Leserstimmen zu
Wie Arthur Pepper sich vor seiner Nachbarin versteckte und am Ende doch sein Herz fand

Phaedra Patrick

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Ich muss ehrlich sein ... dieses Buch wollte ich nur so gerne lesen, weil mich der Titel angesprochen hat und ich ihn so süß fand. Die Geschichte hatte mich aber auch nicht enttäuscht. Sogar ganz im Gegenteil. Ich fand sie so toll, so dass ich das Buch in kurzer Zeit durch hatte. Arthur Pepper beschließt endlich, sich von den Sachen seiner verstorbenen Frau zu trennen und findet beim Aussortieren ein Bettelarmband mit verschiedenen Anhängern, die alle aus einem besonderen Abschnitt im Leben seiner Frau stammen. Jedoch ein Abschnitt, von dem Arthur nichts wusste. Er begibt sich auf eine abenteuerliche Suche, bei der er mit Tigern kämpfen muss, sich mit einem egozentrischen Schriftsteller herumschlagen muss, sich an einem Dieben rächt, Freundschaften schließt und am Ende sich selber findet. Arthur Pepper habe ich sofort in mein Herz geschlossen und mir hat seine Reise sehr gefallen. Man wollte immer mehr über das Leben seiner Frau wissen und um die Geheimnisse der Anhänger. Ich kann euch dieses Buch sehr empfehlen und vergebe 5 von 5 Herzen. Für mich definitiv ein Lesehighlight in diesem Jahr.

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Lieblingsbuch

Von: niwibo

05.08.2018

Und heute habe ich wirklich ein wunderbares Buch für Euch. Gelesen im Urlaub im Strandkorb in einem Rutsch. Alleine der Titel ist schon so schön: "Wie Arthur Pepper sich vor seiner Nachbarin versteckte und am Ende doch sein Herz fand" Arthur Pepper - 69 Jahre alt und seit einem Jahr Witwer - führt ein geregeltes Leben. Bis er eines Tages auf ein Rätsel stößt, das seine geliebte Frau ihm hinterlassen hat. Von einer Sekunde auf die nächste begibt sich Arthur auf eine Reise, die turbulent beginnt und unvergesslich endet... Arthur, ein sympathischer Witwer und Vater aus einer Stadt mitten in England, steht jeden Tag um halb acht auf, zieht seinen geliebten senffarbenen Pullunder an und gießt Frederica, seine Farnpflanze, mit der er dabei immer ein paar Worte wechselt. Klingelt seine Nachbarin Bernadette, die sich seit dem Tod seiner Frau essenstechnisch ein wenig um ihn kümmert, versteckt er sich im Flur. Dabei möchte Bernadette doch nur eine ihrer geliebten Pasteten vorbeibringen, ein paar Worte mit ihm wechseln und ihn ins Leben zurückführen. Manchmal jedoch gelingt ihr das und auf ihr Drängen hin sortiert Arthur ein Jahr nach dem Tod seiner Frau Miriam endlich ihre Sachen und gibt einen Teil davon einer Wohltätigkeitsorganisation. Dabei entdeckt er in einem alten Stiefel ein Armband mit jeder Menge Anhänger. Und mit diesem Fund ändert sich Arthurs Leben von Grund auf. Auf der Suche nach den Geschichten der einzelnen Anhängern trifft er auf frei lebende Tiger und einen verrückten Lord, einen Straßenmusiker in London, begibt sich mit seiner Tochter nach Paris und ganz zum Schluss tatsächlich noch nach Indien. (Im Moment liebe ich Bücher, die von Indien handeln!!!) Auf all diesen Stationen erfährt er jedes Mal etwas mehr über das Leben seiner Frau, als diese noch nicht mit ihm verheiratet war und lernt sie und auch sich dabei ganz neu kennen. Ein wunderschönes Buch, das einen von Anfang fesselt. Man möchte nur noch hinter das Geheimnis von Miriam kommen, genießt aber auch die Reise dahin. Ein Buch, Balsam für Herz und Seele, welches derzeit das Beste ist, was ich in letzter Zeit gelesen habe. Und sogar ein kleines aber feines Happy End hat es. Leider bisher das einzig auf Deutsch erschiene Buch von Phaedra Patrick. Von ihr möchte ich gerne noch ganz viel lesen...

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Arthur Pepper, seit einem Jahr verwitwet, hat sich zurückgezogen, scheut den Kontakt zu anderen Leuten und findet in seinen strikt eingehaltenen täglichen Routinen Trost und Halt. Als er den Kleiderschrank seiner verstorbenen Frau Miriam ausräumt, entdeckt er in einem Stiefel eine kleine Schmuckschatulle, die ein Bettelarmband mit verschiedenen Anhängern enthält. Arthur versucht die Geschichten hinter den Anhängern aufzuspüren um mehr über Miriam herauszufinden, bevor sie einander begegnet waren, zweifelt zwischendurch an sich und dem Sinn seiner Nachforschungen und erlebt Abenteuer und nette Kontakte. Dabei verändert er sich selber und findet immer mehr in ein bejahendes Leben zurück. Phaedra Patrick hat Arthurs Geschichte wunderschön erzählt; von Beginn an kann man sich gut in seine Lage versetzen, in seine Trauer um seine verlorene Liebe, mit der er 40 Jahre verheiratet war und die ihm so sehr fehlt. Immer wieder erinnert er sich an Erlebnisse mit ihr und ihren beiden Kindern, fragt sich, ob er ihr ein guter Ehemann war, der ihre Wünsche und Träume erfüllt hat und auch ihre große Liebe war – oder hat sie mit ihm ein langweiliges Leben geführt, ganz anders als das, das sie in der Zeit vor ihm geführt und nie erwähnt hat? Stets steht er zu ihr, auch während seiner Ermittlungen, eine redliche und treue Seele... Und, hat er als Vater alles richtig gemacht oder wäre da mehr möglich gewesen? Der Roman liest sich so leicht, ist dabei so gefühlvoll ohne kitschig zu sein, bietet spannende Szenen und jede Menge Aspekte, die zum Nachdenken anregen und vielleicht nicht nur Arthurs, sondern auch des Lesers Sicht auf das Leben inspirieren können. Mich hat der Roman ein klein wenig an „Die fünf Menschen, die dir im Himmel begegnen“ erinnert, welches ich sehr schätze. Genauso geht es mir auch mit „Arthur Pepper“ und ich empfehle diesen Roman unbedingt weiter.

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„Wie Arthur Pepper sich vor seiner Nachbarin versteckte und am Ende doch sein Herz fand“ von Phaedra Patrick ist im btb-Verlag erschienen und wurde mir von der Verlagsgruppe Random House als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Blick ins Buch: „Arthur Pepper – 69 Jahre und seit einem Jahr Witwer – führt ein geregeltes Leben ohne große Überraschungen. Jeden Morgen um Punkt halb acht steht er auf, zieht seinen senffarbenen Pullunder an und gießt seinen Farn, dem er den Namen Frederica gegeben hat. Bis er eines Tages ein Armband findet, das seiner verstorbenen Frau gehört hatte und das er noch nie zuvor gesehen hat. Ein Armband mit acht Anhängern? Was hat ein jeder von ihnen zu bedeuten? Wo kommen sie her? Welche Geheimnisse hatte seine Frau vor ihm? Arthur bleibt nichts anderes übrig, als sich auf die Spuren dieses mysteriösen Schmuckstücks zu begeben. Auf eine turbulente Reise, die ihn von London über Paris bis nach Indien führt und bei der er nicht nur seiner Frau näherkommt, sondern letztendlich auch sich selbst.“ „Arthur starrte unwillkürlich das Bücherregal an. Es war einen Meter achtzig hoch und bis oben hin vollgestopft. Es gab Thriller, Biografien, eine Bibel und Star-Wars-Jahrbücher. „Sie haben viele Bücher“, sagte er.“ (S. 185) Auf dieses Buch war ich sehr gespannt. Mich hat vor allem das Cover neugierig gemacht. Ich habe es womöglich schon einmal erwähnt, aber wenn mir ein Cover zusagt, dann ist das schon mehr als die halbe Miete. All die zarten, akkuraten Zeichnungen wirkten sehr einladend auf mich. Gleichzeitig habe ich mich gefragt, was es zu bedeuten hat, dass dort eine Figur eines Mannes steht. Ganz in schwarz, gegensätzlich zum Rest des Covers. Mit einem Stock, einem Koffer, zum Aufbruch bereit. Ich war neugierig, ich wollte wissen, wie die Geschichte von Arthur Pepper wohl lauten würde. Arthur Pepper ist 69 Jahre alt und seit einem Jahr verwitwet. Der Verlust seiner geliebten Frau hat ihn sehr getroffen und er versucht, sich an einer klaren Routine seiner täglichen Abläufe entlangzuhangeln. Da ist diese Nachbarin, die immer wieder unangemeldet vorbeikommt und sich um ihn kümmern will, ihm eher ein Dorn im Auge als eine Hilfe. Doch er ist zu höflich und sanftmütig, um ihre Hilfe abzulehnen. Er vermisst seine Frau schmerzlich und die Tatsache, dass auch seine beiden erwachsenen Kinder sich kaum melden, macht ihn traurig. Bis er sich eines Tages dazu aufraffen kann, die Kleidung seiner Frau auszusortieren. Dabei macht er eine ungewöhnliche Entdeckung – er findet ein Armband. Eines, das er nie an seiner Frau gesehen hat, mit vielen Anhängern, die alle eine eigene Geschichte zu erzählen scheinen. Und so macht Arthur Pepper sich auf die Suche. Auf die Suche nach diesen Geschichten, auf die Suche nach dem Leben, das seine Frau vor ihm hatte. Und auf dieser Suche trifft er unglaublich viele warmherzige, hilfsbereite Menschen. Er findet Freunde, von denen er nie gedacht hätte, dass sie Freunde werden könnten. Und er findet zu sich selbst. Phaedra Patrick schreibt sehr detailliert. Sie schafft es, mit ihren Worten eine ganze Umgebung vor dem inneren Auge der Leserin entstehen zu lassen. Mir fiel es wirklich leicht, mich in Arthur Pepper und seine Gefühlswelt hineinzuversetzen. Genauso leicht fiel es mir, mich auf die Geschichte einzulassen und mich in die beschriebene Umgebung einzufinden. „„Möchten Sie eine Tasse Tee? Nur für mich allein mache ich ihn nicht gern.“ Seine Augen waren groß, voller Sehnsucht.“ (S. 147) Arthur Peppers Sehnsucht wurde durch Phaedra Patricks Worte wirklich lebendig. Ich konnte spüren, wie sehr dieser Mann etwas sucht, von dem er nicht wusste, dass es es überhaupt gab. Die Tatsache, dass ich das Buch in einem Tag beendet habe, spricht außerdem für Phaedra Patricks angenehmen Schreibstil. Ich finde es immer super, wenn man ein Buch in einem Rutsch lesen kann, ohne, dass der Lesefluss durch irgendetwas unterbrochen wird. Und ich muss sagen, mein Lesefluss wurde hier höchstens durch die Nahrungsaufnahme meinerseits unterbrochen. Ich finde die Geschichte von Arthur Pepper ganz bezaubernd. Und ich glaube, dass wir uns vielleicht alle einmal aus unserer Komfortzone heraus und auf die Suche nach uns selbst begeben sollten. Es gibt so viel zu entdecken und doch verfallen wir immer wieder in unseren Alltagstrott. Ich finde, dass wir uns alle ein Beispiel an Arthur Pepper nehmen sollten und diese Woche mal etwas Verrücktes tun sollten. Ich gebe dem Buch 5/5 Sterne.

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Seit es mehrere Bücher mit sehr langen Titeln gibt, lohnt es sich auch, diese besonders in Augenschein zu nehmen. Der Titel ist in dunkelblau auf hellem Grund geschrieben und darauf sind mehrere Sachen abgebildet. Arthur Pepper ist 69 Jahre alt und Witwer. Der Roman beginnt, als sich der Todestag seiner Frau zum ersten Mal jährt. Er ist ganz allein, obwohl er eine Tochter und einen Sohn hat. Aber beide sind schon nicht zur Beerdigung ihrer Mutter gekommen. Er trägt ihnen das nicht nach, sie werden bestimmt ihre Gründe gehabt haben, zudem lebt sein Sohn weit weg in Australien. Die Tochter allerdings kann ihn fast zu Fuß erreichen. - Ab und zu ruft sie ihn an, es sind jedoch irgendwie recht unpersönliche Gespräche. Arthur schiebt das darauf, dass seine Frau sich mehr um die Kinder gekümmert hat, als er schon durch seine Arbeit die Zeit dazu hatte Doch am heutigen Tag geht es ihm so richtig "dreckig" und er vermisst seine geliebte Frau Miriam unendlich. Da klingelt es an der Tür. Es ist seine Nachbarin Bernadette, die sich, seit er allein ist, ab und an um ihn kümmert und etwas zu essen vorbeibringt. Doch diesmal macht Arthur sich ganz klein, damit Bernadette ihn nicht durch Fenster oder Tür sehen kann. Wahrscheinlich wird sie wohl wieder etwas vor der Tür abstellen. Was tun heute, soll er seine tägliche Routine unterbrechen? Ja! Er nimmt sich vor, die Sachen seiner Frau in Säcke zu packen und wegzugeben. Er begibt sich die Treppe hinauf ins Schlafzimmer, öffnet den Kleiderschrank und verpackt die Bekleidung seiner verstorbenen Frau. In einem Stiefel ist ein herzförmiges Schmuckkästchen. Es bereitet ihm keine Mühe, es mit einem kleinen Dietrich zu öffnen. Er findet etwas, das so gar nicht zu seiner Miriam gepasst hat: ein Bettelarmband. Auf einem steht eine Telefonnummer in Indien, Arthur ruft an. - Damit beginnt für Arthur Pepper eine abenteuerliche Reise in die Vergangenheit seiner Frau, denn er wird weitersuchen, woher die anderen Anhänger stammen. Phaedra Patrick hat ein wundervolles Buch geschrieben über Zwischenmenschlichkeiten, Liebe, Verzicht, wundern und staunen. Wir erleben mit, wie aus dem Eigenbrötler Arthur Pepper ein reiselustiger und mutiger Mensch wird, der sich auch mal traut, Fremde anzusprechen; bei ihm nahe und näher stehenden Menschen geht er mehr aus sich heraus, bis er nicht mehr wiederzuerkennen ist. Eine solche Wandlung ist vielen Menschen zu wünschen. Die Sprache des Romans ist sowohl bildhaft als auch sehr lebhaft, das Buch lässt sich sehr gut und flüssig lesen, man möchte es nicht aus der Hand legen. Die Autorin kam auf die Idee, dieses Buch zu schreiben, als sie ihren Kindern ihr Bettelarmband aus der Kindheit zeigte und die Geschichten der einzelnen Anhänger erzählte. Der Roman erschien im Verlag btb im Februar 2018. Er wurde aus dem Englischen übersetzt von Beate und Ute Brammertz.

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In dem Buch von Phaedra Patrick geht es um den 69-jährigen Arthur Pepper, der seit einem Jahr Wittwer ist und ein geregeltes Leben führt. Eines Tages stößt er auf ein Rätsel, das seine geliebte Frau ihm hinterlassen hat. Arthur begibt sich auf eine Reise, die turbulent beginnt und unvergesslich endet. Der Titel ist sehr lang, macht aber trotzdem neugierig. Das Cover hat tolle Farben. Der Schreibstil ist flüssig, man findet gut in die Geschichte. Themen sind der Tod der Ehefrau, die Trauer und die Erinnerungen und auch die Vergangenheit, bevor man den eigenen Partner getroffen hat. Arthur ist ein Witwer, der um seine Frau trauert und sich zuhause einigelt. Er folgt seiner Routine, die ihm Sicherheit gibt. Doch beim Ausräumen des Kleiderschrankes seiner Frau findet er ein Geheimnis, das ihm seine Frau hinterlassen hat und er möchte dahinter kommen, was es zu bedeuten hat.  Arthur begibt sich auf die Reise, es ist bemerkenswert, wo er den Mut her nimmt auf einmal seiner Routine zu entfliehen. Arthur begegnet vielen unterschiedlichen Menschen, sowohl Freunden oder Bekannten seiner Frau von früher, als auch jüngeren Personen. Eine schöne Geschichte über die Vergangenheit, Menschen und die Liebe. Man möchte von Anfang an ebenfalls das Geheimnis gelüftet wissen.

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Das Cover wie auch die Klappeninnenseiten sind ein echter Hingucker, denn der Titel ist ohnehin aussergewöhnlich und so, wie er hier scheinbar mit fettem Filzer mal eben hingeschrieben wurde, macht super neugierig. Die zarten Zeichnungen, die enormen Bezug zum Inhalt geben, sind durch ihre Zartheit hervorragend gelungen. Ich habe mich beim Lesen immer wieder erwischt, dass ich das Buch geschlossen habe und für kurze Momente die Zeichnungen zum Innehalten und Reflektieren betrachtet habe und das sagt doch schon alles aus, was ich vom Cover halte. Der Schreibstil ist eher ungewöhnlich, so, wie eben auch der Titel. Anfangs dachte ich noch: "na, das wirkt doch etwas spröde", aber, das hat nur wenige Seiten angedauert und dann war ich total gebannt vom Stil, der einfach 1a zum Erzählten passt. Hier waren flüssiges Lesen und "unbedingt-Wissen-wollen-wie's-weitergeht" angesagt. Obwohl bei diesem Genre nicht unbedingt Spannung vonnöten ist, wurde für mich der Spannungsbogen aufgrund der Tiefgründigkeit und Vorkommnisse sehr schön aufgebaut und hochgehalten. Von Langeweile oder Tristesse kann hier nicht die Rede sein. Die Themen, die gekonnt in Szene gesetzt wurden, sind motivierend und machen Mut. Die Szenerien werden lebhaft und interessant dargestellt und es ist ein Leichtes, sich in die jeweiligen Aktionen hineinzuversetzen oder sich auch an die jeweiligen Orte zu begeben. Mein Fazit: tiefgründig, emotional ohne Kitsch und mit Spannung

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Der Klang des Titels "Wie Artur Pepper sich vor seiner Nachbarin versteckte ..." erweckte meine Neugier und erst danach widmete ich mich dem Klappentext. Beides sprach mich an und so freute ich mich sehr darauf das Buch lesen zu dürfen. Es ist schon ein ganz Besonderes Buch, denn es erzählt von Trauer und Loslassen und einem Neubeginn. Manchmal muss man seine Vergangenheit ruhen lassen, um sich Neuem öffnen zu können. Miriam Arthurs Frau hatte viele Geheimnisse, die Artur nach und nach aufdeckt, die ihn aber aus seiner Lethargie / Apathie herausholen und er sich wieder Menschen öffnen kann. Die Trauer um seine Frau lässt ihn regelrecht einfrieren und diese Zeit der Trauer nach 40 Ehejahren muss man einem Menschen auch zugestehen. Ich empfand es nicht als erschlagend, sondern als logische Folge eines Verlusts. Sein Abenteuer führt ihn auf sehr verschiedene Wege in die Vergangenheit seiner Frau. Für Arthur kam mehr als einmal die Frage auf, warum er seine Frau nicht wirklich kannte. Warum hat sie ihm so vieles verschwiegen? Die Fragen lösen sich nach und nach in Luft auf, zumindest am Ende kann Artur rückblickend erkennen, wie sehr seine Frau ihn und die Kinder geliebt hat. Dennoch muss ich gestehen wäre ich verletzt, wenn mein Mann so viele vor mir verborgen hätte und einen ganz anderen Menschen offenbaren würde, als den, den ich ich zu kennen meine. Jeder Anhänger am Bettelarmband offenbart ein weiteres Geheimnis und führt Artur nach Pars, London und sogar nach Indien. Nicht nur die Geheimnisse werden offenbar, sondern auch diverse Erinnerungen an Miriam erwachen. Es ist ein regelrechter Zauber, den dieses Bettelarmband entfachen kann. Ich konnte mich rasch in die Story einfügen und mich mit dem urigen alten Mann regelrecht anfreunden. Auf den Spuren seiner Frau nimmt er große und kleine Schritte, blickt zurück, geht aber mutig voran, bis er wirklich alles geklärt hat und nun endlich wieder offen sit für Familie und Freunde. Diese Veränderungen des Arturs zu Beginn der Story und zum Ende hin sind gewaltig und letztendlich so liebenswert, dass es rasch klar wird, warum Miriam an seiner Seite leben wollte und ihrer Vergangenheit den Rücken kehrt. Ich möchte gerne eine Leseempfehlung vergeben, da ich mich wirklich sehr gut unterhalten gefühlt habe. Emotional bietet "Wie Artur Pepper sich vor seiner Nachbarin versteckte ..." einige Facetten, die von himmelhochjauchzend bis zu todebetrübt ausreichen und dennoch einen gewissen Sog ausüben. Artur ist ein wunderbarer Mensch und so gezeichnet, dass es Spaß macht ihn auf die Reise in die Vergangenheit seiner Frau zu begleiten. Letztendlich versteckt sich Artur nicht mehr, sondern geht mutig voran und lässt sich selbst sehr viel Raum für Veränderungen.

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