Leserstimmen zu
Eine Leiche riskiert Kopf und Kragen

Jeff Cohen

Samuel Hoenig (1)

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Erfrischend anders

Von: Sandra Möller aus Köln

30.04.2019

Samuel Hoenig ist gut im Fragen beantworten. Über die Frage eines Kunden stolpert er in einen Kriminalfall. Aus Samuels Sicht nimmt der Leser an diesem Fall Teil und sieht die Welt aus der Perspektive eines Menschen mit Asperger Syndrom. Binnen kürzester Zeit ist man gefesselt und kann nicht mehr aufhören, auch wenn die Story an einigen Stellen etwas unlogisch erscheint. Im Großen und Ganzen mal ein erfrischend anderer Krimi.

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Ich liebe außergewöhnliche Ermittler - dabei ist Samuel Hoenig, der Protagonist des Buches, eigentlich gar keiner. Er hat einfach nur ein Büro und beantwortet allerlei Fragen, zum Beispiel, ob es möglich ist, einen Ball aus dem Baseball-Station zu schmettern oder ähnliches. Er ist Asperger-Autist und sieht die Welt deswegen in manchen Dingen etwas anders - ganz rational eben. Erzählt wird das Buch aus Samuels Sicht in der Ich-Perspektive. Das ist absolut passend - denn so werden all seine Gedankengänge für den Leser nachvollziehbar. Manchmal führt es natürlich auch zu der ein oder anderen komisches Situation - zum Beispiel wenn er nicht versteht, was "Was zur Hölle..." eigentlich bedeuten soll - aber gerade das macht dieses Buch aus. Es macht sich keinesfalls über Autisten lustig, auch wenn man das ein oder andere Mal wirklich schmunzeln muss. Für mich zeigt das Buch viel mehr die Stärken dieser Personen auf und baut Vorurteile ab. Denn anders zu sein bedeutet ja nicht gleich, dass das schlecht ist. Zum Glück bekommt Samuel bei der Beantwortung der hier im Mittelpunkt stehenden Frage "Wo ist der Kopf von Mrs. Masters-Powell?" Hilfe von der sehr sympathischen Ms. Washburn. Sie unterstützt ihn im Lesen von Gesichtsausdrücken und ist so eine perfekte Ergänzung. Der besagte Kopf ist in einem Institut verschwunden, in dem man sich - oder eben nur seinen Kopf - nach dem eigenen Tod einfrieren lassen kann, um dann später wieder aufgetaut zu werden.Und als ob das nicht ausreicht, passiert auch noch ein Mord. Es stehen also mehrere Fragen im Raum, die beantwortet werden müssen. Das Buch ist herrlich geschrieben... Es ist witzig, dennoch spannend und man mag die Figuren einfach so sehr, dass man einfach mitfiebert. Allerdings gibt es auch einige Längen, in denen es nicht wirklich voran geht bzw. man als Leser durch viele Fakten und unterschiedliche Begebenheiten gar nicht so wirklich durchblickt. Letztendlich klärt sich aber alles logisch auf und es bleiben keine Fragen offen. Das Ende schreit gerade zu nach einer Fortsetzung bzw. weiteren kniffligen Fragen für Samuel Hoenig. Zwar habe ich noch keine Ankündigung entdeckt, aber ich hoffe sehr, dass da noch was kommt. Ich wurde gut unterhalten, das Buch ist wirklich mal etwas anderes! Von mir gibt es 4 Sterne!

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Ich kann sagen, dass ich mit dem Buch wirklich gut unterhalten gefühlt habe. Ich fand den Protagonisten, Samuel Hoenig, wirklich sehr sympathisch und habe ihn gleich ins Herz geschlossen. Er hat mich sehr an Monk erinnert, genauso wie seine Geschäftspartnerin Ms Washburn an dessen Assistentin Sharona. Dabei sollte gesagt werden, dass Samuel das Asperger-Syndrom hat, wodurch er auf einzigartige Art und Weise Ermittlungen für seine Firma Fragen Beantworten durchführt. Sein Ziel ist es, wie der Name zweifellos sagt, Fragen zu beantworten. In diesem Fall, die Frage nach dem Verbleib des Kopfes von Rita Masters-Powell, die ihren Kopf nach ihrem Tod in der Hoffnung, die Medizin könne irgendwann ihren Kopf in einem anderen Körper wieder zum Leben erwecken, einfrieren ließ. Leider ist ihr Kopf abhanden gekommen, sodass sich der verantwortliche "Kopf-Wärter" hilfesuchend an Samuel wendet. An der Stelle muss ich sagen, dass ich mich mit dem Asperger-Syndrom nur oberflächlich auskenne, und nur das weiß, was der interessierten Allgemeinheit darüber bekannt ist. Aber da der Autor zwei Sachbücher zum Thema geschrieben hat, die ich auch recherchiert habe, gehe ich davon aus, dass Samuels Verhaltensweisen der Realität entsprechen. Ich mochte den Schreibstil und die deutsche Übersetzung sehr, man konnte das Buch angenehm flüssig durchlesen, so wie man es sich in einem Krimi wünscht. Schließlich will man hier schnell der Handlung folgen und nicht erst einen Duden zu Rate ziehen. Allerdings liegt hier vielleicht ein kleiner Schwachpunkt in der Handlung. Wie einer der Nebenfiguren selbst sagt, nach etwa der Hälfte des gesamten Buches ist man der Lösung keinen Schritt näher gekommen. Den einen oder anderen Hinweis bekommt man zwar schon früher, aber diese fügen sich erst spät zu einem Gesamtbild zusammen. Damit fand ich die Handlung in der Mitte etwas zäh. Dafür wird man aber durch einen überaus sympathischen, unfreiwillig komischen Protagonisten und dessen formidabler Mutter entschädigt. Diese sollte noch eine besondere Erwähnung finden, denn ich fand sie einfach sehr sympathisch. Sie war tough und trotzdem liebevoll und ich würde mich ihr durchaus in einer Krisensituation und außerhalb anvertrauen. Letztendlich kann ich eine klare Kaufempfehlung aussprechen, es hat mir sehr viel Spaß gemacht, das Buch zu lesen und freue mich auf das Sequel.

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Worum geht's? Samuel Hoenig ist ein einzigartiger Mann. Er hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Fragen seiner Mitmenschen zu beantworten - und er ist verdammt gut darin. Deswegen hat er sich selbstständig gemacht mit seiner Firma "Fragen beantworten". Die Kundenakquise läuft allerdings noch etwas schleppend - Samuel hat das Asperger-Syndrom und der richtige soziale Umgang mit seinem Umfeld ist ihm nicht immer ganz klar. Gesichtsausdrücke oder gewisse Sprichwörter zu verstehen hat er von seiner Mutter gelernt. Gewisse Rituale, die er regelmäßig durchführt, sind für viele Mitmenschen schlecht zu verstehen - weswegen er sich umso mehr freut, als er eines Tages durch eine schicksalshafte Fügung eine Assistentin an die Seite gestellt bekommt, die seine "Macken" zu verstehen weiß und ihm im mitmenschlichen Umgang sehr behilflich ist. Eines Tages kommt Marshall Ackerman zu Samuel in den Laden und stellt ihm die herausfordernde Frage: "Wo ist der Kopf von Ms. Masters-Powell?" Somit begibt sich Samuel mit seiner besseren Hälfte Ms. Washburn auf Spurensuche ins "Garden State Cryonics Institute", eine Einrichtung, in der Körper(teile) kürzlich verstorbener Menschen eingefroren und konserviert werden, bis ein Heilmittel für ihre Todesursache gefunden wurde. Mr. Ackerman ist Leiter des Institutes und musste mit Erschrecken feststellen, dass ein eingefrorener Kopf - der von Ms. Masters-Powells fehlt. Um Polizei und Presse von dem Vorfall fernzuhalten, suchte er Hilfe bei Samuel Hoenig. Bei ihrem Wettlauf gegen die Zeit (der Kopf darf schließlich nicht auftauen) stoßen sie allerdings auf ein Mordopfer und geraten so in eine Verschwörung. Mein Fazit Es war sehr erfrischend mal etwas anderes zu lesen - die Eigenheiten von Samuel Hoenig und seine Sicht auf die Dinge sind teilweise sehr unterhaltsam und bringen den Leser zum Schmunzeln. Mich hat sein Charakter sehr an "Sheldon Cooper" aus "The Big Bang Theory" erinnert, bzw. dadurch, dass Samuel Hoenig bei seinen Ermittlungen eine weibliche Partnerin an seiner Seite hatte, erinnerte mich das Setting sehr an die Serie "Elementary". Mr. Hoenig ist in der Lage, sich schnell und aufmerksam einen Überblick über die Gesamtsituation zu machen. Den Roman darf hierbei nicht zu ernst genommen, sondern eher mit einem Augenzwinkern gelesen werden. Ich persönlich bin nicht sehr technisch versiert und weiß somit nicht, ob dort fachlich alles richtig beschrieben wurde, dies war mir aber auch nicht unbedingt wichtig, weil es schließlich auch im wahren Leben kein Institut gibt, das Köpfe einfriert. Also könnte ich wohl über alle anderen technischen Ungereimtheiten hinwegsehen (wenn es welche gäbe, aber dessen bin ich mir natürlich nicht sicher) Leider konnte man als ebenso aufmerksamer Leser schnell selbst auf die Idee kommen, wer mit den Vorfällen etwas zu tun hat. Allerdings haben mich auch einige Wendungen/Personen überrascht. Insgesamt ein sehr gelungener Kriminalroman, der sich definitiv von anderen abhebt. Es macht Spaß von Anfang an mitzurätseln, wer von den Beteiligten alles Dreck am Stecken haben könnte.

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Kopf vermisst

Von: Tante Tex

20.12.2016

Nachdem ich mit dem Rosie-Projekt schon einen positiven Einblick in eine gut recherchierte Geschichte über Protagonisten mit Asperger bekommen habe, war ich auf dieses Buch recht neugierig. Als Asperger-Autist verfügt der professionelle Beantworter von Fragen Samuel Hoenig mit dieser Besonderheit über Fähigkeiten, die ihm in seinem Beruf helfen. Spontane Unterstützung bekommt er in diesem kurioseren Fall von einer Fotografin namens Janet. Ihre Dynamik erinnerte mich dabei etwas an Sherlock Holmes und Doctor John Watson aus der britischen BBC-Adaption Sherlock: Der brilliante Detektiv und sein Side Kick, der ihm hilft, zwischenmenschliche Beziehungen zu erklären. Für einen leichten Kriminalroman mit Schmunzeleffekt ist dieses ungleiche Duo gut gewählt. Es war ein leichter und kurzweiliger Lesegenuss, der mich mit seinen seltsam anmutenden Szenen – wie etwa einen joggenden Detectives während eines Zeugeninterviews – überzeugte. Und obwohl es nur als leichte Lektüre angedacht schien, bedarf es doch einen aufmerksamen Leser, um das Rätsel des verschwundenen Kopfes zu lösen. Einige Hinweise waren nicht all zu offensichtlich, was für mich den Spaß an der Auflösung aufrecht erhielt. Ähnlich etwa wie bei den seichten Mystery-Krimis (z.B. Alan Bradleys Flavia de Luce – Reihe) sind diese Art von Format mit ungewöhnlichen Charakteren ausgestattet. Hier war das zum einen der Protagonist Hoenig selbst, der dem Leser einen Einblick in den Kopf einer Person mit Asperger-Syndrom gibt. Zudem haben wir den Auftraggeber Ackerman, der offensichtlich narzistische Tendenzen aufweist, ergänzt von Detective Lapides, der in ‚Lestrade‘-Manier zwar fleißig und dienstbeflissen ist, jedoch keinen besonders guten Kriminalbeamten abgibt. All diese seltsamen Charaktere ergeben einen interessanten Mix, welcher der Geschichte seinen Charme verleiht. Es war gut geschrieben und hervorragend recherchiert. Die originelle Story litt jedoch an dem langsam dahinplätschernden Handlungsbogen und den überzogenen Charakteren, die – so fair muss man sein – jedoch diesem Genre inne wohnen. Ein bisschen mehr Pepp und etwas weniger Asperger-Aspekt hätten dem Buch aber trotzdem nicht geschadet. Wer jedoch einen seichten Krimi mit Situationskomik mag, dem sei dieses Buch von Herzen angeraten.

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Manche Nobelhotels bieten ihren Gästen an alle Wünsche zu erfüllen - egal, wie spät oder früh. Die Hauptperson dieses Titels bietet die Antwort auf alle - auch knifflige - Fragen an. In diesem Fall geht es um einen Kopf, der nicht da sitzt, wo er hingehört. Fesselnd und unterhaltsam verfasst. Der, der alle Frage beantwortet, ist ein etwas schwieriger Typ mit verschlungenen Gedankengängen. Jeff Cohen liefert dazu einige Übersetzungshilfen an, diese erleichtern das eigene Hineindenken in die Figur. Flüssig und angenehm zu lesen ist diese Geschichte, skurril und witzig außerdem. Denn der Autor stellt seinen miträtselnden Lesern etliche Fallen, präsentiert laufend neue Verdächtige und lockt auf falsche Fährten. Es ist ein Krimi mit Witz und eine kleine Reise in die Welt der Gedanken rund um die W-Fragen. Habe mich zeitweise köstlich amüsiert!

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"Fragen beantworten" heißt die Agentur von Samuel Hoenig und er bekommt es hier mit einer außergewöhnlichen Frage zu tun: " Wo ist der Kopf von Mrs. Masters-Powell?" Daraus entwickelt sich ein Krimi der lustig, interessant und sehr originell ist. Samuel Hoenig hat das Asperger Syndrom und dadurch eine etwas andere Herangehensweise bei der ihm gestellten Frage nach dem Kopf von Mrs Masters-Powell. Die Figur des Samuel war mir auf Anhieb sympathisch und das ist bis zum Ende des Buches so geblieben. Gerade durch seine teilweise seltsame (für uns, die wir kein Asperger Syndrom haben) Art entstehen lustige Situationen. Er nimmt z.B. Sprichwörter wörtlich - ihn will jemand auf den Arm nehmen....... Da springt bei mir das Kopfkino an und ich sehe Sprichwörter (im Augenblick) mit ganz anderen Augen. Der Kopf von Mrs. Masters-Powell ist aus einem Institut, welches Tote einfriert und lagert, verschwunden. Viel mehr möchte ich zur Handlung nicht verraten. Eine weitere Protagonistin ist die nur für einen Tag angestellte Assistentin Janet Washburn. Sie versteht Samuel da sie schon mit Asperger Syndrom-Kindern gearbeitet hat. Sie vermittelt öfter zwischen Samuel und anderen Personen. Eine sympathische junge Frau mit eigenen Problemen. Der Schreibstil liegt mir, flüssig zu lesen und nie langweilig. Ich musste mich nur in die Gedankengänge von Samuel hineindenken aber der Autor versteht es, dies durch kleine Hilfen zu erleichtern. Fazit: Ein Krimi, der nicht nur durch einen guten Fall unterhält sondern auch lustig, informativ und bis zir letzten Seite spannend ist.

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Jeff Cohen Eine Leiche riskiert Kopf und Kragen Kriminalroman Blanvalet Verlag 384 Seiten 9,99€ Hier kaufen Zum Inhalt Samuel Hoenig ist ein ungewöhnlicher Mann, und er hat einen ungewöhnlichen Job: Er beantwortet Fragen jeglicher Art. Seine spezielle Persönlichkeit hilft ihm dabei, nahezu jede Antwort zu finden. Doch die Frage eines neuen Kunden entpuppt sich als besonders knifflig: »Wo ist der Kopf von Mrs. Masters-Powell?« Samuels Ehrgeiz ist geweckt. Gemeinsam mit seiner neuen Assistentin Ms. Washburn macht er sich auf die Suche. Als dann auch noch ein Mord geschieht, befindet sich Samuel plötzlich inmitten einer verzwickten Verschwörung … Zum Autor (Quelle Randomhouse) Jeff Cohen, aufgewachsen in New Jersey, ist ein schriftstellerischer Tausendsassa. Als Reporter schrieb er u.a. für die New York Times, Entertainment Weekly und USA Today, er arbeitete als Lehrer, Redakteur und Drehbuchautor und veröffentlichte zwei Sachbücher über das Asperger Syndrom. In seinen Kriminalromanen, die sich in den USA bereits über 100.000-mal verkauften, bringt Jeff Cohen seine Leser gern zum Lachen, während er ihnen reihenweise Verdächtige präsentiert und sie auf falsche Fährten lockt. Zum Stil Das Buch ist fesselnd geschrieben, der Schreibstil des Autors ist sehr angenehm zu lesen. Der Stil des Autors lässt den Leser tief in die Geschichte eindringen, so dass er sich in die verschiedenen Charaktere hineinversetzen kann. Schreibstil und Wortwahl fesseln den Leser auf eindrucksvolle Weise, ohne sich an Klischees oder unnützen Ausschmückungen zu bedienen. Meine Meinung Das Buch ist von der Geschichte her etwas völlig anderes. Dass jemand auf jede erdenklich Frage eine Antwort weiss bzw findet, wäre das mal wirklich etwas sehr nützliches. Auch wenn natürlich manchmal die "Antwortbeschaffungsmassnahmen" sehr fragwürdig erscheinen mögen. Jeff Cohen versteht es in seinem Buch unauffällig eine Vielzahl an Charakteren einfliessen zu lassen, die den Leser nicht nur auf eine falsche Spur bringen. Ich habe lange gebraucht, um das festzustellen. Das Buch macht viel Spaß und ich hoffe, es folgen noch weitere Bände.

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