Leserstimmen zu
Das Haus in der Nebelgasse

Susanne Goga

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Ich habe erst vor ein paar Wochen Susanne Gogas anderen historischen Roman “Der verbotene Fluss” gelesen. Während ich “Der verbotene Fluss” sehr gern gelesen habe, aber eher unaufdringlich fand, geht “Das Haus in der Nebelgasse” von Seite eins an unter die Haut und handelt von Themen, die ich im historischen Roman noch nicht so oft gesehen habe. Als Historikerin und Archäologin hat mir natürlich besonders der Bezug zur Londoner Geschichte gut gefallen, aber auch darüber hinaus macht “Das Haus in der Nebelgasse” ein paar schöne Sachen, die man in der (deutschsprachigen) historischen Fiktion nicht so oft sieht. Wie viele von Susanne Gogas Romanen weist auch dieser hier eindeutige Schauerromanelemente auf. Matilda Gray ist im Jahr 1900 Lehrerin an einer Mädchenschule in London. Als die intelligente, aufgeweckte Laura nach den Ferien nicht zurück an die Schule kommt und stattdessen mit einem mysteriösen Vormund nach Europa reist, macht Matilda sich Sorgen. Und bald darauf erhält sie Post von Laura, in der Laura ihr ein Rätsel stellt, das Matilda unbedingt lösen muss, wenn sie sichergehen will, dass es Laura gut geht. Die Suche nach Lauras Geheimnis führt sie dann in die Geschichte des 17. Jahrhunderts. Diese Idee ist spannend und anders und zudem wunderbar düster und interessant umgesetzt. KALTE HERBSTATMOSPHÄRE & VIKTORIANISCHER FEMINISMUS Susanne Goga hat hier zumindest für mich genau ins Ziel getroffen, denn die Autorin verwebt Matildas Gegenwart – Das fin de siècle – mit meiner anderen Lieblingsepoche: Der Restorationszeit in England, Mitte des 17. Jahrhunderts. Im Prolog trifft man auf Katie, die im Jahr 1665 kryptische Andeutungen macht und etwas versteckt. Was, das bleibt erstmal offen. Im Jahr 1900 findet Matilda am Anfang des Romans in Lauras Zimmer versteckt einen alten Holzkasten, in dem ein nicht zu entzifferndes Buch liegt. Da beginnt für Matilda und die Leser.innen eine spannende Jagd nach Spuren quer durch London und ich habe jede Seite davon geliebt. Goga gelingt es auch hier das England von 1900 lebendig und atmosphärisch wieder aufleben zu lassen. Wo mir in “Der verbotene Fluss” noch ein bisschen zu viel Infodump steckte, fließen Details und Informationen hier meistens sehr organisch ein, sodass ich oft das Gefühl hatte gemeinsam mit Matilda die Stadt zu durchstreifen und neu zu entdecken. Die Atmosphäre ist toll. Das neogotische Schulgebäude oder das wunderliche Archiv, in dem Matilda Antworten sucht, werden bildhaft beschrieben und sorgen für eine dichte, düstere Stimmung, die ich sehr mochte. Ebenso die Beschreibungen von London im Herbst und frühen Winter. Auch habe ich mich sehr gefreut, dass Laura lesbisch ist und das von Matilda überhaupt nicht problematisiert wird. Auch als Leser.in erfährt man das gleich am Anfang, es wird nicht als schockierender Twist hergenommen und das ist eine tolle Abwechslung zum Rest des Genres, wo LGBTQ-Figuren entweder gar nicht existieren, oder nicht gerade gut behandelt werden. Laura ist zwar abwesend, doch durch Matildas Erzählungen von ihr und ihre Suche, die auch Lauras Vergangenheit ans Licht bringt, lernt man sie trotzdem gut kennen und versteht, warum Matilda für dieses sympathische Mädchen jeden Stein Londons umdreht. Es hat mir viel bedeutet, dass Laura und ihr Queersein so positiv gezeigt wurden, sowas wünsche ich mir im historischen Roman einfach viel mehr. Generell gelingt es der Autorin meistens sehr gut die “Kontroversen” der Epoche in den Roman einzubinden. Auch der Wilde-Skandal und Wildes Tod in Armut im Jahr 1900 spielen eine Rolle, sowie die Frauenrechtsbewegung der Epoche. Susanne Goga schmiert einem den Feminismus der Zeit nicht übertrieben dick und modern auf’s Brot, sondern bleibt historisch authentisch: Matilda ist eine selbstständige Frau, die allein lebt und arbeitet. In Laura sieht sie das Potential zu studieren. Ihre Vermieterin Bea Westlake lebt allein und schreibt Abenteuergroschenromane und war eine Bekannte von Wilde, und Stephen Fleming, der Historiker, der Matilda bald bei ihrer Suche hilft, unterrichtet an einer Universität, an der auch Frauen zugelassen sind. 1900 ZWISCHEN BRITISCHEN MYTHEN UND HISTORISCHEN WAHRHEITEN Wenn ich ein Problem hatte, dann wohl den Umgang mit den Burenkriegen. Susanne Goga bindet über Matildas Angst um ihren Bruder, der in Südafrika kämpft, den zweiten Krieg zwischen den Buren und Großbritannien ein. Einerseits macht sie das sehr gut: Mrs Westlake übt direkt am Anfang des Romans Kritik am britischen Imperialismus. Emily Hobhouse, die Pazifistin, die um 1900 tatsächlich auf das Leid aufmerksam machte, das Frauen und Kinder in Südafrika unter den Briten erlitten, spielt eine wichtige Rolle. Was mir aber einfach fehlt ist die Tatsache, dass die Buren ebenfalls Kolonialisten und Sklavenhalter.innen waren. Auf die schwarze Bevölkerung von Südafrika wird leider gar nicht eingegangen. Dabei verschweigt die Autorin keineswegs, dass London um 1900 eine sehr multikulturelle Stadt war, in der nicht nur weiße Menschen gelebt haben. (Obwohl ich diese Verweise manchmal unglücklich ausgedrückt fand, denn es kam leider so rüber, als hätten sich nicht weiße Menschen nur in der Arbeiterschicht antreffen lassen, was so nicht stimmt.) Sicherlich ist es schwer, gleichzeitig aufzuzeigen, was die Buren durch die Briten erlitten haben und darauf zu verweisen, dass die Buren trotzdem ihrerseits auch Unterdrücker sind, die auf Land leben, dass sie ebenfalls durch Krieg und Vertreibung erhalten haben. Es wäre meiner Meinung nach aber unbedingt notwendig gewesen. Hier hat der Roman für mich leider einiges von seinem Zauber eingebüßt. Ja, er macht viel richtig, besonders für einen historischen Roman. Er lässt queere Figuren und Themen vorkommen, ohne sie zu problematisieren. Er rückt authentischen viktorianischen Feminismus in den Vordergrund – Doch leider ist das mal wieder nur weißer Feminismus, was bei einer Thematik wie dieser einfach überhaupt nicht ausreicht (und sonst auch nicht). Und deshalb bleibe ich jetzt ein bisschen zwiegespalten zurück. Denn ja, als Gothicgeschichte mit spannender Spurensuche durch’s späte viktorianische London hat mir der Roman so unglaublich gut gefallen. Aber… Ich würde “Das Haus in der Nebelgasse” daher durchaus als spannenden Mysterykrimi mit wunderschöner Herbstatmosphäre empfehlen, aber erwartet euch keinen allzu komplexen Umgang mit den politischen Themen. Die Einbindung von queeren und feministischen Themen ist sehr gut gelungen, doch leider liegt mir das komplette Ignorieren der schwarzen Opfer der Burenkriege sehr schwer im Magen, denn dieser eher selektive Umgang mit Geschichte stört mich im historischen Roman schon lang. Trotzdem ist “Das Haus in der Nebelgasse” ein stimmungsvoller Gothic-Roman, der vieles richtig macht. Nur eben leider nicht alles.

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Dieser wundervolle Roman schlummerte viel zu lange unbemerkt in meinem Bücherregal. Gelesen habe ich es jetzt endlich, da es für eine gemeinsame Leserunde ausgewählt wurde und im nachhinein bedauere ich es fast ein bisschen, dass ich damit so lange gewartet habe, denn es hat mich bereits nach den ersten Seiten mitgerissen und gefesselt bis zum Schluss. Matilda war mir auf Anhieb sympathisch, da sie für damalige Zeiten doch relativ selbstbewusst und modern auftrat. Das Verschwinden ihrer Lieblingsschülerin bereitete ihr Sorgen und so fing sie an Nachforschungen anzustellen, was von der Schulleitung überhaupt nicht gern gesehen war. Dennoch geht sie das Risiko ein, findet geheimnisvolle Spuren und Mithilfe ihrer liebenswürdigen Vermieterin, bei der sie sich immer wieder Ratschläge holt, sowie interessanten neuen Freunden, erfährt sie nach und nach Geschichtliches über das damalige London und natürlich das große Geheimnis über das Verschwinden des Mädchens. Der Schreibstil ließ sich großartig lesen und ich hatte fast das Gefühl, Matilda während ihrer Streifzüge durch die Stadt zu begleiten. Die Autorin beschreibt das alles so bildhaft, dass man es sich nur allzu gut vorstellen kann. Mich hat es unheimlich gefesselt und ich konnte es nur schwer zur Seite legen. Die Nebencharaktere Stephen Fleming sowie Matildas Vermieterin runden das Ganze perfekt ab, da sie über viel Lebenserfahrung verfügen und gleichzeitig hat man ständig das Bedürfnis mehr über sie zu erfahren. Natürlich begegnet Matilda noch einigen weiteren geheimnisvollen Menschen, über die ich aber gar nicht so viel erzählen möchte. Die muss sich jeder selbst erlesen. Mein Fazit: Ich sollte viel öfter historische Romane lesen, da es immer wieder bereichernd ist während des Lesens so viel Geschichtliches zu erfahren. Mich hat dieses Buch absolut begeistert und ich habe es von der ersten bis zur letzten Seite verschlungen.

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Mathilda ist Lehrerin auf einer Mädchenschule im London des Jahres 1900. Sie liebt es den Mädchen das eigenständige Denken beizubringen und geht in ihrer Tätigkeit voll auf. Als nach den Sommerferien ihre Lieblingsschülerin nicht mehr zum Unterricht erscheint und Mathilda eine eigenartige Postkarte erhält, macht sie sich zusammen mit dem Historiker Stephen auf die Suche. Dabei entdecken die beiden einige Geheimnisse und noch viel mehr... Mich reizte an diesem Buch vor allem das Setting in London zur Jahrhundertwende. Viele der Schauplätze des Romanes gibt es wirklich und so merkte man, wie gut die Autorin für ihren Roman recherchiert hatte. Dabei hat sie einen sehr lebendigen und bildhaften Schreibstil, der ein sehr gutes Bild der Zeit und den Londoner Straßen heraufbeschwor. Unsere Protagonistin Mathilda ist eine junge Frau, die als Lehrerin tätig ist und ihr fortschrittliches Denken an ihre Schülerin weitergibt. Sie ist eine sehr sympathische und kluge Protagonistin, die man gerne auf ihrem Weg begleitet. Protagonist Stephen steht ihr zur Seite und gemeinsam machen sie sich auf die Spur, um Laura zu finden und ein vergangenes Geheimnis aufzudecken. All diese Ereignisse sind klug miteinander verbunden. Wir begeben uns mit den beiden auf eine spannende Reise, bei der ein Hinweis zum nächsten führt. Das hatte schon etwas von einem Abenteuerroman. Außerdem entsteht so zwischen den beiden eine zarte Liebesgeschichte, die das Buch sehr gut abrundet. Interessante Nebencharaktere, die teilweise nach realem Vorbild geschrieben wurden ergänzen die Geschichte sehr gut und machten sie vielschichtiger. "Das Haus in der Nebelgasse" von Susanne Goga ist ein sehr spannender, gut recherchierter und vielschichtiger, historischer Roman, der definitiv zu punkten weiß!

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Klappentext: London 1900: Matilda Gray ist Lehrerin an einer Mädchenschule und führt das Leben einer unabhängigen Frau. Als ihre Lieblingsschülerin Laura nicht mehr zum Unterricht erscheint, ahnt Matilda, dass diese in Gefahr ist. Zu plötzlich ist ihr Verschwinden, zu fadenscheinig sind die Begründungen des Vormunds. Eine verschlüsselte Botschaft, die ihr Laura auf einer Postkarte schickt, bringt Matilda auf die Spur des Mädchens. Ihre Suche führt sie zu dem Historiker Stephen Fleming und mit ihm zu einem jahrhundertealten Geheimnis, tief hinein in die verborgensten Winkel der Stadt. Das Cover: Das Cover ist mit wenigen Farben sehr schlicht gehalten und hat durch die nebelverhangene Skyline von London etwas geheimnisvolles an sich. In seiner Schlichtheit sehr gut gelungen und greift natrlich perfekt den Titel mit auf. Meine Meinung: Das Buch lässt mich etwas zwiegespalten zurück. Einerseits fand ich die Geschichte als solche und die Charaktere gut gezeichnet, aber andererseits hatte die Geschichte auch ihre Längen, sodass einige Stellen die Spannung schon ordentlich gedrückt haben und es hin und wieder etwas zäh wirkte. Ich fand es schön, nicht einfach nur eine Geschichte an historischem Schauplatz zu lesen, sondern auch einen kleinen "Kriminalfall" dabei zu haben. Dies hat die gewisse Würze mit ins Buch gebracht. Die Charaktere haben mir auch gut gefallen. Unsere Protagonistin Msatilda ist für 1900 sehr emanzipiert und doch irgendwie auch etwas naiv, wie sie das Verschwinden ihrer Schülerin aufzuklären versucht. Das hat doch sehr zu den schon erwähnten Längen geführt, was mir das Lesevergnügen etwas geschmälert hat. Grundsätzlich hat Susanne Goga einen guten, schönen und auch flüssigen Schreibstil. Dadurch kommt man eigentlich sehr gut durch die Geschichte. Fazit: Der Spannungsaufbau hätte etwas besser sein können, dann wäre das ein wirklich klasse Buch geworden. So ist es leider eher Mittelmaß geworden. ❤❤❤ von mir!

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Meinung: Ich wollte schon länger dieses Genre für mich ausprobieren. Es ist ein Roman der viele historische Dinge beinhaltet aber dennoch eine tolle Geschichte drumherum entstanden ist. Bei dem Jahr und dem Land war ich mir sicher, dass mir die Zeit gefallen wird und war sehr gespannt. Was soll ich sagen, ich kann nur schwärmen von diesem Buch. In dem Buch geht es um Matilda Grey. Sie ist Lehrerin an einer Mädchenschule. Eines Tages kommt eine sehr begabte und insgeheim auch Lieblingsschülerin von Matilda nicht mehr zum Unterricht. Sie gibt sich damit nicht zufrieden und begibt sich auf Spurensuche und was sie dabei so herausfindet, ist einfach nur unglaublich. Matilda Grey ist eine Frau, die sehr froh darüber, ihr Leben so zu gestalten, wie sie es möchte. Sie ist keine Hausfrau, sondern hat einen Beruf als Lehrerin und kann anderen etwas mitgeben. Sie lebt bei einer richtig netten Dame und versteht sich mit ihr auch sehr gut. Vor allem steht sie auch für Ideale, die zu dieser Zeit noch nicht laut ausgesprochen werden dürfen aber sie versucht dennoch dafür zu kämpfen. Als ihre Lieblingsschülerin Laure plötzlich nicht mehr zur Schule kommt, will sie nicht glauben, warum sie nicht mehr kommen wird. Sie begibt sich auf Spurensuche und findet dabei erschreckendes über Lauras Familie heraus. Sie will dem Mädchen um jeden Preis helfen und begibt sich dabei auf ein gefährliches Abenteuer durch die dunklen Gassen von London. Dabei trifft sie auch auf einige Leute, die ihr dabei helfen und vor allem auf einen Mann, der ihr eine sehr große Hilfe sein wird. Schon die ersten Seiten konnten mich absolut fesseln und begeistern. Die Stadt London ist so detailreich und bildlich beschrieben. Man kann absolut in diese Welt eintauchen, in die dunklen Gassen und die Geheimnisse die dort verborgen liegen. Auch der Lauf der Geschichte konnte mich absolut mitnehmen und ich kann auch sagen, dass es auch noch andere Elemente enthält, als das es nur ein Roman ist. Ich bin froh, wie es letztendlich gekommen ist. Das einzige, was ich etwas schade fand, war die Liebesgeschichte. Auch 1900 denke ich, dass man da die Liebesgeschichte auch greifbarer und anders darstellen kann, wie in der Geschichte. Fazit: Ein unglaublich spannendes Buch mit vielen Fakten, Facetten und Erlebnissen, mit denen ich nicht gerechnet habe. Mit dem Ende bin ich zufrieden, nur die Liebesgeschichte fand ich etwas zu schwach.

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Dieses Buch schlummerte schon länger auf meinem eReader und wartete darauf, endlich gelesen zu werden. Nachdem ich kürzlich beim Lesefestival lit.Love eine Lesung der Autorin erleben durfte, stieg meine Neugier und ich fing endlich an zu lesen. Hinterher habe ich mich gefragt, warum ich damit nur so lange gewartet habe. Es gibt Bücher, die beginnt man zu lesen und gerät sofort in einen Sog, der einen in die Geschichte hineinzieht und nicht mehr auslässt, bis man die letzte Seite gelesen hat. Genau so ging es mir mit diesem Roman. Die Geschichte spielt im Jahr 1900 in London. Die junge Matilda ist Lehrerin an einer Mädchenschule und legt Wert darauf, ihre Schülerinnen zu selbstständig denkenden Menschen zu erziehen – was zu dieser Zeit für Frauen noch alles andere als selbstverständlich ist. Als nach den großen Ferien eine von Matildas Lieblingsschülerinnen, die ehrgeizige Laura, nicht an die Schule zurückkehrt, wird Matilda stutzig. Es heißt, Laura mache eine Bildungs- und Genesungsreise mit ihrem Vormund. Niemand sonst scheint sich dabei etwas zu denken, doch als Matilda eine Ansichtskarte von Laura mit einer geheimen Botschaft erhält, wird ihr klar: Das Mädchen braucht Hilfe! Matilda beginnt mit ihren Nachforschungen zunächst in der Schule, was ihr schon bald Ärger einbringt, denn ihr Engagement ist dort nicht erwünscht. Doch als sie ein Kästchen mit Habseligkeiten findet, die Laura offensichtlich versteckt gehalten hat, lässt Matilda sich nicht mehr von ihrer Suche abbringen. Ein schrulliger alter Antiquitätenhändler, ihre Liebesroman schreibende Vermieterin und der Universitätsprofessor Stephen Fleming helfen ihr dabei. Und so kommt Matilda schließlich auf die Spur eines alten Geheimnisses, das nicht nur das Schicksal von Lauras Familie betrifft. Ihre Nachforschungen führen Matilda zurück ins London des 17. Jahrhunderts, als die Stadt nach dem großen Brand wieder aufgebaut wurde, immer mehr Menschen nach London drängten und die Pest dort wütete. Als Matilda und Stephen schließlich dem Geheimnis auf die Schliche kommen, ist es fast schon zu spät, denn Laura schwebt in großer Gefahr. Wie gesagt, ich konnte das Buch kaum mehr weglegen, so spannend fand ich die Geschichte von der ersten Seite an. Sehr schön fand ich, dass man dabei ganz nebenbei viel Interessantes über Londons Geschichte erfährt, z.B. über die vielen unterirdischen Flüsse, die heute noch durch London fließen. Wenn ich das Buch doch mal beiseite legte, dann nur, um im Internet alte und neue Stadtpläne von London anzuschauen. Erfreulicherweise liefert die Autorin im Nachwort des Romans gleich selbst etliche hilfreiche links, mit denen man auf Spurensuche gehen kann. Wie ich in der Lesung auf der lit.Love erfuhr, gibt es das Haus in der Nebelgasse wirklich, die Gasse heißt im Buch wie auch in der Realität Laurence Pountney Hill. Die Autorin verweist dazu auf einen sehr umfangreichen Aufsatz, der auf die Geschichte des Hauses, seine römischen Grundmauern und seine Bedeutung als Kaufmannshaus im 17. Jahrhundert eingeht – inklusive vieler Fotos, Skizzen und Pläne. Auch einige andere Schauplätze des Romans existieren tatsächlich, deshalb ist für mich heute schon klar: Wenn ich wieder einmal nach London kommen sollte, dann mit einer langen Liste von Orten aus diesem Roman, die ich mir nun in echt anschauen möchte. Viele dieser Stätten liegen gar nicht mal so fern ab der üblichen Touristenrouten, fallen aber ohne Hintergrundinformation vielleicht gar nicht so leicht auf. Diese Hintergrundinformation liefert der Roman auf äußerst unterhaltsame, spannende Weise. Daher ist dieses Buch ein absolutes Muss für London-Liebhaber und alle, die gerne gut gemachte historische Romane lesen.

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Zum Inhalt: London 1900: Matilda Gray ist Lehrerin an einer Mädchenschule und führt das Leben einer unabhängigen Frau. Als ihre Lieblingsschülerin Laura nicht mehr zum Unterricht erscheint, ahnt Matilda, dass diese in Gefahr ist. Zu plötzlich ist ihr Verschwinden, zu fadenscheinig sind die Begründungen des Vormunds. Eine verschlüsselte Botschaft, die ihr Laura auf einer Postkarte schickt, bringt Matilda auf die Spur des Mädchens. Ihre Suche führt sie zu dem Historiker Stephen Fleming und mit ihm zu einem jahrhundertealten Geheimnis, tief hinein in die verborgensten Winkel der Stadt….. Der erste Satz: „London, Juli 1665, Katie wankte die Treppe hinunter, glitt aus und konnte sich gerade noch an den rauen Mauersteinen abstützen, sonst wäre sie gefallen.“ Mein Eindruck: Ich lese historische Romane mit großer Begeisterung, weil ich stets eine Zeitreise in fremde Epochen erleben darf. So auch hier: der Roman beginnt mit einem Prolog, welcher das London von 1665 vor meinem geistigen Auge lebendig werden läßt. Eine Zeit voller Entbehrungen und Schmerz, denn die Pest wütet. Der darauf folgende Zeitsprung versetzt mich in das Jahr 1900. Ich treffe die junge Lehrerin Matilda Gray, welche an einer Mädchenschule unterrichtet. Gleich zu Beginn des neuen Schuljahres verschwindet ihre Lieblingsschülerin Laura Ancroft spurlos…… Es folgt eine spannende Suche, wo jeder Lösungsschritt neue Rätsel zu Tage befördert. Die Autorin versteht es perfekt, den Leser an die Hand zu nehmen und die ganze Erzählung erlebbar zu machen. Historisch detailierte Beschreibungen von Gebäuden, Straßen, Plätzen und Ereignissen sorgen für Lebendigkeit und machen alles authentisch. Dieser Roman hat mir sehr viele unterhaltsame Lesestunden beschert. Besonders hat mir die Atmospährenvielfalt gefallen: geheimnisvoll, düster und dunkel auf der einen Seite und eine heiter, gemütliche Stimmung in Mathildas Wohnung. Mein Urteil: Ein tolles Gesamtpaket. Hier passt alles zusammen. Der Titel spiegelt sich in der erzählten Geschichte wieder. Auch das Cover finde ich persönlich sehr ansprechend. Weiterhin findet man interessante Anmerkungen der Autorin zur Entstehung dieses Romans. Von mir gibt es eine absolute Leseempfehlung für eine großartige Erzählung um ein dunkles Geheimnis. Wer historische Familienromane liebt und sein Herz an die Stadt London verloren hat, kommt hier voll auf seine Kosten. Es war ein Genuss der Sprache von Susanne Goga zu folgen: in sich stimmig, spannungsgeladen und detailverliebt. „DANKE!“ für diesen wunderschönen Roman.

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Meine Meinung: Das Haus in der Nebelgasse ist mein erster historischer Roman gewesen, den ich gelesen habe. Dementsprechend war meine Vorfreude auf dieses Buch sehr groß, und wie es mir im Endeffekt gefallen hat, kannst Du dir im Folgenden durchlesen. "Das Haus birgt mehr Geschichten, als es bisher offenbart hat." (S. 164) Das Cover ist wirklich sehr schön. Der Nebel im Hintergrund, welches nur eine begrenzte Sicht auf das Gebäude zeigt, ist herrlich und passt perfekt zum Buchtitel. Die gelblich leuchtenden Straßenlaternen sind ein schöner Kontrast zu dem grauen Nebel. Auch der Buchrücken und die Buchrückseite sind in diesem Stil gestaltet und sorgen für ein harmonisches Gesamtpaket. Das Buch sieht im Bücherregal toll aus und ich glaube sogar, dass das Cover zu meinen Lieblingsbuchcovern gehört. Was noch schöner als das Cover ist, ist der Schreibstil der Autorin. Dieser punktet auf voller Länge. Die Autorin schreibt sehr eloquent und angenehm. Mir gefällt die Art und Weise, wie bestimmte Szenen beschrieben werden. Das Buch ist aus der dritten Perspektive geschrieben, die nicht nur auf die Protagonistin Matilda fixiert ist. Diese hat für eine gewisse Dynamik gesorgt und brachten eine erfrischende Abwechslung. Die Handlung hat mir auch sehr gut gefallen. Die Autorin hat sehr detailliert recherchiert und konnte dies auch gut in die Handlung verarbeiten. Man wird nicht mit random Infos zugedonnert; stattdessen werden diese einfach und verständlich erklärt. Und viele Häuser bzw. Orte sind sogar real und können besichtigt werden! Goga hat es geschafft die Linie von Realität und Fantasie so zu verschleiern, dass die Handlung und ihre Charaktere real scheinen. Im Groben fand ich den Plot natürlich interessant (sonst hätte ich das Buch ja nicht gelesen), aber an manchen Stellen hat es sich leider gezogen. Viele Nebenhandlungen hätte man weglassen können, da sie irrelevant für den weiteren Verlauf sind. Doch auch wenn mir das nicht so gut gefallen hat, kann ich nachvollziehen, warum die Autorin diese nicht gestrichen hat. Die "Schnitzeljagd" war interessant und auch die Auflösung war sehr spannungsreich. Manche Sachen waren von vorneherin vorhersehbar, während andere mich überrascht haben. In dem Buch gibt es auch eine Liebesgeschichte, die jedoch nicht viel "Platz" in Anspruch nimmt. Der Schwerpunkt wird klar auf die Suche gelegt, während alles andere nebenbei abläuft. Für die Liebesgeschichten-Fanatikerin in mir war das natürlich sehr tragisch, aber mir war von Anfang an bewusst, dass die Liebesgeschichte hier etwas kürzer ausfallen würde. Trotzdem hat mir die Romantik in diesem Buch gefallen. Matilda Gray ist eine sehr intelligente Protagonistin. (Ich finde den Namen "Matilda" unpassend und konnte diese nicht mit der Protagonistin in Einklang bringen. Irgendwie passt der Name, in meinen Augen, nicht. Das ist aber nur eine kleine Randbemerkung von mir.) Wie erwähnt, ist Matilda wirklich sehr klug. Sie lebt zu einer Zeit, in der Frauen viel weniger Rechte haben, als Männer. Doch Matilda sträubt sich dagegen und hält nicht viel von diesen gesellschaftlichen Konventionen. Dies hat sie sofort sympathischer gemacht. Sie ist eine außerordentlich gute Lehrerin, die sich um die Zukunft ihrer Schülerinnen sorgt. Im Gegensatz zu ihren Kolleginnen denkt sie schon sehr modern. Es war schön ihre Gedankengänge zu lesen. Sie hat mich zu keiner Zeit genervt und hat immer nachvollziehbar gehandelt. Auch die Nebencharaktere haben mir gut gefallen. Da hätten wir einmal Mrs. Westlake und ihre Romane, die mich öfters zum schmunzeln gebracht haben. Und, neben Matilda mein Favorit, Mr. Fleming. An dieser Stelle möchte ich natürlich nicht zu viel verraten... seine Weltansicht und seine historische Interesse waren aufjedenfall faszinierend. "Es ist wie ein Muster, das mir allmählich vertraut wird - kein Ort in dieser Stadt ist nur, was er zu sein scheint. Unter oder in ihm verbirgt sich immer etwas Älteres." (S. 189) Fazit: Auch wenn ich in dieser Rezension viel von dem Buch geschwärmt habe; irgendwie hat mir das gewisse Etwas gefehlt. Trotzdem ist dieses Buch sehr empfehlenswert und perfekt für Neueinsteiger in diesem Genre geeignet! Deshalb bekommt Das Haus in der Nebelgasse von mir: 4,5 von 5 Sternen Ich freue mich schon auf die nächsten historischen Romane, die ich lesen werde. In Liebe, Seren ♥

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