Leserstimmen zu
Das Morgen ist immer schon jetzt

Patrick Ness

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Mike und seine Freunde sind ein eingeschworenes Team. Seine gute Freundin Mel ist ebenso eine seiner zwei Schwestern und die beiden stehen sich sehr nahe. Kurz vor ihrem Schulabschluss müssen Mike, Mel, Henna und Jared einige seltsame Vorkommnisse verarbeiten und mehr denn je zusammen halten. Dabei sind sie völlig auf sich gestellt weil die Erwachsenen ihre eigenen Probleme haben und sich aus dem Leben der Jugendlichen weitestgehend zurückhalten. Die Charaktere in "Das Morgen ist immer schon jetzt" sind so angelegt wie die Nebencharaktere einer anderen Geschichte. Sie spielen nicht die Hauptrolle, sind keine Helden und sorgen nicht für die Bekämpfung irgendwelcher Ungeheuer ohne ähnliches. Sie versuchen nur zu überleben und mit ihren eigenen Problemen zurecht zu kommen. Dieser Ansatz gefällt mir gut, allerdings fand ich ihn auch ziemlich verwirrend. Ich muss ehrlich sagen, dass ich mit dem doch nicht unerheblichen Fantasy-Anteil des Buchs nicht gerechnet hatte. Der Fantasy-Teil ist für mich auch einfach nur albern und unpassend. Ich verstehe nicht, wieso man untote Hirsche oder sterbende Jugendliche, die man die Indie-Kids nennt, für diese Geschichte braucht. Der ganze Fantasy-Einschlag zieht das Buch in meinen Augen leider sehr ins Lächerliche. Also jetzt mal ehrlich: Ein schwuler Jugendlicher, der der Gott der Katzen ist und heilende Kräfte hat und nur seine Freunde wissen es? Sowas hab ich bei einem Buch, das vom Verlag als "Realistischer Roman" eingestuft wird, wirklich nicht erwartet. Viele Vorkommnisse im Buch werden leider auch gar nicht aufgeklärt, auch wenn sie für die Persönlichkeitsentwicklung der Protagonisten von Bedeutung gewesen sind. Sowas finde ich ärgerlich und das hat für mich den Anschein die Leser für eine Fortsetzung warm halten zu wollen. Mich kriegt aber keiner dazu, hier eine eventuelle Fortsetzung zu lesen. Die Protagonisten selber fand ich zum größten Teil sympathisch, vor allem Mike, der mit großen Selbstzweifeln und Zwangsstörungen zu kämpfen hat. Die größten Teile des Buchs waren mir aber zu unrealistisch, zu wirr und zu unstrukturiert. Die einzige Aussage, die man in das Buch hineininterpretieren kann ist, dass echte Freundschaft alles überwindet und Freunde immer zusammen halten. Für diese Aussage hätte man aber das ganze nervige Drum herum wirklich nicht gebraucht. Für mich war dieses Buch leider leider Zeitverschwendung und ich kann nur 1 von 5 Sternen vergeben.

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Inhalt: Mikey möchte einfach nur seinen Abschluss hinbekommen und so mutig sein Henna um ein Date bitten. Während die Indie Kids gegen Unsterbliche kämpfen kämpft Mikey mit seinen Problemen, ganz normale Probleme wie die Frage zum ersten Date. Er erzählt von seinem Leben als ganz normaler Teenie... Meine Meinung: Auf der Messe im Herbst wurde dieses Buch schon als sehr besonders angekündigt und vor allem anders als der Vorgänger Mehr als das, der mir nicht ganz so gut gefiel. Ich wurde neugierig und fragte Das Morgen ist immer schon jetzt an. Als erstes fielen mir die Einleitungen vor jedem Kapitel auf und da ich meist nicht vor dem lesen nochmal den Rückentext lese versuchte ich mir selber einen Reim drauf zu machen. Diese kurze Passagen erzählen von dem Übersinnlichen was in der kleinen Stadt vor sich geht während Patrick Ness ganz normale Probleme zu seiner Geschichte macht. Das ist auch das Besondere an diesem Buch. Es geht nicht um die Helden und die Fantasie Gestalten die versuchen die Weltherrschaft an sich zu reißen, sondern um eine handvoll junge Erwachsene die kurz vor ihrem Abschluss stehen und so ihre ganz eigenen Probleme haben. Eine Geschichte die zeigt das man auch als ganz normaler Mensch etwas besonderes ist, vor allem für seine Lieben um sich herum. Das ist etwas was der Erzähler Mikey nicht akzeptieren kann. Er fühlt sich nicht als besonders und meint das Geschwister und Freunde gut auf ihn verzichten können. Zudem oder auch wegen dem schlägt er sich mit Zwängen herum die hier so nebensächlich beschrieben sind und doch sehr eindringlich wirken. Jared dagegen ist besonder. Er ist zu einem viertel ein Gott der Katzen und doch verhält er sich nicht so. Er ist schwul und versucht da seinen Weg und einen Platz zu finden. Jared ist der beste Freund von Mikey. Mel ist die große Schwester von Mikey. Sie musste ein Jahr wiederholen weshalb sie auch zu den Abgängern gehört. Auch sie hat ihre Probleme wirkt für mich aber sehr taff. Henna ist das zweite Mädel in der Clique und die angebetete von Mikey. Doch es scheint ob sie eher auf einen anderen Jungen steht. Bei allen Figuren liest man von ihren Problemen. Alle Probleme kennt man auch selber, ich denke gerade zum Ende der Schulzeit. Somit empfinde ich dieses Buch als so herrlich normale, wenn man von den Unsterblichen die immer nur kurz thematisiert werden absieht. Patrick Ness hat so einen fesselnden Schreibstil das sogar ganz alltägliche Sachen nicht langweilig werden und man dieses Buch wirklich kaum weglegen möchte. Das Einzige was ich merkwürdig fand waren eben diese kurzen Texte mit dem Kampf gegen die Unsterblichen, weil die Figuren so fern blieben das diese kurzen Szenen recht schnell vergessen waren. Die Altersangabe ab 12 finde ich teilweise doch recht verfrüht. Ich denke so richtig rein versetzen kann man sich wirklich erst ab 14-16 Jahren Am Ende zeigt Patrick Ness das man nichts Besonderes sein muss um besonders zu sein.

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KLAPPENTEXT: Was, wenn man NICHT einer der Außerwählten ist, wie sie immer in den Büchern beschrieben werden? Wenn man nicht der Held ist, der sonst üblicherweise die Zombies bekämpft, oder die Seelenesser oder was immer gerade das nächste unheilbringende Wesen sein mag, das die Welt bedroht. Was, wenn man einer ist wie Mikey? Der einfach nur seinen Abschluss hinbekommen möchte und zum Schulball gehen und vielleicht irgendwann den Mut aufbringen, Henna um ein Date zu bitten – bevor irgendjemand die Schule in Schutt und Asche legt. Wieder mal. Denn manchmal gibt es stinknormale Probleme, die echt wichtiger sind als der nächste Weltuntergang, und angesichts derer man erkennt, dass das eigene ganz normale Leben absolut einzigartig und außergewöhnlich ist. MEINUNG: Was für eine brillante Idee, mal nicht die üblichen Helden zu Wort kommen zu lassen, sondern die, die eben keine Helden sind, sondern nur ganz normale Jugendliche. Da frage ich mich, wie Bücher wie "Harry Potter" oder "Herr der Ringe" aussehen würden, wenn sie von den Nicht-Helden und somit 08/15 Hobbits und Muggeln handeln würden. Ich wette, dass die Geschichten in keiner Weise langweiliger wären. Genauso wenig, wie in diesem Fall. Jedes Kapitel des Buches beginnt mit einem Abschnitt, in dem kurz erzählt wird, was den Indie Kids, also den Helden, passiert. Diese Abschnitte sind extrem lustig, weil dort aber auch wirklich jegliches Klischee eines typischen Fantasy- und/oder Romantasy-Romans bedient wird und aufs Dramatischste beschrieben wird. Großartig! Im Anschluss daran wird dann jeweils die Geschichte von Mikey, Mel, Henna und Jared erzählt. Die 4 merken teilweise gar nichts von den Dingen, die die Indie Kids erleben, teilweise machen sie ihre eigenen Erfahrung und manchmal merken sie auch die direkten Auswirkungen von dem, was da in der Heldenwelt passiert. Da finde ich, passt der Originaltitel auch besser: "The rest of us just live here." Das trifft den Nagel auf den Kopf. Während die Indie Kids ganz heldenhaft unterwegs sind, leben die anderen einfach nur dort. Patrick Ness hat diese beiden unterschiedlichen (und doch eigentlich gleichen) Welten wunderbar zusammen gebracht. Auch die Charaktere dieses Buches sind einfach nur großartig beschrieben. Allen voran ist da Mikey, der als Ich-Erzähler auftritt, schon Untote, Seelenfresser und Vampire miterlebt und privat wie auch zu Hause einige Päckchen zu tragen hat. Mikey leidet unter Zwangsstörungen und kann zum Beispiel nicht aufhören, sich die Hände zu waschen, obwohl sie schon bluten, weil er das Gefühl hat, dass er es noch nicht richtig gemacht hat. Dieses macht ihm sehr zu schaffen und ist auch (soweit ich das beurteilen kann) realistisch beschrieben. Seine Verzweiflung ist so eindringlich dargestellt, dass ich sofort mit ihm mitfühlen konnte. Doch auch zu Hause hat er es nicht einfach. Seine Mutter ist Senatorin und mehr mit dem Wahlkampf als mit ihrer Familie beschäftigt, sein Vater ist Alkoholiker, seine Schwester Mel, die auch zu der Clique der 4 gehört, ist ebenfalls krank. Mikey ist schon lange in Henna verliebt, die auch zur Gruppe gehört und eine gute Freundin von ihm ist. Henna ist relativ sprunghaft und scheint nicht so genau zu wissen, was sie will. Das schließt auch Mikey mit ein. Es ist ein einziges Hin und Her mit den Beiden. Als Vierter im Bunde gehört Jared dazu. Jared ist ein großartiger Mensch mit einer besonderen Fähigkeit. Ihn und Mikey verbindet eine sehr tiefe und innige Freundschaft. Das merkt man das ganze Buch hindurch. Überhaupt versteht der Autor es, Gefühle und Beziehungen sehr präzise und nachvollziehbar zu beschreiben. Jederzeit konnte ich mit den Vieren mitleiden und mitlachen. Ich habe mich gefühlt, als wäre ich ein Teil der Gruppe, was sicherlich auch damit zusammen hängt, dass man von Mikey direkt angesprochen wird. Besonders zu erwähnen ist auch der Humor. Mal ganz abgesehen von den oben schon beschriebenen Einführungskapiteln über die Indie Kids, ist dieses Buch auch sonst extrem lustig. Und das zum Glück nicht auf eine Kalauer-Art, sondern eher unterschwellig. Gespräche und Überlegungen von Mikey haben oft einen ironischen Unterton und haben mich sehr sehr oft kichern lassen. Aber auch die Dramatik kommt nicht zu kurz und gerade da wird auch deutlich, dass Mikey, Mel, Henna und Jared alle ihre Päckchen zu tragen haben und dabei genauso mutig und wichtig (wenn nicht noch mehr!) als die Indie Kids sind. Sicherlich auf einer anderen Ebene, aber eindeutig füreinander und vielleicht ja sogar für die Rettung der Welt... lasst Euch überraschen! LIEBLINGSZITATE: Ich habe das Gefühl, mein Körper besteht aus lauter kleinen Teilen. Es mag so aussehen, als wären sie zusammengefügt, aber die Teile schweben frei im Raum und bei der ersten Erschütterung falle ich auseinander. Seite 109 Ich sage kein Wort. Und das sehr laut. Seite 282 FAZIT: Ein wunderschönes, lustiges, trauriges Buch über die Nicht-Helden einer Geschichte, die auf ihre eigene Art aber trotzdem Helden sind. Ich will mehr davon und kann dieses Buch absolut empfehlen.

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Vor dem Buch Ich liebe das Buch 7 Minuten nach Mitternacht von Patrick Ness und seinen Schreibstil. Die Message in dem Buch 7 Minuten nach Mitternacht war auch sehr gut umgesetzt und die Erzählweise grenz genial. Am Ende stand ich nur da und habe wie ein Schlosshund geheult, daher habe ich mich bewusst an Ness neues Werk herangewagt um diese Magie und den poetischen Schreibstil noch einmal zu erleben. Meine Meinung Die Idee hinter dem Buch war recht interessant. Es sollte einmal nicht um die Helden gehen sondern um die Nebencharaktere beziehungsweise um die Randcharaktere ohne die ein Buch meist nicht auskommt, die aber nicht wirklich etwas zu dem Geschehen beitragen. Sie sind schön zu haben, aber meistens nur am Rande beschrieben und im nächsten Moment hast du auch schon wieder die Namen vergessen. So war es dann aber auch leider in der Geschichte, denn das Buch plätscherte auf 300 Seiten einfach nur so dahin ohne das Spannung aufkommt. Mickey, aus dessen Sicht erzählt wird, ist, nun ja, auf der einen Seite total farblos und auf der anderen Seite ein kleiner Jammerlappen. Seine psychische Krankheit hätte sehr aufschlussreich sein können, da ich noch nicht viele Bücher über dieses Thema gelesen habe, aber leider geht diese psychische Störung von ihm ein wenig unter durch die unwirklichen Fantasy Szenen. Ja, das Buch ist ein Contemporary Buch mit Fantasy Szenen. Diese Szenen fand ich meist komisch und konfus, da sie einfach nicht in die Geschichte hineinpassten und leider auch nicht wirklich schlüssig waren. Die Nebencharaktere beschreiben diese nämlich genauso wie sie sie wahrnehmen und man ist daher nicht mitten im Geschehen, sondern steht am Rand und beobachtet dieses ohne daran teilzunehmen. Das Buch hätte eigentlich verdammt gut sein können, hätte der Autor mehr die Probleme der einzelnen Personen beschrieben. Auch hätten die Charaktere liebenswerter sein können, denn so blieb immer eine gewisse Distanz und ich weiß jetzt schon, wenn mich jemand in einer Woche fragt, wie die Namen der Protagonisten waren, werde ich sie nicht nennen können, weil mir einfach nichts an den Charakteren gelegen ist. Manche Dialoge waren aber wieder sehr einfühlsam und ganz nach Ness Manieren. Das Gespräch, das Mickey mit seinen Psychologen führt, über seine Angststörungen, hat mir zum Beispiel gut gefallen. Doch leider waren zu wenige dieser besonderen Szenen in dem Buch. Mein Fazit Die Idee ist sehr speziell und ein wenig gewagt, jedoch ging sie leider nicht ganz auf und die Handlung war zu langweilig, obwohl einen einiges geboten wird. Es ist in meinen Augen nicht Patrick Ness bestes Werk und ich würde euch daher gerne 7 Minuten nach Mitternacht empfehlen. Nichts desto trotz werde ich wieder ein Buch von diesem Autor lesen. Das Morgen ist immer schon jetzt bekommt von mir gute 3 von 5 Herzen von mir.

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Das Morgen ist immer schon jetzt ist ein sehr außergewöhnlich, aber auch ein wenig seltsames Buch. Anfangs hatte ich Probleme in das Werk zu starten. Der Konversation, in die man direkt hinein geworfen wird, konnte ich anfangs nur schwer folgen – zu viele Namen und zu wenig Information (und ein männlicher Hauptprotagonist in der Ich-Form). Aber nach dem Klappentext war ich sehr gespannt darauf eine Geschichte neben einer Geschichte zu lesen; die eines normalen Teenagers, der keiner der Ausgewählten ist und die, die von den Helden handelt. Patrick Ness hat den Aufbau seines Buch sehr clever inszeniert: er erzählt wie oben schon erwähnt zwei Geschichten. Die Auserwählten, die heldenhaftes tun, die versuchen die Welt zu retten und dabei auch Gefährten verlieren. Es sind immer nur ein paar Sätze, ein kleiner Abschnitt am Anfang eines jeden Kapitels, aber auf jeden Fall Stoff für einen eigenen Fantasy-Roman. Natürlich hätte ich mir da mehr gewünscht; ein paar Sätze haben meinen Wissensdurst nicht wirklich befriedigen können. Mehr Details, mehr Handlung, mehr Information, einfach mehr. Aber genau darum geht es ja bei Patrick Ness' Geschichte: Die Story der Helden und Auserwählten, die eigentlich eher im Hintergrund spielt. Im Vordergrund stehen dagegen Mickey und seine Freunde. Und auch wenn es nur die Hauptgeschichte der Nebengeschichte der Hauptgeschichte ist, wie sich Mickey in einer Welt zurechtfindet, in der auch Vampire, Seelenfresser etc. ihren Platz haben, hat er alleine schon einiges zu bieten: Zwangsstörung, unsterblich verliebt in die beste Freundin, ständig Streit mit seinen Eltern. Und auch seine Schwester und seine Freunde haben mit ihren Probleme zu kämpfen, was natürlich der Stoff dieses wundervollen Romans ist. Jeder dieser Charaktere hat ein Manko, eine Sucht, ein Problem, keiner ist völlig unbeschadet, frei und glücklich und deswegen macht es das Buch und die Freundschaften untereinander auch so interessant. Wahrscheinlich mochte ich deswegen alle, wegen der Unterschiedlichkeit und Vielfältigkeit, die sie zu bieten haben. Selbst den mysteriösen Nathan konnte ich in mein Herz schließen. Man erfährt viel über sie, über ihre Geheimnisse, ihre Wünsche, Ziele und Träume, ihren Umgang mit sich selbst und auch mit den anderen. Das steht im Vordergrund, während andere um sie herum, versuchen die Welt zu reden, so wie Mickey und seine Clique sie eben kennen. Patrick Ness Schreibstil empfand ich als wundervoll. Seine Art, Dinge darzustellen und den Leser einzubeziehen, indem er ihn desöfteren direkt anspricht, fand ich wunderschön und eindeutig passend zu diesem Jugendbuch. Fazit Ein Roman über das Alltägliche: Klingt vielleicht auf den ersten "Blick" langweilig, war es aber ganz und gar nicht, da die Geschichte mit allerlei Übernatürlichem, Spannung und ein bisschen Liebe gespickt ist. Damit liefert Patrick Ness mit seinem Werk Das Morgen ist immer schon jetzt ein wundervolles Gesamtpaket, das ich euch mit gutem Gewissen weiterempfehlen kann.

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Zitat: „Nicht jeder muss der Erwählte sein. Nicht jeder muss die Welt retten. Den meisten bleibt nichts anderes übrig,als ihr Leben zu leben, so gut sie eben können, Dinge zu tun, die ihnen wichtig sind, tolle Freunde zu haben, ein besseres Leben anzustreben und die Menschen um sie herum aufrichtig zu lieben. In dem Wissen, dass die Welt keinen Sinn ergibt, trotzdem immer wieder aufs Neue zu versuchen, glücklich zu sein.“ (S. 218, Jared zu Mikey) Meinung: Ich muss sagen, dass mich das Buch leider nur mittelmäßig begeistern konnte, denn es hat mich an vielen Ecken verwirrt und ich kam nicht ganz so gut mit der Geschichte klar. Die Zuordnung der Charaktere ist mir recht schnell gelungen, obwohl man anfangs mitten in ein Gespräch geworfen wird. Ich kam mit ihnen auch ganz gut klar. Die gesamte Idee finde ich ganz ok, aber was ich sagen muss, ist, dass die Geschichte einen nur ein wenig zum Nachdenken bringt. Mich konnten die Familienprobleme nicht so mitreißen und berühren, wie sie es wahrscheinlich sollten, um einen zu fesseln. Sowie mir die Mischung aus Contemporary und Fantasy nicht zusagen konnte, denn bis ich dahinter kam, dass es nicht nur eine Sommergeschichte ist, hat es ein wenig gedauert. Auch wusste ich eine lange Zeit nicht, wo die Geschichte hinführen soll und was die Botschaft dahinter ist. Leider ist mir der Einstieg schwer gefallen. Dazu kommt, dass ich mit dieser Ich-Perspektive in diesem Buch so meine Probleme hatte, denn es hat sich so angefühlt, als würde Mikey mit einem reden. Ungefähr so: „Ja, du hast bestimmt auch schon mal jemanden geliebt und weißt wie das ist.“ Ich empfand diese Art skurril und nicht zum Buch passend. Fazit: Leider konnte mich das Buch nicht ganz von sich überzeugen, also vergebe ich 3/5 Sternen. Allgemeines: Titel: Das Morgen ist immer schon jetzt Originaltitel: The Rest of Us Just Live Here Autor: Patrick Ness Verlag: cbj Preis:16,99€ (Kaufen) Seitenanzahl:317 Seiten Inhalt: Was, wenn man NICHT einer der Außerwählten ist, wie sie immer in den Büchern beschrieben werden? Wenn man nicht der Held ist, der sonst üblicherweise die Zombies bekämpft, oder die Seelenesser oder was immer gerade das nächste unheilbringende Wesen sein mag, das die Welt bedroht. Was, wenn man einer ist wie Mikey? Der einfach nur seinen Abschluss hinbekommen möchte und zum Schulball gehen und vielleicht irgendwann den Mut aufbringen, Henna um ein Date zu bitten – bevor irgendjemand die Schule in Schutt und Asche legt. Wieder mal. Denn manchmal gibt es stinknormale Probleme, die echt wichtiger sind als der nächste Weltuntergang, und angesichts derer man erkennt, dass das eigene ganz normale Leben absolut einzigartig und außergewöhnlich ist. Vielen Dank an den Verlag zur Verfügung stellen des Buches

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DAS MORGEN IST IMMER SCHON JETZT Titel: Das Morgen ist immer schon jetzt Autor: Patrick Ness Verlag: cbj Preis: gebunden; 16,99€, Taschenbuch; - Klappentext: Was, wenn man NICHT einer der Außerwählten ist, wie sie immer in den Büchern beschrieben werden? Wenn man nicht der Held ist, der sonst üblicherweise die Zombies bekämpft, oder die Seelenesser oder was immer gerade das nächste unheilbringende Wesen sein mag, das die Welt bedroht. Was, wenn man einer ist wie Mikey? Der einfach nur seinen Abschluss hinbekommen möchte und zum Schulball gehen und vielleicht irgendwann den Mut aufbringen, Henna um ein Date zu bitten – bevor irgendjemand die Schule in Schutt und Asche legt. Wieder mal. Denn manchmal gibt es stinknormale Probleme, die echt wichtiger sind als der nächste Weltuntergang, und angesichts derer man erkennt, dass das eigene ganz normale Leben absolut einzigartig und außergewöhnlich ist. (Quelle: random-house.de, cbj-Verlag, Klappentext) VORSICHT SPOILER! eigene Meinung: Zuerst einmal vielen lieben Dank an das Bloggerportal, von denen ich das Buch zugesendet bekommen habe. Mir persönlich hat das Buch sehr gut gefallen, die Covergestaltung gefällt mir auch sehr gut. Als ich den Klappentext gelesen habe konnte ich mir nichts darunter vorstellen, auch nach den ersten Seiten nicht. Ich war ein bisschen verwirrt, weil man sozusagen direkt in die geschichte "reinliest", es keine Einleitung oder ähnliches gibt. damit hat man sich dann aber schnell zurecht gefunden. Was mich überrascht hat war, dass sich nach ein paar Seiten rausgestellt hat, dass es doch ein Fantasy Buch ist, weil der beste Freund des Protagonisten zu 1/4 ein Gott ist und Wunden heilen kann, zudem lockt dieser immer Katzen an :D. Besonders schön fand ich die parallel laufenden Geschichten, die am Ende dann zusammengeführt worden sind, beziehungsweise wegen der Geschichte mit dem Indie-Kids ist in der sozusagen "normalen" Welt etwas passiert. Der Aufbau des Buches war in etwa so, dass vor jedem Kapitel eine Zusammenfassung des Kapitels war was in der Welt der Indie-Kids passiert ist. In den "richtigen" Kapiteln ist dann die "normale" Welt ausführlicher behandelt worden. Ich werfe die ganze Zeit mit dem Begriff "Indie-Kids" um mich, das sollte ich vielleicht auch mal kurz erklären. Die Indie-Kids sind eine in sich abgeschlossene Gruppe, diese Kinder reden nicht mit den anderen, sie sind unter sich. Wenn man sie etwas fragt bekommt man meist nur Ein-Wort-Sätze als Antwort. Diese Indie-Kids sind in sehr mysteriöse Dinge verstrickt. Alles in einem hat mir das Buch sehr gut gefallen, nur weil ich mich am Anfang nicht einfinden konnte gibts von mir an dieser Stelle 4,5/5 Sternchen⭐

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Dieses Buch hat mich direkt durch den Klappentext neugierig gemacht. Mal ein Buch ohne einen großen Helden? Das fand ich echt spannend. Kann so etwas überhaupt gehen? Funktioniert so eine Story? – JA, DAS GEHT! UND WIE! Zu diesem Buch muss vorab gesagt sein, dass man sich schon drauf einlassen muss! Es ist ein Setting in der realen Welt, in der aber im Laufe der Geschichte immer wieder merkwürdige Dinge geschehen, die man eher der Fantasy zuordnen würde. Darum soll es in diesem Buch aber ja gerade nicht gehen. ;) Am besten man nimmt die Vorfälle einfach so wie sie sind :) Ich habe anfangs, trotz des flüssigen und lockeren Schreibstils, ein bisschen gebraucht, um mich an die Umstände zu gewöhnen und richtig in die Geschichte rein zu denken. Wenn man mich fragt würde ich schon sagen, dass dieses Buch ein etwas anderes Jugendbuch ist. Es gibt zwei unterschiedliche Erzählstränge, die sehr ungleichmäßig verteilt sind. Hier kommt schon ein großer Punkt, weshalb sich dieses Buch von anderen Jugendbüchern so unterscheidet. In den meisten Büchern gibt es immer irgendwelche Helden, die Großes vollbringen müssen, schwierige Prüfungen bestehen und die Welt vor dem Untergang bewahren sollen. Im Buch sind das die sogenannten „Indie-Kids“. Auf sie wird im Buch aber mal ein ganz anderes Licht geworfen. Denn wenn man mal genauer drüber nachdenkt sind diese Charaktere immer ziemlich arm dran. Sie geraten ständig in Gefahr und tragen eine riesen Verantwortung. Außerdem sterben einige von ihnen einen frühen Tod. Der erste Erzählstrang in dem Buch erzählt von ihnen. Und das jeweils am Anfang des Kapitels für ca. 5 Sätze. Das war’s. Diese Idee finde ich einfach genial, dass die actionreiche und heldenhafte Story wirklich immer nur so kurz wie es eben geht zusammengefasst wird und der Fokus somit ganz klar auf Mike und seinen Freunden, und damit (naja, zumindest fast) „normalen“ Menschen liegt. Die Geschichte wird aus Mikes Sicht erzählt. Dabei wird man als Leser mit vielen alltäglichen Problemen von Jugendlichen im Abschlussjahr konfrontiert. Schaffe ich meinen Abschluss? Was mache ich danach? Werden wir Freunde bleiben? Schaffe ich es noch meiner großen Liebe meine Gefühle zu gestehen? - Zukunftsängste, Ungewissheit, Angst, Neugierde, Erwachsen und selbstständig werden. Zudem kommen bei Mike noch seine Zwangsstörung hinzu, mit der er im Alltag fertig werden muss, eine Mutter, die mitten im politischen Wahlkampf steckt und ein alkoholabhängiger Vater hinzu. Und auch Mikes Freunde Henna, Jared und seine Schwester Mel haben allesamt mit ein paar Probleme und Herausforderungen zu kämpfen. Mir haben die Charaktere allesamt sehr gut gefallen! Sie waren mir echt sympathisch, einfach weil sie eben so „normal“ waren. Sie wirkten einfach sehr authentisch. Besonders gut gefällt mir in diesem Buch die Entwicklung, die die Freunde alle machen. Sie treffen eigene Entscheidungen und werden selbstständiger. Mein Fazit: Patrick Ness übermittelt mit den beiden Handlungssträngen eine, wie ich finde, ganz wunderbare Botschaft: „Man muss nicht immer gleich die Welt retten. Das eigene Leben ist manchmal schon Herausforderung genug. Man ist auch ein Held, wenn man einfach seinen Alltag so gut es eben geht meistert!“ Das Buch ist definitiv mal etwas anderes! Ein cooles Jugendbuch über Freundschaft, Zukunftsängste und den ganz normalen Wahnsinn des Lebens! :) „Sei ein Held in deinem eigenen Leben!“ Ich vergebe 4 von 5 möglichen Büchern!

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