Leserstimmen zu
HELIX - Sie werden uns ersetzen

Marc Elsberg

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Marc Elsberg ist ein deutscher Autor, der bekannt ist durch seine Wirtschaftsthriller. Sein Debütroman „Blackout“ brach nicht nur hierzulande Rekorde, sondern ist auch international erfolgreich. Bisher habe ich nur „Zero – Sie wissen, was du tust“ gelesen und für gut befunden. Ein spannendes Thema wurde in einem smarten Umfeld gelungen umgesetzt. Deshalb bin ich mit einer nicht niedrigen Erwartungshaltung an sein neuestes Werk herangegangen und habe es im Dezember 2017 begonnen – weshalb die dazugehörige Buchbesprechung erst jetzt erscheint und mehr, in der folgenden Rezension. Helix – Sie werden uns ersetzen Helix, D 2016, 648 Seiten Thriller | Science-Fiction Autor: Marc Elsberg Verlag: Blanvalet Verlag ISBN: 978-3764505646 Das große Problem, welches ich mit dem Buch hatte, war, dass es mich nicht dauerhaft packen konnte. Trotz verschiedenen, zweifelsohne spannenden Szenarien, die sich am Ende ineinander verweben, schaffte der Autor es nicht, meine Aufmerksamkeit über längere Strecken hinweg am Ball zu behalten. Dabei spreche ich nicht von einer Leseflaute meinerseits, da ich zwischen den Leseabschnitte lange Zeitintervalle verstreichen ließ, um danach das Buch dann eventuell genießen zu können. In den neun Monaten, die ich dann aber letztendlich gebraucht habe, „Helix“ zu beenden, hatte ich bei der Lektüre keinen Lesegenuss, sondern war froh darüber, dass ich das Buch endlich beenden konnte. Und das darf bei einem guten Thriller nicht so sein. Gentechnologie, Bioterrorismus, Wunschkinder – das alles sind Aspekte, die genug interessant sind, eine spannende und abwechslungsreiche Geschichte zu erzählen. Zunächst war das Buch auch spannend. Man hat sich selbst in einem moralischen Konflikt wiedergesehen, ob die „Erstellung“ von Wunschkindern sein darf oder nicht. Uns wurden Ehepaare vorgestellt, die sich genau mit eben dieser Frage auseinandersetzen. So weit, so gut. Mit der Zeit jedoch entfernt sich der Autor mit seiner Handlung von diesen technischen, interessanten Themengebieten, und erzählt eine hanebüchene, absurde Fantasy-Geschichte, die zunehmend in eine belanglose Verfolgungsjagd ausartet. Zudem gab es in dem gesamten Szenario keine Figur, mit der ich mich wirklich identifizieren konnte. Man lernt zwar einige Personen näher kennen, aber charakterliche Tiefe wurde keinem von ihnen tatsächlich verliehen. Das verhindert ein sachlicher und neutraler Schreibstil, der zwar für technische Informationstexte, jedoch nicht für eine Geschichte förderlich ist, in welcher mit moralischen Auseinandersetzungen und Folgen der Forschung auf die Menschheit hantiert wird. Es gab sogar einige wenige Figuren, die mich in der Handlung tatsächlich gestört haben. Da ist zunächst die Präsidentin, die in dem Buch auf den Plan tritt. Sie verhält sich über große Strecken hinweg überaus unprofessionell, hysterisch und rachsüchtig. So stelle ich mir keine Politikerin in Führungsposition vor. Auch eine der Protagonisten, eine Stabsmitarbeiterin namens Jessica Roberts, stieß bei mir durch ihre ichbezogene, launenhafte Haltung auf Abneigung. Zwar gewinnt die Geschichte in den letzten hundert Seiten an Fahrt, jedoch ist dies ein Handlungsstrang, der austauschbar erscheint. Eine Verfolgungsjagd über den Globus, das ist wirklich eine Sache, die man schon mehr als einmal in Thrillern gesehen hat. Wenn man schon mit einer besonderen Thematik und einem etwas anderen Szenario punkten möchte, dann sollte man das meiner Meinung nach auch bis zum Ende durchziehen. So verläuft sich ein interessanter Plot in Belanglosigkeit. Wenn man mich nach Beendigung der Lektüre fragt, ob ich „Helix“ weiterempfehlen kann, dann muss ich ehrlicherweise antworten, dass mich Autor Marc Elsberg mit diesem Werk eher abgeschreckt hat. Alleine die Tatsache, dass ich für dieses Buch neun Monate gebraucht habe, spricht in diesem Zusammenhang schon Bände. Daher gibt es in dieser Rezension von mir keine Leseempfehlung für vorliegende Lektüre. „Helix – Sie werden uns ersetzen“ ist letztendlich ein unterdurchschnittlich guter Thriller geworden, der mit spannender Grundthematik punkten kann, sonst aber zu viel falsch macht, um ein lesenswertes Buch zu sein. Deshalb vergebe ich zwei von fünf möglichen Sternen.

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Nachdem ich von Marc Elsberg bereits »Blackout« mit großer Begeisterung gelesen habe und von »Zero« immerhin noch sehr angetan war, wollte ich natürlich auch sein drittes Buch »Helix – Sie werden uns ersetzen« nicht verpassen. Doch kaum war es da, lag es auf dem Bücherstapel und mir fehlte irgendwie die Lust, es endlich anzufangen. Wieso eigentlich? Der Klappentext klingt doch schon mal spannend und berichtet vom plötzlichen Tod des amerikanischen Außenministers, bei dessen Obduktion dann ein seltsames Zeichen auf seinem Herzen gefunden wird. Sofort betraut die US-Präsidentin eine Sondereinheit unter der Leitung von Jessica Roberts mit den Ermittlungen, bei der man Genmanipulationen auf die Spur kommt, die eigentlich noch gar nicht möglich sein dürften … Zur selben Zeit werden in Tansania Maispflanzen entdeckt, die resistent gegen den grassierenden Armyworm zu sein scheinen und auch noch einige andere seltsame Merkmale aufweisen. Außerdem verfolgen wir noch das Paar Helen und Greg Cole, die schon seit längerer Zeit erfolglos versuchen, ein Kind zu bekommen, und denen man in der Kinderwunschklinik ein unerwartetes und unerhörtes Angebot macht. Am Anfang sind diese drei Handlungsstränge noch sehr spannend zu verfolgen, aber im Laufe der Zeit hat sich Marc Elsberg meiner Meinung nach ein bisschen zu sehr verzettelt, was leider auf Kosten des Tempos ging. In der zweiten Buchhälfte habe ich zahlreiche der ausufernden Dialoge einfach übersprungen, die mir schlichtweg zu zäh waren, weil ich nur noch wissen wollte, wie die Geschichte ausgeht, und mir die ganzen zweifellos gut recherchierten und fundierten Fachbegriffe für einen Roman, mit dem ich mich entspannen wollte, schlichtweg zu viel waren. Somit fällt mein Fazit leider auch nicht so berauschend aus. »Helix – Sie werden uns ersetzen« ist keinesfalls ein schlechtes Buch und behandelt ein wichtiges und heute mehr denn je relevantes Thema, aber für mich hätten es ruhig 150 Seiten weniger sein können, um den Spannungsbogen zu halten, der leider irgendwann deutlich abflachte, sodass mich selbst das fulminanten Ende nicht mehr so richtig packen konnte.

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Der US-Außenminister ist zu einem Staatsbesuch in Deutschland. Als er während einer Rede leblos zu Boden geht, ahnt noch niemand, dass die Welt, wie man sie kennt, sich verändern wird. Zeitgleich ist ein Paar in einer Kinderwunschklinik. Der Arzt erzählt ihnen von einem privaten Forschungsprogramm, welches besonders begabte Kinder verspricht. In den Ländern Brasilien, Tansania und Indien werden besondere Pflanzen und Tiere entdeckt. Mitarbeiter eines Chemiekonzerns wittern bereits das große Geld. Was all diese Ereignisse verbindet, wird dem Leser bald klar, und diese Antwort wirft noch mehr Fragen auf. Autor Marc Elsberg ist mit diesem Roman nah an der Realität und bringt den Leser an vielen Stellen zum Nachdenken. Was darf der Mensch, und welche Konsequenzen haben solche Veränderungen? „Helix – Sie werden uns ersetzen“ ist ein spannendes Buch. Ohne durch viele Fachbegriffe das Lesen zu erschweren, versteht der Leser schnell, wovon gerade die Rede ist. Die Hauptfiguren sind gut ausgearbeitet. Als Leser fühlt man mit den Charakteren in den jeweiligen Situationen. Das Buch liest sich schnell, wozu auch der gute Schreibstil beiträgt. Der Roman führt in eine Welt, über die der Leser nachdenken sollte. Vielleicht wird die Realität diese Geschichte eines Tages einholen, oder hat es sogar schon. Auch nach dem Lesen bleibt man mit den Gedanken noch in dem Roman.

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Hm....

Von: Alice

17.05.2018

Hm... Ich weiß gar nicht was ich sagen soll. Endlich habe ich mir ein Herz gefasst und das Buch gelesen... und bin enttäuscht. Ich hatte mir mehr erwartet. Ich hatte versucht, mich nicht von negativen Rezensionen abschrecken zu lassen... aber das Buch war leider überhaupt nicht mein Fall. Schade :(

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allmählich wurde ein großer Schuh draus

Von: Kris Tekook

15.01.2018

Die Seitenzahl hat mich zunächst "beeindruckt". Die kurz gehaltenen Kapitel helfen bei der Einteilung der Lesemenge und der Übersicht. Die inhaltliche Übersicht brauchte aber bei mir einige Zeit, bis sich Handlungsstränge logisch in den Gesamtkontext fügten, denn ich wurde anfangs mit vielen Namen, Orten und Handlungen regelrecht übermannt, deren Bedeutung sich relativ spät zu erkennen gaben, dann aber auch Sinn machten. Logiklöcher habe ich eigentlich kaum welche gesehen, ein paar Längen waren drin. Die Thematik wurde von Kapitel zu Kapitel spannend gehalten und zunehmend spannender. Die Story selbst gleichzeitig so real wie beängstigend und doch faszinierend, spielt sie doch mit den eigenen Fantasien und Träumen von regelrechten Superkräften. Genmanipulation hieft diese Fantasien auf eine erstmals nicht mehr utopische Ebene, gefährlich und gewinnbringend zugleich. Die letzten 100 Seiten habe ich am Stück gelesen, denn Elsberg konnte die vorher aufgebaute Spannung tatsächlich auflösen, ein fulminanter Actionshowdown blieb dankenswerterweise aus. Elsberg hat hier ein Themenfeld inszeniert, welches sicher früher oder später elementare Grundsatzdiskussionen nach sich ziehen wird, welcher sich die Menschheit stellen muss. Die Story beschreibt auch nachdrücklich den schmalen Grat, auf dem diese Thematik sich bewegen wird. Ich hoffe auf eine gute Verfilmung.

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Nachwuchs nach eigenen Wünschen kreieren

Von: ChristianeJ

07.01.2018

Das Buch ist, wie die vorherigen beiden, sehr spannend geschrieben. Das Thema ist wie immer erschreckend realitätsnah. Doch kommt es an Black Out nicht heran. Dafür ist es teilweise zu langatmig. Dennoch werde ich das Buch ganz klar weiterempfehlen. Vielen Dank für die spannenden Stunden der Lektüre. Auf einen Fehler möchte ich noch hinweisen: Im Abschnitt auf Seite 560/561 taucht neben Linda plötzlich einige Male der Name Lisa auf. Hier sollte es wohl durchgehend Linda heißen.

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Bei einem Vortrag in Deutschland bricht der US-Außenminister hinter dem Rednerpult zusammen. Trotz der Wiederbelebungsversuche von Dr. Jessica Roberts, Mitglied des US National Security Advisor’s Team, stirbt er noch vor Ort. Eine schnell anberaumte Obduktion bringt Haarsträubendes zu Tage. Offenbar wurde der Außenminister Opfer eines tödlichen Virus. Das Besondere an diesem Virus ist jedoch die Tatsache, dass es keine anderen Menschen befallen und umbringen konnte. Parallel entdecken Mitarbeiter des saudi-arabischen Konzerns ArabAgric auf Plantagen in Tansania eine extrem robuste Maissorte. Der „Armyworm“, einer der gefürchtetsten Schädlinge kann ihr nichts anhaben. Und sie scheint auch noch deutlich weniger Nährstoffe und Wasser zu benötigen als andere Sorten. Verantwortlich für diesen herausragenden Mais, der überall nur das Wunder genannt wird, machen die afrikanischen Bauern natürlich die Geister. Helen und Greg, seit Jahren mit unerfülltem Kinderwunsch, erhalten ein sonderbares Angebot. Angeblich gibt es inzwischen Methoden, mit welchen das Genom der geplanten Kinder bei einer künstlichen Befruchtung beeinflusst werden kann. Der Klinik-Arzt, bei dem sie eine künstliche Befruchtung planen, erklärt ihnen sie könnten sich ihr Kind quasi frei konfigurieren. Es klingt unglaublich absurd, wird aber untermauert mit angeblichen Erfolgserlebnissen aus der jüngsten Vergangenheit. Helen und Greg sind misstrauisch, aber doch irgendwie neugierig. Sie lassen sich auf eine weitere Überzeugungsveranstaltung einladen. „»Die Kinder leben einige Flugstunden entfernt. Ein Gratis-Wochenendtrip mit Privatjet und vor allem eine spektakuläre Zukunft für Ihre Kinder.« Sein fester Blick irritierte Helen. Greg verdrehte die Augen. »Sie würden uns für Ihren Spaß ein Luxuswochenende spendieren?«, fragte er und sah Helen amüsiert an. »Sollten wir glatt annehmen, nicht wahr, Schatz?«“ (S. 59) Die drei Handlungsstränge sind zu Beginn schwer unter einen Hut zu bringen. Aber ein Thema kommt immer wieder zum Vorschein: Genmanipulation. Ein Thema das seit Jahren mit Ängsten und Träumen verbunden ist. Immer wieder gibt es wissenschaftliche Ansätze Genome zu modifizieren. Indirekte und direkte. Noch scheitert die Wissenschaft an Herausforderungen wie der willkürlichen Mutationen oder dem Zufall, welches Genomelement bei einer Befruchtung von welchem Ursprungsgenom dominiert wird. Aber doch zeigt die Forschung auch in dieser Richtung Möglichkeiten auf um diese Herausforderungen zu überwinden. Jessica Roberts wird nach Ihrer Rückkehr in die USA mit der Untersuchung des Todesfalls des Außenministers beauftragt. Eine potentiell damit zusammenhängende Genmanipulation soll sie dabei mituntersuchen und möglichst Licht ins Dunkel bringen. Tatsächlich bringen die Untersuchungsergebnisse der amerikanischen Dienste nach und nach Hinweise auf einen Täter. Die Jagd auf ihn gestaltet sich typisch amerikanisch. Viel Krach und viel Dominanz. Nachdem ich durch die zugehörige App „Operation HELIX“ auf den Roman aufmerksam geworden bin, war ich doch gespannt wie stark beide Medien zusammenhängen. Und mit dem Hintergrundwissen des Buches versteht man schon deutlich besser, wovor Phil, der Protagonist in der App flieht. Wirklich notwendig ist die Lektüre aber nicht. Alles in allem ein spannendes Buch über eine wichtige, und leider häufig schon tabuisierte Thematik. Einziger Punkt der mich wirklich gestört hat war die Protagonistin. Selten hatte ich es mit einer so unsympathischen Person zu tun. Sie riskiert mit einem Fingerschnippen ihre Beziehung zu ihrer Familie, gleichzeitig möchte sie Heldin einer ganzen Nation, ja der ganzen Welt sein. Nicht in meiner Welt. Aber wenn man darüber hinwegsieht, kann man den Thriller von Marc Elsberg richtig genießen. Und wer kann schon wissen, wie lange die geschilderte Fiktion auch Fiktion bleibt.

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Zum Cover: Ich finde es wirklich sehr passend, auch wenn es nicht besonders auffällig ist. Aber da es super zur Geschichte passt, bin ich damit zufrieden. Zum Inhalt: Die Geschichte wird aus der Erzähl-Perspektive erzählt, allerdings wird mal zwischen verschiedenen Personen gewechselt. Zu Anfang eines jeden Kapitels wusste ich daher leider nicht immer, um welche Person es gerade geht. Das war ab und an etwas verwirrend. Der Schreibstil hat mir super gut gefallen und ich finde, dass Marc Elsberg einen einfach immer wieder fesseln kann. Dennoch hatte das Buch einige Längen, besonders, wenn es um die Gentechnik ging. Es ging so tief in die Marterie. Das war einfach zu viel für, daher habe ich ab der hälfte das Buch als Hörbuch gehört. Dieses ist im Übrigen sehr gut vertont! Die Charaktere finde ich super interessant und haben mir allesamt gefallen. Welche ich besondes interessant fand kann ich euch leider nicht sagen, denn dann würde ich spoilern und das gibts nicht. Die Geschichte hat mir super gefallen und ich finde die Bücher von Marc Elsberg jedes mal wieder super interessant. Das Thema Genmanipulation ist so interessant und vielseitig. Nach solchen Büchern fühle ich mich immer etwas klüger, denn man hat nicht nur eine spannende Geschichte gelesen, sondern auch was dazugelernt. Trotz allerhand wissenschaftlicher Fremdworte kann man alles gut verstehen. Das ist wirklich wichtig bei so einem Buch! Besonders toll fand ich übrigens den rasanten Einstieg, genauso wie die unerwarteten Wendungen der Story. Fazit: Super spannendes Buch mit ein paar Längen! Ich kann es euch trotzdem nur empfehlen.

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