Leserstimmen zu
Die Farben der Erinnerung

Nicole C. Vosseler

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Das Cover dieses Romans lässt bereits vermuten, dass es sich um eine Geschichte handelt, die in der Vergangenheit spielt. Mir gefallen die Blüten genauso wie das Paar, das in die Ferne blickt. Alles passt gut zueinander und wirkt stimmig. Nicole C. Vosseler verbindet in diesem Buch erneut vergangene Ereignisse mit der Gegenwart. Das gefällt mir per se schon mal sehr gut. Sie schickt ihre Protagonistin Gemma auf eine Suche, die ihre eigene Vergangenheit bzw. die ihrer Familie betrifft. Aber nicht nur! Begleitet wird Gemma von Professor Sisley. Zusammen tauchen sie ab in die Welt der Dichter, aber auch die Malerei bekommt ihren Platz in diesem Buch. Sie lösen gemeinsam Rätsel und reisen um die ganze Welt. Beide Charaktere haben ihre Besonderheiten, sind aber herzensgute Menschen, die ich schnell liebgewonne hatte. Der Schreibstil der Autorin ist immer wieder etwas Besonderes. Zum einen flüssig und zum anderen sehr bildreich, stellenweise gar poetisch würde ich sagen. Das trifft man nicht so häufig in diesem Genre. Nicole C. Vosseler gelingt es auch Vergangenheit und Gegenwart glaubhaft miteinander zu verknüpfen und sogar geschichtliche Fakten einzubauen. Fazit: Dieser Roman ist eine wunderbare Reise in die Vergangenheit. Mit Protagonisten, die man ins Herz schließt, und die man auf ihrem Weg gern begleitet. Die Autorin versteht ihr Handwerk und hat mich einmal mehr überzeugt. Wem Geschichten gefallen, die sich um Familie, Literatur, Geheimnisse u.v.m. drehen, dem empfehle ich auch dieses Buch!

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Kunst

Von: diebecca

21.04.2018

In den Farben der Erinnerung von Nicole C. Vosseler geht es um Gemma. Sie verliert als Kind ihre Eltern bei einem tragischen Unglück. Auch als Erwachsene verfolgt sie das Unglück noch. Sie erhält eines Tages anonyme Post, Zeilen eines viktorianischen Gedichts und ein antikes Schmuckstück. Der charismatische Professor Sisley begibt sich mit Gemma auf Spurensuche. Ihre Suche führt sie über zwei Kontinente und setzt sie großer Gefahr aus. Sie ist dabei ein Geheimnis aufzudecken, das jahrhundertelang gehütet wurde. Ist es auch der Schlüssel zu ihrer eigenen Vergangenheit? Die Blumen auf dem Cover sind sehr dominant, insgesamt ist es sehr stimmig. Was wohl der Titel bedeuten mag? Der Schreibstil ist flüssig, fast schon malerisch. Gemma ist eine sensible junge Frau, die sehr zurückgezogen lebt und in einer Bibliothek arbeitet. Sie hat ihre Eltern bei einem Brand verloren, was sie immer wieder in Panik versetzt und bei ihr Zwänge hervorruft. Sie lebt in New York, wo sie ein ziemlich anonymes Leben führen kann. Ihre Familie und ihre Vergangenheit spielen immer wieder eine Rolle, genauso wie die von Professor Sisley auch immer wieder. Auf der Suche nach dem Geheimnis spielen hauptsächlich die Künste eine Rolle, vor allem die Malerei und die Dichtkunst. Bei der Lösung werden viele Mutmaßungen geäußert, dem ist nicht immer ganz einfach zu folgen. Das Rätsel ist auch ziemlich schwierig. Um das Rätsel zu lösen, müssen Gemma und Sisley immer wieder reisen. Gemma und Sisley sind zwei besondere Menschen, die es bisher nicht leicht hatten im Leben. Ein Roman, bei dem die Kunst im Vordergrund steht, Familie und die Vergangenheit aber auch eine sehr wichtige Rolle spielen.

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Der neue Roman von Nicole C. Vosseler hat mich überrascht und dies im äußerst positiven Sinne. Denn er hat nicht viel gemeinsam mehr mit ihren Romanen, die sie noch bei Bastei-Lübbe geschrieben hat. Dieser Roman nimmt einen gefangen und entführt in eine ganz eigene Welt. Das Cover ist sehr stimmungsvoll, die Farben sind gut gewählt, insgesamt kommt das Cover eher schlicht daher. Der Klappentext macht neugierig und verspricht schon Spannung pur auf der Reise in die Vergangenheit. In diesem Roman geht es nicht nur um die Vergangenheit im Allgemeinen, sondern vor allen Dingen um ihre Bewältigung und das Annehmen des eigenen Schicksals. Gemma und Sisley sind zwei Figuren, die ich direkt ins Herz geschlossen hatte, sie sind so wunderbar authentisch, in dem wie sie sich verhalten, mit ihren Ticks und Zwängen. Zwei Menschen denen man glaubt wirklich zu begegnen. Ich denke jeder Mensch hat irgendeinen Tick und wird sich genau deshalb mit Gemma oder Sisley identifizieren können. Einfach wunderbar zwei Menschen begleiten zu können, die so überzeugend dargestellt werden. Das Geheimnis der Vergangenheit lastet schwer auf Gemma, sie will endlich wissen, was damals bei dem Hausbrand wirklich passiert ist. Denn dieses Ereignis hat sie schwer geprägt, da sie das Ganze als Kleinkind miterleben musste und ihre Eltern bei dem Feuer ums Leben kamen. Der Roman wir insgesamt auf drei Zeitebenen erzählt, dies verlangt vom Leser schon eine gewisse Aufmerksamkeit, doch genau dies macht meiner Meinung nach den Reiz des Romans aus. Ich möchte nicht erzählen warum und weshalb drei Zeitebenen, denn dies würde viel Spannung nehmen, nur so viel sei verraten, es wir literarisch. ;-) Die Autorin schafft es sehr gut ihre Leser mit auf diese Reise zu nehmen, ohne sie durch Zeit und Raum zu verlieren. Denn wir bereisen sowohl den amerikanischen Kontinent, als auch Europa zu unterschiedlichen Zeiten. Von mir gibt es für diesen kunstvoll gewebten, literarisch und künstlerischen Roman, ja auch die Malerei spielt eine Rolle, eine ganz klare Lese- und Kaufempfehlung. Ich bedanke mich sehr bei der Verlagsgruppe Random House und dem Goldmann Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars.

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Seitdem Gemma bei einem Feuer als kleines Mädchen ihre Eltern verlor, lebt sie zurückgezogen in New York und hat einige Zwangsstörungen entwickelt. Als sie an ihrem Arbeitsplatz, der ,,New York Public Library" Zeilen eines alten Gedichts und dazu ein merkwürdiges Schmuckstück erhält, holt sie sich Rat in England bei Professor Sisley. Er begleitet Gemma bei ihrer weiteren Spurensuche, die mehr aus ihrer Vergangenheit hervorbringen wird, als beide ahnen... . Mich hat Nicole C. Vosseler mit diesem vielschichtigen und spannenden Roman von Anfang an mitgenommen und konnte mich bis zum Ende begeistern und gut unterhalten. Besonders gut gefallen hat mir, dass die Handlung nicht nur in der Gegenwart, sondern auch in der Vergangenheit spielt. So macht man als Leserin eine kleine Zeitreise nach Ferrara im 16. Jhd zu der unglücklich verheirateten Lucrezia und im 19 Jhd. zu dem Dichter Robert Browning, der das viktorianische Gedicht, welches Gemma anonym erhält, verfasst hat. Gemma ist eine sehr sympatische Protagonistin, die am Anfang mit ihren Kontrollbedürfnissen auf mich etwas merkwürdig wirkte. Erst wenn man sie besser kennenlernt und mehr über ihre Geschichte erfährt, kann man verstehen, warum sie so zurückgezogen lebt und eigentlich lieber den Kontakt zu anderen Menschen meidet. Umso schöner ist es, beim lesen mitzuerleben, wie sie aus ihrer Wohlfühlzone heraustritt und dabei immer stärker wird. Zur Seite steht ihr dabei Sisley, ein sehr intelligenter Mann, der ebenfalls wie Gemma etwas merkwürdig und befangen vor Fremden ist. Er entwickelt sich zu einem tatkräftigen Helfer, der sie nicht nur bei den Recherchen unterstützt. Nicole C. Vosseler hat einen sehr gut lesbaren und auch poetischen Schreibstil. Was ihr gut gelingt, ist während der Zeitsprünge den einzelnen Figuren jeweils eine eigene Erzählstimme zu geben und somit auch die verschiedenen Situationen sehr authentisch und glaubwürdig darzustellen. Die Handlung selbst hat sie unglaublich spannend und abwechslungsreich gestaltet und mich wieder überrascht. Auch logisch ist alles gut durchdacht und hat mich überzeugt. Insgesamt ist ,,Die Farben der Erinnerung" ein toller und unterhaltsamer Roman, der sehr poetisch erzählt wird. Gerne empfehle ich das Buch hier weiter.

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Klappentext: Als Kind verlor Gemma ihre Eltern bei einem Brand – ein tragisches Unglück, das sie auch als Erwachsene noch verfolgt. Ihr zurückgezogenes  Leben in New York gerät jäh aus dem Gleichgewicht, als sie anonyme Post erhält: einen Umschlag mit Zeilen eines viktorianischen Gedichts und einem antiken Schmuckstück. Mit Hilfe des charismatischen Oxford-Professors Sisley Ryland-Bancroft begibt sich Gemma auf eine Spurensuche nach dem Absender, die sie über zwei Kontinente führt und großer Gefahr aussetzt. Denn ohne es zu ahnen, ist sie dabei, ein Geheimnis aufzudecken, das seit Jahrhunderten gehütet wird und der Schlüssel zu ihrer eigenen Vergangenheit sein könnte … Mein Meinung: Ich konnte von Beginn an sofort mit Gemma mitfühlen, es muss unheimlich  schlimm sein als Kind seine Eltern bei einem so traumatischem Ereigniss zu verlieren. Der daraus folgenden Kontrollzwang ist für mich mehr als  verständlich. Als sie die anonyme Post bekommt habe ich erstmal ein paar Seiten gebraucht um in die Geschichte richtig reinzukommen. Das kann auch zum Teil daran liegen, das dieses teils historische Genre für mich bislang ungelesen war. Dennoch hat mich die Geschichte schnell gefesselt und ich konnte nicht mehr aufhören zu lesen. Ich wollte ständig wissen, wo Gemma und Sisley nun hinreisen um das Geheimnis rund um das Gemälde der "grünen Dame" aufzulösen. Zwischendurch sind Kapitel aus dem Jahr 1854/55, die passend Geschichten  zur Gegenwart erzählen. Ich gebe dem Buch 4/5 Sternen, da ich diese Kapitel nicht komplett  verstanden habe. Der Schreibstil von Nicole C. Vosseler hat mich sehr beeindruckt, sodass ich mir auch andere Bücher von ihr aus anderen Genres genauer anschauen werde. Fazit: Mein Ausflug in das Historische/Familiengeschichte-Genre hat mir sehr gut gefallen und mir gezeigt, dass ich öfters jetzt auch mal in diese Richtung zu Büchern greifen werde.

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Vor allem kurz vor Silvester denkt man gern an das vergangene Jahr zurück und sinniert über die eigene Vergangenheit. Unbewusst beeinflusst einen diese zwar das ganze Leben lang, aber eben nur unbewusst. Nicht ganz so dezent ist der Einfluss der Vergangenheit bei der Protagonistin von Nicole C. Vosselers neuem Roman Die Farben der Erinnerung. Dieser besondere Roman erscheint am 18.12.2017 beim Goldmann Verlag und ich hatte dank dem Bloggerportal die Möglichkeit, die Geschichte vorab schon zu lesen. Die neurotische Gemma leidet seit dem tragischen Verlust ihrer Eltern nämlich an extremen Angstzuständen und Panikattacken. Ihren Alltag meistert sie nur mit Hilfe strikter Routinen, doch sie meistert ihn nichtsdestotrotz. Bis sie auf einmal komische Nachrichten per Mail erhält und jemand in ihr Appartement einbricht. Dadurch sieht sie sich gezwungen, ihr sicheres Umfeld in New York zu verlassen und der Sache in Oxfort auf die Spur zu gehen. Dort trifft sie sich mit dem hochbegabten Professor Sisley Ryland-Bancroft. Mit dessen Hilfe bestreitet sie ein Abenteuer, das ihr Leben komplett auf den Kopf stellt. Als Allererstes muss ich meinen Hut vor der Autorin ziehen, da sie mit ihrer Protagonistin eine eher ungewöhnliche Route genommen hat. Oft sind die Helden einer Geschichte beinahe unfehlbar und nahezu perfekt. Gemma mag nicht perfekt sein, aber sie ist gut, so wie sie ist. Leider sind mentale Krankheiten meinem Empfinden nach immer noch nicht oft genug in Büchern und Geschichten vertreten. Und wenn, dann werden sie oft betont oder seltsam behandelt. Das ist in dieser Geschichte nicht der Fall, da die mentale Krankheit einfach ein Teil von Gemma ist und damit auch ein Teil der Geschichte. Wobei ich natürlich keine Expertin bin und daher auch nicht beurteilen kann, wie realistisch die Darstellung ist. Gemma ist allgemein ein interessanter Charakter, der im Laufe der Geschichte eine wahnsinnige Veränderung und Entwicklung durchmacht. Genauso wie Sisley, ihr Begleiter und Helfer. Gemeinsam bestreiten sie dieses Abenteuer, unterstützen sich und lernen dabei jede Menge über sich selbst. Die Harmonie zwischen den beiden stimmt genauso wie die Chemie. Und, für mich das wichtigste, ihre zwischenmenschliche Beziehung wirkt glaubhaft und echt, nicht wie eine erzwungene Plotline. An sich verläuft die Geschichte chronologisch, wobei dem Leser immer wieder Zwischenkapitel aus der Vergangenheit geboten werden, die am Ende zur Auflösung der Geschichte beitragen. Die Autorin schafft es, nicht nur zu den Charakteren in der Gegenwart eine Beziehung aufzubauen, sondern auch zu jenen, die man in der Vergangenheit kennen lernt. Den Schreibstil habe ich persönlich als sehr angenehm und sehr flüssig empfunden, die Sprache, der Stil und die Wortwahl waren der Geschichte entsprechend und insgesamt hat mich das Buch sehr gut unterhalten. Es ist zwar etwas kürzer, als ich ursprünglich erwartet hätte, aber dafür wirkt die Geschichte nicht unnatürlich in die Länge gezogen. Ich weiß nicht genau, in welches Genre ich diese Geschichte einordnen würde, da in ihr viele verschiedene Elemente zusammen kommen. Freundschaft, Ermittlungen, Verschwörungen, Selbstfindung, Liebe, Leben mit mentalen Krankheiten. Im Prinzip kann ich diese Geschichte nur empfehlen, ich kann mir nichts besseres vorstellen, als an einem verregneten Samstag in diese Geschichtswelt einzutauchen und mit Gemma gemeinsam den mysteriösen Mails auf die Spur zu gehen.

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