Leserstimmen zu
Es ist gefährlich, bei Sturm zu schwimmen

Ulla Scheler

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Hanna und Ben sind beste Freunde und obwohl Ben anders ist, verrückter und übermütiger, hängt Hanna sehr an ihm. Als die beiden gerade ihr Abitur in der Tasche haben, machen sie sich spontan auf den Weg ans Meer. Dort, an einem einsamen Strand, um den sich eine mysteriöse Legende rankt, kommen sich Hanna und Ben näher als je zuvor. Bis etwas Schlimmes geschieht. Ich muss sagen, dass ich mir unter dem Klappentext ein bisschen etwas anderes vorgestellt habe. Dennoch hat mir das, was ich dann tatsächlich gelesen habe, wirklich gut gefallen, vor allem, weil es im Bereich dieses Genres tatsächlich mal etwas anderes war. Der Schreibstil der Autorin ist in diesem Buch sehr poetisch und bildhaft, lässt sich aber dennoch im Großen und Ganzen recht leicht und schnell lesen. Außerdem konnte er mich recht schnell packen und hat mich super durch die Geschichte geführt. Diese war, wie schon gesagt, mal etwas ganz anderes. Zwar ein bisschen verwirrend und verrückt, konnte sie mich dennoch richtig schnell in ihren Bann ziehen. Und obwohl die Handlung auf den ersten 250 Seiten sich eher darum dreht, wie sich Ben und Hanna näher kommen und nicht wahnsinnig spannend ist, war es trotzdem extrem interessant, die beiden dabei zu begleiten. Als dann allerdings geschieht, was geschehen muss, wurde es richtig spannend und sogar ein bisschen emotional. Leider war die Auflösung des aufgestellten Rätsels dann aber etwas zu vorhersehbar, obwohl mich der Weg dahin etwas verwirrt hat und nicht ganz nachvollziehbar war. Das Ende dann konnte mich auch nicht so richtig überzeugen. Was die Charaktere angeht, so sind auch diese in diesem Roman etwas Besonderes. Hanna, aus deren Sicht das Buch geschrieben ist, war für mich undurchschaubar und dennoch habe ich sie in mein Herz geschlossen. Noch mysteriöser hingegen fand ich Ben. Er ist ein Träumer und macht, worauf er Lust hat. Dabei nimmt er keine Rücksicht auf die Menschen, die ihm nahe stehen, nicht einmal Hanna. Ihn fand ich zwar nicht besonders sympathisch, dennoch mochte ich, wie er geschrieben war. Ich kann nur sagen, dass mir dieses Buch, trotz kleinerer Mängel, sehr gut gefallen hat. Gerade diese Andersartigkeit der Handlung und der Charaktere fand ich sehr gelungen und ich kann diesen Roman nur weiter empfehlen.

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Ich weiß gar nicht, wie ich mit meiner Rezension anfangen soll. Denn das Buch ist so, so, so schön. Die Geschichte um Hanna und Ben hat mich von Anfang an gepackt und mitgenommen. Ich kann Euch gar nicht sagen, wie oft ich weinen musste. Mein Mann machte sich schon etwas Sorgen um mich. Die Autorin Ulla Scheler hat einen wunderbar flüssigen Schreibstil, der das Buch (viel zu) schnell lesen lässt. Der Leser kann sich meines Erachtens wunderbar in die Protagonisten hineinversetzen. In „Es ist gefährlich, bei Sturm zu schwimmen“ wird eine ganze Bandbreite von Gefühlen widergespiegelt: Liebe, Freundschaft, Angst, Hass, Wut, Trauer. Sicherlich noch einige andere mehr! Ist der Roman „Es ist gefährlich, bei Sturm zu schwimmen“ eine Liebesgeschichte? In gewisser Weise schon, aber es geht um viel mehr. Es geht darum, sich selbst zu lieben, zu kennen, sich etwas zuzutrauen. Und es geht auch um Vertrauen, tiefe Freundschaft. Wie oft kam mir beim Lesen ein Schauer über die Haut, weil ich mitgefühlt habe, mein Bauch verkrampfte sich sogar teilweise. Selbst beim Yoga hat mich das Buch nicht losgelassen, es hat mich echt beschäftigt. Leider habe ich es viel zu schnell gelesen, nach dem letzten Wort im Buch fühlte ich eine kleine Leere in mir, weil Hanna und Ben dann nicht mehr da waren. Danke, liebe Ulla Scheler, für dieses wunderbare Werk.

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„Mir war immer bewusst, dass ein Ort lebenswichtig für eine Geschichte ist. Warum sonst bleiben wir beim Geschichtenerzählen sitzen, wenn es im Garten kalt wird und Stechmücken unter jede Lage Kleidung kriechen? Weil die Geschichte an diesem Ort ihre Macht hat.“ (Zitat Kapitel 34, Pos. 4480) Zum Inhalt Hanna und Ben sind beste Freunde, sie sind einander verbunden, dabei sind sie grundverschieden. Ben ist Straßenkünstler, er geht nachts sprayen, ist wild und ungestüm. Hanna hingegen ist stiller, in sich gekehrt, fast schon langweilig. Sie ist nicht schüchtern, aber introvertierter als Ben und wählt Worte und Taten mit Bedacht, während ihre Gedanken in meinen Augen manchmal irrwitzige Kapriolen schlagen. Ben ist der eine Mensch, der sie versteht, auch wenn sie oft nicht ausspricht, was sie sich am sehnlichsten wünscht. Und dann überredet Ben Hanna zu einer wilden Reise ans Meer. In der Hoffnung, an einem verwunschenen Strand mithilfe der Magie des Meeres endlich zu ergründen, was Ben tief im Herzen sagen will, wenn er es mit seiner lauten Art übertönt, lässt Hanna sich darauf ein. Doch diese Reise endet abrupt… „Du wartest nicht auf die Flut, aber sie kommt doch. Sie spült alles weg, was Du erschaffen hast. Sie macht alles neu. Und mit der Flut kommt der Sturm.“ (Zitat Kapitel 17, Pos. 2746) Meine Meinung Ich fand den Einstieg mit Hanna etwas irritierend, da sie irgendwie so unentschieden ist, was sie will. Dabei hat sie im Grunde ein tolles Leben. Und sie hat Ben. Aber Ben verschließt sich ihr und sie wendet sich immer wieder von ihm ab, anstatt ihn damit zu konfrontieren. Ben kitzelt die aufkeimende Abenteuerlust aus Hanna heraus und bringt sie dazu, mit ihm zu kommen, obwohl sie zunächst nicht will. Beide haben sie etwas geheimnisvolles, etwas, das in ihnen schlummert und das man als Leser am liebsten aus dem Buch herausschütteln möchte. Dabei ist es zu keinem Zeitpunkt nervig, nein, vielmehr baut sich eine unglaubliche, unterschwellige Spannung auf, die man zu Beginn des Buches kaum wahrnimmt und die wie ein Sturm mit einem leisen Donnern in der Ferne beginnt, dann tost und tobt, so vieles zerstört und in Stille endet. Ich liebe die Charaktere im Buch, weil sie echt sind. Sie sind nicht perfekt, sie sind aber auch nicht übertrieben unsicher oder kindlich. Es sind Menschen, wie Du und ich, mit all ihrem Leid und ihrem ganzen Leben. Besonders gefallen hat mir Chloe, ein Mädchen, das erst im Verlauf der Geschichte auftaucht. Chloe ist wie ein Zirkus, eine Scheinwelt, der man misstraut, die einem manchmal Angst macht, ja, und die doch irgendwie Publikumsliebling wird. Ich habe, während ich sie im Buch kennengelernt habe, eine seltsame Art von Sympathie für sie entwickelt. Es war eine Art Hassliebe, ich wollte sie nicht kennenlernen, aber ich konnte mich ihrer Magie nicht entziehen. Sie hinterließ einen bittersüßen Nachgeschmack bei mir, wie wenn man aus der Ferne ein Kind beobachtet, das nicht das eigene ist. Und irgendwie ist man von diesem Kind berührt, als es weint, weil die Eltern sich grob verhalten und schämt sich insgeheim, diese eigentlich so private Szene beobachtet zu haben. Hach, ich muss mich zügeln, aber es gibt noch etwas, das unglaublich wichtig ist: Die Sage, die den Strand aus einem wundervollen, sonnendurchfluteten Moment heraus in ein tosendes Ungeheuer verwandelt. Ich will euch dazu nicht mehr verraten, denn jedes Wort mehr würde spoilern, aber mich hat diese gesamte Verflechtung total fasziniert. „Und der Sinn des Lebens? Ein Leben, das wächst und sich verändert. Man muss keine Angst vor Fragezeichen haben, nur vor Punkten.“ (Zitat Kapitel 32, Pos. 4337) Mein Fazit „Es ist gefährlich, bei Sturm zu schwimmen“ ist sicher eines der beeindruckendsten Bücher, die ich je gelesen habe. Weil es keinen literarisch hohen Anspruch hat und doch so tiefgründig und manchmal poetisch ist, ohne aber in der Sprache ausschweifend zu werden. Ich liebe Ulla Schelers Stil und habe mir deshalb sofort auch ihr neues Buch, „Und wenn die Welt verbrennt“, mitgenommen, ohne den Klappentext vorher zu lesen. Das allein soll Ausdruck sein, wie sehr ich mich in Hannas und Bens Geschichte verloren habe und wie sehr ich es mir wünsche, mich in einer anderen wiederzufinden.

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lieblingsroman

Von: valeria aus kronach

14.06.2017

ich finde dieses buch unglaublich. während ich es gelesen habe, hatte ich gespaltene ansichten. ich wollte immer weiter lesen und zur gleichen zeit aufhören. ich glaube dieser sturm hat hanna nicht durcheinander gebracht sondern ihr die klare sicht gegeben. ulla scheler ist meiner meinung nach besser als john green. keins seiner bücher hat mich so fasziniert wie dieses buch hier. ich hab es mir in der bücherei ausgeliehen, da ich ein mensch bin, der richtig gerne sachen markiert und sachen dazu schreibt, bin ich am überlegen es mir auch zu kaufen. ich schreibe selber gerne geschichten und möchte in ferner zukunft auch ein buch rausbringen.

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Wo fange ich am besten an? Das Cover ist ganz okay und passt auch zur Story, dennoch hätte ich das Buch nicht gekauft, wenn ich es im Laden gesehen hätte. Das Buch ist aus Hannas Sicht geschrieben und erzählt die Geschichte von ihr und Ben. In Rückblicken erfahren wir ihre gemeinsame Vergangenheit und nach und nach erschließt sich dem Leser, wieso ihre Freundschaft mittlerweile einen Knacks bekommen hat und die Harmonie verloren gegangen ist. Als ich die ersten Kapitel gelesen hatte, dachte ich nur, kaum zu glauben, dass es sich um einen Debütroman handelt. Die Wortwahl, der Schreibstil sind großartig und fesselnd. Ben und Hanna hatten mich als Charaktere sofort abgeholt und mitgenommen. Die besonderen Momente, z.B. wie vor der Abiverabschiedung oder bei der „Übergabe“ von Bens Sachbeschädigung als Geschenk schienen so greifbar. Und wenn ich nicht schon so eine Mutter wie Hanna hätte, würde ich sie mir wünschen. Dennoch tat ich mich mit Ben etwas schwerer als mit Hanna am Anfang. Dass sich dieses im Laufe der Geschichte noch verstärken würde, war mir zunächst aber nicht klar. Ich war geflasht und musste unbedingt weiterlesen. Grund dafür war zu einhundert Prozent die Art und Weise, wie Ulla Scheler mit Worten umgehen kann. Leicht, geschmeidig und zugleich anspruchsvoll bildet sie Sätze, die ich noch nie vorher so gehört oder gelesen habe, die aber zeitgleich so unglaublich wahr und richtig klingen. Bemerkenswert! Der erste Teil (das Buch ist in 2 Teile aufgeteilt) konnte bei mir vor allem mit dem Anfang und dem Ende punkten. Dazwischen ist viel Eifersüchtelei, auf der Stelle treten und hin und her. Ben wurde mir immer unsympathischer durch seinen Egoismus, während Hanna viel zu oft alles dafür versuchte, Ben alles Recht zu machen. Der zweite Teil war packend aber auch ernüchternd. Hannas Verzweiflung war greifbar, aber die Auflösung irgendwie unglaubwürdig und überzogen. Auch konnte ich letztlich Hannas Entscheidung nicht verstehen. Daher lässt mich das Buch am Ende mit sehr gemischten Gefühlen zurück. Ich fühlte mich zum einen gut unterhalten, doch meine Gedanken hinsichtlich der Folgen von Bens Taten, trüben das Lesevergnügen doch stark. Fazit Ein Buch, dass von seinem grandiosen Schreibstil lebt. Wäre die Geschichte genauso gut gewesen, hätte es ohne zu zögern volle 5 Sterne von mir bekommen, doch Liebesgeplänkel mit Teenager-Eifersüchteleien sowie einem Hauptprotagonisten, der zunehmend unsympathischer wurde, lassen mich das Buch nur mit 3 Sternen bewerten. Des Schreibstiles wegen, würde ich allen dazu raten, es mal anzutesten, ich denke jüngeres Publikum wird es mögen. Für einen „alten Hasen“ wie mich ist die Geschichte am Ende nicht realistisch/nachvollziehbar genug.

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Im Spätsommer 2016 ist mit "Es ist gefährlich, bei Sturm zu schwimmen" das Romandebüt der jungen Autorin Ulla Scheler erschienen. Ich weiß nicht, ob sie selbst die Betonung auf "jung" noch hören kann, doch auch ich möchte ihr Alter noch mal deutlich hervorheben, denn genau diese jugendliche Frische machte den Titel für mich zu einem absoluten Lesehighlight. Ich mag es, wenn sich Bücher aufgrund ihres Schreibstils von der Masse abheben können, wenn sich Autoren etwas trauen und eben nicht so schreiben, wie es sich vielleicht am bequemsten und flüssigsten lesen lässt. Doch warum geht es denn eigentlich in diesem Buch? "Es ist gefährlich, bei Sturm zu schwimmen" lässt sich meiner Meinung nach nicht in ein vorgeschneidertes Korsett stecken. Jugendbuch? Young Adult? Liebesroman? Drama? Spannungsroman? Nicht wirklich und doch hat es von jedem etwas. Hannah und Ben sind seit vielen Jahren die besten Freunde, dabei scheinen sie auf den ersten Blick so gar nicht zueinander zu passen. Hannah ist die Ruhige und Besonnene der beiden. Sie hat für alles einen Plan und meidet das Risiko, welches Ben wiederum ganz bewusst sucht. Graffitis sind seine Passion und gleichzeitig sein Sprachrohr. Ein Rebell, den eine besondere Aura umgibt. Als ich den zwei Protagonisten das erste Mal begegnete, hatte sich ihre Freundschaft merklich verändert. Ben war von heut auf morgen, ohne ein Wort, verschwunden und nun, wie aus dem Nichts, wieder aufgetaucht, ganz so, als wäre er gar nicht weg gewesen. Die von Hannah so dringend benötigten Erklärungen bleiben aus und werden von einem außergewöhnlichen Geburtstagsgeschenk ersetzt. Schließlich sind es die drei Worte "I dare you" (Ich fordere dich heraus), die die zwei wieder zueinanderfinden lassen. Hannah lässt sich auf einen Roadtrip ins Ungewisse ein, was eigentlich so gar nicht zu der Hannah passt, die sie am Tag zuvor noch gewesen ist. Doch sie muss herausfinden, was mit Ben los ist. Der gemeinsame Roadtrip führt sie ans Meer und an einen Ort, den eine mysteriöse Legende umspült. Unheilvoll, wie eine dunkle Gewitterwolke, scheint sie über den Köpfen von Hannah und Ben zu schweben. Ein heftiges Unwetter braut sich zusammen und plötzlich ist nichts mehr so, wie es mal war. Die Geschichte allein klingt schon spannend und Ulla Scheler hat eine ganz eigene und bemerkenswerte Art, sie zu erzählen. Wie bereits zu Beginn erwähnt, hat mich der besondere, leicht außergewöhnliche Schreibstil mächtig beeindruckt. Ich weiß gar nicht, wie ich meine Empfindungen in Worte fassen kann, der Autorin jedoch scheint diese Geschichte ganz mühelos aus der Feder geflossen zu sein. Schon nach den ersten Seiten musste ich das Buch zur Seite legen, um mir besonders schöne Zitate aufzuschreiben. Mit einer Leichtigkeit malt Ulla Scheler farbenprächtige Bilder in die Köpfe ihrer Leserinnen und Leser, bedient sich dafür einer sehr bildhaften und leicht poetischen Sprache und lässt beschriebene Gefühle spürbar werden. Trotz des angenehm ruhigen Tempos sprudelt es immer wieder sehr lebhaft. Kurze, freche Sätze und Dialoge ließen mich näher an die Figuren heranrücken. Den für mich doch sehr überraschenden und ungewöhnlichen Mix aus zarter Melancholie, Poesie und jugendlicher Dynamik fand ich großartig. Auch die Geschichte an sich war sehr lesenswert. Wenn man einmal in ihrem Sog gefangen ist, lässt sie einen so schnell nicht mehr los. Ein Buch über Emotionen, Selbstfindung, Ängste, Freiheit, übers Erwachsenwerden und so viel mehr, eindringlich, fesselnd und doch ohne jegliche Hektik zu lesen. Über das Ende des Buches lässt sich streiten. Ich persönlich hätte mir eine andere Entscheidung gewünscht und kann verstehen, warum die ein oder andere Leserin enttäuscht oder gar unzufrieden ist. Auch wenn dieser Kritikpunkt nicht klein ist, ändert er an meiner Bewertung nichts. Für mich war "Es ist gefährlich, bei Sturm zu schwimmen" ein Lesehighlight, welches mir außergewöhnliche Lesestunden geschenkt und meine Lesezeit unheimlich bereichert hat. Ich bin überzeugt davon, dass wir in den nächsten Jahren noch viel von Ulla Scheler lesen werden.

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Auch an dieser Stelle wieder mal vielen lieben Dank an das Bloggerportal! Leider gab es mit diesem Buch ein paar Komplikationen, aber besser spät als nie 😉 Im Vorhinein hatte ich schon vieles über die Geschichte gehört. Einige haben den Schreibstil und die Tiefe gelobt, andere wiederum haben sich über die Längen und die träge Handlung des Buches beschwert. Ich kann mich nur ersteren anschließen, ich war gleich am Anfang total gefesselt von dem poetischen Schreibstil und der ganz eigenen Atmosphäre, die dabei aufgekommen ist. Man bekommt kleine Einblicke in die Leben der Charaktere Hanna und Ben und der Verbindung zwischen den beiden, doch bestimmte Andeutungen werden nicht gleich aufgelöst, und halten den Leser in Spannung – zumindest erging es mir so! Die Welt sagte: »Du kannst nicht nach draußen«, und wenn man hinausstapfte, um ihr das Gegenteil zu beweisen, legte sie ihre Hände um einen, bis man seine Haut nicht mehr spüren konnte. Hanna und Ben haben eine ganz besondere Freundschaft, von der ich mir einerseits gewünscht habe, ich hätte sie auch gehabt, auf der anderen Seite aber froh war, weil es mir einfach zu einnehmend gewesen wäre. So hatte ich auch den Eindruck bei Hanna – die Geschichte wird aus ihrer Perspektiver erzählt – auch wenn sie es ab und zu bestreitet, so ist doch klar, dass sich ihr Leben hauptsächlich um Ben dreht. Dabei könnten die beiden wohl nicht unterschiedlicher sein, doch für ihren gemeinsamen Road-Trip gehen beide Kompromisse ein. Da kann man dann zusehen, wie die Charaktere sich entwickeln – oder eben auch nicht. Die Aussage, bzw. der Inhalt der Geschichte hat mir wirklich gut gefallen, auch wenn ich keine klare Struktur darin wiederfinden konnte, was ja aber vielleicht auch gar nicht beabsichtigt war. Jedoch gibt es eins, was mich wirklich unzufrieden gestimmt hat. Richtig, das Ende. Ich hätte mir ein, zwei andere Wege so viel besser vorstellen können, mit denen die Geschichte in meinen Augen einen stimmigeren Abschluss gefunden hätte. Das fand ich wirklich ein bisschen schade, da ein Ende, wenn es zu sehr im Kontrast steht, doch auch den Gesamteindruck des ganzen Buches ändern kann. Doch da ich mal versuche das auszublenden, (vielleicht gefällt anderen das Ende auch super gut) kann ich das Buch dennoch nur weiterempfehlen. Auf unkomplizierte Art und Weise sehr kompliziert, doch in meinen Augen definitiv eine literarische Reise wert!

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Klappentext: Wie es sich anfühlte, ihn zu sehen? Als hätte ich einen Monat lang durch einen Strohhalm geatmet. Ben ist seit Ewigkeiten Hannas bester Freund. Er ist anders. Wild, tollkühn, ein Graffiti-Künstler, ein Geschichtenerzähler. Und keiner versteht Hanna so wie er. Nach dem Abi packen die beiden Bens klappriges Auto voll und fahren zum Meer. An einen verwunschenen Strand, um den sich eine düstere Legende rankt. Sie erzählen sich Geschichten. Bauen Lagerfeuer. Kommen einander dort nahe wie nie zuvor. Und Hanna hofft, endlich hinter das Geheimnis zu kommen, das Ben oft so unberechenbar und verzweifelt werden lässt. Doch dann passiert etwas Schreckliches … Besonderheiten: Der Schreibstil ist auf jeden Fall eine Besonderheit für mich. Wundschön, teils poetisch / metaphorisch, und mit viel Gefühl geschrieben Meine Meinung: Wow! Was für ein Debut. Kurz nachdem ich eine Leseprobe zu dem Buch verschlungen hatte, kaufte ich mir das Buch und las es dann fast in einem Rutsch durch. Ich versank richtig in der Geschichte und vor allem der unglaublich tollen Sprache. Auch eher metaphorisch / poetisch geschriebene Sätze sind sofort und gut zu verstehen. Der Schreibstil ist nie überzogen, künstlich oder gar kitschig sondern passt einfach perfekt zu der Geschichte. Die Autorin schafft es verschiedenste Gefühle zu transportieren und auszulösen, zumindest war es bei mir so. Die unausgesprochenen Worte zwischen den Protagonisten, kann man richtig spüren. Das Buch versetzte mich in Spannung, Freude, Trauer, Wut und regte mich zum Nachdenken an. Genau das, was ich an Büchern sehr mag und schätze. Das Buch hat mich so sehr begeistert, dass ich es erneut lesen werde (was ich aus Zeitgründen sehr selten tue). Eines meiner Buchhighlights in diesem Jahr. Wunderschöne Lieblingszitate: - Die Welt war wattig und schimmerte blau von den Zetwänden. Weder wach noch schlafend. Genau wie wir. - Tränen rannen seine Wangen hinunter, und ich wollte ihn auffangen, aber er war noch im Fallen, er fiel so schnell und in so vielen Teilen, dass ich ihn nur umarmen konnte, ohne ihn im Mindesten zu berühren. - Ben drückte meine Hand. Sonst wäre ich davongeflogen. Ich konnte die Welt in ihren schillernden Fragmenten sehen. Splitter ohne Scherben, die sich neu arrangierten wie ein Mosaik. Alles war kantig und klar. Wie mutig man sein musste, um ein Leben zu leben. -

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