Leserstimmen zu
Show Your Work!

Austin Kleon

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Vorsicht Spoiler! "Klein, quadatisch, praktisch und gut" ist im Falle von Kleons Buch alles andere als eine Schleichwerbung für eine sehr beliebte Schokoladensorte. Und dennoch passt es. Austin Kleon - Autor und Zeichner - gibt in 10 übersichtlichen Kapiteln Tipps und Tricks, wie man auf sich aufmerksam macht, ohne der Allgemeinheit auf die Nerven zu gehen. Der Verlag spricht sogar von "zehn ultimativen Regeln" - so als sei die Zahl "zehn" im Zusammenhang mit Regeln seit dem Zwischenfall auf dem Berg Sinai nicht genug gewesen. Aber die Regeln, die ich eher als Empfehlungen sehe, haben echtes Potenzial. Eines steht fest: Austin Kleon weiß, wie es funktioniert... also das mit der Aufmerksamkeit. Sein erstes Buch mit dem Titel „Alles nur geklaut“ beschrieb wie man die eigene Kreativität findet. Mit seinem zweiten Buch vermittelt er das Handwerkzeug diese Kreativität gewinnbringend umzusetzen. Abgesehen davon, dass Kleons Buch sich weniger der Schwere der Ratgeberliteratur verpflichtet, sondern eher "Edutainment" betreibt, können die durch etliche Zeichnungen und Sprechblasen unterbrochenen "Regeln" zu dem einen oder anderen Aha-Erlebnis führen. Vor allem bricht das Buch mit zwei Vorurteilen, die viele kennen. Ich höre ja immer wieder den Spruch, dass man über ungelegte Eier nicht reden soll. Kleon ist der Meinung, dass es wichtig sei, über den Prozess und nicht nur über das Ergebnis zu kommunizieren. So kann man natürlich die "Community" oder die Plattform bei Laune halten. Der Autor aus Texas ist ein absoluter Verfechter davon, Wissen weiter zu geben und nicht alles für sich im stillen Kämmerlein zu behalten. Wunderbar hier seine Geschichte vom Barbecue-Grillmeister, der keine Angst davor hat, seine Geheimnisse für ein perfektes Grillerlebnis per Youtube in die Welt hinaus zu posaunen und im eigenen Lokal den Gästen auch noch Tipps mit auf den Weg zu geben. Wieso? Ganz einfach. Grillen erfordert derart viel Training, dass er es sich einfach erlauben kann, seine Geheimnisse unter das Volk zu mischen. Den Kundinnen und Kunden gefällt es. Sie haben das Gefühl Teil von etwas zu sein und nicht nur zahlende Gäste. In Zeiten der Generation Y und der sehr partizipativen Social Media reicht es wohl nicht mehr Leute einfach nur als Konsument/innen abzustempeln... etwas, das ich auch in meiner Arbeit mit Bewerber/innen sehe. Sie wollen nicht nur das "Was", sondern auch das "Wie..." Und in diese Kerbe schlägst Kreons Buch.

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