Leserstimmen zu
Die Tochter des Wolfs

Robin Hobb

Das Kind des Weitsehers (3)

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Zum Inhalt: Der Abschlussband der Weitseher-Saga befasst sich mit den Abenteuern von dem ehemaligen königlichen Assassinen Fitz Chivalric Weitseher und seiner Tochter Biene. Diese wurde von den Dienern von Clerres entführt, da sie die nächste Weiße Prophetin werden soll, mit deren Weissagungen die Diener ihre eigene Macht weiter festigen wollen. Doch Fitz ist unbeirrbar und nimmt jedes Risiko auf sich, um seine Tochter zu retten. Und Biene gibt auch so schnell nicht auf, denn sie kommt ganz nach ihrem Vater... Meine Leseerfahrung: Wer die Ausdauer hatte und die vorherigen Bände gelesen hat, dürfte am letzten Teil der "Das Kind der Weitseher"-Trilogie nicht vorbei kommen. Vielmehr ist es Pflicht, diesen Abschlussband zu lesen. Ich habe leider nur einige Bände der Weitseher-Reihe gelesen und nicht jedes Band war durchgehend spannend oder unterhaltsam. "Die Tochter des Wolfs" ist leider an einigen Stellen auch sehr langatmig erzählt und daher äußerst ermüdend. So richtig in die Geschichte kommt man erst nach gut 200 - 250 Seiten rein. Und bei über 1000 Seiten ist das noch akzeptabel. Allerdings kommt Robin Hobb einfach nicht ohne die vielen erzählerischen Abschweifungen aus, was dazu führt, dass die Geschichte einfach nicht zum Ende kommen will. Nicht etwa um Seiten zu füllen, wie ich finde, vielmehr ist das der typische Hobb-Erzählfluss, der im letzten Band bis zum Äußersten ausgeschöpft wurde. Sowas kann man mögen oder nicht, ich persönlich war manchmal versucht, an einigen Stellen einfach vor zu blättern, insbesondere dann, wenn Einiges aus der Vergangenheit erzählt wurde, was meines Erachtens selten nützlich für die gegenwärtigen Geschehnisse waren. Andererseits stellen alle Bände zusammen ein durchweg komplexes Gesamtwerk dar, so dass man sie besser in einem Ruck durchlesen sollte, um die Zusammenhänge besser zu verstehen. Da mir einige Bände fehlen, und auch viel Zeit zwischen den gelesenen Büchern vergangen ist, fühlte ich mich teilweise etwas außen vor.  Dennoch fand ich das Buch unterhaltsam und voller interessanter Begegnungen mit tiefgreifenden Charakteren. In diesem Band hat mir die Darstellung von Biene Weitseher sehr gut gefallen. Trotz ihres jungen Alters ist sie schon eine große Kämpferin mit recht reifen Gedankengängen. Es ist spannend, ihre Entwicklung mit zu durchleben, daher habe ich die Kapiteln, die aus ihrer Sicht erzählt wurden, mit viel Vergnügen gelesen. Aber auch die anderen Hauptfiguren wie Fitz und Narr, die man bereits durch die vorherigen Bände begleiten durfte, haben durchweg sympathische Züge und sind äußerst gut durchdacht. Es gibt kaum eine so lange Fantasy-Reihe mit derart authentischen Protagonisten, die dem Leser mit der Zeit ans Herz wachsen. Zudem wird im Gegensatz zu vielen anderen Fantasy-Werken sehr emotionsgeladen erzählt, dass man gar nicht drumherum kommt, den eigenen Gefühlen freien Lauf zu lassen und  mit den Figuren mitzuleiden.  Nichtsdestotrotz bin ich froh, dass die Geschichte des Weitsehers hier endlich ein Ende findet und hoffe auf neue Abenteuer aus der Feder von Hobb, die uns weiterhin in phantastische prächtige Welten jenseits unser Vorstellungskraft entführen. Fazit: "Die Tochter des Wolfs" ist ein zufriedenstellender Abschluss für eine dermaßen lange Fantasy-Reihe voller lebensechter Charaktere, bildgewaltiger Szenerien und reichlich Emotionen, die man vergleichsweise selten in phantastischen Geschichten in solchem Maße erleben darf.

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Meine Bewertung: Zum Cover: Das Cover gefällt mir wirklich, wirklich sehr und es wirkt ein wenig magisch. Außerdem ist das Cover noch interessanter, da es nicht voller Details gestaltet worden ist. Die Schriftart des Buchtitels erinnert mich an das Mittelalter. Optisch ist auch dieser Band an die beiden Trilogien ("Die Chronik der Weitseher", "Das Erbe der Weitseher") sowie dem ersten und zweitem Band dieser Trilogie angepasst. Der Hintergrund wirkt wie ein Tuch, was an einer Stelle zerrissen wurde. In der Mitte des Covers befindet sich ein goldener Wolf. Zum Inhalt: Man folgt auch in diesem Teil den Abenteuern von Fitz und seiner Tochter Biene. Der ehemalige königliche Assassine Fitz Weitseher folgt der Spur seiner Tochter Biene, die von den Dienern von Clerres entführt wurde. Diese Diener kontrollieren seit Jahrhunderten die Weißen Propheten und sind durch deren Weissagungen zu großer Macht gelangt. Biene ist die nächste Weiße Prophetin, und der Geheimbund setzt alles daran, auch sie unter seine Kontrolle zu bringen. Doch Fitz's Verfolgungsjagd wird jedoch empfindlich verzögert. Zum Schreibstil: Der Schreibstil von der Autorin Robin Hobb ist bildgewaltig, emotional und einfach nur großartig! Dieser Schreibstil konnte mich erneut wieder von der ersten Seite an überzeugen! Sie fesselt einen mit der detailreichen Beschreibung der Umgebung, den Charakteren und der Situationen. Die Erzählung bettet sich in den Gesamtkontext ein. Auch wenn Hobb immer wieder im Großen und Ganzen die Zusammenhänge erklärt, sind meiner Meinung nach dennoch Kenntnisse aus den beiden vorhergehenden Trilogien zwingend erforderlich. Als Leser steigt man schon wieder lückenlos in die Handlung ein und auch an Spannung fehlt es in diesem Band nicht. In diesem letzten Band sind die Charaktere wie schon von der Autorin gewohnt, sehr detailreich und gut beschrieben, sodass man sich gut in sie hineinversetzten kann. Beim Lesen hatte ich immer das Gefühl alle Charaktere persönlich zu kennen. Zudem gibt es ein großes Wiedersehen mit allen alten Bekannten und vielen Elementen der vorhergehenden Bücher. Jeder Charakter hat etwas ganz besonderes an sich, sie sind alle unterschiedlich und jeder macht aus seine Art und Weise neugierig. Bei diesem Abschlussband erkennt man, wie sehr sich die Autorin Robin Hobb und ihre Welt um Fitz Weitseher entwickelt haben und wie die Charaktere zusammenwirken und nun ein schlüssiges Bild abliefern. Auch diese Trilogie hat ein schönes Innenband, welches eine Karte der Sechs Provinzen zeigt. Dieser Band ist in insgesamt 50. Kapitel unterteilt, wobei jedes Kapitel einen eigenen Titel hat, wodurch man als Leser bereits weiß, was thematisch passiert wird. Mein Fazit: Seit dem ersten Teil der Buchreihe um Fitz, die mit der Chronik der Weitseher ihren Anfang nahm, bin ich ein großer Fan der Buchreihe um Fitz. Es ist wirklich außerordentlich beachtlich, wie Robin Hobb ihre Erzählung mit diesem Band weiter steigern kann und jeder Band besser ist, wie sein Vorgänger. Umso trauriger ist es, dass dies nun der Abschlussband ist. Dementsprechend gebe ich diesem tollen Band 5 von 5 Sterne und spreche eine klare Leseempfehlung aus! Danke an das Bloggerportal und dem Penhaligon - Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplares!

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Ich Liebe die Bücher von Robin Hoob. Irgendwann ist immer mal das Ende da. Ich finde aber das es noch so viel zu erzählen gibt was wir über Fitz, Bine und alle anderen die wir Liebgewonnen haben, ja die uns ans Herz gewachsen sind erfahren möchten. So überlässt uns die Autorin ihre Geschichte damit wir sie in unserer Fantasy weitererleben können. Band zwei und drei habe ich relativ zeitnah hintereinander gelesen und das Gefühl jetzt fehlt mir etwas. Aber ich kann die Bücher ja noch einmal lesen. Ich freue mich schon auf weitere Geschichten von der Autorin Robin Hoob.

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Wie kann eine Autorin am Besten eine solche Saga abschließen? Eine Saga, die sich über drei Trilogien spannt und einen engen Bezug zu zwei weiteren hat. Eine Saga, an der die Autorin Robin Hobb über 20 Jahre geschrieben hat und die sicherlich mindestens nochmal so lang in ihr gereift ist. +++ Wiedersehen +++ Man merkt diesem Abschlussband an, wie sehr sich die Autorin und ihre Welt entwickelt haben und wie eng die Charaktere aus ihrem Reich der Uralten zusammenwirken und nun ein schlüssiges Bild abliefern. In diesem Buch gibt es ein großes Wiedersehen mit allen Bekannten und vielen Elementen der vorhergehenden Bücher. Vor allem der Bezug zur Trilogie »Die Seelenschiff-Händler« ist hier besonders groß. Und auch wenn Hobb immer wieder im Großen und Ganzen die Zusammenhänge erklärt, empfehle ich dennoch zuerst diese Trilogie zu lesen, bevor sich der Leser den drei Weitseher-Trilogien widmet, die alle aufeinander aufbauen. In diesem Buch perfektioniert Hobb das Zusammenspiel der Träume bzw. Prophezeiungen und den beiden Handlungssträngen von Fitz und seiner Tochter Biene. Es ist einfach nur großartig, wie sehr ich als Leser daran teilhaben konnte, wie sich dieses Konstrukt aus Träumen, Traumpfaden und möglichen Schicksalen zusammensetzt. Da der Leser meiner Meinung nach elf Bücher gelesen haben muss, bevor er sich diesem Buch annimmt, wird er den Erzählstil der Autorin kennen und wissen, dass lange und ausführliche Beschreibungen auf ihn zukommen und eine sehr emotionsgeladene Geschichte, die auch das eisigste Herz zu berühren weiß. +++ Fazit +++ Robin Hobb hat ein würdiges Ende für Fitz-Chivalric Weitseher gefunden und mit diesem Buch nochmals bewiesen, welch großartige Erzählerin sie ist und welch phantastische Geschichten sie zu erzählen vermag. Mich haben ihre Bücher voll und ganz zu packen bekommen und ich konnte voll in ihrer Welt aufgehen, so dass es mir tatsächlich leidtut, dass es jetzt nichts mehr zu erleben gibt. Aber ich habe Hoffnung, dass es nicht das letzte Buch war, das Robin Hobb aus dem Reich der Uralten geschrieben hat.

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Im Gegensatz zu den vorhergehenden beiden Bänden folgen die Handlungen hier Schlag auf Schlag. Es geht auch weitaus düsterer und dichter erzählt voran. Es beginnt mit einer Verfolgungsjagd und Hobb lässt mir als Leserin wenig Momente, um mich zu entspannen. Fitz sucht weiterhin nach seiner Tochter Biene. Eigentlich hat er ihren Tod bereits als wahr anerkannt, zumindest denkt er, dass sie tot sein muss. Hobb erzählt weiter in zwei Erzählsträngen. Man erfährt, was Biene erlebt und auch die Gruppe um Fitz Weitseher herum. Die Fantasie der Autorin breitet ihre Flügel aus. Die Drachen kommen wieder vor und auch Veritas spielt noch einmal eine Rolle. Anders als gedacht und teilweise traumschön erlebt man lesend die Reise nach Clerres mit. Und auch hier erfährt man Neues, sowohl vom Narren als auch von den Seelenschiffen. Letzere kommen neu hinzu und sind faszinierend. Hierzu gibt es eine eigene Saga, dieses Buch bietet sozusagen Appetizer darauf 😉 Alles in allem konnte ich mich schlecht von diesem Titel losreißen: Fantasy at it’s best! Ein Spannungshöhepunkt folgt auf auf den nächsten. Wobei die Spannungen nicht alle abenteuerlicher Art sind. Hobb bringt alle noch offenen Fäden der letzten acht Bände zusammen. Dabei zeigt sie immer wieder, wie wunderbar einzigartig ihre erschaffene Welt ist. Alles ergibt so nach und nach einen Sinn. Dabei erzählt sie natürlich immer noch so detailliert wie gehabt ohne das ich ihre Art als zu weitschweifig empfinden würde. Manchmal geht es eigentlich gemütlich zu und dennoch spannend ohne das dies ein Widerspruch wäre. Ein sehr eigenwilliges Buch und man versteht dieses letzte wirklich nicht ohne alle vorherigen gelesen zu haben. Die Charaktere und ihre Handlungsweisen kann ich mir alle immer noch gut vorstellen, die Beschreibungen der Regionen sind immer noch dicht. Das Ende entspricht einem Epos – eine fantastische Ennealogie.

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Jede Reise geht einmal zu Ende und bei dieser tut es mir ganz besonders leid. Denn ich werde Fitz und Co sehr vermissen. Fast habe ich das Gefühl einen guten Freund verloren zu haben, den ich durch 12 Bände und sein Leben begleitet habe. Auch wenn er in den letzen Bänden immer mehr in den Hintergrund getreten ist, war Fitz Weitseher mein Lieblingscharakter, dicht gefolgt vom Narr. Trotzdem würde ich mir wünschen, das es weitergeht und zwar mit Biene, seiner kleinen Tochter um die es in diesem Band geht. Biene wurde entführt und mir tat sie beim Lesen furchtbar leid. Wie man sie behandelt hat war grausam, dennoch erkennt der Leser schnell das Biene einen starken Willen und Kampfgeist hat. Das hat sie wohl von Fitz, denn auch sie hat ein Erbe das ihr hilft, aus den schlimmsten Situationen zu entkommen. Ich mochte sie gleich gerne. Sie ist kein Naseweis, aber liebenswürdig und trotz ihres geringen Alters schon eine starke Persönlichkeit. Mutig und klug kämpft sie zunächst einmal darum am Leben zu bleiben. Was mir hier so gut gefallen hat, war das sie durch ihre Gabe die Verbindung zu ihrem Tier und zu ihrem Vater "fühlen" kann. Mehr gehe ich nicht ins Detail. Auch über die Handlung ansich will ich nicht zuviel verraten. Denn sie ist es einfach Wert selbst gelesen zu werden. Nur dann offenbaren sich dem Leser die wunderschön tief gezeichneten Charaktere die man schnell ins Herz schließen kann. Sie sind alle herrlich unterschiedlich und dank des Schriftstellerischen Talents der Autorin mit Leben gefüllt. Ich hatte beim Lesen immer das Gefühl sie alle persönlich zu kennen.  Jeder Charaktere hat etwas ganz besonderes und jeder macht auf seine Weise neugierig. Meine Lieblinge hierbei waren aber Fitz, der mir von Band eins an gleich ans Herz gewachsen ist und der Narr. Es wird sehr schwer sein jetzt wieder eine Buchreihe zu finden, die mich so mitnimmt wie diese. Ich werde die Reise jedoch ein weiteres mal antreten, denn ich will sie noch einmal lesen- die Abenteuer von Fitz und Co. Fazit: Bei den letzten Seiten musste ich zum Taschentuch greifen. Kaum eine Fantasyerzählung hat mich je so berührt und gefangen genommen wie diese. Mag es an den so lebensecht wirkenden Charakteren gelegen haben, die mir ans Herz gewachsen sind. Aber ganz sicher  an dem Talent der Autorin die es meisterhaft versteht, den Leser mitfühlen zu lassen. Ihr Schreibstil ist dazu einfach perfekt und die Waage zwischen Spannung und etwas ruhigeren Passagen hat Frau Hobb perfekt hinbekommen. Ich hoffe es kommen noch viele weitere Bücher von ihr, denn ich will noch mehr von ihr lesen. Hier war alles vorhanden was gute Fantasy ausmacht. Empfehlen kann ich die Buchreihe jedem Fantasyfan.

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Um was geht es in „Die Tochter des Wolfs“? Biene, die Tochter des Weitsehers Fitz Chivalric, soll von ihren Entführern nach Clerres gebracht werden. Hier soll sie, wie alle Weißen Propheten vor ihr, den Dienern Clerres zu weiterer Macht verhelfen. Ihre Hoffnung, dass ihr Vater sie rechtzeitig finden wird, schwindet immer mehr. Auch Fitz glaubt seine Tochter im Grunde bereits verloren, zumal seine Suche alles andere als geradlinig verläuft. Doch er gibt nicht auf, und diesmal ist er nicht alleine. Und Biene lernt sich zu wehren … Wer bisher nicht ein einziges Buch von Robin Hobb gelesen haben, das zur „Realm of the Elderlings“-Reihe (eine deutsche Übersetzung dieses Obertitels existiert bisher nicht) gehört: Ab in die Buchhandlung und Band 1 „Die Gabe der Könige“ kaufen. Tatsächlich ist „Die Tochter des Wolfs“ nicht nur der Abschluss der „Das Kind des Weitsehers“-Trilogie, sondern einer Reihe in Robin Hobbs komplexem Gesamtwerk. Es ist wahrscheinlich (!) das endgültige Ende dieses gesamten Werks – das Ende von etwas sehr, sehr Großem. Oder anders ausgedrückt: Wer nicht mindestens die beiden vorherigen Weitseher-Trilogien kennt, ist bei diesem Buch völlig verloren. Und das nicht nur, weil es eben der neunte Teil einer Reihe ist, sondern auch, weil der Band lose Fäden zusammenführt, die nur LeserInnen der kompletten Reihe wirklich erfassen werden. Im Idealfall heißt das: Alle 16 Bände, inklusive jenen um die Seelenschiffe (alter Titel: Zauberschiffe) und die Regenwildnis (Originaltitel: Rain Wild Chronicles), obwohl letztere noch nicht einmal komplett ins Deutsche übersetzt wurde. Wem jetzt schon schwindlig ist: Natürlich sind nicht alle dieser Romane wirklich für das Verständnis nötig, sie sind aber letzten Endes alle miteinander verbunden. Die komplette Geschichte zu kennen erhöht somit das Lesevergnügen – oder verstärkt den Kummer, weil sich „Die Tochter des Wolfs“ tatsächlich wie ein definitives Ende anfühlt. Robin Hobb hat ihre LeserInnen über einen Zeitraum von über 20 Jahren hinweg auf eine Achterbahn der Gefühle mitgenommen. Das Schicksal von Fitz, dem Weitseher, war meist düster, gesprenkelt von wenigen Momenten des Glücks. Als Leser dieser herausragenden Autorin ist man ein Auf und Ab gewohnt, und auch dieser Roman enttäuscht auch in dieser Hinsicht nicht. Verraten wird natürlich nichts, doch soviel sei gesagt: Das Ende ist nicht nur überraschend, es ist in hohem Maße schockierend. Selbst für Fans der Reihe, die es gewohnt sind, dass Robin Hobb ihren Charakteren ein gerütteltes Maß an Schicksal, Blut, Tränen und Schmerz angedeihen lässt. Keine Überraschung also, dass Fitz, Biene und der Narr in diesem Roman erneut große Abenteuer erwarten. Außerdem: Großartige Charakterentwicklungen, neue und bisher unbekannte Regionen der Welt und natürlich ein wohl durchdachter Plot. All das bekommen LeserInnen in gewohnter Hobb-Qualität, was wie immer vor allem eins bedeutet: Eine starke emotionale Bindung an die Charaktere und ihre Geschichten – deutlich mehr als nur eine actionreiche Handlung. Und sie ist eben genau in diesen Momenten am besten, in denen man sich als LeserIn besonders mit den Hauptpersonen verbunden fühlt. Kein Roman der „Realm of the Elderlings“-Reihe war wirklich je etwas für Fans von aufregenden Kampfszenen, und dieser ist keine Ausnahme. Es ist nicht nur die Spannung, die in die Geschichte zieht, sondern das Innenleben der Figuren, ihr Schicksal und ihre Handlungen. Und so bildet „Die Tochter des Wolfs“ einen – so viel sollte Fans der Reihe klar sein – tränenreichen, aber großartigen Abschluss auf über 1100 Seiten. Ihren roten Faden verliert Robin Hobb dabei niemals aus den Augen, verrät aber trotzdem nicht sämtliche Geheimnisse. Speziell Freunde von dem Narr dürfte das ein klein wenig enttäuschen. Letzten Endes ist die Schriftstellerin damit aber nur konsequent und lässt den LeserInnen genug Interpretationsspielraum für ihre eigenen Gedanken. Mein Fazit: Kurz gesagt: Dieses Buch ist ein Muss für Fans, aber beileibe kein geeigneter Einstieg in die Welt von Fitz Chivalric. Der Roman macht nur Sinn für LeserInnen, die mindestens die vorherigen Bände der Weitseher-Reihen kennen. Besser noch, sie kennen deutlich mehr als diese Trilogien, die nur ein kleiner Puzzlestein sind in der gewaltigen, farbenprächtigen und extrem gut geschriebenen Welt von Robin Hobb. Eine komplette Übersicht über das Gesamtwerk findet ihr hier (https://www.buecherserien.de/robin-hobb/).

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