Leserstimmen zu
Helenas Geheimnis

Lucinda Riley

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Mit ihrem neuesten Roman Helenas Geheimnis bleibt die Bestsellerautorin Lucinda Riley ihrem Stil treu - und auch irgendwie nicht. Jede Menge Geheimnisse gibt es zwar auch in ihren anderen Werken, doch in Helenas Geheimnis fokussiert sich Lucinda Riley vor allem auf die Gegenwart anstatt auf die Vergangenheit und überrascht mit einer erfrischend anderen Familiengeschichte. In der Rahmenhandlung kehrt der mittlerweile 23-jährige Alex im Jahr 2016 nach Pandora zurück, wo er sein altes Tagebuch aus Teenager-Zeiten entdeckt und sich an den turbulenten Familienurlaub im Jahr 2006 zurückerinnert. Man taucht also gemeinsam mit Alex in seine Erinnerungen ein, um am Ende wieder in die Gegenwart zurückzukehren. Diese Lösung gefällt mir außerordentlich gut, denn so kommen irgendwie nostalgische und leicht romantische Gefühle auf. Nachdem man Alex also direkt zu Beginn des Romans in das Jahr 2006 gefolgt ist, lernt man auch die zweite Protagonistin, seine Mutter Helena, kennen. Spannend und originell finde ich dabei den Wechsel aus Alex' Tagebucheinträgen und der eigentlichen Handlung, erzählt von einem auktorialen Er-Erzähler. Die Tagebucheinträge sind wirklich authentisch, denn aus jedem Satz liest man den intelligenten, aber auch leicht verschrobenen und hysterischen Teenager mit Hang zum Dramatischen heraus. Wie theatralisch und übertrieben Alex von seinen Ferien auf Pandora und seiner ersten Liebelei schreibt, hat mich ein ums andere Mal schmunzeln lassen und sogar zum Lachen gebracht. Alex ist auf jeden Fall ein liebenswerter und naiver, wenn auch recht spezieller Charakter, den man einfach gern haben muss. Seine Mutter Helena klingt erst einmal wie ein Klischee, denn sie wird nicht nur als unglaublich schön, liebreizend und sanftmütig beschrieben, sondern zieht auch sämtliche männliche Wesen scheinbar magisch an - eben genau wie Helena von Troja. Trotzdem - oder gerade deswegen - ist sie eine bewundernswerte und starke Persönlichkeit, die ihre Familie über alles liebt und alles tut, um sie zu schützen. Sie ist ein vielschichtiger Charakter und im Verlauf der Handlung lernt man Seiten an ihr kennen, die man am Anfang so nicht vermutet hätte. Dabei war sie mir nicht einen Moment lang unsympathisch: Sie ist einfach eine moderne Version der schönen Helena und auch als Leser erliegt man ihrem Charme. Helenas großes Geheimnis ist die Identität von Alex' Vater. Niemandem hat sie bisher von ihm erzählt und dem Leser werden immer wieder Informationsbröckchen hingeworfen: Man spekuliert gemeinsam mit Helenas Mann William und seiner besten Freundin Sadie, wer der mysteriöse Mann sein könnte und wieso sie sich so sehr bemüht, seine Identität geheimzuhalten. Die Auflösung hat mich am Ende aber wirklich komplett überrascht, denn ich hatte etwas ganz anderes erwartet. Schön finde ich, dass Lucinda Riley einem mit der Auflösung zeigt, welche Folgen in der Vergangenheit begangene Fehler für unser zukünftiges Leben haben können, und auch, dass man Helena am Ende nicht als gefallenen Engel, sondern als Mensch sieht, der aus den richtigen Gründen das Falsche getan hat. Helenas Geheimnis ist keine Spurensuche auf verschiedenen Zeitebenen, obwohl hin und wieder Rückblenden eingebunden werden und wir ja schließlich in die Erinnerungen von Alex eintauchen. Der Roman ist vielmehr eine leichtfüßige, turbulente und stellenweise ebenso tragische wie lustige und skurrile Familien- bzw. Tragikomödie. Und damit hat Lucinda Riley mich wirklich überrascht - das hatte ich nicht erwartet! Vor der Kulisse des traumhaft gelegenen Ferienhauses Pandora auf Zypern und inmitten von Olivenhainen spielen sich so einige Dramen ab und die Mitglieder der bunt zusammengewürfelten Urlaubsgesellschaft geraten immer wieder aneinander. Es macht einfach Spaß und ist unglaublich spannend, ihnen dabei zuzusehen und man fiebert irgendwie mit jedem einzelnen Charakter mit. Deswegen hat es mir sehr gut gefallen, dass der 23-jährige Alex am Ende erzählt, wie es für jeden von ihnen ausgegangen ist und in welche Richtungen sich ihre Leben entwickelt haben. Ich mochte auch die verschiedenen, eher zarten Liebesgeschichten, die nicht zu aufdringlich sind, sondern sozusagen beiläufig in die Handlung einfließen. Da wären natürlich Helenas vergangene Liebeleien und ihre Ehe mit William, aber auch das sprunghafte Wesen von Williams Tochter aus erster Ehe, Chloe, und Alex' erste große Teenager-Liebe. Jede Liebe ist irgendwie anders und so entspinnt sich der Plot als sehr abwechslungsreich und überraschend. Bei diesem Roman fügen sich zahllose Einzelheiten und Details zu einem wirklich runden und unterhaltsamen Ganzen zusammen. Ein witziges Detail ist, dass Helenas Ferienhaus Pandora heißt und sie mit ihrem Aufenthalt dort tatsächlich in gewisser Weise die Büchse der Pandora öffnet - sehr symbolisch. Mir gefallen auch die Interaktionen zwischen den vielen, verschiedenen und mitunter sehr speziellen Charakteren, die spannende, aber auch leichtfüßige Geschichte und vor allem auch der wunderschöne Schauplatz. Man spürt förmlich die zypriotische Sonne auf der Haut, schmeckt die südländischen Köstlichkeiten und hat den Duft von Sommer und Hitze in der Nase. All das sowie Rileys unvergleichlich detailreicher und angenehm weicher Schreibstil haben dafür gesorgt, dass ich beim Lesen alles um mich herum vergessen und komplett in die Geschichte eintauchen konnte. Mein Fazit: Helenas Geheimnis ist ein typischer Riley, aber auch wieder nicht. Schreibstil und Schauplatz sind wieder einmal fantastisch, anders als bei den anderen Romanen von Lucinda Riley erwartet den Leser jedoch keine Spurensuche in der Vergangenheit, sondern eher eine tragikomische, äußerst turbulente und bisweilen ziemlich dramatische Familiengeschichte. Ich für meinen Teil mochte dieses für Riley untypische Konzept von Anfang an, bin komplett in die Geschichte eingetaucht und konnte mich vor allem für die vielschichtigen und grundverschiedenen Charaktere wirklich begeistern. Ein leichter Sommerroman, der einen von Urlaub und Wärme träumen lässt und schon jetzt eines meiner Lieblingsbücher des Jahres.

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100% lesenswert

Von: Tani

05.03.2016

Das Cover: Ist es nicht einfach wunderschön? Es passt hier auch alles wieder gut zusammen und es ist eine Augenweide. Die Handlung: Diesmal entführt Lucinda Riley uns nach Zypern, diesmal sogar in die Vergangenheit und in die Zukunft, zumindest, wenn man das Buch zum jetzigen Zeitpunkt liest. Alex, der Sohn von Helena kommt im Juli 2016 zurück nach Pandora und findet dort sein eigenes Tagebuch, dass er vor 10 Jahren geführt hat, als sie dort den Sommer verbracht haben. Dann startet die Geschichte die sich im Sommer 2006 zugetragen hat und das Leben der Anwesenden verändern sollte. Zum Schluss befinden wir uns dann wieder im Juli 2016 und Alex erzählt die Geschichte zu Ende. Der Schreibstil: Wie immer konnte mich der flüssige Schreibstil auch diese Mal wieder überzeugen und ich habe das Buch in wenigen Tagen verschlungen. In den Tagebucheinträgen hat mir der Schreibstil von Lucinda Riley besonders gut gefallen, denn es ist ihr gelungen, den Tagebuch-Schreibstil eines 13 Jährigem Jungen gut rüberzubringen. Das Fazit: Mir hat das neue Buch von Lucinda Riley sehr gut gefallen. Die Kulisse war mal wieder wunderbar ausgewählt und führt den Leser wieder einmal an einen besonderen Ort. Außerdem hat mir gut gefallen, dass es diesmal nicht all zu weit in die Vergangenheit zurück ging und die Gegenwart/Zukunft nur einen kleinen Teil des Buches eingenommen hat. Die Aufteilung der Kapitel war auch etwas anders, man bekommt Einsicht in Gedanken von einigen Personen die an der Geschichte beteiligt sind und durch die Tagebucheinträge von Alex kann man seinen Gedankengang sehr gut nachvollziehen. Mir hat außerdem gut gefallen, dass es eben diesmal auch zum größten Teil von einem 13-Jährigem und später dann 23-Jährigem erzählt wurde, was durchaus mal was anderes war, aber der Magie, die die Bücher von Lucinda Riley verströmen, keinen Abbruch getan hat. Alles in allem kann ich sagen: Wieder ein wunderschönes Buch von Lucinda Riley, vor toller Kulisse und mit toller Geschichte. Es ist zwar anders als die bisherigen Bücher, aber trotzdem 100% lesenswert. An alle Fans: Kauft euch dieses Buch so schnell wie möglich und lest es! Ihr werdet es nicht bereuen.

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"Helenas Geheimnis" ist der erste Roman, den ich von Lucinda Riley gelesen habe. Ich bereue es, dass ich nicht schon viel früher angefangen habe ihre Bücher zu lesen. Ehrlich gesagt habe ich bis jetzt immer gedacht, dass diese Art von Büchern und Familiengeschichten absolut nichts für mich sind und ich habe immer geglaubt, es würde mich ziemlich langweilen, doch genau das Gegenteil ist der Fall. Ich bin wahnsinnig begeistert von dem Buch. Die Geschichte habt mich komplett mitgerissen und in ihren Bann gezogen. Ich bin fasziniert von der Umgebung und der Landschaft, in der die Geschichte spielt. Beim Lesen konnte ich mir alles genau vorstellen und ich habe mich gefühlt, als wäre ich selbst im Urlaub auf Zypern. Auch das alte Haus, Pandora, ist hervorragend beschrieben. Wie der Titel schon sagt, gibt es in "Helenas Geheimnis" sehr viele Geheimnisse aufzudecken. Ist eins gelüftet und die Wahrheit ans Licht gekommen, steht direkt das Nächste vor der Tür. So bleibt es spannend bis zum Schluss. Es gefällt mir sehr gut, dass es, wie im echten Leben, viele Höhen und Tiefen gibt und dass alles was Lucinda Riley geschrieben hat, sehr menschlich und gewisse Handlungen und Gedankengänge sehr gut nachvollziehbar sind. Ich habe mit Helena und ihrer Familie gelacht und geweint. Es ist eine sehr spannende und tiefgründige Familiengeschichte, voller Emotionen, Schicksalsschlägen und Lebensweisheiten. Und Geheimnissen. Vor allen Dingen das Ende hat mich sehr berührt. Ich könnte noch stundenlang weiterlesen und davon träumen auf Zypern in der Sonne zu liegen. Ich bewerte "Helenas Geheimnis" von Lucinda Riley mit vollen 5 von 5 Sternen. Eine absolute Empfehlung!

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