Leserstimmen zu
Das Haus in der Nebelgasse

Susanne Goga

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Taschenbuch
€ 9,99 [D] inkl. MwSt. | € 10,30 [A] | CHF 14,50* (* empf. VK-Preis)

Matilda Gray ist Lehrerin an einer Mädchenschule und führt damit ein unabhängiges Leben, was in der damaligen Zeit eher selten war. Sie versucht ihren Schülerinnen ebenfalls diese Selbstständigkeit und den Wissensdurst beizubringen, doch die Werte der Schule liegen noch immer stark darauf, dass ein junges Mädchen möglichst schnell und wohlhabend heiratet und sich somit ihrem vorbestimmten Schicksal als Ehefrau und Mutter fügt. Als einens Tages die Schülerin Laura nicht mehr in der Schule erscheint und Matilda eine geheime Botschaft von ihr erhält, setzt diese alles daran, den Spuren zu folgen. Sieht ahnt, dass das Mädchen in Gefahr ist. Matilda begibt sich auf eine nicht ganz einfache Suche, immer die Vorsicht im Nacken, nicht entdeckt zu werden. Mit Hilfe eines gewissen charmanten Professors steigt sie immer tiefer in die Geheimnisse der Stadt und der Familie von Laura ein. Die Handlung spielt in London im Jahr 1900. Es geht um laienhafte und doch spannende Dedektivarbeit, auf den Spuren der Vergangenheit, Geheimnisse und die mysteriöse Geschichte Londons. Am Rande entwickelt sich eine kleine Liebesgeschichte. Doch das alles stammt nicht aus der Feder einer dort beheimateten Autorin. Nein, Susanne Goga lebt in Mönchengladbach. Nie hätte ich es für möglich gehalten, dass eine deutsche Autorin es schafft erstens, dass ich einen historischen Roman lese und zweitens, dieser um Längen besser ist, wie alle Romane englischprachicher Autoren, die ähnliche Themen behandeln. Wie schon erwähnt bin ich völlig begeistert von diesem wunderbaren Roman. Nicht nur, dass er sich schön lesen lässt, nein er fesselt einen regelrecht. Schnell wird man selbst zur Matilda. Zu keiner Zeit wird es dem Leser langweilig, weil immer etwas Neues passiert, aber nicht holter die polter, sondern gut portioniert. Es hat etwas Magisches zuweilen und ist trotzdem nicht phantastisch. Besonders toll finde ich, dass man tatsächlich etwas über die Historie Londons lernt, was der gute Recherche der Autorin und dem Nachwort zu verdanken ist. (*Spoiler*) Auch sehr schön: In der Geschichte geht es unter anderem um ein gefundenes Buch aus dem Jahre 1665, welches im Verlauf der Geschichte nur zum Teil entziffert werden kann. Nach Abschluss des Romas ist dieses Buch der Vollständigkeithalber dann noch einmal komplett abgedruckt. (*Spoiler Ende*) Auch das Cover finde ich sehr anprechend. Rundum gut, deswegen 5 von 5 Sternen.

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Meine persönliche Meinung: Das Cover und der Klappentext haben mich bereits überzeugt, denn das Cover gefiel mir schon sehr gut und passt meiner Meinung nach auch zum Roman. Der Schreibstil von Susanne Goga ist leicht, flüssig und fesselnd. Die Autorin hat mich von Anfang an in die Geschichte geführt, dass ich mir die Handlungsorte sofort bildlich vorstellen konnte, obwohl ich noch nie dort gewesen bin. Die Protagonisten sind detailreich beschrieben und Matilda ist mir sehr sympathisch, aber auch die anderen Protagonisten kommen in diesem Roman nicht zu kurz. Die Handlungen zu der Schnitzeljagd empfinde ich als sehr gelungen. Ich habe selber mitgefiebert. Der Historiker Fleming steht Matilda zur Seite und unterstützt sie bei er Aufklärung. Die Vermieterin, die eine Autorin ist, mag ich besonders gerne, denn ich liebe Romane wo auch Autoren vorkommen. Ich habe schon sehr viele historische Romane gelesen, jedoch ist es bei sehr vielen historischen Romanen schwer zu folgen und man muss oft nachdenken. Hier bei diesem Roman liest man genauso leicht wie bei einem Liebesroman und ich konnte sehr gut und ohne den Faden der Geschichte zu verlieren folgen. Mein Fazit: " Ein historischer Roman, der den Leser mit auf eine Schnitzeljagd nimmt und leicht zu lesen ist. Absolut lesenswert"

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Inhalt: London 1900: Matilda Gray ist Lehrerin an einer Mädchenschule und führt das Leben einer unabhängigen Frau. Als ihre Lieblingsschülerin Laura nicht mehr zum Unterricht erscheint, ahnt Matilda, dass diese in Gefahr ist. Zu plötzlich ist ihr Verschwinden, zu fadenscheinig sind die Begründungen des Vormunds. Eine verschlüsselte Botschaft, die ihr Laura auf einer Postkarte schickt, bringt Matilda auf die Spur des Mädchens. Ihre Suche führt sie zu dem Historiker Stephen Fleming und mit ihm zu einem jahrhundertealten Geheimnis, tief hinein in die verborgensten Winkel der Stadt. Meine Meinung Das Buchcover gefällt mir besonders darin ist bestimmt Matilda zu sehen es passt ideal zum Inhalt und hat diesen typischen historischen flair. Die Aufmachung des Buches ist in Kapiteln und Überschriften aufgeteilt es gibt zwei Handlungsstränge die aber einen Werdegang verfolgen sodass mann trotzdem gut die gesamte Story hinein findet. Die Geschichte beginnt im Jahre 1665 mit einer Notiz eines Mädchens. Im laufe des Buches befinden sich auch Briefe die kursiv geschrieben worden sind. Es gibt viele beeindruckende, dramatische Szenen im Roman, die mich stark berührt haben, aber darüber hinaus vergisst die Autorin auch nicht, die zahlreichen Schönheiten und faszinierenden Schauplätze Londons zu nennen und durch ihre Worte lebendig werden zu lassen. .Der Anfang fing etwas schleppend voran aber mi der Zeit wurde es spannend das man wissen wollte wie geht die Story weiter, der Schreibstil war leicht und flüssig zu Lesen. Ich empfehle vor allem für Einsteiger die sich in diesem Genre heran wagen wollen. Susanne Goga beschreibt ihre Protagonisten sehr glaubhaft und gründlich. Man meint fast, die Menschen in der Geschichte persönlich kennen zulernen. Besonders sympatisch fand ich Matilda Gray sie ist gar nicht diese altmodische Frau von damals. Sie wirkt taff und selbstbewusst. Sie vermittelt als Leherin ihre Schüler zu Selbstständigkeit und Selbstbestimmung, was aber nicht anerkannt wird und nicht gerne gesehen wird. Der Professor Stephen Fleming ist ein moderner Mann, der das Studium von Frauen an seiner Universität fördert und für seine etwas unkonventionelle Lehrweise im Kollegenkreis bekannt ist.Auch ihn fand ich sehr real und glaubwürdig. Er ist sehr hilfsbereit und hilft Matilda bei der Sache mit der Entschlüsselung eines alten Notizbuches und macht sich gemeinsam mit ihr auf der Suche nach dem Geheimnis. Auch er verbirgt ein Geheimnis was mich als Leserin auch erstaunt hat und nicht damit gerechnet hätte. Das macht die Handlung an sich dann auch noch spannender. Und auch Vermieterin Mrs. Westlake ist ein liebenswerter Mensch. Sie mochte ich als Charakter sie ist humorvoll und es hat Spaß gemacht sie zu begleiten das ich an einigen Stellen sogar lachen musste. Mehr möchte ich nicht verraten man sollte sich komplett in die Story reinfallen und überraschen lassen. Fazit: Das Haus der Nebelgasse hat mir persönlich sehr viel Lesevergnügen bereitet ich hätte nicht gedacht das mir diesen historischen Roman gut gefallen würde, da ich eigentlich diesen Genre sehr selten lese und das muss schon was heißen das es mir gefallen hat:)

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[D] inkl. MwSt. € 10,30 [A] | CHF 13,90* (* empf. VK-Preis) Taschenbuch, Klappenbroschur ISBN: 978-3-453-35885-0 NEU Erschienen: 09.01.2017 Zum Buch: https://www.randomhouse.de/Taschenbuch/Das-Haus-in-der-Nebelgasse/Susanne-Goga/Diana/e485443.rhd London 1900: Matilda Gray ist Lehrerin an einer Mädchenschule und führt das Leben einer unabhängigen Frau. Als ihre Lieblingsschülerin Laura nicht mehr zum Unterricht erscheint, ahnt Matilda, dass diese in Gefahr ist. Zu plötzlich ist ihr Verschwinden, zu fadenscheinig sind die Begründungen des Vormunds. Eine verschlüsselte Botschaft, die ihr Laura auf einer Postkarte schickt, bringt Matilda auf die Spur des Mädchens. Ihre Suche führt sie zu dem Historiker Stephen Fleming und mit ihm zu einem jahrhundertealten Geheimnis, tief hinein in die verborgensten Winkel der Stadt. Meine Meinung: Ich habe bisher keine historischen Bücher gelesen, meistens nur anteilige Passagen in Büchern, die sich um Familiengeheimnisse drehen. Der Klappentext dieses historischen Romans hat mich aber sehr angesprochen und ich habe dieses Genre daher jetzt einmal getestet. Zunächst einmal möchte ich sagen, dass ich das Cover wunderschön finde. Es passt auch sehr gut zur Geschichte. Das Buch konnte mich wider Erwarten von der ersten Seite in ihren Bann ziehen. Es war eine tolle Geschichte, ein sehr flüssiger Schreibstil und ganz toll ausgearbeitete Charaktere wie z.B. Mathilda, Steven und auch nicht zu vergessen Mathildas Vermieterin. Ich habe das Buch innerhalb von 24 Stunden verschlungen. Für mich war es völlig überraschend, dass mich dieses Buch so begeistern konnte, mein erster historischer Roman und gleich solch ein Volltreffer. Man lernt hier die Lehrerin Mathilda kennen. Sie ist 1900 in London als Lehrerin in einer Mädchenschule tätig. Ihre sehr gute Schülerin Laura kommt nach den Ferien nicht wieder zurück, ihr Vormund habe sie vorerst von der Schule abgemeldet. Sie bekommt dann aber eine verschlüsselte Botschaft von Laura mit einem Hinweis auf ein Versteck. Mit diesem Fund begibt sie sich dann auf die Suche nach der Geschichte dahinter und somit auch nach Laura. Nun folgt sozusagen eine Schatzsuche durch London, bei der sie der Historiker Stephen Fleming begleitet, den ich als Charakter auch ganz toll fand. Alles in allem kann ich hier nur eine absolute Kauf- und Leseempfehlung aussprechen, auch für "Anfänger" dieses Genres perfekt. Hier hat für mich alles gestimmt, daher kann ich das Buch nur mit 5 Sternen bewerten und es gehört jetzt schon zu meinen Jahreshighlights 2017.

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London 1900: Matilda Gray ist Lehrerin an einer Mädchenschule und führt das Leben einer unabhängigen Frau. Als ihre Lieblingsschülerin Laura nicht mehr zum Unterricht erscheint, ahnt Matilda, dass diese in Gefahr ist. Zu plötzlich ist ihr Verschwinden, zu fadenscheinig sind die Begründungen des Vormunds. Eine verschlüsselte Botschaft, die ihr Laura auf einer Postkarte schickt, bringt Matilda auf die Spur des Mädchens. Ihre Suche führt sie zu dem Historiker Stephen Fleming und mit ihm zu einem jahrhundertealten Geheimnis, tief hinein in die verborgensten Winkel der Stadt. Ich lese ab und zu gerne historische Romane und der Klappentext von "Das Haus in der Nebelgasse" hat mir spontan zugesagt. Die Geschichte versprach eine spannende Handlung, angespornt von einer Frau, die dem damaligen Lebenswandel ihre ganz eigene Interpretation verlieh. Gut, dass ich nicht enttäuscht wurde. Matilda arbeitet als Lehrerin an einer Mädchenschule und verbindet ihre Aufgabe gleich als Sprachrohr für angehende selbstständige Frauen. Sie vermittelt ihren Schülerinnen Hoffnung auf ein freies Leben, etwas, dass für das 19. Jahrhundert undenkbar gewesen ist. Emanzipation wird hier mit kleinen Schritten gelernt. Als Matildas Lieblingsschülerin plötzlich dem Unterricht fernbleibt und auf Nachfragen sich ein komisches Gefühl aufdrängt, ist der Gerechtigkeitssinn von Matilda gefordert. Als dann auch noch ein Hilferuf via Postkarte kommt, macht sich Matilda auf um Laura zu suchen. Hilfe bekommt sie außerdem noch von Stephen Fleming und zusammen geben sie ein entschlossenes Detektiv Paar ab. Nicht nur die außergewöhnlichen Ermittlungsmethoden machten Spaß, auch die damit verbundene Reise Londons fand ich absolut interessant. Die Autorin hat hier geschickt historische Elemente mit einer spannenden Handlung verwoben, so konnte man also nebenbei noch einiges lehrreiches erfahren. Klare Empfehlung!

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Wir schreiben das Jahr 1900 und viele fangen an, umzudenken, doch die Zeiten sind noch sehr schwierig für Frauen. Doch Matilda Gray, eine junge Lehrerin, ist eine sehr selbstbewusste, junge Frau, die weiß, wie sie ihre Meinung vertreten kann. Als eine ihrer Schülerin durch ihren Vormund von der Schule abgemeldet wird und das angeblich aus gesundheitlichen Gründen, wird Matilda misstrauisch, denn eigentlich war das Mädchen eine sehr wißbegierige, junge Frau. Dann erhält sie noch eine Karte der Schülerin, die scheinbar einen versteckten Hilferuf beinhaltet. Matilda beginnt auf eigene Faust zu forschen, was passiert ist und stößt auf eine versteckte Schatulle, mit deren Inhalt sie jedoch wenig anfangen kann. Sie wendet sich an den Historiker Professor Fleming und gemeinsam gehen die Beiden auf eine spannende Nachforschung im viktorianischen London. Meine Meinung: Ich muss sagen, dass Susanne Goga es mit ihrem Buch geschafft hat, mich gleich von der ersten Seite an, an das Geschehen zu fesseln. Der Schreibstil ist einfach so mitreißend und versetzt den Leser umgehend in das viktorianische London und man kann das Buch kaum noch aus der Hand legen. Dabei ist es zwar sprachlich durchaus der Zeit angepasst, aber nicht so abgehoben, dass man sich mit langatmigen Passagen herumschlagen muss. Ganz im Gegenteil, es ist einfach sehr fesselnd, flüssig und trotz des historischen Hintergrunds recht modern. Es ist auf jeden Fall ein richtiges Lesevergnügen. Dazu ist es dann auch ganz schnell sehr spannend, denn man hat nur wenig Zeit, bevor man sich gleich im Geschehen befindet. Ich persönlich liebe diese geheimnisvollen Geschichten aus der Vergangenheit und hier ist es besonders gelungen, denn hier wird in der Vergangenheit über noch weiter vergangener Tage geforscht. Dadurch, dass der Roman selber in der Vergangenheit spielt, gibt es natürlich keinerlei Methoden der Nachforschung, so wie wir sie können und es heißt: back to the roots. Eine absolut abenteuerliche Suche nach der Wahrheit. Alles wurde sehr geschickt aufgebaut und glaubhaft und interessant beschrieben. Auch als Leser hat man hier ganz viel Zeit, eigene Vermutungen anzustellen und gedanklich zu forschen, doch natürlich gibt es hier immer wieder Wendungen, die einen wieder in eine andere Richtung führen. Genau so gelungen fand ich den Aufbau des Settings und der glaubwürdigen Darstellung der damaligen Zeit. Ich hatte hier zu keiner Zeit Zweifel, mich im Jahre 1900 zu befinden. Geschickt baut die Autorin Ereignisse aus der damaligen Zeit ein, wie z. B. Informationen über den Burenkrieg. Während der Nachforschungen hat der Leser Gelegenheit, Blicke auf die gehobenere Gesellschaft Londons zu werfen, aber auch genauso gut erhält man Einblicke in finstere Gassen und Gegenden. Es herrscht durchweg eine gelungen Atmosphäre, die die Zeit wiederspiegelt. Auch das Haus, um das sich die Nachforschungen drehen, fand ich sehr spannend, denn dieses Haus hat einen durchaus realen Hintergrund und spiegelt so das ganze Geschehen ein wenig, einfach ein zeitenübergreifender Aufbau, genau wie das besagte Haus. Erzählt wird die Geschichte hauptsächlich aus der Perpektive der jungen Lehrerin Matilda Gray, die mir in ihrer Art unheimlich gut gefallen hat und die ich sehr mochte. Ihre Art ist, für die damalige Zeit, sehr unkonventionell und sie geht ihren Weg mit sehr viel Selbstverständlichkeit und Unabhängigkeit. Ich mochte sie sehr und sie ist hier auch ein sehr großer Sympathieträger. Doch auch ihr Begleiter Professor Fleming ist ihr da sehr ähnlich und auch ihn mochte ich sehr für seine moderne Denkweise und das nicht typische Männerverhalten der damaligen Zeit. Auch aus seiner Sicht können wir das ein oder andere Kapitel miterleben und kommen ihm dadurch auf jeden Fall näher und man merkt, auch der Professor hat Geheimnisse. Eine sehr gelungene Nebenfigur ist Matildas Vermieterin, die Schriftstellerin Beatrice Westlake, deren Art ich einfach unheimlich erfrischend fand. Mein Fazit: Ein Buch, mit dem ich mich als Leser sehr wohl gefühlt habe und das mir spannende Unterhaltung bot, da ich einfach mitten im Geschehen war und miträtseln und gedanklich forschen konnte. Der Leser ist hier einfach mit in der Geschichte integriert und es macht sehr viel Spaß. Die Charaktere wirken lebendig und sind sehr sympathisch. Das Geschehen rund um die Zeit ist gut recherchiert und wiedergegeben. Ein Buch, das ich sehr gerne weiterempfehle für schöne Lesestunden.

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Als Englandfan lese ich sehr gerne Bücher, die in London spielen, gerne auch im historischen London. Susanne Gogas Roman „Das Haus in der Nebelgasse“ hat mich deswegen schon vom Handlungsort her sehr interessiert. Auch der Klappentext und das Buchcover haben mir sehr gut gefallen. Auf dem Cover sieht man links eine Frau mit schwarzem Hut und weißer Spitzenbluse, die über eine Brücke läuft. Im Hintergrund ist durch Nebel ein großes Gebäude zu erkennen. In den Umschlaginnenseiten findet man Auszüge aus einem Stadtplan Londons, was mir sehr gut gefällt. Das Buch spielt 1900 in London. Mathilda Gray arbeitet in einer Mädchenschule als Lehrerin und ist eine sehr selbstbewusste und selbstständige Frau, was zu dieser Zeit eher untypisch ist. Eines Tages erscheint ihre begabte Schülerin Laura nicht mehr zum Unterricht. Anscheinend hat sie ein Vormund aus der Schule geholt. Auf einer Postkarte erkennt Mathilda die verschlüsselte Botschaft ihrer Schülerin und macht sich auf die Suche nach ihr. Hilfe bekommt sie dabei von ihrer Vermieterin Mrs. Westlake und dem Historiker Stephen Fleming. Bei ihrern Recherchen stoßen sie auf ein uraltes Geheimnis, das mit dem Verschwinden der Schülerin etwas zu tun zu haben scheint. Alles hat mit einem Holzkästchen zu tun, das ein junges Mädchen namens Katie 1665 in den Mauern eines Kellers versteckte, als in London die Pest wütete. Und natürlich kommt auch die Romantik im Buch nicht zu kurz…. Schon nach den ersten Zeilen konnte ich dieses Buch kaum mehr aus den Händen legen, so spannend war es. Noch dazu entführt einen die Autorin ins historische London. Viele dieser Schauplätze kenne ich von meinen London-Aufenthalten, was richtig interessant war. Man kann sich durch die schönen Beschreibungen bildlich vorstellen, wie diese Plätze zur damaligen Zeit wohl ausgesehen haben. Interessant finde ich auch, dass es das Haus, in dem das Kästchen gefunden wird, auch in Wirklichkeit gibt, wie die Autorin in ihrem Nachwort schreibt. Das alles verleiht dem Buch Authentizität. Die Sprache der Autorin gefällt mir sehr gut. Sie ist flüssig und bestens lesbar. Ich kann das Buch bestens weiterempfehlen und werde auch noch weitere Bücher von Susanne Goga lesen. Für dieses Buch gibt es volle Punktzahl: fünf Sternchen!

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London, 1900: Matilda Gray ist eine junge und selbstbewusste Lehrerin an der Mädchenschule Riverview. Bildung ist für sie ein Grundrecht. Es stört sie sehr, dass viele ihrer Schülerinnen nur ausgebildet werden, um ihrem Mann später eine angenehme Gesprächspartnerin zu sein und ihn auf dem gesellschaftlichen Parkett nicht zu blamieren. Die blitzgescheite siebzehnjährige Laura Ancroft hat da ganz andere Ambitionen. Heiraten ist für sie keine Option. Sie will studieren und selbstbestimmt leben. Matilda fördert die Schülerin nach Kräften. Umso entsetzter ist sie, als sie eines Tages erfährt, dass Laura von ihrem Vormund, dem Rechtsanwalt Charles Easterbrook, von der Schule abgeholt wurde und nun mit ihm durch Europa reist. Nachdem in der Klatschpresse zu lesen ist, dass die beiden sich verlobt hätten, ist klar, dass die ehrgeizige Laura nie mehr nach Riverview zurückkehren wird. Matilda kommt das merkwürdig vor. Was hier gerade geschieht, steht im krassen Gegensatz zu Lauras eigenen Lebensplänen und kann unmöglich ihre Idee gewesen sein. Jemand muss sie zu dieser Ehe zwingen. Als Matilda von Laura eine Urlaubskarte mit einer verschlüsselten Nachricht bekommt, erhält dieser Verdacht neue Nahrung. Matilda schließt aus Lauras Botschaft, dass sie in deren Internatszimmer nach etwas suchen soll. Sie verschafft sich unbefugt Zutritt und findet an der angegebenen Stelle tatsächlich ein Holzkästchen mit diversen Gegenständen aus dem 17. Jahrhundert, darunter ein Medaillon und ein durch Feuchtigkeit nahezu unleserlich gewordenes Tagebuch einer gewissen Katherine. Was soll sie jetzt damit tun? Laura hat offensichtlich versucht, die Gegenstände vor ihrem Vormund zu verbergen. Matilda hat niemanden, mit dem sie ihr weiteres Vorgehens besprechen könnte. Ihre Eltern leben nicht mehr, ihr Bruder kämpft im Burenkrieg ... bleibt eigentlich nur noch Beatrice Westlake, die Witwe, bei der Matilda zur Untermiete wohnt. Mrs. Westlake ist phantasievoll, klug und lebenserfahren, aber sie schreibt Groschenromane, und es besteht immer die Gefahr, dass das, was man ihr unter dem Siegel der Verschwiegenheit erzählt, in irgendeiner Form in ihren Romanen auftaucht. Aber sie ist von Matildas aufregendem Problem hingerissen und sie ist gut vernetzt. So kommen der Journalist Edward Marsden und der Historiker Professor Stephen Fleming mit ins Boot. Je eingehender sich Matilda und ihre Helfer mit dem Leben und der Geschichte der Familie Ancroft und ihres Hauses beschäftigen, desto mehr Fragen tun sich auf. Matilda und der Professor stoßen bei ihren Nachforschungen auf eine unfassbare Familientragödie, die Auswirkungen bis in die Gegenwart hat. Dabei kommen sie einander näher. Matilda schwebt im siebten Himmel, doch es gibt etwas, das sie wissen sollte ... Vor lauter Familienforschung, Schatzsuche und privaten Befindlichkeiten verlieren die Helden den eigentlichen Zweck ihres Unternehmens vorübergehend aus dem Blick. Eigentlich waren sie losgezogen, um zu verhindern, dass Laura Ancroft zwangsverheiratet wird, was immer noch eine pure Vermutung ist. Niemand weiß, was Easterbrook tatsächlich im Schilde führt. Doch als Laura ihrer ehemaligen Lehrerin eine Notiz zukommen lässt, die ohne jeden Zweifel ein Hilferuf ist, muss Matilda handeln - und zwar schnell. Es ist spannend und faszinierend, Matilda und den Professor bei ihren ungewöhnlichen Recherchen zu begleiten, vor allem, weil sie dabei nicht immer vorschriftsmäßig vorgehen. In ihrer modernen, rebellischen Art sind die beiden sehr sympathisch. Der Leser wird gern zu ihrem Komplizen und darf sich abwechselnd als Archäologe, Familienforscher, Schatzsucher, Einbrecher und Schwindler fühlen. Aber alles geschieht im Dienst einer guten Sache. Schließlich geht es darum, die geheimnisvollen Hinweise in dem alten Tagebuch zu entschlüsseln und dafür zu sorgen, dass Laura Ancroft ihr Leben so leben darf, wie sie es für richtig hält. Damit die Geschichte nicht in Düsternis abgleitet, gibt’s die herrliche Nebenfigur der Beatrice Westlake, Matildas schriftstellernder Vermieterin. Sie ist neugierig und etwas exzentrisch, aber nie so, dass es lächerlich wird. Wenn sie voller Begeisterung über ihre haarsträubenden Romanplots spricht, lockert das die Handlung schlagartig auf. Auch wenn’s hier um Familientragödien geht, ist die Nebelgasse keine humorfreie Zone. Ganz nebenbei erfährt man einiges über die Rolle der Frau im Wandel der Zeit und vieles über London. Vor allem über das, was sich unter der Stadt verbirgt. Lauras leerstehendes Elternhaus, das Matilda Gray und Professor Stephen Fleming so gründlich durchleuchten, hat ein reales Vorbild: das Laurence-Pountney-Haus, 7a Laurence Pountney Hill. Genau wie das Gebäude in dem Roman hat es zwei Untergeschosse und mittelalterliche sowie römische Mauern im Keller. Die Romanhandlung ist ein bisschen wie das Haus: Sie hat Jahrhunderte alte Schichten, die aufeinander aufbauen. Was heute geschieht, hat seine Wurzeln oft tief in der Vergangenheit. Was aber nicht heißt, dass man sich blind in sein Schicksal ergeben muss. Man kann sein Leben in die eigene Hand nehmen. Und was für damalige Verhältnisse vielleicht unerhört war: man kann das auch als Frau.

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