Leserstimmen zu
R.I.P.

Yrsa Sigurdardóttir

Kommissar Huldar und Psychologin Freyja (3)

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Tod bei Mobbing

Von: Buecherseele79 aus Hochrhein

07.08.2019

Kommissar Huldar steht mit seinem Team vor einem neuen, grausamen Fall. Stella, ein junges Mädchen, wird nach ihrer Arbeit im Kino entführt...und der Täter sendet Bilder sowie Videos über Snapchat an alle Kontakte die Stella kennen. Für die Polizei beginnt ein Wettlauf mit der Zeit denn Stella ist schwer verletzt und keiner hat etwas gesehen oder weiß was genau passiert ist. Huldar holt die Psychologin Freya wieder mit ins Team, sehr zum Ärger seiner Chefin Erla. Dann kommt heraus dass Stella ein Mädchen in ihrer Schule gemobbt hat, und nicht nur sie alleine....dann verschwindet ein Junge und die gleiche Vorgehensweise wie bei Stella nimmt ihren Lauf.... Auf diesen Thriller war ich richtig gespannt, denn der erste Band mit dem Titel „DNA“ konnte mich komplett überzeugen, während der zweite Band „Sog“ mich nur genervt hatte und für mich die Spannung auf der Strecke blieb. Der Einstieg mit diesem Schreibstil in die Geschichte fällt leicht, die Autorin hat einfach ein Händchen die Leser schnell zu fesseln und sie für ihre Geschichte zu gewinnen. Im Mittelpunkt stehen natürlich wieder Erla, Freya und Huldar , diese 3 Protagonisten kennt man von Band 1 an und ich habe alle, mehr oder weniger, lieb gewonnen. Hier war ich nun gespannt wie sich die Geschichte nach Band 2 weiterentwickeln wird bzw. worauf legt die Autorin diesmal ihren Blickpunkt bei den 3? Im zweiten Band war mir das Hin und Her zwischen Erla und Huldar ziemlich auf die Nerven gegangen. In diesem Buch steht diese Geschichte noch zwischen ihnen und ich muss Huldar hier mal meinen großen Respekt zollen für seine Geduld und Verständnis, seine Feinfühligkeit, doch noch bei diesem Fall mitwirken zu dürfen. Bei Freya weckt der neue Fall alte Geister aus ihrer Schulzeit und die Autorin konnte hier sehr gut aufzeigen dass man Mobbing nicht so schnell vergisst bzw. es kaum Möglichkeiten gibt sich diesem Gefühl zu entledigen. Grosser Punkt zu diesem Thriller ist die Thematik Mobbing, was Mobbing aus Opfern und Tätern macht, auch was das Cybermobbing heute für einen hohen und vor allem leichten Stellenwert in der Gesellschaft hat, denn online und gefühlt anonym lässt es sich leichter mobben, hetzen und drohen als wenn man einer Person persönlich gegenüberstehen muss. Auch welche Gruppendynamik hinter so einer Tat steht, wie viele „Mitläufer“ ihre Ansichten vertreten, es klein reden oder versuchen sich herauszuwinden wird hier erschreckend realistisch umgesetzt, erklärt und eingeflochten. Bis zum Ende war ich nie sicher wer jetzt hier welchen Part der Geschichte hat, die Auflösung war auf der einen Seite schockierend, aber auf der anderen Seite konnte ich die Gründe auch nachvollziehen denn irgendwann ist man einfach gegen viele „bösen“ Geister macht- und hilflos. Mit diesem neuen Buch „R.I.P.“ konnte mich die Autorin wieder vollkommen packen, schockieren, aufwühlen und begeistern und ich freue mich auf jeden Fall auf weitere Fälle mit Erla, Freya und Huldar. Ich empfehle die Autorin und ihre Thriller auf jeden Fall weiter! Klare Leseempfehlung!

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Spannender Thriller

Von: libro-chica

28.07.2019

Kommissar Huldar und die Psychologin Freyja ermitteln wieder zusammen. Zwei Jugendliche sind ziemlich brutal ermordet worden. Vorher lässt der Täter sie noch um Verzeihung bitten. Videos der Taten werden über Handy an deren Freunde weitergeleitet. Gibt es zwischen den Opfern ein Zusammenhang? Diese Story ist so spannend, sie fesselt den Leser von Anfang bis Ende. Es geht hier um Mobbing und Social Media. Die Videos werden per Snapchat verbreitet. Ein ganz aktuelles Thema, mit dem sich die Schüler auseinandersetzen. Während der Ermittlungen ist man auch als Leser dem Täter auf der Spur. Was sind seine Beweggründe? Was verbindet die Opfer? Das Ermittlerteam hat mir auch ganz gut gefallen. Die Auflösung fand ich verblüffend. Ein wirklich gelungener und spannender Thriller mit einem brisanten Thema.

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Bisher ist die Thrillerreihe um Huldar und Freyja ein Garant für „Ein-Tag-ein-Buch“-Momente. Jedes von ihnen habe ich in einem Rutsch weggelesen und auch der nun dritte Teil machte da keine Ausnahme. Ganz im Gegenteil möchte ich sogar behaupten, dass es der bisher beste Teil ist. Grundlage dafür sind unter anderem die Figuren, die so herrlich normal sind. Keine extremen psychischen Störungen oder plakativ kauzigen Verhaltensweisen, sondern ganz normale Menschen mit ganz normalen Alltagsproblemen, die sich mühelos in den Kriminalfall einfügen. Hinzu kommt, dass die Autorin es versteht, ihre Handlung in die teils faszinierende, teils unwirtliche Natur Islands einzubetten, und deren Atmosphäre einfängt und für ihre Zwecke nutzen kann. Was diesen Teil aber so besonders macht, ist das Thema, das dem Kriminalfall seine Grundlage gibt: Mobbing bzw. die „moderne“ Variante Cybermobbing. Ich weiß ja nicht, wie es Euch geht, aber ich vermute, viele haben die ein oder andere Form des Mobbings selbst schon erlebt, vielleicht als Täter, vielleicht als Opfer oder „nur“ als unbeteiligte Beobachter. Fest steht, dass diese Form der Gewalt durch die Sozialen Medien ein neues Level erreicht hat und dadurch zu einem noch größeren Problem für Betroffene wird. Denn diese können sich nirgendwo mehr der Anfeindungen entziehen. Indem die Autorin diese Thematik ins Zentrum ihres Thrillers stellt, gelingt es ihr, die Mechanismen, die hinter Mobbing stehen, aufzudecken, und das aus Opfer wie aus Tätersicht. Durch ihre Figur Freyja, die Kinderpsychologin ist, kommen wie selbstverständlich auch noch psychologische Hintergründe hinzu, sodass die Thematik aus vielen Facetten beleuchtet wird. Als Leser erhält man also diverse Informationen, um sich selbst eine Meinung zu bilden, und wird angeregt, sich weiter mit der Thematik zu beschäftigen. All das wird so mühelos mit dem Fall verknüpft, dass die Sensibilisierung der Leser wie von selbst geschieht. Spannung ist garantiert und die Auflösung lässt sich vielleicht erahnen, tut dem großen Ganzen aber keinen Abbruch. Einzig der Bezug des Titels zur Handlung finde ich nicht so ganz einleuchtend, aber das geht schätzungsweise auf das Konto der Marketingstrategie der gesamten Reihe. Fazit: Das sind die wirklich guten Thriller. Wenn es eben nicht nur um billige Effekte, Mord und Totschlag geht, sondern ein gesellschaftlich relevantes Thema einbezogen wird. Fügt es sich dann noch so mühelos mit vielen, vielen Hintergrundinformationen in die Geschichte ein, wir es zu einem echten Lesevergnügen, das von mir entsprechend mit 5 Sternen belohnt wird.

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Kommissar Huldar steht mit seinem Team vor einem neuen, grausamen Fall. Stella, ein junges Mädchen, wird nach ihrer Arbeit im Kino entführt...und der Täter sendet Bilder sowie Videos über Snapchat an alle Kontakte die Stella kennen. Für die Polizei beginnt ein Wettlauf mit der Zeit denn Stella ist schwer verletzt und keiner hat etwas gesehen oder weiß was genau passiert ist. Huldar holt die Psychologin Freya wieder mit ins Team, sehr zum Ärger seiner Chefin Erla. Dann kommt heraus dass Stella ein Mädchen in ihrer Schule gemobbt hat, und nicht nur sie alleine....dann verschwindet ein Junge und die gleiche Vorgehensweise wie bei Stella nimmt ihren Lauf.... Auf diesen Thriller war ich richtig gespannt, denn der erste Band mit dem Titel „DNA“ konnte mich komplett überzeugen, während der zweite Band „Sog“ mich nur genervt hatte und für mich die Spannung auf der Strecke blieb. Der Einstieg mit diesem Schreibstil in die Geschichte fällt leicht, die Autorin hat einfach ein Händchen die Leser schnell zu fesseln und sie für ihre Geschichte zu gewinnen. Im Mittelpunkt stehen natürlich wieder Erla, Freya und Huldar , diese 3 Protagonisten kennt man von Band 1 an und ich habe alle, mehr oder weniger, lieb gewonnen. Hier war ich nun gespannt wie sich die Geschichte nach Band 2 weiterentwickeln wird bzw. worauf legt die Autorin diesmal ihren Blickpunkt bei den 3? Im zweiten Band war mir das Hin und Her zwischen Erla und Huldar ziemlich auf die Nerven gegangen. In diesem Buch steht diese Geschichte noch zwischen ihnen und ich muss Huldar hier mal meinen großen Respekt zollen für seine Geduld und Verständnis, seine Feinfühligkeit, doch noch bei diesem Fall mitwirken zu dürfen. Bei Freya weckt der neue Fall alte Geister aus ihrer Schulzeit und die Autorin konnte hier sehr gut aufzeigen dass man Mobbing nicht so schnell vergisst bzw. es kaum Möglichkeiten gibt sich diesem Gefühl zu entledigen. Grosser Punkt zu diesem Thriller ist die Thematik Mobbing, was Mobbing aus Opfern und Tätern macht, auch was das Cybermobbing heute für einen hohen und vor allem leichten Stellenwert in der Gesellschaft hat, denn online und gefühlt anonym lässt es sich leichter mobben, hetzen und drohen als wenn man einer Person persönlich gegenüberstehen muss. Auch welche Gruppendynamik hinter so einer Tat steht, wie viele „Mitläufer“ ihre Ansichten vertreten, es klein reden oder versuchen sich herauszuwinden wird hier erschreckend realistisch umgesetzt, erklärt und eingeflochten. Bis zum Ende war ich nie sicher wer jetzt hier welchen Part der Geschichte hat, die Auflösung war auf der einen Seite schockierend, aber auf der anderen Seite konnte ich die Gründe auch nachvollziehen denn irgendwann ist man einfach gegen viele „bösen“ Geister macht- und hilflos. Mit diesem neuen Buch „R.I.P.“ konnte mich die Autorin wieder vollkommen packen, schockieren, aufwühlen und begeistern und ich freue mich auf jeden Fall auf weitere Fälle mit Erla, Freya und Huldar. Ich empfehle die Autorin und ihre Thriller auf jeden Fall weiter! Klare Leseempfehlung!

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„Wenn es nach ihr ginge, wäre seine nächste Aufgabe sicher etwas so Spannendes, wie im Frühjahr junge Enten über die Straße zu begleiten“. Ahnt Huldar nicht nur, sondern weiß er. Was seine Chefin und das angespannte Verhältnis zwischen den beiden angeht. Die mal Freunde waren. Wo unter Kollegen mehr daraus wurde. Einmal, Aber seitdem und den Wellen die das schlug, ist die Stimmung hoch angespannt. Was Hudar vor allem zur Weißglut treibt, weil der aktuelle Fall der Polizei ihn persönlich mitnimmt und er seinen Teil beitragen möchte. Wenn junge Menschen, Kinder fast noch, vor laufender Handy-Kamera bedrängt, zu Entschuldigungen getrieben werden, ohne dass ersichtlich wäre, worum es genau geht und wenn diese jungen Leuten dann, auch vor laufender Kamera, brutal zu Tode geprügelt werden. So sieht es zumindest aus und die gefundenen Leichen sprechen eine klare Sprache. Erst langsam kommt Huldar dahinter, dass Mobbing unter Jugendlichen teilweise Formen annimmt, die unerträglich werden und die bedrohten und zerschlagenen Jugendlichen hatten hier und da die Neigung, in vorderster Front andere nieder zu machen. Perfide direkte, vor allem aber über social media. Mit weitreichenden Folgen. Wobei Huldar, in dem wenigen, in dem er an den Ermittlungen offiziell beteiligt ist, spürt, dass auch andere, Erwachsene, nicht alles mitteilen, was sie wissen könnten. Ein Verhalten auf allen Seiten, das Huldar lange nicht wirklich zu einem klaren Faden zusammenbekommt und vielfach im Trüben fischt zunächst. Wobei er in der Psychologin Freyja einerseits eine Hilfe findet, die dem Thema Mobbing auch persönlich nicht fern ist, aber auch mit dieser ist das Verhältnis nicht unbedingt entspannt. So spinnt Sigurdardottir einen bunten und komplexen Reigen aus Beziehungen, gibt ihren Personen auch durchaus Schattenseiten mit auf den Weg und verbindet dieses mit einer rätselhaften Tätersuche einerseits und einem Einblick in die menschengemachten Grausamkeiten des Lebens, die gerade bei jungen Persönlichkeiten zerstörerische Wirkungen entfalten. Was sich spannend und emotional dicht liest und für sehr gute Unterhaltung sorgt.

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Mobbing

Von: Ele aus xxx

09.07.2019

R.I.P., Thriller von Yrsa Sigurdardottir, 444 Seiten, erschienen im btb-Verlag. Kommissar Huldar, seine Chefin Erla und die Psychologin Freyja ermitteln wieder. Das Mädchen Stella wird in einem Kino in dem sie arbeitet, überfallen. Der Täter lässt sie um Verzeihung flehen, erschlägt sie auf brutalste Weise und schleppt sie aus dem Kino. Kurz darauf wird ihre Leiche in einem Hinterhof gefunden, dabei ein Blatt mit der Ziffer zwei darauf. Kurz darauf wird in seinem Elternhaus ein weiterer Jugendlicher zusammengeschlagen, diese Tat wird ebenso, wie die Tat an Stella, über Social Media an seine Klassenkameraden und Freunde weitergeleitet, er wird in einem Container gefunden, dabei ein Blatt mit der Nummer drei. Kommissar Huldar und sein Team nehmen die Ermittlungen auf. Wer ist der Mörder der die jungen Menschen so eiskalt und brutal ermordet und was haben sie verbrochen um den Tod zu verdienen? Auf der Suche nach dem Opfer Nummer eins und dem Täter, stoßen die Ermittler auf menschliche Abgründe. Die ermordeten Schüler haben auf gemeinste Weise Mitschüler gemobbt. 42 aufregende Kapitel in angenehmer Leselänge, lebendige Dialoge, ein auktorialer Erzählstil, bildhafte Beschreibung des Settings und der Personen machten die Lektüre zu einem wahren Lesevergnügen. Wie auch der Vorgängerband hat mich R.I.P. bestens unterhalten. Ich habe das vorangehende Buch gelesen, was aber m. E. zum Verständnis des vorliegenden Bandes nicht nötig ist. Huldar hat sein angespanntes Verhältnis zu den Damen in seinem Team noch nicht klären können, Erla ist auf ihn sauer und Freyja geht ihm immer noch aus dem Weg was den Plot belebt aber die Nachforschungen auch etwas behindert. Der Anfang ist gut beschrieben und ich hatte keine Mühe sofort in Lesefluss zu kommen. Die Ermittlungen sind logisch und die Polizeiarbeit ist interessant erklärt. Der Spannungsbogen zieht sich vom ersten Kapitel bis zur letzten Seite. Die Taten sind schonungslos, jedoch gut beschrieben. Die Personen sind hervorragend charakterisiert und handeln nachvollziehbar. In der Mitte der Geschichte meinte ich den Täter ausgemacht zu haben, doch die Autorin hat es geschickt verstanden, den Leser auf die Falsche Fährte zu locken und immer wieder unerwartete Wendungen einzubauen, die Lösung des Falls hat mich letztendlich total verblüfft. Da die einzelnen Abschnitte oft mit einem Cliffhänger enden, hat mich die Geschichte einfach nicht losgelassen ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen. Die Blogeinträge von „Vala“ in kursiver Schrift, die dazwischen eingestreut waren, haben mich betroffen gemacht, das Thema „Mobbing“ vor allem in sozialen Medien, das auch den Taten zugrunde liegt, wurde im Buch hervorragend herausgearbeitet. Wieder einmal hat es Sigurdardottir geschafft einen erstklassigen, spannenden und unterhaltsamen Thriller vorzulegen. Ich bin begeistert und hoffe, dass ich den „Hauptdarstellern“ in einem weiteren Islandthriller begegnen werde. Eine absolute Leseempfehlung für die Genießer von skandinavischen Krimis und vor allem für die Fans der Autorin. Dafür verdiente fünf Sterne.

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Kurze Zusammenfassung: Stella arbeitet im Kino, sie verkauft Cola und Popcorn und der Arbeitstag ist wie immer, außer dass sie dieses Mal nach Ende der Vorstellungen alleine im Kino ist und aufräumt, ihre Kollegen sind alle schon gegangen. Doch Stella ist nicht alleine, jemand ist im Kino geblieben und dieser Jemand hat das Ziel Stella zu töten. Stellas Qualen werden per Snapchat an alle ihre Kontakte geschickt und bevor Stella ihren letzten Atemzug getan hat, ist die Polizei schon auf dem Weg zum Kino. Dort deutet nichts auf den Täter oder seine Motivation hin, auch Stella erscheint zunächst als Zufallsopfer, außer, dass Stella mit einer Zwei markiert wurde und scheinbar das zweite Opfer ist. Huldar und Freyja erkennen allerdings schnell, dass Stella nicht das beliebte und nette Mädchen ist, als das sie dargestellt wird. Als dann auch noch Egill verschwindet finden Freyja und Huldar ein Muster. Beide Jugendliche habe andere Mitschüler aufs Grausamste gemobbt. Beide Opfer sind gleichzeitig Täter und beide haben mit ihren Taten Leben zerstört. Egills Leiche wurde noch nicht gefunden und Huldar ahnt, dass er erst Opfer Nummer 1 finden muss um auch Egill zu finden. Allerding wird das nicht einfach sein, denn seine Vorgesetzte Erla legt ihm alle Steine in den Weg, die sie finden kann und Freyja ist auch nicht angetan von der Zusammenarbeit mit ihm …. Fazit: Ich liebe die Romane um Huldar und Freyja und auch dieser Thriller hat mich wieder sehr begeistert. Nicht nur der Kriminalfall packt und fesselt, sondern auch die Beziehung zwischen Freyja und Huldar. Eigentlich hat es ganz wunderbar zwischen beiden begonnen, doch dann hat Huldar jede Chance auf eine private Beziehung vernichtet. Jetzt arbeiten beide gelegentlich zusammen, Huldar möchte Freyja unbedingt erobern, doch Freyja straft Huldar mit Verachtung. Ich mag das „Katz – und Mausspiel“ zwischen den Beiden und wünsche mir eigentlich in jedem Band, dass sie sich endlich finden. Nichtsdestotrotz sind beide, in der Zusammenarbeit, ein gutes Team. Sie ergänzen sich in ihren Sichtweisen und kommen beide, auf ihren eigenen Wegen, zu den gleichen Ergebnissen. Der Fall an sich ist sehr abgründig und Yrsa Sigurdarsdottir hat hier wieder einen bösen Täter kreirt der in einer sehr dunklen und finsteren Welt lebt. Allerdings sind auch die Opfer zum Teil dunkel und finster und für einen kleinen Teil der Protagonisten ist es eine Erlösung, dass die Opfer nun nicht mehr existieren. Trotzdem vollzieht Yrsa Sigurdarsdottir hier keine Täter-Opfer Umkehrung, sie lässt die Sympathie für die Opfer nach und nach Schwinden ohne dass diese dabei ihren Opferstatus verlieren. In den Romanen um Freyja und Huldar muss sich der Leser als nicht nur mit dem Täter auseinandersetzen, sondern auch mit dem Weg, den der Täter gehen musste, um an diesen Punkt zu kommen. Mich hat das Buch bestens unterhalten und ich hoffe auf weitere Bände um Freyja und Huldar Das Buch ist zwar der dritte Band einer Reihe, lässt sich aber auch gut als Einzelgänger lesen

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R.I.P. ist nach DNA und SOG der mittlerweile dritte Teil der Reihe um Kommissar Huldar und Kinderpsychologin Freyja. Thematik Ein junges Mädchen wird nach ihrer Schicht im Kino von einem Unbekannten brutal ermordet und die Leiche zeitweise verschleppt. Wenig später taucht eben diese auf einem Parkplatz hinter einem Kiosk wieder auf, unter ihr befindet sich ein Zettel mit der Ziffer 2. Kurz darauf verschwindet ein weiterer Jugendlicher, die Spuren weisen auf einen Serientäter hin. Aber warum tötet er Jugendliche? Hat das ganze etwas mit Mobbing von Mitschülern zu tun, denn beide Opfer sollen in der Vergangenheit Mitschülern das Leben zur Hölle gemacht haben. Meine Meinung Die Geschichte nimmt direkt im ersten Kapitel Fahrt auf, man ist sofort gefangen in dem unglaublich intensiven und fesselnden Schreibstil der Autorin. Erschütternd detailliert wird die Ermordung der Jugendlichen geschildert und das lässt einem im ersten Moment sprachlos zurück. Die Freunde der Opfer beschreiben diese als sehr beliebt und gesellig, doch der Schein trügt. Nach und nach kommt ans Licht, das Beide in der Vergangenheit Mitschülern das Leben zur Hölle gemacht haben, und diese auch im Internet diffamiert haben. Dieses Detail zeigt unglaublich realistisch, was heutzutage in Schulen passiert und selbst ich, die selbst zu Schulzeiten gemobbt wurde, bin wieder einmal erschüttert, wie weit das im Zeitalter von Social Media reicht. Natürlich rechtfertigt das noch lange keinen Mord, aber man kann in gewisser Weise die Motivation der Täter nachvollziehen. Yrsa Sigurdardottir gelingt es wieder einmal ein brandaktuelles Thema in ihren Thriller einzuflechten und fesselt den Leser mit ihrem unnachahmlichen Schreibstil von der ersten bis zur letzten Seite. Das Buchcover ist wieder einmal ein "Eyecatcher" und lenkt das Interesse auf diese Geschichte. Das Setting ist hervorragend ausgearbeitet. Und trotzdem das Motiv relativ schnell nahe liegt, ist die Auflösung des Ganzen doch überraschend. Fazit Ein von der ersten bis zur letzten Seite spannender Thriller, der meiner Meinung nach noch stärker ist, als die beiden Vorgänger aus dieser Reihe. Yrsa Sigurdardottir ist nicht ohne Grund eine meiner liebsten Autorinnen. Ein Muss für jeden Thrillerfan.

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