Leserstimmen zu
Manchmal möchte ich mich totlachen

Birgit Schlieper, Nina Stahl

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"Rien ne va plus. Wenn sie noch ein paar alte Chemoampullen haben, die sie loswerden müssen, ehe das Haltbarkeitsdatum abläuft, können sie das Zeug gerne in mich reinjagen." (S. 26) Nils ist 16 Jahre alt als die Ärzte ihm sagen, dass er sterben wird. Er kennt sich bereits mit Krebs, Chemo, Behandlungen und Krankenhausaufenthalten aus. Bisher dachte er aber, dass er über den Berg ist. Die Nachricht zieht ihm den Boden unter den Füßen weg. Nils ist wütend und traurig. Er hat so viele Gefühle in sich, dass es ihn einfach hilflos werden lässt. Die Geschichte ist aus seiner Sicht geschrieben und strotzt nur so vor Sarkasmus, Ironie und Zynismus. Die Seiten triefen geradezu davon. Obwohl seine Situation so tragisch ist, hat der Schreibstil einen hohen Unterhaltungswert. Die einzelnen Kapitel stehen jeweils für die Tage nach Erhalt der Nachricht, dass Nils sterben wird. Sie wechseln sich mit Briefen an seine Schwester ab. Ich habe mich die ganze Zeit gefragt, wieso sich seine Schwester nicht meldet. Erst gegen Ende habe ich realisiert, was der Grund dafür ist. Nils innere Zerissenheit und ebneso die Lage, in die es seine Eltern bringt, hat das Autorenduo sehr glaubwürdig dargestellt. Wie so oft im Leben, sind es andere Menschen und eine Aufgabe, die Nils ein Stück weit aus seinem Loch holen. Er hilft dabei, kleinen Patienten ihre Ängste zu nehmen und lernt ein Mädchen kennen. Fazit: Nils bekommt in "Manchmal möchte ich mich totalchen" die schlimmste Diagnose, die man sich vorstellen kann. Mit 16 Jahren ist für ihn Endstation. Obwohl Nils' Lage unvorstellbar traurig ist, habe ich das Buch als sehr unterhaltsam empfunden.

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