Leserstimmen zu
Für immer tot

Bernhard Aichner

Die Max-Broll-Krimis (2)

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Taschenbuch: 240 Seiten Verlag: btb Verlag (9. Mai 2016) Sprache: Deutsch ISBN-13: 978-3442713677 Preis: 9,99€ auch als E-Book erhältlich Der Zweck heiligt die Mittel Inhalt: Ein lustiger Filmabend von Max Broll und seinem Freund Baroni – sie schauen einen Zombiefilm im Totengräberhäuschen – endet mit einem Schock. Auf der Kommode in Max’ Wohnung liegt plötzlich ein fremdes Handy. Die letzte der eingespeicherten Nummern führt zu Tilda, Max’ Stiefmutter und Polizistin. Sie berichtet, dass sie entführt und in einer Kiste begraben wurde. Und sie hat den Täter erkannt: Leopold Wagner, den sie vor 18 Jahren des Mordes überführt hat. Doch Wagner hat ein wasserdichtes Alibi. Er sitzt nämlich immer noch im Gefängnis. Doch Tilda ist sich sicher, und so kommt es, dass Max und Baroni sich Wagner vorknöpfen … Meine Meinung: „Für immer tot“ ist der 2. Band der Max-Broll-Reihe. Man muss den ersten nicht kennen, die Fälle sind in sich abgeschlossen, und die Hintergründe der Charaktere ergeben sich nebenbei. Bernhard Aichners Schreibstil ist allerdings gewöhnungsbedürftig. Kurze, knappe Sätze, Halbsätze, Satzfragmente, einzelne Wörter, Wiederholungen. Wörtliche Rede ohne Anführungszeichen, nur durch Bindestriche am Anfang der Zeile markiert. Ich kann verstehen, dass nicht jeder damit klarkommt. Wer sich unsicher ist, ob das etwas für ihn ist, sollte einen Blick in die Leseprobe werfen. Ich persönlich finde Aichners Schreibstil einfach genial. Er drückt dieses Gefühl des Gehetztseins, des Getriebenen perfekt aus. Man kann dadurch sehr schön nachvollziehen, wie Max sich in seiner Machtlosigkeit fühlt, wie er versucht, das Richtige zu tun und doch auch mal das Falsche dabei herauskommt. Wie ihn die Wut packt, die Hoffnung, die Verzweiflung, die Liebe. Wie sich die Gedanken in seinem Kopf überschlagen oder auch mal auf der Stelle treiben. Hier ist kein Wort zu viel, jedes ist wohlplatziert. Und es ist einfach toll, mal etwas anderes zu lesen, nicht immer dieselben Formulierungen, wie andere Autoren sie ständig benutzen. Ab und zu ist auch eine Prise Humor eingestreut. Das liebe ich auch bei Krimis. Genauso eigenwillig wie Bernhard Aichners Schreibstil ist auch sein Protagonist Max. Max, der abgebrochene Journalistik-Student und jetzige Totengräber in dem kleinen österreichischen Dorf. Max, der sich einen Dreck darum schert, was andere über ihn denken. Max, der seine Stiefmutter über alles liebt (und sie ihn). Max, der tut, was er will und was er für richtig hält. Auch wenn er es später bereut. Auch sein Freund Baroni, der ehemalige Fußballstar, ist alles andere als ein mittelmäßiger Charakter, ebenso wenig wie Hanni, Max’ Freundin. Schnell erhält man ein detailliertes Bild der beteiligten Personen. Ihre Handlungen sind logisch, wenn auch nicht immer legal. Aber der Zweck heiligt die Mittel, wenn es um das Leben einer geliebten Person geht. In puncto Spannung kann dieser Krimi es mit manchem Thriller aufnehmen. Die Handlung ist dermaßen rasant, dass man beim Lesen schon mal das Luft holen vergessen kann. Das Gebiet, in dem Tilda vergraben sein könnte, ist groß, zu groß, um es auf gut Glück zu durchsuchen. Wie lange kann sie aushalten, ohne Wasser, ohne Nahrung? Der Täter spielt ein perfides Spiel mit Max und Tilda. Durch etliche überraschende Wendungen in der Handlung wird die Spannung kontinuierlich hoch gehalten. Fazit: Wer sich gerne auf Neues, Ungewöhnliches einlässt und auch mal abseits der eingefahrenen Gleise lesen will, ist mit diesem spannenden Krimi bestens bedient. Gegenüber dem 1. Band der Reihe ist er noch spannender und irgendwie runder. Die Reihe: 1. Die Schöne und der Tod 2. Für immer tot 3. Leichenspiele 4. Interview mit einem Mörder ★★★★★ Der Verlag btb hat mir über das Bloggerportal freundlicherweise ein Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Dafür ganz herzlichen Dank!

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In Max Leben ist Ruhe eingekehrt und er fühlt sich wie angekommen. Er ist fest mit seiner Hanni glücklich und genießt seinen Männerabend mit seinem besten Freund Baroni. Beide trinken Wein und amüsieren sich über den Horrorfilm, der über die Leinwand flimmert. Beim herumalbern und gegenseitig aufziehen bemerken sie ein unbekanntes Handy, und weil der Abend spaßig ist, probieren sie die eingespeicherten Nummern aus und plötzlich steht die Welt Kopf. Bei der letzten Wahl erreicht er Tilda, seine Stiefmutter und diese, sitzt in einer Kiste vergraben irgendwo fest und hat nur dieses Handy als Kontakt zu der Außenwelt. Max will helfen, aber wie? Die Zeit rennt und das Unausweichliche kommt immer mehr auf ihn zu, aber aufgeben gibt es nicht. Soll er es selbst in die Hand nehmen? Wird er sie finden können? Und wird er es in der Zeit schaffen? Max Broll die Zweite und was für ein zweiter Teil, ich fand diesen sogar noch besser als den Ersten und habe es an einem Stück verschlungen. Absolut spannend, rasant und lässt einen nicht los. Ein typischer Bernhard Aichner und ich liebe einfach diese Art von Geschichten. Max Broll hat also zu sich selbst gefunden, seine Jugendliebe und sein Leben in Wien für immer begraben und fühlt sich im Jetzt und Hier gefestigt und angekommen. Er hat alles, was er sich wünscht, eine Familie mit Tilda, seiner Stiefmutter, eine wunderbare Beziehung mit seiner Hanni und die beste Männerfreundschaft mit Baroni, den Ex-Profifußballer. Er macht seinen Job als Totengräber gern, liebt die Ruhe und genießt gern ein Bad in der Sauna zum Leidwesen des ansässigen Geistlichen. Sprich es geht ihn gut, nach der dramatischen Zeit aus dem ersten Band und jetzt nimmt ihn jemand Tilda weg. Max bricht förmlich zusammen, diese Frau hat ihn sein ganzes Leben lang beschützt, ihn gehalten und war immer für ihn da. Die beiden haben schwere Zeiten hinter sich und das hat sie umso mehr zusammengeschweißt. Tilda ist mehr für Max, als nur die Frau seines Vaters, sie hat die Rolle der Mutter und guten Freundin eingenommen. Wenn man sie Max wegnimmt, hat er keine Familie mehr. Also dreht unser Held durch und nimmt es wieder Mal selbst in die Hand. Bernhard Aichner hat es wieder geschafft und mich an die Seiten gefesselt, man kann diese Geschichte einfach nicht loslassen und muss weiterlesen. Diesmal hat er sich Tilda als Opfer vorgeknöpft, sie ist Kommissarin und hat schon viele Fälle ermittelt und gelöst, aber jetzt holt sie die Vergangenheit ein. Aus den ersten Teil erfahren wir noch nicht so viel über Tilda, außer das sie Max gern mal rückt und doch mit einem Augenzwinkern dabei anlächelt. Sie ist eine starke Persönlichkeit und weiß, wie sie mit ihrer Umwelt umgehen muss und auch für sie, ist Max die einzige Familie, die sie hat. So schreibt Bernhard Aichner die Verzweiflung von den beiden nieder, lässt uns beim Lesen selbst in rasender Unruhe die Seiten umschlagen und den Puls schneller beschleunigen, man verspürt regelrecht den Drang mit zu suchen und zu finden und genau das, macht die Bücher so einzigartig. Man ist einfach in dem Buch mittendrin, leidet, lacht, verzweifelt und ermittelt mit. Außerdem liebe ich ja seine Dialoge, bissig, spritzig und extrem ausdrucksstark. Er spielt hier wieder ganz klasse mit unseren Gefühlen und vermischt das Zusammenspiel von ausgelassener Heiterkeit, mit dramatischen Wendungen perfekt miteinander. Wir lachen über die zwei Männer, die es nicht lassen können, sich gegenseitig aufs Korn zunehmen und erschauern im nächsten Moment, über die Bösartigkeit der Menschen. Denn nicht nur Tilda kämpft um ihr Überleben, nein, Max muss auch lernen, wie weit er für seine Lieben gehen würde und ob er danach damit leben kann. So locker Bernhard Aichners Bücher auch immer anfangen, so brenzlig an Menschlichkeit enden sie. Großartige Unterhaltung, und ich lese dann Mal weiter mit dem dritten Band.

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Buchinfo Für immer tot - Bernhard Aichner Taschenbuch - 240 Seiten - ISBN-13: 978-3442713677 Verlag: btb Verlag - Erschienen: 9. Mai 2016 - EUR 9,99 Kurzbeschreibung Um sie herum ist alles dunkel. Sie hat keine Ahnung, wo sie sich befindet. Neben ihr nur zwei Flaschen Saft und ein Handy – ihre einzige Verbindung zur Außenwelt, zur Polizei und zu ihrem Stiefsohn, dem Totengräber Max Broll. Ihre letzte Erinnerung: Ein Mann ist in ihre Wohnung eingedrungen, hat sie überwältigt, in eine Kiste gepfercht und irgendwo im Wald vergraben. Und sie erinnert sich auch, wer der Mann war: Leopold Wagner, der „Kindermacher“. Das Problem ist nur: Wagner kann es nicht gewesen sein, denn er sitzt seit achtzehn Jahren hinter Gittern. Bewertung „Für immer“ ist der zweite Teil der Max-Broll-Reihe von Bernhard Aichner. Auch diesmal überzeugt der Autor durch seinen Schreibstil der anderen Art, was mich schon im ersten Teil beeindruckt hat. Es ist rasant und spannend und ich bin nur so durch die Seiten geflogen. Durch überraschende Wendungen reißt die Spannung auch bis zum Ende nicht ab und lässt einen fleißig miträtseln. Natürlich sind auch wieder die sympathischen Charaktere des Vorgängers vertreten, von denen man viel Neues erfährt. Bernhard Aichner gelingt es auch diesmal sie so detailliert darzustellen, dass man sich gut in ihr Denken und Handeln hineinversetzen kann. Und zu meiner Freude, ist auch diesmal der Schwarze Humor des Autoren wieder gut mit in die Geschichte eingebracht worden. Fazit: Spannung, Witz, noch mehr Spannung, tolle Charaktere und noch mehr Spannung :) In einem Wort: „Genial!“

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„Für immer tot“ Tilda, die Stiefmutter von Max Broll, wird entführt und an einem unbekannten Ort lebendig begraben. Der einzige Kontakt zur Aussenwelt, ist ein Mobil-Telefon, welches zu Tilda gelegt wurde und dessen Pendant, vom Entführer in Max Broll’s Wohnung platziert wurde. Tilda glaubt, Leopold Wagner als Entführer erkannt zu haben. Diesen hatte Tilda Jahre zuvor hinter Gitter gebracht und vermutet einen Racheakt. Doch Paul, Tilda’s Kollege bei der Polizei, berichtet das Leopold Wagner noch einsitzt, und es unmöglich gewesen sein könnte. Da die Ortung des Handys von Tilda, ein sehr grosses Gebiet umfasst, entschliesst sich Max mit seinem besten Freund Baroni, zu dem Gefängnis in dem Leopold Wagner einsitzt, zu fahren, um Tilda’s und Pauls Aussagen zu prüfen. Denn er glaubt Tilda, im Gegensatz zur Polizei. Da Tilda berichtet das sie nur wenig zu trinken hat, und keine Nahrung, läuft die Zeit ab, um sie noch lebend zu finden. Max und Baroni ist fast jedes Mittel recht, sie müssen an Ihre Grenzen gehen, doch das hat auch Konsequenzen. Es geht um das Leben und den Tod, nicht nur von Tilda. Dieser zweite Teil der Max Broll Reihe ist eine grandiose Steigerung, zu dem klasse Start der Reihe. Zu dem Schreibstil muss ich, da sich Bernhard Aichner hier treu bleibt, wohl nichts mehr schreiben. Ich mag diese einzigartige Schreibe. Was ich für fast unmöglich gehalten habe, ist die enorme Wucht von Spannung, die in diesem Buch auf mich zukam. Als Krimi kann man es nicht bezeichnen, es ist ein hochgradiger Psycho-Thriller. Eine spannende Szene nach der anderen, Ereignisse überschlagen sich. Bedeutet, die rasante Story, plus dem Schreibstil von Bernhard Aichner, machen diesen Psycho-Thriller zu einem Formel 1 Buch, Vollgas am Limit. Das Wort Langeweile, ist hier in dieser Welt nicht vorgesehen. Die Geschichte zog mich in Ihrem Bann, ich fühlte alles mit, als hätte ich Max begleitet, nicht als Leser sondern als Protagonist. Und das alles, obwohl ich, als ich zu Beginn las worum es gehen wird, sehr skeptisch war. Denn ich habe schon einige Crime Serien und einen Film, mit ähnlicher Szenerie gesehen, in denen ein Mensch lebendig begraben wurde, und gefunden werden musste. Die waren alle mittelmässig bis schlecht. Doch schon nach einigen Seiten, war ich sehr überrascht und begeistert, was Bernhard Aichner hier wieder hinbekommen hat, eben anders zu schreiben, einzigartig. Obwohl ich schon einige Bücher von ihm gelesen habe, ist das Erlebnis immer wieder neu. Dieses Buch ist spitze, der Hammer. Ich bin süchtig nach Max Broll und Baroni. Ich kann nur empfehlen, wenn man spannende Krimi’s und Thriller mit Tempo mag, diese Reihe unbedingt zu lesen. Bewertung: 5 Sterne+ und nicht weniger, denn dieses Buch hat alles, was mir Spaß macht, plus den Überraschungsfaktor! LG Euer Weltenwandler

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