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Leserstimmen (89)

Blake Crouch: Dark Matter. Der Zeitenläufer

Dark Matter. Der Zeitenläufer Blick ins Buch

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Paperback, Klappenbroschur ISBN: 978-3-442-20512-7

Erschienen: 27.03.2017
Dieser Titel ist lieferbar.

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Kundenrezensionen

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Spannend und unglaublich raffiniert

Von: Tintentraumwelt Datum : 06.08.2017

meinebuchtraumwelt.blogspot.de

Wir lernen Jason kennen, wie er ein glückliches und sorgenfreies Leben mit seiner Frau und seinem jugendlichen Sohn führt und mit ihnen in einem kleinen Haus wohnt. Obwohl es früher immer sein Traum gewesen war, ein bekannter Physiker zu werden und für seine Entdeckungen und Erfindungen Preise zu gewinnen ist er mit seinem Leben zufrieden wie es ist.
Als er nach einem merkwürdigen Abend wieder aufwacht ist er immer noch Jason und sieht auch noch so aus wie noch am Tag zuvor. Aber plötzlich soll er ein ganz anderes Leben leben. Er ist der berühmte Physiker, der er immer geträumt hatte zu sein, hat aber weder Frau noch Kinder.
Gemeinsam mit einer Frau, die ihn zu kennen scheint, ihm selbst aber kein bisschen bekannt vorkommt, begibt er sich auf die Suche nach der Antwort auf die frage, wie das alles hat passieren können.



Für mich ist es schwierig diese Rezension zu schreiben und ich habe es ziemlich lange vor mir her geschoben. Während des Lesens war das Buch zwar durchgehend spannend und interessant, aber nie so, dass es mich unglaublich fesseln konnte, und ich konnte mich auch nie wirklich lange auf die Geschichte rund um Jason konzentrieren.
Das Buch regt sehr zum Nachdenken an und ich habe viel darüber gegrübelt, was mit Jason passiert sein kann und mich gefragt, wie realitätsnah diese ganze Geschichte ist.

Ich versuche hier nicht zu spoilern, was etwas schwer werden könnte, aber die Theorie um die es in diesem Buch geht hat mich fasziniert.
Jason als Protagonist des Romans hat mir gefallen. Man konnte seine Gedankengänge meist gut nachvollziehen und er ist ein sympathischer Charakter. Leider konnte ich außer zu ihm jedoch zu keinem der Personen wirklich eine Beziehung aufbauen, was teils sicherlich auch so gewollt war, das Buch aber deshalb manchmal ein bisschen einseitig und Jasons Gefühle unverständlich gemacht hat. Auch die Handlungen der anderen Charaktere fand ich teils etwas wahllos und nicht wirklich nachvollziehbar. Sicherlich kann man, insbesondere in komplizierten, ungewohnten Situationen, nicht immer nur logisch und sinnvoll handeln, das ist nur menschlich, aber ich hätte dann einfach ein bisschen mehr Erklärung dazu gebraucht, weil es für mich teils einfach nicht wirklich viel Sinn hatte.

Alles in allem kann ich jedoch sagen dass ein Roman in dieser Richtung was ganz Neues für mich war und mir wirklich gut gefallen hat. Es hat mich zum Nachdenken angeregt, während des Lesens, aber auch wenn ich das Buch gar nicht in der Hand hatte. Trotzdem gab es einige Dinge die mich ein bisschen gestört haben, weshalb für mich das Buch auch kein "Sucht-Potenzial" hatte, trotz Spannung. Ich gebe dem Buch gute 4/5 Sterne.

Spannend, komplex, Filmreif!

Von: Sandy Datum : 31.07.2017

nightingale-blog.net/

Meine Meinung
Wie weit würdest du gehen, um die zu beschützen, die du liebst? Wurdest du jemals durch eine getroffene Entscheidung zurückgeworfen? Wolltest du sie später rückgängig machen? Fragen nach dem eigenen Glück, stellen wir uns zwangsläufig im Leben. Und das nicht nur einmal.

Natürlich trifft man nicht immer die richtige Entscheidung. Das Leben ist schließlich kein Weg, der geradeaus führt. Es gibt Abzweigungen, Einbahnstraßen, Hindernisse und starkes Gefälle. In DARK MATTER stößt der Autor Blake Crouch den Leser genau auf diese Punkte. Es ist eine überaus komplexe Handlung, gespikt mit wissenschaftlichen Thesen, SciFi-Elementen und einer sehr spannenden, erschreckenden Verfolgungsjagd durch das Raum-Zeit-Kontinuum.

Als einen passionierten Leser von SciFi-Romanen würde ich mich nicht gerade bezeichnen. Ich bin in der Vergangenheit manches Mal regelrecht Reiz überflutet worden. Doch Prof. Jason Dessen und seinen genialen Verstand auf seinem surrealen Trip zu begleiten, war eine absolut fesselnde und beängstigende Erfahrung. Crouch gelang es, mich vom ersten bis zum letzten Satz zu packen. Der Schreibstil und das Format sind einfach aufgebaut und zu verstehen und doch komplex, was den Roman zu einem Pageturner macht.

Abgesehen vom Spannungsfaktor appelliert aber die Handlung vor allem an die menschliche Verletzlichkeit, Liebe, Familie, fehlgeschlagene Entscheidungen und Bedauern.

Einziger kleiner Wehrmutstropfen waren für mich ein paar Logikfehler. Auch das Ende fühlte sich ziemlich nach ‚Hollywood-Showdown-Kracher‘ an. Apropos: Angeblich sollen die Filmrechte schon lange vor Beendigung des Buches erworben worden sein. Würde ich mir den Film anschauen? Unbedingt, denn Blake Crouchs Roman bietet richtig guten Filmstoff.


Fazit
DARK MATTER bietet mit seinen SciFi- und Thriller-Elementen, viel Spannung und ein grandioses Verwirrspiel. Blake Crouch setzt sich in diesem Spektakel mit den Themen auseinander, die für uns Menschen das Leben erst lebenswert machen: Liebe, Familie und der Wert des Lebens. Doch was geschieht, wenn wir bereuen und unsere Entscheidungen in Frage stellen? Crouch bringt den Leser mit seinen teils erschreckend realistisch ausgeführten Szenarien unweigerlich zum nachdenken. Obwohl der Roman zum Ende ein paar Logikfehler für mich aufwies, wurde das Lesevergnügen nicht getrübt. Filmreif!

Das ist nicht meine Welt

Von: ralfreitze Datum : 27.07.2017

https://feinerbuchstoff.wordpress.com/

Vorab, in der Zeit wird hier überhaupt nicht gelaufen. Wer bei diesem schönen schwarzen Buch (Ist echt ein Hingucker und Anfasser wert) auf ein Zeitreise-Buch hofft, wird enttäuscht werden, denn um Zeit geht es hier überhaupt nicht. Vergleichbar ist das Buch eher mit diesem hier, nur viel besser.

„Was wäre wenn?“, „Hätte ich doch nur!“ – wie oft sagen wir das, wenn wir eine falsche Entscheidung getroffen haben! Die Frage, was wäre passiert, wenn ich mich so und nicht so entschieden hätte, drängt sich oft auf. Doch was ist falsch, was ist richtig? Entscheidungen, die uns anfangs falsch erscheinen, können auf längere Sicht doch die richtige Wahl gewesen sein. Man schaue nur Filme wie z.B. Butterfly Effect oder Zurück in die Zukunft, in der eine Entscheidung die ganze Welt veränderte und jede nachträgliche Änderung alles nur noch verschlimmbesserte. Was ein Glück, können wir unsere Entscheidungen nicht rückgängig machen, auch wenn so manche Gräueltaten der Weltgeschichte vielleicht nicht passiert wären, wenn … Lassen wir das Thema – oder besser widmen wir uns dem Buch, welches dieses Was-wäre-wenn-Szenario aufgreift.

Dark Matter = Dunkle Materie, ist Materie, deren Existenz einzig dadurch erklärt wird, dass sich die Umlaufgeschwindigkeit der Sterne nicht so verhält, wie sie sich nach dem Gravitationsgesetz verhalten sollte. Nachgewiesen wurde die Existenz der dunklen Materie bis jetzt noch nicht. Aber wenn ich dem Wikipedia –Eintrag Glauben schenken kann, sind wir von mehr dunkler Materie umgeben, als von sichtbarer. Etwas, das sich gut in einem Science-Fiction-Roman ausschlachten lässt, da bei diesem Thema viel Handlungsspielraum ist.

Jason Dessen ist glücklich. Er hat die Frau seiner Träume. Beide haben ihre eigene Karriere aufgrund der Geburt und der ersten schwierigen Jahre ihres Sohnes aufgegeben. Sie war eine aufstrebende Künstlerin, er ein genialer Physiker. Bei der Feier eines Kollegen von ihm, wird er auf dem Nachhauseweg entführt und niedergeschlagen. Er erwacht in einer veränderten Welt, in der er keine Familie hat, keinen Sohn, aber dafür einen Kubus und eine Droge gefunden hat, die es ermöglicht, zwischen den Welten zu reisen. Er ist ein geachteter weltberühmter Physiker, doch insgeheim sehnt er sich nach seiner alten Welt zurück.

„Niemand sagt einem, dass sich alles ändern, einem alles genommen wird. Es gibt keine Warnung, keinen Hinweis darauf, dass man bereits am Abgrund steht. Und vielleicht ist es das, was eine Tragödie so tragisch macht. Es geht dabei, nicht nur um das, was passiert, sondern wie es passiert. Es ist dieser Schlag in die Magengrube, wenn man es am wenigsten erwartete. Keine Zeit, um auszuweichen oder sich wegzuducken.“

Nun beginnt ein spannendes, rasantes, richtig zackiges Buch. Zackig, weil sich der Stil des Buches der Schnelligkeit des Inhaltes anpasst. Teilweise stehen einzelne Wörter im Stakkato untereinander und betonen die Unruhe die den Helden erfasst. Er denkt an das, was er verlor. Und je länger die Zeit läuft, desto verzweifelter wird er. Ab und an sind ein paar ärgerliche Klischees eingebaut, wie der Mann mit dem Hut, der beim Blick aus dem Hotel auf dem Bürgersteig steht und ihn anscheinend beobachtet. Das wirkt dann wie in einem drittklassigen Spionagefilm, als hätte Blake Crouch ein paar Thriller-Puzzle-Stücke eingesetzt.

Doch ansonsten besticht das Buch durch seine verständliche Darstellung des Schrödingers-Katze Experiments und die immer wieder eingeflochtenen philosophischen Betrachtungen Jasons.

Nichts ist da.
Alles ist ein Traum.
Gott, die Menschen, die Welt, die Sonne,
der Mond, das Gewirr der Sterne
…ein Traum … alles ein Traum.
Sie sind nicht vorhanden.
Nichts ist vorhanden
Nur der leere Raum – und du!…
Und du bist nicht du – du hast keinen Körper,
kein Blut und keine Knochen.
Du bist nur ein Gedanke

Mark Twain

Klar wird es am Ende noch romantisch und enthält einen Schuss Hollywood-Kitsch:

„Ich entsinne mich auch noch deiner Lippen, die an einigen Stellen dunkelrot vom Wein waren. Vom Verstand her habe ich immer gewusst, dass unser aller Getrenntsein und unser aller Isolation reine Illusion ist. Wir alle sind aus derselben Materie, sind alle hervorgegangen aus den herausgeschleuderten Partikeln sterbender Sterne. Aber noch hatte ich dieses Wissen nicht wirklich in meinem tiefen Innern gespürt – zumindest nicht bis zu diesem Moment im Garten mit dir. Und wegen dir.“

Hach! Schmacht!

Die Filmrechte sind schon verkauft. Wenn der Film dann rauskommt, besorge ich mir eine große Packung Popcorn und lasse mich bereitwillig berieseln. Ein unterhaltsamer, spannender und gut gemachter Science-Fiction-Thriller.

Spannender Wettlauf mit der Zeit

Von: Martina Meyen Datum : 23.07.2017

www.eseloehrchen.de

Eine Reise in die eigene Vergangenheit hat sich bestimmt jeder schon mal gewünscht. Wie faszinierend ist es, zu erfahren, was passiert wäre, wenn ich mich an einem oder vielleicht sogar mehreren Punkten anders entschieden hätte. Blake Crouch hat in Dark Matter genau dieses Szenario geschaffen. Allerdings ist es nicht nur ein kurzer Trip in das „andere“ Leben, sondern ein Tausch und das gefällt dem Titelhelden Jason Dessen überhaupt nicht. Ich stelle es mir enorm schrecklich vor, aus meinem Leben gerissen zu werden und dann nicht zu wissen, wie ich wieder zurück gehen kann. Darum geht es hauptsächlich in Dark Matter. Jason Dessen versucht mit allen Mitteln sein bisheriges Leben, das er nun sehr viel mehr zu schätzen weiß, zurück zu bekommen und diese Reise ist gefährlich und abenteuerlich.

Ich mochte diese interessante Mischung aus Thriller und Science Fiction, wobei die Spannungselemente definitiv dominierend waren. Blake Crouch hat den Spannungsbogen von Anfang an sehr hoch gehalten und am Ende noch mal richtig Gas gegeben. Gerade bei Zeitreise-Geschichten bleibt oftmals die Logik auf der Strecke. Hier handelt es sich auch nicht wirklich um einen Zeitreiseroman sondern eher um den Einblick in ein Multiversum und das hat Blake Crouch sehr anschaulich und gut verständlich beschrieben, so dass ich mir das sehr gut vorstellen konnte. Und am Ende war ich froh, dass es so etwas nicht gibt, denn ich fand es schon sehr unheimlich und beängstigend.

Blake Crouch lässt seinen Hauptcharakter in der Ich-Form erzählen, verwendet sehr viele kurze Sätze und konzentriert sich auf das Wesentliche. Gerade diese minimalistische Art zu schreiben ist sehr eindringlich. Jasons Verzweiflung geht unter die Haut und ich habe mit ihm gehofft und gezittert. Somit wird seine Geschichte sehr persönlich.

Der „Was wäre wenn – Aspekt“ kommt ein bisschen zu kurz, Dark Matter lebt von der verzweifelten Suche nach dem Zurück. Der Klappentext hat mir etwas anderes suggeriert, aber dennoch hat mir Dark Matter gut gefallen.

Fazit: Eine spannende Mischung aus Thriller und Science Fiction mit einem erstaunlichen und nicht vorhersehbarem Ende.

Geniale Idee - schwache Umsetzung

Von: Annalena Henkel Datum : 18.07.2017

henkels-buch-stube.blogspot.de/

Allgemeines

Titel: "Dark Matter - Der Zeitenläufer"
ISBN: 9783442205127
Autor: Blake Crouch
Seitenanzahl: 408 Seiten
Verlag: Goldmann
Erscheinungsdatum: 27.03.2017


Was wäre wenn... du diir dein perfektes Leben aussuchen könntest?
Jason Dessen ist ein gewöhnlicher Ehemann und Vater - allerdings auch ein Physikprofessor.
Eines Tages wird Jason entführt und niedergeschlagen - und beim Aufwachen findet er sich in einer völlig neuen Welt wieder.
Nichts ist wie es einmal war und das ganze wird noch skurriler - wird Jason jemals wieder den Weg zu seiner Familie finden, oder bleibt er auf ewig verschollen?


Meinung

Die Idee dieser Parallelwelten ist genial und konnte mich total faszinieren - dennoch hatte das Buch auch seine Schwächen.
Zuallererst: ich mochte den Schreibstil sehr und bin gut und flüssig durch das Buch gekommen.
Der Protagonist und seine Familie waren mir von Anfang an sehr sympathisch. Man hat einen Einblick in ihr Leben bekommen, was sehr wichtig war für den weiteren Lauf der Dinge.
Der "eigentliche" Plot lässt auch nicht lange auf sich warten und man wird genau wie der Protagonist, erst einmal in kaltes Wasser katapultiert. Das hat mir sehr gut gefallen, obwohl ich noch etwas verwirrt war!
Was mich teilweise gestört hat waren die vielen und detailreichen Beschreibungen.
Wenn es um Parallelwelten und ein Multiversum geht, dann ist es mir bewusst, dass man Beschreibungen braucht - doch ich war irgendwann einfach genervt davon, es war einfach zu viel des Guten.
Was soll ich zu dem Ende sagen? Ich fand es ehrlich gesagt ziemlich abrupt und hätte mir dann doch noch so 20-30 weitere Seiten gewünscht. Es gab zahlreiche Beschreibungen, da hätte man am Ende nicht sparen können, sondern eher im Mittelteil.


Fazit

Alles in allem bekommt das Buch 3,5 von 5 Sterne von mir.
Wie oben bereits beschrieben: die Idee war genial und alles drum und dran, dennoch gab es teilweise zu lange Beschreibungen und der Funke konnte nicht vollends überspringen.
Ich würde dieses Buch jedem empfehlen, der sich für Physik und Parallelwelten interessiert - diese Aspekt haben auch mich faszinieren können und die Theorien,die dahinter verborgen liegen, ebenfalls.

WOW...!

Von: Noras Bücherkiste Datum : 17.07.2017

norasbuecherkiste.blogspot.de/

Ein wirklich grandioses Buch meiner Meinung mach!
Ich habe die Geschichte, welche Blake Crouch hier geschrieben hat, wirklich gefeiert.
Er hat einen super flüssigen Schreibstiel und man kommt super durch die 416 Seiten durch.
Von mir hat der Titel 5 Sterne bekommen. Es ist eine SiFy Story, die nicht zu extrem abgehoben ist, sich aber durchaus SiFy nennen darf.
Mich hat das Buch auch zum nachdenken gebracht. Es geht nämlich viel um getroffene Entscheidungen und wie das Leben gelaufen wäre, wenn man sich in der Vergangenheit anders entschieden hätte.

Also alles in allem eine große Leseempfehlung!
Ich werde auf jeden Fall noch mehr von dem Autor lesen...

„Wer bin ich und wenn ja, wie viele?“

Von: AUSGEbuchT - Petra Molitor Datum : 17.07.2017

https://www.facebook.com/ausgebucht

„Dark Matter – Der Zeitenläufer“, der internationale Sci-Fi-Bestseller des US-Amerikaners Blake Crouch, ist auf Deutsch im März 2017 im Goldmann-Verlag erschienen. Der Roman um den Physiker Jason Dessen wurde in zahlreiche Länder verkauft und soll unter der Regie von Roland Emmerich als Hollywood-Blockbuster verfilmt werden. Vor „Dark Matter“ war Blake Crouch vor allem für seine Wayward-Pines-Trilogie (als Serie auf Amazon Prime zu sehen) bekannt. Das Paperback ist für 16 Euro erhältlich. Auch E-Book, Hörbuch und Audio-CD-Formate liegen vor.

„Dark Matter“ ist bereits rein optisch durchaus imposant Buch. Ganz in schwarz-weiß gestaltet, macht das von Presse und vielen Autorenkollegen hochgelobte Werk einen eher aufwändigen und edlen Eindruck. Der in erhabenen, glänzenden Buchstaben gedruckte Titel und eine ausfaltbare Lasche, die die Schnittkante schützt, verstärken die durchdachte Gestaltung. Ich finde das Cover sehr gelungen, es hebt sich ab von der Masse und passt sehr gut zum futuristischen Inhalt des Buches.

Zum Inhalt (Verlags-Homepage Goldmann):

„Bist du glücklich?“ Das sind die letzten Worte, die der Physikprofessor Jason Dessen hört, bevor ihn ein maskierter Mann niederschlägt. Als er wieder zu sich kommt, begrüßt ihn ein Fremder mit den Worten: „Willkommen zurück, alter Freund.“ Denn Jason ist in der Tat zurückgekehrt – doch nicht in sein eigenes Leben, sondern in eines, das es hätte sein können. Und in diesem Leben hat er seine Frau Daniela nie geheiratet, sein Sohn Charlie wurde nie geboren. Und Jason ist kein einfacher College-Professor, sondern ein gefeierter Wissenschaftler. Doch ist diese Welt real? Oder ist es die vergangene Welt? Wer ist sein geheimnisvoller Entführer? Und vor die Wahl gestellt – was will er wirklich vom Leben: Familie oder Karriere? Auf der Suche nach einer Antwort begibt Jason sich auf eine ebenso gefährliche wie atemberaubende Reise durch Zeit und Raum. Eine Reise, die ihn am Ende auch mit den dunklen Abgründen seiner eigenen Seele konfrontieren wird …

Meine Meinung:

Ich – eine eingefleischte Thriller- und Krimileserin – bin noch recht neu in diesem Genre. „Dark Matter“ hat mich direkt angesprochen, sowohl vom Visuellen als auch vom Klappentext her. Die Story um Jason Dessen und seine Familie hat mich vom ersten Augenblick in ihren Bann gezogen, Blake Crouch schreibt spannend, fesselnd, mitreißend. „Was wäre wenn?“, um diese zentrale Frage dreht sich alles. Wer hat sich dies nicht selbst schon gefragt? Eine einzige anders getroffene Entscheidung kann nicht nur das eigene Leben komplett anders verändern, sondern auch das von vielen anderen Menschen.

Blake Crouch schildert die Geschehnisse, die Ängste und Zerrissenheit des Protagonisten in ausgezeichneter Art und Weise. Man hat fast das Gefühl, live am Geschehen teilzuhaben. Der Untertitel „Der Zeitenläufer“ passt allerdings meiner Meinung in keinster Weise, da es sich um eine Multiversum-Story handelt, die allerdings nicht in verschiedenen Zeiten spielt. Ab und an wurden mir die doch sehr ausufernden wissenschaftlichen Ausführungen zu viel, ich bin bei den Zusammenhängen teilweise nicht mehr mitgekommen. Trotzdem sind sie wohl für das Verständnis wichtig, wenn man nicht gerade ein Profi in Quantenphysik ist. Der gut konstruierte Schluss hat mich hingegen komplett überrascht, ich hatte mir etwas anderes vorgestellt Klasse gemacht.

Das Buch hat mich nicht nur gut unterhalten, sondern auch zum Nachdenken angeregt. Ich vergebe 4 von 5 Sternen und freue mich schon auf die hoffentlich bald zu sehende Kino-Adaption.

Dark Matter - der Zeitenläufer

Von: Lea Datum : 10.07.2017

bookglimmer.blogspot.de/?m=1

Toll. Endlich mal ein Buch, dass mich echt wieder überzeugen konnte. Am Anfang

wurde die Geschichte schon direkt spannend. In der Mitte hat es dann

nachgelassen, aber nicht so stark, dass ich jetzt sagen würde Das Buch

langweilt mich. Am Ende kam es dann echt knall auf Hart. Wirklich bis zum

letzten Kapitel hätte man nicht erahnen können für was sich Jason entscheidet.

Mich hat auch das Ende echt überrascht, bin aber nicht enttäuscht. Am liebsten

hätte ich gerne gewusst wie es weiter geht. Vielleich gibt es ja mal einen zweiten

Teil? Ich sag schon mal im Vorab - darauf freue ich mich!

Übrigens die Filmrechte wurden von Sony Pictures erworben :D

Ein spannender Sci-Fi Thriller über die Entscheidungen, die wir in unserem Leben getroffen haben — und ihre Auswirkungen.

Von: Tina / Kill Monotony Datum : 08.07.2017

www.killmonotony.wordpress.com

Endlich mal wieder Sci-Fi! … So oder so ähnlich war meine Reaktion, als ich Blake Crouchs Werk „Dark Matter“ in den Händen hielt. Dieses Buch wurde ja auf Instagram und Goodreads sehr gehyped, weshalb ich ja erst mal vorsichtig war, aber schlussendlich ist es dann doch hier eingezogen. Und ich muss sagen: Ich verstehe den Hype, aber fand das Buch im Endeffekt doch nicht so gut wie erwartet.

Zum Inhalt: Jason ist ein normaler Kerl und lebt ein normales Leben mit seiner Frau Daniela und ihrem Sohn Charlie. Früher, bevor Charlie geboren war, hätten beide ein anderes Leben haben können: Jason stand kurz vor seinem Durchbruch im Bereich der Quantenmechanik und hätte bestimmt bald den Pavia-Preis gewonnen und Daniela wäre ein Star am Kunsthimmel geworden. Doch leider (leider?) kam den beiden das Leben dazwischen. Eines Abends, nachdem Jason von einem Treffen mit einem alten Studienfreund zurück nach Hause gehen möchte, wird er von einem maskierten Mann überfallen. Dieser verschleppt ihn zu einem alten Lagerhaus, wechselt dort seine Kleidung und spritzt ihm und sich selbst etwas. Immer wieder spricht er davon, dass er dies nicht tun möchte, es aber tun muss. Jason wacht auf, aber er befindet sich nicht mehr im Lagerhaus, sondern in einer Art Labor, wo jeder ihn zu kennen scheint und seine Arbeit bewundern. Außerdem werden alle nicht müde zu betonen, dass er der Einzige sei, der jemals zurück gekehrt ist. Jason versteht von alledem nichts und ergreift die Flucht. Zu Hause angekommen, realisiert er, dass er nicht mehr „zu Hause“ ist, sondern dass es beinahe so ist, als wären Daniela und Charlie hier nicht an seiner Seite… Was ist hier los? Wo sind Daniela und Charlie? Wieso sieht sein Haus so anders aus? Und was soll er für eine Arbeit geleistet haben? Bis er realisiert, was geschehen ist, laufen einige Dinge schief und schon bald findet er sich in einem schier endlos erscheinenden Tunnel voller Türen wieder und muss sich für die richtige entscheiden…

[...]

Fazit: „Dark Matter“ gehört zu den Science-Fiction Büchern, die ich zwar verschlungen habe, die mich aber letzten Endes doch nicht 100%ig überzeugen konnten. Wer aber nach einem spannenden, hochmodernen Sci-Fi Thriller sucht, der mit einer guten Idee und einem sympathischen Protagonisten aufwartet, wird mit diesem Buch vermutlich gut bedient sein. Jedoch waren die wissenschaftlichen Elemente teilweise nicht überzeugend und auch unverständlich erklärt, was das Lesevergnügen doch etwas getrübt hat. „Dark Matter“ regt auch nach der Lektüre noch zum Grübeln an, über Entscheidungen, die wir getroffen haben oder auch nicht und wie sie uns zu dem gemacht haben, der wir heute sind.

Dark Matter - spannende Unterhaltung

Von: Bearnerdette Datum : 02.07.2017

www.bearnerdette.de/

Das Leben besteht aus Entscheidungen. Jason Dessen, Held von Blake Crouchs Roman Dark Matter, hat sich vor vielen Jahren entschieden, auf eine vielversprechende Karriere in der Wissenschaft zu verzichten um sich stattdessen besser um seine Frau und seinen Sohn kümmern zu können. Zwar fragt er sich manchmal, was aus ihm hätte werden können, wenn er sich anders entschieden hätte, aber im Großen und Ganzen ist er zufrieden mit seinem Job als Professor und seiner Familie. Doch dann wird er eines Abends entführt. Ein maskierter Mann führt ihn an einen abgelegenen Ort und setzt ihn unter Drogen. Jason verliert das Bewusstsein. Als er aufwacht, ist alles anders. Jason lernt auf die harte Tour, wie alles hätte sein können, wenn er sich vor vielen Jahren anders entschieden hätte...

Zunächst einmal: Der Untertitel - der Zeitenläufer - ist total irreführend. Niemand reist durch die Zeit. Davon abgesehen sprechen die äußerlichen Werte aber auf jeden Fall für das Buch. Das deutsche Cover wirkt sehr edel und zurückhaltend, dabei aber genauso geheimnisvoll wie sein Inhalt. Und was erwartet einen innen drin? Ein spannendender Thriller mit wissenschaftlichen Elementen. Diese wirken zwar überzeugend, sind aber nie so kompliziert, dass man als Durchschnittsleser den Faden verlieren würde. In dieser Hinsicht hat mich das Buch an Dan Brown erinnert, der in seine Thriller eingänglich kunsthistorische Fakten und ähnliches packt. Blake Crouchs Stil ähnelt dem seinen - die wissenschaftlichen Themen unterstützen die Geschichte, ufern aber nicht aus.

Der Scheibstil ist eingänglich, das Erzähltempo hoch. Die beschriebenen Personen sind Indentifikationsfiguren mit Spielraum um etwas in sie hinein zu projizieren. Sie wirken nich bis auf das kleinste Detail ausgearbeitet. Auch das erinnerte mich an Dan Brown - auch wenn ich Jason Dessen sympathischer finde als Robert Langdon. Das Buch weiß zudem mit überraschenden Wendungen zu überzeugen. Das Ende hätte ich so Anfangs auf keinen Fall voraussagen können - ein großes Plus. Dass das Buch unterhaltsam ist hat auch Hollywood erkannt - die Filmrechte wurden bereits von Sony Pictures gekauft. Und tatsächlich fühlt sich der Roman auch an wie ein zweistündiger Thriller. Er zieht rasant dahin und konzentriert sich auf die Hauptstory, der Autor schweift eigentlich nie ab. Alles in allem bietetet Dark Matter spannende Unterhaltung für jedermann.

WOW! Ich bin begeistert

Von: Jeanyjanez Datum : 29.06.2017

https://jeanyjanez.wordpress.com/

Ich bin unfassbar geflasht und einfach nur sprachlos.

Jason Dessen lebt ein gutes Leben. Bescheiden, aber gut. Er ist verheiratet mit Daniela und gemeinsam haben sie einen Sohn. Eines abends aber wird er entführt und landet in …

Von da an versucht Jason alles, um zu seiner Familie zurückzukehren und erlebt so unfassbar viel, dass es mir jedes Mal den Atem raubte.

Es ist spannend erzählt und sehr interessant. Während des Lesens musste ich so viel nachdenken, so viel überlegen und hab versucht dem auf den Grund zu gehen – was mir auch größtenteils glückte und am Ende nur eine Frage übrig geblieben ist.

Dieses Buch hat mich so überrascht und ich frage mich, inwiefern unsere Handlungen tatsächlich eine Wirkung auf unser gesamtes Leben – oder unserE Leben haben kann.

Was ist, wenn wir uns an einer ganz bestimmten Stelle im Leben befinden und uns für den einen Weg entscheiden, anstatt des anderen.

Diese Frage geht Blake Crouch (unter anderem) auf den Grund und erläutert die Vielseitigkeit unserer Seele und Handlungen. Blake greift in die Psyche des Menschen und bringt das zum Vorschein, was verborgen geblieben ist – was wir vielleicht nicht einmal kennen oder wissen.

Er hat, mit Jason Dessen, einen Charakter erschaffen, der das unmögliche möglich macht und uns in das Innere einlässt. Er lädt uns ein, die Gedanken und Emotionen dieses Menschen zu erleben und stellt uns gleichzeitig die Frage: Was würdest du machen, wenn du die Wahl hättest?

Dieses Buch wird mich noch sehr lange beschäftigen und es ist eines jeder Werke, das man mehrfach lesen muss, um auch das letzte Rätsel zu lösen.

Es wird zu meinen Top 10 der Lieblingsbücher.

Anfangs ein wenig holprig .. zum Ende hin ein echter Pageturner

Von: Owlsome Books Datum : 28.06.2017

owlsomebooks.blogspot.de/

Der Autor Blake Crouch hat zuvor schon die Wayward-Pines-Trilogie geschrieben. Auch wenn ich die Bücher nicht gelesen habe, ich habe die Serie geliebt. Als ich dann gesehen habe, dass er ein neues Buch herausgebracht hat war ich natürlich sehr neugierig und habe mir direkt den Klappentext durchgelesen. Dieser klang sehr mysteriös und nach einer interessanten und spannenden Geschichte.

Ich wusste anfangs nicht, was ich von diesem Buch erwarten soll. Viel hat der Klappentext nicht hergegeben. Dies hat sich auch in den ersten ca. 180 Seiten des Buches nicht geändert. Ich hatte so meine Ahnung wohin der Plot führen könnte, aber wirklich preisgegeben hat es das Buch bis dato noch nicht. Deswegen hatte ich anfangs auch ein paar Startschwierigkeiten mit dem Buch. In den ersten gut 180 Seiten ist nicht wirklich viel passiert. Jason ist ein College-Professor, verheiratet und hat einen 14-jährigen Sohn namens Charlie. Eines Abends begibt sich Jason in eine Bar, um die Verleihung eines renommierten Wissenschaftspreises an seinen ehemaligen Zimmergenossen zu feiern. Auf dem Heimweg wird er von einem maskierten Mann mit einer Waffe bedroht und dazu aufgefordert mit dem Auto zu einer abgelegenen Lagerhalle zu fahren. Dort muss er sich von seinen Kleidern entledigen und bekommt von seinem Entführer eine Substanz gespritzt. Als Jason dann wieder aufwacht, wird er von einem Fremden begrüßt, welcher sich sichtlich freut ihn zu sehen, da er Jason zu kennen scheint. So nimmt dann die Geschichte seinen Lauf.

Nachdem in den ersten Seiten spannungsmäßig nicht sonderlich viel passiert ist, nimmt die Geschichte dann ca. ab der Hälfte so richtig Fahrt auf. Es wird super spannend und interessant und ich persönlich konnte nicht mehr aufhören zu lesen, da ich unbedingt wissen wollte, wie das Buch endet. Auch mit dem Ende bin ich sehr zufrieden, auch wenn es ein wenig offen gehalten ist.

Bist du glücklich in deinem Leben ?

Von: ifinishit Datum : 22.06.2017

tatisleseecke.blogspot.de/

Was wäre wenn man nur eine einzige Entscheidung im Leben anders getroffen hätte...?

Was hätte das für eine Auswirkung auf dein gesamtes Leben...?


Wie wäre dein Leben JETZT....?


Fragen die jedem schon einmal durch den Kopf geschwirrt sind....
Solche Fragen stellt sich auch Jason Dessen und wird nach einer Entführung direkt ins Multiversum manövriert.

Es ist ein Roman aus der "ich-Perspektive" erzählt. ( Ich liebe das...)

Der Einstieg war super...man bekommt einen Einblick in Jasons Leben und seinen Alltag.

Seine Gefühle und Gedanken bohren sich beim Lesen in deinen Kopf und lassen dich nicht mehr los.
Deshalb konnte ich es ab dem Zeitpunkt der Entführung nicht mehr aus den Händen legen....und so war es dann auch.
Jede freie Minute habe ich genutzt und dieses Buch in 2 Tagen durchgelesen.

Ich möchte nicht viel Spoilern, das würde wirklich alles kaputt machen und diesem wundervollen Roman das nehmen was ihn ausmacht.

Ich hab mich beim Lesen gefragt....was wäre wenn es wirklich solche Parallelwelten gibt und du durch eine Entscheidung alles veränderst und dein jetziges Leben plötzlich nicht mehr existiert so wie es war.

Und auch alles andere um dich rum nicht mehr so ist wie es einmal war. Mir würde das Angst machen.

Würdest du dich wirklich auf eine Reise ins ungewisse machen und das Risiko eingehen nie wieder in dein altes Leben zu kommen?

Jason wird nicht gefragt ob er das will....er wird einfach hineingeschupst.
Wie das passiert und was er erlebt solltest du unbedingt selbst lesen.

Nur eins... :

Die vielen Jasons sind ganz und garnicht wie er....

Ich mochte jeden Charakter in diesem Buch.
Lang ist es her das ich mit einem Protagonisten so mitgefiebert habe.
Für mich ein absolutes Highlight 2017.
Ich liebe dieses Buch und diesen Schreibstil , es hat mich neugierig auf weitere Bücher von Blake Crouch gemacht.

Einen Zweiten Teil ( wenn es ihn gäbe ) würde ich auf jeden Fall lesen.

sehr rasant

Von: Caröchen Datum : 21.06.2017

foodmeetsbooks.blogspot.com

Inhalt
Der Fremde fragt ihn noch, ob er glücklich sei und danach ist das Leben, was Jason kennt, vorbei. Stattdessen wacht er in einer Welt auf, in der er statt einer Familie zu haben, ein berühmter Wissenschaftler ist. Wie kann das sein? Verzweifelt versucht er, sein altes Lbeen zurück zu bekommen. Doch wo setzt man an, wenn man nicht mal weiß, womit man es zu tun hat?

Eigene Meinung
"Dark Matter" konnte mich von Anfang an begeistern. Am Anfang bekommt man einen guten Eindruck von Jasons Familienleben und kurz darauf wird er auch schon entführt. Ich hatte da zwar irgendwann einen Verdacht, wer der Fremde ist und vor allem, warum er Jason das alles angetan hat, doch es war trotzdem durchweg spannend.

Das komplizierte Thema wurde einfach und gut erklärt, man muss also kein Quantenphysiker sein, um es zu verstehen.
Wie schon gesagt, ist es durchweg spannend. Andauernd gibt es Wendungen und Überraschungen, mit denen man so nicht gerechnet hat - ein sehr energiegeladenes Buch!

Man muss jedoch erwähnen, dass der Zusatz "Zeitenläufer" wirklich irreführend ist, da Jason nie durch die Zeit reist. Was er wirklich macht, sollte jeder selber entdecken, es ist wirklich faszinierend.
Einziger Kritikpunkt ist, dass es am Ende echt schmalzig wurde. Andauernd wird sich gesagt, wie sehr man sich liebt und ohne den anderen nicht leben kann... blabla... irgendwann hatte ich es auch kapiert... und es war zu reibungslos dafür, dass vorher so viel Aktion und ein guter Ausgang eher gefährdet war.

Fazit
Bis auf das Ende, was meiner Meinung nach nicht ganz zum Rest des Buches gepasst hat, war es ein echt spannendes Buch mit neuem und interessantem Thema.

Absolute Leseempfehlung, nicht nur für SciFi Fans.

Von: Sarah Rawrpunx Datum : 17.06.2017

rawrpunx.blogspot.co.at

Der Physik Professor Jason Dessen ist eigentlich mit seinem Leben zufrieden. Auch wenn er aus privaten Gründen seine Karriere auf Eis gelegt hat. In seinem Bereich hätte er als aufstrebendes Genie gelten können, aber er hat sich für seine schwangere Frau entschieden und den Weg als Lehrer eingeschlagen. Doch als ihn die Vergangenheit, in Form einer Einladung eines alten Kollegen, einholt, hat er erstmal einige Flashbacks zu verdauen. Die große Frage nach dem was wäre gewesen, stellt sich unweigerlich ein. Nach dem Treffen in einem Pub, wird Jason betäubt und entführt. Er wacht nach einem merkwürdigen Gespräch, in einem Forschungslabor auf, in dem er von den hiesigen Mitarbeitern überschwänglich beglückwünscht wird. Jason muss die Wahrheit herausfinden - auch wenn das bedeutet, dass eines seiner Leben vielleicht nicht real sein könnte.

Was wäre wenn - eine Frage, die sich sicherlich schon jeder irgendwann einmal gestellt hat. Besonders dann, wenn man mal eine Entscheidung hinterfragt und manche Situation gerne zerdenkt.

Ganz schnell wird einem als Leser klar, dass es sich hier um Parallelwelten handelt. Der Wissenschaftler Jason arbeitet an einer Möglichkeit Multiversen zu bereisen, während der Professor Jason seine Familie an oberste Stelle stellt. Was davon jedoch wahr ist, erfährt man gemeinsam mit Jason stückchenweise.

Die Idee sich mit alternativen Welten zu beschäftigen ist für einen Science Fiction Roman sicherlich nicht neu. Die Umsetzung des Autors kann sich aber sehen lassen. Der Autor schreibt spannend und schlüssig, er überzeugt mit einer neuen Sicht auf das altbekannte Thema und baut mitunter einige überraschende Wendungen ein. Absolute Leseempfehlung, nicht nur für SciFi Fans.

Von: aus Göttingen Datum : 14.06.2017

Buchhandlung: Thalia Buchhandlung der Reinhold Gondrom GmbH & Co. KG

Ein erstklassiger Pageturner. Ich war sofort gefangen und bin von einer Welt bzw. durch eine Tür in eine andere Welt gehetzt.

Pluspunkt für das Ende!

Was wäre wenn... du dir dein pefektes Leben aussuchen könntest?

Von: Anni aus Brokdorf Datum : 12.06.2017

annisbookworld.blogspot.de/2017/06/rezension-dark-matter-der-zeitenlaufer.html

Der Einstieg in das Buch fiel mir leicht, denn die Geschichte wird aus der Sicht von Jason, unserem Hauptprotagonisten erzählt, was mir persönlich immer sehr gut gefällt. Der Schreibstil ist locker und flüssig, so dass die Seiten nur so dahin fliegen.
Und obwohl der Schreibstil, meiner Meinung nach, sehr einfach gehalten ist, schafft es der Autor alles sehr detailliert und genau zu beschreiben. Ohne, dass ich als Leser das Gefühl habe, das wäre zu viel.

Auch die anderen Charaktere werden toll beschrieben, so dass man ein genaues Bild von jedem einzelnen vor Augen hat. Besondern Jason ist mir sehr ans Herz gewachsen, denn man erkennt bei ihm sofort, dass er einfach alles für seine Familie tun würde.

Gleich zu Anfang bekommen wir einen Einblick in Jason sein alltägliches Leben und schnell passiert es auch, dass man mit Jason mitfiebert. Denn er steht immer wieder vor großen Geheimnissen, muss vor anderen Leuten fliehen und gegen die unterschiedlichsten Personen kämpfen.
Die Spannung in dem Buch bleibt von der ersten bis zur letzten Seite, manchmal weiß man gar nicht richtig, was gerade passiert und doch bleibt es kontinuierlich spannend.


Alles in allem fand ich das Buch wirklich gut und kann es nur jedem ans Herz legen, der ein temporeiches Sc-Fi Buch lesen möchte. Es wirft schon die eine oder andere Frage auf, wie z.B. Kann es ein Mutiversum geben? Und wenn ja, wie würde mein Leben da aussehen?

Der Wahnsinn!

Von: Atelier Maikind Datum : 08.06.2017

https://ateliermaikind.wordpress.com/?ref=spelling

Inhalt:
„Bist du glücklich?“ Das sind die letzten Worte, die Jason Dessen hört, bevor ihn ein maskierter Mann niederschlägt. Als er wieder zu sich kommt, begrüßt ihn ein Fremder mit den Worten: „Willkommen zurück, alter Freund.“ Denn Jason ist in der Tat zurückgekehrt – doch nicht in sein eigenes Leben, sondern in eines, das es hätte sein können. Und in diesem Leben hat er seine Frau nie geheiratet, sein Sohn wurde nie geboren. Und Jason ist kein einfacher College-Professor, sondern ein gefeierter Wissenschaftler. Doch ist diese Welt real? Oder ist es die vergangene Welt? Wer ist sein geheimnisvoller Entführer? Und vor die Wahl gestellt – was will er wirklich vom Leben: Familie oder Karriere? Auf der Suche nach einer Antwort begibt Jason sich auf eine ebenso gefährliche wie atemberaubende Reise durch Zeit und Raum. Eine Reise, die ihn am Ende auch mit den dunklen Abgründen seiner eigenen Seele konfrontieren wird … (Quelle: Verlag)

Allgemeine Informationen:
Verlag: Goldmann // Seitenzahl: 416 Seiten // Erschienen am: 27. März 2017 // Preis: 16,-€ // Leseprobe

Rezension:
Wie wäre dein Leben verlaufen, wenn du dich an irgendeinem Punkt anders entschieden hättest? Hast du dir jemals diese Frage gestellt? Mit Sicherheit! Schließlich haben wir alle schon einmal eine Entscheidung getroffen, die wir im Nachhinein bereut haben. Doch Jason stellt sich diese Frage nicht nur, sondern er erlebt die Antworten hautnah. Familie oder Karriere? Wissenschaftler oder Professor? Wählt er falsch, dann ist sein ganzes Leben anders als es eigentlich war.

Jason und ich, wir beide sind während dieses Buches zu Freunden geworden. Schließlich kann ich so viele seiner vergangenen Entscheidungen nachvollziehen, da er sich statt einer Karriere lieber für seine Familie und damit gegen Ruhm entschieden hat. Außerdem habe ich wirklich mit ihm gelitten und zwar immer und immer mehr. Der Autor hat sich mit dem Inhalt des Buches viel vorgenommen. Schließlich ist der Hauptcharakter Atomphysiker und damit bringt er eine Menge wissen mit. Trotzdem konnte ich alles nachvollziehen- zum Glück.

Der Schreibstil war atemberaubend- im wahrsten Sinne des Wortes. Ich wurde von Seite zu Seite gejagt, nie wurde mir eine Seite pause gegönnt und sogar in der Nacht ließ mir dieses Buch keine Ruhe. Es ist ein Pageturner der besten Klasse, einer, der schlaflos macht. Mir wurde hier Kopfkino der Meisterklasse präsentiert.

Das Cover ist Schlicht.Der schwarze Hintergrund harmoniert perfekt mit der grauen und hellen Schrift. Alles in Allem wirkt es stimmig. Mehr als das würde viel zu überladen wirken und auch nicht mehr zu dem Inhalt des Romans passen. Auch die Aufmachung der Klappen ist in diesem farbmuster gehalten. Es passt also alles perfekt zusammen.

Alles in Allem war „Dark Matter“ ein tolles, wahnsinnig fesselndes Buch! Ich mochte es sehr und habe es auch gleich einigen Freunden weiterempfohlen. Von mir gibt es dafür volle Sternenzahl!

Dark Matter hat mich gefesselt

Von: Nadine Maigatter aus Cremlingen Datum : 08.06.2017

buechertraumzeit.blogspot.de/

Buchinfos:
Titel: Dark Matter
Autor: Blake Crouch
Seiten: 416
Buchart : TB
Verlag: Goldmann
ISBN-13: 978-3-442-20512-7
Erhältlich : 03 / 2017
Alter: -
Kosten : € 16,00
Buchrichtung: Roman
Vorgängerbände: -
Folgebände: -
Verfilmung: -


Inhalt:
„Bist du glücklich?“ Das sind die letzten Worte, die Jason Dessen hört, bevor ihn ein maskierter Mann niederschlägt. Als er wieder zu sich kommt, begrüßt ihn ein Fremder mit den Worten: „Willkommen zurück, alter Freund.“ Denn Jason ist in der Tat zurückgekehrt – doch nicht in sein eigenes Leben, sondern in eines, das es hätte sein können. Und in diesem Leben hat er seine Frau nie geheiratet, sein Sohn wurde nie geboren. Und Jason ist kein einfacher College-Professor, sondern ein gefeierter Wissenschaftler. Doch ist diese Welt real? Oder ist es die vergangene Welt? Wer ist sein geheimnisvoller Entführer? Und vor die Wahl gestellt – was will er wirklich vom Leben: Familie oder Karriere? Auf der Suche nach einer Antwort begibt Jason sich auf eine ebenso gefährliche wie atemberaubende Reise durch Zeit und Raum. Eine Reise, die ihn am Ende auch mit den dunklen Abgründen seiner eigenen Seele konfrontieren wird …
Ein spannendes Buch - ein extravagantes Äußeres: Für "Dark Matter. Der Zeitenläufer" wurden keine Kosten und Mühen gescheut, um dem Buch auch von außen einen besonderen Charme zu geben.


Meine Meinung:
Erstmal geht mein Dank an Bloggerportal und natürlich Goldmann für das kostenlose Leseexemplar.

Kurz zum Ingalt was wichtig ist :
Wir lernen Jason kennen der nach einen Kneipenbesuch entführt wird und dann niedergeschlagen wird.
Er wacht danach in einen Paralleluniversum auf, in dem er nicht ein kleiner Professor an der Uni ist und keine Familie hat. Nein er ist berühmt und Jason versteht die Welt nicht mehr. Nach und nach kommt er dahinter das es noch einen Jason bekommt, der nun in seiner Welt ist, ein Wettlauf beginnt den er will seine Familie zurück.
Aber er muß so in den Würfel, der der ihn zurück bringen kann, aber er landet nicht beim ersten Versuch in seiner Zeit....

Das Buch ging mir unter die Haut, ich konnte es auch nicht zur Seite legen.Ich war so in Jasons Geschichte gefangen und hatte immer den Gedanken, das könnte echt mal passieren und das war schon wieder gruselig.

Der Autor hat eine tolle Welt geschaffen, gerade die Parallelwelten hatten immer was neues und eine war erschreckender als die andere.
Die Zeitsprünge so nenne ich sie mal, waren auch super rüber gebracht, man litt mit den Personen mit.Ich habe immer mit Jason gelitten wenn er wieder in einer falschen Welt landete.

Das Buch lasst sich leicht lesen und trotz dem ganzen Thema wurden keine Fachwörter benutzt .

Das Buch soll verfilmt werden und da freue ich mich drauf , da ich echt gespannt bin wie das Buch dann umgesetzt wurde.

Pluspunkte:
- Grandiose Geschichte über Zeitensprünge
- Man muß Jason einfach mögen
- War nicht mein letztes Buch von dem Autoren

Minuspunkte:
-

Cover:
- Das Cover ist der Hammer, es ist komplett Schwarz und schimmert wenn Licht darauf fällt .

in Roman, der vom Leben und den menschlichen Entscheidungen handelt – erzählt in einer spannenden Geschichte, die zum Nachdenken über das eigene Leben anregt.

Von: Anna (Epilogues) Datum : 04.06.2017

epilogues.de

Eigentlich führt Jason Dessen ein glückliches Leben – er ist verheiratet mit seiner Traumfrau Daniela und lebt mit dem gemeinsamen 15-jährigen Sohn in Chicago. Trotzdem stellt er sich hin und wieder die Frage, wie sein Leben verlaufen wäre, hätte er sich damals nicht dafür entschieden, eine Familie zu gründen. Als angehender Atomphysiker hatte er die besten Aussichten, Karriere zu machen – stattdessen unterrichtet er nun als Physiklehrer an einem College. Eines Abends wird Jason von einem maskierten Mann entführt und narkotisiert. Als er wieder zu Bewusstsein kommt, scheint die Welt nicht mehr die selbe zu sein.

Wer vorhat, Dark Matter zu lesen, sollte sich blind in die Geschichte stürzen, denn schon ein Hauch zu viel Informationen über die Handlung verdirbt einem den Lesespaß.

Dass die Filmrechte am Buch bereits verkauft sind, wundert den Leser nach nur wenigen Seiten nicht mehr. Crouch schafft es nicht zuletzt durch seinen eigenwilligen Schreibstil, den Leser von der ersten Seite an zu fesseln und die Spannungskurve bis zum Ende nicht abflachen zu lassen. In kurzen und einfachen Sätzen vermittelt er einen guten Eindruck des Geschehens und verliert sich nicht in unnötigen Details. Dadurch entsteht ein flüssiger Schreibstil, der den Leser geschickt durch die Kapitel führt und auch schwierige Themen leicht verständlich macht.

Sehr interessant fand ich die Frage nach dem „Was wäre, wenn..“, die über die gesamte Storyline mitschwingt. Was wäre, wenn man sich in einer bestimmten Situation anders verhalten hätte? Wäre man glücklicher? Würde man ein anderes Leben führen? Wäre man ein anderer Mensch? Gemeinsam mit dem Protagonisten ist man auf der Suche nach Antworten und erlebt immer wieder unvorhersehbare Wendungen, die einen alles nochmal überdenken lassen.

Einzig die Handlung gegen Ende ist meiner Meinung nach etwas zu überspitzt und Hollywood-mäßig, obwohl sie eine logische Entwicklung der Geschehnisse darstellt.

Dark Matter ist Science Fiction und Wissenschaftsthriller in einem. Ein Roman, der vom Leben und den menschlichen Entscheidungen handelt – erzählt in einer spannenden Geschichte, die zum Nachdenken über das eigene Leben anregt. Nicht nur für Science Fiction-Fans empfehlenswert!

Hast du dich richtig entschieden?

Von: World of books and dreams Datum : 29.05.2017

worldofbooksanddreams.blogspot.de/

Jason Dessen führt ein ganz normales Leben, verheiratet mit seiner Traumfrau Daniela lebt er mit ihrem gemeinsamen, fünfzehnjährigen Sohn Charlie in einem Haus in Chicago. Als Uniprofessor lebt er nicht gerade auf großem Fuß, denn eigentlich hätte aus seinem Leben viel mehr werden können, denn er war an der Uni ein regelrechtes Physikgenie. Doch im Grunde seines Herzens ist Jason Dessen glücklich. Als er an einem ganz gewöhnlichen Abend aufbricht, um noch ein paar Kleinigkeiten zu besorgen, wird er von einem maskierten Mann überfallen und verliert sein Bewusstsein. Doch als er in einem Institut wieder zu sich kommt, ist plötzlich alles ganz anders, er ist nicht mehr verheiratet, seinen Sohn gibt es nicht und er arbeitet auch nicht mehr als Professor, sondern ist ein gefragter Physiker. Jason versteht die Welt nicht mehr, denn scheinbar kennen ihn alle in der Firma, in der er zu sich kam. Was ist geschehen?

Meine Meinung:

Der Einstieg in den Roman fiel sehr leicht, denn zunächst bekommt der Leser die Möglichkeit, sich ein Bild von Jasons Leben zu machen. Man begleitet ihn ein kurzes Stück in seinem alltäglichen Leben und wird Zeuge des Überfalls. Blake Crouchs Schreibstil ist dabei sehr flüssig und gut verständlich. Er schafft es sehr gut, dem Leser einen guten Überblick und Eindruck des Geschehens zu liefern und verliert sich dabei nicht in unnötigen Details. Die Sätze sind meist kurz und dadurch wirkt die Sprache recht einfach, ist aber hier auch perfekt, da das Thema schon kompliziert genug ist. Dabei gibt es hier auch sehr viele Dialoge, da nicht nur der Leser keine Ahnung hat, was los ist, sondern auch der Protagonist Jason, sind diese sehr hilfreich, denn es wird zeitweise sehr kompliziert im Denken, denn es geht hier nicht, wie der Titel zunächst vermuten lässt, um Zeitreisen, sondern um das Multiversum. Der Gedanke über ein: was wäre, wenn ich anders gehandelt hätte, mich anders entschieden hätte, an jedem dieser Wege gibt es einen Scheideweg, eine Parallelwelt, die zeigt, wie es wäre, wenn man sich für einen anderen Weg entschieden hätte. Klingt kompliziert? Ist aber gar nicht so wild, denn der Autor erklärt das Ganze recht gut und die meiste Zeit war alles recht klar vorstellbar.

Die Spannung bleibt hoch gehalten, gerade zum Zeitpunkt der Entführung steigt auch zum ersten Mal der Adrenalinspiegel und auch sonst wird immer wieder an der Spannungsschraube gedreht. Gemeinsam mit dem Protagonisten erlebt man Fluchten, steht vor Geheimnissen, kämpft mit verschiedenen Gegnern und sucht nach Antworten und Lösungen. Dabei gibt es hier unglaublich viele Wendungen, die nicht vorhersehbar sind und den Leser immer wieder in neue Richtungen lenken und alles noch einmal überdenken lassen, auch sonst bringt der Inhalt zum Nachdenken: kann es so ein Multiversum wirklich geben? Denn dieses Multiversum ist durchaus ein diskutiertes Thema.

Dadurch, dass die Geschichte in der Ich-Form aus Jasons Perspektive geschildert wird, ist man als Leser auch ganz nah am Geschehen und kann alles, was der Protagonist empfindet, gut nachvollziehen. Ich spürte seine Verwirrtheit, gerade nachdem er in dem Institut wieder zu sich kommt, aber genauso konnte ich seine Angst und auch seine Liebe zu seiner Frau mitempfinden.

Die Charaktere sind hier mehr oder weniger überschaubar, da man in erster Linie Jason auf seiner aberwitzigen Suche begleitet. Gemeinsam mit der Psychologin Amanda begibt er sich hier auf Reisen durch das Multiversum. Auch wenn ich viele seiner Gedanken nachvollziehen kann, bleibt allerdings Jason für mich ein nicht ganz greifbarer Charakter. Zwar kann ich mich in seine jeweiligen Situationen versetzen, habe aber trotzdem noch ein wenig das Gefühl, ihn nicht richtig kennengelernt zu haben. Wobei ich aber auch wieder sagen muss, dass hier auch eher das Hauptthema bei dem Geschehen und nicht in den Charakteren liegt. Genau so geht es mir auch mit den Nebencharakteren, ihre Handlungen sind zwar nachvollziehbar, aber wirklichen Tiefgang bei der Charakterisierung ist auch da nicht zu finden.

Mein Fazit:

Alles in allem ein sehr temporeiches Buch, dessen Kernfrage lautet: wie wäre es, wenn du dich anders entschieden hättest? Wie wäre dann dein Leben verlaufen? Vor allem, welches Leben ist das, das du dir wünschst? Auch wenn der Titel, der Zeitenläufer ein wenig in die Irre führt und nicht unbedingt den wirklich Inhalt spiegelt, so ist es trotzdem sehr gut gelungen. Wer Bücher mit viel Action mag, ist hier gut aufgehoben und wird, auch dank des sehr flüssigen Schreibstils, gute Unterhaltung finden.

Dark Matter. Wie viele Realitäten gibt es?

Von: Gisela Simak Datum : 21.05.2017

lese-himmel.blogspot.de/

Zum Inhalt

Das ist jetzt eine von den wenigen Rezensionen, wo ich lange überlegt habe, was ich schreiben soll. Nur ein Wort zuviel, und die Spannung verschwindet ins Multiversum. Für das was dann zurück kommen würde, könnte ich nicht garantieren.

Die Geschichte fängt an, wie es bei vielen von uns auch der Fall sein dürfte. Man kocht ein leckeres Essen. Eine Flasche Wein wird geköpft. Leise Musik im Hintergrund. Bei dem einen oder anderen warten Kinder, bis das Essen fertig ist. Eine heile Welt, in der man sich geborgen fühlt.
So auch bei Jason Dessen. Seine rassige Frau kocht Pasta. Leicht beschwipst vom Wein schaut er ihr zu. Sein Sohn zeichnet ein Bild. Jason ist glücklich. Seine Frau schaut ihn verliebt an, wie nur sie es kann.
Jason ist ein Atomphysiker, der weit unter seinen Möglichkeiten arbeitet. Aus Liebe zu seiner Familie, hat er auf die große Karriere verzichtet. Er unterrichtet an einem College.
Seine Frau Daniela hätte vor 15 Jahren große Chancen als Künstlerin gehabt. Sie hat genau wie Jason auf eine vielversprechende, berufliche Laufbahn verzichtet. Auch ihr war die Familie wichtiger. Geld war knapp.
Jedoch war nicht immer eitel Sonnenschein. Daniela litt lange Zeit unter Wochenbettdepressionen. Jason beneidet seinen besten Freund, dem ein Durchbruch in der Quantenphysik gelungen ist. Ein Erfolg, den Jason locker für sich verbuchen könnte. Wenn er sich vor 15 Jahren anders entschieden hätte.
Jason macht sich auf den Weg, um seinem Freund Raymond zu gratulieren. Bis zum Essen will er wieder daheim sein. Aber, auf dem Heimweg begegnet er einem Mann mit einer Geisha-Maske. Ein Schlag auf den Hinterkopf. Als er wieder zu sich kommt, ist nichts mehr so, wie es mal war.

Meine Meinung


Wie wäre Jasons Leben verlaufen, wenn er sich anders entschieden hätte? Würde mich das jemand fragen, müsste ich sagen: >>Weiß ich nicht. Es ist nun mal so, wie es ist.<<
Das ist bei Jason anders. Er hat sämtliche Möglichkeiten dies herauszufinden. Er zweifelt oftmals an seinem Verstand. Begibt sich freiwillig in ein Krankenhaus. Will wissen, ob er ein Karriere- oder Familienmensch ist.
Jason geht einen richtigen Leidensweg. Er weiß noch nicht, dass seine eigene Intelligenz mitverantwortlich ist.
Ich stelle es mir wirklich grausam vor, wenn man aus einer Ohnmacht erwacht, und nichts mehr so ist, wie es vorher war. Jason wacht in einem Labor auf und muss kräftezehrende Untersuchungen über sich ergehen lassen. Die Menschen in den sterilen Räumen, soll er angeblich kennen. Er wurde erwartet. Sein (angeblich) bester Freund möchte ihm helfen, sein Trauma zu verarbeiten. Jason ist misstrauisch. Ihm gelingt die Flucht aus dem Labor. Jason macht Bekanntschaft, mit dem dunklen Teil seiner Seele.

Jason tat mir eigentlich nur noch leid. Er hatte kein Geld-, Freunde,- Heim und Familie mehr.
Sämtliche Parallelwelten haben aus ihm einen Flüchtling gemacht. Er musste irgendwie wieder einen Zugang zu seiner Welt finden. Stets war er hungrig und durstig. Mit Logik und seinem Wissen in Quantenphysik, versuchte er eine Lösung zu finden. Vor jeder Parallelwelt sollte er gute Gedanken haben. Mit Hilfe eine Notizbuches könnte es ihm gelingen.

>>Wenn man etwas schriftlich festhält, ist man voll darauf konzentriert. Es ist fast unmöglich, zu schreiben und an etwas anderes zu denken. Die Tätigkeit des Schreibens bringt Gedanken und Absichten in Einklang.<< (Seite 231)




Mein Fazit


Dieser Pagetuner hat mich durch 400 Seiten gejagt. Ich wusste von einen auf den anderen Moment nicht, in welcher Realität Jason landet.
Die Geschichte wird aus der Sicht von Jason erzählt. Die Atmosphäre ist meist düster und kalt. Die Protagonisten sind gut gezeichnet. Es fängt mit einem Gläschen Wein an. Zu diesem Zeitpunkt kann man wirklich nicht erahnen, das man innerhalb kurzer Zeit durch meterhohen Schnee und einem skurrilen Chicago wandert, wo die gleichen Gebäude doch ganz anders sind. Heimat keine Heimat mehr ist. Familie keine Familie mehr. Man seine Identität nicht mehr sein Eigen nennen kann.

Man stellt sich die Frage, ob es im Multiversum auch von sich selber noch ein eine andere Realität gibt. Wenn ja? Wie oft gibt es mich?
Welche Realität Jasons entspricht der Wahrheit? Berühmter Wissenschaftler oder Familienvater?


Ich empfehle Dark Matter jedem, der wissen will, ob unsere Vergangenheit irgendwo Gegenwart ist. Die Gegenwart längst schon vergangen. Die Zukunft: JETZT!
Ob mir das Ende gefallen hat? Das Ende könnte gut einen zweiten Teil vertragen.
Eine uneingeschränkte Empfehlung von mir, für diesen genialen ScFi-Thriller.

Danke Blake Crouch.

Mein Dank geht an den Goldmann-Verlag für die Bereitstellung des Buches.

Auch ohne dunkle Materie genial!

Von: buchpanda Datum : 20.05.2017

buchpanda.jimdo.com/

Der Klappentext beschreibt ja schon wunderbar, worum es geht - jetzt beschreibe ich, wie.
Die Geschichte ist im Präsens verfasst, was ich eigentlich nicht besonders mag, aber bei dieser Story passt es sehr gut. Der Schreibstil ist flüssig, es gibt genug Details und Gedanken, um ein allumfassendes Bild von allem zu bekommen, ohne von Beschreibungen überrannt zu werden.
Die Hauptperson Jason (Ehemann, Vater, Professor) ist eine tolle Hauptperson, da er nachvollziehbar handelt, die richtigen Schlüsse zieht und einen kühlen Kopf bewahren kann, um in Ruhe Entscheidungen zu treffen und nachzudenken.
Die Geschichte ist super aufgebaut, es kommt keine Langeweile auf!
Man möchte unbedingt erfahren, was denn los ist und begibt sich mit Jason auf die verzwickte Suche. Dabei begegnet man ein paar Nebencharakteren, die nicht blass bleiben und für eine kurze Zeit ihre wichtige Rolle spielen.
Um das ganze noch besser zu machen, gibt es auch unerwartete Wendungen! Juhu!
Ich möchte nicht zu viel verraten, da man beim Lesen lieber überrascht werden sollte. Aber eingefleischten Sci-Fi-Fans wird wohl zu wenig Sci-Fi enthalten sein. Mir als Sci-Fi-Tourist hat die Geschichte super gefallen, da es nicht zu abgespaced war und man auch keine seitenlangen technischen Erklärungen lesen musste.
Allerdings muss ich im Nachhinein feststellen, dass es doch ein paar wenige unlogische Dinge gibt... welche einem jedoch nur auffallen, wenn man noch einmal gründlich über alles nachdenkt.
Die einzige wichtige Kritik, die ich einzuwenden habe, bezieht sich auf den unpassenden Titel. Die dunkle Materie wird nur einmal erwähnt... da fühlt man sich schon etwas gecatfisht, wenn man ein Buch mit String-Theorie, Dunkler Materie, Universum etc. als Schwerpunkt erwartet :(
Aber auch ohne dunkle Materie ein echt toller Roman, bei dem mehr die Familie und die Liebe im Vordergrund steht als das eigentliche Abenteuer.
Ich kann die Geschichte nur empfehlen und freue mich schon sehr auf die Verfilmung, weil ich mir dieses tolle Buch schon beim Lesen gut auf einer Leinwand vorstellen konnte.

Ebenso faszinierend wie erschreckend

Von: Nini Datum : 20.05.2017

ninis-kleine-fluchten.blogspot.com

Auch wenn Blake Crouch als Autor in den USA bereits ein Begriff ist, hatte ich bisher noch nie von ihm gehört. Da mich die Grundthematik des Buches - "Was wäre wenn? Wie wäre das Leben verlaufen, wenn man sich an einer Stelle anders entschieden hätte?" - fasziniert, habe ich mich mit Jason auf die Reise gemacht.

Dass die Filmrechte am Buch bereits verkauft sind, wundert den Leser bereits nach wenigen Seiten nicht mehr. Denn es ist durchaus augenfällig, dass Blake Crouch in einer sehr plakativen Art und Weise die Szenen im Kopf des Lesers entstehen lässt - das Buch schreit nahezu nach einer Verfilmung im Stile von Jason Bourne. Als Leser muss man diesen Schreibstil mögen oder sich zumindest daran gewöhnen.

Die Story selbst ist extrem interessant und darüber hinaus bringt Blake Crouch einiges an Action und Spannung ein. Das Konstrukt, das er im Kopf des Lesers entwickelt, dass es viele unterschiedliche Parallelexistenzen eines Selbst gibt, ist genauso erschreckend wie faszinierend, da es unendlich viele Möglichkeiten offeriert.

Der Lesefluss ist sehr gut und gerade unser Hauptprotagonist Jason Dessen sehr vielschichtig charakterisiert. Er hat seine Fehler und Schwächen, Wünsche und Sehnsüchte - er ist ein ganz normaler Mensch, der plötzlich in etwas hineingerät, was er sich nie hätte vorstellen können. "Dark Matter - Der Zeitenläufer" ist ein Kampf Gut gegen Böse - allerdings kämpft Jason für das Gute und gegen das Böse in sich selbst.

Gegen Ende wird die Handlung für meinen Geschmack etwas sehr überspitzt und irreal, ist aber dennoch eine logische Entwicklung der vorhergehenden Handlung.

"Dark Matter - Der Zeitenläufer" von Blake Crouch ist ein spannendes, mitreißendes und auch zum Nachdenken anregendes Buch, das vom Leser einiges an Vorstellungsvermögen verlangt.

Diesen Autor sollte man im Auge behalten – großes Kino!

Von: TheWonderlandBooks Datum : 19.05.2017

https://thewonderlandbooks.wordpress.com/

Dieses Buch wurde mir von dem Verlag selbst empfohlen. Das Cover hatte mich im ersten Moment überhaupt nicht angesprochen und ich war schon kurz davor die Mail zu löschen, aber nachdem ich mir die genauere Beschreibung durchgelesen habe, war ich sofort Feuer und Flamme. Ich wollte mich einfach mal wieder auf etwas Neues einlassen. Etwas, dass ich in der Form noch nicht gelesen habe und zu dem ich wahrscheinlich auch nicht selbst gegriffen hätte. Zur Umschlaggestaltung komme ich übrigens am Ende meiner Rezension, denn die ist etwas ganz Besonderes.

Ich war von der ersten Seite an gefesselt. Der Schreibstil des Autors hat mir unglaublich gut gefallen und auch nebensächliche Szenen erschienen mir durchaus wichtig und ich wollte immer unbedingt wissen wie es mit Jason weitergeht. Diesen Spannungsbogen hat Blake Crouch zum Großteil das ganze Buch über halten können. Erst zum Ende hin, hat die Spannung etwas für mich nachgelassen.

Die Charaktere in dem Buch haben mir ganz gut gefallen, keiner ist mir besonders sympathisch gewesen, aber darauf zielt der Roman auch nicht ab und er funktioniert ganz ohne große Sympathien. Man kommt mit Jason als Hauptfigur wunderbar klar, er wurde gut ausgearbeitet und passend gewählt. Sein Leben wirft die typischen Fragen auf, die sich wohl jeder schon mal gestellt hat. Einfach, weil man im Leben ja oft wichtige Entscheidungen treffen muss und sich im Nachhinein automatisch fragt, was wäre gewesen wenn.

Da ich mich mit den Thema „Zeit und Raum“ im privaten Bereich gar nicht so gerne beschäftige und auch Filme wie „Interstellar“ total öde und abstrakt finde, musste ich mich zwischendurch, bei wichtigen Erklärungen, stark konzentrieren und manchmal auch einen Absatz wiederholt lesen. Meiner Meinung nach ist es sehr wichtig die Erklärungen verstanden zu haben, sonst könnte es passieren, dass man mit einigen Handlungen durcheinander kommt und vielleicht auch den Anschluss zu der Geschichte verpasst oder denkt, dass sich der Autor verzettelt hat.

Ab einem gewissen Punkt ist man aber total in der Geschichte aufgegangen und hat mit Jason mitgefiebert. Lediglich das Ende hat mir irgendwie nicht ganz so gut gefallen. Ich hatte zwar überhaupt keine Vorstellung darüber, wie es enden wird, aber irgendwo hat mir das gewisse Etwas, dass dieses Buch vorher so gut aufgebaut hatte, gefehlt. Es war irgendwie unspektakulär im Vergleich zum Anfang.

Nichtsdestotrotz konnte mich das Buch absolut überraschen, für sich einnehmen und hat mir wirklich gut gefallen. Ich muss zugeben, dass ich das nicht erwartet hatte. Sollte der Autor weitere Bücher schreiben, werde ich sie mir auf jeden Fall kaufen, denn selten ist ein Buch über eine längere Zeitspanne dermaßen spannend und fesselnd gewesen. Durch „Dark Matter“ von Blake Crouch habe ich eine neue Leseerfahrung gesammelt und bin dem Thema rund um Parallelwelten nun wieder etwas aufgeschlossener.

Das Buch eignet sich in meinen Augen für einen richtig spannenden Kino- oder Fernsehfilm und die Rechte sollen wohl auch schon nach Hollywood verkauft worden sein, und der Autor an einem Drehbuch schreiben. Mein Wunsch während des Lesens wurde also scheinbar schon im Voraus erfüllt.

Fazit: Diesen Autor sollte man im Auge behalten – großes Kino!

Ein toller Science-Thriller, den man gelesen haben muss!

Von: It's Vonk Datum : 16.05.2017

www.youtube.com/itsvonk

So ein toller Science Thriller, bei dem die Wissenschaft dahinter schön verständlich, aber trotzdem korrekt auf den Punkt gebracht wird - das hat mich wirklich sehr glücklich gemacht. Dazu wird wirklich kontinuierlich Spannung aufgebaut und auch das Ende hat mir gut gefallen. Meine Kritikpunkte sind sehr beschränkt, zum einen ist der deutsche Untertitel "Der Zeitenläufer" völliger Unfug, da es hier um verschiedene Realitäten geht und der Protagonist zwischen selbigen reist und nicht in der Zeit - die läuft weiter. Zum anderen habe ich einen winzigen inhaltlichen Kritikpunkt, den ich hier aufgrund von Spoilern aber nicht nenne. Den findet man aber auch nur, wenn man wirklich kleinkariert ist, also gebe ich dem Buch noch 5 Punkte und es ist definitiv ein Highlight für mich, das mich gar nicht mehr los gelassen hat.

Ein Rennen durch Zeit und Raum

Von: GrossesBüchergewusel Datum : 13.05.2017

grossesbuechergewusel.blogspot.de/?m=1

Titel:"Dark Matter Der Zeitenläufer"
Autorin: Blake Crouch
Verlag: Goldmann Verlag
Sprache: Deutsch
Broschiert: 416 Seiten
ISBN-13: 978-3442205127
Preis: 16,00€


Klappentext

"Bist du glücklich?" Das sind die letzten Worte, die Jason Dessen hört, bevor ihn ein maskierter Mann niederschlägt. Als er wieder zu sich kommt, begrüßt ihn ein Fremder mit den Worten:"Willkommen zurück, alter Freund." Denn Jason ist in der Tat zurückgekehrt - doch nicht in sein eigenes Leben, sondern in eines, das es hätte sein können. Und in diesem Leben hat er seine Frau nie geheiratet, sein Sohn wurde nie geboren. Und Jason ist kein einfacher College-Professor, sondern ein gefeierter Wissenschaftler. Doch ist diese Welt real? Oder ist es die vergangene Welt? Wer ist sein geheimnisvoller Entführer? Und vor die Wahl gestellt - was will er wirklich vom Leben: Familie oder Karriere?
Auf der Suche nach einer Antwort begibt Jason sich auf eine ebenso gefährliche wie atemberaubende Reise durch Zeit und Raum, die ihn am Ende auch mit den dunklen Abgründen seiner eigenen Seele konfrontieren wird...


Meine Meinung

Grundlage zu diesem Buch ist eine Theorie der Quantenphysik.
Crouch schafft es auf 416 Seiten diese Theorie dem Leser näher zubringen ohne genau ins Detail zugehen. Er gibt gerade genug preis, dass man der Geschichte und den Geschehnissen folgen kann.
Mit seinem unverwechselbaren Schreibstil erschafft Crouch eine spannungsgeladenen und düstere Atmosphäre, die den Leser in seinen Bann zieht.
Diese Atmosphäre spiegelt auch das schwarze Cover wieder.
Der Roman lässt sich super lesen, da einen sowohl das Thema packt, als auch die flüssigen Sätze.
Auch die kleinen Cliffhanger, die am eines jeden Kapitel stehen, lassen einen das Buch ungerne aus der Hand legen.
Man will unbedingt wissen, wie sich die Protagonisten in diesem Moment entscheiden. Jede Entscheidung öffnet in diesem Roman eine neue Tür und formt den jeweiligen Charakter weiter.
So bekommen die Charaktere, welche von Beginn an sehr durchdacht sind, noch mehr Tiefe.
Man fiebert mit ihnen mit und kann die Entscheidungen, die sie treffen, gut nachvollziehen.

Schon der Klappentext und die Aufmachung des Buches haben mich sehr angesprochen.
Doch die Story hat mich richtig gepackt.
Sie bringt einen jedoch auch zum grübeln, ob jede Entscheidung in seinem bisherigen Leben richtig war und wie es wäre, wenn man einiges anders gemacht hätte.
Ein Buch welches viele Fragen aufwirft und den Leser zum nachdenken anregt.
Das Buch gefiel mir super und ich werde es auf alle Fälle noch einmal lesen.

Ein Muss für jeden!

Bist du glücklich? Packend, spannend, rasant

Von: catching.wordsss Datum : 10.05.2017

catching-wordsss.blogspot.de/

Allgemeins

Titel: Dark Matter. Der Zeitenläufer
Autor: Blake Crouch
Verlag: Goldmann
Genre: Roman
ISBN: 978-3-442-20512-7
Seiten: 408
Preis: 16,00€

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Klappentext

"'Bist du glücklich?' Das sind die letzten Worte, die Jason Dessen hört, bevor ihn ein maskierter Mann niederschlägt. Als er wieder zu sich kommt, begrüßt ihn ein Fremder mit den Worten 'Willkommen zurück, alter Freund'. Denn Jason ist in der Tat zurückgekehrt - doch nicht in sein eigenes Leben, sondern in eines, das es hätte sein können. Und in diesem Leben hat er seine Frau nie geheiratet, sein Sohn wurde nie geboren. Und Jason ist kein einfach College-Professor, sondern ein gefeierter Wissenschaftler. Doch ist diese Welt real? Oder ist es die vergangene Welt? Wer ist sein geheimnisvoller Entführer? Und vor die Wahl gestellt - was will er wirklich vom Leben: Familie oder Karriere?
Auf der Suche nach einer Antwort begibt Jason sich auf eine ebenso gefährliche wie atemberaubende Reise durch Zeit und Raum. Eine Reise, die ihn am Ende auch mit den dunklen Abgründen seiner eigenen Seele konfrontieren wird..."
Cover

Das Cover ist ganz einfach und schlicht gehalten. Alles ist schwarz - in verschiedenen Abstufungen. Der Untertitel 'Der Zeitenläufer' ist als einziges in weiß hervorgehoben. Die ganze Aufmachung versprüht schon eine düstere, bedrohliche Stimmung, die auch im Buch zum Tragen kommt.

Schreibstil

Das ganze Buch ließ sich super einfach und schnell lesen. Fast jede Seite hat mich auf ihre Art gefesselt &amp; es fiel mir wirklich schwer, das Buch aus der Hand zu legen.

Charaktere

Jason Dessen ist der Hauptcharakter und ich fand ihn wirklich gut. Genrell hat den Charakteren etwas an Tiefe gefehlt und man konnte nicht wirklich eine persönliche Bindung zu ihnen aufbauen und doch haben sich mich alle irgendwie angesprochen.
Es war so faszinierend, wie Entscheidungen aus einem Menschen einen ganz anderen machen können.

Meine Meinung

Das war mein erster Roman im Genre Science-Fiction und ich war wirklich begeistert davon.
Die Thematik war wirklich super und hat mich auch im Nachhinein noch zum Nachdenken gebracht.

Als Grundlage diente eine Theorie der Quantenmechanik.
Es hat mich etwas gestört, dass teilweise so viel wissenschaftliches Fachgesimpel dabei war. Natürlich ist das irgendwie wichtig für die Geschichte, um die ganze Idee von dem Multiversum zu verstehen. Aber für jemanden wie mich, der Physik ganz ohne schlechtes Gewissen abgewählt hat, weil er nichts davon versteht, war es sehr schwer hinter den ganzen Sinn zu blicken und die Theorie nachzuvollziehen. Aber das ist auch eher ein persönliches Problem.

Allgemein fand ich die Idee einfach faszinierend. Der Untertitel des Romans ist dabei etwas verwirrend. Meiner Meinung nach passt 'Der Zeitenläufer' nicht wirklich, denn es wird auch im Buch klar, dass es nicht um Zeitreisen geht.
Es geht um Paralleluniversen, die zur gleichen Zeit spielen, sich aber durch verschiedene Entscheidung der Menschen voneinander abgespalten haben.

Es ist so spannend, wenn man sich vorstellt, dass man vielleicht noch tausend andere Leben führt. Ist man in diesen glücklicher? Erfolgreicher? hat man es dort schlechter?

Das Buch ist sehr facettenreich und wirft einen in ein scheinbar normales Leben, das mit etwas Quantenphysik gemischt wird und schon entsteht eine bewegende, nachdenklich stimmende Thematik.

Das Buch kommt ohne viel Gewalt oder Blut aus und doch ist es von Beginn an spannend und durch den rasanten Schreibstil des Autors verliert das Buch auch nicht an Spannung.
Ich konnte viel mit Jason mitleiden und es hat teilweise so hilflos und wütend gemacht, ihn eingesperrt in diesem Multiversum zu sehen.

Ohne wirklich zu spoilern, möchte ich nur sagen, dass mich das Ende mit vielen Fragezeichen im Kopf zurück gelassen hat und ich mir hier wirklich einen weiteren Teil wünschen würde.

Bist du glücklich? Eine Frage, die sich jeder schon gestellt hat und die in diesem Science-Fiction Roman auf eine völlig neue Art gestellt und beantwortet wird.

Abgefahren!

Von: Aleshanee von Weltenwanderer Datum : 09.05.2017

blog4aleshanee.blogspot.de/

Also ich muss gestehen, dass es sich anfangs etwas gezogen hat. Bis Jason entführt wird und er erkennt, dass er in einer Parallelwelt gelandet ist, dauert schon etwas, aber dann! Ich konnte das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen, weil ich wie Jason gefangen war in dieser Idee des Multiversums - wobei ich zugeben muss, dass ich von solchen Themen ein Fan bin!
Es kamen auch einige Fachausdrücke vor, aber die wurden entweder erklärt oder so gekonnt eingeflochen, dass selbst ich es verstanden hab. Und selbst die Theorie von Schrödingers Katze hab ich endlich richtig verstanden!
Die Folge der Beobachtung und der Wirkung auf alles, was wir wahrnehmen, wird ja von der Physik schon lange erforscht, dazu gibts auch ein sehr cooles Video auf youtube, wer sich dafür interessiert: klick

Jason, der Protagonist, der aus der Ich Perspektive erzählt, hat ein eher beschauliches Leben in Chicago. Seine Karriere hat er für Frau und Kind aufgegeben und unterrichtet an einem College. Auch wenn insgesamt sein Leben schon fast etwas langweilig erscheint, geht es ihm doch gut und er liebt seine Frau und seinen Sohn sehr - aber wie bei vielen hat sich halt doch auch der Alltag eingeschlichen.
Das ändert sich natürlich, als er tatsächlich in eine Parallelwelt katapultiert wird, in der er sich bei einer wichtigen Entscheidung anders entschieden hat. Als Jason sieht, wie sein Leben verlaufen wäre, wird ihm bewusst, wie wichtig SEIN Leben für ihn ist.

Es gibt ja einige Theorien über Parallelwelten und auch wenn ich mich mit dem Thema nicht intensiv auseinandersetze, fasziniert es mich jedes Mal wieder. Die Ideen, die Blake Crouch hier einbringt, sind total krass und haben mir echtes Magenkribbeln verursacht. Das Gehirn fährt echt Achterbahn wie das ganze hier umgesetzt ist, als hätte man einen Knoten im Kopf.
Es gibt ja die Vorstellung, dass jede Entscheidung, die wir treffen, einen neuen Weg öffnet für unser Leben - und einen weiteren Weg in einem anderen Universum. Somit entstehen unendlich viele, in der wir alle auch existieren, nur nimmt dort unser Leben eben einen anderen Verlauf. Ich liebe solche Gedankenspiele!

Der Schreibstil ist dabei flüssig und wie gesagt, man versteht doch alles sehr gut und es wirkt auch alles in sich logisch. Ich hab zwar ein - zwei Punkte gefunden, die ich mir nicht so recht erklären konnte, was aber bei dem Thema nicht so schlimm für mich war.

Am Ende wird jedenfalls klar, dass jede Entscheidung, die wir treffen unsere Persönlickeit formt. Alles, was wir tun, wen wir treffen, öffnet eine Tür und schließt auch gleichzeitig eine - aber es macht uns eben zu dem, der wir sind. Natürlich wird jeder manchmal daran denken, was wäre, wenn man sich in gewissen Situationen anders entschieden hätte, aber man muss auch sehen, wo man jetzt steht und dass es immer wieder neue Entscheidungen gibt! Auch dankbar zu sein für das, was man hat und nicht dem nachzutrauen, was hätte sein können!
Das sagt der Autor auch sehr schön in einem kurzen Interview am Ende des Buches.

Die Aufmachung des Covers, darauf möchte ich auch noch kurz eingehen, denn das sieht man auf dem Bild oben schlecht, ist wirklich schön gemacht. Der zarte Silberschimmer sieht richtig edel aus!

Ich hab lange überlegt, ob ich einen halben Stern abziehe, weil der Anfang einfach doch recht langwierig war, aber ich fand die Idee und die Umsetzung so faszinierend, dass ich hier gerne alle 5 Sterne vergebe!

Spannend, emotionsgeladen und überrascht mit einigen Wendungen

Von: Buchschatzjägerin Datum : 05.05.2017

https://buchschatzjaegerin.blogspot.de/

WORUM GEHT ES?
Eines Nachts wird Jason Dessen überfallen und von einem maskierten Mann entführt. Dieser spritzt ihm irgendein Präparat und als Jason wieder zu sich kommt, ist er in einer Welt, die nicht seine ist, denn dort ist er kein College-Professor, sondern ein ausgezeichneter Wissenschaftler, der etwas Unglaubliches erschaffen hat. Seine Frau Daniela hat er jedoch nie geheiratet und somit wurde sein Sohn Charlie nie geboren.
Erst nach und nach gelingt es Jason, all die offenen Fragen zu beantworten und wird auf die Probe gestellt: Will er in diesem Leben bleiben, in dem er die Karriere dem privaten Glück vorgezogen hat? Oder hat er in seinem eigenen Leben, dem mit Frau und Kind als College-Professor, alles, was ihn glücklich macht?


REZENSION
Besonders angesprochen hat mich an Dark Matter nicht nur der Klappentext, der schon vielversprechend klang, sondern auch die Aufmachung des Romans ist wirklich gelungen. Aufgrund des durchweg schwarzen Covers dachte ich zuerst, dass es eventuell durch eine düstere Stimmung im Roman inspiriert sein könnte. Doch es hat eher etwas mit dem Titel zu tun. Für Dark Matter, also dunkle Materie, hätte es wohl keine passendere Covergestaltung geben können. Auch die besondere Klappenbroschur hat mich beim ersten Anblick in der Buchhandlung sehr neugierig gemacht, weshalb ich das Buch auch erst zur Hand genommen und mir genauer angesehen habe. Es ist also definitiv ein kleiner Eye-Catcher.
Das Einzige, das mir tatsächlich nicht gefällt, in der Untertitel Der Zeitenläufer, da dies nichts mit dem Roman zutun hat. Es geht nicht ums Zeitreisen, sondern darum, in verschiedene Realitäten, im Multiversum zu reisen, die aber alle zur selben Zeit ablaufen. Demnach ist Jason also nicht der Zeitenläufer, sondern eher der Multiversumsläufer.

Ich muss zugeben, dass ich nach dem Lesen des Klappentextes doch eine ganz andere Vorstellung von Blake Crouchs Roman hatte. Dass Physik dabei eine große Rolle spielen könnte, habe ich, als jemand der absolut gar keine Ahnung davon hat, trotz des Titels gar nicht bedacht. Sobald also das erste Mal etwas physikalisch erklärt wurde, hatte ich deswegen auch gleich Angst, dass sich das im gesamten Roman noch steigert und ich irgendwann kein Wort mehr verstehe. Umso erleichterter war ich, dass alles tatsächlich so erklärt wird, dass sogar ich es verstehe und auch nachvollziehen kann. Da möchte ich wirklich ein großes Lob an Blake Crouch loswerden, denn dass man mich mit Physik begeistern kann, da gehört schon eine ganze Menge dazu.

Obwohl ich mich normalerweise mit längeren Kapiteln schwer tue, von denen es auch im Roman gleich einige gibt, waren der Schreibstil und die Erzählgeschwindigkeit wirklich so gut, dass mir das beim Lesen gar nicht aufgefallen ist. Ich hatte zwischendrin nicht das Gefühl, dass ein Kapitel vielleicht zu langatmig war, was man durchaus positiv hervorheben muss.

Im Großen und Ganzen hat der Roman mich mit seiner Handlung mehr als überrascht. Zu Beginn dachte ich tatsächlich, es wäre eine Art Entführungsgeschichte, in der ein Mann das Leben des Protagonisten einnimmt, doch dass so viel mehr dahinter steckt, habe ich wirklich nicht geahnt. Ich bin tatsächlich froh, dass die Geschichte genau diese andere Richtung eingeschlagen hat.
Was sich der Autor da ausgedacht hat, ist wirklich wahnsinnig spannend und interessant. Ich habe tatsächlich mit dem Protagonisten Jason gelitten und mitgefiebert. Jason ist eigentlich die Art von Charakter, die man mögen muss. Eine sehr treue Seele, ein guter Mensch. Dass ihm das zum Verhängnis wird, hätte er selbst wohl auch nie gedacht. Besonders beeindruckt hat mich seine bedingungslose Liebe zu seiner Frau Daniela. Er hatte die Möglichkeit, ein ganz anderes Leben zu führen, wollte jedoch nur zurück zu seiner Frau in sein eigenes Leben. Dass er die richtige Entscheidung getroffen hat, spürt man ganz am Ende, als sich Daniela für ihn stark macht. Das war einer der Momente, die mich sehr bewegt haben.

Spannend ist vor allem, dass der Roman einen selbst oft zum Nachdenken anregt. Man stellt sich unweigerlich die Frage, ob man selbst glücklich mit seinem Leben ist oder wie eine andere Version von einem selbst leben würde. Was wäre passiert, wenn man sich an einer bestimmten Stelle des Lebens anders entschieden hätte? Es ist also nicht nur eine Geschichte, die Unterhaltung verspricht, sondern einem gleichzeitig auch nach dem Lesen noch im Kopf bleibt.

Dass dieser Roman wohlmöglich verfilmt werden soll, kann ich nur unterstützen, denn er hat definitiv sehr viel Potential. Die Geschichte ist spannend, emotionsgeladen und überrascht mit einigen Wendungen. Es wird immer kurioser und auch der Protagonist, aus dessen Sicht der Roman geschrieben ist, überzeugt mit seinem eisernen Willen und einer starken Entwicklung. Dass das Ende größtenteils offen bleibt, finde ich eine gelungene Lösung, auch wenn ich mir vielleicht noch ein paar Einzelheiten mehr gewünscht hätte. Ich kann mir diesen Roman sehr gut als Film vorstellen und würde mich tatsächlich sehr freuen, ihn auf der Leinwand zu sehen.



FAZIT
Alles in allem ist Dark Matter ein spannender, abwechslungsreicher Science-Fiction Roman, der zwar einiges physikalisches Wissen vermittelt, dies jedoch sehr verständlich tut und damit auf jeden Fall auch etwas für Laien ist. Durch einige Plottwists bleibt der Roman bis zum Ende spannend und man fiebert tatsächlich die ganze Zeit mit. Doch der Roman regt auch zum Nachdenken an. Man fragt sich automatisch, ob man mit seinen Entscheidung im Leben immer zufrieden war. Dark Matter bekommt von mir fünf von fünf Sternen.

Ein Buch wie im Rausch. Atemberaubend!

Von: Tasmetu Datum : 02.05.2017

tasmetu.de

Eigentlich hatte ich die Hoffnung schon aufgegeben, dass mich irgendein Buch in der nächsten Zeit aus der Leseflaute ziehen würde. Doch dann kam „Dark Matter“ und ich inhalierte dieses unfassbare Buch. So etwas habe ich noch nie gelesen. Vielleicht liegt es an meiner geringen Erfahrung mit Science Fiction und Thrillern, aber für mich war diese Geschichte einzigartig und von so einer Intensität, dass ich es beim Lesen kaum aushielt. Ich musste zur nächsten Seite blättern und zur nächsten und zur nächsten. Es war eins dieser Bücher, bei denen man nicht möchte, dass sie aufhören, gleichzeitig aber gar nicht schnell genug weiter lesen kann.
Ich habe lange überlegt und finde tatsächlich fast gar nichts, was ich an diesem Buch aussetzen kann. Ja, die Diversität hätte man noch erhöhen können und Jasons Verliebtheit grenzt an manchen Stellen fast schon an Besessenheit (was allerdings in Anbetracht der Umstände tatsächlich irgendwie angemessen war). Auch das Cover – so hochwertig der Umschlag auch sein mag – finde ich etwas zu unaufällig, aber das war es dann auch schon mit meiner Kritik.
Crouch schreibt rasant. Er hält sich nicht auf mit langen Beschreibungen und Schachtelsätzen auf. Er schreibt direkt und mitreißend. Aber nicht ohne Gefühl. Ich konnte jede Emotion, die Jason (aber auch die Nebencharaktere) spüren, nachempfinden. Mein Herz raste beim Lesen, mein ganzer Körper war unruhig, wenn es mal wieder spannend wurde (also quasi fast die ganze Zeit). Die Charaktere hatten Ecken und Kanten, waren authentisch und mit Persönlichkeit. Manche waren sympathisch, andere nicht, aber keiner von ihnen war nur flach oder oberflächlich dargestellt.
Doch das Buch ist mehr als pure Spannung. Es ist Science Fiction, in einer unglaublich genialen Form. Ich kann, wenn ich nicht spoilern möchte, nicht viel zum Inhalt sagen, außer, dass er mich irgendwo zwischen Glück, Faszination und Angst zurück gelassen hat. Denn das Szenario, das er beschreibt, wäre rein theoretisch nicht unmöglich. Und ich rede hier nicht von „In 100 Jahren könnte das passieren“. Sondern hier, jetzt, heute. In dieser Sekunde.
In dieser Geschichte steckt ein Kern, der eventuell wahr sein könnte, eingebettet in ein normales Familienleben, das durch ein Verbrechen und jede Menge Quantenphysik vollkommen aus unserer Realität gerissen wird. Es ist ein cleveres Buch, das mich nicht mehr los lässt. Mein Gehirn spinnt die Theorien, die Crouch hier in eine fiktive Realität umsetzt, weiter. Ich kann nicht aufhören an all die Wendungen und Möglichkeiten zu denken und an all das, was unser menschliches Gehirn gar nicht so ganz begreifen kann, obwohl Crouch es hier alles schlüssig darlegt. Vor allem der „Plottwist“ im letzten Drittel, der eigentlich nur eine logische Schlussfolgerung ist, lässt mich gar nicht mehr los. Ich frage mich seit dem immer wieder „Was wäre, wenn es wahr wäre?“
Die „Was wäre, wenn…“ Frage ist ein zentrales Element des Buches und erfüllt neben fesselnder, prägender und sehr intelligenter Unterhaltung, noch einen anderen Zweck: Crouch lehrt uns, dankbar für das Leben zu sein, das wir führen. So alltäglich und „langweilig“ es vielleicht auch scheinen mag, ist es doch ein Geschenk. Und jede Entscheidung, die wir treffen, ist von unglaublicher Bedeutung.
Dieses Buch hat mich zutiefst beeindruckt und erschüttert. Es gehört jetzt schon zu meinen liebsten Büchern aller Zeiten, denn ich bin an diesem Buch nicht nur als Mensch gewachsen und habe so über meinen Tellerrand geblickt, wie ich es sonst nie getan hätte, sondern war auch atemlos, weil es mich beim Lesen vollkommen begeistert hat. Ich war und bin süchtig nach diesem Buch.

Ein gewaltiges und emotionales Werk, das von der ersten Seite an überzeugt

Von: Magische Momente Datum : 02.05.2017

www.magischemomentefuermich.blogspot.com

Bist du glücklich?
Der Autor wirft hier eine ziemlich interessante, facettenreiche aber auch erschreckende Thematik auf.
Auf die Umsetzung war ich wirklich gespannt und begann voller Erwartung mit dem lesen.
Als erstes möchte ich jedoch die wirklich wunderschöne Aufmachung erwähnen, denn diese hat mich wirklich begeistert. Dieses mattschwarz mit dem zarten Schimmer darin. Einfach wunderschön anzusehen.
In die Handlung selbst kommt man sehr gut hinein.
Der wichtigste Charakter hierbei ist Jason Dessen. Ein Wissenschaftler, der an einem College unterrichtet. Jason selbst mochte ich von der ersten Sekunde an. Er ist eine authentische Persönlichkeit mit Schwächen und Stärken. Er hat sich ein Leben aufgebaut mit einer Familie die er über alles liebt.
Bis sich sein Leben eines Tages völlig verändert. Plötzlich stürzt alles zusammen und nichts ist mehr wie es war.
Man erfährt dabei alles aus der Sicht von Jason, was ihn noch lebendiger werden lässt und vor allem uns als Menschen näherbringt. Zwischendrin gibt es auch immer mal wieder einen zweiten Handlungsstrang, der mich jedoch zeitweise etwas in Verwirrung stürzte.
Immer steht die Frage im Raum ob man glücklich ist.
Was wäre passiert, hätte man einen anderen Weg eingeschlagen?
Wäre man dann automatisch glücklicher?
Mich stürzte dieses Buch auch in Grübeleien und man überlegt und sinniert über das Leben nach.
Ich fand es wirklich beängstigend, erschreckend , aber es hat mich auch nachdenklich und neugierig auf den weiteren Verlauf gebracht.
Über so eine Thematik habe ich bisher noch gar nichts gelesen und daher war mein Interesse, aber auch meine Faszination besonders groß.
Die Story selbst ist sehr temporeich und von unterschwelliger Spannung durchzogen.
Es wird nicht blutig, aber es geht an die nervliche Subtanz.
Weil man das erlebt, was Jason fühlt. Man seine Ängste , seine Qual und seine Zerrissenheit spürt.
Aber man begreift und verinnerlicht auch, was ihn als Menschen ausmacht.
Seine Emotionen sind so intensiv, das man wirklich an ihn gebunden ist.
Man hat nur einen Wunsch, das er das bekommt wonach er sich sehnt.
Man möchte das er glücklich ist.
Das er diesem Alptraum, der sich seines Lebens bemächtigt hat, entkommt.
Das er sich nicht verliert und das was ihn ausmacht.
Man erlebt die Hölle auf Erden die völlig zu entlgeisen droht, aber man erlebt auch die tiefe Liebe und das allumfassende Glück. Das auf so einer Ebene berührt, wie es nur eben geht.
Doch natürlich steht auch die Frage im Raum, was Glück bedeutet.
Geld, Ruhm, Liebe, Freundschaft?
Glück kann sich auf viele Arten widerspiegeln. Letztendlich liegt es an jedem Menschen selbst, was er darunter versteht und vor allem was er daraus macht.
Sicher ist man nicht immer mit seinem Leben im reinen. Aber gehört das nicht dazu?
Macht uns dieses Leben nicht aus?
Die Handlung selbst ist wirklich enorm spannend gehalten und ich kam wirklich nicht eine Minute zum Luft holen. Die Etwicklung war dabei wirklich gut zu spüren und besonders das Facettenreichtum von Jasons Person, hat mich in Atem gehalten.
Es geschehen Dinge die möchte man vielleicht nicht wissen.
Aber dann geschehen Dinge, die unsere Neugier noch mehr entfachen und dem ganzen eine völlige neue Dimension verleihen.
Das Ganze ist nicht das, was ich erwartet habe.
Es ist noch viel mehr, viel größer, unermesslicher, facettenreicher, gewaltiger.
Es macht sprachlos, entsetzt zunehmend und fördert auch Wut und tiefe Verzweiflung zutage.
Jason selbst geht dabei immer mehr unter die Haut. Mich hat er auf ganzer Ebene berührt und fortgetragen. Man kann sich ihm nicht verschließen. Er ist da und nimmt für sich ein.
Der fließende, lebendige und bildgewaltige Schreibstil des Autors führte auch zunehmend dazu, das ich das Buch nicht aus der Hand legen konnte.
Es ist nervenzerrend, explosiv und bringt immer wieder neue Szenarien zutage.
Hierbei kann man auch nichts vorhersehen und so geschieht es , das einige Wendungen mich wirklich sprachlos gemacht haben. Es ist nicht das, was uns präsentiert wird. Sondern das, was es uns fühlen lässt. Wohin es führt und welchem Gefühlssturm man dabei unterliegt.
Der Abschluss des ganzen hat mir wirklich enorm gut gefallen und ich kann ganz klar sagen, das dieses Buch für mich ein absolutes Highlight ist.

Fazit:
Blake Crouch hat hier ein sehr gewaltiges und emotionales Werk geschaffen, das mich von der ersten Seite an überzeugt und fortgetragen hat.
Bist du glücklich?
Die Thematik ist interessant, faszinierend und beängstigend zu gleich.
Man zittert, man hofft, man leidet.
Es ist eine Achterbahn der Gefühle.
Man kann sich dem Ganzen nicht verschließen und möchte unbedingt wissen, wohin es letztendlich führt.
Ein starker Protagonist und eine Handlung die facettenreich und und voller Wendungen ist.

Was wäre wenn?

Von: Isa Datum : 30.04.2017

www.nerd-aber-herzlich.de/

Darum geht's:

Was wäre wenn? Was wäre wenn ich einen anderen Weg gewählt hätte? Was wäre wenn ich nicht dieses und jenes getan hätte? Wie wäre mein Leben dann verlaufen?

Diese Fragen stellen sich vermutlich viele Menschen irgendwann, manche stellen sich vielleicht sogar andauernd diese Fragen - vielleicht aus reiner Neugierde, vielleicht weil Sie unzufrieden sind.

Was wäre wenn es auf alle diese Fragen tatsächlich antworten geben würde, weil es unendlich viele Abbilder in unendlich vielen Welten von uns geben würde?...

Fazit:

Wow! Einfach nur wow! Dieses Buch hat mich extrem gefesselt, und zwar von der ersten Seite an. Ein SciFi Thriller vom feinsten, wie er spannender nicht sein könnte. Während des Lesens lief ein rasanter Film vor meinem inneren Auge ab und ich hoffe das der Film annähernd so gut werden wird, denn das Buch wird verfilmt.
Die Geschichte befasst sich mit dem Thema Multiversum und der Autor hat dieses Thema geschickt in eine Spannungsgeladene Story verwandelt. Beim lesen musste ich mich andauernd selbst fragen, was ich in dieser Situation machen würde und was wäre wenn alles echt wäre, was gerade in diesem Buch passiert. Die Wissenschaftlichen Aspekte zu der Theorie des Multiversums werden auch ein wenig beleuchtet, aber meiner Meinung nach nicht zu ausschweifend, sondern im genau richtigen Maß.
Daher kann ich dieses Buch auch Menschen empfehlen, welche sonst evtl. eher abgeschreckt vom SciFi Genre sind. Es wäre wirklich Schade wenn man sich dieses Buch, nur aufgrund des SciFi Aspektes, entgehen lässt. Dieses Buch ist so viel mehr, als "nur" SciFi. Es wirft Fragen über das Leben und das glücklich sein auf, in welchen sich viele Menschen sicher selbst wiedererkennen.

Interessante Geschichte mit mangelnder Umsetzung

Von: Sinas Lesewelt Datum : 24.04.2017

https://sinaslesewelt.wordpress.com/

Ich habe mich sehr auf „Dark Matter“ gefreut, denn mit diesem Buch habe ich ein für mich neues Genre ausprobiert – Science Fiction. Grundsätzlich würde ich diesen Versuch als gelungen beschreiben, jedoch gibt es einige Punkte an diesem Buch, die mich gestört haben.

Der größte Kritikpunkt ist der Schreibstil. Dieser ist meist sehr abgehakt und beinahe stakkatoartig.

Über mehrere Seiten hinweg und dann auch zwischendurch immer mal wieder werden die Situationen, Gefühle und Umgebungen in kurzen, bündigen Sätzen beschrieben. Bei jedem Satz beginnt der Autor eine neue Zeile, was an vielen Stellen allerdings komplett unnötig gewesen wäre. So habe ich bei jeder neuen Zeile gedanklich eine Pause gemacht, was den Text holprig und abgehakt werden ließ.

Die Filmrechte des Buches wurden bereits verkauft und genau das Gefühl hatte ich auch beim Lesen – es ist so geschrieben, dass man daraus sofort einen Film machen kann beziehungsweise mir kam es so vor, als hätte der Autor genau das gewollt. Das ist allerdings nicht unbedingt positiv zu sehen, denn es gibt immerhin einen Grund warum häufig gesagt wird „das Buch sei besser als der Film“. Buch und Film sind verschiedene Medien und haben jeder ihre Vorteile. Filme überzeugen mit Bildern und Ton, Bücher dafür mit mehr Tiefe. Und genau das hat mir beim Buch gefehlt – der Tiefgang. Die Charaktere waren mir ein wenig zu blass und manche Handlungen nicht ganz nachvollziehbar. Als Film kann ich mir die Geschichte sehr gut vorstellen, aber in Buchform hat mir Einiges gefehlt.

Grundsätzlich die die Geschichte mitreißend und sehr interessant. Jeder hat sich in gewissen Situationen sicherlich schon einmal gefragt, was passiert wäre, hätte man eine andere Entscheidung getroffen. Und genau diese Frage greift das Buch auf. Was wäre passiert, hätte ich mich für die Karriere entschieden und nicht für die Familie? Was wäre mir entgangen? Wäre dieses Leben besser für mich gewesen?

Blake Crouch spinnt um diese Fragen eine spannende Geschichte, die teilweise sehr fachlich/wissenschaftlich gestaltet ist, an anderen Stellen aber auch sehr emotional.

Allerdings sollte an dieser Stelle ein wichtiger Punkt geklärt werden: Es handelt sich bei diesem Buch um KEINE Zeitreise-Geschichte! Der Untertitel „Der Zeitenläufer“ ist komplett falsch, denn unser Protagonist reist nicht durch die Zeiten, sondern durch verschiedene Realitäten, die die Auswirkungen seiner Entscheidungen zeigen. Das hat überhaupt nichts mit Zeitreise zu tun und könnte falsche Erwartungen entstehen lassen.

Was das Ende betrifft, so konnte mich auch dieses nicht wirklich begeistern. Es ist okay, aber mehr auch nicht. Besonders die Tatsache, dass die Charaktere zum Schluss hin immer emotionaler wurden hat mich gestört. Allein wie oft sich die Charaktere gesagt haben, dass sie sich lieben ging mir auf Dauer wirklich auf die Nerven. Durch den für mich fehlenden Tiefgang war das für mich nicht gerade authentisch, sondern einfach nur kitschig.

Fazit

Mit „Dark Matter – der Zeitenläufer“ hat Blake Crouch eine Geschichte geschaffen, die ein interessantes Thema hat und durchaus mitreißend ist. Auch eine gewisse Spannung ist gegeben, die mir allerdings durch den Schreibstil kaputt gemacht wurde. Ich hätte mir außerdem ein wenig mehr Tiefe gewünscht, vor allem was die Charaktere angeht, die stellenweise doch recht blass waren. Auch das Ende konnte mich nicht überzeugen.

Ich denke, wer mit dem Schreibstil nicht so ein Problem hat wie ich, könnte mehr Freude an der Geschichte haben. Für mich ist es dadurch ein Buch geworden, welches man durchaus mal lesen kann, allerdings nichts verpasst, wenn man es doch nicht tut.

Starker Anfang und durchschnittliches Ende. Dennoch ein Buch, das man in einem Atemzug weglesen kann.

Von: Wolfgang Brunner - Buchwelten Datum : 21.04.2017

https://buchwelten.wordpress.com/

Jason Dessen führt ein glückliches Leben, als er eines Abends von einem Unbekannten entführt und unter Drogen gesetzt wird. Als er wieder aufwacht, scheint er in einer vollkommen anderen Welt zu sein, in der nichts mehr so ist, wie es war. Jason braucht eine Weile, bis er feststellt, dass er in einem Paralleluniversum gelandet ist, in dem er seine Frau und seinen Sohn nicht mehr in seiner Nähe hat. Verzweifelt begibt sich Jason auf die Suche nach seiner wahren Identität und seinem Leben, das er noch vor wenigen Augenblicken geführt hat.

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Crouchs Schreibstil ist vom ersten Moment an fesselnd. Mit seiner knappen Erzählweise schafft es der Autor, den Leser sofort in seinen Bann zu ziehen. Man kann das Buch wirklich schlecht aus der Hand legen, so spannend und interessant ist es geschrieben. „Der Zeitenläufer“ ist Wissenschaftsthriller, Science Fiction-Roman und Liebesgeschichte in einem. Ein faszinierendes Spiel, das vom Leben, von der Liebe und den menschlichen Entscheidungen handelt und zum Nachdenken über das eigene Leben anregt. Crouch ist eine äußerst raffinierte Geschichte gelungen, mit der er die komplizierte Vielwelten-Theorie schlüssig und nachvollziehbar ausbaut. Jede Entscheidung in unserem Leben öffnet eine neue Tür in eine Zukunft, die bei einer anderen Entscheidung immer anders ausfallen wird. Das klingt alles sehr wissenschaftlich und unbegreiflich, aber Crouch schafft es, diese unterschiedlichen Identitäten in verschiedenen Parallelwelten, so zu erklären, dass man der Handlung folgen kann.

Es gibt viele Wendungen in diesem außergewöhnlichen Roman. Durch die dialoglastige Schreib und sehr flüssige Erzählweise wirkt das Buch fast so, als würde man einen Film sehen. Die ersten hundertfünfzig bis zweihundert Seiten verströmen eine unheimlich tolle Atmosphäre, bevor sich der Plot dann in einen rasanten Thriller verändert. An manchen Stellen denkt man, Crouch würde sich in seiner konstruierten Handlung verzetteln, aber er schafft es immer wieder, dem Ganzen eine gewisse Logik zu verleihen, über die man dennoch nachdenken muss. Die Geschichte wird in der Gegenwartsform erzählt, was beim Leser den Effekt hervorruft, unmittelbar mit dabei zu sein. Auch wenn mir persönlich die Entwicklung in der zweiten Hälfte des Buches nicht mehr so zugesagt hat, wie der Anfang des Romans, so kann man von Blake Crouchs Buch durchaus von einem absolut empfehlenswerten Pageturner sprechen. Ab der Mitte wird der Plot zu einem Abenteuer, das mich manchmal an die „Matrix“-Filme erinnert hat. Das Thema Parallelwelten und Multiversum hätte man weitaus unspektakulärer und nicht so reißerisch angehen können, dann wäre ein weitaus beeindruckenderes Bild entstanden. So aber geht die Geschichte einen oft vorhersehbaren Weg mit klar definierten Unterscheidungen zwischen Gut und Böse. Ich will damit sagen, dass es eigentlich zu viel war, was da auf den Leser einprasselt. Weniger hätte auf mich eine bessere und, wie schon erwähnt, beeindruckendere Wirkung gehabt.

Am Ende wirkt die Geschichte lange nicht mehr so glaubhaft wie zu Beginn. Crouch lässt den Roman gegen Ende hin leider immer mehr zu einem literarischen Popkornkino mutieren und nimmt ihm damit auch die hervorragende Atmosphäre, die er am Anfang geschaffen hat. Dennoch ist „Der Zeitenläufer“ ein origineller Roman mit sehr guten Ansätzen, der als Film (die Filmrechte sind schon verkauft) mit Sicherheit auftrumpfen kann. Warum das Buch allerdings im Deutschen „Dark Matter“ heißt und im Original „Black Matter“ erschließt sich mir wieder einmal nicht. Wenn der Titel schon englisch-deutsch sein soll, warum hat man dann nicht gleich den Originaltitel verwendet?
Zu erwähnen ist auf jeden Fall noch das wirklich wunderschöne und genial gemachte Cover, das sich mattglänzenden auf innovative Weise um das „ganze“ Buch legt. Das ist schon ein echter Hingucker im Bücherregal.

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Fazit: Starker Anfang und durchschnittliches Ende. Dennoch ein Buch, das man in einem Atemzug weglesen kann.

© 2017 Wolfgang Brunner für Buchwelten

"Was wäre wenn...?"

Von: jewi Datum : 17.04.2017

www.hochhorst.de/

Blake Crouch ist Autor der Wayward-Pines-Trilogie, die als Serie u.a. mit Matt Dillon und Juliette Lewis bei Fox lief und bei uns Anfang des Jahres über ZDFneo zu sehen war. „Dark Matter“ ist sein internationaler Durchbruch als Autor.

***Inhalt***
Jason Dessen ist College-Professor, verheiratet mit Daniela und lebt mit ihr und dem gemeinsamen Sohn Charlie in Chicago. Eines nachts wird er entführt und wacht in einer anderen Realität auf: In diesem Leben ist er erfolgreicher Wissenschaftler, hat jedoch nie geheiratet und ist nie Vater geworden...

***Buchkritik***
Das Cover ist komplett in schwarz gehalten. Das besondere – zumindest in der Print Ausgabe ist die Haptik des beschichteten Papiers, welches sich etwas wie Kunststoff anfühlt. Für Buchliebhaber hat dieses Cover den Vorteil, dass selbst nach dem Lesen keine offensichtlichen Knicke im Buchrücken auftauchen.
Der ersten 10 Seiten plätscherten etwas dahin: Jason und seine Familie werden während eines Familienabends eingeführt. Eine ganz normale Familie die Zeit miteinander verbringt. Die Spannung steigt, als Jason nach einem Absacker in einer Bar entführt wird. Danach fällt es schwer, das Buch wieder aus der Hand zu legen.
Man leidet mit Jason - der innerhalb des Buches so einiges durchmachen muss - auf jeder Seite mit. Begleitet wird dies durch die Fragen, wer ihm das angetan hat, wie das Geschehene möglich wurde und ob Jason in einem anderen Leben, mit anderen Entscheidungen glücklicher wäre.
Mich spricht diese „was-wäre-wenn“-Überlegung sehr an, da ich mir die Frage in manchen Situationen auch schon gestellt habe. Die Erkenntnis für mich aus diesem Buch ist, dass es vermutlich nie eine perfekte Realität gibt und man je nach bisherigen Erfahrungen immer eine Entscheidung seines Lebens anders machen würde.
Der Schreibstil ist fesselnd und sehr bildlich beschrieben. Man kann sich die Geschichte gut in einem Film vorstellen – und tatsächlich hat Sony Pictures bereits die Rechte des Stoffes erworben. Das Projekt ist in einem sehr frühen Status, weshalb es noch keine weiteren Infos dazu gibt.
Ein Running-Gag ist meiner Meinung nach der Alkoholgenuss von Daniela. Sie trinkt fast ständig Wein und Jason konzentriert sich in diesen Momenten besonders auf ihre Augen. Hierbei soll sie nicht als Alkoholikerin erscheinen, vielmehr gibt es meiner Meinung nach zwei Erklärungen dafür: Zum einen soll es die gemeinsame Zeit mit Jason darstellen: Gemütlich und vertraut gemeinsam etwas trinken. Zum anderen dient der Alkohol dafür ihr Leben betäuben: Auch Daniela hat ihre Leidenschaft - die Kunst - für ihre Familie aufgegeben.

***Fazit***
Ein tolles Buch, was ich kaum aus der Hand legen konnte. Wer fragt sich nicht selbst ab und an, wie das Leben verlaufen wäre, wenn man sich in Situation x anders entschieden hätte?