eine faszinierende, einnehmende Art. Es ist schwer ihnen zu widerstehen. Tessa Korber hat eine wunderbare Art gefunden den ganzen Katzen Leben einzuhauchen. Sie auch wirklich wie Katzen wirken zu lassen. Nicht wie Menschen. Durch die richtigen Worte, Verhaltensarten und Details war ich selbst eine Katze. Das war eine schöne Erfahrung! Auf den Seiten bin ich den meisten Gefühlen begegnet: Freude, Trauer, Hass, Mitleid, Liebe, Übermut, Abenteuerlustig und Freundschaft. In der Geschichte wird auch auf das Eingegangen was sich bei uns 'Klüngel' nennt. Eine Katze kennt eine Katze, die einen kennt, der auch wen kennt, der wiederum einen kennt... Durch ein gutes Netz und regelmäßigen Treffen kommen unheimlich viele, unterschiedliche Ergebnisse dabei raus. Ich hoffe noch mehr Katzenromane der Autorin in Zukunft zu finden! Eine schöne Geschichte die mir ein paar tolle Stunden beschert hat.

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,Erster Eindruck Das Buch ist optisch schon richtig schön. Die Katze, die so aufmerksam in der dunklen Pariser Gasse sitzt, nur von der Laterne über ihr beleuchtet. Jede Kapitelnummer ist mit einem Schatten einer Katze hinterlegt, richtig niedlich. Zu Beginn werden die wichtigsten Katzen kurz in wenigen Sätzen charakterisiert. Mein Fazit Das Buch ist ein leicht zu lesender, unblutiger Kriminalroman, bei dem nicht unbedingt die Gewalttat im Vordergrund steht, sondern die Katzen und ihre Menschen und wie diese zueinander stehen. Ich habe das Buch innerhalb eines Nachmittags im Liegestuhl im Garten gelesen, und dafür ist der lockere Schreibstil der Autorin bestens geeignet. Schön finde ich, dass viele Kapitel aus Sicht der Katzen geschrieben sind und dies dabei keineswegs kindisch wirkt. Jede der Katzen hat ihre ganz eigene Persönlichkeit und diese kommen alle unglaublich gut zur Geltung. Außerdem finde ich, gibt es einige Testpassagen aus den Unterhaltungen der Katzen, die bei genauerem Hinsehen zum Nachdenken anregen. Dies sind auch zugleich einige meiner Lieblingszitate. Lieblingszitate S. 82 „Wir brauchen alle mehr Liebe, als wir verdienen.“ S. 86 „Die Menschen töteten alles, was schön war.“ S. 141 „Gut oder Böse?“ „So etwas ist schwer zu sagen. […] Manchmal ist es fast das Gleiche. Und manchmal fast das Gegenteil von sich selbst.“

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Rezension: Die Katzen von Montmartre - Tessa Korber Ermittler auf leisen Pfoten über den Dächern von Paris. Mein Name ist Bonnard. Ich wohne auf dem Friedhof von Montmartre. Hier enden die Geschichten nicht nur, es fangen auch wlche an. Sie liegen auf den Steinen des Friedhofs, streunen durch die Straßen von Paris und sonnen sich auf den Treppenstufen, die zu Sacré - Coeur hinaufführen. Die katzen von Montmartre sind überall und erschnuppern oder erfühlen mir ihren Schnurrhaaren so einiges, was den menschlichen Bewohnern der Stadt nur zu leicht entgeht. Als die Leiche eines jungen Mädchens auf dem Friedhof von Montmartre gefunden wird und zudem noch die Katze Grisette, der Schwarm aller Kater von einem auf den anderen Tag verschwunden ist, beginnen die Katzen auf eigene Pfote zu ermitteln. Hat der Mord etwas mit dem Plötzlichen Verschwinden von Grisette zu tun? Wie tief müsen die Katzen in die Geschichte von Montmartre hinabsteigen, um dieses Geheimnis zu lüften? Verlag: btb Seitenzahl: 253 Preis: 9,99€ Erster Eindruck: Ich finde es toll eine Geschichte zu lesen, die aus der Perspektive eines Tieres geschrieben ist - oder in diesem Fall, aus der Perspektive mehrer Katzen. Es fühlt sich an, als wäre man als Leser wirklich da, wenn die Geschichte aus Bonnards Sicht erzählt wird, da er einen unter anderem dazu auffordert, ihn zu streicheln. Desweiteren wird viel mehr Wert auf das Gerochene gelegt, was in einer Geschichte, die ein Mensch erzählt, völlig außen vor bleibt. Natürlich ist dieser Kriminalroman auch ein wenig in die Richtung Fantasy gehend, da Katzen in Realität die Farben von zum Beispiel einem Gemälde nicht so wahrnehmen, wie Menschen, es hier bei einigen Szenen jedoch außer Acht gelassen wird, was ich trotzdem vollkommen in Ordnung finde. Allgemeine Meinung: Es wird die Liebe der Autorin zu der Stadt sehr gut deutlich, so detailiert und liebevoll sie das Pariser Künstlerviertel mit all seinen Personen beschreibt. Anfangs war es für mich schwierig, dass die Perspektive so oft gewechselt hat, mit der Zeit habe ich mich jedoch daran gewöhnt. Der Schreibstil ist flüssig und ändert sich jedes Mal ein wenig, wenn sie Perspektive wechelt. Fazit: Ein Muss für Katzenliebhaber und eine Empfehlung für Parisfans.

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Hunde und Katzen verbindet oft eine Hassliebe. Man geht sich bestenfalls aus dem Weg. Schlimmstenfalls kommt es schlimmer. Ist es ein Verrat am eigenen Vierbeiner, wenn ich einen Katzenkrimi in meinen literarischen Hundeblog bespreche? Ich meine: Nein! Tessa Korbers Buch ist eine so schöne Lektüre, dass ich sie Hundeliebhabern nicht vorenthalten möchte und Katzenfreunden schon gar nicht. Korbers sieben Katzenhelden und -heldinnen, die -mit vielen anderen Katzen- den Cimetière de Montmartre bevölkern, sind so etwas wie Sympathieträger ihrer Gattung. Dem können sich weder eingefleischte Hundeleute entziehen, noch -so hoffe ich- Menschen die weder Hund noch Katz mögen. Der Kater Bonnard, nach dem Pariser Maler Pierre Bonnard, ist der intellektuelle Kopf einer sympathischen Truppe von fünf Katern und zwei Kätzinnen. Deren geregeltes Leben auf und um den Pariser Friedhof wird von zwei unerhörten Ereignissen erschüttert: Auf dem Friedhof wird die Leiche eines ermordeten Mädchens gefunden und gleichzeitig verschwindet Grisette. Eine kokette, junge Katzendame, deren Ahnenreihe sich bis in das Frankreich unter Ludwig den XIV. verfolgen lässt. Diese Ereignisse lösen nicht nur Aufruhr unter den Katzen, sondern auch unter den Menschen am Montmartre aus. Man sollte bei Tessa Korbers Buch jedoch keinen haarsträubenden Thriller erwarten, der einem den Nachtschlaf raubt. Das Geschehen geht ruhig seinen Gang. Katzen sehen alles nun einmal eher von der gelassenen Seite, und sie spielen in diesem Buch die Hauptrolle. Geben das Tempo an. Erst in der zweiten Hälfte nimmt die Geschichte an Fahrt auf. Die Autorin legt falsche Fährten, mit denen sie Leser, zwei- und vierbeinige Ermittler zu täuschen versucht. Aber Bonnard und der ermittelnde Polizist Commissaire Bonenfant behalten den Überblick. Gibt man sich aber mit weniger Suspense und Thrill zufrieden, wozu ich ausdrücklich rate, wird man mit einer wunderbaren Pariser Stimmungsstudie entschädigt. Die Katzencharaktere sind alle individuell und liebevoll gezeichnet. Die Kater tragen allesamt große Namen: Matisse, Dégas, Miró und Pablo, wie man es in einem Künstlerviertel auch nicht anders erwartet. Durch die Geschichte zieht der Duft der Religieuses, Tartes de Pommme, Croissants, Madeleines und Macarons, die in der Patisserie von Madame Valladon hergestellt werden. Leckereien, die von dort in das Viertel „wie kleine Raumschiffe“ hinausfliegen. Der Kiosk Madame Chauchats verbreitet den Geruch von Tabak und Druckerschwärze. Aus Monsieur Moulins Bistrot wabern die Aromen von Rotwein und Pariser Küche. Tessa Korber -ihres Zeichens Historikerin und Germanistin- wartet bei der Namensgebung ihres Personals mit zahlreichen literarischen und kulturgeschichtlichen Bezügen auf. Den Kiosk betreibt Madame Chauchat. Natürlich drängt sich der Bezug zu Thomas Manns Zauberberg-Verführerin Clawdia Chauchat auf. Chaud chat, frei übersetzt heiße Katze, ist ein angemessener Name für die ehemalige Prostituierte. Auch der Name ihrer Kätzin Grisette -dem Entführungsopfer- weist in die zwielichtigen Milieus: Die Grisette (eigentlich eine in verwaschenes Grau gekleidete alleinstehende junge Frau) galt im 19. Und frühen 20. Jahrhundert als weibliches Pendant des Bohèmien, als unverheiratete, zweifelhafte Person. Die Patissière Valladon und ihre lebenserfahrene Kätzin Suzanne sind -zusammengenommen- eine Reminiszenz an die Malerin Suzanne Valadon, die Mutter Utrillos. Im Roman ist Suzanne die Mutter der beiden pubertären Katerchen Pablo und Miró. Der Bistrobesitzer Moulin liebt es Katzengedichte zu zitieren, die von den rüpeligen Jungkatern verunglimpft werden. So ist das Lesen dieses Buches auch ein literarisches Ratespiel: Wer mag kann versuchen, die Gedichtfragmente den Werken von Baudelaire, Heine und allen anderen zuzuordnen. Die Roman-Handlung wird meist aus der Perspektive der verschiedenen Katzen erzählt. Korber gelingt es, diese erzählerische Perspektive leicht und authentisch zu vermitteln. Man verzeiht den Katzen kleinere Fehleinschätzungen der Weltgeschichte und gewinnt Einblicke in deren originelle Urteilsfähigkeit: Hundehalter, so sieht es jedenfalls Grisette, sind „Hundesklaven“, die „sich an einer Leine von Kothaufen zu Kothaufen ziehen“ lassen. Mein ganz persönliches Fazit als bekennende „Hundesklavin“: Tessa Korber entführte mich mit ihrem Roman in den kleinen, großen Kosmos von Montmartre, einen Sehnsuchtsort in dem längst nicht alles heiter und heil ist. Das Buch macht Lust auf Paris, auf einfachen Rotwein, süße Macarons und: auf Katzen.

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Inhalt (Klappentext): Sie liegen auf den Steinen des Friedhofs, streunen durch die Straßen von Paris und sonnen sich auf den Treppenstufen, die zu Sacré-Coeur hinaufführen. Die Katzen von Montmartre sind überall und erschnuppern oder erfühlen mit ihren Schnurrhaaren so einiges, was den menschlichen Bewohnern der Stadt nur zu leicht entgeht. Als die Leiche eines jungen Mädchens auf dem Friedhof von Montmartre gefunden wird und zudem noch die Katze Grisette, der Schwarm aller Kater, von einem auf den anderen Tag verschwunden ist, beginnen die Katzen auf eigene Pfote zu ermitteln. Hat der Mord etwas mit dem plötzlichen Verschwinden von Grisette zu tun? Und wie tief müssen die Katzen in die Geschichte des Montmartre hinabsteigen, um dieses Geheimnis zu lüften? Meine Meinung: Das Cover hat mir sofort zugesagt und passt total gut zum Buch. Die Katze, die neben einem Haus sitzt und so aussieht, als wüsste sie mehr, als man ihr ansieht. Und genau so ist es auch im Buch, die Katzen sind für die Menschen einfach nur Katzen, aber sie haben mehr Ahnung davon, was passiert, als wir denken. Zu Beginn jedes Kapitels sitzt auch eine kleine Katze oben auf der Seite, in der der Name der Katze steht, aus deren Sicht das Kapitel geschrieben ist. Denn jedes Kapitel ist aus der Sicht einer anderen Katze geschrieben. Das finde ich sehr gut, da jede Katze auf andere Details der Geschichte achtet und man so sehr viele verschiedene Einblicke bekommt. Damit man den Überblick über die Katzen nicht verliert, stehen am Anfang des Buchs kleine Steckbriefe zu jeder Katze. Allein diese Beschreibungen zu Lesen hat schon richtig viel Spaß gemacht. Das Buch handelt in Paris und bringt den wundervollen des Künstlerviertels schön herüber. Meine Lieblingskatze ist Bonnard, der einem gleich zu Anfang des Buchs begegnet und erklärt, wie alles auf dem Friedhof und unter den Katzen so läuft. Als ein Mädchen ermordet wird nimmt sich Commisare Bonenfant des Falls an. Die Katzen haben unterdessen ihre eigenen Probleme, denn die Katze Grisette wird vermisst. Während der Mordfall aufgeklärt wird, suchen die Katzen nach ihrer Freundin. Können sie das schaffen? Leider stehen die Geschehnisse in Montmatre und die Personen, die dort Leben etwas zu sehr im Vordergrund und der Mord wird nicht so sehr behandelt, wie in manch anderem Krimi. Meine Bewertung: Für mich persönlich hat die Geschichte ein wenig gebraucht, bis sie so wirklich ins Rollen gekommen ist, was ich ein wenig schade fand. Auch bleibt der Krimiaspekt ein wenig auf der Strecke, trotzdem war das Buch sehr schön zu lesen und bekommt von mir daher 4 von 5 Punkte.

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Vorsicht Spoiler! Krimis sind für mich etwas zum Entspannen. Allerdings mag ich es nicht so gerne, wenn es von der ersten bis zur letzten Seite vor Blut und Brutalität nur so wimmelt. Ein schlichter Nervenkitzel genügt mir. Gerade Krimis in denen Vierbeiner die Ermittlerrolle übernehmen, finde ich besonders gut und oft auch gelungen. Der Krimi „Die Katzen von Montmartre“ bietet vieles: Nervenkitzel, Spannung und ein unerwartetes Ende. Das Cover Dieses vermittelt ein Hauch von Sherlock Holmes und weckt die Neugier des Betrachters. Die Autorin Tessa Korber wurde 1966 in Grünstadt in der Pfalz geboren. Sie studierte in Erlangen Germanistik, Geschichte und Kommunikationswissenschaften und promovierte im Fachbereich Germanistik. Tessa Korber hat eine ganz besondere Beziehung zu Katzen und besitzt selbst einige, mit denen sie zusammen mit ihrem Mann in der Nähe von Würzburg lebt. Klappentext Die Katzen von Montmartre sind überall gegenwärtig. Sie liegen auf den Steinen des Friedhofs, streunen durch die Straßen von Paris und sonnen sich auf den Treppenstufen, die zu Sacré-Coeur hinaufführen. Die Katzen sehen und hören vieles, was den Menschen entgeht. Auf dem Friedhof wird die Leiche eines jungen Mädchens gefunden und zur gleichen Zeit verschwindet Grisette, der Schwarm aller Kater von Montmartre. Gibt es einen Zusammenhang zwischen dem toten Mädchen und dem Verschwinden von Grisette? Die Katzen nehmen die Ermittlungen auf. Schreibstil Flüssig geschrieben und nachvollziehbare Zusammenhänge gepaart mit lebendig beschriebenen Plätzen geben diesem Buch eine gewisse Spannung, auch wenn hier nicht das Blut in Strömen fließt! Inhalt Schon der Anfang ist liebenswert. Dort begrüßt der Kater Bonnard den Leser und stellt sich vor. Nach und nach werden alle anderen Darsteller vorgestellt. Und zwar alle: die Vier- und Zweibeiner. Neben Bonnard ist eigentlich noch der Inspektor der herausragende Charakter des Buches. Der Friedhofskater Bonnard ist ein kleiner Philosoph, er liebt es zuzuhören, was ihm die Besucher des Friedhofes erzählen. All die kleinen und großen Probleme und natürlich auch die eine und andere düstere Episode. Dann wären da noch die mütterlich-sanfte Suzanne, die bei Madame Valladon, der Bäckerin, wohnt, den weisen alten frei lebenden Künstlerkater Degas, der so manches in seinem Leben erlebt hat, die reizende Grisette der Kioskbesitzerin, den halbstarken Kater Matisse von Monsieur Matisse und die beiden Lausbuben Miro und Pablo. Dann wäre da noch der Commissaire Bonenfant, der sich schwer tut mit seinem Leben und ein wenig damit hadert. Der Kern des Romans bildet jedoch das merkwürdige Verschwinden von Grisette und der Mord an einem jungen Mädchen. Commissaire Jules Bonenfant beginnt seine Ermittlungen im Fall des ermordeten Mädchens und die Katzengang um Bonnard ermittelt in Sachen der verschwundenen Grisette. Schon bald ist ersichtlich, dass diese beiden Fälle irgendwie in Zusammenhang stehen und so kreuzen sich die Wege der unterschiedlichen Ermittler! Der Leser erhält einen tiefen Einblick rund um den Montmartre, nicht zuletzt durch die vielen - teils auch düsteren - Geheimnisse, die die samtpfotigen Ermittler lüften. Fazit Das Setting des Romans bedient auf authentische Weise das Klischee das Pariser Künstlerviertels Montmartre. Die lebensechte und realistische Beschreibung aller Details - wie z.B. die gepflasterten Straßen mit ihren Künstlerständen, den Straßenmusikanten sowie den vielen Cafés, machen dieses Buch so hautnah realistisch. Dieses Buch beschreibt dies alles aus der Sicht der Katzen und so lernt der Leser auch Ecken und Winkel kennen, die nur eine echte Straßenkatze kennen kann. Ein Katzenkrimi, der nicht nur Katzenfans gefallen wird!

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Ein Kriminalroman geschrieben aus der Sicht einer Vielzahl von verschiedenen Katzen: Bonnard, der auf dem Friedhof lebt und den Menschen Trost spendet. Suzanne sorgt sich sehr um die melancholische Patissiere, die für sie die Dosen öffnet. Grisette, die allen Katern den Kopf verdreht. Degas, der mysteriöse und kluge Einzelgänger. Matisse, der großes Interesse an einem Straßenjungen zeigt. Eines Tages verschwindet Grisette ohne auch nur eine Spur zu hinterlassen. Was ist mit ihr geschehen, befindet sie sich etwa in Gefahr? Doch nicht nur in der Katzenwelt gibt es Anlass zur Sorge. Auf dem Friedhof wird die Leiche eines Mädchens gefunden. Hier gilt es einen Mord aufzuklären. Neben den tierischen Charakteren, spielen natürlich auch deren Menschen eine große Rolle. Es zeigt sich jedoch schnell wie viel ausgeprägter die Sinne einer Katze sind. Allein durch ihren Geruchssinn fällt ihr bedeutend mehr auf als den Ermittlern im Mordfall. Humorvoll beschrieben wurde auch die Sicht der Katzen auf den Menschen, die oft ein wenig hochnäsig, aber dennoch liebenswürdig ist. Katzen wissen einfach, wie sie die Menschen um die Pfote wickeln müssen, um ihren Willen zu bekommen. Als Katzen-Mama konnte ich einige Parallelen zu meinen Fellnasen erkennen. Jede Katze hat ihren eigenen detailliert ausgearbeiteten Charakter mit besonderen Eigenarten und Denkweisen. Man bemerkt teilweise sogar am Schreibstil, dass die Perspektive gewechselt hat. Dies hat einen lockeren, leichten und abwechslungsreichen Lesefluss garantiert. Im Buch werden allerdings nicht nur die aktuellen Ereignisse thematisiert, auch in der Vergangenheit sind schlimme Dinge passiert, welche die Protagonisten jetzt wieder einholen. Es verweben sich viele Schicksalsfäden zu einem großen Kunstwerk, von denen jeder einzelne einiges an Spannung und teilweise auch Schrecken birgt. Dadurch, dass die Handlung im Pariser Künstlerviertels spielt, ist es natürlich eine wahre Liebeserklärung an eben jene Stadt. Alles ist sehr authentisch und atmosphärisch dargestellt und versprüht den typischen Pariser Charme. Für Katzenliebhaber, Krimi-Fans und Verfallene von Paris eine absolute Leseempfehlung!

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