Leserstimmen zu
Das Auge

Richard Laymon

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Allgemeines Titel: Das Auge Autor: Richard Laymon Verlag: Heyne Hardcore Genre: Roman/Thriller ISBN: 978-3-453-67703-6 Taschenbuch: 336 Preis: 9,99€ Buch kaufen Klappentext ICH SEHE DICH - DU BIST TOT! Sie sieht Dinge, die andere nicht sehen...grausame Dinge, Menschen, die sterben...Blut...Sie glaubt an ihre Visionen...Sie glaubt, dass diese Bilder reale Begebenheiten zeigen...Morde..Vielleicht hat sie recht...vielleicht ist sie einfach nur wahnsinnig...Wer weiß? Cover Das Cover ist relativ schlicht gehalten, ist aber ein kleiner Hingucker. Es wirkt wie ein spannender Thriller. Jedoch habe ich mir unter Titel und Cover eine andere Geschichte vorgestellt. In dieser Hinsicht vielleicht etwas irreführend. Schreibstil Das Buch ließ sich relativ gut lesen. Es gab immer wieder Perspektivenwechsel, die manchmal etwas verwirrt haben, aber man konnte sich doch ziemlich schnell an die neue Sichtweise gewöhnen. Leider wirkte es manchmal so, als würde sich der Autor mit seinen eigenen Gedanken überschlagen, darum wirkten manche Stellen chaotisch und unübersichtlich und ließen sich demnach auch schwerer lesen. Charaktere Von den Charakteren war ich wirklich enttäuscht. Zu keinem konnte ich irgendeine Verbindung aufbauen, Mitleid empfinden oder wirklich richtig mitfiebern. Die einen waren zu paranoid, die anderen zu engstirnig und generell schien sich am Ende jeder zu sehr um sich selbst zum kümmern und hat das eigentliche Problem völlig aus den Augen verloren. Leider durchweg unsympathische Charaktere. Meine Meinung Ein Buch, das viel verspricht, aber wenig hält. Wenn man den Klappentext liest, erwartet man einen spannenden Thriller. Mord, Blut, Visionen...klingt nach einer perfekten Vorlage. Leider wird das ganze nur mäßig umgesetzt. Der Anfang ist noch vielversprechend. Es beginnt mit einem Schocker, einem versuchten Mord, mysteriösen Anrufen. Man wird als Leser geschockt zurück gelassen und fragt sich, wie das ganze zusammen hängt. Doch schon kurz darauf im Verlauf merkt man, dass der Unfall, um den die ganze Story gestrickt wird, nur am Rande thematisiert wird. Im Mittelpunkt scheinen so einige Familiendramen zu stehen. Wer hat mit wem geschlafen? Wer hat wen mit wem betrogen? Für welche der beiden Schwestern soll man sich entscheiden? Der ganze Roman scheint immer wieder mit unnötigen Sexszenen gefüllt zu sein, die teilweise für die Story gar nicht relevant sind. Außerdem stört die paranoide Art der beiden Schwestern. Jede auf ihre eigene Art und Weise. Die Visionen von Melanie möchten den Leser dann in eine gewisse Richtung denken lassen, wie das ganze ausgehen könnte, jedoch wirkte dies so festgefahren und zu strikt verfolgt, dass die eigentliche Auflösung am Ende eher wenig Überraschung mit sich bringt. Am Ende muss ich sagen, dass ich von dem Buch eher enttäuscht als begeistert wurde. Ich hatte mir eine andere Story dahinter vorgestellt und nicht diese starke Fixierung auf eigentliche Nebenhandlungen, die dann irgendwie zu Haupthandlung wurden. Leider kein großer Erfolg für mich von Richard Laymon.

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Nach langer Zeit, die ich im Nirvana verbrachte, melde ich mich wieder mit einer neuen Rezension eines Laymons zurück. Das neueste Buch, das in der Hardcore-Reihe erscheinte, ist: "Das Auge" Der Inhalt ist typisch Laymon: Menschliche Gewalt, die einem auf dem Magen schlägt, und eine schöne Prise Übernatürliches, die das ganze Wek abrundet (dachte ich am Anfang). Melanie kippt während eines Konzertes, als sie auf der Geige spielte, um und begann sich vor Krämpfen zu schütteln. Nachdem sie wieder bei Sinnen ist, erzählte sie ihrem Freund, dass sie eine Vision hatte, in der ihr Vater angefahren wurde. In Windeseile packten sie somit ihre Sachen und fuhren zu ihrer Schwester, die in der Nähe ihres Vaters wohnte. Als sie dort ankamen, stellte sich heraus, dass ihr Vater tatsächlich angefahren wurde und der Fahrer einfach geflüchtet ist. Melanie scheint die ganze Sache nicht geheuer zu sein und beginnt damit, Nachfoschungen anzustellen. Doch, sie gerät immer mehr in Strudel aus Lügen, Schmerz und Verrat... Eigentlich bin ich ein totaler Laymon-Liebhaber, aber ich muss ganz ehrlich gestehen, dass ich von dem Buch etwas enttäuscht war. Erstens, war der Klappentext extrem vielversprechend und ich habe mich schon wirklich darauf neben einer schönen Tasse Kaffee gefreut, aber schlussendlich gab es dann doch nicht soviel her. Außerdem haben mir einfach die Splatter- und Sexszenen nicht getaugt. Sie waren öde und viel zu alltäglich für einen Laymon. Es ist mir vorgekommen, als ob jemand versucht hätte seinen Stil zu kopieren und das Ding als Plagiat zu verkaufen. Der Plot war ganz OK. Nicht tief (was allerdings bei seinen Büchern normal ist), aber auch nicht so flach, dass man beim Lesen einschläft. Naja, ein eher unterdurchschnittlicher Laymon, den man mal aus Langeweile lesen kann, wenn man nichts besseres zu tun hat. Ich gebe ihm 2,5 von 5 Sternen.

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Mitten in einem Konzert des Streichquartetts, in dem seine Freundin Melanie mitwirkt, muss Bodie mitansehen, wie Melanie keuchend mit einem krampfartigen Zittern zu Boden sackt. Als sie wieder zu sich kommt, erzählt sie Bodie von einer Vision, in der sie ihren Vater tot sah. So eine starke Vision hatte sie bislang nur einmal, als ihre Mom getötet wurde. Um festzustellen, ob es ihrem Vater Whit gut geht, machen sich Bodie und Melanie auf die lange Fahrt von Phoenix nach Brentwood in Kalifornien. Tatsächlich finden sie Melanies Vater im Krankenhaus vor, nachdem er auf dem Parkplatz seines Lieblingsrestaurants angefahren worden war. Die beiden Reisenden könnten bei Melanies Schwester Pen unterkommen, die zudem von obszönen Anrufen belästigt wird, doch stattdessen richten sie sich im Haus ihres Vaters und seiner neuen Frau Joyce ein. Melanie wird das Gefühl nicht los, dass Joyce zusammen mit Harrison, dem Partner ihres Mannes, dafür verantwortlich gewesen ist, dass dieser nun im Krankenhaus mit dem Tod ringt. Doch während vor allem Melanie darauf erpicht ist, in Harrisons Haus nach Spuren des Verbrechens zu suchen, kommen sich Bodie und Pen näher … „Die haben dich echt beschissen, Whit. Aber so richtig. Dein Kanzleipartner und deine liebe Frau. Solltest du je wieder zu dir kommen, warten ein paar böse Überraschungen auf dich. Aber haben sie dich überfahren? Das ist die große Frage. Eine hübsche Vorstellung, sie dafür büßen zu lassen, falls sie verantwortlich sind.“ (S. 211) Nachdem allein der Heyne Verlag in den letzten Jahren über 25 Titel des 2001 verstorbenen Horror-Schriftstellers Richard Laymon veröffentlicht hat, schließt „Das Auge“ eine der letzten Lücken in der Werksbiografie des populären, aber auch polarisierenden Amerikaners. Der im Original 1992 veröffentlichte Roman gehört zu Laymons mittlerer, sehr produktiver Schaffensperiode, aber fraglos nicht zu seinen besten Werken. Zwar hält Melanies Vision zu Anfang ein übernatürliches Element parat, doch davon abgesehen bietet „Das Auge“ einen eher konventionellen Thriller-Plot, in dem ein Pärchen einer familiären Verschwörung auf den Grund zu kommen versucht. Die Dramaturgie ist bei dem sehr überschaubaren Figurenensemble allerdings überraschend zähflüssig ausgefallen, und auch der bei Laymon sonst ausgeprägte Splatter- und Sex-Faktor hält sich stark in Grenzen. Obwohl sich der Plot eigentlich wie ein Kammerspiel nur innerhalb der Familie abspielt, sind die Charakterisierungen der Figuren erschreckend dünn ausgefallen, ihre Motivationen und Handlungen nicht immer schlüssig nachzuvollziehen. Zum Ende hin nimmt die Story endlich an Fahrt auf, doch die wunderbare Schlusssequenz kann leider nicht über ein sonst eher schwaches Laymon-Werk hinwegtäuschen.

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