Leserstimmen zu
Meine Flucht aus Nordkorea

Yeonmi Park

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Yeonmis Geschichte ist eine Geschichte der Stärke. Unter widrigsten Umständen kämpft sie ums Überleben, erduldet Hunger, Durst, sexuelle Gewalt und Demütigungen, um dann – unter Aufbietung ihrer gesamten Kraft – entgegen aller Wahrscheinlichkeit Schul- und Universitätsausbildung zu absolvieren und mit ihrer erschütternden Geschichte an die Öffentlichkeit zu treten. Nunmehr im Visier des nordkoreanischen Regimes reist Yeonmi Park um die Welt, um über die Menschen verachtenden Praktiken in ihrem Heimatland aufzuklären. Ihr Buch ist mutig, stark und sehr lesenswert.

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Die junge Yeonmi Park erzählt in ihrem Buch ihre schwere Kindheit in Nordkorea mit Gehirnwäsche, Indoktrination, Hungersnot immer kurz vor dem Tod, Angst und Folter. Und ihre Flucht mit ihrer Mutter vor diesem verborgenen Land auf der Suche nach Freiheit und Essen. Ein sehr beeindruckendes, erschütterndes Buch, dass so unvorstellbar und doch leider so wahr war, dass es einem den Atem wegnimmt. Von Anfang an hatte ich, als Leserin das Gefühl mich in einer Dystopie zu befinden, die sich in einer schrecklichen Welt befand. Mit Gehirnwäsche, Indoktrination und einem über alles kontrollierenden Regime. Mir fiel es schwer es als wirklich reales Land zu betrachten und musste es mir immer wieder in Erinnerung bringen. All das Erzählte kam mir so unwirklich und schrecklich vor, dass ich mir sehr schwer vorstellen konnte, dass ein ganzes Land in unserer heutigen Zeit tatsächlich so funktioniert und die Menschen dort so Menschenunwürdig behandelt. Dafür zeigte Yeonmi Park unglaubliche Stärke und Mut, die große Bewunderung und Anerkennung verdient. Körperlich so zart und zerbrechlich, durch die extrem chronische Unterernährung, die sie erleiden musste, innerlich so Willensstark, Gerechtigkeitsuchend, Ehrenhaft, Wissensdurstig und Mutig wie kein Anderer. Eine Autorin, die ihre Stimme erhebt für alle Nordkoreaner und ihre schlimmen Erlebnisse, damit die Welt ihre Augen und Ohren öffnet und mitbekommt, was das Regime mit ihrem Volk hinter verschlossenen Türen macht. Mich hat das Buch sehr beeindruckt und habe enorm viel über die schlimmen und entsetzlichen Zustände in unserer heutigen Zeit gelernt, die mich sehr zum Nachdenken und Handeln motiviert haben. Note: 4/5

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Alles was ich über Nordkorea weiß ist, dass das Land von einem grausamen Kommunistischen Diktator geführt wird, der für diesen Posten von seinem Vater beerbt wurde, die Menschen leiden Hunger und tun alles um nicht in den Fokus der Militärjunta zu geraten. Wurden mal Berichte aus Nordkorea im TV gezeigt, dann waren es die Menschen, die mir besonders aufgefallen sind. Oft weinten sie herzzerreißend für ihren Führer oder jubelten ihm zu und, ja ich muss es zugeben, dieses Verhalten war mir total suspekt. Jetzt, da ich diesen autobiographischen Roman von Yeonmi Park gelesen habe, kann ich diese Menschen schon eher verstehen. Die junge Frau erzählt in diesem aufwühlenden Buch ihre Lebensgeschichte. Mit ihren gerade mal 21 Jahren hat sie schon mehr durchgemacht und negative Erlebnisse erlebt, wie so mancher westlich erzogene Mensch in seinem ganzen Leben nicht durchleben muss. In drei Teilen erfährt man von ihrem Leben in Nordkorea, ihrer Flucht und ihrem neuen Leben. Erschütternd was die Menschen in diesem Land durchmachen. Schon von Kindheit an einer Manipulation durch das Regime, glauben sie dass alles was sich in ihrem Leben abspielt aus einem bestimmten Grund passiert. Alles außerhalb des Staates wird verpönt, besonders Südkorea und die USA zählen auch in den Köpfen der Menschen zu den Feinden Nr. 1. Erst Jahre später, bevor der Hunger sie noch mehr quälen kann und die ganze Familie weiß, dass sie nicht überleben, wenn sie in Nordkorea bleiben beschließen sie die Flucht. Im vermeintlich sicheren China hoffen sie auf Aufnahme. Naiv und blauäugig begeben sie und ihre Mutter sich in die Hände von Menschenhändlern, werden verkauft und enden als Sexsklavinnen. Auch wenn sie von Glück reden, denn ihr “Besitzer” sorgt offenbar gut für sie, doch ist es unfassbar zu lesen. Dann folgt die spektakuläre Flucht durch die Wüste und ihre verzweifeltes Dasein im Auffanglager. Wie schwierig das Leben im scheinbar freien Westen sein wird, hätte sich die junge Nordkoreanerin wohl nie vorstellen können. Doch sie hat es gemeistert. Sie traute sich dann ihre Geschichte im TV zu erzählen und erlebte ein nie erwartetes Wiedersehen mit ihrer verschollenen Schwester. Mein Fazit: Ein sehr aktueller Bericht, zeigt es doch, welche unbekannten schwierigen Wege Menschen auf sich nehmen, wenn es in ihrer Heimat keine Zukunft für sie gibt. Sei es aus Unterdrückung oder Krieg, Menschen flüchten aus unterschiedlichen Gründen, in der Hoffnung auf eine Besserung ihrer Lebenssituationen. Das Buch bringt vor allem die Situation der Menschen in Nordkorea näher. Ein Buch, das ich jedem nur empfehlen kann!

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Beeindruckende Lebensgeschichte

Von: hessen liest

30.10.2015

Mut zur Freiheit / Yeonmi Park 4/5 In Ihrem Buch "Mut zur Freiheit" erzählt Yeonmi Park über ihr Leben in Nordkorea und über ihre Fluch t über China nach Südkorea. Man erfährt zu Beginn viel über die politische Lage in dem Land und wie die Strukturen dort aufgebaut sind. Für sie und ihre Familie war es ganz normal das sie in bitterer Armut gelebt haben, die an der Grenze zum verhungern gelegen hat. Propangandiert wurde z.B. das jeder am Tag siebenhundert Gramm Reis zu essen hat, in Wirklichkeit hatte eine Familie nicht einmal im ganzen Monat so viel. Frei sprechen durfte niemand und Yeonmi wusste schon als fünfjährige das auch "Mäuse und vögel" Ohren haben. Das Leben in Nordkorea ist nicht farbig, alles ist schwarz oder weiß. Für geringste Vergehen kann man dort hingerichtet werden. Wenn man liest wie die Menschen dort erogen werden und wie die Hirnwäsche funktioniert, dann weiß man warum die Menschen dort, trotz aller Armut, so hinter ihrem Führer stehen und warum sie nicht einmal wissen was Liebe ist, außer der Liebe zu ihm. Mit 13 Jahren wagt sie zusammen mit ihrer Mutter die Flucht nach China, nachdem ihre fünf Jahre ältere Schwester schon das Wagnis eingegangen ist. In China hat sie nicht mehr so gegen den Hunger zu kämpfen, dafür ist sie den Menschenhändlern ausgeliefert. Frauen werden verkauft und mit Männern verheiratet die es sich leisten können. Auch hier erlangt sie nicht die Freiheit, es ist nur eine andere Art der Abhängigkeit. Nach Jahren gelingt ihr die Flucht durch die Wüste Gobi nach Südkorea und ist dort lange von der Freiheit überfordert, denn diese bedeutet auch sich um alles Gedanken zu machen und für sein Handeln selbst verantwortlich zu sein. Innerhalb von zwei Jahren holt sie ihre Schulbildung nach und studiert um in den Polizeidienst aufgenommen zu werden. obwohl sie auch hier noch Angst haben muss frei zu sprechen und nach Nordkorea entführt zu werden, bricht sie ihr Schweigen und beginnt sich für Menschenrechte einzusetzen. Ihre Lebensgeschichte fand ich sehr beeindruckend und durch ihre Geschichte habe ich auch verstanden dass die Menschen dort hinter ihrem Regime stehen, sie haben einfach nie ein anderes Leben kennen gelernt. die Sprache war mitunter etwas kühl und distanziert, dennoch hat mich das Buch gefesselt.

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