Leserstimmen zu
JACKABY

William Ritter

Die JACKABY-Reihe (1)

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Inhalt: Von der Arbeit ihres Vaters inspiriert schließt sich die junge Engländerin Abigail Rook einer vielversprechenden archäologischen Expedition in die Karpaten an, die allerdings ergebnislos verläuft und einen Großteil ihres Ersparten verschlingt. Es verschlägt Miss Rook schließlich nach New Fiddleham, wo sie dem kauzigen Detektiv Jackaby über den Weg läuft, der wie es der Zufall so will derzeit auf der Suche nach einer fähigen Assistentin ist. Mit Abigails Blick für gewöhnliche Dinge und Jackabys Fähigkeit, Übernatürliches auszumachen, stellen sich die beiden ihrem ersten gemeinsamen Fall: New Fiddleham wird von einem Serienmörder heimgesucht und alle Indizien deuten darauf hin, dass der Täter kein Mensch ist... Eindruck: Bereits auf den ersten Seiten tauchen wir an der Seite von Abigail Rook in ein völlig anderes Jahrhundert ein. Atmosphärisch und sprachlich der Epoche angepasst präsentiert uns der Autor New Fiddleham, ein kleines Örtchen an der amerikanischen Küste. Ohne Geld und ohne ein Dach über dem Kopf begegnet Abigail durch Zufall dem kauzigen Detektiv Jackaby, in dessen Dienst sie kurzentschlossen tritt. Sie soll ihm als Assistentin zur Hand gehen, während R.F. Jackaby als Seher die Arbeit der örtlichen Polizei unterstützt und übernatürliche Verbrechen aufklärt. Die Parallelen zu Sherlock Holmes, einer allseits bekannten und beliebten Figur aus der Feder von Arthur Conan Doyle sind sicherlich beabsichtigt und gewollt platziert. So verlässt auch Jackaby nie ohne seine besondere Mütze das Haus und seine Ermittlungsmethoden lassen sich allenfalls als unorthodox beschreiben. Im Gegensatz zu Sherlock Holmes und Dr. Watson, die in durchaus realitätsnahen Fällen ermitteln, hat sich William Ritter mit „Jackaby“ dem Übernatürlichen verschrieben, das für die meisten Menschen verborgen bleibt. Es werden fantastische Elemente eingeflochten, sodass Abigail die Bekanntschaft von Geistern, Kobolden und sogar einer Banshee macht. Auf 320 Seiten konstruiert William Ritter einen Kriminalfall, in den ein Serienkiller involviert ist, streut immer wieder irreführende Hinweise für seine Leser aus und gibt sich redlich Mühe, seine Erzählung mit packenden Szenen auszustaffieren. Dennoch ist besonders der Plot Twist gegen Ende für mich zu vorhersehbar gewesen, obwohl mich die Geschichte durchaus mitgenommen hat. Denn nach einer etwas langwierigen Einführung entwickelt sich ein durchaus schwungvoller Kriminalroman vor allem für jüngere Leser. Abigail und Jackaby harmonieren auf ganzer Länge miteinander, obwohl sich der Umgang mit dem selbsternannten Detektiv oftmals als schwierig erweist und Abigail als Assistentin vor so manche Herausforderung stellt. Obwohl sich der Autor mit verhältnismäßig wenigen Seiten begnügt, werden beide Hauptprotagonisten ausreichend charakterisiert und entfalten sich nach und nach im gemeinsamen Miteinander. „Jackaby“ ist ein kurzweiliges Abenteuer im Stil von Sherlock Holmes. Besonders kleine Krimifans mit einem Blick für das Übernatürliche werden dank Abigail und Jackaby wunderbar unterhalten. Auch mich hat die Geschichte trotz kleinerer Kritikpunkte gepackt, obwohl ich sie grundlegend doch eher für etwas jüngere Leser empfehlen würde. Bisher sind drei Fälle des ungleichen Duos erschienen, sodass wir uns auf weitere Abenteuer von Miss Rook und Jackaby freuen dürfen. Bewertung: 3 von 5 Sternen Lisa von Prettytigers Bücherregal • https://prettytigerbuch.blogspot.de • https://www.facebook.com/prettytigerbuch/

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Bei Jackaby handelt es sich um ein amüsantes und interessantes Buch über ein Mädchen, Abigail Rook, auf der Suche nach etwas Aufregendem gewissermaßen, die durch die Suche nach Arbeit im Jahre 1892 auf Jackaby trifft, einen Detektiv mit übernatürlichen Sinnen und einer sehr speziellen, wissenschaftlichen Art. Schon bald gerät Abigail aufgrund Jackabys in die Ermittlung eines Mordes. Es ist keine direkte Geistergeschichte, wie ich anfangs, aus welchem Grund auch immer, dachte. Man ist wirklich sehr schnell in der Geschichte und bei den Geschehnissen, doch handelte alles ein kleines bisschen zu schnell, zumal sich die Hauptperson fast ohne Probleme innerhalb weniger Stunden in das neue und verrückte Leben einfügte. Vielleicht diente diese Art Erzählung der Spannung, denn diese wäre bei einem größeren Umfang diesen Buches zu kurz gekommen. Ich weiß nicht, was mich so genau an diesem Buch faszinierte, ob es teils der Humor, die Schreibweise beziehungsweise Erzählweise mit ihren vielen verrückten, zu Jackaby passenden Metaphern oder doch Jackaby an sich war, aber es las sich wirklich wunderschön. Ich merkte nicht, wie die Seiten vergingen. Nur leider störte mich am Anfang sehr, dass Jackaby Sherlock Holmes aus Sherlock (Mr. Cumberbatch) eins zu eins wiedergab, lediglich das Übernatürliche gab der Geschichte etwas anderes. Ich liebe Sherlock wirklich über alles, aber sein Charakter und Handeln wird allzu oft verwendet und hier war es gut zum Glück gut umgesetzt. Aber im Gegenteil zu Sherlock (auf die Serie bezogen), war manches sehr vorhersehbar. Zum letzten Drittel hin, war vieles äußerst ersichtlich und entsprach meinen Vermutungen, da das Buch den normalen und typischen Muster folgte. Diesem folgten die Eigenarten der Charaktere. Wie gesagt, gleicht Jackaby Sherlock, Abigail war wie jedes andere Mädchen und Watson (sogar bezüglich der Namensgebund von Fällen), aber ich fand sie in Ordnung. Mir gefiel auch die Weise, wie sie ihre Erlebnisse erzählte (und Kapitel 13), wobei sie das Erlebte sehr oft mit Handlungen aus Büchern beschreibt und dadurch vieles klischeehaft wurde. Marlowe war wie jeder Detektiv oder Polizist, den man aus Büchern kennt und andere waren es auch. Ich fand es äußerst schade, dass die Personen nicht außergewöhnlicher waren und man neben der Geschichte Abigails keine weiteren direkt und genauer erfuhr, was jedoch noch in den folgenden Büchern passieren könnte. Im Großen und Ganzen war es ein angenehmes Lesen für Zwischendurch mit der Eigenart, manchmal leicht übertriebene und alberne Reaktionen wie in einem Stummfilm (nur mit Ton und somit unangenehm) zu haben. Leider ist es nichts Herausragendes, zumal es so gut wie keine neuen Ideen brachte, aber es klärt die Gedanken, bringt sie auf andere Wege. Ein solider Anfang einer Reihe mit Ermittlungen, die Einklang vom Übernatürlichen haben. Fast eine Kopie Sherlocks, nur mit Paranormalem.

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Abigail ist eine der Protagonistinnen, die sich nicht mit den Konventionen ihrer Zeit abfinden können und wollen. Sie ist nicht nur jung, sondern auch neugierig, hat eine sehr gute Beobachtungsgabe und ist voller Abenteuerlust. Ginge es nach ihren Eltern, würde sie brav einen netten Mann heiraten und ihr Leben mit hübschen Kleidern und im Haushalt verbringen. Das ist ihr natürlich ein Graus, weshalb sie von ihrem gut behüteten englischen Zuhause ausgerissen ist. Doch von irgendetwas muss Frau ja auch leben. Auf der Suche nach einer Arbeitsstelle landet sie bei Mr Jackaby, dem sie sich mehr oder weniger als Assistentin aufdrängt – auf sympathische Art und Weise allerdings. Ich mochte Abi auf Anhieb und sie ist eine gute Erzählerin. Abgesehen davon hält sie eigentlich nichts Spektakuläres bereit. Sie ist so eine Art weiblicher Watson, der den Detektiv auf Schritt und Tritt verfolgt und versucht, ihm zu helfen. Jackaby ist da schon spannender. Der Detektiv ist eine Art Sherlock-Holmes-Verschnitt – allerdings mit übersinnlichem Einschlag. Er hat ein Gespür für nicht-menschliche Wesen und so sind die Fälle, mit denen er sich beschäftigt, eben auch Kriminalfälle der ungewöhnlichen Sorte. Er ist definitiv verschroben und seltsam, was seine Umgebung ihn auch spüren lässt. In seinem Kopf passiert offenbar sehr viel – leider dringt nur das wenigste davon an die Oberfläche und fließt in die Geschichte ein. Ein paar mehr interessante Details über ihn, hätten der Geschichte – die ja immerhin seinen Namen trägt – nicht geschadet. Doch leider ergeht sich der Autor meist nur in Andeutungen. Der Fall, der Abigail und Jackaby in ihrem ersten gemeinsamen Abenteuer beschäftigt, ist schon spannend und auch nicht ganz unblutig. Die „Ermittlungsszenen“ haben mir gut gefallen, schon allein, weil Jackaby hier auch mal ein bisschen seiner Detektiv-Fähigkeiten zeigen konnte. Doch auch Abi kann sich ein wenig profilieren. Ich hoffe sehr, dass diese Parts in den kommenden Teilen noch mehr Raum einnehmen. Es war mir hier etwas zu wenig – allerdings hat sich der Autor auch viel Zeit genommen, um die Figuren und das Leben in Jackabys seltsamen Haus auszuschmücken. Und trotz dessen muss ich leider sagen, dass die Figuren bei mir keinen so bleibenden Eindruck hinterlassen haben. Auch die Spannung hielt sich in Grenzen. Ich hatte das Gefühl, dass der Autor viel zu viel Grundlegendes zu erklären hatte – und das leider teilweise mehrfach (z.B. das Frauenbild, dem Abi nicht entsprechend will), sodass für die wirklich interessanten Aspekte nicht mehr genug Platz war. Es gab alles in allen nur zwei Stellen, an denen ich das Buch wirklich nicht aus der Hand legen konnte. Ein Pluspunkt war aber der Schreibstil, der mir in der englischen Leseprobe schon sehr gut gefallen hat. Hier zeigt der Autor, was er kann und wechselt ohne Probleme zwischen wunderschönen, bildreichen, schon fast poetischen Beschreibungen und einem schönen trockenen Humor. Das zu lesen macht richtig Spaß und ist für mich definitiv ein Grund, auch den weiteren Büchern um die Mystery-Kriminalfälle von Abi und Jackaby eine Chance zu geben. Fazit Jackaby von William Ritter ist der Auftakt zu einer Mystery-Krimi-Reihe, die ihr Vorbild unverkennbar in den Sherlock-Holmes-Geschichten hat. Der Schreibstil des Autors ist definitiv die Stärke dieses Buchs. Ein wenig mehr Spannung und konkrete Information statt immer nur Andeutungen hätten der Geschichte aber nicht geschadet.

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„Apropos“, sagte er. „In meinem Arbeitszimmer steht ein Einweckglas mit der Aufschrift ‚Kaution‘. Wenn sie bis heute Abend nichts von mir hören, dann bringen sie das Glas einfach zur Polizeiwache in der Mason Street, ja?“ (Seite 84) Der Vergleich von „Jackaby“ mit Sherlock Holmes drängt sich in dieser Geschichte geradezu auf. Beide gehen ihren Ermittlungen mit der gleichen Passion, Präzision, Intelligenz, Eigensinnigkeit und Kompromisslosigkeit nach. Dabei ist Jackaby, ebenso wie Sherlock, etwas weltfremd und auf emotionaler Ebene schlicht vollkommen inkompetent. Abigail hingegen verkörpert die weibliche Version des Watson – sie ist bisweilen hilflos und überrumpelt von den rasanten Schlussfolgerungen, aber immer darum bemüht, Jackaby nach bestem Ermessen zu helfen. Denn Jackaby und sein Arbeitsfeld üben auf sie eine Faszination aus, der sie sich nicht entziehen kann. Obwohl das Buch von William Ritter vor fantasievollen Ideen sprüht und auch sehr spannend ist, packte es mich nicht wie erwartet. „Jackaby“ wirkte auf mich eher amüsant und ein bisschen wunderlich. Mir fehlte es einfach an etwas – mehr Hintergrundinformationen, lebendigeren Charakteren und vor allem Gefühl. Es wird zwar über Gefühle gesprochen, ich konnte sie jedoch nicht nachempfinden. Der Schwerpunkt liegt für meinen Geschmack zu sehr auf seltsamen Wesen und übernatürlichen Erscheinungen, und lässt dabei die genannten Punkte außer Acht. Zudem ahnte ich trotz einiger überraschender Entwicklungen gegen Ende leider schon recht früh, wer der Täter war. Alles in allem also eine ganz gute Story, die mich aber nicht zu 100 Prozent überzeugen konnte. Schreibstil Ich entschuldige mich kurz, um eine Ente nach meinem Kleid zu fragen. (Seite 166) Der Schreibstil zeichnet sich besonders durch die Schlagfertigkeit von Jackaby und auch Abigail aus. Das hat viel dazu beigetragen, dass ich unabhängig von Schwächen in der Story sehr gerne am Buch dranblieb. Der Wortwitz, die humorvollen Dialoge, der launige Umgang Jackabys mit der Polizei – das alles entlockte mir viele Schmunzler und Lacher. Durch diesen ironischen Ton konnten Emotionen für meinen Geschmack aber leider nicht besonders gut transportiert werden. So verharren Verliebtheiten in einer nüchternen Betrachtung und die Charaktere wirken stets ein wenig unnahbar. Das fand ich sehr schade, denn ich war ungeheuer neugierig auf Jackaby und Abigail. Charaktere „Ich hätte nicht gedacht, dass eine junge Frau für einen Mann wie Marlowe als Mordverdächtige überhaupt infrage kommt. Es ist beinahe erfrischend, gleich schlecht behandelt zu werden wie ein Mann.“ (Seite 207) Wie bereits gesagt, weisen die Charaktere von Jackaby und Abigail starke Ähnlichkeit mit ihren Vorbildern Sherlock und Watson auf. Stellenweise wirkte das auf mich etwas einfallslos, nichtsdestotrotz verlieh Autor William Ritter beiden auch eine frische Note – insbesondere in ihren Dialogen. Schön empfand ich die sich nebenher entwickelnde eigentümliche und zarte Freundschaft zwischen den beiden. Richtig warm wurde ich mit den Charakteren Abigail und Jackaby allerdings nicht. Sie hatten wenig Profil, kaum Tiefe, und so konnte keine Nähe entstehen. Besonders bei Jackaby hätte es sich aber sicherlich gelohnt, mehr in die Tiefe zu gehen. Er scheint ein interessantes Leben gehabt zu haben. Wie erfuhr er von seinen Fähigkeiten? Wie erging es ihm anfangs damit? Stattdessen wurde ich als Leser immer auf Abstand gehalten. Fazit Eine durchaus amüsante und unterhaltende Geschichte, die mich aber nicht vollständig überzeugen konnte. Das lag hauptsächlich an den Charakteren, die noch mehr hätten ausgearbeitet sein können, sowie an einer Story, die mir persönlich zu wenig Hintergrundinformationen bot. Für alle, die fantasievolle Detektivgeschichten mögen, ist dieses Erstlingswerk aber nicht zu verachten!

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