Leserstimmen zu
Das Gesetz des Sterbens

Ian Rankin

Ein Inspector-Rebus-Roman (20)

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Achtung Spoiler! Eigentlich ist Detective Inspector John Rebus seit kurzem im Ruhestand. Doch dann wird ein bekannter Anwalt in Edinburgh ermordet, bei dem eine schriftliche Morddrohung gefunden wird. Und auch Rebus´ Lieblingsfeind, die Unterweltgröße Big Ger Cafferty erhält die gleiche Warnung. Hängen auch andere Fälle noch mit diesen beiden zusammen oder ist es das Auftauchen eines Verbrecherclans aus Glasgow in Edinburgh, das hinter den Morden steckt? In jedem Fall wird Rebus als Berater der Polizei engagiert und Detective Siobhan Clarke ermittelt in den komplizierten Fällen, die ihren Ursprung offenbar in der Vergangenheit aller Mordopfer haben. Eine Einrichtung für Jugendliche, „Acorn House“, in dem schreckliche Verbrechen begangen wurden, scheint der Grund für die Morde zu sein. Doch worin besteht der Zusammenhang, der die Ermittler auf die Spur des Mörders bringen kann? Inzwischen sind es auch für Malcom Fox schwierige Zeiten: er wird einer Sonderermittlergruppe zugeteilt, die die Glasgower Unterweltfamilie Stark beschattet und ihn nicht gerade freudig in ihren Reihen aufnimmt und sein Vater liegt im Sterben. Wie alle Vorgänger Ian Rankins garantiert auch „Das Gesetz des Sterbens“ hochkarätige Spannung und das Wiedersehen mit lieb gewonnenen Figuren, allen voran natürlich John Rebus! Uneingeschränkt empfehlenswert und das Beste, wenn man (so wie ich) gerade krank im Bett liegt, um sich von seinen Wehwechen abzulenken…;) Über den Autor: Ian Rankin, schottischer Krimiautor, schuf mit „Das Gesetz des Sterbens“ bereits seinen 20. John Rebus- Fall. Details zum Buch: Deutschsprachige Ausgabe 2016 Manhattan Bücher erscheinen im Wilhelm Goldmann Verlag ISBN 978-3-442-54772-2 Bettina Armandola

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Vater und Sohn

Von: wal.li

10.10.2016

Es scheint als wolle der Unterweltler Joe Stark seinen Sohn Dennis in die feine Gesellschaft einführen und dabei sein Gebiet von Glasgow nach Edinburgh ausdehnen. Ein Polizeiteam aus Glasgow will ihre Schritte überwachen. Malcolm Fox soll die Kollegen unterstützen. John Rebus ist dabei, zu vergessen, dass er eigentlich in Rente ist. Seine ehemaligen Kollegen sind darüber nicht unglücklich und er bekommt eine Art Beraterposition. Siobhan Clarke ermittelt in dem Mord an einen gesetzten älteren Anwalt. Es scheint als sei ein Einbruch schief gegangen, aber irgendetwas scheint seltsam an den Todesumständen. Als dann auch noch auf einen alternden Gangster ein Anschlag verübt wird, muss erst recht auf Hochtouren ermittelt werden, um weitere Attentate zu verhindern. Wenn man sich zunächst fragt, wieso diese sehr unterschiedlichen Handlungsstränge eingeführt werden, wird einem Ian Rankin eine verwickelte aber schlüssige Antwort bieten. Natürlich bedarf es einiger Zeit, den verschiedenen Wegen zu folgen, die sich beim Lesen öffnen. Wer bleibt letztlich übrig und wieso kommen plötzlich Menschen zu Tode, die ein offensichtlich völlig unbescholtenes Leben geführt haben. Auf ihre ganz eigene Art stellen Rebus, Fox und Clarke ihre Nachforschungen an. Rebus, der bekannt ist wie ein bunter Hund, hat dadurch auch die besten Kontakte. Fox kann in der Menge verschwinden und so manche Information erhaschen, von denen der Informant nicht einmal merkt, dass er sie weitergibt. Clarke hat einfach ein schlaues Köpfchen, in dem sie alles Mögliche speichert, das mitunter gerade zur rechten Zeit wieder aus dem Speicher auftaucht. Hat man schon einige Bücher von Ian Rankin gelesen, fragt man sich manchmal, wo das normale und fröhliche Edinburgh ist. Besonders wenn man gerade am Tage zuvor eine Reportage gesehen hat, in der es unter anderem auch um diese schöne und weltoffene Stadt ging, die eine Reise wert zu sein scheint. Rankins Stadt ist um einiges düsterer, jeder scheint mit dem Mob zu tun zu haben oder sich sonstiger Verbindungen zum Verbrechen rühmen zu dürfen. Etliche der Beamten wirken so als haderten sie mit ihren Jobs und John Rebus erweckt den Eindruck als sei er obwohl er die Maloche vermisst doch befreit. Und alle sind sie Eltern und Kinder, die ihre Vergangenheit mit sich herum schleppen. Trotzdem gelingt es Rankin, zu fesseln. Allzu geschickt konstruiert ist dieser Kriminalroman, so dass man immer weiterlesen möchte, um bald zu erfahren, wie denn nun alles zusammenhängt oder auch nicht.

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John Rebus ist im Ruhestand, was seine Kollegen nicht daran hindert u bitten, wenn sie ihn brauchen. Er ist ja immer gut zu finden, in der Oxford Bar. Und John Rebus hilft, wo er kann. Big Ger Cafferty, auf den geschossen wurde, will nur mit seinem alten Bekannten Rebus sprechen und sonst mit keinem. In dem Mordfall an Staatsanwalt Lord Minton ermittelt Siobhan Clarke. Sie leitet die Ermittlungen. Bei der Leiche wurde ein Zettel gefunden mit der Aufschrift "Ich bringe dich um für das, was du getan hast". Cafferty hat den gleichen Zettel erhalten. Zufall? Malcom Fox hat die beiden Glasgower Joe und Dennis Stark unter Beobachtung, die plötzlich in Edinburgh aufgetaucht sind. Ihnen ist eine Ladung Drogen abhanden gekommen. Suchen sie nur nach den Drogen oder wollen sie ihr Gebiet ausdehnen und es droht ein Bandenkrieg? Die vielen verschiedenen Handlungsstränge ergeben einen komplexen, vielschichtigen Krimi, der in die Vergangenheit eintauchen lässt. Ich mag die Komplexität von Ian Rankins Krimi, seine Sozialkritik, seine Ermittler, Siobhan Clarke, Malcom Fox und natürlich John Rebus, der diesmal viel Herz gegenüber einem Vierbeiner zeigt. Die Dialoge zwischen Zeugen, Ermittlern, Verdächtigen sind herrlich zu lesen und haben einen leicht ironischen Unterton. Diesen Rebus-Krimi kann ich nur allen Ian Rankin Fans wieder wärmstens empfehlen.

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„Er sah auf die Uhr. Was sollte er sonst machen?......Sein Leben verwandelte sich in ein Stück auf seiner CD, nur dass die Repeat-Taste am Player klemmte und jeder neue Tag genau dasselbe brachte, wie der vorangegangen“. Ein, zwei dahingeworfene Sätze und der Leser ist mittendrin. In dem, was sich gerade ereignet, wie sich das anfühlt, wie leerer viele der Leben doch geworden sind im Lauf der Jahre. Rebus pensioniert, das wartet nichts mehr, oder? Big Gefferty so ziemlich in Rente, auch wenn es hier und da noch mal zuckt. Und das sogar mit einem einigermaßen persönlichen, und friedlichen Umgang mit Rebus. Siobhan Clarke allerdings ist weiter im Dienst. Und da Rebus es sich zur Gewohnheit gemacht hat, auf seine Siobhan aufzupassen und weit Big Ger eine Kugel haarscharf am Scheitel vorbeischießt und weil ein alter hoher Richter tot aufgefunden wurde mit einem komischen Zettel in der Brieftasche und weil dieser Zettel im gleichen Wortlaut nicht das letzte Mal aufgetaucht ist, kommt es, wie es kommen muss (und gut ist). Nur der Leser, der kommt erst mal nicht weiter und tappt gemeinsam mit den Ermittlern im Dunklen. Bandenkrieg? Alte Rechnungen? Zufälle? So recht ist nicht zu verstehen, was all die miteinander zu tun haben, die fliegenden 9mm Kugeln scheinbar direkt im Weg stehen. Ranking lässt sein lange gereiftes Personal wieder einmal von der Leine. Mit dem ein oder anderen „neuen“ Protagonisten, der oder die das Ganze belebt, mit einem Rebus in trocken-ironischer Hochform und einem verzwickten Fall, der in bekannter Manier Teil für Teil gelöst und eher durch die Intuition des Rebus (wie so oft und immer), als durch sachliche Zusammentragung von Puzzleteilen gelöst werden wird. Wie in jener Szene, in der dringend im Pub Bericht erstattet werden will (Rebus ist nur „Berater“, Büros stehen nicht zur Verfügung) und Rebus mit einem aufmunternden „Dann scheiß mal los“ seine Zigaretten nimmt und vor die Tür verschwindet. Intensiv, melancholisch, mit gewachsenem Zynismus der Welt und ihren Verstrickungen gegenüber, geprägt von gesundem Misstrauen beim Hören von „wirklich wahren“ Versprechungen kommt der Leser, wie immer bei Rankin, voll auf seine Kosten und wird sowohl von der realistischen Zeichnung der Figuren wie von Rebus und dem Fall selbst bis zur letzten Seite im Geschehen gehalten. Wer also Sorge hatte, dass mit dem Ruhestand von John Rebus auch seine Ermittlungen beendet sein könnte, wird hier eines Besseren belehrt.

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Und alles ist mit allem verbunden...

Von: Elke Heid-Paulus aus Vaihingen

19.05.2016

Zweimal hat sich der ehemalige Inspektor John Rebus bereits in den Ruhestand verabschiedet. Zwar ohne Abschiedsparty, aber das war glücklicherweise auch nicht notwendig, denn seine ehemaligen Kollegen wissen noch immer, wo sie ihn finden können, wenn sie seine Unterstützung benötigen. Im Zweifel bietet sich da doch immer die Oxford-Bar an, sein zweites Wohnzimmer, auch wenn er auf ärztlichen Rat hin weniger rauchen und trinken sollte. Und diesmal ist seine Unterstützung mehr denn je gefragt. Aber schön der Reihe nach: Siobhan Clarkes aktueller Fall entwickelt sich von einem missglückten Einbruch zu einer Mordermittlung, als bei der Leiche des ehemaligen Staatsanwaltes Lord Minton ein Zettel mit der Nachricht „Ich bringe dich um für das, was du getan hast“ gefunden wird. Die ehemalige Kollegin von Rebus ist nun auch im Rang eines DI und leitet die Untersuchungen. Bei einem gemeinsamen Abendessen mit Malcolm Fox werden die beiden zu Big Ger Caffertys Haus gerufen. Jemand hat durch das Fenster geschossen, aber Cafferty weigert sich, mit den Polizisten zu reden. Als einzigen Gesprächspartner akzeptiert er nur seinen alten Feind und Weggefährten John Rebus, der daraufhin zum Tatort gebracht wird. Es stellt sich heraus, dass der Edinburgher Unterweltboss die gleiche Mitteilung wie Minton erhalten hat. Tragen hier konkurrierende Gangs aus Glasgow und Edinburgh ihre Revierkämpfe aus, um die alleinige Herrschaft zu erlangen? Clarke braucht alle Hilfe, die sie bekommen kann, und so engagiert sie ihren ehemaligen Chef als Berater in diesem Fall. Eine neue Karriere für John Rebus. Parallel dazu behält Malcolm Fox, der ehemalige Fachmann für interne Ermittlungen, die Glasgower Kollegen im Blick. Diese sind auf das kürzlich in Edinburgh aufgetauchte Vater-Sohn Duo Joe und Dennis Stark aus der Stadt am Clyde angesetzt. Offenbar sind diese beiden nicht nur hinter einem ihrer Kumpane her, der mit einer Wagenladung Drogen spurlos verschwunden ist, sondern möchten auch ihren Einflussbereich ausdehnen. Es sind komplexe Handlungsstränge, die Ian Rankin in seinem neuen Kriminalroman „Das Gesetz des Sterbens“ (wieder einmal prima übersetzt von Conny Lösch) nach und nach entwickelt und im Verlauf der Handlung souverän miteinander verknüpft. Natürlich die aktuellen Fälle, die die beiden Detectives Clarke und Fox und ihr „Freier Berater“ Rebus bearbeiten, aber auch Ereignisse aus der dunklen Vergangenheit der Stadt, die im Laufe der Ermittlungen plötzlich aufploppen und mit denen niemand gerechnet hat. Und hier wird auch der Bezug zu dem Originaltitel „Even dogs in the wild“ (nach einem Song der schottischen Post Punk Band „The Associates“) deutlich: „Even dogs in the wild will protect and will care for whatever means most to them“. Und wie so oft ist alles mit allem verbunden… Aber auch das Katz und Maus-Spiel der beiden „alten Männer“, deren Zeit allmählich vorbei ist, hat dieser Story einen besonderen Effekt gegeben. Eine lebenslanger Feindschaft, aber auch die Verbundenheit zweier Weggefährten, die jeder für sich die verschiedensten Herausforderungen im Umgang mit dem jeweils anderen meistern muss, um zu dem gewünschten Ergebnis zu kommen. Und nicht zu vergessen Edinburgh, die heimliche Hauptdarstellerin der Rebus-Krimis. Nicht einmal in Ansätzen „cozy“, sondern immer „noir“, immer „a punch in the gut“, mit ihrer besonderen Atmosphäre. Dunkel, etwas spröde, mit bewegter Vergangenheit und Gegenwart, einfach mitten im Leben. Wie Ian Rankins Krimis!

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Zweimal hat sich der ehemalige Inspektor John Rebus bereits in den Ruhestand verabschiedet. Zwar ohne Abschiedsparty, aber das war glücklicherweise auch nicht notwendig, denn seine ehemaligen Kollegen wissen noch immer, wo sie ihn finden können, wenn sie seine Unterstützung benötigen. Im Zweifel bietet sich da doch immer die Oxford-Bar an, sein zweites Wohnzimmer, auch wenn er auf ärztlichen Rat hin weniger rauchen und trinken sollte. Und diesmal ist seine Unterstützung mehr denn je gefragt. Aber schön der Reihe nach: Siobhan Clarkes aktueller Fall entwickelt sich von einem missglückten Einbruch zu einer Mordermittlung, als bei der Leiche des ehemaligen Staatsanwaltes Lord Minton ein Zettel mit der Nachricht „Ich bringe dich um für das, was du getan hast“ gefunden wird. Die ehemalige Kollegin von Rebus ist nun auch im Rang eines DI und leitet die Untersuchungen. Bei einem gemeinsamen Abendessen mit Malcolm Fox werden die beiden zu Big Ger Caffertys Haus gerufen. Jemand hat durch das Fenster geschossen, aber Cafferty weigert sich, mit den Polizisten zu reden. Als einzigen Gesprächspartner akzeptiert er nur seinen alten Feind und Weggefährten John Rebus, der daraufhin zum Tatort gebracht wird. Es stellt sich heraus, dass der Edinburgher Unterweltboss die gleiche Mitteilung wie Minton erhalten hat. Tragen hier konkurrierende Gangs aus Glasgow und Edinburgh ihre Revierkämpfe aus, um die alleinige Herrschaft zu erlangen? Clarke braucht alle Hilfe, die sie bekommen kann, und so engagiert sie ihren ehemaligen Chef als Berater in diesem Fall. Eine neue Karriere für John Rebus. Parallel dazu behält Malcolm Fox, der ehemalige Fachmann für interne Ermittlungen, die Glasgower Kollegen im Blick. Diese sind auf das kürzlich in Edinburgh aufgetauchte Vater-Sohn Duo Joe und Dennis Stark aus der Stadt am Clyde angesetzt. Offenbar sind diese beiden nicht nur hinter einem ihrer Kumpane her, der mit einer Wagenladung Drogen spurlos verschwunden ist, sondern möchten auch ihren Einflussbereich ausdehnen. Es sind komplexe Handlungsstränge, die Ian Rankin in seinem neuen Kriminalroman „Das Gesetz des Sterbens“ (wieder einmal prima übersetzt von Conny Lösch) nach und nach entwickelt und im Verlauf der Handlung souverän miteinander verknüpft. Natürlich die aktuellen Fälle, die die beiden Detectives Clarke und Fox und ihr „Freier Berater“ Rebus bearbeiten, aber auch Ereignisse aus der dunklen Vergangenheit der Stadt, die im Laufe der Ermittlungen plötzlich aufploppen und mit denen niemand gerechnet hat. Und hier wird auch der Bezug zu dem Originaltitel „Even dogs in the wild“ (nach einem Song der schottischen Post Punk Band „The Associates“) deutlich: „Even dogs in the wild will protect and will care for whatever means most to them“. Und wie so oft ist alles mit allem verbunden… Aber auch das Katz und Maus-Spiel der beiden „alten Männer“, deren Zeit allmählich vorbei ist, hat dieser Story einen besonderen Effekt gegeben. Eine lebenslanger Feindschaft, aber auch die Verbundenheit zweier Weggefährten, die jeder für sich die verschiedensten Herausforderungen im Umgang mit dem jeweils anderen meistern muss, um zu dem gewünschten Ergebnis zu kommen. Und nicht zu vergessen Edinburgh, die heimliche Hauptdarstellerin der Rebus-Krimis. Nicht einmal in Ansätzen „cozy“, sondern immer „noir“, immer „a punch in the gut“, mit ihrer besonderen Atmosphäre. Dunkel, etwas spröde, mit bewegter Vergangenheit und Gegenwart, einfach mitten im Leben. Wie Ian Rankins Krimis!

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