Leserstimmen zu
Was das Herz nie vergisst

Kelly Rimmer

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Inhalt: „Meine liebste Tochter, ich hatte all die Jahre ein Geheimnis vor dir. Du bist adoptiert ...“ Als Sabina und ihr Mann Ted erfahren, dass sie ein Kind erwarten, empfinden sie nichts als Glück. Doch als Sabina ihren Eltern freudestrahlend davon erzählt, reagiert ihre Mutter sehr seltsam und zurückhaltend. Sabina ist wie vor den Kopf gestoßen, doch bald wird ihr klar, dass es eine Sache gibt, die ihre Eltern bisher verschwiegen haben: Sie ist adoptiert. Sabinas heile Welt bricht von einem Moment auf den anderen über ihr zusammen. Wie kann eine Mutter ihre eigene Tochter weggeben? Sie macht sich auf, ihre leibliche Mutter zu suchen, doch was sie entdeckt, erschüttert nicht nur ihr eigenes Leben ... Meine Meinung: Bei diesem schönen Buch muss ich unbedingt zuerst auf das Cover hinweisen. Ist das nicht hübsch? Ich hab mich direkt verliebt auch wenn es mit dem Inhalt des Buches recht wenig zu tun hat. Für mich war es das erste Buch der Autorin, war aber definitiv nicht das Letzte. Den Schreibstil empfand ich als sehr angenehm und flüssig. Generell hat mir auch das Setting, das im Klappentext grob dargestellt wird, sehr gut gefallen. Bereits nach den ersten Seiten war ich tief in die Geschichte eingetaucht und konnte das Buch wirklich nicht mehr aus der Hand legen. Innerhalb von 24 Stunden hatte ich es ausgelesen. Wie im Klappentext oben schon erwähnt geht es hier um das Thema der Adoption, genauer gesagt sogar um Zwangsadoption. Die Geschichte wird abwechselnd von der eigentlichen Protagonistin Sabina, ihrer leiblichen Mutter Lilly und ihrer Adoptivmutter Megan erzählt, teilweise in verschiedenen Zeitebenen. Jede der Frauen bekommt somit die Möglichkeit, dem Leser Ihren Teil der Geschichte zu erzählen. Dabei kommen so manche Dinge ans Licht, die mich wirklich fassungslos zurückließen. Die Autorin hat es geschafft, die Gedanken und Gefühle der einzelnen Personen authentisch auf Papier zu bringen. Einziger Kritikpunkt ist für mich das Ende, das meiner Meinung nach ein wenig zu glatt ist. Ich bin mir unsicher, ob es in der Realität genauso ablaufen könnte. Ich möchte deswegen allerdings keinen Stern abziehen, da mich die Geschichte einfach zu sehr berührt hat. Fazit: Dieser Roman ist wirklich emotional und hat mich tief bewegt. Ein oder zwei Mal musste ich mir sogar ein Tränchen verdrücken. Ich kann euch das Buch also wirklich empfehlen und vergebe 5 Sterne.

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Das Buch erzählt die tragische Geschichte von Sabina Piper, die im Alter von 38 Jahren ihr erstes Kind erwartet. Als sie und ihr Mann Ted Sabinas Eltern glücklich davon erzählen, reagieren diese sehr merkwürdig. Besonders Sabinas Mutter Megan reagiert nicht nur zurückhaltend sondern sogar erschrocken und ängstlich. Auf Sabinas großen Druck hin, geben die Eltern schließlich zu, dass Sabina adoptiert ist und sie keine eigenen Kinder bekommen konnten. Megan wurde zwar mehrfach schwanger, verlor die Kinder aber jedes Mal durch Fehlgeburten. Deshalb ist sie ängstlich, dass es Sabina nun genau so gehen könnte. Sabinas Vater zeigt sich sehr stur und will Sabina auf keinen Fall die Wahrheit erzählen. Sabina ist sehr enttäuscht und verletzt, dass sie so lange belogen wurde und selbst jetzt niemand bereit ist, ihr die ganze Wahrheit zu sagen. Erst nachdem sie den Eltern mit einem totalen Bruch droht, gibt ihre Mutter ihr heimlich den Namen der leiblichen Mutter und das korrekte Geburtsdatum. Sabina macht sich auf die Suche nach ihrer leiblichen Mutter und kommt einer tragischen Wahrheit auf die Spur. Die Autorin erzählt die Geschichte auf zwei Zeitebenen, die Gegenwart im Jahr 2012 und die Vergangenheit im Jahr 1973. In der Gegenwart erleben wir Sabinas Perspektive und im Jahr 1973 die ihrer leiblichen Mutter Lilly in Form von Briefen an ihre große Liebe James. In diesen Briefen erzählt sie von ihrer Situation in einem staatlichen Entbindungsheim. Später kommt dann noch die Perspektive von Megan im Jahr 1973 dazu. Für alle drei Protagonistinnen hat die Autorin die Ich-Form gewählt, was die Leser tief in die Gedanken und Emotionen der drei Frauen blicken lässt. Die Thematik der Zwangsadoptionen bei jungen, ledigen Frauen, die in Australien offenbar bis in die 1970er Jahre üblich war, hat die Autorin mit diesem Roman sehr einfühlsam verarbeitet. Mich hat es richtig wütend gemacht, wie damals mit den jungen Frauen umgegangen wurde. Anstatt die jungen Mütter zu unterstützen wurden ihnen die Kinder oft unmittelbar nach der Geburt weggenommen und die Mütter gezwungen, die Adoptionspapiere zu unterschreiben. Fassungslos war ich über das Verhalten von Sabinas Adoptiveltern, die auch jetzt nach 38 Jahren noch nicht die Wahrheit sagen wollen. Besonders der Adoptivvater zeigt sich da sehr uneinsichtig. Gefesselt habe ich Sabinas Suche nach ihrer leiblichen Mutter verfolgt und mich mit ihr gefreut, als die Suche zum Erfolg führt. Das Wiedersehen zwischen Mutter und Tochter habe ich genau so wie Sabina entgegen gefiebert und hatte Tränchen der Rührung in den Augen, als dieses erste Treffen nach so vielen Jahren endlich stattfindet. Sabina lernt ihre wahre Familie kennen und so wie diese große Familie sie mit offenen Armen und großen Glücksgefühlen aufnimmt, so habe auch ich beim Lesen dieses Glück spüren können. Doch damit ist Sabinas Geschichte noch längst nicht zu Ende erzählt. Denn Lilly und Sabina beginnen damit, die Vergangenheit aufzuarbeiten und auch Megans Gedanken und Motive zur damaligen Zeit werden noch deutlich. Ich war gespannt, wie sich die Situation für alle drei Frauen entwickeln würde und ob es am Ende zum Verstehen und Verzeihen kommt und auch Megans Adoptiveltern Bestandteil der neuen großen Familie werden können. Denn mit Sabinas Baby ist ja bereits die nächste Generation unterwegs. Das tragische Thema der Zwangsadoptionen wird in diesem Roman durch die drei wunderbar gezeichneten Protagonistinnen und drei verschiedene Sichtweisen sehr feinfühlig deutlich gemacht und an dieses Unrecht erinnert. Der lebendige Schreibstil und die vielen großen Emotionen haben mich begeistert und sehr bewegt. Dieser Roman ist ein ganz besonderes Leseerlebnis! Fazit: 5 von 5 Sternen

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Dies war der erste Roman, den ich von dieser Autorin gelesen habe, aber das Thema Adoption hat mich aufmerksam auf die Geschichte gemacht und ich bin noch immer sehr bewegt. Ich hatte die Richtung in die es hier geht so nicht erwartet und war erschüttert was damals passierte. Ich war geschockt, dass es so etwas wie Zwangsadoption gab. Der Aufbau der Geschichte mit den drei Erzählperspektiven hat mich in die Geschichte eintauchen lassen. Ich war gefesselt und sehr bewegt von den Schicksalen. Die Autorin hat mich mit ihren Worten gefesselt und sehr berührt. ich habe mit den Frauen mitgelitten, gebangt und gehofft dass alles doch noch ein gutes Ende nimmt. Eine bewegende Geschichte die mich sehr berührt hat. Von mir eine klare Leseempfehlung und 5/5 Sternen. Vielen Dank an Blanvalet und Random House für das bereitgestellte Rezensionsexemplar.

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MEINUNG Aus insgesamt drei Perspektiven nehmen wir eine tragische Geschichte wahr, die sich um das Thema der Zwangsadoptionen dreht. Mir gefällt es allgemein sehr, wenn auch Historisches in den Fokus rückt, was man vielleicht gar nicht so wahrnahm - hier sind es Entbindungsheime in Australien noch im späten 20. Jahrhundert. Ein Thema, von dem ich bis dato keine Ahnung hatte. Dennoch keine Angst, die Hauptgeschichte findet zu unserer heutigen Zeit statt. Schon auf der ersten Seite konnte es mich abholen. Sofort war man in der Situation, kam wunderbar zurecht und es war auch spannend. Und das hielt sich. In der Tat wollte ich gar nicht aufhören zu lesen, denn die Seiten verflogen geradezu. Sehr schön finde ich auch, dass die Autorin auf einen klischeehaften Spannungsbogen verzichtet und lieber einen eigenen, individuellen Verlauf zeichnet. Die Wendungen und Begegnungen gefielen mir sehr. Der Schreibstil ist äußerst angenehm. Klare Sprache und dennoch nicht kalt, sondern voller Leben. Auch die Protagonistin Sabina hat wesentlich dazu beigetragen. Ihre Entscheidungen habe ich zu jederzeit nachvollzogen. Sie ist ein ehrlicher und emotionaler Mensch und ich habe sie wahnsinnig gerne begleitet. Auch Ted, ihr Mann, sowie sämtliche anderen Figuren haben die Geschichte bereichert und einzigartig gemacht. Zum Ende hin hätte ich mir gerne noch etwas mehr Seiten gewünscht, aber dennoch finde ich das Ende gut gemacht. FAZIT Ein sehr bewegender, emotionaler Roman. Man leidet und fühlt mit den Protagonistinnen mit, der Schreibstil ist äußerst angenehm und ich hätte mir noch mehr Seiten gewünscht. Emotionales Highlight! - 5 von 5 Feenfaltern - Vielen Dank an den blanvalet Verlag für das Rezensionsexemplar! © Anna Salvatore's Bücherreich

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Den Roman "Was das Herz nie vergisst"schrieb die australische Autorin Kelly Rimmer, die deutsche Übersetzung von Astrid Finke erscheint 2018 im Blanvalet Verlag. "Meine liebste Tochter, ich hatte all die Jahre ein Geheimnis vor dir. Du bist adoptiert ..." Dies ist eine relativ tragische Geschichte über Sabina Piper, die ihren Eltern ihre Schwangerschaft mitteilt und statt der erfreuten Reaktion eine unerwartete Entdeckung über ihre eigene Herkunft machen muss. Der Roman thematisiert die Zwangsadoptionen in Australien und zeigt die Hintergründe im Fall von Sabina. Kelly Rimmer sorgt mit ihrer eingängigen, flüssigen Sprache und ihren gut gezeichneten Figuren für ein berührendes Leseerlebnis. Sie vermag es, mit ihrer unglaublich fesselnden Handlung einen Fall von Zwangsadoption aufzurollen, dem man einfach nur folgen kann. Zu gespannt ist man auf die Gründe, die Chancen des Wiederfindens zwischen leiblicher Mutter und Tochter und die Beziehungen zu den Adoptiveltern nach der Entdeckung dieser lange Jahre geheim gehaltenen wahren Herkunft. Was hat die Eltern zu dieser Lüge der eigenen Elternschaft bewegt? Der Roman zeigt die Gründe unjd Gefühle der Eltern, ihre Hoffnung und ihr Sehnen nach einem eigenen Kind auf bewegende Weise. Spannung und Dramatik erhält der Roman durch mehrere Faktoren. Einmal ist es die Aufregung und Unsicherheit vor dem Wiedersehen nach der langen Zeit von 38 Jahren zwischen Mutter und Tochter, dem man als Leserin ebenfalls entgegenfiebert. Außerdem sorgen die sorgsam eingestreuten Rückblicke der beiden Mütter und die Briefe von Lilly an ihren James für weitere Informationen über den wahren Verlauf der Adoption. Auch wenn die Thematik eine schwierige Lebensentscheidung beschreibt, bei der Kummer, Sehnsucht und vielleicht auch Wut über die Jahre bei Lilly gewütet haben, so genießt man doch ihr Treffen mit Sabina nach all den Jahren wie in einer großen Umarmung wohltuend und euphorisch mit. Ihr emotionales und liebenswertes Miteinander entschädigt für die verlorenen Jahre an Gemeinsamkeit und dieses Gefühl schwappt auch auf den Leser über. Diese Familie ist über die Maßen sympathisch und man ist von ihnen sofort eingenommen. Durch die neue, recht innige Beziehung zu ihrer leiblichen Mutter reift Sabina , entdeckt eine innere Stärke und auch durch die Unterstützung und Liebe ihres Mannes entwickelt sie die Kraft, zu beiden Müttern zu stehen und das Vergangene zwar zu hinterfragen, aber doch nicht als persönlichen Vorwurf zu benutzen. Dieser Roman behandelt ein tragisches Thema auf so unvergleichlich mitfühlende Weise, wie es selten der Fall ist. Er sorgt für bewegende Lesezeit voller Emotionen und auch für Verständnis für die Figuren, denn am Ende siegt die Liebe.

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