Leserstimmen zu
Der Bruder des Wolfs

Robin Hobb

Die Chronik der Weitseher (2)

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Inhalt Fitz Chivalric befindet sich weiterhin zwischen Intrigen und Verrat und das nachdem er schon fast sein Leben verloren hat. Er muss sich erneut seinem Onkel stellen, doch der König ist krank und die Korsaren werden eine immer größere Bedrohung. Fitz gibt nicht auf, doch wem kann er überhaupt noch trauen? Meine Meinung Nachdem mich der erste Band rund um Fitz und das Königreich in dem er lebt begeistern konnte, war ich gespannt auf die Fortsetzung. Denn der Weltenentwurf ist nach meinem Geschmack. Leider muss ich sagen, dass diese Fortsetzung nicht mit dem ersten Band mithalten kann. Über weite Strecken ist der Plot schlichtweg langweilig, es passiert nicht viel und am Ende wird man als Leser mit vielen offenen Fragen zurückgelassen. Fitz empfand ich hier als anstrengend und nervig, weil er teils naiv durch die Welt rennt und dann wiederum seine offensichtlichen Freunde nicht erkennt. Doch im Laufe des Buches entwickelt er sich weiter, was mir gut gefiel. Auch lernt man ein paar andere Figuren näher kennen, was ich ebenfalls mochte. Der Plot wird komplexer und die Intrigen und der Verrat werden noch schlimmer. Fitz hat es nicht leicht. Die Gabe, die auch schon im ersten Band wichtig war, nimmt hier noch einmal einen großen Stellenwert ein, was mir gefiel, da ich die Gabe und wie Fitz sie anwendet unglaublich faszinierend finde. Es gibt auch spannende Kämpfe, die allerdings nicht wirklich zu einem Ergebnis führen und eher im Hintergrund passieren. Wie auch beim Vorband werden hier diejenigen enttäuscht sein, die sich epische Schlachten und blutiges Gemetzel erhoffen. Doch manche Wendungen konnten mich dann doch in ihren Bann ziehen. Der Schreibstil ist bildgewaltig, emotional und großartig. Ich hatte das Gefühl alles an der Seite von Fitz zu erleben und mitten drin zu sein. So flogen die Seiten, trotz der vielen langatmigen Passagen, beim Lesen nur so dahin. Es gibt viele Rückblenden, die man aber auch benötigt um den komplexen Plot und die Zusammenhänge zu verstehen. Das Ende ließ mich dann unzufrieden zurück, weil einfach so viel offen bleibt und ich von diesem Band echt enttäuscht war, dennoch möchte ich unbedingt die Fortsetzung lesen und hoffe, dass sie mir dann wieder besser gefällt. Fazit "Der Bruder des Wolfs" bekommt von mir nur knappe drei Sterne, Das Buch war mir zu langatmig, mich nervte Fitz zu sehr und es blieben einfach zu viele Fragen offen. Dennoch bin ich gespannt auf die Fortsetzung, weil ich die Grundidee sehr mag.

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Mit dem zweiten Teil der Weitseher Trilogie bin ich bedauerlicherweise nicht warm geworden. Nachdem ich Teil 1 verschlungen hatte, waren meine Erwartungen hoch, aber ich wurde leider enttäuscht, es ist jammerschade, aber es hat meinen Geschmack nicht mehr getroffen. Ich habe lange gekämpft und bei 80% des Buches schließlich aufgegeben. Der Schreibstil ist nach wie vor ausgezeichnet und es ist flüssig zu lesen. Auch ist die Geschichte ist in sich schlüssig und alle Charaktere sind gut ausgearbeitet, wenn sie auch in diesem Teil etwas einseitiger wurden, trotzdem, daran lag es nicht, inhaltlich konnte es mich einfach nicht mehr überzeugen. Fitz ist mittlerweile im Teenageralter angekommen und ihn fand ich nur noch nervig und anstrengend. Er läuft komplett hormongesteuert durch die Burg und sieht weder Gefahren, noch Freunde. Auf Ratschläge derjenigen, die auf seiner Seite stehen, hört er auch nicht, denkt noch nicht einmal darüber nach und reitet sich immer weiter in sein Unglück rein. Hatte ich in "Die Gabe der Könige" noch Mitleid mit ihm, in diesem Band eindeutig nicht mehr. Zeitweise hatte ich mir sogar gewünscht, es möge doch bitte einer dem Opfer seiner Begierde den Kragen umdrehen, damit es endlich ein Ende hat. Ansonsten ist alles wie gehabt, die roten Korsaren überfallen weiterhin die Küsten, es wird gekämpft, ohne das sich viel ändern würde. Die Lage scheint aussichtslos. Fitz stolpert schwanzgesteuert durchs Geschehen, ist blind für die Leiden seines Köngis, Edels Intrigen und sogar für den Narren der ihm nicht nur einmal zu helfen versucht. Ihn mochte ich sehr gerne, schade das er so selten erscheint. Kettricken wäre eine gute Königin und ein interessanter Charakter, wenn sie jemand beachten würde, leider plätschert auch dieser Aspekt nur so dahin. Sehr gut hat mir der Part mit dem Wolf gefallen, wie der Titel schon vermuten lässt, spielt ein solcher eine Rolle. Allerdings waren seine Auftritte zu kurz, um das Ganze noch zu retten. Vielleicht werde ich es irgendwann noch zu Ende lesen und dann ergänze ich meine Meinung über die letzten 20% noch. Teil 3 wartet schließlich noch mit 1120 Seiten. In nächster Zeit werde ich es allerdings nicht lesen, so leid es mir tut. Ich bedanke mich recht herzlich für das Rezensionsexemplar.

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