Leserstimmen zu
Der Club der unsichtbaren Spione jagt den Virus-Dieb

Gitty Daneshvari

Der Club der unsichtbaren Spione-Reihe (2)

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Bei diesem Kinderbuch der Autorin Gitty Daneshvari handelt es sich um einen zweiten Band. Dieser wurde mir freundlicherweise vom Verlag als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt, was allerdings keine Auswirkungen auf meine Bewertung hat. Inhalt: Wie sich am Ende des ersten Teils angedeutet hat, bittet der britische Geheimnisdienst Jonathan und Shelley um Hilfe bei einem Fall. Was ihr jetzt vielleicht nicht wisst: Bei den beiden handelt es sich um Kinder, aber nicht so Oberstreber oder atheltische Wunderkinder. Nein, um zwei ganz normale Kinder - man könnte fast sagen stinklangweilig. Doch genau deshalb wird ihre Hilfe angefordert, denn sie gehören zum Club der unsichtbaren Spione, der ausschließlich aus solchen Kindern besteht, die durch keinerlei besondere Eigenschaften auffallen und somit in Erinnerun bleiben würden. Sie sind quasi menschliche Chameleons, werden von ihren eigenen Familien manchmal vergessen und nur selten mit dem richtigen Namen angeredet. Was für Hilfe der britische Geheimdienst von den beiden braucht und ob es ihnen gelingt die Weltbevölkerung zu retten, müsst ihr selbst herausfinden. Meine Meinung: So, jetzt kann ich es endlich sagen: Das Buch ist spitze! Ich hatte ein bisschen Sorgen, dass der zweite Teil etwas von seinem Witz verlieren würde, doch dem ist nicht so. Der Reiz des Buches liegt für mich in den Charakteren. Manchmal liest man ja ein Buch, bei dem die Handlung gut ist, aber man merkt, dass der/die Autor/in nicht genügend Zeit in die Entwicklung der Personen gesteckt hat. Das kann man hier wirklich nicht behaupten. Ich liebe die Eigenheiten, die jede Person hat: die zurückhaltende Art von Jonathan, die verrückte Art von Shelly, die verrückte Krankenschwester-Agentin, die besessen vom Tod ist usw. Ich musste quasi permanent schmunzeln. Für mich sticht dieses Buch aus der Flut an Kinderbüchern ein bisschen hervor. Wo sich Autoren in immer tollkühneren Abenteuern und ausgefeilteren Helden überbieten, schafft die Autorin zwei "Helden", mit denen sich normale Kinder identifizieren können. Wie auch im ersten Teil wird jedes Kapitel durch ein Zitat eines unsichtbaren Spiones eingeleitet, das seine Misere als langweiliges Kind aufzeigt, wie folgendes Foto zeigt. Der Fall selber ist für mich als Thrillerleser natürlich nicht unbedingt fesselnd, aber darauf lege ich den Fokus dann natürlich nicht. Die Zielgruppe dürfte schon mitfiebern, da man auch erst auf eine falsche Fährte gelockt wird. Das Buch verzichtet dabei auf übermäßig spannende/ gruselige Stellen, sodass es bestimmt nicht zu Einschlafproblemen kommt. Schön finde ich auch die Gestaltung des Buches, die farbenfroh an das erste Buch anknüpft. Fazit: Gitty Daneshvaris Art zu schreiben hat mich schon im ersten Teil überzeugt und ist sowohl für Kinder als auch Erwachsene interessant. Die Idee ganz normale Kinder zu Ermittlern zu machen gefällt mir sehr gut, weil die jungen Leser so die Chance haben sich mit dem Protagonisten zu identifizieren und von eigenen Abenteuern zu träumen. Der besondere Reiz des Buches liegt in den witzigen Dialogen. Ich kann das Buch uneingeschränkt für Mädchen und Jungen des angegebenen Alters empfehlen.

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