Leserstimmen zu
Star Wars™ - Episode I - Die dunkle Bedrohung

Terry Brooks

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Inhalt: Der achtjähtige Anakin Skywalker fristet sein Dasein als verarmter Sklave auf dem Wüstenplaneten Tatooine. Er und seine Mutter gehören dem Schrott-/Ersatzteilehändler Watto, der nicht nur geizig, sondern auch Glücksspielaffin ist und den jungen Anakin somit ein ums andere Mal als Fahrer des gefährlichsten Sport Tatooins antreten lässt: Pod-Racer-Rennen. Dort sitzen die Fahrer in kleinen Kabinen, die hinter zwei riesige Triebwerke gespannt wurde und rasen mit mehr als 500 km/h durch die trostlose Wüste. Das Anakin in diesem lebensmüden Sport, das einzige Wesen mit weniger als vier Armen ist und fast unmenschliche Reflexe besitzen muss, um das Vehikel zu bedienen, bemerkt dabei vorerst niemand. Viele Lichtjahre von Tatooine entfernt spitzt sich die Situation auf dem kleinen, friedlebenden Planeten Naboo merklich zu. Dieser wird von der Handelsförderation besetzt, die mit ihrer Droidenarmee versucht den Planeten zu kontrollieren. Der Jedi-Ritter Qui-Gon Jinn und sein Padawan (Lehrling) Obi-Wan Kenobi versuchen die verhärteten Fronten zu klären und eine friedliche Einigung zu erzielen. Dabei geraten die beiden in einen Hinterhalt der Droidenarmee und müssen sich tiefer in den Planeten zurückziehen. Auf der Flucht begegnen die beiden Jar-Jar Binks, einem Mitglied des anderen großen Volkes Naboos, den Gungans. Diese leben tief unter dem Wasser eines großen Sees, verborgen vor fremden Blicken in einer großen Kolonie. Zusammen mit Jar-Jar schaffen es Qui-Gon und Obi-Wan Amidalla, die Königin Naboos vor der Droidenarmee zu retten und mit ihr zu fliehen. Sie wollen nach Coruscant, der Hauptstadt der galaktischen Republik, um das kriegerische Verhalten der Handelsförderation zu melden und das Embargo schnellstmöglich zu beenden. Auf der Flucht wird ihr Schiff beschädigt und sie müssen auf Tatooine notladen. Dort dauert es nicht lange, bis sie Anakin begegnen, der sich sofort anbietet den Neuankömmlingen mit seinen besonderen Fähigkeiten zu helfen. Diese blieben auch Qui-Gon Jinn nicht lange verborgen. Damit beginnt eine fantastische und gefährliche Reise.... Meinung: Das Buch beginnt gewohnt spannend und verschwendet wenig Zeit damit dem Leser die Welt wirklich näher zu bringen. Das es sich bei diesem Roman primär um ein Abenteuerbuch handelt ist das nicht weiter störend, jedoch könnte ein unerfahrener Leser oder Erstkonsument des Star Wars-Imperiums zu Anfang durch die neuen Begrifflichkeiten und Namen verwirrt werden. Im weiteren Verlauf des Buches gibt es weitaus mehr Erklärungen zur Welt und den Zusammenhängen, so dass sich dabei aber niemand vernachlässigt fühlen muss. Die Geschichte bleibt durchgehend spannend und präsent; der Erzählstil ist stets flüssig und gerät selten ins Stocken, wobei vor allem in der Hälfte meiner Meinung nach zu viel Zeit auf Unwichtiges verschwendet wurde. Dabei stechen vor allem die politischen Verzweigungen und Intrigen negativ heraus; sie wirken gewollt und sind in diesem Umfang schlicht unnötig. Außerdem weist die Geschichte eklatante Ungereimtheiten auf, die sogar jedem Erstleser auffallen werden. Das liegt aber nicht primär am Autor oder dem Buch, sondern eher an dem zu Grunde liegenden Film, bzw. der Geschichte. Der prägnante Abenteuerstil, der dem Buch aus jeder Seite tropft ergänzt die Erzählung gegenüber dem Film jedoch um eine kreative und charmante Note, die visuelle gar nicht umzusetzen ist, aber literarisch wunderbar funktioniert und den Leser förmlich mit hineinzieht. Sprachstilistisch hat Terry Brooks das Ganze wunderbar umgesetzt. Die Welt wirkt organisch, lebendig und in gewissen Maßen realistisch. Die Szenerien werden dem Leser kurz aber prägnant beschrieben, was dem Lesefluss zu Gute kommt und ein rundum abgestimmtes Erlebnis liefert. Ohne dabei die gewohnten Pfade zu verlassen hat es der Autor geschafft die bekannte visuelle Welt in seinem Buch einzugliedern und den Epos, literarisch aufgewertet aufleben zu lassen. Unter Hilfestellung des allwissenden Erzählers kann der Leser die Beweggründe, Ziele und Wünsche der verschiedenen Charaktere gut nachvollziehen und es ergibt sich schnell eine Bindung, die sich im Verlauf immer mehr festigt. Vor allem der kleine Anakin Skywalker mit seiner kecken Art und motivierenden Hoffnung wird den Meisten wohl schnell ans Herz wachsen. Terry Brooks hat hier ganze Arbeit geleistet und schafft es den Charakteren Leben einzuhauchen. Fazit: "STAR WARS - EPISODE 1 - Die dunkle Bedrohung" von Terry Brooks ist ein temporeiches Abenteuer mit charmanten Charakteren, wunderschönen Szenerien und einer leicht schwächelnden Story. Sowohl für Fans, als auch für Nicht-Fans ist das Buch durchaus einen Blick wert.

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3,5 Sterne Als begeisteter Star Wars Fan seit meiner frühesten Kindheit konnte ich natürlich nicht einfach daran vorbei gehen, als ich sah, dass die Bücher zu den Filmen im schicken neuen Design neu aufgelegt wurden. Ich hatte noch nie einen Roman der direkt nach einem Film geschrieben wurde gelesen, wollte das aber gerne mal ausprobieren - und schwupps war “Star Wars, Episode I: Die dunkle Bedrohung“ als Rezensionsexemplar angefragt. Mein erster Eindruck zu dem Buch war erst einmal positive Überraschung. Ich habe schon ein paar Star Wars Merchandising-Bücher gelesen, und obwohl ich immer Spaß daran hatte war es mehr der “Star Wars”-Aspekt, der mich das Buch mögen ließ, als dessen tatsächliche literarische Qualität. Der Beginn dieses Buches ist in dieser Hinsicht sehr vielversprechend, vor allem vom Schreibstil war ich angenehm beeindruckt. Ich fand es auch immer spannend, wann immer eine Szene beschrieben wurde, die so nicht im Film war - leider kommt das in der zweiten Hälfte des Buches fast gar nicht mehr vor. Ab dann ist das Buch tatsächlich nur noch eine reine Nacherzählung des Filmes, welchen ich inzwischen natürlich in- und auswendig kenne, sodass mir sogar aufgefallen ist, wenn die Wortwahl eines Charakters nicht hundertprozenig korrekt war. Das nimmt dem Buch natürlich einiges an Spannung und ich hätte es wirklich schön gefunden, wenn auch in der zweiten Hälfte ab und zu noch ein paar kleine Szenen vorgekommen wären, die so nicht im Film waren. Aber gut, es ist ja schließlich auch die Aufgabe eines “Romans zum Film”, diesen Film möglichst originalgetreu wiederzugeben. Auch hier gab es allerdings ein, zwei Dinge, die mich ein wenig gestört haben. Zum Beispiel werden hier bereits romantische Gefühle zwischen Anakin und Padmè angedeutet, die im Film zu diesem Zeitpunkt einfach noch nicht existieren. Wie auch? Padmè ist mehr mit der Rettung ihres Planeten beschäftigt als mit irgendeinem dahergelaufenen Sklavenjungen, egal wie nett er sein mag, und Anakin ist zu diesem Zeitpunkt erst neun Jahre alt. Gerede darüber, dass man später mal heiraten wird ist da komplett fehl am Platz, das Ganze wirkte so einfach nur lächerlich erzwungen. Davon mal abgesehen war auch die Überzetzung des Buches ins deutsche an manchen Stellen eher mangelhaft, vor allem was eigentlich feststehende Begriffe aus dem Star Wars Universum angeht. Warum aus Podrennen plötzlich Kapselrennen wurden oder warum Droidekas auf einmal Zerstörer-Droiden heißen ist mir immer noch nicht ganz klar. Hier hat sich mir die Frage gestellt, ob die Übersetzerin überhaupt jemals einen Star Wars Film gesehen hat. Alles in Allem war “Star Wars, Episode I: Die dunkle Bedrohung“ ein unterhaltsames, kurzweiliges Buch, mehr aber auch nicht. Für ein Merchandising-Buch ganz gut, allerdings doch mit deutlichen Schwächen, seien diese nun dem Autor oder der Übersetzerin geschuldet. Die Bewertung fällt mir deshalb sehr schwer - vier Sterne sind eigentlich zu viel, drei fast zu wenig, die Wahrheit liegt wohl irgendwo dazwischen. Empfehlen würde ich das Buch entweder absoluten Star Wars Fans, die - wie ich - einfach nie genug davon kriegen können, oder jüngeren Lesern, denen etwaige Schwächen des Buches eventuell noch nicht so auffallen und die deshalb einfach nur Spaß daran haben werden. Ich habe “Star Wars, Episode I: Die dunkle Bedrohung“ als kostenloses Rezensionsexemplar erhalten - vielen Dank dafür an den Verlag!

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