Leserstimmen zu
Prophet der sechs Provinzen

Robin Hobb

Das Erbe der Weitseher (2)

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Infos zum Buch: Name des Buches: Prophet der sechs Provinzen Originaltitel: Golden Fool (Tawny Man 2) Reihe: Das Erbe der Weitseher Band: 02 Autor/in: Robin Hobb Übersetzer/in: Eva Bauche-Eppers Seitenzahl: 896 Verlag: Penhaligon Originalverlag: Spectra, New York 2002 Erscheinungsdatum: 15.10.2018 ISBN: 978-3-7645-3204-8 Preise: Paperback: 16,00 eBook: 12,99 Inhalt: Fitz hat wieder mal alles zum Besten gewendet. Prinz Pflichtgetreu ist wieder zurück und seiner Hochzeit mit Elliania steht nichts mehr im Wege. Aber haben die Roten Korsaren wirklich nur gute Absichten oder steckt mehr hinter dieser Ehe? Die Gescheckten sind eine große Bedrohung geworden selbst Bocksburg gerät in Gefahr. Werden Fitz und seine Freunde die Gefahren meistern und den Frieden erhalten können….. Charaktere: Elliania: Sie soll die zukünftige Frau des Prinzen werden. Sie hat ein lebhaftes Temperament das sie am Hofe allerdings immer zügeln muss. Sie kann Prinz Pflichtgetreu nicht sonderlich leiden, was sie auch unter Beweis stellt… Peottre Schwarzwasser: Er ist Ellianias Onkel und Leibwächter. Er liebt sie über alles und ist stehst an ihrer Seite. Er will nur ihr Bestes und ist bereit alles für sie zu tun. Meinung: Was soll ich groß Sagen? Ein absolut geniales Buch!!! Zwei Tage und ich hab’s durchgesuchte. Auch weiterhin ist alles so Detailliert, beschrieben. Jeder Gedanke ist bis ins Kleinste genau aufgeführt. Die Charaktere entwickeln sich rasend schnell weiter, immer wieder kommen neue eigenschafften ans Licht die man vorher nicht bemerkt hatte oder bemerken wollte. Obwohl so viel geplant und man bestmöglich auf alles vorbereitet ist überschlagen sich die Ereignisse ständig. Das Buch hat mich vom ersten Augenblick an gefesselt, an keiner einzigen Stelle war mir langweilig. Es geht nochmal viel tiefer in die Geschichte ein. Es ist unglaublich wie neues dazu kommt, weshalb das Buch auch noch mehr Fragen aufwirft, aber deshalb bleibt es umso spannender. Am meisten fesselt mich allerdings immer noch, das ist in der gesamten Reihe bisher so gewesen, das auf soo viele Kleinigkeiten wert gelegt wird. Ob es nur eine kleine Veränderung der Mimik ist oder eine kleine Bewegung alles wird bis aufs kleinste wiedergegeben. Die Gedankengänge sind ebenso vielseitig, wie jeder von Uns sie haben würde. Das alles mit einer Genialen Story die wirklich jeden Fesselt. Bewertung: Ich gebe diesem Buch 10 von 10 Federn -Daddy Fool

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Ohne große Mühe schlüpft man in den zweiten Band der Trilogie und lässt das Zeitgeschehen in sich fließen. Liebe, Hoffnung und Intrigen sind auch hier wieder Gast auf der großen Bühne des Lebens, das uns so viel Vergnügen beim Lesen bereitet. Ich bin immer wieder auf´s neue begeistert wie die Autorin Robin Hobb Gegenwart und Vergangenheit miteinander verwebt, so dass es kaum ins Auge fällt aber ein Harmonisches Ganzes bietet.

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Falls es noch nicht klar geworden ist, dieses Buch spoilert viel. Nicht nur die Ereignisse aus Diener der alten Macht, sondern auch aus der Zauberschiff-Trilogie und weist ebenfalls auf die Rain Wild-Reihe hin. Der Anfang des Buches ist schwer. Fitz trauert um alles was er verloren hat und muss versuchen wieder zurück ins Leben zu finden. Die Ereignisse von vor wenigen Wochen haben ihm gezeigt, dass er dringend entscheiden muss, ob er dieses Leben im Halbschatten, mit großen Opfern, erneut führen möchte. So halb, wie er es aktuell tut, geht es nicht. Fitz versucht sich an einem gigantische Spagat zwischen all seinen Verpflichtungen, die seine zwei Leben nun mit sich bringen: Der Krone zu Diensten sein und gleichzeitig sein privates Leben als Tom Dachsenbless zu führen. Ich weiß ehrlich nicht, wie ich dieses wahnsinnig komplexe Buch in eine lesbare Rezension fassen soll, weil so viel passiert und angedeutet wird, das mir jetzt schon wieder fast der Kopf platzt.Zum Glück merkt man davon beim Lesen herzlich wenig, da Robin Hobb den Leser wunderbar an die aktuelle Seite fesseln kann und mühelos Informationen einbindet. Ich bin erneut erstaunt, was für eine geniale Autorin sie ist und will gar nicht wissen, wie ihr Plotting-Prozess aussieht. Deswegen befasse ich mich mal kurz (HAHA.) weniger mit der Handlung des Buches und mehr mit den Figuren. Denn ich denke, ich kann nun in Worte fassen, was ich an Robin Hobbs Schreibstil so liebe. Figuren sollen im Idealfall wie ein dicht gewebter Teppich sein: Motivationen, Erfahrungen, Werte, Vorstellungen und Charakterzüge sind Fäden, die zusammen eine Figur ergeben. Robin Hobb macht jedoch noch etwas, das ich ganz, ganz selten lese: Sie dröselt diesen Teppich mühelos wieder auf. All das Gewebe, dass die Figuren in diesem Buch ausmacht und einschließt, ist so wunderbar erklärt, dass ich genau sagen kann, warum diese Person gerade so gehandelt hat. Ich habe mich ein bisschen wie Stiles (Teen Wolf) mit seiner Ermittler-Wand gefühlt: Überall Fäden und Verknüpfungen. Aber ich konnte zu jeder Zeit den Finger auf einen Faden legen und genau sagen Warum die Figur gerade so reagiert/gehandelt hat. Die Neugier war wie ein Faden zwischen uns, so straff gespannt, dass er leise summte, wenn man daran zupfte. S. 16 Für die ersten zwei Drittel des Buches rücken die Gegenspieler des ersten Bandes in den Hintergrund, viel dringender als die Gescheckten sind die Fernholmer und das offensichtliche Mächteungleichgewicht, das unter der Gesandtschaft der Bride-to-be herrscht. Fitz und Chade verwenden eine Menge Zeit und Spinnenweben darauf die Motive der Fernholmer heraus zu finden, und mir tut jetzt noch aus Sympathie die Hintern weh, wenn ich an das Spionieren in kalten Geheimgängen auf noch kälteren Steinbänken denke. Außerdem sind die beiden Teenager Pflichtgetreu und Elliania auch nicht so ganz von der politischen Heirat begeistert und ein sehr vorsichtiger gesellschaftlich-politischer Seiltanz beginnt. Dieser wird verschärft als eine Gesandtschaft aus Bingstadt eintrifft, die Hilfe beim Krieg gegen Chalced haben möchte und mit ihrer Pro-Drachen-Philosphie gegen die No-Drachen-Philosphie der Fernholmer stehen. Die Weitseher-Magie. Das war die Gabe. Angeblich besaßen die Weitseher ein „Recht“ darauf, und mit dieser Annahme ging die Vorstellung einher, dass die Weitseher die Weisheit besaßen, eine solche Art von Magie anzuwenden. S. 478 Fitz hat zudem die Rolle des Gabenmeisters übernommen und soll Pflichtgetreu, sowie einen etwas wunderlichen, aber in der Gabe sehr starken Diener, ausbilden. Besonders interessant fand ich die damit einhergehende Darstellung von Einschränkungen, denn der Diener Dick scheint geistig eingeschränkt zu sein. Er denkt und handelt nicht, wie der Großteil der Menschen und das stellt Fitz nicht nur immer wieder vor kleine Probleme, sondern erweist sich auch als der Schlüssel zu einer externen Bedrohung, die erst gegen Ende des Buches in Erscheinung tritt. Ich fand es großartig, das Robin Hobb einen solchen Charakter eingebaut hat und auch die Schwierigkeiten und das festgefahrende Denken der Allgemeinheit anspricht. Die in den Hintergrund gerückte Bedrohung durch die extremistischen Benutzer der alten Macht kommt noch einmal zum Vorschein und die Reaktion darauf ist diesmal direkter als zuvor und tut weh. Auch wenn die Gescheckten eine fiktionale Gruppe sind, zeigt Robin Hobb mit ihrer Welt die realen Vorurteile und wie tiefgreifend diese gehen. Egal wie oft ich davon lese, es schockiert mich immer wieder. Witzigerweise waren die Ideen der Herzöge die Diskriminierung und Verfolgung der Benutzer der alten Macht zu beenden sehr ähnlich dem, was während des zweiten Weltkrieges den Juden angetan wurde. (Deportation, Ausweisung, Internierung.) Dieser Mann liebt Geheimnisse. Er hat die ganze Bocksburg mit Geheimnissen vollgestopft, wie ein Eichhörnchen, das Nüsse sammelt. S. 749 In diesem Buch werden viele Informationen enthüllt, die weniger aktives Handeln hervorgerufen haben. Deswegen ist dieses Buch so ruhig: Es wird spekuliert, spioniert, beratschlagt und nachgeforscht. Der Grundstein für das kommende Buch wurde mit schwelenden Konflikten, choreografierten Gesprächen und simplen Informationssammeln gelegt, was genauso spannend wie ein Schwertkampf sein kann, weil es sehr viel größere und längerfristige Folgen haben wird. Obwohl ich etwas anders von diesem Buch erwartet habe, habe ich mich nochmal neu in die Reihe verliebt, einfach, weil es so gut gemacht worden ist. Ich kann das Weiterlesen der Trilogie nur empfehlen und hoffe sehr, dass ich nicht wieder zu lange warte, um Beschützer der Drachen zu lesen, das bereits schon in meinem Regal wartet. Habt ihr denn die Trilogie gelesen? Konnte ich euch anfixen?

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Knapp 900 Seiten feinste Fantasy! Bereits ab dem ersten Kapitel taucht man geistig ab in die Welt von Fitz-Chivalrik Weitseher und kriegt nur noch wenig von der Außenwelt mit. Es lohnt sich einige Tage dafür Zeit zu nehmen. Ich habe das Glück auch noch den dritten Band hier zu haben und beide hintereinander weglesen zu können (freu mich gerade drauf!).  Robin Hobb schuf bereits mit ihrem vierten Band rund um die Weitseher und damit dem Beginn ihrer zweiten Trilogie um dieses Haus einen dicken Schmöker. Dieser wird vom fünften, vorliegenden Band noch übertroffen. Im Stil der bisherigen Ich-Erzählung aus der Sicht von Fitz geht es nahtlos weiter. Atmosphärisch dicht, alle Handlungsstränge sind fein aufeinander abgestimmt und es wird noch spannender. Intrigen am Hof, ein Streit zwischen Fitz und dem Narren droht zu eskalieren, dazu mehrere Uneinigkeiten zwischen Fitz und seinen wenigen Freunden plus weitere Parteien auf die es zu achten gilt. Auch die Gabe kommt zum Tragen, anders als vorher wird sie allmählich salonfähig. Fazit: Kurzweiliger Schmöker zum abtauchen auf dem Sofa!

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ACHTUNG SPOILER ZU TEIL 1!! Dies ist ein typischer zweiter Teil. Die Geschichte geht spannend und unterhaltsam weiter, aber am Ende bleibt der Leser mit dieser Unzufriedenheit zurück, noch nicht am Ende angelangt zu sein. Schlimm genug, sich mit dem Tod von Fitz‘ bestem Freund abfinden zu müssen. Aber immer, wenn man als Leser denkt, den Verlust verwunden zu haben, reißt Hobb die Wunde wieder auf (und weckt die verzweifelte Hoffnung, ihm doch noch einmal wieder zu begegnen). Um den Prinzen und die sechs Provinzen zu schützen, muss Fitz sich aus seiner Deckung begeben und seine selbstgewählte Isolation aufgeben, muss Bündnisse eingehen, die ihm nicht behagen und Freundschaften auf’s Spiel setzen. Viele Kränkungen widerfahren ihm und große Missverständnisse machen dem Bastard das Leben schwer. Es gibt diese „Oh Nein, nicht auch das noch!“ Momente und Augenblicke, in denen man als Leser fest daran glaubt, dass alles gut werden wird. Und dann ist plötzlich das Ende erreicht, gerade als Fitz sich so richtig ins Getümmel werfen will… Ich wiederhole mich, denn nun fiebere ich wieder dem nächsten Teil entgegen, um endlich zu erfahren, was das Schicksal für Fitz, Pflichtgetreu, den Narren und all die anderen noch bereit hält. Noch immer kann ich die „Erbe der Weitseher“- Reihe allen Fantasy-Fans wärmstens ans Herz legen. Und auch wenn ich mit dem Cliffhanger mehr als unzufrieden bin, kann ich für Erzählkunst und wunderbare Lesung auch hier wieder nichts anderes als 5 Sterne vergeben. Fazit: Ein typischer Teil zwischen grandiosem Auftakt und heiß ersehntem Ende einer großartigen Fantasy-Saga. Hörgenuss vom Feinsten.

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Klappentext: Ein alter Feind, ein neues Bündnis – doch niemand vertraut dem anderen. Fitz Weitseher hat Prinz Pflichtgetreu befreit und ist mit ihm nach Bocksburg zurückgekehrt. Nun steht der Heirat des Prinzen mit Prinzessin Elliania von den Roten Korsaren scheinbar nichts mehr im Weg. Doch die Anspannung im Volk der Sechs Provinzen und der Widerstand der Adligen wächst stetig, und selbst Bocksburg ist nicht mehr sicher. Widerstrebend willigt Fitz ein, den Prinzen zu beschützen und ihn in der Gabe zu unterrichten. Da trifft er auf einen Anwender dieser magischen Fähigkeit, der sie weit effektiver als er selbst einzusetzen vermag; von dem niemand wusste – und der Haus Weitseher zu Grunde richten könnte … Dieses Buch ist bereits unter dem Titel »Der goldene Narr« im Bastei-Lübbe Verlag erschienen. Meine Bewertung: Zum Cover: Das Cover gefällt mir wirklich wirklich sehr und es wirkt einfach ein wenig magisch. Außerdem finde ich es auf den ersten Blick ziemlich interessant, da es nicht voller Details gestaltet worden ist. Die Schriftart des Buchtitels erinnert mich ans Mittelalter, aber vor allem zeigt es, dass sich diese Trilogie optisch an die erste "Die Chronik der Weitseher"-Trilogie anpasst hat, aber auch an den ersten Teil dieser neuen Trilogie von Hobbs. Der Hintergrund wirkt wie eine Eisscholle, wobei man sicherlich als Betrachter einen goldenen Baum zunächst erkennt. Zum Inhalt: Im Mittelpunkt dieser Trilogie steht nach wie vor Fitz Chivalric, königlicher Bastard und Assassine. Der zweite Teil knüpft mehr oder weniger nahtlos an den ersten Band “Diener der alten Macht an“, so dass der Leser wieder direkt in die Geschichte eintaucht. Die Handlung ist immer noch sehr fesselnd, interessant und faszinierend und eigentlich wie gemacht für alle Game of Thrones-Fans! Die Handlung ist komplex und voller Wendungen. Auch in diesem zweiten Band der Reihe gibt es wiedermals Intrigen, Lügerei, echte Gefühle, übernatürliche aber dezent gehaltene Elemente und super ausgestaltete Charaktere. Doch dieser Band zeichnet sich darin aus, dass die Beziehungen von Fitz zu den anderen Protagonisten spitzen sich in diesem zweiten Band fulminant zu. Zum Schreibstil: Der Schreibstil von der Autorin Robin Hobb ist bildgewaltig, emotional und einfach nur großartig! Sie fesselt einen mit der detailreichen Beschreibung der Umgebung, den Charakteren und der Situationen. Die Erzählung bettet sich in den Gesamtkontext ein, dass meiner Meinung nach Kenntnisse aus der ersten Trilogie zwingend erforderlich sind, um dem Geschehen in dieser Fortsetzung folgen zu können. Dennoch ist wirklich außerordentlich beachtlich, wie Robin Hobb ihre Erzählung im zweiten Band von “Das Erbe der Weitseher” weiter steigern kann. Wie in den anderen Bändern wird die Geschichte aus der ich-Perspektive von Fitz erzählt, dabei bedient sich Hobb eines Stilmittels, dass das Buch sich tatsächlich wie eine von Fitz niedergeschriebene Chronik liest. In dieser Fortsetzung trifft man auf Charaktere aus den vorherigen Bändern, aber auch auf neue Hauptcharaktere, die die Geschichte weiterhin sehr interessant machen. Was mir auch aufgefallen ist, ist das schöne Innenband, welches eine Karte der Sechs Provinzen zeigt. Dieser Band ist in Prolog, 27. Kapitel, sowie einem Epilog unterteilt. Mein Fazit: Die Faszination der Geschichte nimmt immer und immer mehr zu! Es ist wirklich außerordentlich beachtlich, wie Robin Hobb ihre Erzählung im zweiten Band von “Das Erbe der Weitseher” weiter steigern kann.Dementsprechend gebe ich dieser tollen Fortsetzung 5 von 5 Sterne und spreche eine klare Leseempfehlung aus! Danke an das Bloggerportal und dem Penhaligon - Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplares!

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Prophet der sechs Provinzen von Robin Hobb

Von: Bücherserien.de

09.11.2018

Der Fantasyroman „Prophet der sechs Provinzen“ von Robin Hobb ist der zweite Band der 2. Weitseher-Chroniken. Zum Verständnis sollte vorher unbedingt der erste Band der 2. Chroniken, „Diener der alten Macht“, gelesen werden. Am besten ist es aber, die Reihe von Anfang an zu lesen. Um was geht es in „Prophet der sechs Provinzen“? Nachdem Fitz dank der Magie der Weitseher Prinz Pflichtgetreu finden und retten konnte, soll bald dessen Verlobung mit der Fernholmerin Prinzessin Elliania stattfinden. Das Bündnis könnte den brüchigen Frieden sichern, aber nicht jeder ist damit einverstanden. Fitz ist in turbulenten Zeiten nach Bocksburg zurückgekehrt. Seine drängendste Aufgabe: Prinz Pflichtgetreu den Gebrauch der Gabe zu lehren. Eine schwierige Aufgabe für Fitz, der selbst nur mangelhaft ausgebildet wurde – dass er dies nun bei seinem Prinzen tun muss, weckt alte und unangenehme Erinnerungen. Seine Anspannung führt beinahe zum Zerwürfnis mit seinem alten Freund, dem Narren … „Prophet der sechs Provinzen“ ist der zweite Band der Reihe „Das Erbe der Weitseher“. Alle Bände der Reihe sind bereits vor Jahren unter anderen Titeln veröffentlicht worden und wurden im Zuge des Erfolgs von Reihen wie „Game of Thrones“ mit angepasster Covergestaltung neu aufgelegt. Das ist ein Glück für Fantasy-Fans, die diese Kleinode des Genres bisher noch nicht kannten – und die vor allem Wert legen auf Charakterbildung. Denn darauf konzentriert sich Robin Hobb in diesem Roman. Tempo und Action müssen in diesem Band etwas zurückstehen, doch in der Entwicklung ihrer Figuren liegt die große Stärke der Autorin, und die spielt sie in diesem Roman erneut so unglaublich gekonnt aus. Erneut muss sich Fitz mit den politischen Intrigen und Ränkespielen der Bocksburg herumschlagen. Mittlerweile ein gereifter Mann, wird er doch immer wieder an seine schreckliche Vergangenheit erinnert – zumal durch Prinz Pflichtgetreu, der nicht nur, irgendwie, sein Sohn ist, sondern auch Träger der „Alten Macht“, eine Form der Magie, die in den sechs Provinzen als verabscheuungswürdig betrachtet wird. Beide Tatsachen machen Fitz Probleme. Denn er selbst hat nie gelernt, was es bedeutet einen Vater zu haben – geschweige denn, einer zu sein. Und der Gabenmeister des jungen Mannes zu sein bringt enorme Verantwortung mit sich, erinnert Fitz aber auch daran, wie sehr seine eigenen Kräfte früher missbraucht wurden. Dann ist da noch der Konflikt mit dem Narren, der ihn nach Fitz Ansicht in eine Richtung drängen will, obwohl er es besser wissen müsste: All das belastet Fitz. Einmal mehr stehen sein psychisches und auch physisches Wohlergehen auf dem Prüfstand. Deutlicher als im ersten Band, „Diener der alten Macht“, knüpft Robin Hobb hier an die von ihr erdachte Welt an, beispielsweise mit Querverweisen auf ihre „Zauberschiffe“-Reihe, die zeitgleich, aber mit anderen Figuren in der gleichen Welt spielt. Wer nach dem ersten Band nicht Lust bekam, auch die ersten Chroniken um Fitz zu lesen, sollte das spätestens jetzt nachholen. Zwar ist „Das Erbe der Weitseher“ auch ohne diese Vorkenntnisse lesbar, das Vergnügen ist mit dem entsprechenden Hintergrundwissen aber umso größer. Die Rückblicke in Fitz‘ Vergangenheit ergeben so noch einmal eine ganz neue Perspektive – und veranlassen den einen oder anderen vielleicht, noch einmal in den vorherigen Bänden zu blättern. Zugegeben ist „Prophet der sechs Provinzen“ bei all dem Fokus auf Konflikte und Seelenleben der Figuren kein Roman, der die Reihe in ihrer grundsätzlichen Geschichte großartig vorantreibt. Robin Hobb war jedoch nie die Action-Schriftstellerin. Es ist ihr fabelhafter Schreibstil, der die Leser förmlich in den Bann zieht; das spannende Magiesystem, die Verbindung mit den Tieren durch die „Alte Macht“ und eben die großartige Darstellung ihrer Protagonisten: All das macht einen Roman wie „Prophet der sechs Provinzen“ zu einem Pageturner der besonderen Art. Mein Fazit: Was bleibt mir mehr als eine Leseempfehlung, wenn nicht gar ein Lesebefehl? Nicht nur für diesen Band, sondern für die ganze Reihe – für Robin Hobb im Allgemeinen. Für Fantasy der etwas anderen Art, mit intelligenten Geschichten, nachklingenden Charakteren und einem Sog, dem sich wohl kaum ein Fantasy-Fan entziehen kann.

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Es ist wirklich außerordentlich beachtlich, wie Robin Hobb ihre Erzählung im zweiten Band von “Das Erbe der Weitseher” weiter steigern kann. Fitz erzählt seine Geschichte weiter, wie er als Tom Dachsenbless in die Geschicke rund um Bocksburg verflochten ist. +++ Fortsetzung +++ Der zweite Teil knüpft mehr oder weniger nahtlos an den ersten Band “Diener der alten Macht an“, so dass der Leser wieder direkt in die Geschichte eintaucht. Wie die bisherigen Bände des Weitseher-Epos besticht Hobb durch ihre grandiose Erzählweise, die den Leser in seinen Bann schlagen kann. Geschickt schlägt sie immer wieder zeitliche Haken innerhalb der Erzählung, so dass dem Leser nach und nach das Leben offenbart wird, dass Fitz nun als Tom in der Burg führt. Wieder gibt es zahlreiche Intrigen und interessante Verstrickungen. Die Beziehungen von Fitz zu den anderen Protagonisten spitzen sich in diesem zweiten Band fulminant zu. Und wieder sind es keine großen Schlachten, mit denen Hobb ihre Leser anspricht, sondern die schillernden Charaktere. +++ Erzählung +++ Ich bin immer wieder fasziniert davon, wie Fitz alle Geschehnisse in der Burg mitbekommt. Und wie Hobb das erzählerisch darstellt. Fitz, der eben nicht in erster Reihe auftritt und dennoch viele Handlungselemente zusammen mit dem Leser in Erfahrung bringt. Toll! Mit einigen erzählerischen Kniffen wird dem Leser der Mund wässrig gemacht, denn er erahnt, in welche Richtung sich der dritte Band entwickeln wird. So endet der zweite Band naturgemäß offen, aber nicht mit einem Cliffhanger, der den Leser unbefriedigt, sondern in freudiger Erwartung auf den Abschlussband zurücklässt. +++ Fazit +++ Ich bin immer wieder beeindruckt, wie sich Robin Hobb Band für Band in ihrer Erzählung steigern kann. Die Atmosphäre verdichtet sich zusehends, die Charaktere hinterlassen einen bleibenden Eindruck und die Erzählweise ist wie bei den anderen Bänden einfach nur grandios.

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