Leserstimmen zu
Der Bruder des Wolfs

Robin Hobb

Die Chronik der Weitseher (2)

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Aufmachung: Man erkennt gut, dass Der Bruder des Wolfs zu Die Gabe der Könige gehört, da sich beide Cover sehr ähnlich sehen. Mir gefällt gut, dass auf jedem Cover der Reihe das abgedruckt ist, worum es in dem Buch geht: Im ersten Teil war es ein Hirsch – das Wappen der Familie Weitseher –, im zweiten Teil ein Wolf. Warum das (genau wie der Titel) so gut zum Inhalt passt, kann ich natürlich nicht verraten ohne zu spoilern, aber beim Lesen merkt man es dann. Bei so dicken Büchern bin ich immer froh, wenn sie nicht gebunden sind, da sie ja ohnehin durch die vielen Seiten so schwer sind. Schade ist es dann nur immer, wenn der Buchrücken eines Taschenbuchs so stark zerknickt, was nicht ausbleibt bei fast 900 Seiten. Der Bruder des Wolfs allerdings ist broschiert und der Einband trotzdem recht stabil, ich habe also trotz der Dicke keine Leserillen in dem Buch. :D Generell finde ich das Buch sehr schön aufgemacht. Der Titel ragt etwas aus dem Cover heraus (ich glaube, ihr wisst, was ich meine, ich habe gerade nur vergessen, wie man das nennt…), was das Ganze edler aussehen lässt, und in der Klappe sieht man eine Karte der sechs Provinzen. Ich freue mich immer darüber, wenn man sich in Fantasy-Büchern die Welt angucken kann, dann kann man sich direkt viel besser vorstellen, wo sich die Charaktere gerade befinden.Kurz gesagt: Das Buch ist zwar „nur“ broschiert, sieht aber trotzdem sehr hochwertig aus. Mit 15 € ein super Preis-Leistungs-Verhältnis, wie ich finde. Meine Meinung: Es ist schon etwas länger her, dass ich Band eins gelesen habe, da der aber auch so ein Schinken ist wie sein Nachfolger, hatte ich jetzt nicht groß Lust, das vorher mal eben zu rereaden. Ich habe also ein wenig gebraucht, um wieder in die Geschichte hineinzufinden, was den Anfang natürlich etwas schwieriger gestaltet hat als nötig, da in Die Gabe der Könige ja doch einiges passiert ist. Allerdings bin ich dann trotzdem irgendwann ziemlich gut in reingekommen; nach einer kurzen Zeit hat man keine Schwierigkeiten mehr und die Erinnerungen kehren langsam zurück. Gerade bei den Charakteren fiel mir das nicht schwer, was etwas ist, was mir an dieser Reihe besonders gut gefällt: Sie sind allesamt einzigartig, vielschichtig und lebensecht, keiner passt so wirklich in irgendeine Schublade. Dadurch fällt es einem besonders leicht, sie voneinander zu unterscheiden. Manchmal hat man da ja so seine Schwierigkeiten, gerade bei solchen Fantasy-Schinken, in denen es von Figuren oft nur so wimmelt. Fitz ist ein schlauer, durchtriebener und sympathischer Protagonist, in den man sich gut hineinversetzen kann. Er trifft gute Entscheidungen; man vertraut darauf, dass er sich aus Situationen, die noch so verquer erscheinen, irgendwie herauswinden kann. Ich mochte ihn im ersten Band schon sehr, das einzige, was mich jetzt allerdings gestört hat, ist seine Liebe zu Molly, die nahezu an Besessenheit grenzt. Das ist einfach unglaublich nervig, und ab einem bestimmten Punkt denkt man sich nur: Junge, lass doch das arme Mädel in Ruhe! Auf der anderen Seite vergisst man dadurch, dass er eben so schlau ist und weiß, zu wem er was sagen muss, damit genau das passiert, was er möchte, dass er ja erst fünfzehn ist. Seine Besessenheit zu Molly unterstreicht das, sodass ich es eigentlich gar nicht so schlimm finde, dass er dem Mädchen, das er liebt, hinterherjagt. Es ist eben dem Alter entsprechend, und ich finde es gut, dass der Leser so daran noch einmal erinnert wird. Aber nichtsdestotrotz nervt es. Abgesehen von Fitz trifft man auch andere altbekannte Figuren, wie Burrich, Chade, Veritas und Edel. Auch sie lernt man besser kennen, alle (bis auf Edel) wachsen einem immer mehr ans Herz. Trotzdem kann man oft schlecht einschätzen, wie die einzelnen Charaktere in bestimmten Situationen handeln, weil sei eben, wie gesagt, so vielschichtig und weder absolut „gut“ noch absolut „böse“ sind. Das erhöht logischerweise die Spannung ungemein. Obwohl das Buch sehr dick ist, passiert wieder unglaublich viel, aber nicht so, dass der Leser mit Informationen überladen wird. Im Gegenteil, Der Bruder des Wolfs hat genau die richtige Mischung aus Action, Intrige aber auch ruhigen Stellen, dass es nie langweilig wird. Das Buch ist ein Pageturner, und man merkt nicht, wie schnell man durch die Seiten fliegt. Vereinzelt gibt es zwar einige vorhersehbare Stellen, aber ich kann mir sogar vorstellen, dass das von der Autorin beabsichtigt war. Denn auch Dinge, die man erahnt, können ja die Spannung in die Höhe treiben! Größtenteils kann man jedoch nichts erahnen. Hin und wieder gibt es sogar einige Situationen, in denen ich mir dachte: „Neeinnnnn, bitte nicht!“, und dann ist es völlig anders passiert, als ich dachte. Das Buch ist also nicht nur spannend, es reißt einen auch emotional mit. Dabei lernt man zusammen mit Fitz immer mehr über die Gabe und die alte Macht, die man beide im ersten Band schon kennengelernt hat, und es wird immer interessanter. Der zweite Band der Trilogie endet mit einem kleinen Cliffhanger, der zwar nicht allzu fies ist, aber der tolle mittelalterliche Schreibstil und die Geschichten um die vielen unterschiedlichen Figuren lassen nach mehr verlangen. Fazit: Der Bruder des Wolfs ist eine tolle Fortsetzung, die mir sogar noch besser gefallen hat als sein Vorgänger. Obwohl das Buch dicker ist als der Auftakt, ist man schneller durch die fast 900 Seiten, man merkt es kaum. Einzig die ganze Geschichte um Molly nervt übertrieben, nur deshalb gibt es einen halben Punkt Abzug. 4,5/ 5 Lesehasen.

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Charakter: Kettriken: Veritas Gemahlin und zukünftige Königen. Sie ist eine einfache Frau die mit den Sitten bei Hofe nicht viel am Hut hat. Sie lernt schnell und gewinnt die Herzen vieler durch ihre Taten und mittlerweile auch ihrer Diplomatie. Sie ist auch eine gute Reiterin und weiß mit dem Schwert um zu gehen. Edel: Der Jügere Prinz und zweiter in der Thronfolge. Er ist auf gut deutsch: ein Arschloch, das vor nichts zurückschreckt um an seine Ziele zu kommen: Den Thron! Er ist dem Anschein nach nicht sonderlich weitsichtig was er aber durch seine Skrupellosigkeit bei weitem wieder wett macht. Er ist ein guter Redner und weiß Menschen die ihn nicht so gut kennen um den Finger zu wickeln. Molly: Fitz Geliebte/Freundin. Sie ist eine einfache Kerzenziehern, die momentan in der Burg als Kammerzofe arbeitet. Sie liebt Fitz weiß aber auch, dass ihr Stand es nicht zulässt einen (Prinzen) zu heiraten, auch wenn es sich um einen Bastard handelt. Sie ist sehr willensstark. Der Narr: Er ist immer beim König und Edel ein Dorn im Auge. Er ist ein sehr lustiger Geselle der nicht auf den Kopf gefallen ist. Er weiß mehr als er anderen glauben macht und zieht ebenfalls im Hintergrund seine Fäden. Niemand weiß genau wer oder was er ist noch wie alt er ist oder welches Geschlecht er besitzt. Er lebt abgeschieden in einem Turm der Burg. er ist dem König treu ergeben. Meinung: Als ich mit dem ersten Buch der Reihe angefangen habe, war ich anfangs etwas skeptisch. Konnte mich aber sehr schnell hineinlesen und war auch in wenigen Tagen durch. Auf " Der Bruder des Wolfes" habe ich schon gewartet als ich noch am Bestellen war. Und ich kann felsenfest Behaupten: Es hat sich .... aber sowas von Gelohnt!!!!! Man kam sofort in das Buch rein. Es gibt keine Momente in denen es nicht Spannend ist. Wieder einmal gibt es Unmengen an Verschwörungen, Hinterhalten, Fallen und Lügen. Ein sehr detailliert geschriebenes Buch was auch auf Kleinigkeiten Rücksicht nimmt und dem Leser sehr genau vermittelt was in den jeweiligen Charakteren vorgeht, warum sie so Handeln, welche Ängste sie ausstehen und auch die Liebe spielt wieder ihre Spielchen. Sobald man anfängt zu lesen kann man schon bald nicht mehr aufhören damit. So viel Unvorhergesehenes, so viele Wendungen. Selten eine so fesselnde Story gehabt die mit ihren einzelnen Fasteten so weitreichend ist. Für alle ist etwas dabei von Grausam und gewalttätig bis hin zum Kaputtlachen. Eine gesunde und ausgewogene Mischung die einen Mitreist.

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Meine Meinung: Nachdem der erste Band der Weitseher-Chroniken mein Oktoberhighlight letzten Jahres war konnte ich der Fortsetzung nicht widerstehen. Endlich habe ich es nun auch geschafft das Buch zu lesen und möchte euch nun meine Meinung hierzu schildern. Wie auch bereits bei seinem Vorgänger wird die Geschichte aus der Sicht von Fitz, dem Bastard erzählt. Sein Leben auf dem Königshof steht nach wie vor im Mittelpunkt des Geschehens. Fitz ist noch keine 20 Jahre alt, lernt jedoch die Gefahren des Lebens schnell kennen. Ich mag Fitz, auch wenn er ein Charakter ist, der eher wenig von sich selbst preisgibt. Aber er ist nicht mein liebster Charakter der Geschichte. Diese Stellung hat der "Narr" inne. Geheimnisvoll, liebevoll und zugleich aber einfach ein Narr. Seine Witze, seine Kommunikation und seine Art faszinieren mich auf eine Weise, die ich nur schwer beschreiben kann. Er ist einfach ein sehr besonderer Charakter, den Robin Hobb erstklassig verkörpern konnte. Die Ereignisse des zweiten Teils knüpfen direkt an das Ende des ersten an. Man sollte also unbedingt erst "Die Gabe der Könige" lesen bevor man diesen Band lesen möchte. Im Laufe der Geschichte geschehen sehr viele unerwartete, aber auch teils befürchtete Ereignisse, die viele Emotionen in mir hervorgerufen haben. Manche stimmten mich traurig, andere voller Unglauben und wieder andere wütend. Harte Kämpfe, neue Bündnisse, Intrigen und Morde stehen auf dem Tagesplan von Fitz. Aber auch die Liebe findet ihren Platz in dieser Geschichte. Beginnend bereits im ersten Teil, fortführend und vertiefend im aktuellem Buch. Der Verlauf der Story hat mir weiterhin sehr gut gefallen. Es wurde nie langweilig und wenn ich einmal das Buch zur Hand genommen hatte, konnte ich nicht mehr aufhören zu lesen. Der Schreibstil von Robin Hobb ist ebenfalls eine Besonderheit. Die Formulierung, die Erklärungen aber auch die einfachen Abläufe werden auf ihre ganz eigene besondere Art erzählt. Lieber ein Ende mit Schrecken, als ein schreckliches Ende? Bei "Der Bruder des Wolfs" trifft beides zu. Das Ende ist unbegreiflich und ich weiß nicht was ich davon halten soll. Wie soll es weiter gehen? Was erwartet mich im dritten Band, vor allem jetzt? Ich weiß es nicht, aber ich freue mich schon darauf die Fortsetzung zu lesen. Covertime: Das Cover des zweiten Teils passt perfekt zur Reihe. Es ist schlicht gehalten, aber dennoch etwas besonderes, was einem gleich ins Auge springt. Kurzum, es gefällt mir. Fazit: 900 Seiten, in denen es niemals langweilig wird. 900 Seiten, die viele Gefühle in mir hervorgerufen haben. 900 Seiten in denen Fitz Kämpfe führt, die man so nicht erwarten würde. 900 Seiten pures Lesevergnügen! Meine Erwartungen an die Fortsetzung wurden alle vollends erfüllt und sogar übertroffen. Die Geschichte gefällt mir immer noch sehr gut und ich bin schon sehr gespannt, wie es weiter gehen wird. Wer die Reihe bisher noch nicht gelesen hat, sollte das auf jeden Fall noch nachholen. Klare Leseempfehlung! Meinen Dank an den Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars.

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Hallo an alle Lieben, es ist mal wieder etwas länger her, das ich Euch ein Buch vorgestellt habe. Nun möchte ich das mit diesem Beitrag gerne ändern. Hier zeige ich Euch das Buch, Der Bruder des Wolfs. Es ist der zweite Band der Weitseher Trilogie von Robin Hobb und wird von mir die vollen 5 Sterne erhalten. Dieses Buch schließt nahtlos an den Vorgänger an und lässt auch diesmal an Spannung nichts zu wünschen übrig. Die Geschichte um Fitz-Chivalric, König Listenreich, Veritas und viele weitere wird grandios weitererzählt. Hier bekommt Ihr eine kurze Übersicht zur Geschichte: Leider ist es mir an dieser Stelle nicht ganz möglich, komplett auf Spoiler zu verzichten.... Fitz-Chivalric ist mit dem Gefolge aus dem Bergkönigreich Jhaampe zurückgekehrt, und das mehr oder weniger erfolgreich. Die Allianz zwischen Bocksburg und dem Königreich Jhaampe wurde erfolgreich in die Wege geleitet, trotz erfolgter Manipulationsversuche. Die Prinzessin Kettricken wird den zukünftigen König der sechs Provinzen, Veritas zum Gemahl nehmen. Die Intrigen und Machenschaften sind auch an Fitz leider nicht komplett spurlos vorübergegangen, konnte er dem Giftanschlag nur knapp mit dem Leben entrinnen. Seither ist es mit seiner Gesundheit nicht mehr zum Besten gestellt. Er fühlt sich als Gefangener in seinem eigenen Körper. Schwer angeschlagen kommt er zurück nach Bocksburg und die Genesung schreitet nur langsam voran. Währenddessen ist es Fitz unmöglich, die Burgmauern zu verlassen, dafür reichen seine Kräfte einfach nicht aus. Und auch die Kronprinzessin Kettricken fühlt sich in der Burg nicht wohl, ist Sie doch die Freiheit und den anderen Lebensstil aus den Bergen gewohnt. Denn dort sind die Herrscher die Diener des Volkes, und nicht umgekehrt. Somit tut Sie sich in Ihrer Anfangszeit mit den höfischen Intrigen sehr schwer und findet kaum Anschluss. Fitz soll Ihr in dieser Zeit mit Rat zur Seite stehen und Ihr, soweit möglich, wertvolle Tipps geben. Und auch Prinz Veritas hat nur wenig Zeit für seine junge Braut, da die Roten Korsaren auch weiterhin die Küsten überfallen und Entfremdete zurücklassen. Sie rauben die Seelen Ihrer Opfer und lassen nur noch eine Hülle zurück, die wenig mit dem Menschen vorher gemein hat. Trotz aller mühseligen Versuche eine Verteidigung in Form von Kriegsschiffen zu errichten, ist nicht viel Boden zu gewinnen. Als Bocksburg die Kunde erreicht, die Roten Korsaren hätten die Äußeren Inseln erobert um von dort aus Ihre Kaperfahrten zu starten, sehen sich die Herrscher zum Handeln gezwungen. Veritas beschließt den Legenden um die Uralten auf den Grund zu gehen. Diese besagen, das die Uralten einst dem König Weise zur Hilfe eilten gegen eine Bedrohung. Dies will Veritas jetzt wieder erreichen und so bricht er mit einer Expedition auf um die Uralten zu suchen. Ob dieses Unterfangen gelingen kann ist fraglich, denn der Aufenthaltsort der Uralten ist unbekannt, nur Legenden ranken sich darum. Unterdessen verbleibt Prinz Edel in Bocksburg und lässt keine Gelegenheit aus, um Veritas oder Kettricken in Verruf zu bringen und seine Intrigen zu spinnen. Bedenklich ist auch, das die Gesundheit des Königs Listenreich auf einmal sehr rasch zu schwinden scheint. Tag und Nacht ist ein Heiler bei Ihm, der Ihm mit Räucherwerk den Verstand noch weiter vernebelt. Er ist kaum in der Lage die sechs Provinzen zu regieren und die Situation wird immer angespannter. Fitz hat die Vermutung, das dies auf Edels Anweisung hin geschieht. Doch zeitgleich ist er nicht in der Lage dies zu beweisen, denn eine solche Anschuldigung wäre Hochverrat. Außerdem trägt das Buch nicht umsonst den Titel, Der Bruder des Wolfs. Fitz hat auf dem Markt in Burgstadt einen Wolf von einem zwielichtigen Händler abgekauft und sich, wieder einmal, mit Hilfe der Gabe mit Ihm Verbrüdert. Wohin dieser Weg noch führen wird ist allerdings ungewiss. Drachige Grüße Eure Reading Dragonlady

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Der Auftaktband der Trilogie hat mir sehr gut gefallen und so wollte ich natürlich auch diesen zweiten Teil lesen. Hobb bleibt ihrer Linie und ihrem Stil treu und so ist dieses Buch dem ersten was Aufbau der Geschichte, Schreibstil, Tempo und Atmosphäre betrifft sehr ähnlich. Es hat lediglich 300 Seiten mehr, aber das hat mich nur in dem Sinne gestört, als dass das Buch anstrengend zu halten war beim Lesen. Die gesamte Trilogie hat den Bastard des ehemaligen Thronfolgers Fitz-Chivalric als zentrale Figur, nicht zuletzt weil er die Geschichte aus seiner Sicht und Ich-Perspektive erzählt. In diesem Buch erlebt der Leser Fitz in seinen Teenagerjahren, wie er sich von den Strapazen der Reise und dem Anschlag auf sein Leben erholt, wie er Veritas ein treuer Vasall ist, gegen die roten Korsaren kämpft, versucht sich gegen die neuen Intrigen von Prinz Edel zu behaupten und dabei zu einem kräftigen Mann heranwächst. Der Einstieg in diesen zweiten Teil wird sehr leicht gemacht. Das Buch beginnt wie der erste Teil auch mit einem wesentlich ältreren Fitz, der gerade dabei ist Die Chronik der Weitseher aufzuschreiben. Vor jedem Kapitel wird ein Abschnitt aus diesem in kursivem Text abgedruckt. Zu Beginn nutzt Hobb dies um Fitz noch einmal über seine Vergangenheit rekapitulieren zu lassen und gibt so in einem geschickt gestalteten Rahmen eine kurze Zusammenfassung des ersten Bandes. Im Anschluss daran geht die Geschichte um Fitz nahtlos weiter. Das Buch liest sich wirklich leicht weg. Hobb schreibt weder zu einfach noch zu kompliziert, aber so ausführlich, dass die Geschichte sehr atmosphärisch ist und Fitz einem ans Herz wächst. Dass das Buch schon älter ist (1996), fällt beim Schreibstil nicht wirklich auf. Letztlich ist das Buch „nur“ eine Beschreibung eines Lebensabschnitts der Hauptfigur Fitz. Dadurch ist das Buch sehr geradlinig. Zwar tauchen eine Vielzahl anderer Figuren auf, doch aufgrund der Ich-Perspektive ist Fitz klar der Dreh- und Angelpunkt. Gerade aufgrund der Länge des Buches bestünde dabei die Gefahr, dass die Geschichte langweilig und zäh wirkt, doch für mein Empfinden war das nicht so. Zum einen sind die Episoden aus Fitz‘ Leben abwechslungsreich zum anderen habe ich die Charaktere so lieb gewonnen, dass ich beim Lesen stets regelrecht in die Geschichte eintauchen konnte. Ich liebe es, wenn Bücher dies schaffen. Besonders gefallen hat mir, wie Fitz sich während der Geschichte entwickelt hat und dass ich mich so gut über Edels Intrigen aufregen konnte. Die Hilflosigkeit der Figuren aufgrund der Machtverhältnisse am Hofe haben mir ebenfalls zugesagt, wenn ich mir auch erhofft habe, dass Listenreich seinen Sohn besser durchschaut, doch dessen Maßnahmen waren letztlich zu gut getarnt. Nach dem Finale dieses Buches ist klar, dass sich Fitz‘ Leben im letzten Band der Trilogie noch einmal gänzlich ändern wird und ich freue mich schon sehr darauf, bald darüber zu lesen. Fazit: Der Bruder des Wolfes ist eine gelungene und atmosphärische Fortsetzung des ersten Bandes der Trilogie. Die Geschichte um den Bastard Fitz ist wirklich gut geschrieben und es hat mir sehr viel Freude bereitet ihn bei neuen Episoden seines Lebensweges und letztlich auch beim Erwachsenwerden zu begleiten.

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Es ist schon ein paar Wochen her, da habe ich euch begeistert von Robin Hobbs Roman Die Gabe der Könige berichtet (den Artikel findet ihr hier). Nun endlich habe ich den zweiten Teil der Trilogie beendet, der mit fast 900 Seiten alles andere als ein Leichtgewicht ist. Und doch, jede einzelne Seite hat sich gelohnt, denn auch Teil 2 war ein absolutes Lese-Highlight. Worum gehts? Nachdem er einen Anschlag auf den Thronerben nur knapp verhindern konnte und selbst kräftig einstecken musste, versinkt der königliche Bastard Fitz Chivalric erstmal in Selbstmitleid über seinen jämmerlichen körperlichen Zustand. Doch viel Zeit dafür hat er nicht, denn am Hofe werden weitere Intrigen gesponnen und noch immer plündern die Roten Korsaren die Küsten des Königreiches und verwandeln die Bewohner der Dörfer, die sich ihnen widersetzen, in zombieähnliche Kreaturen. Fitz ist immer noch Assassine im Dienst des Königs und hat Pflichten, doch seine Treue wird auf harte Proben gestellt. Nicht nur, dass er mit dem Prinzen Edel einen mächtigen Feind hat, er hadert auch noch mit den Gefühlen, die er für die Dienstmagd Molly hegt. Denn ein Sohn eines Prinzen, und mag er nur ein Bastard sein, kann sich seine Braut nicht frei aussuchen... Wie bereits oben erwähnt, konnte mich auch Band 2 der Weitseher-Trilogie voll und ganz überzeugen und ich kann es nicht erwarten, mich in Band 3 zu vertiefen und endlich herauszufinden, wie es mit Fitz und seinen Freunden und Angehörigen weitergeht. Hobb erzählt erneut detailreich aber nicht überbordend von dieser fremden Welt, in der Narren die Zukunft voraussagen können und Bastarde mit königlichem Blut seltsame Kräfte entwickeln. Die Fantasy-Elemente sind präsent aber nicht aufdringlich, sie sind Teil der Geschichte aber niemals zuviel des Guten. Die Charaktere die Hobb zeichnet sind wieder vielschichtig und Fitz erneut ein Held, den man schnell liebgewinnt. Beide Daumen hoch für dieses tolle Buch!

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INHALT Nachdem Fitz Chivalric Weitseher erst kürzlich knapp dem Tod entronnen ist, wähnt er sich nun in Sicherheit. Doch die roten Korsaren und mit ihnen die Entfremdeten, rücken unaufhaltsam näher und hinterlassen dabei eine Spur der Zerstörung. In Veritas Auftrag geht Fitz den Dingen nach und wird so erneut zur Zielscheibe für bösartige Anschläge. Doch während die Bedrohung von außen offensichtlich ist, lauert die größte Gefahr in der Burg und so scheint der Verfall des Königreichs mit jedem Tag ein wenig näher zu rücken… MEINUNG Nach dem wahnsinnigen Ende des ersten Teils war ich gespannt zu erfahren, wie sich die Geschichte um Fitz Chivalric Weitseher weiterentwickeln würde und ich wurde nicht enttäuscht! Zu Beginn des Buches wird der gesamte erste Band noch einmal in aller Kürze und Prägnanz zusammengefasst, sodass man auch bei längeren Pausen zwischen den Bänden kein Problem hat sich erneut in die Geschichte einzufinden. Da bei mir kaum sechs Wochen zwischen den Bänden lagen war die Wiederholung nicht notwendig, aber sie las sich dennoch angenehm. Der Schreibstil entspricht, wie sollte es anders sein, dem ersten Band und ist Grund genug das Buch (resp. die Reihe) zu lesen. Wer an der Geschichte keine Freude haben sollte (was ich bei Fantasy-Liebhabern stark bezweifle), kann sich immer noch an Robin Hobbs wundervoller Sprache erfreuen. Fitz Chivalric scheint im zweiten Band nun endlich soweit auch mal eigenständig die Initiative zu ergreifen und die Handlung entscheidend voranzutreiben. In der Obhut von Veritas entwickelt er sich stets weiter, wobei auch der Narr einen entschiedenen Teil zur Charakterentwicklung von Fitz beiträgt. Edel hingegen scheint unverändert und schmiedet weiter seine Intrigen (und macht sich beim Leser wieder einmal unbeliebt, indem er so ist wie er nunmal so ist). Ein wenig aus dem Fokus des Geschehens rückt der gute alte Burrich mit seiner grantigen aber liebenswerten Art. Zum Geschehen an sich möchte ich nicht viel sagen, da ich nicht spoilern möchte, allerdings haben mich die im Verlauf der 900 Seiten stattfindenden Ereignisse mal mehr, mal weniger befriedigt. Dabei ziehen die Charaktere des Buches nur selten an einem Strang, sodass die Handlung stets unvorhersehbar bleibt. Auch in Band 2 konnte man sich ganz wunderbar verlieren und in eine vollkommen neue (naja nicht ganz) Welt eintauchen. Beinahe wünscht man sich die Geschichte möge nie enden, aber jede Geschichte braucht ja bekanntlich ihr Ende und somit bin ich nun umso neugieriger auf den Abschluss der Trilogie und die Auflösung des Ganzen. Denn nach zwei Bänden bleibt immer noch unvorhersehbar wie der dritte nun enden wird. Die Empfehlung, die ich nach Lesen des ersten Bandes ausgesprochen habe bleibt definitiv bestehen. Alle (High) Fantasy Fans – greift zu dieser Trilogie!

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Nachdem ich den ersten Band "Die Gabe der Könige" gelesen habe, wollte ich unbedingt wissen, wie die Geschichte weiter geht und wahr schon sehr gespannt darauf "Der Bruder des Wolfs" zu lesen. Das Cover finde ich sehr schön gestaltet und passt sich prima der Buchreihe an. Das Buch hat wie auch schon der 1. Band knapp an die 1.000 Seiten, doch trotz alldem lässt sich das Buch sehr gut und auch recht schnell lesen, denn ich persönlich finde es sehr spannend geschrieben. So passiert ständig etwas, sei es neue Intrigen im Königshaus, die roten Korsaren oder aber auch einige andere Bedrohungen. Die Hauptprotagonist, Fitz Chivalric, musste schon im ersten Buch einiges erleben und das ändert sich auch im 2. Teil nicht. Fitz hat bestimmte Gaben, so ermöglicht es ihm z.B. in die Köpfe von anderen Menschen einzudringen und diese auch zu manipulieren. Ebenfalls kann er daher Botschaften mit anderen in der Ferne auszutauschen. Außerdem besitzt er noch eine seltene Gabe, die es ermöglicht mit Tieren zu kommunizieren. Daher ist für ihn in diesem Teil, die Gefahr noch viel größer, denn der König ist schwer erkrankt und ein anderer möchte dies ausnutzen und den Thron für sich zu gewinnen. Fitz und seine Freunde wollen dies verhindern, was jedoch nicht so einfach ist. Mehr möchte ich aber gar nicht verraten, denn ansonsten würde ich zuviel verraten, für die jenigen die gerne noch den ersten Band lesen möchten. Mir hat das Buch sehr gefallen, auch wenn für mich einige Fragen offen geblieben sind, hoffe ich, dass diese dann im 3. und somit letzten Teil der Weitseher-Reihe für mich aufgeklärt werden.

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