Leserstimmen zu
Das Glück und wir dazwischen

Taylor Jenkins Reid

(0)
(1)
(0)
(0)
(0)
€ 9,99 [D] inkl. MwSt. | € 9,99 [A] | CHF 12,00* (* empf. VK-Preis)

Ich habe zu Beginn ein bisschen länger gebraucht, um mich wirklich auf die Geschichte einlassen zu können. Der Schreibstil an sich ist einfach und man kann das Buch sehr flüssig und locker durchlesen. Zu Beginn muss Hannah eine Entscheidung treffen, anhand derer in den folgenden Kapiteln ihr Leben dargestellt wird je nachdem, wie sie sich entschieden hat. Abwechselnd werden in den Kapiteln somit zwei unterschiedliche Leben von Hannah gezeigt. So wurden quasi zwei Parallelleben von Hannah und ihren Mitmenschen eingebunden und ihr Leben entwickelt sich seit der einen Entscheidung in unterschiedliche Richtungen. Ein Buch so aufzubauen, war bisher für mich eine ungewöhnliche aber sehr erfrischende Art. Wenn man sich erst mal nach den ersten zwei oder drei Kapiteln an den Wechsel gewöhnt hat, ist es mal eine neue Art eine Geschichte zu erzählen. Es gibt Elemente, die sowohl in beiden Geschichten vorkommen, aber an unterschiedlichen Stellen und es gibt aber auch Ereignisse, die eben nur in einem ihrer Parallelwelten so vorkommen können. Die Methode der diskreptanten Informiertheit wurde bei diesem Buch natürlich vollends ausgeschöpft. Der Leser weiß natürlich oft schon aus der anderen „Welt“ was passieren wird und ist somit den Charakteren beim Lesen einen Schritt voraus. Das Buch war bis zum Ende spannend, weil man eben nicht wusste, wie das Ende mit den zwei Welten aufgelöst wird. Das Ende ist in meinen Augen aber auf jeden Fall total gut gelungen. Die Protagonistin war mir von Anfang an trotz ihrer chaotischen Art sehr sympathisch, vor allem weil sie Zimtschnecken sehr liebt und ich mich dadurch sehr gut mit ihr identifizieren kann. Auch ihre Freunde und Familie fand ich sehr detailliert und liebevoll dargestellt und sie haben mir allesamt sehr gut gefallen. Das Buch enthält sowohl lustige als auch traurige Stellen. Jede Geschichte enthält ihre eigenen Rückschläge und glücklichen Momente und am Ende hatte ich sogar ein paar Tränchen in den Augen. Auch die Gedankengänge über das Schicksal und das Universum haben mir sehr gut gefallen. Dieses Buch zeigt deutlich, was eine kleine Entscheidung für eine Kettenreaktion auslösen kann, der wir uns in dem Augenblick gar nicht bewusst sind. Mag sein, dass wir in dem Moment eine banale Entscheidung treffen, die aber so viele Auswirkungen nach sich zieht und Auswirkungen auch wichtigere Teile unseres Lebens hat. Es lohnt sich auf jeden Fall bei dem Buch über die ersten paar Kapitel hinauszulesen, die in meinen Augen leider noch ein bisschen schleppend waren. Danach geht es mit dem Buch deutlich bergauf und die Erzählweise ist einfach mal etwas anderes und sehr erfrischend.

Lesen Sie weiter