Leserstimmen zu
Meine Flucht aus Nordkorea

Yeonmi Park

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Yeonmis Geschichte ist eine Geschichte der Stärke. Unter widrigsten Umständen kämpft sie ums Überleben, erduldet Hunger, Durst, sexuelle Gewalt und Demütigungen, um dann – unter Aufbietung ihrer gesamten Kraft – entgegen aller Wahrscheinlichkeit Schul- und Universitätsausbildung zu absolvieren und mit ihrer erschütternden Geschichte an die Öffentlichkeit zu treten. Nunmehr im Visier des nordkoreanischen Regimes reist Yeonmi Park um die Welt, um über die Menschen verachtenden Praktiken in ihrem Heimatland aufzuklären. Ihr Buch ist mutig, stark und sehr lesenswert.

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Ich habe vor kurzem ein Buch über den (spärlichen) Tourismus in Nordkorea gelesen, in dem gezeigt wird, wie sich das Land den ausgewählten Einreisenden präsentiert. Auch wenn versucht wird, die Fassade eines funktionierenden Landes aufrecht zu erhalten, konnte man bereits hier einige Eindrücke hinter die Kulissen gewinnen. Das wahre Ausmaß des Leids, das die dort lebenden Menschen über Jahrzehnte ertragen müssen, wird aber erst ersichtlich, sobald man einen Blick in das Leben von Yeonmi Park erhält. Es war nicht immer leicht, weiter zu lesen. Die Erfahrungen, die Yeonmi als junges Mädchen machen musste, sind erschütternd und das Gelesene kann man kaum jemals wieder vergessen. Auf ihrer Flucht über China und die Mongolei nach Südkorea hat sie die Abgründe der Menschheit am eigenen Leib erfahren müssen und durchlief die gesamten Stationen des grausamen Menschenhandels. Ich beneide Yeonmi um ihren Mut - nicht nur, weil sie während der langwierigen und traumatischen Flucht versuchte, für ihre Familie durchzuhalten, sondern insbesondere für ihren Entschluss, die gesamte Welt an ihrem Schicksal teilhaben zu lassen. Trotz ihrer quasi nicht vorhandenen Grundschulbildung, hat Yeonmi es in Südkorea geschafft, einen High School Abschluss zu erlangen. Dabei geht es nicht nur um akademischen Erfolg, sondern um den Zugang zu eigenständigem und kritischen Denken. Ihr Buch ist nicht nur ein Plädoyer für die Menschenrechte, sondern auch eine wahre Quelle der Inspiration. Es liegt mir fern, diesem Buch etwas anderes als die beste Bewertung zu geben.

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Yeonmi Park erzählt in einem eher nüchternen Ton von ihrem bisherigen Leben. Geboren ist sie 1993 – in dem gleichen Jahr wie ich – in Nordkorea. Sie wuchs in einem kleinen Ort auf an der Grenze zu China, auch wenn sie immer mal wieder woanders gelebt hat. Sie beginnt mit einem kurzen Einblick auf den Beginn ihrer Flucht, auf der sie von ihrer Mutter begleitet wurde. Danach jedoch springt sie zurück in die Zeit und erzählt Geschichten aus ihrem Leben in chronologischer Reihenfolge. „Während meiner Odyssee habe ich mit eigenen Augen gesehen, zu welchen Grausamkeiten Menschen fähig sind, ich habe aber auch Akte der Nächstenliebe und der Aufopferung erlebt und zwar dort, wo ich es am wenigsten für möglich gehalten hätte.“ aus „Mut zur Freiheit: Meine Flucht aus Nordkorea“ von Yeonmi Park Immer wieder war ich schockiert, als ich las, was Yeonmi Park in ihren jungen Jahren alles durchleben musste – und wie es mir zeitgleich in Deutschland so viel besser ging. Dennoch hat sie nie ihren Mut verloren und immer weiter gekämpft für sich selbst und ihre Familie. Und auch als sie dann – nach vielen Jahren – endlich in Sicherheit war in Südkorea, hat sie nicht aufgegeben. Sie hat ihre Schulabschlüsse nachgemacht und ist dann auf die Uni gegangen, um Polizeimanagement zu studieren.

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