Leserstimmen zu
Totgesagt

Harlan Coben

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Inhalt Das berühmte Ehepaar Sara Lowell und Michael Silverman blicken auf eine glorreiche Zukunft. Sara ist eine beliebte TV Journalistin und Michael ein erfolgreicher Basketballspieler. Alles könnte perfekt sein, bis Sara bei Recherchen zu einer Mordserie eine schockierende Entdeckung macht: alle Opfer waren HIV-positiv und bei einem Arzt in Behandlung, der eine vielversprechende Therapie bei seinen Patienten anwendet. Als dieser Arzt jedoch ebenfalls zu Tode kommt, möchte Sara der Sache auf den Grund gehen und begibt sich damit in große Gefahr… Ich habe erst vor kurzem das Erstlingswerk von Harlan Coben „Honeymoon“ auf meinem Blog vorgestellt. Als ich gesehen habe, dass sein zweites Buch nun auch übersetzt wurde, habe ich dieses Buch ebenfalls angefragt und glücklicherweise zugeschickt bekommen. Mit diesem Buch habe ich verstehen gelernt, wieso Harlan Coben so geliebt und gelobt wird. Der Thriller beginnt sehr spannend mit einem gehetzten Arzt, der vor einem Feind zu fliehen scheint, den er selbst gar nicht kennt. Er schafft es, einen ominösen Umschlag in einen Briefkasten zu werfen, um dann Selbstmord zu begehen. So jedenfalls wird der Fall zunächst abgeschlossen. Doch es gibt einige berechtigte Zweifel am Selbstmord des Arztes und vor allem Sara Lowell kann nicht so recht an dieser Geschichte festhalten. Gemeinsam mit dem Polizisten Max Bernstein nimmt sie sich nicht nur diesen Todesfall vor, sondern auch die grausamen Morde von drei jungen Männern, die HIV-positiv waren. Alle Spuren deuten auf die Klinik von Harvey Riker hin, den Sara und ihr Ehemann Michael schon sehr lange kennen. Ich mochte Sarah und Michael eigentlich ganz gerne, auch wenn mich diese wundervolle Liebesgeschichte zwischen den beiden etwas anödete. Die Beziehung zwischen ihnen scheint keine Ecken und Kanten zu haben. Es läuft alles einfach perfekt, was ich irgendwie nur schwer glauben kann. Dennoch mochte ich die Durchsetzungsfähigkeit von Sara, die trotz ihrer Beeinträchtigung sehr selbstbewusst ist, was natürlich teilweise auch ihrem wunderschönen Aussehen zuzusprechen ist. Denn, was ich bereits in „Honeymoon“ gelernt habe: Harlan Coben erschafft nur unglaublich attraktive Frauenfiguren. Sie alle lassen die Männerwelt dahinschmelzen und es scheint auch immer eine Sexgöttin zu geben. In diesem Thriller in Form von Saras eher unsympathischeren Schwester. Neben diesen eher nicht so prickelnden Details war die Handlung jedoch durchweg spannend, wenn auch nicht immer voller Action. Man verfolgt die Ermittlungen von Max und Sara, während man immer wieder im Kopf des Mörders steckt und nach und nach ein Puzzleteil nach dem anderen zu fassen bekommt. Coben flicht die unterschiedlichsten Charaktere mit in seine Handlung hinein und spinnt so ein sehr spannendes Netz, das von allen Seiten verlängert aber auch plötzlich gekappt werden kann. Man ermittelt selbst unweigerlich mit, versucht irgendwie aufzulösen, was geschehen sein könnte und die Zusammenhänge zu erkennen. Es spielen viele Faktoren eine Rolle, aber einige verlaufen im Sand, während andere immer mehr zur Lösung beitragen. Aber immer dann, wenn man glaubt, jetzt die Lösung gefunden zu haben, wird der Handlung dann doch noch eine Wendung hinzugefügt, die alles wieder auf den Kopf stellt. Dennoch habe ich gegen Ende erkannt, wohin der Weg sich wenden wird, was mir aber die Spannung trotzdem nicht genommen hat. In meinen Augen war das Finale etwas überzogen und zu dramatisch, das habe ich bei „Honeymoon“ allerdings auch schon so empfunden. Eventuell werde ich mich daran gewöhnen müssen, wenn ich weiterhin Harlan Coben lesen möchte. Das Buch ist erstmals 1991 erschienen, die Thematik um HIV und AIDS ist heute nicht mehr so im Fokus, wie damals und mittlerweile gibt es auch wirksame Medikamente, die HIV zwar nicht heilen können, es jedoch behandeln. Damals war dies nicht der Fall und Coben schafft es glaubhaft verschiedene Meinungen und Sichtweisen über die Krankheit und Homosexualität darzustellen. Es stößt mir sauer auf, dass es noch heute so viele homophobe Menschen gibt und die Beschreibungen in dem Buch haben mir alles andere als gefallen, das muss ich aber dem Erscheinungsjahr Anfang der 90er ankreiden. Fazit „Totgesagt“ war ein spannender Thriller, der ein Thema aufgreift, das in der heutigen Zeit zwar nicht mehr in den Medien polarisiert, dennoch aber nicht vergessen werden darf. Die Handlung ist durchweg spannend und wenn man über das Frauenbild des Autors hinwegblickt macht vor allem das Rätselraten um den Mörder und dessen Beweggründe großen Spaß. Ich kann euch diesen Thriller sehr ans Herz legen – entweder wenn ihr längst Fan seid, oder um Fan von Harlan Coben zu werden.

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Sara Lowell ist glücklich mit Michael Silverman verheiratet. Die beiden bekommen Nachwuchs, als bei Michael HIV diagnostiziert wird. Doch er ist in besten Händen: die Klinik in der ein Bekannter forscht, hat gute Fortschritte bei der Heilung der Erkrankung gemacht. Allerdings geschehen rund um die Klinik hässliche Morde und Sara beginnt mit Nachforschungen. Zur Seite steht ihr ihr guter Freund und Polizist Max. Eine wilde Jagd, die bis nach Bangkok führt, beginnt. Coben hat das Buch vor 30 Jahren geschrieben und findet es dennoch gut. Ich kann mich ihm nur anschließen. Sicher, die neueren gefallen mir besser, aber auch bei den älteren erkennt man durchaus sein Talent zu schreiben. Die Story wirkt zwar etwas konstruiert und teilweise sehr undurchsichtig, aber es macht Spaß zu lesen, wie Coben das Ganze am Ende auflöst. Denn es gibt nur allzu viele Verdächtige und der wahre Mörder kommt erst spät ans Licht. Ein sehr emotionales Buch, denn auch Saras Mann erkrankt an HIV und muss behandelt werden. Ein sehr interessantes Thema, das Coben damals schon aufgreift. HIV war noch nicht so lange bekannt und es gab noch kein Mittel zur Behandlung. So liegen die ganzen Hoffnungen auf der Klinik und bei den dortigen Ärzten. Doch warum begeht einer von ihnen Selbstmord – wo sie doch kurz vor dem Durchbruch stehen? Die politischen Verwicklungen haben mich etwas verwirrt, aber zum Glück haben die nicht überhandgenommen und so habe ich mich im Buch gut aufgehoben gefühlt. Fazit: Menschen gehen über Leichen für ihre Gesinnung und schaffen es noch, sich einzureden, Gutes damit zu tun. Das ist so die Quintessenz, um die Coben sein Buch aufbaut und dem Leser spannende Lesestunden verspricht.

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Mit „Totgesagt“ erscheint in diesem Jahr eins der frühen Werke von Harlan Coben in deutscher Übersetzung. Wie schon in „Honeymoon“ entschuldigt er sich im Vorwort schon im Voraus augenzwinkernd, dass das Buch nicht so gut sein könnte, wie man es inzwischen von ihm gewohnt sei. Aber an dieser Stelle muss sich Harlan Coben eigentlich keine Gedanken machen. Auch dieser Thriller aus dem Jahr 1991 muss ich nicht verstecken und Cobens Handschrift ist deutlich zu erkennen. Es beginnt mit einem Arzt, der sichtlich gehetzt vor einem unbekannten Feind flieht und es dabei schnell noch schafft, einen dicken Umschlag in einen Briefkasten einzuwerfen. Kurz darauf ist der Arzt tot – ermordet. Nach außen hin sieht alles nach Selbstmord aus, doch es gibt Menschen, die daran zweifeln. Darunter die Journalsitin Sara, die ihren ersten TV-Auftritt hat und in einem Interview mit dem fanatischen Prediger Ernest Sanders aufpassen muss, nicht den Kürzeren zu ziehen. Gemeinsam mit dem Polizisten Max „Twich“ Bernstein entdeckt sie nicht nur einen Zusammenhang zu den Morden an homosexuellen HIV-Infizierten, auch führen alle Spuren zur Forschungsklinik von Harvey Riker. Bald schon ist Sara auch persönlich in den Fall verwickelt, denn ihr Ehemann, der erfolgreiche Basketballstar Michael Silverman wird selbst zum Patienten in der Klinik. „Totgesagt“ startet rasant und gerät dann erst zunächst einmal in ruhigere Fahrwasser, ohne dabei langweilig zu werden. Coben hantiert mit einer Menge von Figuren, die auf unverwechselbare Art und Weise beschrieben werden, so dass man immer den Überblick behält. Alles sind auf irgendeine Weise miteinander bekannt und doch verfolgt jeder seine eigenen Interessen. So fiel es mir dann auch schwer, einen Verdächtigen zu finden, der ein Interesse an den Morden und damit auch am Schaden des Renommees der Klinik haben könnte. Sobald man glaubt, auf der richtigen Spur zu sein, nimmt Coben sofort wieder den Wind aus den Segeln. In der Auflösung hat er sich meiner Meinung nach dann wiederholt, wodurch man das Ende hätte raffen können. So aber wurde der Fall noch einmal aus verschiedenen Sichten beleuchtet und auch zufriedenstellend und vollständig aufgelöst. Das Thema AIDS und HIV brennt in der Öffentlichkeit heute nicht mehr so wie vor 30 Jahren. Inzwischen gibt es auch tatsächlich wirksame Medikamente, mit denen sich HIV behandeln, wenn auch nicht heilen lässt. Coben fängt in seinem Thriller verschiedene Sichtweisen in der Bevölkerung zu AIDS und Homosexualität, aber auch den Konkurrenzkampf der Ärzte um Forschungsmittel ein. Mir hat „Totgesagt“ sehr gut gefallen, auch wenn man Coben wie in „Honeymoon“ immer noch nachsagen könnte, bei seinen Beschreibungen von Frauen hormongesteuert zu sein. Wieder sind es Schwestern, eine bildschön und elfenhaft, die andere heißblütig und sexy, aber immerhin wurde das Wort „Schönheit“ nicht wieder dermaßen überstrapaziert. Für Fans ist „Totgesagt“ auf jeden Fall ein Muss! © Tintenhain https://tintenhain.de/2019/09/28/harlan-coben-totgesagt-rezension/

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