Leserstimmen zu
Wo ich dich finde

Amanda Brooke

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Taschenbuch
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Covergestaltung: Ich liebe dieses zarte Cover, welches wunderbar zur Geschichte passt und eine gewisse Ruhe und Harmonie ausstrahlt. Meine Meinung: "Wo ich dich finde" von Amanda Brooke habe ich vom Goldmann Verlag zur Rezension erhalten. Der Roman ist ist mir vor Monaten in der Verlagsvorschau ins Auge gestochen und nicht mehr aus dem Kopf gegangen. Umso größer war meine Freude, als ich das Buch endlich in den Händen hielt, denn ich habe diesem Titel wirklich regelrecht engegen gefiebert. Die Kurzbeschreibung klang bereits sehr bewegend, aber was mich zwischen diesen zwei Buchdeckeln erwartet hat, ist ein Juwel von einem Buch! Es handelt sich um einen jener Ausnahme-Titel, nach denen man als Buchblogger ständig auf der Suche ist. Amanda Brooke hat mich nicht nur begeistert, sondern fasziniert. Sie hat mich zum Weinen und zum Lachen gebracht. Diese Geschichte ist mir unheimlich unter die Haut gegangen. Der Schreibstil ist sehr berührend und gefühlvoll, aber auch intelligent und mitreißend. Man merkt in jedem einzelnen Kapitel, welch begnadete Autorin Amanda Brooke ist. Es war für mich unheimlich interessant und etwas Besonderes Maggie, eine blinde Protagonistin, durch diese wunderschöne Geschichte zu begleiten. Dies war wirklich mal etwas anderes und sehr inspirierend. Sie ist eine bemerkenswerte Frau, die man sofort ins Herz schließt. Und dann haben wir noch Elsa, eine demenzkranke alte Dame, die man ebenfalls einfach gern haben muss. Zwischen den beiden Frauen entwickelt sich eine wunderbare Freundschaft, von der beide in vielerlei Hinsicht profitieren. Über den Inhalt möchte ich an dieser Stelle gar nicht zu viel verraten, außer dass man sich Taschentücher bereithalten sollte, denn diese Geschichte geht unter die Haut. Neben diesen beiden Protagonistinnen gibt es noch viele weitere tolle Nebencharaktere, die dem Buch das gewisse Etwas geben und diesen Roman zu einer runden Sache machen. Ein Buch über Trauer, Verlust, Krankheit, aber auch Liebe, Hoffnung und Zuversicht! Ein Appell an die Freundschaft und die Kraft der Familie und Liebe! Herzzerreißend schön! Obwohl diese Geschichte zu Ende erzählt ist, handelt es sich doch um eines jener Bücher, von denen man sich eine Fortsetzung wünschen würde, da es einem so schwer fällt, das Buch zu schließen und die liebgewonnenen Charaktere gehen zu lassen. Ich hatte großartige Lesestunden und vergebe von Herzen gern 5 Sternen und eine klare Leseempfehlung! Fazit: Zum Weinen und zum Lachen schön! Ein Buch, welches man nicht im Regal missen möchte, da es schmerzlich fehlen würde.

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Ein sehr schönes Cover, passt sehr gut zur Geschichte, die heißgeliebte Parkbank ist mit abgebildet das finde ich schön. Das Buch habe ich durch Zufall entdeckt, bisher habe ich von der Autorin noch nichts gelesen. Nachdem ich den Klappentext dann gelesen hatte wollte ich das Buch unbedingt lesen! Der Schreibstil ist sehr flüssig, Charaktere und Handlung sind recht detailreich beschrieben und dadurch kommt man sehr gut in die Geschichte rein. Zudem habe ich besonders die Protagonistin Maggie sofort ins Herz geschlossen und habe mich gefreut sie zu begleiten. Besonders bemerkenswert ist natürlich die Art und Weise wie Maggie ihr Leben meistert, sie kann so viel, was ich niemals erwartet hätte, durch ihre Sehbehinderung ist sie zwar eingeschränkt aber dadurch das sie schon seit jungen Jahren damit umgehen muss, ist sie erfindungsreich. Aber auch die ganzen anderen Charaktere sind alle sehr unterschiedlich und detailreich beschrieben, sie wirken lebendig und interessant. Maggies Ehemann James, war mir auch auf Anhieb sympathisch, auch wenn er sich nicht gegen seine Mutter durchsetzen kann, die offensichtlich ein Problem mit der Ehe von Maggie und James zu haben scheint. Ich hätte mir gewünscht das James, Maggie auch mal in Schutz nimmt, denn Maggie ist durch die Kommentare ihrer Schwiegermutter nur noch unsicherer, was ihr Leben angeht. Besonders interessant wird es als Maggie eines Tages Elsa kennen lernt und dann vollkommen in Elsas Lebensgeschichte versinkt. Mir war es ein bisschen zu viel "rumschnüffeln", Maggie hat sich schon ziemlich eingemischt und hier und da, habe ich auch gedacht, warum tut sie das nur. In dieser Geschichte gibt es viel zu entdecken aber besonders in der Mitte des Buches, hatte ich das Gefühl, die Geschichte endet nie. Es kam mir wie eine Endlosschleife vor, da hätte die Autorin sicherlich 40 bis 50 Seiten einsparen können oder anderweitig füllen können. Fazit: Eine interessante, rührende und durchaus lesenswerte Geschichte, mit ein paar kleinen Schwächen über die ich doch ganz gut hinweg sehen konnte. Wer auf gefühlvolle und detailreiche Geschichten steht, ist bei diesem Buch genau richtig.

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Obwohl Maggie und Elsa aus zwei völlig unterschiedlichen Generationen kommen, sind sie sich in einer Hinsicht doch ziemlich ähnlich, denn beides sind unglaublich starke Frauen. Wo die Eine mit Selbstzweifeln zu kämpfen hat, trauert die Andere einer längst vergangenen Zeit nach. Man bekommt als Leser in beide Seiten einen tiefen Einblick. Zum Einen geht es in Wo ich dich finde natürlich um die blinde Maggie und darum, wie sie mit ihrer Schwangerschaft, und alles andere drumherum umgeht. Auf der anderen Seite lernen wir Elsa kennen und zwar in der Gegenwart, wie auch in der Vergangenheit. Amanda Brooke springt immer mal wieder in der Zeit, um Elsas Geschichte so richtig aufzudecken und dem Leser bewusst zu machen, wie schwer ihr einige Dinge einst gefallen sind und wie es ihr heute (damit) geht. Warum sie denkt, sie sei auch schwanger, wird sehr schnell aufgeklärt, ich muss allerdings sagen, dass mir diese Auflösung schon ziemlich schnell klar wurde. Amanda Brooke hat sich für ihr neuestes Werk wahrlich kein leichtes Thema ausgesucht. Bei diesem Kern ist ohne Frage Fingerspitzengefühl gefragt, was ihr gelungen ist. Die Autorin ist brutal ehrlich und schildert ohne einen Puffer einzubringen, wie es Elsa gerade ergeht. Wie sie mit ihrem "Geheimnis" umgeht, welche Menschen ihr zur Seite stehen und auch, in wie weit Maggie in diese Situation, in ihre Geschichte hineinpasst. Es ist ein großes Puzzle, welches der Leser erst einmal mühsam, Schritt für Schritt zusammensetzen muss, um endlich das große Ganze zu erblicken. Diesen Weg gehen wir zusammen mit Maggie, denn auch die schwangere, junge Frau möchte hinter das Geheimnis Elsas kommen, um ihr zu helfen. »"Sie müssen anfangen, an sich selbst zu glauben, Maggie. Hören Sie auf mich, enttäuschen Sie dieses kleine Wesen nicht schon, bevor es überhaupt auf der Welt ist."« Zitat aus: "Wo ich dich finde" Der Plot ist sehr gut durchdacht. Daraus hätte man eine wirklich herzerwärmende Geschichte machen können, nur leider mangelte es mir an einigen Stellen an der passenden Umsetzung. Mir wurden zu viele Baustellen eingebaut. Sei es die Probleme, die Maggies Schwiegermutter mit sich bringt, oder auch einen Zwist im Freundeskreis der Protagonistin: Das war mir bedauerlicherweise zuviel und schadete dem eigentlichen Plot, der durch die vielen Nebenschauplätze arg in den Hintergrund gerückt wurde. Hinzu kam, dass diese vielen kleinen Strohfeuer die Geschichte an sich sehr ausbremste, die Spannung zusehends niederbrannte und schließlich in Langeweile umschlug. Als absolutes Manko empfand ich, dass keinerlei Emotionen so richtig bei mir ankamen, dabei sind es gerade diese, die "solche Art" von Romanen grundsätzlich immer das Lebendige, das gewisse Etwas geben. In Wo ich dich finde blieben sie für mich jedoch leider stets in weiter Ferne, was ich als wirklich schade empfinde, denn im Grunde genommen mochte ich den Plot sehr. Auch über den Schreibstil kann ich erneut nur Gutes sagen, denn dieser ist, wie ich schon von den andere Romanen der Autorin gewohnt bin, sehr flüssig und lässt sich gut lesen. Auch die Figuren wachsen einen sehr ans Herz und dies, obwohl die gesamte Geschichte auktorial erzählt wird. Besonders zu Elsa hatte ich eine tiefe Empathie. Ich habe ihr alles abgenommen, ganz egal, was sie sagte oder tat. Sie wirkte auf mich stets authentisch. Außerdem mochte ich das Miteinander der beiden Frauen sehr gerne. Wie sie miteinander umgehen und sich gegenseitig, ohne es überhaupt zu erahnen, helfen, hat mich ziemlich sprachlos gemacht. Das Ende rundete für mich zwar alles sehr gut ab, doch dies hat mich genau so wenig über die viel zu vielen Baustellen, als auch über die mangelnden Emotionen hinwegtrösten können. Fazit: Wo ich dich finde hatte großes Potenzial, welches jedoch nicht komplett genutzt wurde. Die Figuren waren zwar allesamt sehr gut gezeichnet, jedoch mangelte es über die gesamte Geschichte hinweg an dem Transport der Emotionen, was für mich bei einer solchen Art von Lektüre allerdings zu einem absoluten Muss gehört. Hinzu empfand ich einige Nebengeschichten als überflüssig. Nichtsdestotrotz hat mir Wo ich dich finde dennoch gefallen und deswegen vergebe ich gute drei Blümchen.

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