Leserstimmen zu
Ramones

Flo Hayler

(2)
(1)
(0)
(0)
(0)
€ 48,00 [D] inkl. MwSt. | € 49,40 [A] | CHF 65,00* (* empf. VK-Preis)

„Nach kurzer Beratung (...) einigen sich Colvin und Erdélyi auf einen Namen, den sich Colvin als neues Alias verpasst hatte: Ramone – in Anlehnung an Beatles-Bassist Paul McCartney, der sich für die einwöchige Schottland-Tour seiner Band The Silver Beetles im Mai 1960 ein französisch anmutendes Pseudonym zulegte und sich fortan Paul Ramon nannte, weil das so schön „exotisch und nach Showbiz“ klang. So wird Doug Colvin zu Dee Dee Ramone, aus John Cummings wird Johnny Ramone, und aus Jeff Hyman aka Jeff Starship wird Schlagzeuger Joey Ramone – drei blutsunverwandte „Brüder“, so wie die Walker Brothers.“ Der ersten desaströsen Auftritt am 30. März 74 bringt zwei wesentliche Erkenntnisse – Dee Dee Ramone kann nicht singen und Joey kann nicht Schlagzeug spielen. Also wechselt Joey zum Gesang und das Schlagzeug übernimmt das Mastermind hinter der neu formierten Band, Tamás Erdélyi - fortan Tommy Ramone, dem es gelingt „die schwankende Fregatte aus Kurs zu bringen und den Songs der Ramones eine Struktur zu geben.“ Flo Hayler, der Autor von „Ramones – Eine Lebensgeschichte“, sieht die Ramones 1990 zum ersten Mal live – es folgen 100 weitere Konzerte rund um den Globus. „Meist sind wir zwischen zwei und zwölf Personen. Ein buntes, aber in seiner Zusammensetzung halbwegs stabiles Fan-Karussell, auf das mal mehr, mal weniger Leute aufspringen.“ Fans, die auch mal „ihre“ Band nach Hause einladen, wo sie dann - wie beim italienischen Fanclub-Chef Paolo geschehen - eine selbstgemachte Bolognese vorgesetzt bekommen. Oder die Belgierin Leslie, die in einem nächtlichen Waschgang dafür sorgt, dass C.J. Ramone am nächsten Tag mit frisch geschleuderten Hosen auf der Bühne steht. Es ist die Besessenheit, das Nerdtum Haylers, der 2005 das weltweit erste Ramones Museum in Berlin eröffnet, die dieses Buch prägen. 640 Seiten über die Band, die als Prototyp der Punkmusik gilt, deren Songs durch extreme Geschwindigkeit, extreme Lautstärke, sowie einfache Strukturen, Harmonien und Texte stilprägend waren - eine Band die Generationen von Musikern beeinflusste und ohne deren Einfluss sich Musikrichtung wie Grunge eventuell nie entwickelt hätten. 640 Seiten Insiderwissen, Fotos, Flyer, Poster, Briefe, Originaldokumente, Tickets, Setlists. 640 Seiten Liebe. Ein Muss, nicht nur für Ramones-Fans, sondern für alle, für die Musik mehr ist, als das alltägliche Gedudel aus dem Radio.

Lesen Sie weiter

Lokal wie Global, sie haben allerorts ihre Spuren hinterlassen im Rock-and-Roll-Business, wie wenige andere vor oder nach ihnen: die Ramones, the happy family aus der New Yorker Queens-Neighborhood Forest Hills – nahezu jede nachfolgende Punkrock-Kapelle hüben wie drüben des Atlantiks nannte sie als maßgeblichen Einfluss für ihr eigenes Krakeelen, Lemmy Kilmister und seine Motörhead-Lärmer zollten mit der Nummer „R.A.M.O.N.E.S.“ heftig und nachdrücklich Tribut, Punkrock-Lady Sheena wurde vom Münchner Indie-Radio-DJ k.ill und seinem One-Man-Band-Projekt The Almost Boheme leonardcohenisiert und von den großartigen Hüsker Dü final live abgefeiert, das Kölner Schwulen-Original Hans Jürgen Zeltinger hat den Strand von Far Rockaway aus Queens/NYC kurzerhand ins Müngersdofer Stadion seines geliebten FC verpflanzt, ganz zu schweigen von diversesten, zu Teilen fragwürdigen Reminiszenzen aus der Stadienrock-Hansel-Ecke, von Pathos-Schmalzer Springsteen, dem notorischen Heuchler Bono, dem nicht weniger unsäglichen Campino, bis hin zum Johnny-Ramone-Spezi Eddie Vedder, to name only a few. Ramones, wo man hinhört, allerorten, heute noch und immerdar. Ein weiteres, in jeder Hinsicht gewichtiges Denkmal hat der US-Punk-Institution jüngst Autor Flo Hayler errichtet, seines Zeichens Gründer und Betreiber des Berliner Ramones-Museums, mit einer über zweieinhalb Kilo schweren, reich bebilderten, großformatigen Band-Biographie, die vor Kurzem mit verlegerischem Mut von Markus Naegele im Hardcore-Programm des Münchner Heyne-Verlags veröffentlicht wurde – wo auch sonst? Weiterlesen: https://gerhardemmerkunst.wordpress.com/2018/10/25/reingelesen-79-flo-hayler-ramones-eine-lebensgeschichte/

Lesen Sie weiter

Hey Ho! Let's Go! Ich selber hatte leider nur einmal im Juni 1990 beim Bizarre Festival das Vergnügen, die Band live erleben zu können, doch Flo Hayler, Journalist, Radiomoderator und Gründer des legendären Ramones-Museums in Berlin, der nahezu zeitgleich sein erstes Ramones-Konzert erleben durfte, ist weitaus mehr, als nur ein Fan dieser die Pop-Kultur prägenden Rockband. Sein Museum entstand aus einer Not heraus, so die Legende, da seine Wohnung irgendwann aus allen Nähten zu platzen drohte. Denn der leidenschaftliche Ramones–Fan sammelte alles von der 1974 in Queens, New York City gegründeten Rockband was ihm in die Finger fiel. Über Jahre hinweg besuchte er unzählige Konzerte der Band im In- und Ausland, was dazu führte, dass er irgendwann in den inneren Kreis der Band aufgenommen wurde und sich mit den einzelnen Bandmitgliedern anfreundete. Dies führte dazu, dass er gemeinsam mit den Musikern viel erlebte und noch mehr Hintergrundwissen erfuhr. Ist schon sein Museum mit entspannter Wohnzimmeratmosphäre in Berlin ein auch von mir sehr geschätzter Anlaufpunkt für Fans und Musikbegeisterte, wo man sich gerne trifft, dass ein oder andere Bier oder Kaffee konsumiert und gute Musik hört, bietet er nun mit seinem hier vorliegenden wuchtigen Bildband „Ramones - Eine Lebensgeschichte“ einen allumfassenden Rundumschlag! Denn neben über 700 zum Teil bisher unveröffentlichten Fotos kann man nun auch zahlreiche Schätze aus seiner Sammlung bewundern und gleichzeitig aus einem schier unerschöpflichen Fundus an Insiderinformationen schöpfen. Des was Hayler hier erzählt, sind zum Teil sehr intime und persönliche Anekdoten und Begebenheiten aus der langjährigen Geschichte einer Band, die maßgeblich die Entwicklung der Punk-Rockmusik beeinflusst und geprägt hat. Dabei erfährt man nicht nur unglaublich viel über die Band, sondern auch ihr privates und musikalisches Umfeld, was für einen Freund dieser Musikszene einen unschätzbaren Mehrwert bietet. Denn die Lektüre dieses Buches ist wie ein geselliges Treffen mit alten Bekannten. Es wird in Erinnerungen geschwelgt und man erfährt ein paar neue, hochinteressante Anekdoten. Genau hier liegt auch der besondere Reiz dieses Buches, welches nicht nur tiefe Enblicke in das Leben und Wirken der Ramones bietet, sondern gleich zu einem historischen musikalischen Rundumschlag ansetzt und Geschichte, die einen zum Teil massiv beeinflusst und geprägt hat, lebendig werden lässt. Die vier Gründungsmitglieder sind mittlerweile leider verstorben, doch dank ihrer Musik und diesem Buch werden sie in den Herzen der Fans weiterhin lebendig sein! Christian Funke

Lesen Sie weiter