Leserstimmen zu
Tausend Meilen über das Meer

Annabel Wahba

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Der Einstieg in dem Buch beginnt damit, dass man erfährt, wieso die Familie Deeb die Flucht angetreten ist. War es in ihrer Heimat Homs lange ruhig, ist der Bürgerkrieg in Syrien doch auch dort angekommen. Viele von Karims Freunden und Bekannten sind gestorben oder längst geflohen. Die Familie Deeb wollte an Besserung glauben, doch als es eher nur schlimmer wird, fliehen sie nach Ägypten. Warum sie von dort aus, nur der Sohn und Onkel auf den Weg machen, all dies wird beschrieben und liest man dann über die Strapazen der Flucht, wird einen selbst klar, dass nur jemand mit körperlicher Stärke eine Chance hat. Karim erzählt aus der Gegenwart, er ist längst in Konstanz geht zur Schule und wohnt bei seinem Onkel, die Szenen der Flucht blitzen wie Flashbacks auf. Das Buch ist ein Gemisch aus Gegenwart und Vergangenheit. Es schwebt eine Schwere über den Worten, obwohl Karim Leichtigkeit aufzeigen möchte, allerdings wird dem Leser deutlich vor Augen geführt, was die Flucht aus der Heimat wirklich bedeutet, was es heißt, in einem neuen Land anzukommen, wenn das eigene von Krieg zerfressen ist, doch er scheint gut hier anzukommen. In der Schule ist er zwar nicht sonderlich beliebt, aber als Außenseiter kann man ihn auch nicht bezeichnen. Er ist irgendwo dazwischen und scheint damit ganz froh zu sein, hat er doch genug Gedanken, die er erst einmal ordnen muss, muss er erst einmal mit der Trennung seiner Eltern klar kommen. Vom Schulalltag an sich bekommt man gar nicht so viel mit, als es dann zu den Mobbingvorfall kommt, überlegte ich mir schon, ob daran nicht etwas wahres ist. Warum auch nicht, so abwegig war der Vorfall nicht und doch stellt man sich selbst die Frage, ob man nicht jetzt doch an Vorurteilen festhält. Gefangen in diesem Dilemma, ließ ich mich einfach von der Geschichte führen. Karims Flucht und die Ankunft in Deutschland gleicht einer Musterintegration. Er ist verständnisvoll für die neue Kultur, passt sich den Gewohnheiten an und urteilt nicht – passend für ein Jugendbuch, um jedoch etwas Realität in die Geschichte zu bringen, hätte man allerdings durchaus von Ankunftsschwierigkeiten schreiben können, damit es eben zeigt, das Ankommen nicht so einfach ist. Kein Kritikpunkt, er ein kleiner Wunsch, der für mich die Geschichte vervollständigt hätte. Ein wirklich Kritikpunkt bleibt für mich aber zum Schluss: das Buch bleibt leider nicht in Erinnerung, die Geschichte ist für mich nach dem Lesen viel zu schnell verblasst.

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Tausend Meilen über das Meer erzählt die Geschichte eines syrischen Jungens, von seiner Flucht und seinem neuen Lebens hier in Deutschland. Ich bin der Meinung, dass es unglaublich wichtig ist, dass solche Geschichten geschrieben, veröffentlicht und gelesen werden. Dies ist keines Falls ein Sachbuch. Auf dem Cover steht dass es die Geschichte von Karim Deeb erzählt, welche von Annabel Wahba aufgeschrieben wurde. Im Nachwort habe ich erfahren, dass der Name des Jungens geändert wurde um ihn und alle Angehörigen zu schützen und dass einiges an der Geschichte fiktionalisiert wurde. An sich sind es aber hauptsächlich die wahren Erfahrungen eines syrischen Jungens, gerade die Teile des Buchs, die von seiner Flucht erzählen. Tausend Meilen über das Meer ist ein Jugendbuch. Es beginnt damit, dass Karim normal zur Schule geht. Es erzählt von seinen neuen Freunden und von denen, mit denen er nicht so gut auskommt in seiner neuen Heimat. Die konkrete Geschichte ist, dass eine Mitschülerin Karim zu Unrecht beschuldigt, er hätte Nacktbilder von ihr gemacht und veröffentlicht. Es geht darum wie er selbst und sein Umfeld - vor allem sein Onkel, ein sehr konservativer Mann und Karims einziger Verwandter in Deutschland und seine Lehrerin, die sich immer für ihn einsetzt - damit umgehen. Allerdings wird währenddessen immer wieder in Rückblicken von seinem früherem Leben erzählt - von einer glücklichen Kindheit, einer schrecklichen Kriegszeit und einer absolut unvorstellbaren Flucht. Es sind Verhältnisse, die man sich kaum vorstellen kann. Die Flüchtlingskrise ist in aller Munde und ich finde es wichtig, dass man Bescheid weiß bevor man darüber urteilt und sich seine eigene Meinung bilden kann. Ich finde es wichtig Geschichten zu hören, zuzuhören, wenn jemand, auf welche Weise auch immer, seine Geschichte erzählt. Karims Geschichte hat mich berührt. Ein fünfzehnjähriger Junge, der seine Eltern und Schwester zurücklässt und sein Leben riskiert für eine bessere Zukunft, dafür, dass er endlich wieder in die Schule gehen kann. Ein Junge, der in seiner Heimat immer und überall in Lebensgefahr wäre und deshalb so viel mitmachen muss. Es wird alles erzählt. Wie schlimm man behandelt wird in Syrien, wenn man die Diktatur nicht unterstützt hat oder zur falschen Konfession gehört. Wie schwer es ist, überhaupt aus einer Stadt hinauszukommen, wenn diese von feindlichen Truppen besetzt ist. Wie schnell man verhaftet werden kann, ohne jeglichen Grund. Man braucht meist unglaublich viel Geld um zu flüchten. Transporter, Schlepper, sie alle nehmen umgerechnet Tausende von Euro und letztendlich können sie dich trotzdem verraten. Dich wie Tiere auf engstem Raum einsperren, dir keine Essen oder Trinken für viele Tage und Nächte geben. Wenn du Pech hast, ist es ihnen egal, dass Schwangere oder Babys dabei sind. Sie beschimpfen dich als "Hund" und treten deine Würde mit Füßen. Es kann sein, dass sie dich verhaften lassen oder auf einer Sandbank alleine zurücklassen, ohne wahre Hoffnung. All dies war mir zwar irgendwie bewusst, aber in einem Format wie diesem, die Geschichte eines Flüchtlings zu lesen und zu sehen, was diese Menschen, die hier Schutz suchen durchgemacht haben... Ich wünschte jede Person in Deutschland würde dieses Buch lesen. Ich denke es würde die Meinung vieler Menschen ändern und zu weniger Hass führen. Noch einmal zum Buch: Ich finde, dass es ein sehr gutes und wichtiges Buch war. Der Schreibstil war hauptsächlich sehr einfach gehalten aber es war etwas, dass sich trotz der krassen Thematik gut und schnell lesen ließ. Das Einzige, was mir nicht so gut gefallen hat war, dass vieles wiederholt wurde. Es gab immer wieder verschiedene Rückblicke zu verschiedenen Momenten in Karims Vergangenheit aber manchmal kam es mir so vor als würden diese als komplett einzelne Geschichten erzählt, für Menschen, die den Rest des Buchs noch nicht gelesen haben und das war verwirrend. Man hat einige Informationen einfach wiederholt erfahren, so als wäre es das erste man - es wurde zum Beispiel immer wieder wiederholt, wo Karim lebt oder wer sein bester Freund war, obwohl man das zu dem Zeitpunkt schon wusste. Aber diese Kritikpunkte sind auf jeden Fall eher Kleinigkeiten über die man hinwegsehen kann. Alles in allem finde ich dass Tausend Meilen über das Meer ein sehr aufschlussreiches, gut geschriebenes und vor allem wichtiges Buch ist, dass jeder lesen sollte! Aufgrund meiner Kritik kann ich nur 4 Sterne vergeben aber ich möchte trotzdem nochmal eine ausdrückliche Empfehlung aussprechen!

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Tausend Meilen über das Meer erzählt die Geschichte eines syrischen Jungens, von seiner Flucht und seinem neuen Lebens hier in Deutschland. Ich bin der Meinung, dass es unglaublich wichtig ist, dass solche Geschichten geschrieben, veröffentlicht und gelesen werden. Dies ist keines Falls ein Sachbuch. Auf dem Cover steht dass es die Geschichte von Karim Deeb erzählt, welche von Annabel Wahba aufgeschrieben wurde. Im Nachwort habe ich erfahren, dass der Name des Jungens geändert wurde um ihn und alle Angehörigen zu schützen und dass einiges an der Geschichte fiktionalisiert wurde. An sich sind es aber hauptsächlich die wahren Erfahrungen eines syrischen Jungens, gerade die Teile des Buchs, die von seiner Flucht erzählen. Tausend Meilen über das Meer ist ein Jugendbuch. Es beginnt damit, dass Karim normal zur Schule geht. Es erzählt von seinen neuen Freunden und von denen, mit denen er nicht so gut auskommt in seiner neuen Heimat. Die konkrete Geschichte ist, dass eine Mitschülerin Karim zu Unrecht beschuldigt, er hätte Nacktbilder von ihr gemacht und veröffentlicht. Es geht darum wie er selbst und sein Umfeld - vor allem sein Onkel, ein sehr konservativer Mann und Karims einziger Verwandter in Deutschland und seine Lehrerin, die sich immer für ihn einsetzt - damit umgehen. Allerdings wird währenddessen immer wieder in Rückblicken von seinem früherem Leben erzählt - von einer glücklichen Kindheit, einer schrecklichen Kriegszeit und einer absolut unvorstellbaren Flucht. Es sind Verhältnisse, die man sich kaum vorstellen kann. Die Flüchtlingskrise ist in aller Munde und ich finde es wichtig, dass man Bescheid weiß bevor man darüber urteilt und sich seine eigene Meinung bilden kann. Ich finde es wichtig Geschichten zu hören, zuzuhören, wenn jemand, auf welche Weise auch immer, seine Geschichte erzählt. Karims Geschichte hat mich berührt. Ein fünfzehnjähriger Junge, der seine Eltern und Schwester zurücklässt und sein Leben riskiert für eine bessere Zukunft, dafür, dass er endlich wieder in die Schule gehen kann. Ein Junge, der in seiner Heimat immer und überall in Lebensgefahr wäre und deshalb so viel mitmachen muss. Es wird alles erzählt. Wie schlimm man behandelt wird in Syrien, wenn man die Diktatur nicht unterstützt hat oder zur falschen Konfession gehört. Wie schwer es ist, überhaupt aus einer Stadt hinauszukommen, wenn diese von feindlichen Truppen besetzt ist. Wie schnell man verhaftet werden kann, ohne jeglichen Grund. Man braucht meist unglaublich viel Geld um zu flüchten. Transporter, Schlepper, sie alle nehmen umgerechnet Tausende von Euro und letztendlich können sie dich trotzdem verraten. Dich wie Tiere auf engstem Raum einsperren, dir keine Essen oder Trinken für viele Tage und Nächte geben. Wenn du Pech hast, ist es ihnen egal, dass Schwangere oder Babys dabei sind. Sie beschimpfen dich als "Hund" und treten deine Würde mit Füßen. Es kann sein, dass sie dich verhaften lassen oder auf einer Sandbank alleine zurücklassen, ohne wahre Hoffnung. All dies war mir zwar irgendwie bewusst, aber in einem Format wie diesem, die Geschichte eines Flüchtlings zu lesen und zu sehen, was diese Menschen, die hier Schutz suchen durchgemacht haben... Ich wünschte jede Person in Deutschland würde dieses Buch lesen. Ich denke es würde die Meinung vieler Menschen ändern und zu weniger Hass führen. Noch einmal zum Buch: Ich finde, dass es ein sehr gutes und wichtiges Buch war. Der Schreibstil war hauptsächlich sehr einfach gehalten aber es war etwas, dass sich trotz der krassen Thematik gut und schnell lesen ließ. Das Einzige, was mir nicht so gut gefallen hat war, dass vieles wiederholt wurde. Es gab immer wieder verschiedene Rückblicke zu verschiedenen Momenten in Karims Vergangenheit aber manchmal kam es mir so vor als würden diese als komplett einzelne Geschichten erzählt, für Menschen, die den Rest des Buchs noch nicht gelesen haben und das war verwirrend. Man hat einige Informationen einfach wiederholt erfahren, so als wäre es das erste man - es wurde zum Beispiel immer wieder wiederholt, wo Karim lebt oder wer sein bester Freund war, obwohl man das zu dem Zeitpunkt schon wusste. Aber diese Kritikpunkte sind auf jeden Fall eher Kleinigkeiten über die man hinwegsehen kann. Alles in allem finde ich dass Tausend Meilen über das Meer ein sehr aufschlussreiches, gut geschriebenes und vor allem wichtiges Buch ist, dass jeder lesen sollte! Aufgrund meiner Kritik kann ich nur 4 Sterne vergeben aber ich möchte trotzdem nochmal eine ausdrückliche Empfehlung aussprechen!

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