Leserstimmen zu
Die Spur ins Schattenland

Jonathan Stroud

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Das Buch Taschenbuch: 320 Seiten Verlag: cbj (erschienen am 11. Juli 2016) Sprache: Deutsch ISBN: 978-3570225974 Alter: ab 11 Jahren Hier erhältlich: amazon Kurzmeinung: Träumerei oder Wirklichkeit, bis zum Ende super spannend und mitreißend. Klappentext: Alle denken, Max wäre ertrunken. Nur seine beste Freundin Charlie glaubt das nicht. Schließlich war sie dabei, als er am Mühlsee ins Wasser sprang. Sie allein weiß, was genau dort passiert ist. Unheimliche Wesen haben ihn in eine andere Welt entführt! Aber Charlie kann Max in ihren Träumen sehen und sie ist überzeugt, sie muss nur seinen Spuren folgen, um ihn nach Hause zu holen. Und so folgt Charlie ihnen, selbst über die Grenzen dieser Welt hinaus – ins Schattenland … Mein Fazit Inhalt: Als Max stirbt, bricht für Charlie eine kleine Welt zusammen. Was soll sie nur tun? Keiner glaubt ihr, dass Max gar nicht wirklich gestorben ist, sondern nur in eine andere Welt entführt worden ist. Sie soll sogar in eine Therapie gehen. Doch auch wenn ihr keiner glaubt, so stellt Charlie fest, dass sie nachts in ihren Träumen nach Max sucht. Sie sucht ihn in der Wüste, dem Wald und läuft und läuft und läuft. Anfangs hat sie noch das Gefühl ihm immer näher zu kommen, doch irgendwann irrt sie nur noch umher, bis sie auf den mysteriösen Kit trifft, der ihr von der großen Kirmes erzählt, die sich in der Mitte des Waldes befindet. Sie müsse Max dort suchen und finden, bevor der große Tanz beginnt, denn danach hätte er sie vergessen und sie ihn für immer verloren. Für Charlie verschwimmen beide Welten und sie weiß nicht mehr, was real ist und was nicht. Findet sie am Ende zu Max und kann sie ihn oder sich retten? Sprache: Das Buch war so super schön geschrieben, dass ich einfach nicht aufhören konnte, es zu lesen. Stilistisch war es sehr bildhaft beschrieben und man konnte Traum und Wirklichkeit zu Beginn noch gut anhand der kursiven Schrift unterscheiden. Später dann verschwimmen beide Welten zu einer. Zwischendurch befindet man sich auch mal im Kopf von Charlies Bruder und versucht mit ihm Charlie davon abzuhalten, sich selbst zu schaden. Meine Meinung: Das Buch hat mich von Anfang an gefesselt und ich versteh nun – glaube ich – warum alle so fasziniert von den Büchern von Jonathan Stroud sind. Ich freue mich schon auf die Reihe “Lockwood & Co” von denen ich auch schon das erste Exemplar hier liegen habe. Danke an das Bloggerportal, Randomhouse und cbj, dass ich dieses schöne Buch lesen durfte! Bewertung Handlung * * * * * / 5 Romantik/Spannung * * * * * / 5 Charaktere * * * * / 5 Schreibstil * * * * / 5 Gesamt * * * * / 5

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Als Charlie mit ihrem besten Freund Max am See spielt fällt er plötzlich ins Wasser und taucht nicht mehr auf. Sie springt hinterher und versucht ihm zu helfen aber nymphenartige Wesen ziehen ihn mit in die Tiefe, fast hätten sie auch sie erwischt. Charlie ist sich sicher, dass ihr Freund noch lebt und in einer anderen Welt gefangen ist. Natürlich glaubt ihr niemand und sie versucht, auf sich allein gestellt, einen Weg zu finden ihm zu helfen. Ich habe sehr lange darüber nachgedacht, wie meine Meinung zu diesem Buch ist, denn ich hatte etwas anderes erwartet. Zum einen, weil ich Strouds andere Bücher gelesen habe, zum anderen, weil ich beim Lesen des Klappentextes auch eher eine Fantasy-Geschichte erwartete. Es ist ganz klar ein besonderes Buch, das sich mit einem schwierigen Thema befasst. Charlies Verzweiflung und Hilflosigkeit begleitete mich das ganze Buch hindurch und hat mich selber auch oft sehr traurig gemacht, weswegen ich es nicht in eins durchlesen konnte. Sie und Max verbindet eine so tiefe Freundschaft, dass sie ihn einfach nicht im Stich lassen kann. Niemand scheint sie zu verstehen und sie ist mit ihren Gefühlen völlig allein gelassen. Die Flucht in die andere Welt, von der sie sicher ist, dass sie Max dort noch retten kann, ist ihre Art mit dem traumatischen Erlebnis umzugehen. Mir hat die düstere, bedrückende Art, wie das Schattenland beschrieben wurde sehr gut gefallen. Ich konnte auch gut Charlies Gefühlslage nachempfinden. Mit ihr selber als Charakter wurde ich allerdings aus irgendeinem Grund nicht richtig warm. Ich habe mir sehr viel vom Ende versprochen, leider blieben viele Fragen für mich offen und es ließ mich unbefriedigt und aufgewühlt zurück. Das Buch ist groß, keine Frage, aber wer einen typischen Stroud erwartet wird vielleicht enttäuscht werden.

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Cover Das neue Cover finde ich super und bringt viel besser die Düsternis zur Geltung. Das alte Cover hat mich zwar auch sehr angesprochen, war aber eher auf die jugendlichen Leser ausgerichtet. Bei diesem Cover greift auch mal ein Erwachsener zum Buch. Inhalt Mich hat dieses Buch sehr mitgenommen und zum Nachdenken angeregt. Charlie verliert ihren besten Freund. Er ertrinkt in einem See und Charlie versucht ihn zu retten. Eine tiefe Geschichte der Psyche eines Kindes. Stroud versetzt einen immer wieder in einen Abgrund von unwahrscheinlicher Traurigkeit. Dieser Nebel der Verzweiflung liegt über der ganzen Geschichte und man ersehnt sich bis zum Schluss ein Happy End. Ob Charlie ihren Freund Max aus den tiefen des Schattenlandes retten kann müsst ihr jedoch selbst herausfinden.

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Rezension - Die Spur ins Schattenland - Jonathan Stroud Autor: Jonathan Stroud Verlag: cbj (Random House) Seiten: 320 Preis: 8,99€ Taschenbuch ISBN: 978-3-570-22597-4 Kurzbeschreibung: Alle denken, Max wäre ertrunken. Nur seine beste Freundin Charlie glaubt das nicht. Schließlich war sie dabei, als er am Mühlsee ins Wasser sprang. Sie allein weiß, was genau dort passiert ist. Unheimliche Wesen haben ihn in eine andere Welt entführt! Aber Charlie kann Max in ihren Träumen sehen und sie ist überzeugt, sie muss nur seinen Spuren folgen, um ihn nach Hause zu holen. Und so folgt Charlie ihnen, selbst über die Grenzen dieser Welt hinaus – ins Schattenland ... Meine Meinung: Mein erster Gedanke war: "Stroud? Ja das wird bestimmt richtig lustig, spannend und mit diesem gewissen frechen pepp!" Nun ja...es war spannend! Und es hatte dieses gewisse etwas, aber es war kein Typischer Stroud! Und ich wundere mich im Nachhinein wirklich, warum ich mich an dieses Buch noch nie zuvor gewagt habe, denn immerhin ist es ja nun mit fast 10 Jahren schon etwas älter! Bei dem Cover muss ich zugeben, dass es mich im ersten Moment nicht wirklich angesprochen hat. Es ist recht trist und irgendwie farblich melancholisch gehalten. Der Klappentext war da schon eher meiner! Der Schreibstil ist Stroud-typisch leicht lesbar und wie immer wusste er den Bann der Geschichte und den roten Faden perfekt einzusetzen! Eine perfekt in Szene gerückte Kulisse ohne große Umschweifen. Ich habe an jedem Wort dieses Künstlers gehangen und war von Anfang an in der traurig schönen Geschichte von Charlie und Max gefangen. Eine Geschichte, die unter die Haut und tief ins Herz geht! Oft, hat mir die Luft gefehlt und doch war der Antrieb immer zugegen. Ich war ein Teil dieser Emotionalen Achterbahnfahrt rund um das Thema Freundschaft und tiefer Verbundenheit. Mein Fazit: Spannung, Herz und das gewisse etwas bis hin zum letzen Wort! Man sollte hier von Anfang an keinen typischen Stroud erwarten, bevor es auf den ersten Seiten direkt zu einem Missverständnis des Lesers kommt! Dennoch ein absolutes Muss für Fans seiner anderen Reihen, da er sich auf einer etwas anderen Art und weise doch treu geblieben ist! Ich habe es geliebt und würde es gerne noch einmal ein erstes Mal lesen :(

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Das Buch ist wirklich schwer zu beschreiben! Denn, wenn man den Klappentext liest, erwartet man ein Fatasybuch mit solchen Elementen, was halt nicht der Fall ist. Das Buch ist viel tiefgründiger, als erstmal angenommen. Ich würde auf jeden Fall sagen, dass es eher etwas für Jugendliche ist als für Kinder, zu schwere Kost sonst. Klar erscheint es auf den ersten Blick etwas für Kinder, aber ich weiß nicht, ob die damit so gut klar kommen würden. Es ist unerwartet tiefgründig, auch wenn Charlie noch bei weitem nicht erwachsen ist. Es geht halt vorwiegend um das Thema Verlust und Trauer. Manchmal ist es echt melancholisch und so ernst, dass ich mich selber frage, wie tiefgründig der Autor sein muss, um so etwas zu schreiben. Ich kenne ihn nur von den Lockwood Büchern und hatte so etwas gar nicht erwartet. Dort geht es halt um Geistern und Fantasy und hier ist es einfach so realistisch dargestellt. Ich muss sagen so etwas hatte ich dem Autor nicht zugetraut, aber dennoch hat er mich wieder voll in seinen Bann gezogen und obwohl ich was anderes erwartet hatte, hat mir das Buch echt gut gefallen. Auch die Charaktere waren, jeder auf seine Art, ob gut oder schlecht, echt real und aus dem Leben gegriffen. Verdiente 5/5 für einen typischen Stroud nur anders!

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Zunächst sollte ich erwähnen, dass ich ein riesengroßer Stroud-Fan bin. Ich habe die Bartimäus Reihe geliebt und den ersten Teil von Lockwood gelesen, doch dieses Buch ist komplett anders. Wer hier den üblichen Humor von Stroud erwartet, wird enttäuscht sein. Die gesamte Handlung über gab es eigentlich eher wenig zu lachen. Die Stimmung ist allgemein eher drückend und düster. Wird Charlie es schaffen, ihren besten Freund zurückzuholen, oder bleibt er für immer verschwunden? Ich persönlich war anfangs sehr erschrocken. So kannte ich Stroud gar nicht. Eine Geschichte über ein Mädchen, die den Tod ihres besten Freundes verarbeitet, ihn suchen und finden möchte. Sie folgt ihm ins Schattenland, von dem man bis zum Schluss nicht genau weiß, was es eigentlich ist. Handelt es sich um das Reich der Toten? Eine Traumwelt, oder ist es eine parallele Welt, die man einfach so besuchen kann? Und wenn ja, warum kommt Max nicht einfach zurück? Vor allem aber hat mich das Ende mit lauter Fragen dastehen lassen. Es ist definitiv ein Ende, das man so nicht erwartet. Jedoch hat mich dieses Ende nicht wirklich „befriedigt“. Leider hatte ich bei der Geschichte leichte Probleme so wirklich mit Charlie warm zu werden. Ich konnte mich eher mit ihrem Bruder identifizieren, der ihr helfen will, wissen will was los ist und dennoch nicht weiß wie. Vielleicht lag es auch daran, dass Charalie als Charakter eher oberflächlich blieb. Man erfährt wenig über sie selbst und wenn, dann immer in Verbindung mit Max, was diese Abhängigkeit von ihm zeigen soll, Charlie für mich aber nicht unbedingt greifbar macht. Dennoch stellt ihr Verhalten die Trauer und den Verlust des besten Freundes gut dar. Die Stimmung des Buches passt sich dem Inhalt an und man hat den Eindruck, selber um Max zu trauern, auch wenn man selbst nie mit Max befreundet war. Es zeigt, wie die Verarbeitung vom Verlust bis zum eigentlichen Wiedereinstieg ins Leben verlaufen kann und das, so finde ich, hat Stroud gut beschrieben. Ich glaube das ist auch der Grund, warum man sich eher mit dem Bruder, als mit Charlie identifiziert. Die Sichtwechsel von Charlie zu ihrem Bruder verdeutlichen die unterschiedlichen Gefühlsregungen nur zu gut und gerade weil Charlie so oberflächlich bleibt, kann man sich aus diesem Grunde vermutlich besonders gut mit ihrem Bruder vergleichen. Wie würde man selbst auf so etwas reagieren, wenn man eine Schwester hätte, von der man nicht wüsste, was sie gerade durchmacht? Jedoch habe ich bei dem spannenden Klappentext eine etwas andere Handlung erwartet. Die Idee mit dem Schattenland, der Suche nach dem besten Freund, dem abtauchen in fremde Welten und die Suche haben mir durchaus sehr gut gefallen. Allerdings habe ich von Stroud, ehrlich gesagt, etwas mehr Tiefgang erwartet. Etwas umfassenderes, umfassenderes. Zum Schreibstil kann ich nur sagen, dass es sich flüssig hat lesen lassen. Die Gefühle wurden gut rüber gebracht, allerdings kommt für mich der Spannungsbogen etwas zu spät. Zwischendurch gab es ebenfalls einige Spannungsmomente, die aber genauso schnell leider wieder abgefallen sind. Als Fazit kann ich nur sagen, dass mir die Grundidee als solche super gut gefallen hat, ich von Stroud jedoch anderes gewohnt bin. Vielleicht lag dies aber auch an der Vorstellung, dass Stroud für mich ein Fantasyautor ist und jetzt ein Buch geschrieben hat, in dem es überwiegend um den Verlust, die Trauer und den Tod im Jugendalter ging. Ich kann es nicht genau definieren. Dementsprechend gibt es von mir 3 von 5 Pfoten.

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Charlie und Max sind unzertrennliche beste Freunde. Das Schicksal scheint es aber nicht gut mit ihnen zu meinen, denn Max ist ertrunken. Ist es wirklich so, oder hat Charlie recht damit, dass er von unheimlichen Wesen einfach immer tiefer hinunter gezogen wurde?? In ihren Träumen kann Charlie Max nämlich sehen und beschließt darauf hin, ihn aus den Fängen der unheimlichen Wesen zu befreien ... Nachdem ich den Klappentext von "Die Spur ins Schattenland" gelesen hatte, habe ich eigentlich eine Fantasy-Geschichte erwartet. Dennoch muss ich sagen, dass dies meiner Meinung nach nicht der Fall ist, denn es ist eher ein Buch das sich um die Themen wie der Tod, oder die Trauer, sowie eines Traumas dreht. Träume spielen hier eine ganz große Rolle, genauso wie die eben genannten Themen. Ich war aber auch nicht enttäuscht das es keine Fantasy-Geschichte gewesen ist, auch wenn ich etwas anderes erwartet hatte ... Da dies das erste Buch für mich ist von Jonathan Stroud, muss ich sagen das es mir gut gefallen hat. Da ich ja eigentlich bisher nur Schreibstile von Autorinnen erleben konnte, war der von Jonathan Stroud auch mal etwas anderes. Die Geschichte ließ sich flüssig lesen, und ich konnte mir viel bildhaft vorstellen. Leider muss ich hier auch erwähnen, dass mir einige Szenen langatmig vorkamen, da die Gefühle der Protagonistin reichlich damit ausgefüllt wurden - das war mir ein bisschen zu viel, wenn man das so sagen kann. Jonathan Stroud hat seine Charaktere schön gestaltet, auch wenn ich mich mehr mit Charlie´s Bruder James anfreunden konnte. Er versucht immer wieder Charlie zu helfen, auch wenn er nicht genau weiß wie er es anstellen soll, weil er auch leidet unter dem Zustand in dem seine Schwester ist. Charlie - ja, mit ihr wurde ich zwar nicht ganz so warm, aber ihre Gefühlswelt wurde dennoch sehr deutlich beschrieben. Insgesamt gesehen ist "Die Spur ins Schattenland" ganz gut gewesen, wenn es auch für mich ein paar Schwächen hatte. Wer mit den Themen Tod, Trauer und Schmerz, sowie einem Trauma gut umgehen kann, für den ist es eine gefühlvolle Geschichte. Auch wenn ich etwas anderes erwartet habe, behalte ich den Autor bestimmt weiterhin im Auge ...

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Cover Das im hübschen eisblau gehaltene Cover spiegelt den Inhalt des Klappentextes sehr schön wider. Ein Mädchen im roten Kleid ist am Wasser und sammelt bzw. sucht etwas, über ihr Äste der Bäume, in denen Vögel sitzen. Besonders der obere Teil ist sehr prägnant im Buch vertreten. Am Anfang eines jeden Kapitels wird diese Grafik aufgegriffen und rahmt den Kapitelanfang ein. Was auf dem Cover noch recht freundlich wirkt, bekommt im Buch durch den schwarzen Druck ohne leuchtend blauen Hintergrund einen düsteren Charakter, was sich in meinem Fall auch auf die Lesestimmung und die Erwartung an das Buch ausgewirkt hat. Meinung Beim Anblick des Covers und des Klappentextes habe ich eine Fantasygeschichte erwartet, gespickt mit einer Portion Witz und dem Charme, den Stroud einfach versteht weiterzugeben. Ich habe zwischen diesen Buchdeckeln zwar nicht gefunden, was ich zu finden gehofft hatte, bin aber keineswegs enttäuscht darüber. Deutlich düsterer als ich es für ein Buch welches 11 jähriegen Kindern empfohlen wird erwartet hätte begleiten wir Charlie auf der Suche nach Max. Da sie ihren Freund in ihren Träumen sehen kann, versucht sie auch auf dieser Ebene mit ihm in Kontakt zu treten und ihn zurück nach Hause zu holen. Die Charaktere sind überzeugend, ihre Trauer und Verzweiflung fast greifbar und die Handlungen, besonders von Charlie sind nachvollziehbar und sehr emotional aufgearbeitet. Selbst ich musste an einigen Stellen die ein oder andere Träne verdrücken, obwohl ich der Altersempfehlung schon viele Jahre entwachsen bin. Ein Grund dafür war auf jeden Fall der starke Bezug zur Realität, der die ganze Geschichte wesentlich nahbarer macht als es das Thema auf Fantasyebene geschafft hätte Wie schon erwähnt dreht sich in „Die Spur ins Schattenland“ vieles um Trauer, Trauma und Tod. Und hier muss ich noch einmal auf das empfohlene Lesealter zurück kommen. Für ein Kind, das sich kürzlich mit solchen Themen auseinandersetzen musste könnte dieses Buch -auch aufgrund des starken Bezuges zur Realität- emotional zu viel sein. Um da auf Nummer sicher zu gehen würde ich persönlich ein Lesealter von 13 Jahren empfehlen. Wobei ich nicht ausschließen will, das es sicher auch Kinder mit 11 Jahren gibt, die diesem Buch gewachsen sind. Da Sterben und damit verbundene Themen nie nur eine einzelne Person betreffen sondern auch eine große Rolle im Leben der Familien der Trauernden spielen ist Stroud der Balance zwischen den Empfindungen von Charlie und ihrer Familie sehr gerecht geworden und beleuchtet so durch den stetigen Perspektivenwechsel zwischen Charlie und ihrem Bruder Jason sowohl die Gefühle des trauernden Mädchens als auch die des Bruders, der sich um seine Schwester sorgt, die sich immer mehr zu distanzieren scheint. Auch die Eltern handeln menschlich. Vielleicht nicht immer mit den richtigen Mitteln aber sehr authentisch, da sie nach jedem Strohhalm greifen um ihrer Tochter aus der Trauer zu helfen. Bei allem, was an „Die Spur ins Schattenland“ anders war als erwartet gibt es doch etwas, das sich wie erhofft finden lässt: Strouds grandiose Fähigkeit eine Geschichte aufzugreifen und sie emotional und packend zu erzählen. Wie schon bei anderen Büchern von Jonathan Stroud war der Schreibstil bildgewaltig und mitreißend. Wer vielleicht schon die Bartimäus-Reihe gelesen hat, weiß bestimmt, was ich meine. Fazit Zum Ende hin fehlen mir zwar ein paar Antworten, um die Geschichte wirklich zu einem perfekten Lesevergnügen zu machen und lässt man die Altersempfehlung und den erwarteten Fantasy-Charakter einmal außen vor hat der Autor hier ganze Arbeit geleistet. Daher kommt auch die Bewertung, die ich für „Die Spur ins Schattenland“ habe: Als Empfehlung für ein 11 jährieges Kind gebe ich 3 Sterne, da ich glaube viele Kinder sind noch nicht reif genug für eine solch emotionale Geschichte. Ab 13 würde ich solide 4 Sterne geben, da das Buch Trauer von verschiedenen Seiten beleuchtet und es gute Lesestunden bereitet.

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