Leserstimmen zu
Der Ruf der Klingen

Brandon Sanderson

Die Sturmlicht-Chroniken (5)

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Die Sturmlicht Chroniken sind so großartig in ihrem Umfang, dass es schwer ist, sie zu rezensieren. Ich bin immer wieder erstaunt über die riesige Welt, die Sanderson mit so vielen Charakteren, Kulturen und Kreaturen geschaffen hat. Diese Reihe ist wirklich ein Kunstwerk. Oathbringer setzte die Saga mit einem fantastischen World-Building fort. Wir erforschten endlich andere Länder und Orte auf dem riesigen Kontinent Roshar. Die Vielfalt und Komplexität dieser verschiedenen Kulturen hat mich fasziniert. Wir bekamen sogar einen dringend benötigten Blick auf den schwer fassbaren Shadesmar. Viele Fragen werden in diesem Buch beantwortet, sehr zu meiner Zufriedenheit. „Der Ruf der Klingen“ bietet den bisher spannendsten Höhepunkt. Alles gipfelt in einer riesigen Schlacht, bei der viel auf dem Spiel steht und die zwischen den Charakteren in einem so atemberaubenden Tempo wechselt, dass der Leser die Spannung nicht mehr los wird. Die Charakterisierung in dieser Serie ist phänomenal. Sanderson ist wirklich begabt darin, dreidimensionale Charaktere mit realistischen Schwächen, Hoffnungen und Träumen zu schaffen. Durch die vielen Seiten und die Rückblicke auf die Charaktere lernt der Leser diese wirklich auf einer intimen Ebene kennen. Sanderson ist besonders talentiert darin, realistische psychische Probleme darzustellen. Er behandelt Depressionen, Traumata und Sucht auf eine Art und Weise, die sie nachvollziehbar macht, selbst wenn man nicht persönlich unter diesen Problemen gelitten hat. In „Der Ruf der Klingen“ fiel in Bezug auf das Tempo ab (im Gegensatz zum Rest der Reihe), das sich mit zu vielen Nebencharakteren verzettelt hat. Außerdem war die Romanze bestenfalls schmalzig. (In Anbetracht seiner Fähigkeiten mit den Emotionen der Charaktere ist dies ein Bereich, in dem Sanderson sich verbessern könnte). Schließlich gab es noch ein paar Handlungsstränge aus dem letzten Buch, die in diesem Buch nicht zufriedenstellend gelöst wurden. Ich fühle mich pingelig, wenn ich diese Beschwerden vorbringe, denn dies ist wirklich eine erstaunliche Serie, die ich jedem empfehlen würde. „Der Ruf der Klingen“ ist eine würdige Fortsetzung, die ein unvergessliches Abenteuer in dieser bemerkenswerten Welt fortsetzt.

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Zu allererst muss ich ein ganz großes Lob an den Heyne Verlag aussprechen für die wundervolle Gestaltung des Buches. Das Cover fügt sich perfekt in die Reihe ein und fängt die Welt von Roschar sehr gut ein. Auch im Inneren des Buches finden wir wieder etliche Zeichnungen und Karten die uns während des Lesens begegnen. Die wahre Schönheit bemerkt man aber schon sobald man das Buch aufschlägt den der Vorsatz präsentiert sich schon gleich mit 2 wunderschönen Bildern. Der Schutzumschlag hat es ebenfalls in sich denn auf der Rückseite ist die Karte von Roschar abgebildet die einem auch immer wieder hilft zu sehen wo genau wir uns befinden. Die Geschichte schließt genau dort an wo Stürme des Zorns geendet hat. Nachdem der Focus in Der Weg der Könige und Der Pfad der Winde auf Kaladin lag, in Worte des Lichts und Stürme des Zorns auf Schallan, liegt das Hauptaugenmerk in Ruf der Klingen und auch dem Folgeroman Splitter der Macht auf Dalinar. Wir lernen durch Rückblicke sehr viel über das bisheriges Leben des Splitterträgers und welche Entscheidungen ihn zu dem jetzigen Punkt in seinen Leben gebracht hat. Generell ist der fünfte Band der Reihe ein Roman der sehr viel Wert auf Charakterbildung legt. Dies betrifft nicht nur Dalinar sondern auch die beiden anderen Protagonisten Schallan und Kaladin. Man erfährt vieles aus dem persönliche Umfeld der Protagonisten. Kaladin besucht sein Heimatdorf und Schallan übt weiterhin mit Ihrer Macht des Sturmlichts umzugehen und erschafft sich dabei ein Alter Ego. Dadurch passiert leider nicht besonders viel was die Gesamtstory vorantreibt. Hier und da gibt es mal ein paar Highlights wie unerklärliche Mordfälle, das Auftauchen der ersten Ungemachten oder das Wiedersehen mit einer alten Bekannten. Aber im Großen und Ganzen ist Ruf der Klingen ein etwas ruhiger Roman der hinter den Vorgängern zurück bleibt. Mir hat das Buch trotzdem sehr gut gefallen. Ich mochte die Charakterentwicklungen und auch die Vorkommnisse auf der zerbrochenen Ebene sowie in Uritiru. Wir erfahren auch endlich etwas mehr über die Ehrenklingen und über den Orden der strahlenden Ritter. Desweiteren wird auch das geheimnisvolle Volk der Parschendi näher beleuchtet und einige Geheimnisse aufgedeckt. Durch Brandon Sandersons tollen Schreibstil wird man direkt wieder in die Welt von Roschar gesaugt und ärgert sich wenn man sie wieder verlassen muss. Ich versteh das es manchen Lesern zu wenig war was die Story angeht. Für mich war es aber so dass ich eine tolle Zeit mit Freunden verbracht habe und diese dadurch besser kennenlernen durfte. Das Ende des Buches weist auch schon darauf hin das sich der Fortsetzung Splitter der Macht wieder mehr auf die eigentlich Story konzentrieren wird. Insgesamt für mich bisher auch der schwächste Roman der Reihe wobei ich sagen muss das wir uns immer noch auf einem sehr hohen Niveau befinden. Immerhin hab ich das 960 Seiten umfassende Werk an einem Wochenende durchgelesen. Ich freu mich jeden Falls gleich mit Splitter der Macht beginnen zu können.

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Es ist so schade, dass manche Reihen bei der Übersetzung geteilt werden. So hört die Geschichte an einer Stelle auf, an der sie endlich Fahrt aufnimmt und zurück bleibt ein schales Gefühl. Natürlich werde ich mir auch den abschließenden Band holen, denn ich muss ja wissen, wie die Geschichte ausgeht. Aber von Anfang an… Es war schon länger her, dass ich die vorangegangen Teile der Sturmlicht-Chroniken gehört hatte. Grob hatte ich die Geschichte noch im Hinterkopf und darum dachte ich, ich versuche einfach mal, ob weiterhören funktioniert. Hat es. Die Namen und Personen waren mir gleich wieder gegenwärtig. Schwierig war da eher die zahlreichen Perspektiv-, Orts- und Zeitwechsel. Im gedruckten Buch hätte ich hin und wieder zurückblättern können, so habe ich einfach weitergehört und versucht, den Faden wiederzufinden. Meist gelang mir das auch. Und als ich endlich mittendrin war im Geschehen, von der Geschichte gefesselt, war dieser Teil leider zu Ende. Aber das hatten wir ja schon. Es ist spannend zu erleben, wie sich nun, da alles dem großen Finale entgegenstrebt, die Fronten verschieben und plötzlich gar nicht mehr so klar ist, wo die Linie zwischen „Gut und Böse“ verläuft. Ich bin wirklich sehr gespannt, wie Sanderson hier die Kurve kriegt und ein Ende findet, das stimmig ist. Detlef Bierstedt ist für mich inzwischen schon die Stimme von Brandon Sanderson. Natürlich hat er noch viel mehr Autoren seine Stimme geliehen, aber ich habe zuvor die Kinder des Nebels gehört und eben die komplette Sturmlicht-Chronik. Ich mag seine Stimme, seine Art zu lesen. Sein Stimmenumfang ist nicht so groß, wie der mancher anderer Hörbuchsprecher und das macht es gerade bei der Vielzahl der Personen manchmal schwer, der Geschichte zu folgen. Aber er fängt den Hörer immer wieder ein. Durch die Teilung der Geschichte leidet der Genuss leider sehr. Dennoch ist sie sowohl gut geschrieben als auch gut erzählt. Und da der Autor nichts für die Übersetzung kann, erhält das Hörbuch von mir knapp 4 Sterne. Ich bin nun sehr gespannt auf das Ende. Fazit: Abrupt unterbrochenes Hörvergnügen, das dem großen Finale entgegenstrebt.

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