Leserstimmen zu
R.I.P.

Yrsa Sigurdardóttir

Kommissar Huldar und Psychologin Freyja (3)

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Alles nur ein Spaß?

Von: Elisabeth Bulitta aus Donaueschingen

05.08.2019

Bei Yrsa Sigurdardóttirs Thriller „R.I.P.“ handelt es sich um den dritten Fall für Kommissar Huldar und Psychologin Freyja; er ist im Juni 2019 bei btb erschienen und umfasst 448 Seiten. Die 16-jährige Stella wird im Kino brutal ermordet. Und: Sie musste vor ihrem Tod ihren Peiniger um Verzeihung bitten. Doch wofür? Als Huldar und Freyja sich auf die Jagd nach dem Täter machen, wird bald ein zweiter Jugendlicher vermisst. Langsam stellen sich Zusammenhänge heraus, die die beiden Ermittelnden vermuten lassen, dass es nicht bei diesen Vorfällen bleiben wird. Ein Wettlauf mit der Zeit beginnt. Der Thriller ist an sich, typisch nordisch, spannend und brutal zu lesen, hat allerdings doch einige Schwächen. So wirkt die Auflösung des Falles für meinen Geschmack zu konstruiert: Zwar ist das Motiv an sich schlüssig, doch fragt man sich am Ende, wie weit Selbstjustiz eigentlich gehen kann. Die offenen Aspekte des Endes schließen eine Fortsetzung der Reihe nicht aus. Des Weiteren ist zwar von Anfang an ein Spannungsbogen vorhanden, doch gibt es zu Beginn und in der Mitte einige Längen, die vor allem aus den privaten Animositäten und Gesprächen innerhalb des Ermittlungsteams resultieren. Das Thema, das diesem Roman zugrunde liegt, ist brisant und hochaktuell: Cybermobbing und –bullying sowie, damit verbunden, soziale Netzwerke. Wie weit diese reichen, wozu (nicht nur) Jugendliche imstande sind, wird in diesem Werk klar dargelegt, ebenso dass Mobbing an sich kein neues Phänomen darstellt. Nur die Methoden und Möglichkeiten ändern sich eben. Doch nicht nur im Fall selber begegnet den Leser/innen dieses Problem, auch die Ermittlungen selbst werden davon überschattet, sei es, dass Huldar Probleme mit seiner Chefin hat, sei es, dass Freyja mit ihrer eigenen Geschichte konfrontiert wird. Ob dies gute Voraussetzungen sind, einen Fall zu lösen, würde ich in der Realität hinterfragen, im Buch klappt es jedoch. Obwohl ich mit diesem dritten Teil neu in die Reihe eingestiegen bin, hatte ich keinerlei Schwierigkeiten, dem Geschehen zu folgen, da die wichtigsten Informationen über die Protagonisten in den neusten Band eingeflochten wurden. Lediglich über das Verhältnis zwischen Huldar und Erla hätte ich am Anfang gern etwas mehr erfahren, vor allem da ihre Vorgeschichte doch sehr die aktuellen Ermittlungsarbeiten beeinflussen. Sprachlich lässt sich dieser Thriller flott und fließend lesen. Mehrmals wird die Handlung durch Einträge in einen Blog unterbrochen, was beim Lesen hilft, sich in die Rolle der Gemobbten hineinzuversetzen und für Abwechslung beim Lesen sorgt. Insgesamt handelt es sich bei „R.I.P.“ um einen spannenden Thriller, der in einem Rutsch gelesen werden will, der mich aber aufgrund der oben erwähnten Schwächen nicht völlig überzeugen konnte. Ein Buch, das sich gut lesen lässt - mehr aber eben auch nicht.

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Spannender Thriller

Von: libro-chica

28.07.2019

Kommissar Huldar und die Psychologin Freyja ermitteln wieder zusammen. Zwei Jugendliche sind ziemlich brutal ermordet worden. Vorher lässt der Täter sie noch um Verzeihung bitten. Videos der Taten werden über Handy an deren Freunde weitergeleitet. Gibt es zwischen den Opfern ein Zusammenhang? Diese Story ist so spannend, sie fesselt den Leser von Anfang bis Ende. Es geht hier um Mobbing und Social Media. Die Videos werden per Snapchat verbreitet. Ein ganz aktuelles Thema, mit dem sich die Schüler auseinandersetzen. Während der Ermittlungen ist man auch als Leser dem Täter auf der Spur. Was sind seine Beweggründe? Was verbindet die Opfer? Das Ermittlerteam hat mir auch ganz gut gefallen. Die Auflösung fand ich verblüffend. Ein wirklich gelungener und spannender Thriller mit einem brisanten Thema.

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Bisher ist die Thrillerreihe um Huldar und Freyja ein Garant für „Ein-Tag-ein-Buch“-Momente. Jedes von ihnen habe ich in einem Rutsch weggelesen und auch der nun dritte Teil machte da keine Ausnahme. Ganz im Gegenteil möchte ich sogar behaupten, dass es der bisher beste Teil ist. Grundlage dafür sind unter anderem die Figuren, die so herrlich normal sind. Keine extremen psychischen Störungen oder plakativ kauzigen Verhaltensweisen, sondern ganz normale Menschen mit ganz normalen Alltagsproblemen, die sich mühelos in den Kriminalfall einfügen. Hinzu kommt, dass die Autorin es versteht, ihre Handlung in die teils faszinierende, teils unwirtliche Natur Islands einzubetten, und deren Atmosphäre einfängt und für ihre Zwecke nutzen kann. Was diesen Teil aber so besonders macht, ist das Thema, das dem Kriminalfall seine Grundlage gibt: Mobbing bzw. die „moderne“ Variante Cybermobbing. Ich weiß ja nicht, wie es Euch geht, aber ich vermute, viele haben die ein oder andere Form des Mobbings selbst schon erlebt, vielleicht als Täter, vielleicht als Opfer oder „nur“ als unbeteiligte Beobachter. Fest steht, dass diese Form der Gewalt durch die Sozialen Medien ein neues Level erreicht hat und dadurch zu einem noch größeren Problem für Betroffene wird. Denn diese können sich nirgendwo mehr der Anfeindungen entziehen. Indem die Autorin diese Thematik ins Zentrum ihres Thrillers stellt, gelingt es ihr, die Mechanismen, die hinter Mobbing stehen, aufzudecken, und das aus Opfer wie aus Tätersicht. Durch ihre Figur Freyja, die Kinderpsychologin ist, kommen wie selbstverständlich auch noch psychologische Hintergründe hinzu, sodass die Thematik aus vielen Facetten beleuchtet wird. Als Leser erhält man also diverse Informationen, um sich selbst eine Meinung zu bilden, und wird angeregt, sich weiter mit der Thematik zu beschäftigen. All das wird so mühelos mit dem Fall verknüpft, dass die Sensibilisierung der Leser wie von selbst geschieht. Spannung ist garantiert und die Auflösung lässt sich vielleicht erahnen, tut dem großen Ganzen aber keinen Abbruch. Einzig der Bezug des Titels zur Handlung finde ich nicht so ganz einleuchtend, aber das geht schätzungsweise auf das Konto der Marketingstrategie der gesamten Reihe. Fazit: Das sind die wirklich guten Thriller. Wenn es eben nicht nur um billige Effekte, Mord und Totschlag geht, sondern ein gesellschaftlich relevantes Thema einbezogen wird. Fügt es sich dann noch so mühelos mit vielen, vielen Hintergrundinformationen in die Geschichte ein, wir es zu einem echten Lesevergnügen, das von mir entsprechend mit 5 Sternen belohnt wird.

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Ein Mädchen wird brutal ermordet und Bilder zu ihrem Mord werden an ihre Freunde bei Snapchat geschickt. Doch bis jetzt fehlt jede Spur von ihrer Leiche. Huldar ermittelt mit und braucht natürlich wiedermal die Hilfe von Kinderpsychologin Freyja. Das Cover ist wirklich klasse. Durch diesen Glanz gefällt es mir sogar noch besser als die anderen beiden. Der Schreibstil ist gewohnt gut und man ist direkt wieder in der Geschichte drin. Auch die Handlung um Huldar und Freyja ist einem direkt wieder bewusst. Die beiden sind einfach klasse Charaktere finde ich. Obwohl Huldar nicht immer der nette Typ ist, gefällt er mir ausgesprochen gut. Er ist ein guter Ermittler und obwohl seine Chefin Erla, mit der er einem vorigen Band eine kurze Liebesbeziehung hatte, nicht gut auf ihn zu sprechen ist und ihm deshalb nur die unwichtigen Aufgaben gibt, kann er immer wieder entscheidende Hinweise zur Ermittlung betragen. Und auch Freyja ist mal wieder tief in den Ermittlungen verstrickt. Denn natürlich kommen auch wieder Jugendliche drin vor und so muss Huldar natürlich wieder Freyja als Psychologin hinzuziehen. Immer wieder zieht es die beiden zueinander. Wobei Huldar immer wieder dazu beiträgt. ;) Und obwohl ich ja nicht so auf die Liebesgeschichten stehe, hofft man doch hier, dass die beiden irgendwann vielleicht doch zusammen kommen. Obwohl dann vielleicht auch der Witz aus der Geschichte raus wäre. Oder es würde ein neues Level erheben. Wer weiß. Auf jeden Fall findet man auch in diesem Teil wieder einige brutale Beschreibungen, denn die Autorin beschönigt selten etwas. Obwohl es sich hier doch etwas in Grenzen hält. Die anderen beiden Bücher waren definitiv brutaler und actionreicher. Was aber bei R.I.P. auf keinen Fall die Spannung gemindert hat. Denn Mobbing, um das es hier dann geht, ist ein interessantes Thema und die Autorin nähert sich diesem nicht nur von der Täterseite her an, sondern auch die Opfer und ihre Reaktionen werden näher unter die Lupe genommen. Es dauerte lange bis ich einen Durchblick bekommen habe, denn es tauchen ziemlich viele verschiedene Personen auf und es war interessant zu sehen, wie sich die Täter bzw. Opfer aufeinander zubewegte um dann am Ende zusammen zu kommen und ein rundes Bild abzugeben. Die Verwicklungen bis dahin waren wirklich sehr interessant. Das Ende war klasse. Ich fand es hatte ein richtiges Gänsehautfeeling. Auch das Ende in diesem Buch was für Feyja erdacht wurde ist toll. Ich bin sehr gespannt wie sich diese Beziehung weiterentwickelt. Mein Fazit: R.I.P. ist zwar etwas ruhiger als seine Vorgänger, die mit vielen brutalen und blutigen Szenen aufgewartet haben, aber trotzdem nicht minder spannend. Ich mag Huldar und Freyja einfach total gerne und die beiden bringen mit ihrer seltsamen Beziehung immer wieder Witz in die Story mit rein. Ich mag den Stil der Autorin und kann nur abschließend sagen, dass dieses Buch auch wieder gelungen ist.

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Das sechzehnjährige Mädchen Stella verdient sich in einem Kino etwas zu ihrem Taschengeld hinzu. Alles scheint auf einen normalen Abend herauszulaufen, als plötzlich ein Mann mit einer Darth-Vader-Maske vor ihr steht. Was anfangs nach einem schlechten Scherz aussieht, entpuppt sich für Stella als das pure Grauen. Vor laufender Kamera wird sie misshandelt und schließlich getötet. Anschließend sendet der Täter das Video an Stellas Freunde. Kommissar Huldar übernimmt die Ermittlungen in einem Fall, der selbst den hartgesottenen Kriminalisten erschüttert. Zu allem Überfluss unterstützt ihn dabei die Psychologin Freya, zu der er seit einem eher missglückten One-Night-Stand ein kompliziertes Verhältnis hat. Hinzu kommt, dass seine neue Chefin Erla eine Frau ist, mit der er Probleme hatte, die ebenfalls in eine sexuelle Richtung gehen. Doch Huldar hat nicht wirklich Zeit, sich darüber viele Gedanken zu machen, denn als ein zweiter Jugendlicher ermordet wird, ist ihm klar, dass er dem Täter so schnell wie möglich das Handwerk legen muss … Kritik: Nachdem sie ihre ersten Schritte im Kinderbuchbereich absolviert hat, wandte sich Yrsa Sigurdardóttir 2005 dem Krimigenre zu. Und das ist gut so, denn die Isländerin avancierte zu einer der erfolgreichsten weiblichen Thrillerautoren des europäischen Nordens. Nach ihren Dóra-Gudmundsdóttir-Romanen erfreut sie seit einigen Zeit ihre Leser mit den Ermittlungen von Kommissar Huldar und der Psychologin Freya. In „R.I.P.“ lässt die das Gespann bereits zum dritten Mal auf den Leser los. Und das in einem Fall, der es wirklich in sich hat. In Zeiten stetig wachsender sozialer Medien bekommt der Begriff Mobbing insbesondere unter Jugendlichen einen völlig neue, leider auch erschreckende Bedeutung. Das ist das zentrale Thema, mit dem sich Yrsa Sigurdardóttir intensiv beschäftigt hat. Es liest sich stellenweise erschütternd, wenn man miterleben muss, was junge Menschen anderen antun, nur um einen Videokick zu bekommen. Überlegt man sich dann, dass die Realität auf den Schulhöfen dieser Welt durchaus so aussehen kann, hat man bei der Lektüre einen noch dickeren Kloß im Hals. In erster Linie ist „R.I.P.“ ein Thriller. Und Yrsa Sigurdardóttir eine Autorin, die ihr Handwerk versteht. Mit 42 Kapiteln hält sie sich an die imaginäre 10-Seiten-pro-Kapitel-Regel, sodass der Leser einen flott zu lesenden Roman bekommt, der alles andere als platt und abgedroschen ist. Ein Grund sind die Charaktere und ihr Verhältnis untereinander. Gerade das von Kommissar Huldar zu Freya und Erla ist hier ein starkes Gewicht, das diese Serie auszeichnet. Für den Fall an sich ist es nicht erforderlich, die beiden Vorgänger gelesen zu haben, doch um das Verständnis für die Figuren und ihr Verhalten aufzubringen, ist es schon hilfreich, „DNA“ und „SOG“ zu kennen. Hinzu kommt, dass Yrsa Sigurdardóttir die Stärken ihres Schauplatzes Island voll ausspielt. Das kleine Land, in dem sich die Menschen überwiegend beim Vornamen ansprechen ist ein spezieller Kosmos, den die Autorin hier ausgesprochen bildhaft in ihren Krimi einbaut. Ob „R.I.P.“ im Vergleich zu den Werken ihrer nordischen Kolleginnen und Kollegen wirklich herausragt, muss jeder Leser für sich entscheiden. Fest steht, dass es ein packender, gut durchdachter Roman ist, der zum einen von seinem Thema, zum anderen von den tollen Figuren lebt. Von daher ist Yrsa Sigurdardóttir ihrem guten Ruf einmal mehr gerecht geworden. Sehr gerne dürfen Kommissar Huldar und Freya ein viertes Mal ermitteln.

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Kommissar Huldar steht mit seinem Team vor einem neuen, grausamen Fall. Stella, ein junges Mädchen, wird nach ihrer Arbeit im Kino entführt...und der Täter sendet Bilder sowie Videos über Snapchat an alle Kontakte die Stella kennen. Für die Polizei beginnt ein Wettlauf mit der Zeit denn Stella ist schwer verletzt und keiner hat etwas gesehen oder weiß was genau passiert ist. Huldar holt die Psychologin Freya wieder mit ins Team, sehr zum Ärger seiner Chefin Erla. Dann kommt heraus dass Stella ein Mädchen in ihrer Schule gemobbt hat, und nicht nur sie alleine....dann verschwindet ein Junge und die gleiche Vorgehensweise wie bei Stella nimmt ihren Lauf.... Auf diesen Thriller war ich richtig gespannt, denn der erste Band mit dem Titel „DNA“ konnte mich komplett überzeugen, während der zweite Band „Sog“ mich nur genervt hatte und für mich die Spannung auf der Strecke blieb. Der Einstieg mit diesem Schreibstil in die Geschichte fällt leicht, die Autorin hat einfach ein Händchen die Leser schnell zu fesseln und sie für ihre Geschichte zu gewinnen. Im Mittelpunkt stehen natürlich wieder Erla, Freya und Huldar , diese 3 Protagonisten kennt man von Band 1 an und ich habe alle, mehr oder weniger, lieb gewonnen. Hier war ich nun gespannt wie sich die Geschichte nach Band 2 weiterentwickeln wird bzw. worauf legt die Autorin diesmal ihren Blickpunkt bei den 3? Im zweiten Band war mir das Hin und Her zwischen Erla und Huldar ziemlich auf die Nerven gegangen. In diesem Buch steht diese Geschichte noch zwischen ihnen und ich muss Huldar hier mal meinen großen Respekt zollen für seine Geduld und Verständnis, seine Feinfühligkeit, doch noch bei diesem Fall mitwirken zu dürfen. Bei Freya weckt der neue Fall alte Geister aus ihrer Schulzeit und die Autorin konnte hier sehr gut aufzeigen dass man Mobbing nicht so schnell vergisst bzw. es kaum Möglichkeiten gibt sich diesem Gefühl zu entledigen. Grosser Punkt zu diesem Thriller ist die Thematik Mobbing, was Mobbing aus Opfern und Tätern macht, auch was das Cybermobbing heute für einen hohen und vor allem leichten Stellenwert in der Gesellschaft hat, denn online und gefühlt anonym lässt es sich leichter mobben, hetzen und drohen als wenn man einer Person persönlich gegenüberstehen muss. Auch welche Gruppendynamik hinter so einer Tat steht, wie viele „Mitläufer“ ihre Ansichten vertreten, es klein reden oder versuchen sich herauszuwinden wird hier erschreckend realistisch umgesetzt, erklärt und eingeflochten. Bis zum Ende war ich nie sicher wer jetzt hier welchen Part der Geschichte hat, die Auflösung war auf der einen Seite schockierend, aber auf der anderen Seite konnte ich die Gründe auch nachvollziehen denn irgendwann ist man einfach gegen viele „bösen“ Geister macht- und hilflos. Mit diesem neuen Buch „R.I.P.“ konnte mich die Autorin wieder vollkommen packen, schockieren, aufwühlen und begeistern und ich freue mich auf jeden Fall auf weitere Fälle mit Erla, Freya und Huldar. Ich empfehle die Autorin und ihre Thriller auf jeden Fall weiter! Klare Leseempfehlung!

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Er mordet kalt und brutal: Zwei Jugendliche sind seine Opfer. Über Social Media müssen Freunde deren letzte qualvolle Minuten mitansehen. Und dieser Mörder ist noch nicht fertig: Ein weiterer Junge wird vermisst. Was verbindet die Jugendlichen? Wer glaubt, sie verdienten den Tod? Und kann der Junge noch gerettet werden? Huldar und sein Team ermitteln. Auch Psychologin Freyja wird wieder in die Untersuchungen einbezogen, trotz anfänglichen Widerwillens. Gemeinsam müssen sie den gnadenlosen Mörder finden, bevor er wieder zuschlägt... Die Autorin: Yrsa Sigurdardóttir, geboren 1963, ist eine vielfach ausgezeichnete Bestsellerautorin, deren Spannungsromane in über 30 Ländern erscheinen. Sie zählt zu den "besten Kriminalautoren der Welt" (Times Literary Supplement). Sigurdardóttir lebt mit ihrem Mann und zwei Kindern in Reykjavík. Sie debütierte 2005 mit "Das letzte Ritual", einer Folge von Kriminalromanen um die Rechtsanwältin Dóra Gudmundsdóttir. DNA ist Start einer neuen Serie um die Psychologin Freyja und Kommissar Huldar von der Kripo Reykjavik. Meine Meinung: Oh wie ich mich auf dieses Buch gefreut habe. Endlich geht es weiter mit der Reihe. Wie nicht anders zu erwarten von der Autorin, hat mich auch dieser Klappentext wieder total angesprochen. Die Geschichte beginnt sofort spannend. Wir steigen gleich ins Geschehen ein und es bleibt kaum Luft um durchzuatmen. Die Handlung war für mich hochspannend und ich liebe den Schreibstil von der Autorin sehr. Auch die Charaktere waren mir hier wieder sympathisch, nicht alle aber die meisten. Ich mag ja die Kombination mit der Psychologin sehr. Da ich auch andere Bücher gerne in diese Richtung lese, mag ich diese Reihe so sehr. Natürlich empfehle ich es die Bücher nach der Reihenfolge zu lesen. Auch wenn die Fälle so weit abgeschlossen sind entwickeln sich die Charaktere ja weiter. Die Autorin hat ja auch noch andere Bücher geschrieben, die ich alle nach und nach lesen möchte. Für mich ein tolles Buch mit einem super spannenden und interessanten Fall. Klare Empfehlung

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Inhalt: Ein brutaler Mörder schlägt zu. Zwei Schüler werden vor laufender Kamera totgeschlagen und die schreckliche Tat über die sozialen Medien verbreitet. Wird es noch weitere Morde geben und warum mussten die beiden Jugendlichen sterben? Der dritte Fall von Kommissar Huldar und Psychologin Freya ! Meine Meinung: Die Worte auf dem Klappendeckel: "Dunkel, Brutal, Gnadenlos" habe ich leider schmerzlich vermisst. Ich bin anderes von der Autorin gewohnt. Der erste Band der Reihe war um Längen besser und ließen einem auch schon mal das Blut in den Adern gefrieren. Bei R.I.P. ist das überhaupt nicht der Fall. Die ganze Geschichte zieht sich eher wie ein Kaugummi und behandelt zudem eher das Leben von Kommissar Huldar. Für mich liest es sich wie ein Unterhaltungsroman, nicht wie einen Thriller. Der Schreibstil der Autorin ist nach wie vor einzigartig und man fliegt nur über die Seiten hinweg. Wenn nur der Fall ein wenig düsterer und interessanter gestaltet worden wäre. Wobei ich das Thema gerne verfolgt habe und ich selber Mobbing kennenlernen musste. Daher kann man sich menschlich in einige Vorgehensweisen hinein versetzen. Zwar niemals so tragisch und mit mörderischen Gedanken, aber sensibel und nachempfindend erkennt man schon manche Handlungsvorgänge. Die Charaktere waren sehr gut gezeichnet und die Emotionen ihnen gegenüber konnte man auch hervorragend abrufen. Gerne hätte ich mehr über Laufhildur(Mobbingopfer) erfahren wollen, aber die Kommissare und deren Ermittlungsarbeit standen dafür viel zu weit im Vordergrund. Für mich zuviel; das hat einen bitteren Nachgeschmack. Fazit: Nicht der beste Thriller der Autorin. Hier stehen die Ermittler zu sehr im Vordergrund und von den eigentlichen Opfern erfährt man zu wenig. Der Schreibstil ist dafür aber wieder mal fast perfekt und alleine deswegen lohnt es sich schon zu R.I.P. zu greifen. Da mir aber ein wenig an Spannung und intensiven Gesprächen mit Opfern/Tätern gefehlt haben, kann ich nicht fünf dafür aber hervorragende 4 Sterne vergeben !

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