Leserstimmen zu
Das Morgen ist immer schon jetzt

Patrick Ness

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Fakten über das Buch: Verlag: cbj Seitenzahl: 400 ISBN: 978-3-641-18978-5 (Ebook) Preis: 16,99€ (Hardcover) / 13,99 (Ebook) Orginaltitel: The Rest of Us Just Live Here Lesezeitraum: 13/7/16 (One-Day-Read) Kurzbeschreibung: Mikey ist dieser eine ganz normale Typ, der Typ der nun mal nicht zu der Gruppe von Indie Kids gehört die, die Seelenfresser und Vampire bekämpfen und dabei die örtliche Highschool hochjagen. Nein, Mikeys Probleme sind andere. Er muss den Abschluss schaffen, sich um seine Schwestern kümmern und mit seinen Freunden ihren letzten gemeinsamen Sommer verbringen, bevor sich ihre Wege trennen. Nur Henna bereitet ihm mehr Kopfzerbrechen als alles andere. Und ganz ehrlich? Den Mut aufzubringen, dem Mädchen seine Gefühle zugestehen, auf das man schon ewig steht, ist viel wichtiger als der bevorstehende Weltuntergang. Und der kommt ja nicht zum ersten Mal. Cover: Ich finde das Cover passt perfekt in den Sommer rein und verdeutlicht so gleich einen Hauptpunkt der Story – Freundschaft. Ich finde die ausgewählten Personen passen auch sehr gut zu den Protagonisten und ehrlich? Ich finde es einfach schön. Allein schon, dass es dieses Sommergefühl hervorruft ist schon toll. Wenn ich es sehe bekomme ich einfach Lust es zu lesen, auch wenn es heißt: Verurteile ein Buch niemals nach seinem Cover. Ich weiß, ich weiß… Handlungsverlauf: Eigentlich dreht sich die Handlung um diese typischen Randfiguren aus Büchern. Um die Personen, die zwar da sind, erwähnt werden, aber nie vertieft werden. Und genau diese werden von Patrick Ness aufgegriffen und zu waschechten Hauptcharakteren gemacht. Ehrlich gesagt, die Idee finde ich gut, aber wie will man da Spannung reinbringen? Genau das ist der Punkt! Die Geschichte dreht sich um Mike der zusammen mit seinen Freunden den letzten Sommer verbringen will, bevor sie alle an unterschiedliche Colleges gehen. Eine Liebesgeschichte gibt es ebenso, denn Mike hegt schon seit vielen Jahren Gefühle für Henna. (Was allerdings daraus wird, kann und will ich nicht verraten.) Nur den Teil fande ich nicht ganz überragend, mal so mal so eben. Sie war halt an einigem Stellen ziemlich flach und das gefiel mir nicht wirklich.:/ Alles schön und gut, wären da nicht die Indie Kids. Das sind die Kinder, wo jeder denkt, dass sie alle nur Finn heißen. Das tun die meisten sogar. Aber eigentlich sind sie die geborenen Superhelden. Die Art, die schon was mit Vampiren hatte – und sie dann bekämpfen musste. Deren Geschichte, die parallel dazu verläuft, wird am Anfang jedes Kapitels mit einem Abschnitt erzählt. Leider hatte ich dadurch oft das Bedürfnis, eher die kurz beschriebene Story zu lesen, als die eigentliche, die ja in den Vordergrund gehoben wurde. Leider fehlte mir die Spannung ab und zu, wobei ich aber sagen muss, dass ich das Buch an einem Abend / (Nacht Zwei Uhr morgens) gelesen habe. Es war trotz ab und zu magelnder Spannung wunderschön zum weglesen geschrieben. Aber es ist halt das normale Leben was mit all seinen Seiten im Vordergrund steht. Alle Probleme, alle Glücksmomente, alle Licht- und Schattenseiten, werden hervorgehoben und man kann einen Blick darauf werfen. Dabei geht das alles natürlich von unserem Protagonisten Mike(y) aus, der aus seiner Perspektive erzählt und in dessen Gefühlswelt wir einen tieferen Einblick haben als in die der anderen. Aber letzendlich dreht sich das Buch um: Freundschaft, Probleme, Familie und das Leben. Schreibstil, Charaktere, etc.: Kurz zum Schreibstil – wunderschön zum weglesen, einfach mit ein paar Schnörkeln, passend – perfekt für dieses Buch und ich liebe es! Mike ist niemand besonderes. Absolut nicht. Ja, er hat gute Noten und Freunde und so seine Probleme aber eigentlich ist er so gar nicht Protagonisten-tauglich. Dennoch gefiel es mir, dass er derjenige war, aus dessen Blickwinkel man sein Leben, und das der anderen Charaktere, betrachten konnte. Er hat Gedankengänge die man gut nach vollziehen kann und seine Gefühlswelt war mir eigentlich immer verständlich und manchmal empfand ich sogar etwas Mitleid mit ihm. Mitleid kann man eigentlich mit jedem Charakter empfinden, denn auch alle von Mikes Freunde haben etwas, das sie wohl sympatischer machen soll. Sie sollen nicht perfekt sein, sie sollen Macken haben und perfekt unperfekt sein. Und das sind sie. Man empfindet auch wirklich eine gewisse Sympathie mit ihnen. Diese war jedoch bei mir nicht auf ihre Probleme zurück zu führen. Es war wegen ihrer Freundschaft. Sie sind so eine tolle Gruppe zusammen und man merkt wie sie für einnander da sind und welche Beziehung sie haben. Und solche Freunde brauch nun mal jeder. Fazit: „Das Morgen ist immer schon jetzt“ ist ein gutes Buch was ich auch jedem empfehlen kann, solange er nichts allzu spannendes lesen will, oder irgendwas, was mit den Helden aus unseren Lieblingsbüchern zutun hat. Jedoch hat es auch so seine Schwächen. Es fehlt halt die Spannung, es fehlt halt das gewisse Etwas das ich immer so liebe. Und man hat das Gefühl an der Hauptstory vorbei geführt zu werden. Ich schwanke stark zwischen 3,5-4 Sternen. Ebenso kann ich verstehen, warum bei diesem Buch die Meinungen auseinander gehen. – Aber für mich war es eben ein „Weglese“-Buch was eine schöne Seite hatte und ich weiterempfehlen kann. Anmerkungen: Enthalten Spoiler. Ich fande Mikeys Zwangsneurose durchaus überzeugend und echt, da ich so etwas in anderer Form und viel leichter ausgeprägt, man kann es eigentlich gar nicht Zwangsneurose nennen, hatte und ihn durchaus verstehen konnte. Ich mochte die Beschreibung seiner Anfälle durchaus und er tat mir leid. Dies ist ein Rezensionsexemplar, welches ich vom Bloggerportal der Verlagsgruppe Randomhouse erhalten habe. Als Gegenleistung lese ich das erhaltene Buch und veröffentliche eine Rezension darüber. (Read-to-Review Basis.)

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Meine Meinung: Patrick Ness hat es mir nicht leicht gemacht, in diesen Jugendroman hineinzufinden. Ich hatte anfangs das Gefühl, ins eiskalte Wasser geschubst zu werden, ohne irgendwelche Erklärungen zu bekommen, und ich bin mir auch jetzt, nachdem ich das Buch zu Ende gelesen habe, nicht wirklich sicher, ob ich den Roman richtig verstehe. Dem Lesevergnügen tut dies allerdings keinen Abbruch. Man kann das Buch auf jeden Fall genießen, wenn man sich einfach mal fallen lässt und kein Problem damit hat, 5 gerade sein zu lassen. In diesem Buch werden zwei Handlungen erzählt. Zum einen haben wir die Geschichte von Mikey, der als Ich-Erzähler fungiert. Der 17-Jährige steht kurz vor dem Highschool-Abschluss. Seine Tage verbringt er mit seinen Schwestern Mel und Meredith und seinen Freunden Jared und Henna. Auf die Eltern ist er eher nicht gut zu sprechen – die Familie ist schon ziemlich verkorkst. Aber das sieht wahrscheinlich die Mehrheit der Jugendlichen für sich ebenso. Seit ewigen Zeiten ist Mikey in Henna verliebt, doch traut er sich nicht, ihr dies zu sagen. Und Henna weiß auch gar nicht wirklich, was sie selbst eigentlich will. Jared ist ein wunderbarer Freund, wie man sich keinen besseren wünschen kann. Und auch Mel steht ihrem Bruder stets zur Seite, obwohl sie mit eigenen Problemen zu kämpfen hat. Wären wir also bei den Problemen. Davon gibt es in diesem Jugendbuch reichlich. Mikey leidet unter einer Zwangsstörung, die ihm ziemlich zu schaffen macht. Auch Mel hat ein psychisches Problem. Jared hat eine besondere Gabe, aber auch er ist damit nicht ganz glücklich. Und Hennas Eltern haben Pläne mit ihrer Tochter, die dieser überhaupt nicht zusagen. Daneben ereignen sich in der kleinen Stadt mysteriöse Dinge. Immer wieder tauchen blaue Lichter auf, Kinder kommen zu Tode. Die Clique um Mikey sieht mehr, als die Erwachsenen wahrnehmen, nämlich Vampire, Zombies oder Seelenesser, die die Menschen bedrohen. Dabei handelt es sich bei „Das Morgen ist immer schon jetzt“ eigentlich nicht um einen Fantasyroman. Stehen diese aggressiven Wesen also für etwas anderes? Zum Beispiel für die ganz alltäglichen Schrecken, die ein Jugendlicher auf seinem Weg zum Erwachsenen erlebt? Der zweite Erzählstrang ist nun tatsächlich die Zusammenfassung eines Fantasyromans mit einem Prinzen und einer jahrtausendealten Liebe und Helden, die die Welt retten müssen. Am Anfang eines jeden Kapitels wird ein Stück dieser Fantasy erzählt. Und irgendwie ist diese Fantasygeschichte auch immer wieder mit Mikeys Geschichte verzahnt. Mikey, der gerne ein Held sein möchte, der Angst hat, dass er nicht gebraucht wird, der Angst hat, dass er seine Freunde mehr braucht als sie ihn. Nicht nur Mikey, auch die anderen Charaktere haben mir sehr gut gefallen. Auch die weniger sympathischen Figuren konnte ich gut nachvollziehen. Sie wirken alle sehr authentisch und bis zu einem gewissen Grad absolut alltäglich. Genau solche Menschen kenne ich selbst auch. Mikey und seine Freunde entwickeln sich im Laufe des Romans, wachsen an den Herausforderungen des Alltags. Dies wird sehr schön dargestellt und macht Jugendlichen, die vor ähnlichen „normalen“ Problemen stehen, Mut, sich ihrem Leben und ihrer Zukunft zu stellen. Mal davon abgesehen, dass ich teilweise von der Handlung verwirrt war und die Fantasygeschehnisse nicht einordnen konnte, fand ich dieses Buch großartig. Der Schreibstil des Autors ist einfach klasse. Er schafft damit eine wunderbar dichte Atmosphäre. Zwar ist der Hintergrund eher düster, doch trotzdem gelingt es Patrick Ness, mit seinem Roman Hoffnung zu verbreiten. Zwischen den Zeilen gibt es so vieles zu entdecken. Und für mich bleibt ein wundervolles Fazit: "Nicht jeder muss die Welt retten. Den meisten bleibt nichts anderes übrig, als ihr Leben zu leben, so gut sie eben können, Dinge zu tun, die ihnen wichtig sind, tolle Freunde zu haben, ein besseres Leben anzustreben und die Menschen um sie herum aufrichtig zu lieben." (S. 218) Wir müssen nicht die Welt retten, um Helden zu sein. Wir alle sind die Helden unseres eigenen Lebens, und das ist spannend und überraschend genug! Nicht so gelungen finde ich die Altersempfehlung des Verlags von 12 Jahren. Sicher sind Kinder und Jugendliche verschieden reif, aber die 12-Jährigen, die ich kenne, wären mit diesem Buch hoffnungslos überfordert. Ich würde es eher ab 14 Jahren empfehlen.

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Ich mag Bücher, die mit Klischees spielen, und somit war das Buch in dieser Hinsicht perfekt. Denn hier gibt es durchaus die üblichen Auserwählten, vor jedem Kapitel wird in einem sehr knappen Abschnitt zusammengefasst, was die darin gerade tun - was vermutlich der Handlung der üblichen Young Adult-Fantasy-Romane entspräche. Teilweise musste ich dabei echt grinsen, weil dabei auch bekannte Klischees durch den Kakao gezogen und übertrieben dargestellt werden - unsterbliche Liebe auf den ersten Blick, zum Beispiel. Doch der Protagonist dieses Buches hat damit nichts zu tun, er lebt ein mehr oder weniger ganz normales Leben. Haben wir uns nicht immer schon mal gefragt, was der Rest der Menschen tut, während die Welt gerettet wird? Hier ist die Antwort. Aber das Buch ist noch so viel mehr. Denn Mikey kämpft auch im normalen Leben. Er leidet unter einer Zwangsstörung, kommt nicht so wirklich mit seinen Eltern klar und traut sich nicht, dem Mädchen seiner Träume seine Liebe zu gestehen. Die Botschaft des Buches? Jeder hat etwas, mit dem er kämpft. Ich mochte Mikey. Er ist niedlich, gerade wenn er sich um seine Schwestern kümmert, zu denen er eine sehr gute Beziehung hat. Und er hat auch Ecken und Kanten, denn manchmal handelt er nicht ganz richtig. Letztendlich bleiben aber alle Charaktere etwas blass, obwohl Potenzial für mehr vorhanden wäre und Vielschichtigkeit oft angedeutet wird. Die Handlung konzentriert sich vor allem auf die Interaktion zwischen in ihnen, sodass die individuelle Persönlichkeit manchmal ein wenig auf der Strecke bleibt. Nicht extrem, aber es wäre mehr möglich gewesen. Dennoch waren mir die meisten Charaktere sympathisch, jeder von ihnen hat seine eigenen Probleme und doch kümmern sie sich umeinander. Die Liebesgeschichte steht gar nicht mal so im Vordergrund, auch wenn sie durchaus von Bedeutung ist, der Fokus liegt eher auf Selbstfindung und Freundschaft. Gerade letztere muss auch Konflikte austragen, letztendlich sind aber alle füreinander da. Der Schreibstil ist sehr flüssig und humorvoll, und obwohl eben keine Action im Sinne von Weltrettung da ist, fesselte mich diese alltägliche Handlung. Denn manchmal kann auch der Alltag bedeutend sein. Erste Person Präsens ist bekanntlich umstritten, aber ich mag diese Erzählweise am liebsten. Teilweise werden Mikeys Gedanken auch in Einwürfen dargestellt. Mikey spricht wiederholt den Leser direkt, auch mit du, an, stellt ihm Fragen, bittet ihn, eigene Erfahrungen einzubringen, sodass der Leser in die Geschichte einbezogen wird. Fazit: Ungewöhnliche, flüssig zu lesende und humorvolle Geschichte, die mit bekannten Fantasy-Klischees spielt, während die Protagonisten nicht die Auserwählten sind, sondern weiter ihr normales Leben haben und doch Probleme bewältigen müssen, mit dem Fokus auf den tollen Beziehungen zwischen den Charakteren

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Dieses Jugendbuch konnte mich vor allem begeistern, weil es so ist, wie es ist. Weil es anders ist, ein Stück Weg normal und gerade deshalb beeindruckt. Stell dir vor, du hast mal keinen Helden oder Auserwählten, der dazu bestimmt ist alles zu retten. Wäre das langweilig? Nein, auf keinen Fall. Es sind die Geschichten, die das Leben schreibt, was sie interessant machen. Das man nie weiß, was als nächstes passiert. Das macht alles wie eine Entdeckungsreise, was es ungeheuer spannend macht. In dieser Geschichte geht es um Mikey. Er fiebert seinem Collegeabschluss entgegen und hofft auf eine Verabredung mit Henna. Doch Mikey kämpft mit sich und seinen Ängsten. Er wirkt teilweise etwas unsicher, aber doch sehr sympathisch und ausdrucksstark. Seine Geschichte hat mir überaus gut gefallen. Ja, sie war anders. Denn es ist eine normale Geschichte, die das Leben uns aufzeigt. Auf sehr interessante Art und Weise wird hier übersinnliches miteingewoben, was dem Ganzen doch mehr Dramatik und Action einhaucht. Es sind Szenen, die auch normalen Ursprungs sein könnten. Aber dennoch könnte es auch nicht so sein. Wer weiß das schon. Man erfährt von Vampiren, Seelenessern und Göttern und vieles mehr. Sie schweben wie Geister durch die Geschichte, aber sind dennoch zum greifen nah. Man denkt dann automatisch, ja könnte es nicht doch sein? Muss es überhaupt sowas sein? Denn auch ohne diese Fantasy-Aspekte ist dieses Buch sehr spannend. Dabei werden Werte wie Freundschaft, Selbstfindung, Achtung, emotionale Probleme aufgezeigt. Aber es geht auch um ernstere Themen, was das Ganze sehr abwechslungsreich und fesselnd macht. Hinzu kommt das die Charaktere wirklich sehr sympathisch sind und mich das ein oder andere Mal zum schmunzeln brachten. Aber sie haben auch meinen Adrenalinspiegel in die Höhe gejagt. Als es z.b. zu dramatischen Situationen kam, wie z.b. einen Autounfall oder eine Explosion. Eine Geschichte die mich gerade durch seine Charaktere und seine Umsetzung berührt hat. Die mit Problemen kämpfen, die das Leben spielt. Was das Ganze authentisch und lebendig wirken lässt. Einfach toll. Dabei kamen auch nie irgendwelche Längen auf, ich fand es durchweg einfach spannend. Unvorhersehbar und voller Erfahrungen und Entwicklungen. Ein Buch das uns zeigt, ja unser Leben ist einzigartig und wir sind diejenigen die es schreiben, die es leben, die es verändern. Weil wir uns verändern, zu etwas neuem werden und gleichzeitig so bleiben wie wir sind. Wer braucht schon Helden? Unser Leben ist genug Abenteuer. Die Grundidee die wirklich sehr originell ist, konnte mich begeistern und sie ist auch wirklich toll umgesetzt. Ein Buch bei dem die Alltagsprobleme jenseits der Fantasyelemente mal einen ganz neuen Blickwinkel bekommen. Die Geschichte von Mikey, seinen Freunden und seiner Familie geht unheimlich ans Herz. Sie ist teilweise schmerzvoll und herzzreißend. Und immer mittendrin, der drohende Untergang, die Bedrohung die alles anders macht und auch wieder nicht. Eine Geschichte die mitreißt, aber auch ein Stück weg zum nachdenken bringt. Hierbei erfahren wir die Perspektive von Mikey, was ihm mehr Raum und Tiefe verschafft. Die Nebencharaktere sind toll gezeichnet und wirken sehr ausdrucksstark. Ihre Handlungen und Gedankengänge sind stets gut nachvollziehbar gestaltet. Der Schreibstil ist locker und fließend, aber auch sehr mitreißend gehalten. Die einzelnen Kapitel haben eine normale Länge. Interessant waren die Überschriften, denn da ging es darum, wie es hätte sein können. Das Cover und der Titel passen sehr gut. Fazit: Ein etwas anderes Jugenbuch, das vor allem durch seine originelle Grundidee und den Charakteren beeindruckt. Eine Geschichte aus dem Leben, mit einigen Fantasyelementen und unvorhergesehenen Ereignissen, machen es einfach zu einem Leseerlebnis. Eine klare Empfehlung. Ich vergebe 5 von 5 Punkten.

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Ich wollte schon immer mal ein Buch von Patrick Ness lesen. Einfach, weil ich schon so viel Gutes von ihm gehört habe. Was mich erwarten würde, wusste ich dennoch nicht - und "Das Morgen ist immer schon jetzt" war definitiv eine ganz besondere Erfahrung. Es ist unglaublich schwer, den Inhalt zu beschreiben. Ich habe auch während des Lesens oft innegehalten und mich gefragt, was genau gerade vor sich geht - was Ness mit seiner Erzählung erreichen möchte. Man muss sich das so vorstellen: Zu Beginn jeden Kapitels widmet sich Patrick Ness in einem Absatz den sogenannten "Indie Kids". Die Indie Kids sind eine Gruppe Kinder, die irgendwie abgesondert von dem Rest der Stadt leben und denen immer so seltsame Geschichten passieren. (Unter anderem gab es einmal eine Vampirwelle - eine Anspielung, wie ich erst im Nachhinein begriffen habe.) Und Patrick Ness hat sich für diese Kinder quasi eine komplette Storyline ausgedacht, die er parallel zu der von Mikey erzählt, nur in absoluter Kurzform. Und das hat mich am Anfang verwirrt, als ich mit Namen bombardiert wurde. Ich kam mir fast zu blöd vor, um diesen Aspekt zu verstehen, auch wenn sich das beim Voranschreiten der eigentlichen Geschichte gelegt hat, insbesondere, als sich beide Storylines zumindest kurzzeitig überschnitten. Das ist eine Eigenheit des Buches. Die andere Eigenheit betrifft die Geschichte an sich. Von Vampiren über tote Indie Kids bis hin zu blauen Lichtern ist alles dabei - darunter auch zahlreiche Anspielungen bzw. Anlehnungen an andere Geschichten. Dieser Mix ist teilweise verdammt verwirrend, zumindest erging es mir so. Von den meisten Büchern ist man ein Wesen gewohnt oder zumindest eine überschaubare Auswahl - für "Das Morgen ist immer schon jetzt" fand ich keine passende Schublade. Wohlgemerkt sage ich nicht, dass das schlecht ist. Ich empfand es lediglich als ungewöhnlich und stellenweise verwirrend - wenn man sich jedoch einmal darauf einlässt bzw. daran gewöhnt, dann ist es schlichtweg originell. Jedenfalls ist mir bisher noch nichts dergleichen untergekommen. (Und Schubladendenken sollte man sowieso aufgeben!) Was ich an dem Buch jedoch uneingeschränkt liebte? Einmal die Charaktere. Nicht nur Mikey, sondern auch seine Freunde Henna, Jared und Mel (die auch seine Schwester ist). Und das ist nur eine kleine Auswahl. Selbst die Indie Kids habe ich ziemlich ins Herz geschlossen. Ness kreiert damit nicht nur Diversität (Jared, zum Beispiel, ist schwul), sondern auch ein fantastisches Netz an Freunden mit unterschiedlichen Problemen, Eigenheiten und Interessen. Die einzige Ausnahme davon ist meiner Meinung nach Mikeys Mutter, deren Charakter mir ziemlich künstlich vorkam. Auch die Art und Weise, wie sie als Politikerin porträtiert wurde, hat mir nicht gefallen, aber das ist wirklich eine Kleinigkeit, die nicht weiter ins Gewicht fällt. Abgesehen davon habe ich riesigen Gefallen daran gefunden, mehr über die anderen zu erfahren - von Nenn-mich-Steve bis hin zu "Merde Breath" (ein Spitzname für Meredith, Mels und Mikeys Schwester). Auch unglaublich gut gefallen hat mir die Art und Weise, wie Ness von psychischen Krankheiten erzählt. Mikey leidet unter einer Zwangsstörung, die sich während des Buches wieder verschlimmert, und seine Schwester Mel leidet/litt an einer Essstörung. Hier wird nichts verschönt, aber gleichzeitig auch nicht übermäßig dramatisiert - Patrick Ness fügt diese beiden Aspekte geschickt in die Geschichte ein. Auch wenn ich diese Krankheiten nicht nachvollziehen kann, so hatte ich doch den Eindruck, dass Ness alles sehr realistisch darstellt. Tja, und der angenehme Schreibstil des Autors trug nur dazu bei, dass ich das Buch binnen weniger Tage ausgelesen hatte. Ich habe eine Weile darüber nachgedacht, was ich dazu sagen möchte, wie genau ich meine Wertung begründen kann - was mir, zugegeben, nicht einfach fiel. Ich möchte das jetzt einfach mal so loswerden: "Das Morgen ist immer schon jetzt" IST ein seltsames Buch. Es hat zahlreiche Eigenheiten und Aspekte, die auf den ersten Blick schräg wirken, aber das ist auf keinen Fall etwas Schlechtes. Das Buch macht Spaß. Es macht Spaß, von Mikey und seinen Freunden zu lesen, und zusammen mit den Indie Kids zu hoffen, dass sie Schlimmeres vermeiden können. Und in diesem Sinne ist "Das Morgen ist immer schon jetzt" ein wirklich wertvolles Buch.

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Ich habe mich so sehr gefreut, endlich mal etwas von Patrick Ness zu lesen! Seine Bücher stehen schon lange auf meiner Beobachtungsliste. Mit „Das Morgen ist immer schon jetzt“ war es nun endlich so weit, und ich kann erleichtert sagen, dass ich es wirklich mochte!:D Die Idee an sich finde ich schon sehr genial: Was ist, wenn man nicht der Auserwählte ist und das Böse bekämpfen muss, sondern einfach nur mit den Problemen des normalen Lebens fertig werden soll? Und wenn sowas auf dem Klappentext steht, dann kriegt man hier auch sowas! Es ist nicht einfach irgendeine Geschichte über einen Typen, der mit seiner Teenager-Zeit klarkommen muss, nein, es gibt in der Geschichte tatsächlich Vampire und Seelenfresser und was auch immer. Das Besondere ist, dass das einfach total egal ist, denn unsere Protagonisten sind ja nicht die „Auserwählten“! Allein schon weil ich das so cool und skurril fand, konnte das Buch bei mir richtig Pluspunkte sammeln! Dass die Idee auch noch gut umgesetzt wurde war dann ja natürlich noch besser. Am Anfang jedes Kapitels gab es eine ganz kurze Zusammenfassung davon, was die „Auserwählten“ gerade machen, um das Böse zu bekämpfen, und das war eigentlich fast schon eine Parodie auf diese ganzen dramatischen Weltuntergangs-Jugendbücher, was ich super merkwürdig und super gut fand! Denn diese Zusammenfassungen waren immer total übertrieben, das Mädchen hat sich in einen Typen nach dem anderen verliebt und alles war voller Intrigen und Katastrophen. Ich fand das echt witzig und wenn man ehrlich ist erkennt man da auch einige Bücher wieder, die man eigentlich wirklich gerne mag:D Im Kern geht es aber tatsächlich einfach um Mike, der ganz eigene und gar nicht so außergewöhnliche Probleme hat. Mit Mike als Protagonisten war ich sehr zufrieden, er war mir wirklich sympathisch. Ich fand ihn sehr fürsorglich seinen Freunden gegenüber, aber auch voller Selbstzweifel, was ihn irgendwie echt gemacht hat. Auch die anderen Charaktere mochte ich gern, ich fand sie haben alle wirklich eine Persönlichkeit verpasst bekommen und waren keine blassen Side-Kicks. Am besten an dem Buch gefallen hat mir aber tatsächlich einfach der Stil von Patrick Ness. Ich mochte, wie nachdenklich und doch locker er die Geschichte erzählt hat, und bin auch ein paarmal über Sätze gestolpert, die ich so gern mochte, dass ich sie nochmal gelesen habe. Da ich das Buch aber nicht rundum perfekt fand, hier noch ein wenig Kritik zum Ende: Für so ein kurzes Buch hatte die Geschichte dann doch einige Längen, was ich ziemlich schade fand. Außerdem fand ich an einigen Stellen, dass der Autor einfach zu viel in die Geschichte reinquetschen wollte. Es wurde eine Thematik nach der anderen in die Runde geworfen und ich glaube, es hätte der Geschichte gut getan, wenn man sich noch intensiver auf ein paar weniger Aspekte konzentriert hätte. Fazit „Das Morgen ist immer schon jetzt“ ist ein wirklich besonderes und skurriles Jugendbuch, das wirklich schön geschrieben ist. Es wird wahrscheinlich nicht jedem gefallen, aber mich konnte es durchaus von sich überzeugen!

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Ich war zuerst total verwirrt. Ich kam überhaupt nicht zurecht mit dem Einstieg. Man wird mitten in ein Gespräch der verschieden Charaktere geworfen und muss erstmal zuordnen wer wer ist. Da ich auch zuvor den Klappentext nicht nochmal durchgelesen habe kam ich auch nicht gleich drauf, dass unser Hauptcharakter (der eigentlich keiner ist) Mikey ist, also männlich, womit ich meistens nicht so gut klarkomme. Und dann ist es auch noch in der Ich-Perspektive geschrieben als würde Mikey direkt zu mir sprechen. Ich muss sagen diese Erzählweise sagt mir nicht so zu, deswegen war ich schon anfangs ein bisschen mies eingestellt zu dieser Geschichte. Zusätzlich finde ich die Mischung von Contemporary und Fantasy auch nicht ansprechend, für mich zumindest. Dennoch ist das Buch sehr tiefgründig und lässt einen wirklich über das Leben nachdenken und zeigt dass es auch normale alltägliche Probleme gibt und nicht immer die Probleme á la wie rette ich die Welt heute, und man kann gewiss sagen, dass das Hirn bei dem Buch angestrengt wird. Also nicht wirklich was für zwischendurch. Mit den Charakteren kam ich eigentlich ganz gut klar. Nur Henna war mir nicht so sehr sympathisch wie die anderen, vielleicht lag es einfach an ihrer Art. Die Idee des Buches war mal etwas neues aber unbedingt nochmal lesen würde ich es nicht. Es hat mir persönlich einfach nicht so sehr zugesagt, dass es mich vom Hocker haut.Definitiv nicht mein Fall aber ein Buch dass die Gedanken anregt und an dem sich andere bestimmt erfreuen.

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MEINUNG Der Beginn fiel mir tatsächlich sehr schwer. Man wird in ein Gespräch aller Hauptcharaktere geworfen, man kennt noch niemanden und ist erstmal verwirrt. Doch das legte sich schnell nach den ersten Kapiteln, bekam man doch dann ein Gefühl für die Leute. Und sie haben mir gefallen! Die Idee ist der Hammer: Wir leben in einer eigentlich normalen Welt, doch alle Jahre wieder tauchen böse Kreaturen auf; z. B. Seelenesser und Vampire. Dann gibt es die sogenannten Indie Kids: Sie sind die Auserwählten, die immer unterwegs sind und die Welt retten sollen. So ein Ereignis ist grad im Gang. Dieser 2. Erzählstrang der Indies wurde sehr geschickt vom Autor gemacht. Zu jedem Kapitelbeginn werden in wenigen Sätzen die aktuellen Geschehnisse um Satchel und die Indie Kids abgehandelt, und dann verläuft parallel die Geschichte von Mikey und seinen Freunden. Diese wird aus der gegenwärtigen Ich-Perspektive von Mikey erzählt. Der Schreibstil liest sich sehr angenehm, sobald man sich zurecht gefunden hat. Es gibt viele humorvolle, aber auch sehr ernste Szenen. Das normale Leben ist, wie man schnell herausfindet, vielleicht sogar spannender als das der Indies. Man verschlingt die Seiten geradezu, in der Tat habe ich das Buch innerhalb weniger Stunden am Stück gelesen. Pageturner passt schon ganz gut :-) Wovor ich nach diesem Buch Angst habe? Ganz ehrlich, ich weiß nicht, ob ich 'normale' Young Adult Bücher noch ernst nehmen kann. Damit meine ich diese Fantasy Sachen, die ich normalerweise so liebe. Denn der Autor hat in wenigen Sätzen zu jedem Kapitel praktisch die typische Geschichte abgespeist und na ja, irgendwie lächerlich gemacht :D Die Charaktere habe ich alle irgendwie ins Herz geschlossen. Mikey, den Protagonisten, sowieso. Seine Schwestern Mel und Meredith auch. Ihre Eltern sind nicht die besten, aber ich fand es sehr interessant aus diesem Familienleben zu lesen. Auch ihre Freunde Henna, Jared (ich liebe seine Story!) und ein bisschen auch Nathan haben mir gefallen. Jeder von ihnen ist einzigartig, ich mochte es sehr, dass wirklich jeder seine eigene Geschichte miteingeflossen hat. Das Ende gefiel mir sehr gut und ist ein wunderbarer Abschluss der Geschichte. FAZIT Ein wirklich außergewöhnliches Buch, welches ich sicher nicht vergessen werde! Tolle Charaktere, toller Schreibstil und tolle Idee. Es besteht nur akute Lächerlichkeitsgefahr für Young Adult Bücher ;-) - 5 von 5 Feenfaltern - © Anna Salvatore's Bücherreich

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